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Autor Thema: Tagebuch einer Gruppe (Achtung: viele Meisterinformationen zum JdF!)  (Gelesen 87538 mal)

Sambolero

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  • 02. Juli 2008, 21:00:55
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #15 am: 02. Juli 2008, 21:00:55 »

Nun, da die Finger meiner Kumpanen anscheinend erlahmt sind werde ich, Estefan ya Falconye de Grangora (aus geheimen Gründen nur bekannt als Rodrik Baumthal) unsere Geschichte mit dem alten Stover Störrebrandt fortschreiben, damit unsere Heldentaten auch vollständig in die Geschichtsbücher eingehen können.

Als der Morgen des Tages erwachte an dem die Spiele um die Erbschaft des Stover Störrebrandt beginnen sollten begaben wir uns wie geheißen zu dem Phexstempel (oder war es ein Prajostempel?). Dort wurde allen rechtmäßigen Erben und unserer kleinen Gesellschaft die erste Aufgabe verlesen:
Es galt bis zur sechsten Stunde nach Mittag aus einem Ei, durch Phex gefälliges handeln, einen möglichst guten Tausch zu erzielen.

Kaum ausgesprochen zogen die Gruppen los um ihr Bestes zu geben. Uns war Phex an diesem Tag erst einmal sehr zugetan. So schafften wir es ohne größere Schwierigkeiten aus dem Ei über ein paar Zuckerstangen und diverse andere Gegenstände ein Kurzschwert im Gegenwert von etwa 10 D zu ertauschen. Dieses versuchten wir dann alsbald auf den Straßen Gareths zu veräußern. Hierzu hatten wir die Idee es durch Therberasch (einem Angrosch, und das muss ich euch ja kaum erzählen, dass diese für ihre außerordentliche Schmiedekunst bekannt sind) anpreisen zu lassen, während die Anderen unserer Abenteurergruppe sich als interessierte Kunden ausgeben sollten. Kaum durch unseren tapferen Therberasch als das meisterlich geschmiedete Schwert des großen Grammbarts angepriesen interessierten sich auch gleich zwei Gardisten für das Schwert. 17 D sollten sie dafür bezahlen, als unser wortgewandter Magus Adebar Helmisch „zufällig“ zu dem Handel dazu stieß und sich ebenfalls für das Schwert interessierte, schafften wir es sogar den Preis auf 20 D zu erhöhen. Doch von der gier gepackt kam nun auch noch der gute Solomir hinzu, und wollte den Preis noch weiter in die Höhe treiben. Dies war dann wohl zuviel des Guten und die Gardisten schöpften verdacht. Um nicht im Kerker wegen Betrugs zu landen und den schein zu wahren kaufte letztendlich unser Magus das Schwert für 17 D von Therberasch ab und die Gruppe trennte sich vorläufig nach dem Handel.

Nun, nur knapp einem guten Handel entgangen, mussten wir uns etwas Neues einfallen lassen. So kam es dazu, dass ich, Estefan, vorschlug das Schwert lieber jemandem zu verkaufen, der kaum etwas von Waffen versteht, da so jemandem ein viel zu hoher Preis nicht so leicht auffallen würde. Also versuchten wir unser Glück in einer besseren Gegend Gareths. Den guten Solomir, enttäuscht von seinem verpatzten Versuch den Preis in die Höhe zu treiben, rief es zu seinem Mittagsgebet und trennte sich von der Gruppe. Währenddessen hatten Therberasch und ich schnell ein Opfer für unseren Handel gefunden. Ein leicht untersetzter Mann und seine Frau, beide mittleren Alters, mit ausreichend dickem Geltbeutel für unser Vorhaben, sie stammten augenscheinlich nicht aus Gareth. Mit meiner flinken Zunge hatte ich die Beiden und besonders die Frau von der Gefährlichkeit Gareths schnell überzeugt. Um weiteres Vertrauen aufzubauen lud ich sie zum Essen ein. In der Kneipe dauerte es nicht lange und nach einer abenteuerlichen Geschichte über das wundersame Schwert des riesigen Zwerges Angrosch und den Schmiedemeister Grimmbart hatten wir das Schwert für 23 D erfolgreich verkauft. Um unseren Gewinn nicht durch das Bezahlen des Essen zu schmälern täuschte ich laut fluchend und brüllend den Diebstahl meines Geldbeutels vor. Entrüstet von der Unehrlichkeit der Menschen in Gareth und froh darüber nun durch den Besitz des Schwertes vor Unholden geschützt zu sein, bezahlten die Beiden das Essen für uns. Schnell und prustend vor lachen machten wir uns auf und davon, zurück zum Marktplatz, wo man unserer Meinung nach am schnellsten das Geld wieder gewinnbringend unter die Leute bringen konnte.

Mittlerweile hatte die Sonne ihren Zenit schon längst überschritten und uns blieb nicht mehr viel Zeit. Höchstens einen Tauschhandel konnten wir noch vollziehen. Das musste jetzt unser Clou werden. Ich schlug vor einen alten Gaul oder Esel für das Geld zu erstehen. Dazu günstig etwas Wasser, eine Bürste und Seife. Mit diese Utensilien wird schnell wird aus einem alten Gaul ein teures, edles Ross. Wer kann schon den Wert eines Pferdes richtig abschätzen? Eine sehr schwierige Angelegenheit wie ich finde. Auch könnte man ja das Brandzeichen etwas abändern.
Solomir, den wir auf dem Markt wieder trafen, und Therberasch hielten dies nicht für eine gute Idee. Also entschlossen wir uns dazu Schmuck zu kaufen. Wie ja jeder Mann weiß, der schon einmal versucht hat den Schoss einer Frau zu knacken, kann man mit Schmuck einer Frau so manches entlocken, was sie ansonsten nicht Preis geben würde. Also gingen wir über den Markt auf der Suche nach einem Schnäppchen. Und tatsächlich wurde Therberasch fündig, eine mit Steinen besetzte Kette, von der Hauptkette hingen noch mehrere Ketten herab, wirklich ein prunkvolles Stück hatten wir da für 21 D gekauft. Nach Meinung von Therberasch, der ja immerhin Gemmenschneider von Beruf ist, war diese Kette mindestens 40 D wert. Mir viel sofort jemand ein der perfekt für unser Vorhaben geeignet war. Die arme Nana, wirklich gut gebaut ist sie, doch leider ist ihr Gesicht von einer kleinen Narbe und einer Warze entstellt, so dass sie nur selten Zuwendungen vom männlichen Geschlecht erfährt, sich jedoch sehr danach sehnt. Sie ist gerade zu empfänglich für ein solches Geschenk und würde wahrscheinlich alles dafür geben so etwas von einem galanten Mann geschenkt zu bekommen. Ich schlug vor mich auf den Weg zu ihr zu machen und heraus zu holen was ich konnte. Der Rest der Gruppe war mit diesem Vorschlag einverstanden und wartete in einer Kneipe bei etwas zu Essen und Trinken bis ich wieder zurückkam.

Auf dem Weg zu Nana sah ich mir die Kette noch mal etwas genauer an und musste feststellen, dass auf der Rückseite der Kette das Gold abbröckelte und ein anderes Metall zum Vorschein kam. Dieser verdammte Händler hatte uns übers Ohr gehauen und dem Gemmenschneider ist es nicht einmal aufgefallen. Höchstens 10 D würde ich schätzen war diese Kette wert. So ein Mist, was sollte ich jetzt machen. Um den Plan jetzt noch zu ändern war es schon zu spät also ging ich zu Nana und versuchte das Beste draus zu machen. Da würde jetzt wohl doch mehr Einsatz erforderlich werden wie mir lieb war. Nana wurde von ihrem Butler von meinem eintreffen unterrichtet und eilte sogleich zu mir. Nach einigen warmen Worten legte ich ihr die Kette um den Hals und sagte ihr, dass ich diese für sie erstanden hätte weil sie wie für sie gemacht sei. Dann beichtete ich ihr die Wahrheit (zumindest einen Teil) und zwar, dass mir auf dem Weg zu ihr aufgefallen sei das mich der Händler betrogen hatte und die Kette wohl nicht echt sie. Trotzdem sehr gerührt verschwanden wir in ihren Schlafgemächern, wo ich ein sehr großes Opfer für unser Ziel erbringen musste, ich denke mal ich brauche hier nicht näher darauf eingehen was sich dort abgespielt hat. Nach unserem Liebesspiel sprang ich auf und sagte ihr ich würde jetzt zu dem Händler gehen und mein Geld zurückfordern, bei meiner und ihrer Ehre könnte ich es nicht auf mir sitzen lassen von so einem Halunken reingelegt zu werden. Nana beruhigte mich wieder und fragte ob ich am nächsten Tag mit zu ihren Eltern kommen würde. Nachdem ich ihr dies versprochen hatte gab sie mir zum Trost für meine Schmach eine bronzene Spieluhr von ihren Eltern mit. Mit dieser ging ich nun zurück in die Gaststätte wo die Anderen schon ungeduldig auf mich warteten. Zusammen gingen wir dann zum Tempel und waren gespannt was unsere Konkurrenten so aus ihren Eiern gemacht hatten.

Am nächsten Morgen mussten wir zur Verkündung des Ergebnissen und der Zweiten Aufgabe wieder in dem Tempel erscheinen.
Alsgleich wurde die Zweite Aufgabe bekannt gegeben, heute sollten wir in den Straßen Gareths betteln gehen. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass dies nicht gerade ein schöner Tag für uns war. Getreten wurden wir von den Garether Bürgern, verscheucht und vertrieben, mit faulem Obst beworfen und noch so vieles mehr. Aber um es kurz zu fassen, wir haben an diesem Tag das Spiel gewonnen. Den verwöhnten Göhren des Störrebrandt liegt es wohl noch weniger als uns sich erniedrigen zu lassen.
Am Abend dieses Tages brachte ich dann noch mein Versprechen mich mit den Eltern von Nana zu treffen hinter mich. Diese faden mich wohl sehr nett, vielleicht auch, weil ich wohl der erste Mann war der ihnen von ihrer Tochter vorgestellt wurde. Ich konnte den ganzen Abend aber nur daran denken wie ich aus dieser Situation wieder herauskomme. Ich glaube, das Beste wird wohl sein ich bezahlen jemanden, der sich um die gute Nana kümmert, dann wird sie mich schneller wieder vergessen als sie denken kann.
Am darauf folgenden Morgen wurde uns die dritte und wie ich finde wohl bisher kniffeligste Aufgabe gestellt. Alle mit einem Anspruch auf das Erbe und wir bekamen einen Wagen mit verschiedensten Handelsgütern. Gewinner des Wettbewerbes ist derjenige, der am Abend die meisten Güter verkauft hat. Wir haben einem Wagen mit 3 Fässern Ferdoker Bier bekommen. Eigentlich ja gar kein Problem das unter die Leute zu kriegen sollte man meinen. Allerdings ist unser Standort schon ausgewählt worden und der befindet sich im Auelfen Viertel. Wirklich ein Witzbold derjenige der sich diese Aufgabe ausgedacht hat, hat schon mal jemand einen Auelfen Alkohol trinken sehen? Ich nicht!
Also ich bin ja mal gespannt was wir an diesem Tag so alles bei den Spitzohren erleben werden, und ich hoffe, Ihr werter Leser seit es auch!
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Sambolero

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  • 11. Juli 2008, 12:16:18
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #16 am: 11. Juli 2008, 12:16:18 »

Ein weiterer Bericht von Rodrik Baumthal (Estephan ya Falconye de Grangora):

