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Autor Thema: Advents- und Weihnachtsgeschichte von Goody - jeden Tag neu.  (Gelesen 3506 mal)

Goody

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  • 04. Dezember 2016, 18:07:17

Hallo ihr Lieben,

schön das ihr hier vorbei schaut. Heute ist der erste Teil meiner Weihnachts und Adventsgeschichte im Rahmen des DZ Adventskalenders veröffentlicht worden.  Wie dort schon zu lesen war ist es eine Geschichte die aus mehren Kapitel besteht, 24 an der Zahl. Jeden Tag gibt es ein neues Kapitel zu lesen welches sich von der Größe meist zwischen 800 bis 1000 Wörter orientiert. Ich hoffe das ich damit vielen noch ein wenig mehr die Adventszeit versüßen kann und ihr so euren Spaß habt. Für Feedback und Anregungen bin ich immer offen. Ich gehe sogar soweit zu sagen das wenn sich jeden Tag ein kleiner Dialog entwickelt es passieren kann das eure Ideen auch Auswirkungen auf die Geschichte haben. Zwar ist der rote Faden vorgegeben doch kann sich immer noch etwas ändern.

So nun noch etwas anderes, ich würde euch bitten etwas nachsichtig zu sein wenn das neue Kapitel nicht pünktlich um 12 Uhr online ist. Ich schreibe die Kapitel meist vor aber dadurch das ich die letzen Tage krank war habe ich mir die Freiheit genommen einen Tag frei zu nehmen was bedeutet das ich aktuell am Tag an dem das Kapitel heraus kommt es schreibe. Ich bin gerade dabei wieder etwas Vorsprung auszuholen um auch die Tage zu überbrücken an denen ich keine Zeit habe zu schreiben. Daher kann es immer mal passieren das etwas etwas später kommt da ich eben auch noch andere Dinge zutun habe. So nun aber genug zum Vorwort.

Ich wünsche euch viel Spaß mit der Geschichte und eine besinnliche Adventszeit

Eure Goody

P.S. Die Geschichte hat aktuell noch den Arbeitstitel "Is Chrismas coming this Year" falls jemand eine bessere Idee hat kann er mir die gerne per PM zukommen lassen, da gerade Namen mein großes Problem sind ;)
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2016, 18:11:56 von Goody »
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  • 04. Dezember 2016, 18:08:11
Türchen Nummer 1 ~ (01. Dezember)
« Antwort #1 am: 04. Dezember 2016, 18:08:11 »

Es wurde langsam Winter. Die Bäume begannen ihr winterliches braun-goldenes Kleid anzulegen und alles wurde ruhiger und stillter. Zumindest konnte man diesem Gefühl erliegen wenn man in die Natur blickte. Varen konnte dem Winter jedoch nicht viel abgewinnen so wie die meisten aus seinem Dorf. War es kaum verwunderlich, sie waren Sklaven. Gezwungen in der Kälte zu arbeiten und Leistung zu bringen. Wenn sie aufgrund der Kälte klamme Finger bekamen musstet sie trotzdem Effektiv sein. Die Strafen waren immer Schmerzhaft und es passierte nicht selten das ihre Häscher so viel Spaß daran fanden das sie jemanden dabei töten. Dies rief sich Varen auch wieder ins Gedächtnis als er durch das läuten der Glocke geweckt wurde. Er lag in einem Feldbett in einer Hütte zusammen mit seiner Familie. Seiner Mutter und seiner kleinen Schwester. Sein Vater wurde nun bereits vor über 3 Jahren umgebracht. Er hatte versucht ihn und seine Schwester irgendwie weg aus diesem Leben zu bringen. Er wollte etwas besseres für Sie und musste dafür mit dem Leben bezahlen. Jedem erging es so der Anstalten machte sich erheben zu wollen. So wurde er und die anderen klein gehalten. Bei sich dachte er sich wenn sich alle nur erheben würden hätten sie eine Chance doch die meisten hatten zu viel Angst und so änderte sich nichts an ihren Leben. Sie waren weiter dazu verdammt zuzusehen und zu leiden.

