Diaz, ehemals
Belial ehemals
Goliath - Troll, Straßensamurai. Immer noch keine Einbauten, immer noch ungehobelt, aber neues Aussehen nach einer kosmetischen OP. Und immer noch gesucht von Interpol.
Omega, Ork, Rigger. Liebt das Schrauben an der Technik genauso wie ihren Einsatz. Kommt günstig an Fahrzeuge ran. Hat jede Menge Piercings im Gesicht.
Neo, Norm, Ki-Adept. Bürgerlich Leon Meier. Ehemals in Ausbildung bei S-K-Prime. Nach dem Tod seiner Frau aufgrund einer Forschungsreise im Ausland verfiel er den Drogen. Ihm wurde von S-K das Sorgerecht für seine Tochter entzogen (ebenfalls magisch begabt) und er wurde aus seiner Einheit hinausgemobbt. Aus Trotz und um seine Tochter zurückzugewinnen, ging der Konzernbürger in die Schatten.
Der Dekan, ehemals
Bembel und zuvor
Uff - Troll, Streetsam, Rigger und Face. "Experte für multidimensionale zwischenmenschliche Interaktion". Nur noch ein Hauch von Essenz. Biegt sich über Religion und eingebildete KFS die Welt zurecht. Gefühlskalt aber loyal.
Helvetia´s Calling
Samstag, 20.04.2080, 16.30 Uhr. Omega am Komm, das Gesicht schmerzverzogen: "Das Einhornhorn glüht. Mir gehts voll dreckig und draußen waren schon zwei Unfälle!"
"Einhornhorn, wolltest du das nicht verscheuern?"
"Sorry, vergessen. Was soll ich machen, verdammt?"
"Vermutlich hat das was mit den Hexen zu tun. Ich versuche mal, die zu erreichen."
Um 17.00 Uhr erreiche ich endlich Pauli, unseren damaligen Bergführer. "Kannst du Kontakt zu unserer gemeinsamen Freundin aufbauen?"
"Ich bin gerade in Bern. Ich kümmer mich morgen drum."
"Geht das nicht schneller?"
"Nein, das dauert ein bisschen. Und unsere Freundin ist etwas ...eigen."
Um 17.10 wieder Omega. "Hey, das Glühen ist vorbei. Aber kannst du mal diesen Sepp anrufen, von dem du erzählt hast? Der ist doch Magier, vielleicht weiß der was..."
Also gut. Um 17.15 also mit Zap / Sepp am Komm: "Naja, so genau kann ichs nicht sagen, aber an Hand der Auswirkungen tippe ich auf einen magischen Kanal."
"Soll ich Omega mal deine Nummer geben? Dann hörst du alles aus erster Hand." Und ich muss nicht dauernd Sekretärin spielen...
"Ne, der ist mir zu auffällig mit seinen ganzen Piercings und Tatoos im Gesicht."
"Kannst du vielleicht vorbei kommen?"
"Ne, bin gerade in Urlaub."
Um 17.20 gebe ich Omega Bescheid. Der ist einfach nur froh, dass das Leuchten vorbei ist, hat das Horn aber eingepackt und seine Wohnung verlassen. Der Sternschutz nimmt wohl die ganzen Unfälle auf und befragt wohl die ersten Zeugen...
Ich schaue Lokalnachrichten. Nichts auffälliges. Um 23.00 Uhr klingelt das Komm. Schon wieder. "Ist da Dekan?" Ein schweizer Dialekt.
"Hm."
"Hier Hermes. Wir hätten eine Dringlichkeitslieferung in die Schweiz und Sie wurden angefragt. Sie waren schon einmal dort und sollen dasselbe Team wieder mitbringen."
"Alles klar. Ich melde mich, sobald das Team steht." Ich war sofort hellwach. Eilig. Angefordert. Das klingt nach massiv Kohle.
Gruppenanruf zu Omega, Neo und Blue. Leider waren Blue und Vex nicht erreichbar. Neo wusste wegen des Leuchtens schon Bescheid, weil Omega ihn bereits kontaktiert hatte. Tatze war leider auch nicht erreichbar, aber Diaz kam noch hinzu. Mal von Diaz, der Vex ersetzte abgesehen, die gleiche Crew. Aber irgendwer sollte Blue ersetzen...Diesmal dann doch ohne Matrix...
"Ihr seid alle verfügbar?"
"Worum gehts?", fragte Diaz.
"Keine Ahnung, aber Hermes hat uns schon einmal gebucht."
"...und verdammt gut bezahlt...Ausrüstung bekamen wir auch gestellt...", fiel Omega ein.
"...oh ja, das war geil...", stimmte Neo zu.
"Außerdem wurden speziell wir angefordert und es ist eilig. Das treibt den Preis massiv nach oben."
"Preis nach oben klingt gut", murmelte Diaz zufrieden. Auch die anderen sagen zu.
Um 23.15 Uhr gab ich an Hermes die Koordinaten durch. Wir hatten uns wieder für den Parkplatz am Stadion geeinigt. Wie das letzte Mal. Mitternacht sollte das Treffen sein.
Es waren alle rechtzeitig da. Drei Hermes Transporter übernahmen unsere Fracht. Am wichtigsten war mir Monster. Mein Ruhrmetall SF20 hatte mir schon das letzte Mal in der Schweiz gute Dienste geleistet. Ansonsten meine Kletterausrüstung, Werkzeuge, Survival... was man eben so in den Alpen braucht. Wir hatten die Ausrüstung vom letzten mal parat.
"Hier haben Sie ihre Ausweise. Mit Arbeitserlaubnis. Nur für diesen Herrn hier müssen wir improvisieren." Der Fahrer deutete auf Diaz. "Wir benötigen tatsächlich nur ein Fahrzeug. Ihre Anforderung", er sah in meine Richtung, "klang nach mehr."
Ich zuckte die Schultern.
Wir fuhren zum Flughafen Frankfurt. Irgendwo in den Cargo-Bereich. Eine Maschine wartete mit offener Ladeklappe. Militärische Transportmaschine. Aha.
"Bitte bleiben Sie sitzen, bis das Fahrzeug gesichert ist", hörten wir es über Innenlautsprecher, "Danach dürfen Sie gerne aussteigen."
Um 0.45 Uhr hob die Maschine in Frankfurt ab.
Um 02.45 Uhr landeten wir auf einem kleinen Militärflughafen, das Fahrzeug wurde entsichert und wir fuhren nach Thun an die Grenze zur Alpeninterdiktszone.