Wie bereits niedergeschrieben bestand die dritte Aufgabe darin Bier an die Elfen zu verkaufen.
Als wir in der Elfensiedlung ankamen beäugte man uns auch schon sehr neugierig und etwas verstört bei unserem Treiben (dem aufbau des Standes).
Ein Elf (an seinen Namen kann ich mich nicht mehr erinnern, aber da alle Angehörigen des zart beseiteten Volkes sowieso gleich aussehen würdet ihr ihn eh nicht wieder finden, selbst wenn ihr wolltet) blieb kurz stehen. Dieses kürze zögern nutze unser wortgewandter Adebar gleich aus um kontakt mit ihm aufzunehmen. Sehr schnell stellte sich heraus, dass die Elfen hier in der Stadt tatsächlich unsere Sprache beherrschen. Nun so kam es dazu , dass Adebar versuchte dem guten Elfen unser Bier anzudrehen und fast hätte es auch geklappt, jedoch verzettelte sich Adebar leider in einem kleinen Streit über die Anwendung von Magie. Hinzu kam, dass der gute Therberasch, der sich zunächst versteckt hielt um die Elfen nicht zu verärgern in der Zwischenzeit damit begonnen hatte das erste Fass anzustechen um zu überprüfen ob es denn auch genießbar sei. Kaum steckte der Hahn im Fass ging ein raunen durch die Siedlung. Die Elfen waren sehr verstört, von dem angeblich fauligem Geruch der plötzlich in ihrer Siedlung herschte. Nur noch ein paar, wohl "jüngere unerfahrenere", Elfen trauten sich noch an uns heran. Doch irgendwie haben wir es geschafft auch noch diese letzten Elfen zu vergraulen. Aus Protest hielt unser guter Angrosch es für angebracht, seinen Körpergasen freien lauf zu lassen (wohlgemerkt aus dem Mund) dies  brachte das Elfenvolk noch mehr gegen uns auf, so dass schon bald ein kleiner Aufstand enstand. Und zu diesem Zeitpunkt waren wir gerade einmal eine halbe Stunde in der Elfensiedlung und hatten noch keinen einzigen Becher Bier verkauft.
Anführer des Aufstandes war der Elf, den Adebar zuvor angesprochen hatte, beim nächsten Rülpser von Therberasch geschah plötzlich etwas Seltsames, irgendwie waren aufeinmal alle Töne der Umgebung wie verschluckt, man konnte machen was man wollte, Nichts half. Zum Glck endete dieser Zustand nach wenigen Augenblicken.
Nun wechselten wir die Strategie, da es nicht mit Überzeugungskraft und Ehrlichkeit geklappt hatte den Elfen das Bier zu verkaufen versuchten wir nun sie zu erpressen. Wir sagten ihnen sie wären uns, den Gestank und den Zwerg sofort wieder los, wenn sie uns doch nur das Bier abkaufen würden. Doch auch dies scheiterte und wir brachten die Menge nur noch mehr gegen uns auf, so dass wir ein Ultimatum von geschlagenen 10 Minuten bekamen um die Siedlung zu verlasssen. Durch geschicktes handeln von Adebar gelag es uns das Ultimatum auf eine 1/2 Stunde zu verlängern.
Gerade am Rätseln, was wir nun als Nächstes tun sollten, kamen drei Menschen über den Platz gelaufen. Und Phex sei dank, diese Menschen wollten heute ein Fest abhalten doch fehlte ihnen das Bier dazu und da es heute Prajostag war fanden sie keinen weiteren Händler außer uns. Also einigten wir uns auf einen Preis, handelten sogar noch ein paar extra Silberstücke für die Lieferung bis zur Gaststätte heraus. Dort tranken wir gleich etwas von dem Bier, natürlich gegen Bezahlung.
Da es nun gerade mal erst Mittag war überlegten wir was wir mit dem Rest des Tages machen sollten, denn den Tagessieg, da waren wir uns sicher, hatten wir ja so gut wie in der Tasche. Wir beschlossen einen Zehnt des Erlöses von dem Bier im Phextempel zu spenden, denn so einen guten Handel im Elfenviertel zu machen, dafür kann nur Phex verantwortlich sein. Im Tempel nahm Therberasch, der die Münzen entgegengenommen hatte und verwarte, aus seinem Beutel, und bei einem flüchtigen Blick darauf bemerkte ich, dass es sich um Falschgeld handelte. Zwar gute Fälschungen, aber wenn man genauer hinsah war es klar zu erkennen. Das mußten Profis gewesen sein. Sofort nachdem ich den Betrug aufgedeckt hatte geriet der Zwerg in Rage darüber, jetzt schon den zweiten Tag hintereinander, betrogen worden zu sein, und nahm seine kurzen Beine in die Hand, zurück zu der Gaststätte. Doch wie sollte es auch anders sein, obwohl wir gerade einmal eine Stunde weg waren , war das Haus in dem die Gaststätte war komplett leer geräumt. Sogar das Schild drausen war weg! Ein durch den wütenden Zwerg aufmerksam gewordener Passant berichtete uns, das diese Haus schon die letzten drei Monde leer stehen würde.
Wir suchten noch die ganze Nacht lang nach der räudigen Bande um unser rechtmäßig erworbenes Geld ein zu fordern, doch wurden wir nicht fündig. Der Zwerg verdächtige die ganze Nacht lang, laut schimpfend und fluchend, die Spitzohren, es sei angeblich eine List von ihnen gewesen um uns möglichst schnell aus ihrem Viertel los zu werden. Ich persönlich verdächtige ja eher einen der Kinder Störrebrandts. Ein fieser Trick um uns lächerlich zu machen und bei dem Rennen um die Erbschaft auszuschalten. Wir werden sehen was die Zukunft bringt und ob wir je herausfinden werden wem wir diese Schmach zu verdanken haben. Auf jeden Fall haben wir noch eine Rechnung mit diesen Arschl.....ern offen, und sollten wir sie je in die Finger bekommen sollten die Zwölfe lieber wegschauen.
So mittlerweile graut der Morgen und wir müssen zur Punktevergabe. Von Adebar kam der Vorschlag unsere kleinen Rückschlag nicht zu erwähnen, sondern lieber das Geld durch echtes aus unserer eigenen Tasche zu ersetzen. Durch die Punkte die wir dabei bei dem Spiel machen würden wir das Geld eh wieder vom alten Sörrebrandt wiederbekommen. Dies sei schließlich auch Phexgefälliges handeln meint der Adebar. Ich bin mir da nicht so sicher, wer weiß ob die Geweihten nicht schon von unserer Schmach wissen und wir durch eine Lüge nicht noch weniger Punkte bekommen oder sogar noch schlimmer: wegen Betrugs von den weiteren Spielen ausgeschlossen weden.
Die Zeit rinnt, wir müssen uns entscheiden ... ... ...
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Sambolero

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Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #17 am: 12. August 2008, 12:47:09 »

Wieder ein Bericht von Rodrik Baumthal:

Nun was soll ich euch sagen, wie es sich für ehrenwerte Bürger gehört haben wir selbstverständlich die Wahrheit gesagt und dafür nur 2 Punkte erhalten.

Die Verkündung des 4. Spieles lautete:
Abends in ein Casino zu gehen und dort das Glück über die Punktevergabe entscheiden zu lassen. Aus 100 D sollten wir soviel wie möglich machen.
Da wir somit den Tag über frei hatten nutzen wir alle die Gelegenheit um ein paar private Dinge zu erledigen.
Abends trafen wir uns dann alle in unseren besten Gewändern fertig zum Spielen. Rodrik hatte sich noch zwei feine Damen als Begleitung besorgt, der Magus Adebar trug sein Festgewand und der ehemalige Soldat Solomir trug seine Ausgehuniform (ich glaube die hat ihm früher schonmal besser gepaßt, wenn ihr mich fragt spannte sie ein wenig am Bauch, wohl etwas außer Form der Gute).
Nun so ließen wir die Würfel fliegen. Ich Rodrik der bekannt ist für sien Können mit den Würfeln übernahm 2/3 des Geldes stellvertretend für die Gruppe und schaffte es nach anfänglichen Rückschlägen die mir anvertrauten 66 D mehr als zu verdopplen. Sage und schreibe 135 D betrug das Budget am Ende des Abends. Mit den restlichen 34 D versuchte Adebar selbst sein Glück. Hierzu begab er sich an den Tisch an dem auch Vaniescha spielte. Dieser schien das Glück jedoch mehr hold zu sein als Adebar, so dass er es schaffte nach nur drei Spielen aus den 34 D ganze 6 D zu machen. Vollig frustriert gab sich Adebar daraufhin dem Alkohol hin.
Aber für ihn sollte der Abend dann doch noch ein gutes Ende nehmen. Denn Vaniescha steckte ihm für den netten Abend einen Zettel und ihren Zimmerschlüssel zu. Adebar nutzte die wilkommene Gelegenheit der Ablenkung und verbrachte eine schöne und aufregende Nacht.
Am nächsten Morgen konnten wir das Ergebnis des letzten Spieltages an einer Tafel stehen sehen.
Gewonnen hatte Emmeran mit 12 Punkten, dann folgete Peraika mit 10 Pkt, Vaniescha mit 9, wir mit 8 und weit abgeschlagen Alin mit 3 Punkten.

Bei der Gesamtpunktzahl liegen wir jetzt mit 31 Punkten im Mittelfeld, Emmeran führt zur Zeit mit insgesamt 39 Punkten vor Vanjescha.
Die jüngste Mitstreiterin, Alin Störrebrandt, lag bei der Gesamtpunktzahl bereits Hoffnungslos zurück und dies sah sie selbst wohl auch ein, so dass sie noch vor Verkündung des 5. Spieles ihr ausscheiden aus dem Spiel um das Erbe verkündete. Mit der Begründung sie sei bereits Schlossherrin von Salderkeim und glücklich Verheiratet wollte sie an den letzten 2 Spielen nicht mehr teilnehmen, sie werde aber bis zum Ende in Gareth verweilen um die Entscheidung um das Erbe selbst mit zu erleben.

Die Verkündung des 5. Spieles war wie immer eine große Überraschung:
Wir sollen bis morgen Abend eines der fünf bekanntesten Aquarell Gemälde des Malers Golondyon Seemond besorgen. Wie wir dieses tun ist uns selbst überlassen. Jedoch kam bereits der Hinweis, dass ein Diebstahl genauso Phex gefällig sei wie ein guter Handel. Die nächsten 36 Stunden werden also zeigen wie wir diese Aufgabe lösen werden.
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Sambolero

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  • 12. August 2008, 12:48:29
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #18 am: 12. August 2008, 12:48:29 »

Ein weiterer Bericht des in seiner Heimat gesuchten Rodrik:

Eines der fünf berühmtesten Gemälde des Golondyon Seemond sollten wir also besorgen:

Aus dem Phextempel heraus und versichtert, dass keiner der Anderen Mitbewerber in Hörweite war überlegten wir also welche Gemälde dies sein könnten.
Rodrik konnte sich daran erinnern, dass eines der Gemälde des Seemond wohl in der neuen Residenz der Kaiserfamilie hängt, es ist wohl ein Bild, das einen Magier oder soetwas darstellt. Als zweites erinnerte sich Rodrik daran, dass noch ein Gemälde von Seemond im nobelsten Hotel Gareths hängt: Ein Bild namens "Der Eichenkönig", auf dem eine alte Eiche dargestellt ist.
Adebar wußte noch von einem dritten Bild des Seemond, welches wohl in der Biblithek der Magierakademie Schwert & Stab hängt. Es soll die Schlacht auf den Silkwiesen darstellen und "Der Fall des Orken" heißen. Außerdem stellte Adebar noch fest, dass es sich bei Golondyon wohl um einen Elfen handeln muss.
Nun wer die Qual hat hat die Wahl, da uns ein Diebstahl oder ein handel mit der Kaiserfamilie bzw. mit einer Magierakademie zu schwer erschien entschieden wir uns zuersteinmal das Bild im Hotel anzuschauen und dann weiter zu sehen.
Wir (Therberasch, Adebar und Rodrik) machten uns also auf den Weg in den nobelsten Stadtteil Gareths, dort mussten wir noch kurz an einer Stadtwache vorbei, die dort immer stationiert ist. Von dieset Stadtwache wurde Rodirk sogar mit Namen begrüßt, anscheinend hatte er sich mittlerweile einen gewissen Namen in Gareth gemacht und sein Ruf eilte ihm vorraus. Auf jeden Fall würde die Stadtwache schoneinmal ein Hinderniss sein an dem es galt das Bild, wenn es den gestohlen wilrd, vorbei zu schmuggeln.
Nach dem kurzen Stop an der Stadtwache ging es weiter zum Hotel. Mitlerweile etwas misstrauisch durch die Rückschläge der vergangenen Spiele geworden, stoppten wir hin und wieder und versteckten uns in Hauseingängen um heraus zu finden ob wir verfolgt werden. Dies schien jedoch nicht der Fall zu sein.
Am Hotel angekommen entscheid sich Rodrik ersteinmal nicht mit herein zu gehen, da er hier ja bereits bekannt war und er wollte nicht in Verbindung mit dem Bild gebrahct werden. Denn es wäre sicherlich sehr auffällig, wenn jemand heute nach dem Bild fragt und es in der Nacht daruaf gestohlen werden würde. Also gin Adebar allein hinein, mietete ein Zimmer unter einer ausgedachten Geschichte und konnte beim Weg auf das Zimmer das besagte Bild erspähen. Er erkundigte sich freundlich und neugierig bei dem Pagen und dem Rezeptionisten über das Bild und fand heraus, dass es tatsächich ein Aquarell von Seemond ist, dies bestätigte auch die Unterschrift auf dem Bild und eine Jahreszahl, die schon mehr als 100 Jahre zurückliegt bestätigte auch den Verdacht, dass es sich bei dem Maler um eine Elfen handelte.
Das Bilde hatte die Abmessungen von 4 x 2,5 Span (80 x 50 cm) und wa rsomit also einigermaßen transportabel und könnte auch durch ein Fester herausgegeben werden.
Rodrik kundschaftete in der zwischenzeit die Umgebeung aus und interessierte sich besonders für die Händerkarren, die frische Waren anlieferten. Gerade als ein für einen versteckten Transport geeigneter händerkarren kurz vorm abfahren war kam Adebar wieder aus der Hotel. Wieder prüfte er ob wir beobachtet werden uns tatsächlich, er erspähte jemanden den er schon kannte und rief  Rodrik und Therberasch zu ihm zu folgen. Doch Adebar selbst war so schnell, kaum liefen die Beiden los, da hatte Adebar den Übeltäter schon am Kragen gepackt und zu Boden geworfen. Es war der Händler, der uns mit Flaschgeld das Met abgekauft hatte. Wir brachten ihn in eine Seitenstraße um hier auf dem Platz nicht zuviel ausehehn zu erregen. Dort verriet er uns mit etwas Nachdruck den Namen seiner Komplizen. Danach brachten Therberasch und Adebar den Ganoven zum Phextempel damit er dort seine Aussage wiederholt und die Punktrichter sehen mit welchen fiesen Methoden die anderen Erben spielen. Außerdem sollen sie bestimmen, was mit dem Halunken passiert. Da aber gerade kein für das Spiel zuständiger geweihter im Tempel verweilte ging Adebar wieder zurück zum Hotel, wohingegen Therberasch warteten sollte bis jemand kommt um die Geschichte zu erzählen.
Rodrik schaffte es trotz kurzer Unterbrechung noch den Wagen des Obsthänders "Heuhuber" zu verfolgen und heraus zu finden wo dieser seien Kanton hat. Zurück am Prajosplatz vor dem Hotel angekommen und gerade mit Adebar über die vergangen Vorkommnisse beratend wurde die Beiden von einer äteren Dame angesprochen, die Frage ob einer von uns Rodrik Baumthal sein. Nachdem sich die Dame als Notarin Sarella von Weiringhaus ausgegeben hatte und uns mitteilte, dass sie eine Nachricht für uns hätte gingen wir mit ihr in ein Gasthaus. Dort verkündetet sie, dass sie insgesamt drei Nachrichten für Herrn Rodrik Baumthal hätte und dieser jedoch nach jeder Nachricht mit Ja oder Nein antworten müsste. Also verlaß sie die Erste: ein Angbot von 500 D wenn Rodrik aus dem Spiel um das Erbe aussteigen würde. Aha, also schon wieder ein Erbe, der mit fiesen Tricks versucht das Erbe an sich zu reißen. Das wird den alten Störrebrandt sicherlich interessieren dachte sich Rodrik, also müssen wir unbedingt herausfinden wer diese alte Dame geschickt hat. Um noch merh über die NAchrichten heraus zu finden und um es nicht zu leicht aussehen zu lassen beantwortete Rodrik die Frage mit "NEIN". Also folge nun das zweite Angebot. diesmal wurden 1000D geboten, wenn er aus dem Spiel ausscheiden würde. Um den Auftrageben nicht noch weiter zu verärgern oder zu riskieren, dass das dritte Angebot nur noch eine Drohung ist willigte Rodrik zum Schein ein. Die Notarin verlangte daraufhin eine Unterschrift auf einem Pergament auf dem bestätigt wurde, dass Rodrik nicht mehr weiter an dem Spiel teilnehmen wird. In dem Wissen, dass das Spiel ja sowieso gefälscht und Stover törrebrandt ja noch lebt. Leiste Rodrik diese Unterschrift und sollte es später zu rechtlichen Problemen kommen hoffte er auf die Hilfe des noch lebendigen Stover Störrebrandt, der ja sowieso spätenstens übermorgen, nach ende der Spiele alles auflösen muss.
Damit war Adebar allem Anschein nach gar nicht einverstanden. Da aber der Breif ausdrücklich an den möglichen Erben Rodrik gerichtet war hatt dieser allein so entschieden in der Hoffnung so mehr über den Auftraggeber heraus zu finden. Er hat aber nie wirklich vorgehabt wirklich aufzu hören. Dies wird den Auftraggeber hoffentlich erzürnen und vielleicht dazu treiben einen Fehler zu machen. Außerdem haben wir jetz ein Pergament auf dem das Angebot festgehalten ist, dies können wir dem Stover zeigen. Vielleicht erkennt er ja schon die HAndschrift eines seiner Kinder. Man wird sehen ob dies die Richtige Entscheidung war.........
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Sambolero

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  • 13. September 2008, 21:36:35
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #19 am: 13. September 2008, 21:36:35 »

Mal sehen wo ich da anknüpfen kann.  Auch wenn ich mich nicht so gewählt ausdrücken kann wie unser charmanter Rodrik, werde nun ich Rumo bren Trimbo in alter Tradition die Geschichte weiter erzählen.

Nun galt es das besagte Bild zu entwenden. Adebar, der Vorort geblieben war, hatte sich offensichtlich zu einem oder auch mehreren Schlücken Wein verführen lassen. Aber nicht mit irgendjemanden. Anscheint mit einer unsere Gegner. Als wir im Hotel ankamen und nach Adebar fragten, wurden wir entrüstet darauf hingewiesen, dass Adebar total besoffen und schnarchend auf einer der Tische in der hoteleigenen Bar lag. Da Adebar aber absolut nicht wach zu kriegen war, schlussfolgerten wir, das man ihm einen Schlaftrunk oder ähnliches in den Wein gegeben haben musste. Als wir Adebar auf sein Zimmer brachten viel uns auf, das uns schon jmd zuvorgekommen sein musste. Den das Bild, welches wir beabsichtigten zu stehlen, hing nicht mehr an seinen Platz. Auf Nachfrage bei der Wache des Hauses, erfuhren wir, das es für einige Tage verliehen wurden sei. Frustriert machten wir uns auf den Weg  zurück nach Haus, wo wir die aktuelle Lage Stover mitteilten. Stover gab sich der Sache wenig gerührt. Wenn seine Nachkommen mit Tricks arbeiten würden, und das taten sie, dann wäre das doch nur ein Beweiß für ihre Tüchtigkeit. Zu der Handschrift in Rodriks Vertrag konnte oder wollte er in diesem Moment nichts sagen, später stellte sich aber heraus, dass er genau wusste wer der Urheber des Schriftstückes war. Fatalerweise wurde der Vertrag auf einem praiosgeweihten Papier aufgesetzt. Ein Vertragsbruch würde also den Zorn des Sonnengottes auf uns ziehen. Wir entschieden uns aber dieses Risiko einzugehen und weiter zu machen. Stover sagte, das der Hausmagus der Kaiserfamilie ein ferner Verwandter der Störrbrands sei. Er könne uns evtl bei der Beschaffung des Bildes aus der Kaiserresidenz behilflich sein. Am nächsten morgen machten wir uns also auf den Weg. Der Magus lieh uns das Bild, so das wir am Ende des Tages ebenfalls ein Bild vorzuweisen hatten. Wie der Punktestand nach diesem Spiel genau war, weiß ich nicht mehr, aber wir waren auf dem 2 Platz. Der führende des Spiels, Emmeran, hatte 10 Punkte Vorsprung. Wenn ihm einer noch den Sieg strittig machen konnte, dann waren wir es. Und so nahmen wir auch noch die letzte Prüfung auf uns. Es galt eine geheime Botschaft die in der Schrift der Gelehrten verfasst war zu entschlüsseln. Mit Hilfe dieser Botschaft sollten wir den geheimen Schrein des Rakuhl ausfindig machen.
3 Millionen Dukaten
Der Vers: Zwoelf in einem Rund
Tu ich der zeiden (Zeigen)
Ordnund (Ordnung) kund
ohne das gluehend Himmelsgold
waer ich kaum gewollt,
[close]
führt uns zu der Priesterkaiser-Noralec-Kapelle in Alt-Gareth an dem die größte Sonnenuhr der Stadt zu finden war. Dort fanden Rodrik und Therberasch, unter nicht ganz ungefährlichen Umständen die nächste Botschaft, die uns in das Gasthaus Schwarzer Rabe führte. Dort angekommen wussten wir auch gleich was die Narben und Warzen in diesem Rätsel zu bedeuten hatten. Eine Frau mit einem böse zugerichtetem Gesicht erwartete uns dort. Sie wies uns den Weg zum Schrein des Rakuhl. Direkt in die Kanalisation der Stadt! Und das bei strömenden Regen. Nach einigen hin und her entschied sich die Gruppe trotzdem diesen abscheulichen Weg zu beschreiten. Nur Rumo blieb draußen, der aber nach kurzer Zeit doch hinter der Gruppe hermachte, um sie nicht im Stich zu lassen. Mit Fackel und Dolch bewaffnet durchsuchten wir die Abwässerkanäle der Stadt, doch anscheinend vergebens. Nach gefühlten 6 Std. in den Exkrementen der Stadt hatten wir noch immer keinen Schrein gefunden. Das Wasser stieg und stieg, während die Moral der Gruppe immer weiter sank. Nachdem sich die Abenteurer dazu durchringen konnten, auch die eine oder andere Tauchaktionen auf sich zu nehmen, hatten sie den Schrein endlich, als Vorletzte, gefunden. Doch nachdem klar wurde, dass Emeran der Sieger des Spiels und damit rechtmäßiger Erbe des Störrebrands-Imperiums war, gab sich der Fallensteller zu erkennen.
3 Millionen Dukaten
Es war der Mann von Peranka. Er nah seine Frau als Geisel und drohte sie zu töten wenn nicht seine Frau Erbin würde.
[close]
Er hatte einige Schergen angeheuert, die nun aus ihren Verstecken kamen und uns angriffen. Den finalen Kampf gewannen natürlich wir und alle waren gerettet.
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2008, 13:45:01 von Sambolero »
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  • 20. September 2008, 20:08:58
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #20 am: 20. September 2008, 20:08:58 »