"Du musst aufstehen Varen." riss ihn seine Mutter dann aus seinen Gedanken. Er setze sich langsam auf und nickte nur leicht. "Ja, ich weiß Mutter." Er seufzte leise und ließ den Kopf etwas hängen. Seine Mutter kam langsam zu ihm und legte ihm eine Hand auf die Wange. "Hey mein Schatz. Schau nicht so. Ich weiß es ist nicht einfach und du wünscht dir das es anderes wird. Aber du kannst auch nichts daran ändern. Niemand kann das. So ist es nun mal." Varen spürte die wärme der Hand seiner Mutter und musste sehr leicht lächeln. Sie bekam es immer mit wenn es ihm schlecht ging. Sie wusste immer was mit ihm los war. Und sie war immer für ihn da. Hielt ihn in den Armen wenn er traurig war und weinte oder brachte ihn zum lächeln wenn die Dunkelheit um ihn herum zu stark wurde und ihn zu verschlingen drohte. "Ich weiß ... danke." kam es dann leise von Varen und er sah seiner Mutter in die Augen. Die rehbraunen Augen die auch seine Schwester hatte. Er selbst hatte etwas dunklere Augen die fast schon ins schwarze tendierten. "Welchen Tag haben wir heute ?" fragt er dann ruhig. Ihm kam jeder Tag wie der andere vor und so verlor er schnell das Gefühl von Zeit trotzdem gab es Unterschiede. An Sonntagen mussten sie nicht arbeiten. Als er noch kleiner war dachte er es seih weil dieser Tag etwas besonderes war mittlerweile hatte er herausgefunden das es nur war weil das Erz das sie schürften und die Sachen die sie herstellten Sonntags nicht abgeholt wurden und sich sonst alles zu sehr stauen würde. "Wir haben Donnerstag mein Schatz. Wir haben den 1.Dezember. Bald ist Weihnachten."

"Was ist den Weihnachten ?" meldete sich nun die verschlafene Stimme von Selina zu Wort. Seine kleine Schwester war noch immer mehr oder weniger am schlafen und hatte wohl erst jetzt wirklich von ihrem Gespräch mitbekommen. Varen wie auch seine Mutter drehten sich dann zu ihr. Beide schenkten ihr ein warmes lächeln ehe seine Mutter begann zu sprechen. "Weihnachten ist ein Fest. Es ist immer im Winter. Es ist noch aus der alten Zeit und stammte von unseren Vorfahren. Es wird überliefert das an Weihnachten ein Kind geboren wurde was unser Volk erretten sollte. Und um das zu feiern kommt man zusammen.Es gibt noch einige andere Bräuche aber vieles wurde bereits vergessen. Ich kann euch beiden heute Abend mehr erzählen. Aber nun müsst ihr Essen. Die arbeit beginnt bald."

Nun zerplatze auch Varens Traumwelt wieder. Seine Mutter schaffte es immer wieder ihn von all dem schlechten Abzulenken das um sie herum geschah. Doch nun war er sich dessen wieder bewusst. Sie lebten nicht in einer Welt in der es Feste gab, in denen es Besinnlichkeit und Freude gab. Für Sie, war so etwas Luxus und weit entfernt. Er nahm sich dann die Schüssel mit Brei die seine Mutter ihm eingefüllt hatte und begann sie langsam zu Essen. Als dann langsam schwere Schritte näher kamen horchte er auf. Er kannte diese Art von Schritten. Es waren die schweren Stiefel der Garde die die Mauern bewachten und die unter dem direkten Befehl des Anführers standen. Die Stiefel kamen schwer immer näher und blieben dann vor der Tür stehen. Es ertönte erst ein pochen ehe der Soldat die Tür einfach aufstieß. Der Soldat war in eine vollkommene Rüstung gehüllt und durch den Spalt bei dem die Augen waren glimmte es in einem dunklen Grün. Der Soldat sah sich einen langen Moment um und deutete dann auf Varen. "Du, mitkommen." mehr hatte der Soldat nicht zu sagen.