Wir schreiben den 23 Praios 33Hal. Es ist ein schöner Sommermorgen. Nach den letzten 3 Monaten, die für jeden Helden ein eigenes Abenteuer bereit hielten,  sind alle zusammengekommen, um nun wieder gemeinsam in die schicksalhaften Augen der Zukunft zu blicken. Doch vorab begrüßen sich die Helden und erzählen sich die Geschichten die sie in den letzten 3 Monaten erlebt haben. Als Willkommensfeier, aber auch anlässlich des 20ten Geburtstages Solomirs, richtet Rodrik ein wahres Festbanket aus.
Rodrik nutzt die Gunst der Stunde, um mal wieder einer seiner feierlichen Reden zu schwingen, so scheint es zumindest. Doch es stellt sich heraus, das Rodrik uns ein Geheimnis anvertrauen will. Hat er etwa dieses ganz Tam Tam nur ausgerichtet um uns in seine Geheimnise einzuweihen? Komische Art Geheimnisse weiter zu geben. Noch dazu ein Geheimnis das so geheim ist, bzw. war, dass wir alle keine Ahnung davon hatten, worin unser geheimnisvoller Vertrauter uns einweihen wollte. Diesmal wird es wohl kein Spiel sein, auf das er uns vorbereiten will. Nachdem die Musiker aus dem Saal hinausgeschickt wurden, sagte uns Rodrik, dass er gar nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Befürchtete Laute der Empörung blieben aus, den es verbindet die Gruppe nun schon eine Zeit von über 3 Götterläufen. Da ist es egal wie sich jemand nennt, man kennt sich einfach. Und so lies die Gruppe Rodrik sprechen und sich erklären. Estefan ya Falconye de Grangora ist sein eigentlicher Name. Ausgerechnet die Liebe ist schuld an seinem Mimenspiel. Kaum zu glauben dass ausgerechnet Rodrik, wie wir ihn immer noch nennen, zu so was wie Liebe fähig ist. Stellt er doch sonst jedem Wesen hinterher, dass genug Holz vor de Hütten hat. Doch ist es vielleicht genau dieses Geheimnis was ihn zu solche taten treibt. Die Sehnsucht nach einer verlorene Liebe, die er nun mit anderen Nichtigkeiten zu betäuben sucht. Genug der Psychologie und zurück zum Geheimnis. Damit Rodrik den Kontakt zu seiner wahren Liebe aufrecht erhalten konnte, musste er sich einen falschen Adelstitel aneignen. Leider viel dieser Umstand auf und er musste aus seiner Heimat fliehen und seine Liebe zurücklassen. Aber nicht nur die Geliebte musste Rodrik zurück lassen, auch seinen faulen Bruder der die Länderrein seines Vaters verkommen lässt. Durch gewisse Umstände konnte Rodrik aber Kontakt zu seinen Onkel aufrechterhalten. Von ihm weiß er, das er eine nun eine Chance hat, sich wieder zu rehabilitieren. Diese will er natürlich nutzen und fragte uns nun, ob wir ihm beiseite stehen werden. Dies war für uns natürlich nur eine rethorische Frage. Natürlich helfen wir Rodrik.
Und so machten wir uns auf nach Methumis, um erstmal Kontakt mit seinen Onkel aufzunehmen. Dabei reisen wir zu Pferd und zu Kutsch. Die Route führte die Gruppe auch über Punin. Hier verspürt Rumo eine gewisse Heimlichkeit. Ein Gefühl von zu Hause überkommt ihn. Wobei ihn der Borontempel besonders anzieht. Neugierig wie er ist, geht er diesem Gefühl natürlich nach und geht in den Tempel. Die Gestalten eines schwarzer Bären, den er aus seinen Träumen kennt, und ein Rabe scheinen durch die dunklen Hallen des Tempels zu gleiten. An seine Visionen erinnert schreitet er durch den Tempel und trifft dort auf den Borongeweihten Bruder Stygomar, der Rumo aus seinen Träumen kennt und ihn offenbart, dass er ein auserwählter des Boron ist. Hier wird für die Gruppe erstmals klar ersichtlich das Boron etwas mit Rumo im Schilde führt. Rumo hatte schon mehrer Visionen in denen ihm ein schwarzer Bär erschien, welche er nun auch der Gruppe preisgibt. Wenn er wieder zurück in Gareth, wird Rumo mehr erfahren. Doch bis dahin muss er sich noch ein wenig gedulden.
Am 10ten Reisetag, am 5 Rondra,  kommen die Helden in Methumis an. Dort suchen sie sofort den Onkel, Dr. Rohalion Sarostes, in der Universität auf. Dort werden die Helden Zeugen eines Streites zwischen dem Onkel Rodriks und anderen gelehrten. Rohalion scheint als Freidenker gegen die konservativen Mitglieder des Diskussionszirkels zu wettern, welches letztendlich in Handgreiflichkeiten endet. Anschließend wird die Gruppe von Rohalion auf seine Zimmer geführt um sich erstmal zu begrüßen.
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Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #21 am: 25. September 2008, 16:25:24 »

Hesindegefälliger Bericht des Adebar Helmisch, Adeptus der Akademie der Herrschaft zu Elenvina, 5. Rondra 1026 n. BF

Nachdem sich der Onkel unseres Freundes Rodrik, wie wir ihn noch immer in der Öffentlichkeit nennen, das Blut von der Lippe gewischt und uns in sein Arbeitszimmer eingeladen hat, bewirtete er uns mit vortrefflichem Wein, dem Terberasch in angroschischer Weise zusprach.
Nachdem wir uns einander vorgestellt hatten, und ehrenwerte Doctore Rohalion Sarostes sich nach dem Befinden seines Neffen erkundet hatte, kam das Gespräch auf die Geliebte unseres Freundes Estephan, dessen wahren auszusprechen, oder nieder zu schreiben mir noch immer schwer fällt. Valeria, so ihr Name, verzehre sich immer noch nach ihrem Geliebten und brachte es sogar fertig ihren, vom Stande ausgewählten Verlobten, zu vergraulen. Unglaublich, wenn man einmal bedenken mag, welche Art von Frau es denn fertig bringt das Herz unseres Rock- und Corsettjägers zu fesseln und höher schlagen zu lassen. Im Anschluss daran, führte unser Gespräche auch sogleich auf die Hintergründe der, mit voller Inbrunst und Überzeugung geführten Konversation, deren Zeugen wir bei unserem Eintreffen werden durften.
Es gibt eine Prophezeiung, die besagt, dass dem Horasreich im Jahre 1018 n. BF ein neuer Horas gegeben sein wird. Es ist unnötig zu erwähnen, dass nicht nur das Volk diesen glanzvollen Umstand sehr begrüßen würde. Man stelle sich nur mal vor... doch ich schweife ab! Wie es scheint, gibt es tatsächlich ein Dokument, welches bezeugen soll, dass Amene Horas rechtmäßige Nachfahrin des Kaisers Silem Horas ist. Doctore Sarostes Studien nach jedoch, soll in der besagten Zeit des Schaffens und Wirkens des Silem Horas, eine Frau an der Macht über das Horasische gewesen sein. Diese Erkenntnisse entziehen sich meines Wissens. Ich frage mich jedoch, wer an seiner Stelle dann das Zwölf-Götter-Edikt verfasst haben soll, auf den sich die Religion und der Glaube an die ehrwürdigen Zwölfe stützt. Wieso sollte jemand nicht seinen eignen Namen unter dieses Werk offensichtlicher Wahrheit und Reinheit setzen? Ich werde wohl meine eigenen Studien darüber anstellen – zu gegebener Zeit.
Der ehrenwerte Doctore Sarostes betrachtet nun das „Horas-Dokument“ als eine Fälschung und möchte dies beweisen. Nicht nur dem Unwillen der geistigen und weltlichen Obrigkeit allein ist es zu verdanken, dass ihm dies nicht gestattet ist, befindet sich das besagte Schriftstück doch derzeit auf einer Wanderausstellung auf dem Weg nach Kuslik.
Ich war zunächst empört, als er die Bitte äußerte, das Dokument zu analytischen Zwecken zu beschaffen, schließlich ist dieser junge Adeptus ein Gelehrter der Thaumathurgie und kein Dieb! Dem entgegenzuhalten ist jedoch, dass es jedem wahrheitsliebenden und -suchenden Kind der Zwölfe gestattet sein sollte, seine eigene Meinung zu bilden. Und eben dies wird dem ehrenwerten Docotre Rohalis Sarostes allem Anschein nach verwährt. Hinzu kommt, dass wenn er Recht behält und das Dokument jünger als drei Dekaden ist, er nicht nur eine Lügnerin und Hochstaplerin des Verrats und der Amtsanmaßung überführen kann, sondern obendrein seinem Neffen Rodrik (oder vielmehr Estephan... verzeih mir mein Freund, ich werde mich schon daran gewöhnen) zur Rehebilitation verhelfen kann, um ihn in die Arme seiner Geliebten zurück zu führen.
Als wir schlußendlich in das Haus des Doctores eingeladen wurden, um dort die Nacht zu unserer frühen Abreise nach Kuslik zu verbringen, wurden wir Zeuge ein gewissenlosen Greueltat: Im Haus brannte es, die Tür hing schief in den Angeln und eine helle Frauenstimme rief um Hilfe. Unser tapferer Angroschim stürzte als erster in den rauchgeschwängerten Raum, natürlich gefolgt von mir – scheue ich doch keine Gefahr den Hilflosen zur Rettung zu eilen. Immerhin hat dieser Gelehrte der Thaumathurgie eine Verpflichtung den Göttern und ihren Geschöpfen gegenüber, die er mit großem Mut und aufopferungsvoller Hingabe zu erfüllen trachtet!
Terberasch stieß einen Fluch aus und ein dumpfes Geräusch ertönte – ein Bolzen hatte ihn in die Brust getroffen, doch nichts desto trotz, lief unser bärtiger Freund weiter. Zuerst war ich der Meinung, seine zwergische Zähigkeit und Sturheit würde ihn auf den Beinen halten und seinem Körper verbieten zu bluten, oder gar der Schwäche anheim zu fallen. Doch nur wenige Herzschläge später, wurde ich eines Besseren belehrt. Terberasch sackte vor meinen Augen zusammen, kreidebleich, von Krämpfen geschüttelt. Ich beugte mich sogleich über ihn und sah den letzten Funken lichten Lebens aus seinen Augen weichen. Bei Rondra und Hesinde, ich habe schon viele Männer sterben sehen, sogar Freunde - doch diesem wollte ich den letzten Weg noch nicht gewähren! Ich krempelte die Ärmel hoch und sandte ein Stoßgebet gen Alveran und siehe da: Boron hatte ein Einsehen, wären wir doch ohne diesen bärtigen, saufenden, bärbissigen Kameraden unseres Lebens nicht mehr so sicher wie zuvor. Golgaris Schwingen streiften ihn wohl nur und nachdem ich beinahe meine ganze Kraft aufbringen musste, um den Angroschim ins Leben zurück zu geleiten, erhob er sich wieder.
Wir mussten feststellen, dass Myriana, die Cousine unseres Freundes entführt worden war. Es fand sich ein Stofffetzen in den Farben des Adlerbanners am Tatort. Jenes Banners, das unter der Führung einer Studienkollegin unseres ehrenwerten Doctore steht, der Comtessa von Schelf, der sich – wie wir zu Beginn des Tages erfahren haben – Estephans speichelleckender Bruder angeschlossen hat.
Der Rest des Tages verschwimmt vor meinem geistigen Auge. Wir standen den viel zu spät herbei geeilten Gardisten Rede und Antwort. Ob der ehrenwerte Docotre diesen etwas über den auffälligen Stofffetzen in den Farben des Adlerbanners erzählte, ist mir nicht bekannt. Wir trafen uns daraufhin mit Rodrik im „Schmutzigen Stiefel“ (er hatte vor dem Nahen der Gardisten reißaus genommen, er wäre zweifelsfrei enttarnt worden) und planten unsere Reise. Morgen in aller Frühe brechen wir auf, mögen die Zwölfe auch weiterhin ihre schützenden Hände über uns halten, denn nun sehe auch ich es als bewiesen an, dass etwas faul ist an dieser Geschichte. Doctore Rohalion Sarostes glaubt, dass wenn er sich nachgiebig zeigt und so tut, als würde er die Authenzität des Dokuments nicht mehr in Frage stellen, er seine Tochter unversehrt zurück bekommt – mögen die Götter geben, dass er Recht behält. Wir sollen in der Zwischenzeit das Dokument besorgen. Oh du weise Herrin Hesinde, welche Pflichten erlegst du deinem getreuen Diener hier bloß auf? Doch sei es drum! Wenn ich zum Dieb werden soll, um Weisheit zu erlangen und die Wahrheit zu erkennen, gebe Phex, dass meine Finger ohne Fehl seien.
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  • 07. Oktober 2008, 11:53:08
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #22 am: 07. Oktober 2008, 11:53:08 »

Ein Bericht Therberasch, sohn des Romix, Brillantzwergischer Juwelier und Söldnervetran:

Unsere Gruppe macht sich am 6. Rondra auf den weg nach Kuslik, das Wetter ist sehr warm.  Am 8. Rondra treffen wir auf einen toten Kutscher und Adebar hört entfernten Kampflärm. Als wir um die Ecke biegen stehen wir einem guten dutzend Wegelagerer gegenüber die gegen 2 Adlerritter  kämpfen. Rumo reitet den Angrosch so nah ran das er einen sehr heftigen Sturmangriff vom Pferd aus macht und dabei 2 der Gegner direkt kampfunfähig, aber auch Rodrik macht einen sehr guten Sturmangriff vom Pferd aus und kann einen der Gegner am  Schwertarm stark verletzen.
Adebar der Magier beweist unseren Gegnern das man einen Stab nicht verachten darf und holt den nächsten Gegner von den Beinen
Der nächste Gegner steht vor dem Angrosch und pisst sich vor Angst ein, Therberash schreit ihn an und der Gegner fällt vor Angst in Ohnmacht
Die beiden Adlerritter kommen zu uns und stellen sich  als Flaminio und Amaldo vor.
Rodrik scheint Flaminio zu kennen und hat Angst als Estefan erkannt zu werden.
Die  Reisenden in der Kutsche die unsere Heldengruppe gerettet hat ist der ehrenwerte Graf von Belhanka ( Mondinio Torbenias) und der Baron von Malur.
Wir helfen dem Grafen und seinem Gefolge die Kutsche wieder aufzurichten und setzen unseren Weg fort.
Aus Angst das man durch seinen Akzent, der nicht einhergeht mit einem Garether  Namen, wechselt  Rodrik den Namen und nennt sich nun fortan Alonzo
Als wir am Abend des 9. Rondra in einer Schenke namens Zur Weissen Wache sitzen und gerade unser erstes Bier trinken kommen 5 ziemlich abgekämpfte Leute herrein die aber recht gut angezogen sind 4 von ihnen stützen einen vermummten.
Bei einem Gespräch zwischen Adbar und einer  Frau Cyrana Susanne  die zu den Leuten gehört stellt sich herraus das sie auch überfallen worden sind.
Nach einiger Zeit kommt Adbar mit 4 von ihnen zu uns allen an den Tisch (Ernesto di Valense,
Cyrana Susanne , Dulcia de La Flores und Magister  Ucurio) sie stellen sich uns vor und erzählen das sie zur Hochzeit der Tochter des Baron von Methumis wollen.
Wir verbringen mit den 4 einen schönen Abend bis auf einmal ein Stein durch das Fenster fliegt und Nebel in dem Gastraum aufzieht.
Sofort springen unsere Gäste auf und laufen nach oben zu ihren Freunden, Adbar versucht sich einen Weg zur Tür zu bahnen uund Therberasch öffnet ein Fenster und springt hinaus,  dort ist kein Nebel mehr er läuft ums Haus zu der Seite wo der Stein durchs Fenster kam.
Rodrik läuft nach oben und trifft dort auf die verletzte Cyrana, er läuft weiter zu einem geöfneten Fenster und sieht zeitgleich mit Therberasch, das die vemummte Frau von sechs Reitern gekipnappt wird.
Therberash wirft seine Axt hinter den Gegnern her aber verfehlt, Adebar versucht einen Kontrollzauber auf denjenigen der die Frau auf dem Pferd hat aber schafft den Zauber nicht sofort versucht er einen Flammenstrahl aber ihm fehlt die Konzentration uns so kommt nur ein laues Lüftchen.
Alonzo lädt seine Pistole und schießt auf einen der Reiter aber zu aller entsetzen verfehlt er auch.
Wir gehen depremiert in die Kneipe zurück und besprechen den weiteren Verlauf.
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  • 10. November 2008, 23:01:18
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #23 am: 10. November 2008, 23:01:18 »

Rumo, der Tierkrieger breichtet:

So ganz einig was wir den jetzt tun sollen waren wir nicht. Die Angehörigen der geraubten Frau scheinen es nicht so sehr eilig zu haben. In aller Ruhe scheinen sie erst noch ihre Sachen zu packen, um dann mit voll beladenen Pferden den Kidnappern hinterher zu schleichen. Doch Rodrik lässt sich nicht beirren. Seinen Neugier und Abenteuerlust haben ihn gepackt. Vielleicht hat er auch ins schöne Antlitz der Umhüllten blicken können und erhofft sich nun eine überaus hübsche Maid zu retten. Von dem Eifer Rodriks angesteckt, will sich die Gruppe gerade wieder nach draußen begeben um die Pferde zu satteln, da wird uns angeraten die Sache auf sich beruhen zu lassen. Verdutzt schauen wir uns gegenseitig an. Unsere Hilfe hat man noch nie so leichtfertig in den Wind geschlagen. Therberasch meint schon ganz beleidigt, dass er auch gemütlich in der Schenke sitzen bleiben könne. Doch der Rest der Gruppe strebt gen Tür um sich auf die Pferde zu schwingen. Da wird Adebar beiseite genommen. Wenn uns das Leben unseres Freundes, den wir Alonzo nennen, lieb ist, dann sollten wir den Rat eines Freundes annehmen und uns schleunigst von dannen machen, denn es wimmelt, seinen Worten nach, nur so von Recken die Alonzos Kopf rollen sehen wollen. Während dessen ist der Rest der Gruppe schon fast auf den Pferden aufgesessen. Beeindruckt von dem Rat des „Freundes“ beherzigt Adebar den Selbigen und trommelt die Gruppe wieder ins Gasthaus. Auch Alonzo scheint bemerkt zu haben, dass an den Gestallten etwas nicht stimmt. Einer von ihnen scheint seinen wahren Namen zu kennen, behält ihn aber für sich. Nur beinahe hätte er ihn ausgesprochen. Was ist hier los? Estepahns Anwesenheit scheint nicht unbemerkt geblieben zu sein, und obwohl im Umkreis nur Feinde auf ihn warten, spielt der geheimnisvolle „Freund“ das Mimenspiel mit und nimmt ihn somit in Schutz. Da Estephan den Mann aber nicht erkannte und es nichts bringen würde hier auf seine Feinde zu warten, machen wir uns den nächsten Morgen auf, um weiter unseres Weges zu ziehen. Wir reiten an Arrivor vorbei um Estephan nicht zu gefährden und erreichen am 12. Rondra Kuslik.
Es scheint ein Ritterturnier oder ähnliches stattzufinden. Von weitem schon sind Hörner und Posaunen zu hören. Den Weg weiter folgend sehen wir ein Gelage der Kaiserlichen des Horasreiches. Doch Golgarieten sind ebenfalls zu sehen. Dies scheint darauf hinzudeuten das es sich um einen Leichenzug handelt. Wer wird da wohl gestorben sein? Um nicht weiter aufzufallen und Estephan nicht weiter zu gefährden, reiten wir schleunigst daran vorbei. Auf Nachfrage erklärt man Adebar, dass die Leichnahme des horasichen Kaiserhauses nun endlich ihren angstammten Platz zugeteilt bekommen und das man dies nun feiere.
Am späten Nachmittag kommen wir unbeschadet in der Stadt an. Adebar macht sich gleich auf zum Hesindetempel, Therberasch tut es ihm gleich und sucht den Tempel des Angrosch auf. Da sich die Freunde nun trennen, macht sich  Rumo auf die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und kommt dabei an einem Freudenhaus vorbei dessen Bewohnerinnen er einfach nicht widerstehen kann. (Oh, oh! Na hoffentlich bekommt das seine Geliebte zu Hause bloss nicht mit! Die hab ich total vergessen. Eigentlich ist er ja nen treuer!)
Die Wanderausstellung ist in der alten Burg, die mitten in der Stadt liegt und wo heute ein Stadtfest stattfindet. Alonzo und Therberasch haben sich mittlerweile dort eingefunden und halten nach dem Dokument ausschau, welches Alonzo angeblich seinen Namen richtigen Namen wieder geben könnte. Adebar stößt ebenfalls dazu. Als die drei das besagte Schriftstück gefunden und inspiziert wie man es am besten entwenden könnte, machten sie sich auf den Weg in die nächste Schenke, um dort alles weitere zu bereden.
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Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #24 am: 12. Januar 2009, 13:48:11 »

Ein neuer Bericht unseres Magus Adebar Helmisch:

Oh weh mir einfältigem Tor, dass ich wirklich geglaubt habe, ausreichend Geschick und Nerven zu besitzen, mich des Nachts in fremden Häusern umherzuschleichen. Gepriesen sei Phex für sein mildtätiges Lächeln, denn es ist wohl nur seiner Gunst zu verdanken, dass wir dieser brenzligen Situation entfliehen konnten, ohne Schaden an Körper und Geist zu nehmen. Wobei ich mir mit letzterem nicht so sicher bin, was meine Person betrifft. Gebe der Fuchsköpfige, das diese Zeilen nicht in die falschen Hände geraten (immerhin haben wir ihm mit diesem Streich gegen die Obrigkeit einen nicht geringen Dienst erwiesen)!
Wir hatten uns also entschieden, einen dreisten Raub zu begehen, um die Falschheit des bereits genannten Dokuments beweisen zu können und damit die Liebe unseres Freundes Alonzo zu seiner Geliebten vor dem hohen Adel des Horasreiches zu legitimieren. Gekleidet in unauffällige Gewänder - die einem Magus beileibe nicht geziemten - versteckten wir uns in einem leerstehenden Haus auf dem Gelände der Burg und warteten auf das Ende des Festes. Wir verharrten in banger Stille, während wir draußen die Wachen patroulieren hörten. Als wir uns sicher waren, dass die Zeit reif sei, schlichen wir uns nach draußen und verteilten uns auf dem Gelände um es auszukundschaften - es waren nicht grade wenig Wachen, die es zu überwinden galt. Während wir uns noch versuchten zu einigen, wie denn am besten vorzugehen sei, geschah etwas, dass uns das Blut in den Adern gerinnen ließ:
Eine Gruppe gemeiner Diebe, die es anscheinend nur auf Gold und Geschmeide abgesehen hatten, tappten prompt in eine hinterlistige Falle. Nicht, dass man sie in den Kerker werfen ließ -  Oh nein! Sie wurden von den magischen Flammen der Adlerorden-Magier zerfetzt, am lebendigen Leib geröstet und zu Asche verbrannt. Ein riesiges Aufgebot vor Waffen strotzender Krieger war ebenfalls zu gegen - was nicht wundert, wenn man bedenkt, dass die Hauptresidenz dieses Ordens nur einen Steinwurf von unserer Position entfernt, auf demselben Gelände lag. Nach einigen Worten, die an unser Ohr drangen, war schnell klar, dass diese Falle nicht den unglückseeligen Toten, sondern UNS galt. Mit klopfenden Herzen beratschlagten wir erneut, denn auch auf magischem Wege, war es mir nicht möglich, an Informationen zu gelangen, die uns weiter halfen und die Krieger des Ordens verstanden sich gut darin, nicht gesehen zu werden, wenn sie es nicht wollten.
Letztlich entschieden wir uns, über die Fenster im zweiten Stockwerk in das Bankgebäude einzusteigen, in dessen Erdgeschoss sich die Ausstellung mit dem Dokument befand. Ausgerüstet mit einem Seil kletterte ich selbst - ein Magier von Stand! - die hohe Mauer empor. Therberasch war für dieses Unterfangen mehr als zu stark gerüstet und wie es sich heraus stellte, behagte jegliche Höhe unserem Alonzo ganz und gar nicht. Der Rest von uns stand geduldig Wache und war somit fein aus dem Schneider. Es stellte sich heraus, dass ich meine tadellosen Kletterkünste aus Kinderjahren über die Zeit hinweg retten konnte und mich elegant wie eine Schlange durch den Sand an der Fassade emporzog. Ich zerschnitt vorsichtig das dicke Ölpapier der Fenster und ermöglichte meinen Freunden so den leichten Aufstieg am Seil. Alonzo wusste gar seine Höhenangst zu bewältigen - Praios sei Dank! - denn alleine hätte ich es niemals geschafft, den Vollgerüsteten Angroschim in die Höhe zu ziehen. Ist er auch noch so zäh, stark und tapfer - seine Rüstung und Wehr, die er dickköpfig und stur wie wir ihn nunmal kennen nicht ablegen wollte, zwangen ihn mit beiden Beinen fest auf der sicheren Erde zu bleiben, die er so sehr liebt. Jedem Scholaren, der die morgendlichen Ertüchtigungen seiner Akademie als schweißtreibend und erschöpfend genug empfindet, soll sich doch mal an dem gleichen Kunststück versuchen - ihm werden im wahresten Sinne der Worte Luft und Spucke wegbleiben!
Wir schlichen durch die dunklen Räume und bemerkten bald, dass wir nicht alleine waren. Ein arbeitswütiger Schreiberling nutzte die Ruhe der Nacht, seine Bücher zu kontrollieren und zu vervollständigen. Während Alonzo und ich weiter hinab schlichen, kauerte sich unser bärtiger Freund auf die Treppe, die den ersten mit dem zweiten Obergeschoss verband. Bei jedem seiner Schritte erklang ein unglaubliches Getöse und Geschepper. Ein Topfhändler, der seine Waren des Nachts auf einem Karren über ein Kopfsteinpflaster schob, wäre weniger auffällig gewesen.
Wir schlichen also ins Erdgeschoss, wo Alonzo das Dokument an sich zu bringen versuchte. Währenddessen, hatte etwas die Aufmerksamkeit des Schreiberlings geweckt und eine wache war auf dem Weg hinauf in das erste Obergeschoss. Ich bangte weniger um unseren trinkfesten Zwerg, als um das Leben Unschuldiger, als ich ebenfalls nach oben schlich, um im Falle eines Falles die Wache niederzuschlagen, bevor Therberasch sie zu Kleingehacktem verarbeiten konnte. Doch anscheinend hatte ich unseren kurzbeinigen Freund unterschätzt, er verstand es sich geschickt zu verbergen und blieb, ebenso wie Alonzos derweiliger Erfolg und mein vorsichtiges Spähen unbemerkt.
Wir entkamen auf dem selben Weg, auf dem wir gekommen waren - doch bei weitem ungeschickter. Mir war wieder die Aufgabe zu Teil geworden, ohne dem Seil die Fassade zu bewältigen und so kletterte ich zuletzt hinab in die wartende Nacht. Auf halber Strecke jedoch rutschte ich ab, fand keinen Halt und stürzte hinab, direkt auf unseren tapferen Horasier, der sich aufopferungsvoll zwischen mich und dem harten Boden gebracht hatte, um meine Schmerzen zu lindern. Er brach sich dabei eine Rippe und ich muss zugeben, dass es mir recht peinlich war, derart ungeschickt gewesen zu sein. Um bei der Wahrheit zu bleiben: Es scheint mir in die Wiege gelegt und hatte mich schon viel zu lange verschont (ich erinnere mich noch mit flauem Gefühl an das letzte Mal, als ich bei einem furchtbaren Unwetter mit Sack, Pferd und Karren eine steile Böschung hinab stürzte und mir etliche Rippen, und ein Bein brach). Doch zurück zur vergangenen Nacht: Wieder einmal brachte ich meine heilenden Hände zum Einsatz und ich danke der Göttin Hesinde, dass sie mich mit soviel Talent und Können gesegnet hat, denn unsere Flucht wäre wohl bei weitem problematischer verlaufen, als sie es ohnehin schon tat. Therberasch und ich bildeten eine Leiter, an der Alonzo hinauf über die nicht allzu hohe Mauer klettern sollte. Nicht nur, dass er sich mit allem Eifer für meinen Sturz auf ihn revanchierte und mich mit Armen, Beinen und Knien maltretierte, er tat es mir gleich und fiel - jedoch wesentlich geschickter als ich. Bei einem erneuten Versuch gelang es ihm jedoch und wir entkamen mithilf des Seils und einiger Kraftanstrengungen.
Das entwendete Dokument ließ Skriff von einem Luftgeist in einem hohlen Baum, zweieinhalb Meilen vor der Stadt verstecken, damit sie nicht bei uns gefundenw erden konnte, sollten wir in das Fadenkreuz der hiesigen Gerichtsbarkeit gelangen. Gebe Boron, dass ich trotz meiner Sorgen den morgigen Tag betreffend Schlaf finden möge!
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  • 14. Januar 2009, 22:42:17
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #25 am: 14. Januar 2009, 22:42:17 »