Varen sah sich erst verwirrt es etwas um, er war gemeint. Er sah zu seiner Mutter doch jener schienen nur langsam Tränen in die Augen aufzusteigen doch sie traute sich nicht sich zu bewegen. Nicht bis sie mitbekam das Selina sich regte und wohl etwas sagen wollte. Daher zog sie jene einfach an sich um sie zum schweigen zu bringen bevor sie alles nur noch schlimmer machte. Der Soldat wendete sich dann um, in Erwartung das man ihm folgte. Und das tat Varen auch. Er erhob sich und ließ die Schüssel mit dem Brei zurück und folgte dem Soldaten ....
 
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  • 04. Dezember 2016, 18:08:56
Türchen Nummer 2 ~ (02. Dezember)
« Antwort #2 am: 04. Dezember 2016, 18:08:56 »

Castiel atmete tief durch und sah einen Moment an sich herab. Seine Kleidung saß perfekt trotzdem kontrollierte er sie noch einmal. Er hatte immer noch das Gefühl das sie irgendwie Dienstboten oder Herolds Kleidung glich. Trotzdem trug er sie mit stolz. Die blaue Schärpe die von seiner Schulter über die Brust hinabging war mit goldenen Insignien bestickt die zum einen sein eigenes Gebiet repräsentierten aber auch seine Herkunft und seinen Stand. Hier war er nicht König oder Herrscher. Hier war er Prinz und Heerführer der Armee. Doch in diesem Moment viel wichtiger war er Sohn. Sohn eines Herrschers der so alt war wie die Welt in der sie lebten und der nicht unberechtigt bei der Bevölkerung einen Gottgleichen Status angenommen hatte. Zu Castiels persönlichem Bedauern hatte sein Vater aber auch eine sehr distanzierte Art. Dunkel konnte er sich erinnern das als er noch kleiner war sein Vater ihn ein oder zwei Mal in den Arm genommen hatte. Aber seit er erwachsen war gab es nur noch Distanz und Professionalität. Etwas was er manchmal schätze doch nicht gerade im Privaten bevorzugt. Er kam sich mehr als einmal so vor wie als wäre er für seinen Vater nur eine Schachfigur und eigentlich unwichtig. Seine Mutter beteuerte ihm immer wieder das es nicht so sei doch wirklich glauben konnte er es nicht. Vielleicht kam daher auch der leichte drang sich beweisen zu müssen. Seinem Vater beweisen zu müssen das er es wert war. Doch was eigentlich Wert. Er war zwar Prinz doch würde er den Thron nie besteigen. Das wusste er. Der Vergleich mit einem Gott war schließlich nicht gerade unbegründet. Sein Vater war mit dieser Welt sehr stark verwurzelt und in ihr von der Stärke her wohl ein Gott. Aber er war auch unsterblich. Daher würde er nie seinen Platz einnehmen. Er würde ewig nur der Prinz und der Sohn sein. Etwas was frustrierte und wohl auch dazu geführt hatte das er sich distanziert hatte um etwas eigenes aufzubauen. Doch auch er musste erkennen das alle Wege am Ende nur wieder nach Hause führten. Und so war er nach Hause zurückgekehrt und hatte seinen Platz als Sohn wieder eingenommen.