Der gute Rodrik Baumthal, Estephan ya Falconye de Grangora oder Alonzo Gilindor (oder wie er auch immer gerade heißen mag) berichtet:

Nun nach dem wir Gewissheit hatten, dass keine belastenden Beweise mehr bei uns gefunden werden konnten machten wir uns auf den Rückweg zu unser Unterkunft wo wir alle sogleich und so leise wie möglich auf unsere Zimmer gingen um uns ein wenig von den Strapazen der letzten Stunden zu erholen. Den Meisten von uns gelang es auch recht gut sich etwas zu Erholen, nur unser etwas zart besaiteter und unglaublich Gerechtigkeitsliebender Magier Adebar bekam kein Auge zu.
So etwa zur Neunten Stunde des nächsten Tages machten wir uns auf die Stadt zu verlassen. Bereits als wir die Treppe unseres Gasthauses hinabgingen bemerkten wir ein ungewöhnliches Stimmgewirr aus dem Schankraum im Erdgeschoss. Noch bevor wir genauer herausfinden konnten was dort unten vor sich ging rutschte Adebar, der als erstes von uns die Treppe hinunter ging, aus und stolperte die letzten Stufen in einem rasanten Tempo hinunter. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich fangen und kam noch recht elegant zum Stehen. Nur das er nun sofort erkannte woher diese Stimmgewirr herrührte. Er sah sich einer scharr Adlerbanner gegenüberstehen, die nun auf uns aufmerksam geworden waren, auch nicht lange fackelten und uns sofort vorhielten, dass wir verhaftet seien und ihnen in die Burg folgen sollten. Wir hatten ja nichts anderes erwartet, schließlich hatte man in der Nacht ja schon auf uns gewartet und nun nachdem irgendjemanden aufgefallen war, dass das Dokument fort war, lag schließlich nichts näher als zuerst bei uns zu suchen. Nun da wir von dem Hauptmann der Adlerbanner keine weiteren Informationen über den genauen Grund oder den Anlass der Verhaftung in Erfahrung bringen konnten folgten wir also den Anweisungen der Adlerbanner in der Gewissheit, dass man keine belastenden Beweise bei uns finden würde. Während des Weges in die Burg viel mir, Estefan, jedoch plötzlich auf, dass ich ja nicht nur wegen des Diebstahles belangt werden könnte, nein, da war ja auch noch der alte Steckbrief und das Kopfgeld was auf mich im Horasreich ausgesetzt war. Nun war es jedoch zu spät für eine Flucht und auch ein Kampf auf offener Straße gegen die Adlerbanner schien aussichtlos. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mich auf meine flinke Zunge, meine gefälschten Papiere und auf eine „zufällige“ Ähnlichkeit mit einem Gewissen Estefan ya Falcone de Grangora zu verlassen.
In der Burg wurden wir sogleich in ein Verhörzimmer gebracht und nach nur wenigen Augenblicken kam schon unser Ankläger in den Raum. Als ich ihn erblickte blieb mir für einen kurzen Augenblick das Herz stehen und die ganze Vergangenheit spielte sich in meinen Kopf in Sekundenschnelle noch einmal ab. Da stand er plötzlich vor mir, der Mann weswegen ich all die Jahre auf der Flucht war und um den sich jeder meiner Gedanken drehte, abgesehen natürlich wenn ich an die zarte Haut und die wohl proportionierten Rundungen der lieblichen Valeria ya Brynec di Vinici dachte. So oft hatte ich mir ein Wiedersehen mit diesem Bastard gewünscht und mir ausgemalt wie ich vor ihm stehe und ihn wie eine lausige Kakerlake zertrete. Da war er also, mein verräterischer BRUDER!
Und nun diese erneute Schmach die er mir zuteil werden ließ, er der Richter und ich ein lausiger Dieb der ihm Rede und Antwort stehen sollte. Doch ich fasste mich einen Augenblick schneller als er, denn auch er schien überrascht über die plötzliche Zusammenkunft. Ich nahm ihn in den Arm und ließ mir so gut es ging nichts anmerken, mein Plan mich als meine teuer erworbene neue Identität auszugeben war in diesem Moment zu Nichte gemacht und so zermarterte ich mir den Kopf darüber wie wir hier wieder raus kommen würden. Dem folgenden Verhör, welches mein Bruder im Namen der Contessa von Schelf mit uns durchführte konnte ich kaum folgen. Zu sehr drehten sich meine Gedanken darum wie ich ihn am qualvollsten niederstrecken konnte. Sollte ich etwa einfach meinen Dolch ziehen und ihm seine Kehle aufschlitzen und zuschauen wie er langsam vor sich hin röchelnd seinen letzten Atemzug nimmt, schließlich waren doch nur zwei weitere Wachen in diesem Raum anwesend, wenn ich schnell genug wäre könnte ich es schaffen, auch wenn ich sicherlich selber ein paar Augenblicke später niedergestreckt werden würde, aber es wäre es Wert.
Völlig gedankenverloren waren die nächsten Worte meines Bruders an die ich mich wieder bei klarem Verstand erinnern kann, die uns in den Kerker bringen zu lassen. Doch was geschah dann, Adebar redete auf meinen Bruder ein und im nächsten Augenblick entschied sich mein Bruder um. Er befahl jetzt den beiden anderen Wachen, die auch völlig verdutz waren über die plötzliche Meinungsänderung ihres Vorgesetzten, aber nach kurzen Wiederworten den Befehlen Folge leisteten, uns zurück zu unserer Unterkunft zu begleiten, da wir unschuldig seien. Ich weiß nicht genau wie er es vollbracht hat aber auf einmal war mein Bruder der Meinung Adebar sei ein alter Bekannter von ihm und vertraute im Vollends. So geschah es, dass wir einfach in Begleitung meines Bruders und der zwei Wachen zurück zum Gasthaus gingen unsere Sachen packten und unbehelligt aus der Stadt abreisen konnte.
Kaum hatten wir die Stadttore hinter uns gelassen gaben wir den Pferden die Sporen. Und holten die Comto Ogman Urkunde aus dem Versteck in der alten Eiche. Solomir, als den besten Reiter unter uns schickten wir zusammen mit der Urkunde auf schnellstem Wege nach Methumis zu meinem Onkel. Der Rest der Gruppe entschied sich für einen langsameren Weg abseits der Straßen, da eine so große Gruppe ansonsten zu leicht ausfindig gemacht werden könnte. Da unsere Kutsche uns bei unserer Flucht nur aufhalten würde kehrten wir kurz bei einem Gehöft in der Nähe ein und bezahlten den Gutsherren dafür einen Knecht mit unserer Kutsche nach Kabasch auszusenden und diese dort am Traviatempel abzugeben wo wir sie wieder abholen würden. Der Gutsherr stimmte ein, wenn wir auch dem Traviatempel bei unserer Ankunft eine ordentliche Spende zukommen lassen würden. Außerdem deckten wir uns hier noch mit frischem Proviant ein und schlugen uns nach einem kurzen ritt durch den Fluss in dem Wald. In der Eile der Reise versuchte Rumo unsere Spuren so gut es ging zu verwischen, damit uns niemand folgen könnte.
Die nächsten zwei Tage querfeldein weit ab von jedweder Zivilisation blieben relativ Ereignislos. Nur Adebar schien seit dem Raubüberfall von Prajos Segen verlassen zu sein, denn immer wieder geschahen ihm kleinere Missgeschicke, die bei dem Rest der Gruppe für ein wenig Heiterkeit und Ablenkung sorgte. So wählte Adebar für sein erstes Nachtquartier den größten Ameisenhaufen den ich je gesehen habe. Den ganzen nächsten Tag konnte man immer wieder sehen wie der Ärmste sich überall kratzte und an sich heruntersah als würde er irgendetwas suchen. Am Abend desselben Tages geschah es, dass er bei einer besonders sorgsamen Wahl seines Schlafplatzes einen riesigen Haufen Exkremente irgendeines Tieres übersah und seinen linken Schuh vollständig darin versenkte. Puh, dass hat vielleicht gestunken. Und auch wenn der Gute so gut wie es ging versuchte seinen Schuh zu reinigen und den Gestank mit Parfüm zu übertünchen, wenn man ihm zu nahe kommt kann man auch heute noch einen leicht fauligen Geruch wahrnehmen. Aber selbstverständlich hat niemand sich getraut ihm dies zu sagen.
Nun am dritten Tag unserer Reise geschah es, das wir auf ein Stück auf einer kleinen Nebenstraße bei Ankrar reisten, als uns plötzlich eine Gruppe Reiter umstellte. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die KGIA handelte. Ihr Anführer forderte von uns die Herausgabe der Comto Ogmann Urkunde, da das garethische Reich ein enormes Interesse daran hätte das horasische Königshaus mit Hilfe dieses Dokumentes zu Fall zu bringen. Nach einer kurzen Diskussion über die Rechtmäßigkeit und die Befugnisse der KGIA im Horasreich gestatteten wir ihnen uns zu durchsuchen. Nachdem sie nicht fündig wurden wollten sie uns schon fast gehen lassen, dann jedoch entbrach erneut ein Streit und es kam fast zu einem Kampf. Doch nachdem ich dem Anführer ein letztes Mal drohte, gaben sie auffällig schnell nach und traten den Rückzug an.
Was war hier los? Wieviele Gruppen hatte noch ein Interesse an diesem Dokument? So langsam dämmerte uns, welch brisantes Dokument wir in den Händen hielten, dieses Dokument könnte die Geschichte und die Machverhältnisse ganz Aventuriens auf Jahre hinaus verändern und beeinflussen, je nachdem wer dieses Dokument in die Hände bekäme. Und wir Narren wollten nur mir, einem kleinen unbedeutenden Mann niederen Adels, zu seiner Rache und Rehabilitation verhelfen.
Nun kaum war diese seltsame Begegnung mit der KGIA vorüber stellten sich mir die Nackenhaare auf, sodass keine Zeit bleibsich weitere Gedanken zu machen, irgendetwas stimmte hier nicht! Ich warnte also meine Freunde und wir schlugen uns kurzerhand in die Büsche. Kurz darauf kam ein Mann auf einem Maultier die Straße entlang geritten. Dieser hielt ziemlich genau an der Stelle an, an der wir uns in die Büsche geschlagen hatten und schien nach irgendetwas Ausschau zu halten. Da er nur allein war beschlossen Therberasch und ich ihn zu stellen und zu verhören. Als wir aus dem Gebüsch gesprungen kamen wehrte er sich gar nicht sondern schrie nur er sei Roberto Flores Lunes von der Nachrichtenagentur Nanduriat in Kuslik. Therberasch und ich schauten uns fragend an ein Reporter? Was hat der den jetzt wieder mit der Sache zu tun? Er erzählte er wäre uns seit Kuslik gefolgt und wollte über die Bankräuber berichten. Nun, da die Kusliker Nachrichtenagentur dafür bekannt war stets Wahrheitsgemäß und ohne Wertung zu berichten. Kam mir die Idee diesen Reporter für unsere Zwecke zu missbrauchen und ihn in unsere Geschichte einzuweihen. Wenn er über die wahre Geschichte, unsere Gründe und unsere guten Vorsätze berichten würde könnte uns kein Gericht der Welt mehr verurteilen, vorausgesetzt das Volk steht hinter uns. Der Rest der Gruppe und besonders der gute Adebar waren nicht so leicht davon zu überzeugen, dass es eine gute Idee ist der Welt unsere Geschichte zu erzählen. Aber nach einiger Überzeugungsarbeit gelang es mir auch ihn zu überreden. Somit hatten wir nun einen weiteren Gefolgsmann in unserer Reisegruppe. Dem guten Roberto war es nach eigener Aussage nur gelungen uns zu folgen, weil uns von Anfang an dicht auf den Versen war und wir nicht befürchten müssten, dass uns noch jemand gefolgt sei.
Am 24. Rondra konnten wir die Rauchschwaden der Kamine von Methumis am Horizont erspähen, so dass wir bald meinen Onkel wiedersehen würden. Jetzt mussten wir nur noch unbemerkt in die Stadt gelangen. Dann würden wir sicherlich bald erfahren, ob mein Onkel rechtbehalten wird und die Urkunde tatsächlich gefälscht ist. Wenn nicht würden wir alle wohl unser Leben lang wegen Hochverrates gesucht werden. All unsere Hoffnung liegt nun bei meinem Onkel und dem guten Solomir, der die Urkunde hoffentlich wohlbehalten übergeben konnte …
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Sambolero