"Du weißt nicht was er will oder ?" fragte Aradwen dann von der Seite. Jener lehnte an der Wand  nahe der Tür und hatte Castiel scheinbar schon eine Weile beobachtet. Aradwen war Castiels längster Vertrauter und stärkster Verbündeter. Aradwen war ein Reliktwesen. Eine der vielen Rassen die es in Nethergard gab. Doch war sie wohl eine der eindrucksvollsten da sie in vielen Dingen speziell und einzigartig waren. Arad schien zwar ein einfacher Mann zu sein der an der Wand lehnte. Die gebräunte Haut, das goldene Haar und die hell goldenen Augen. Doch war er kein Mann. Es war seine humanoide Form die er annehmen konnte. Eigentlich war er ein Schwert. Castiels Schwert. Eine Klinge geschmiedet im Feuer und aus Stahl geformt. Sicher kein gewöhnlicher Stahl aber das tat wohl wenig zur Sache. Reliktwesen gab es in den Unterschiedlichsten Formen und Arten. Nicht alle waren Waffen. Es gab auch Werkzeuge, Kleidungsstücke, Bücher. Eigentlich konnte fast alles ein Relikt sein. Aradwen war unter ihnen jedoch etwas besonderes. Er war eines der ersten drei Relikte von denen man sagte das sie  die andren erschaffen hatten. Castiel hatte ihn schon einige Male danach gefragt doch meist sagte  Arad das  er sich nicht daran erinnern konnte. Arad schien allgemein sehr vieles vergessen zu haben. Castiel hatte entdeckt das er ach schon andere Namen getragen hatte und auch schon andere Formen. Das er nicht immer ein Schwert gewesen war. Er hatte die Fähigkeit erreicht sich wandeln und verändern zu können. Castiel hing diesen Gedanken einen langen Moment nach ehe er den Blick abwendete und den Kopf schüttelte. "Nein ich weiß nicht was er von mir will. Aber ich denke es ist wichtig. Mutter hatte auch angedeutet das es etwas Privates wäre und ich mir vielleicht etwas mehr Zeit nehmen sollte. Ich habe Dorien angewiesen sich darauf vorzubereiten vielleicht wieder etwas mehr zu arbeiten  falls ich vielleicht zu sehr eingenommen werde. Du solltest ihm vielleicht unter die Arme greifen." Arad nickte leicht ehe er minimal schmunzelte. "Und wer greift dir dann unter die Arme. Ich meine nicht das ich es nicht sinnvoll finde alles am Laufen zu halten aber ... manchmal habe ich das Gefühl dich alleine zu lassen ist eine noch größere Torheit." Castiel schnaubte leicht. "Ich bin kein Kind mehr Aradwen. Ich bin um viele Lebenspannen älter als die meisten Wesen, ich kann auf mich aufpassen." Nun lachte Aradwen leise und nickt dann leicht. "Das weiß ich, ich war die meisten Zeit dabei. Und daher kenne ich dich sehr gut." Castiel schüttelte nur den Kopf. "Ich sollte ihn nicht länger warten lassen. Möchtest du mitkommen ?" Aradwen schien einen langen Moment zu überlegen ehe er sehr leicht den Kopf schüttelte. "Nein ich verzichte. Du weiß mir ist der direkte Kontakt mit deinem Vater unangenehm." Castiel nickte leicht und legte dann die Hand an die Klinge der Tür ehe er jene dann öffnete um in den dahinter liegenden Raum zu treten.
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  • 04. Dezember 2016, 18:09:31
Türchen Nummer 3 ~ (03. Dezember)
« Antwort #3 am: 04. Dezember 2016, 18:09:31 »

"Hallo mein Sohn." klang die ruhige und tiefe Stimme durch die Halle. Der Raum in den Castiel getreten war, war ein großer Raum der rechts und links mit Säulen versehen war hinter denen man einige Schränke mit Büchern aber auch immer mal wieder einen Diwan fand. In der Raummitte war ein Steinerne Tafel auf der die Karte von Nethergard eingraviert war. Castiels Vater stand am Ende der Tafel und blickte in Richtung seines Sohnes. "Danke das du Zeit gefunden hast dich mit mir zu treffen." Castiel schluckte leicht. Die Worte an sich waren eigentlich ein Dank doch irgendetwas sagte ihm das nichts anderes von ihm erwartet wurde und ihm merklich etwas unwohl bei dem Gedanken wurde was wohl passiert wäre, wenn er dem nicht nachgekommen wäre. Langsam trat er dann näher an die Tafel heran bis er genau am anderen Ende stand. "Du würdest mich zu keiner Unterredung bitten wenn es nicht wichtig wäre." antwortete ihm sein Sohn und strich sich das blauschwarze Haar etwas hinter das rechte Ohr ehe er seine Hände auf die Tafel legte und beide Hände leicht aufeinander bettete. "Das ist wahr." erwiderte sein Vater. Leicht konnte man jenem auch die Ähnlichkeit zu seinem Sohn ansehen. Im Vergleich zu Castiel sah er jedoch merklich Alt aus. Die Haare waren Silbern ergraut, falten zogen  sich über die Stirn und irgendwie wirkte er  erschöpft. Etwas das nach Castiels Beurteilung erst in den letzten  Jahren dazu gekommen war. Früher hatte er noch besser ausgesehen, frischer und weniger ermüdeter. Doch war das nichts was er jemals aussprechen würde. "Ich habe dich hergebeten weil ich dich etwas lehren will das du scheinbar vergessen hast. Etwas das jedoch auch wichtig ist. Du hast deinen Platz hier in Nethergard wieder eingenommen und somit musst du auch gewissen Dingen entsprechen." Castiel konnte nur schwerlich das leichte Augenverdrehen unterdrücken. Noch immer meinte sein Vater ihn formen zu müssen. Etwas das er bei seiner eigenen Tochter bereits seit langem aufgegeben hatte. Er hatte akzeptiert das jeder war wie er war und es gut war wenn man sich von selbst entwickelte. Doch sein Vater schien das anderes zu sehen. Einmal mehr fragte er sich wofür das überhaupt gut war. Warum er überhaupt einem Bild seines Vaters entsprechen sollte. Trotz allem traute er sich nicht zu widersprechen und nickte nur. "sicher, was erwartest du von mir Vater." Der König lächelte und winkte Castiel mit einer Handbewegung näher. Ehe er sich umwand und zu einer Tür ging in der Erwartung das Castiel ihm folgte.