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  • 16. Februar 2009, 23:00:13
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #26 am: 16. Februar 2009, 23:00:13 »

Vom 4 Effert 33 Hal, Regenmonat, Wetter eher gemäßigt warm für diese Jahreszeit (Rumo der Tierkrieger berichtet)

Früher Abend, eine Tagesreise von Horasier entfernt.

Treffen auf augenscheinlich fremdes, fahrendes Volk. Sie sind uns fremd und tanzen wie die Weiber aus dem Süden. Tanzen wie eine Sharisad. Sie kommen aus Zahorie, oder nennen sich so. Sie wurden von den Güldenländer vertrieben. Dem sogenannten Horas.
Kleines Gespräch mit Hartis,
Alte Frau (Urgroßmutter von Hartis) kommt aus einem Wagen, mit viel Schmuck umhängt, und eine Aura des Respekts.
Sie nimmt meine Hand, liest sie, und geht zum Nächsten. Bei Rodrik malt sie eine Kreis (Symbol für das Leben) mit Kohle auf seine Stirn. Soll wohl bedeuten, dass sie uns helfen und Rodrik etwas Besonderes in sich hat. Durchflutet von einer Art Magie.
Wir die Einladung an und genießen die Gastfreundschaft.

Die Zahorie nennt uns die Symbole des fahrendes Volkes.
Sie nutzen einen Kalender, der aus 12 mal 12 Rädern besteht .
1 Speiche in einem Rad steht für Praios. Er kann in 12 Positionen dargestellt werden
Diese Zeichen können aber auch für Städte stehen
Diese Zeichen hinterlassen sie sich auf Steinen oder Bäumen um zu kommunizieren, es soll wohl auch eine alte Schrift geben die aus diesen Zeichen besteht.
Die Alte sagt etwas von einer Wegbeschreibung

Eine Zahorie hat entdeckt das wir verfolgt wurden, und hat den Verfolger gestellt, sie hat ihm ein Finger mit Ring abgehackt.
Es ist ein Ring der Geheimgesellschaft“ Das Siegel der Erkenntnis“ (Gegenspieler von den Wahrern, die ja auf unserer Seite sind)
Es soll einen Funken geben, der in Alonzos Familie stark ist, vielleicht hat ihn Alonzo in sich?

Die Geheimgesellschaft: Die Siegel der Erkenntnis, wollen den Funken auslöschen, da er in der Vergangenheit unter umständen der Auslöser der Magierkriege war.

Die Zahorie wollen uns helfen und nehmen uns in dem Schutz der Gruppe mit nach Horasier.

Sie wollen dort zum Grab des Murak, um dort einen Fluch gegen den Leichnam auszusprechen. Denn er war es, der die Zahorie letztendlich aus ihrem Land vertrieben hat.

Kommen ohne Probleme in die Stadt, müssen nur bis zum Nachtanbruch aus der Stadt verschwunden sein.
Alle Prozessionen sind in Horasier eingeftroffen, dementsprechend ist die Stadt überfüllt. Die meisten fühlen sich dem Murak angetan.

Als wir durch die Stadt streifen, um zum Grab des Horas zu gelangen, spricht uns ein Nanduriat an, er ist wohl der Nachfolger des Roberto Flores. Er soll seinen Job weiterführen. Uns ist das weniger recht. Wir wollen erstmal von ihm erfahren wie er uns finden konnte. Da wir ja verkleidet sind. Roberto wurde 2 Tage festgehalten und bedroht. Er darf nicht mehr weiter schreiben. Aber er hat Nandurio Ariviola angagiert, um seine Geschichte weiter zu führen.
Er hat sich wohl schon mal am Grab des Horas umgeschaut. Wenn er uns helfen sollte, will er als Gegenleistung die Geschichte weiter schreiben.
Er scheint ein Magus der Hellsicht zu sein.
Damit hatten wir ein Abkommen geschlossen.
Er sagt uns, dass wir nicht in die Krypta gehen dürfen, sie ist von 2 Reichsblutrittern bewacht.
Es soll dort 3 Krypten geben.
Es sind ständig Leute dort anwesend. Zurzeit sind dort unter anderem Borongeweihte und Pilgerer unterwegs, die gegen die Versetzung des Leichnams sind.

Im Tempel lebt der Hochgeweihte mit seinen 2 Geweihten und den Novizen.

Wir schleichen uns nachts in die Tempelanlage. Leicht bekleidet und leicht bewaffnet.
2 Schwarzgekleidete Morchelmörder greifen uns an.

Rumo und Therberasch, sowie Adebar, Rodrik und sein Onkel kämpfen gegen einen Gegner. Die drei scheinen dem Gegner Unterlegen.
Doch der Schwarzgekleidete, gegen den Rumo und Therberasch kämpfen, liegt schon tot am Boden.
Als die beiden Krieger Alonzo und den anderen beiden zu Hilfe kommen, schmeißt sich Rumo dem Gegner ins Schwert. Er erleidet eine schwere Wunde verfällt daraufhin in Blutrausch und streckt den Gegner mit einem Hieb nieder.
4 andere Wachen erwarten die Helden oberhalb der Krypta, die nun vor Rumo flüchten, doch sie stellen kein Hinderniss für die Gruppe dar. Nur Ruo hatte es endgültig dahingerafft. Doch dank unseres Magiers entkam er Golgaris schwingen mal wieder sehr knap.
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  • 16. Februar 2009, 23:05:13
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #27 am: 16. Februar 2009, 23:05:13 »

Bericht des ehrwürdigen Therberasch Sohn des Romix:

Als wir die Wachen besiegt haben gehe ich zum Sarkophag, ich nähere mich und auf einmal fängt er an zu leuchten
Ich mache einen Schritt zurück und es hört wieder auf. Nachdem ich ein Vase auf den Sarg geschmissen habe und nix passiert ist, will ich ihn öffnen. Da fährt ein Blitz in mich ein, mein ganzer Körper brennt, als ich wieder klar sehen kann bekomme ich schon ein paar Backpfeifen von Rumo (so ein trottel da muss schon mehr passieren um einen Angrosch auf den Stiefeln zu hauen ) ich stehe mit seiner hilfe auf und frage Adebar ob er erkennen kann was es mit dem Sarg auf sich hat, aber er verneint nur da er sich zu sehr bei der
heilung Rumos verausgabt hat. Sarostes beschliesst die Schriftzeichen zu lesen und ich weiS nicht wieso, aber auf einmal meint er und Alonzo das sie den Sarg gefahrlos öffnen können, und tatsächlich öffnet dieser bei der Berührung der beiden von selbst.
Es erscheint ein Geisterabbild des Silem Horas und sagt das die Direkten Nachfahren auf eine Prüfung geschickt werden und ihnen sein Schwert überlässt.
Wir fliehen durch einen Geheimgang durch den wir in einer Seitengasse herauskommen. Durch Zufall treffen wir auf den Naduriat der uns einen sichern Unterschlupf beschafft
In einem Gepräch das zwischen dem Nanduriat und Alonzo erfolgt erfahren wir, das der unser Freund einen Dankesbrief gefunden hat, in dem die Sprache von der Comto Ogman Urkunde die Rede ist und wir uns am besten nochmal mit Abelmir von Marvinko unterhalten sollten.
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Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #28 am: 22. März 2009, 01:54:45 »

Ein weiterer Bericht von Rodrik Baumthal:

Nun was soll ich euch sagen, nach den Anstrengungen der letzten Stunden verbrachten wir den Rest der Nacht erst einmal in den Gemächern des Naduriat Nandurio (kleine Anmerkung am Rande: welch schicksalhafte Fügung, dass ein Mann namens Nandurio den ehrenwehrten Beruf eines Nanduriat wählte, da müssen die Götter ihre Finger im Spiel gehabt haben).
Am nächsten Morgen, mittlerweile dem 5. Efferd, verließen wir wieder als Zahori verkleidet Horasia um weiter nach Silas zu reisen, wo wir Abelmir von Marvinko einen Besuch abstatten wollten. Doch es kam wieder einmal anders als erwartet. Denn als wir bei den Zahori unsere hinterlassene Ausrüstung abholen wollten nahm Hartis uns bei Seite wir sollten ihm in einen der Wagen folgen, dort angekommen ließ er jedoch nur mich und meinen Onkel Sarostes hinein, der Rest unserer Reisegruppe musste draußen warten. Im Wagen erzählte Hartis von einer Beobachtung die die Zahori in der letzten Nacht gemacht hatten. Und zwar erzählte er davon wie ein mit Heu beladener Wagen in der Nacht zu der Stadtmauer fuhr wo dann zwei dunkel gekleidete Gestalten eine gefesselte Frau hinüberhieften ohne von den Wachen bemerkt zu werden. Als Onkel Sarostes ein Amulett unter seiner Kleidung hervorzog und es Hartis zeigte, sagte dieser, dass es sich bei der Frau auf dem Amulett um die Frau der letzten Nacht handelte. Es war meine Cousine Myriana und somit Sarostes Tochter die auf dem Amulett zu sehen war. Nun hatten wir endlich einen Hinweis wo sie sich befindet, nämlich ganz in unserer Nähe, hier in Horasia. Leider stimmte dies meinen Onkel nicht sehr fröhlich er konnte seine Trauer und Angst um seine Tochter kaum verbergen. Ich vermute wer immer sie in die Stadt gebracht hat wollte mit ihrer Hilfe den Sarkophag öffnen, doch sind wir ihm anscheinend zuvor gekommen. Hoffentlich ist Myriana nun nicht nutzlos für die Entführer geworden. Wir sollten also so schnell wie möglich versuchen sie zu befreien, jetzt da wir wenigstens halbwegs wussten wo sie sich befindet. Nun ich zeigte Hartis das Schwert welches ich aus dem Sarkophag mitgenommen hatte, denn ich hatte die Vermutung, dass die Zeichen auf dem Schwert ähnlich geartet sind wie die Geheimzeichen der Zahori. Hartis staunte nicht schlecht über das Schwert und nahm es für nähere Nachforschungen über die Schriftzeichen erstmal an sich. Als Onkel Sarostes und ich wieder aus dem Wagen herauskamen informierten wir die Anderen über die uns entgangenen Geschehnisse der letzen Nacht und sofort waren wir uns darüber einig, dass wir unbedingt versuchen mussten Myriana zu finden.
Also machten wir was uns als erstes in den Sinn kam und ließen uns zu der Stelle an der Stadtmauer bringen an der die Zahori den Wagen gesehen hatten. Und tatsächlich waren hier Wagenspuren zu sehen, allerdings wurde diese Stelle anscheinend öfter für unangemeldete Einreisen in die Stadt genutzt, denn den Spuren zu urteilen die Rumo fand sind hier öfter Personen entlanggekommen. Wir pressten uns an die Stadtmauer um nicht von der oben entlanggehenden Stadtwache gesehen zu werden. Als sie außer Sichtweite war nutze Rumo die Gelegenheit um einen Blick über die nur 2 ½ Schritt hohe Mauer zu werfen, als die Wache zurückkam warnte ich Rumo doch es war schon zu spät, die Wache erblickte ihn und schrie sofort Alarm. Ich und Therberasch wollten sofort fliehen, denn schließlich hatten wir ja noch die Kleidung der Zahori von heute Morgen an. Das währe sicherlich nicht weiter auffällig, nur ein paar ungebetene Zahori die versuchten illegal in die Stadt zu kommen und beim ersten Anschein von Ärger fliehen, nach einer halben Stunde hätten die Wachen dieses Spektakel bestimmt schon wieder vergessen. Doch Rumo war nicht nach fliehen er schnappte sich den Speer der Wache und versuchte sie damit von der Mauer zu ziehen doch war die Wache wohl etwas stärker als Rumo erwartet hatte. Das ganze artete in eine handfeste Rauferei aus in der keiner der Beiden die Oberhand gewann, die Wache aber ständig und unaufhörlich aus vollem Halse „ALARM! ALARM! …“ brüllte. Letztendlich flohen wir dann doch alle und ich verstehe bis heute nicht warum Rumo sich unbedingt mit der Stadtwache anlegen musste. Zurück bei den Zahori mussten wir ihnen beichten, dass sie wohl im Moment nicht sehr willkommen sein würden in Horasia. Dies nahmen die Zahori sehr enttäuscht, wenn nicht sogar wütend, entgegen und machten sich für die Abreise klar. Bevor sie jedoch abreisten gab Hartis mir das Schwert zurück er meinte einige Symbole stünden für bestimmte Elemente und allem Anschein nach handelt es sich wohl um eine Wegbeschreibung allerdings kannte er zwei Symbole überhaupt nicht. Mehr konnte er in der Kürze der Zeit nicht herausfinden. Jedoch teilte er uns noch mit, dass sie jetzt weiter nach Silas ziehen würden. Welch ein Glück vielleicht werden wir sie ja dann doch noch einmal wieder sehen, denn eigentlich wollten wir da ja auch hin.
Nun allein auf weiter Flur und etwas ratlos wie wir weiter machen sollten schlug Onkel Sarostes vor die Gutshöfe in der Umgebung abzugehen und zu erfragen ob jemand in der letzten Nacht einen Heuwagen abgegeben hatte. Da wir keine bessere Idee hatten und die Stadtwache noch immer in großem Aufruhr war machten wir uns also auf den Weg. Als wir schon fast aufgeben wollten weil niemandem irgendetwas ungewöhnlichen aufgefallen war hatten wir doch noch Glück, Phex sei Dank. An einem Gehöft an dem man uns erst beinahe umgebracht hätte da man uns für Murakkrieger gehalten hat, konnten wir von der einsamen Witwe und Gutsherrin nach ein paar schmeichelnder Worte meinerseits herausfinden, das tatsächlich bei ihr ein Heuwagen abgegeben wurde. Die Dame lud uns sogar auf ein kleines Mahl ein. Während diesem Mahl, welches unseren Angrosch anscheinend wieder etwas fröhlicher stimmte, denn den ganzen Vormittag war er irgendwie griesgrämig und still gewesen, konnte ich auch aus der Gutherrin herausbekommen wer den Wagen abgegeben hatte. Es war Don Plaquo gewesen, der ein Anwesen und einen Laden in der Stadt besitzen sollte.
Nachdem netten Plausch und der stärkenden Erfrischung begaben wir uns also zurück in die Stadt. Onkel Sarostes meinte er sei zu betrübt um mit uns mitzukommen und so verabredeten wir uns in der Gaststätte Blaues Wildschwein an der Straße Richtung Silas. Diesmal gingen wir das Risiko ein von der Stadtwache erkannt zu werden und verkleideten uns nicht, an der Stadtmauer hatte sich auch bereits eine lange Schlange gebildet, so dass wir etwas warten mussten und mit ansehen konnten wir die Wache alle Einreisenden akribisch untersuchte, eine Verkleidung wäre hier wahrscheinlich eh aufgefallen. Als wir dran waren bezahlten wir Artig unseren Dispens für die Waffen und so konnten wir ungestört in die Stadt zurückkehren aus der wir heute Morgen geflohen waren.
Nun zeigte sich auch warum Therberasch die ganze Zeit so übellaunig gewesen war. Anscheinend bereitete ihm ein Zahn höllische Schmerzen und als er versuchte den Schmerz mit etwas Gebrannten zu betäuben verzog er ein Gesicht wie ich es noch nie bei ihm gesehen hatte. Wir konnte ihn nun auch nicht mehr überreden etwas anderes zu tun. Er nahm uns direkt mit zu einem Heiler namens Alexandro. Dort durfte Therberasch auf einem Stuhl Platz nehmen und der Mediko begann seine Instrumente bestehend aus Hammer und Meisel vorzubereiten, allein dieser Anblick genügte Rumo um draußen zu warten. Ich selbst war nicht so schlau und hielt es bis zum ersten Zuschlagen aus, dann verließ ich unter erheblichen Magenbeschwerden doch lieber den Raum. Ich befürchte ja, bei dem kleinen Volk sind auch die Zähne stärker verwurzelt als bei uns Menschen, so dass der Mediko hart für sein Geld arbeiten musste. Ich bin nur froh, dass Therberasch sich zuvor ein paar extra schlucke Gebranntes genehmigt hatte und so hoffentlich nicht ganz so viel von all dem mitbekommen hat. Naja aber eigentlich hat er ja selber schuld, denn wie er hinterher berichtete reinigt er seine Zähne nie.
Nun zogen wir also weiter, während Therberasch nur noch sehr schwer zu verstehen war wenn er etwas sagte, und fragten uns nach dem Geschäft von Don Plaquo durch. Als wir es gefunden hatten zögerten wir nicht lange und betraten das Geschäft sofort durch die Vordertür, die wir hinter uns verschlossen. Als ein Mann von den hinteren Räumen nach vorne kam und uns fragte was er für uns tun könnte wurde dieser sofort niedergeschlagen, wir wollten keine Zeit verlieren oder zulassen, dass Myriana etwas zustößt. Rumo ging weiter voran durch die Tür aus der der Mann eben gekommen war. Dort saßen zwei weitere Männer die sofort aufsprangen als sie Rumo sahen, der eine stellte sich ihm in den Weg während der Andere durch eine weitere Tür floh. Therberasch und ich konnte Rumo jedoch nicht bei dem Kampf helfen, da Rumo noch in der Tür stand. Endlich als dieser Gegner niedergestreckt war konnten wir ihm in den Raum folgen. Rumo ging gleich weiter hinter dem zweiten Mann hinterher. Ich durchsuchte noch einen weiteren Raum in dem aber außer ein paar Materialien nichts zu finden war. In der zwischen Zeit hatte Rumo bereits einen Bolzen aus einem Hinterhalt abbekommen sofort als er den Raum betrat. Er kämpfte mit dem Mann der zuvor geflohen war auf einer Treppe während er von einer Galerie in diesem Raum aus weiter beschossen wurde. Irgendwann schafften wir es dann jedoch mit vereinten Kräften die Gegner nieder zu ringen und anscheinend hatten wir damit auch die gesamte Gegenwehr in diesem Haus zerstört. Aus einem verschlossenen Raum ober an der Galerie kamen Frauen Schreie „Hilfe, Hilfe bitte tut mir nichts!“ Ich und Rumo versuchten mehrfach die Tür aufzubrechen doch es tat sich nichts, so gehört es sich ja schließlich auch wenn man jemanden gefangen halten will, so dass letztendlich Rumo die Tür mit der Axt zerschlagen musste. Als wir den Raum endlich betreten konnten machten wir aber lange Gesichter, denn da saß eine ältere dickliche Frau in der Ecke gekauert und schrie weiter als wir hereinkamen. Es handelte sich um die Frau von Don Plaquo, den wir als erstes unter niedergeschlagen hatte, sie hatte sich hier selber eingeschlossenen als sie uns sah und nicht um Myriana wie ich dachte. Myriana fanden wir dann unversehrt in einem anderen Raum. Es blieb keine Zeit zum Luft holen, denn Therberasch hatte begonnen Don Plaquo zu verhören. Als dieser nicht die richtigen Antworten gab (was auch an der undeutlichen Sprache von Therberasch liegen könnte) erinnerte sich Therberasch an die Qualen die ihm der Mediko vorhin bereitet hatte. Also setzte er an und begann Don Plaquo einen Zahn auszuschlagen, gerade als diese Arbeit vollrichtet war. Klopfte es an der Tür und jemand fragte: „Don Plaquo, alles in Ordnung bei dir?“ … … ..
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  • 13. Mai 2009, 11:37:07
Re: Tagebuch einer Gruppe
« Antwort #29 am: 13. Mai 2009, 11:37:07 »

Ein neuer Bericht von Rumo bren Trimbo (Gjalsker Tierkrieger):

Es klopft:
Verdammt wer kann das sein, geht es den Helden durch den Kopf!
Doch Don Placco antwortet nicht.
Es klopft wieder und rufe nach Don Placco werden laut. Jemand vor der Tür hat das Geschehen bemerkt.
Die Helden schauen sich verdutzt um. Was sollen sie tun?
Therberasch droht dem armen Wicht mit hoch erhobener Zange, die er missbrauchen will um Zähne zu ziehen. „Wehe du antwortest“.
Doch der Don lässt sich nicht beirren. Er ruft um Hilfe.
Die 6 Wachen die vor der Tür stehen, fackeln nicht lange und rammen die Tür ein.
Ehe es zum Kampf kommen kann, flüchten sich die Helden über das Dach, über die Stadtmauer, letztendlich in den Wald. Diesmal mit der Cousine Rodriks in den Armen.
Rodrik zweifelt an den Umständen wie seine Cousine in die Fänge der Burschen gekommen ist. Der arme ist schon so von dem ganzen Intrigenspiel verwirrt, das er seinen eigenen Cousine nicht mehr traut. Doch die Geschichte die sie erzählt scheint echt zu sein.
In ihren Augen kann er sehen, dass sie sehr froh ist Rodrik wieder zu sehen.
Als nächstes berät die Gruppe was als nächstes zu tun ist. Das Gerede vom wenn und Aber geht Therberasch aber so der Maßen gegen den Strich das er für sich  beschließt Sarostes bescheid zu geben, das die Gruppe Myriana gefunden und befreit haben und nun weiter Richtung Silas aufbrechen wollen.
Der Rest der Gruppe machte sich schon mal auf den Weg während Sarostes und Therberasch später zu der Gruppe stassen.
Abends macht die Gruppe Rast in ein Gasthaus am Wegrand.
Dort wird Therberasch von einem Bruder einer Tempelwache mit einem Degen bedroht, er verlangt Vergeltung für seinen Bruder. Er musste zusehen wie Therberasch im Kampfrausch seinen Bruder, der schon am Boden lag, grausam abschlachtete.
Therberasch beendet diesen Konflikt in dem er den Jungen 100 DU auf den Tisch stellt, damit er sich ausbilden lassen kann, um zur gegebenen Zeit einen fairen  Zweikampf ausfechten zu können. Dieser soll Gareth ausgetragen werden.
Darauf hin verlässt die Gruppe den Gasthof und übernachtet unter freien Himmel.
Das war nicht das einzige merkwürdige was der Gruppe auf den Weg nach Silas passiert. Am nächsten Morgen erreichen sie einen Gasthof in einem kleinen Dorf. Die Sonne und die Bänke draußen laden zu einem gemütlichen Frühstück ein, also lassen sie sich nieder und warten auf ihre Bestellung. Doch die Gruppe muss feststellen, das es um sie herum immer ruhiger und verlassener wird. Das Frühstuck kam auch nicht. Als sich die Helden daraufhin wieder auf den Weg machen wollen, wartet die gesamte Dorfgemeinschaft auf sie am Dorfausgang um sie kaltblütig niederzumetzeln. Irrtümlicher Weise halten sie die Gruppe für Packtierer. Doch die Helden beschließen zu flüchten und ein Kampf, der für die Dorfbewohner sicher nicht gut ausgegangen wäre, konnte so vermieden werden.
Zwei Tage später kommt die Gruppe in Silas an. Überall sind Farnen des Grafen von Melvinko auf den sehr großen Mauern für die kleine Stadt zu sehen.


In Silas gilt es nun noch die echte Urkunde zu finden und die Zeichen auf Rodriks Schwert zu entziffern.
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