Castiel wurde durch einen Gang in einen sehr kargen und dunklen Raum geführt. Er war schon früher einmal dort gewesen. Vor Jahren als er noch kleiner war wurde er hier unterrichtet. Sein Vater aber vor allem Lehrer hatte ihm hier verschiedene Dinge gezeigt. Sein Vater wartete bis Castiel eingetreten war ehe sich die Tür schloss. Der Raum lag nun dunkel vor ihnen ehe an eine der leeren Wände hell in glühenden Farben die Karte von Nethergard erschien. Die Kernwelt umgeben von den acht Außenwelten Pahhur, Dadeas, Firu, Eranur, Kar'nath, Werringgard, Achlur und Xerath. Die Welten waren perfekt  ausgeglichen um die Kernwelt angeordnet und alles zusammen war ein stabiler und ausbalancierter Verbund. "Was siehst du ?" kam dann ruhig die Frage von seinem Vater. Castiel überlegte einen Moment. Es schien ihm eine zu einfache Frage um sie zu stellen trotzdem antwortete er. "Unsere Heimat, Nethergard. Die Kernwelt und die acht Außenwelten." Sein Vater nickte sacht. "Zum Teil richtig. Zum Teil aber auch nicht. Das ist nicht unsere gesamte Heimat. Früher vor etlichen Äonen gab es noch zwei weitere Welten. Nethergard war früher einmal größer. Eine Welt ist zerfallen. Ihre Trümmer schweben in der Leere und es gibt kaum noch Leben dort. Sie wurde von der Void überrannt und vernichtet. Der herbste Verlust den Nethergard je erleben musste." Castiel blinzelte und schluckte dann. Warum hatte er davon nichts gewusst. Hatte man es ihn nie gelehrt oder hatte er es vergessen. "Warum weiß ich davon nichts, und was ist mit der anderen Welt ?" Fragt er dann einfach ruhig. Sein Vater lächelte daraufhin traurig. Die andere Welt. Ainard wurde aufgegeben. Die meisten Bewohner wurde in andere Welten umgesiedelt und die Welt selbst ... wurde zurückgelassen. Du weißt unsere Welt war während des Krieges versetzt. Ich habe dafür gesorgt das man diese beiden Welten vergisst. Es war keine leichte Entscheidung doch wurde ich von vielen für das aufgeben dieser beiden Welten kritisiert. Wir konnten nicht alle umsiedeln und wir mussten uns entscheiden. Wir hätten keine neun Außenwelten versetzen können. Nethergard wäre im Ungleichgewicht gewesen und zu schwach. So wie die Bevölkerung. Also haben ich dafür gesorgt das man diese beiden Welten vergisst. Das Einigkeit und Gleichgewicht im Volk herrscht und wir stark sind." Cas schnaubte. Sein Vater hatte also Erinnerungen manipuliert. Nicht nur seine sondern die von allen. Er wusste nicht einmal das sein Vater dazu in der Lage war doch hatte zeigte es ihn in einem neuen Licht, einem das ihm nicht wirklich gefiel. "Warum erzählst du mir das jetzt ? Willst du mir die Lektion erteilen das man manchmal auch unbequeme Entscheidungen treffen muss ?" Leicht schwang etwas Wut in seiner Stimme mit doch zügelte er jene. "Nein. Ich werde dich nach Ainard schicken. Nethergard ist wieder dort wo es war, und wir schulden den Menschen dort etwas. Wir haben sie im Stich gelassen. Du wirst dort hingehen und sehen wie es dort aussieht." Castiel biss sich leicht auf die Lippe und nickt dann nur leicht. "Wie du wünschst, Vater." Am liebsten hätte er gesagt das er gefälligst selbst für seine Fehler einstehen sollte doch er zügelte er sich. Er wusste es würde ihm nichts bringen. Nichts außer dem Verlust von Respekt. "Du kannst nun gehen." hörte Castiel noch ehe er sich umwendete um zu gehen.
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  • 04. Dezember 2016, 18:10:20
Türchen Nummer 4 ~ (04. Dezember)
« Antwort #4 am: 04. Dezember 2016, 18:10:20 »

Zitat
So und da haben wir auch das heute Türchen. Viel Spaß damit ;)

Varen hielt den Kopf gesenkt als er dem Soldaten folgte. Jener führte ihn langsam aus der kleinen Häuseransammlung heraus zur Hauptstraße. Dort wurde der Soldat etwas langsamer sodass es Varen einfacher hatte ihm zu folgen. Er führte ihn durch die Straße und recht schnell wurde Varen klar wo er hingeführt wurde. Zum Haus eines der Vorarbeiter. Eines der Männer die ihnen Arbeiten zuwiesen und darüber bestimmten was sie Zutun hatte. Er war sich nicht ganz sicher für welchen Bereich dieser Vorarbeiter zuständig war aber er hat ein ganz ungutes Gefühl was das anging. Am liebsten würde er fragen doch er wusste das er keine Antwort bekommen würde. Die Soldaten redeten nicht viel und wenn dann nur das nötigste. Gerüchten zu folgen taten nicht alle hier ihre Arbeit gerne. Ihnen gefiel es nicht unbedingt was hier getan wurde  aber sie bekamen ihren Lohn und taten ihre Arbeit. Varen wurde dann in das Haus des Vorarbeiters geführt bis in dessen Büro. In jenem wartete der Vorarbeiter ein untersetzter Mann mit einer halben Glatze zusammen mit einem anderen Mann der ebenso ein Sklave schien. Er war um einige Jahre älter und er würde ihn wohl um die dreißig schätzen. Der Soldat blickte kurz noch einen Moment zum Vorarbeiter ehe er sich abwendete und den Raum verlief. "So dann wollen wir das schnell hinter uns bringen. Dein Name war Varen, richtig ?" Der Vorarbeiter mustert ihn kurz ehe er auch schon fortfuhr. "Du bist mittlerweile 20 Jahre alt und damit ausgewachsen. Des weiteren wurde bei dir keine Körperliche Beeinträchtigung festgestellt du bist somit Leistungsfähig. Aus diesem Grund wirst du ab heute mir unterstellt. Du wirst ab heute in der Mine arbeiten und Erz fordern. Drake hier wird dich heute in die Arbeit einweisen. Du bekommst am Morgen Zugang zu den Werkzeugen die du für die Arbeit brauchst. Jene werden am Ende des Tages wieder abgegeben und eingelagert. Du hast dafür sorge zu tragen das das Werkzeug was dir ausgehändigt wird nicht beschädigt wird und das nichts davon verloren geht. Falls einer  der Aufseher feststellen sollte das du absichtlich trödelst oder die Arbeit aufhältst wird das Strafen für dich und deine Familie zur folge haben. Falls du Fragen hast wendest du dich an Drake. Verstanden ?"

Varen nickt leicht und ließ den Kopf hängen. Die Mine. Er hatte schon viel darüber gehört und nur wenig klang wirklich toll. Die Arbeit war hart und Kräfte zerrend. Die Lichtverhältnisse schrecklich und sogar die Luft sollte nicht sonderlich gut sein. Aber nicht zuletzt hatte die Mine auch die höchste Zahl an Verletzungen aber auch Toten zu verzeichnen. Sei es ein einstürzender Minenschacht, Überarbeitung und Erschöpfung oder andere Unfälle die aufgrund dessen auftraten. Alles in allem kam die Mine ihm gerade wie ein Todesurteil vor. Er wusste das er nicht immer bei den Nähern bleiben konnte, dort wo er mit seiner Mutter zusammenarbeiten konnte. Aber er hatte gedacht das er vielleicht zu den Schmieden oder den Gerbern kommen würde. Vielleicht sogar als Stallbursche durchging. Aber in die Mine. Dem Blick den er von Drake zugeworfen bekam konnte er ansehen das man ihm wohl jeden dieser Gedanken ansehen konnte. "Komm mit ..." meint er dann recht ruhig und nickt in Richtung der Tür. Drake führte ihn dann aus dem Büro heraus auf den Hof des Hauses. "Ich weiß wie es dir jetzt geht, und ich weiß das für dich die nächsten Tage die Hölle werden. Du musst dich erst mal daran gewöhnen und es wird hart werden und du hast jeden Tag das Gefühl als würdest du sterben aber das ist nicht der Untergang. Du wirst nicht gerade auf den Kopf gefallen also passe einfach auf und tue was ich dir sage dann wird das schon." Sacht klopfte ihm Drake dann auf die Schulter und zog ihn mit. Irgendwie hatte es der andere Mann geschafft Varen ein wenig zu lockern trotzdem schwebte das Wort Mine weiter wie ein Damokles Schwert über seinem Kopf.

Er folgte Drake dann aus dem Hof. Jener begann ihn durch das Dorf zu führen in Richtung der Minenschächte. Vorbei an den Hütten der Weber, der Gerber an den Wegen entlang wo man zu den Unterkünften der Soldaten kam wie auch an den riesigen Stallungen bis sie schließlich bei den letzten Gebäuden ankamen bevor es zum Berg und den Minenschächten ging. Dort wurde Varen in ein Gebäude geführt das vorne durch große Tore geöffnet war fast wie ein Stall. Darin war ein riesiges Werkzeuglager. Drake machte sich daran mit Varen durch die verschiedenen Gänge zu gehen und ihm zu zeigen wo er welches Werkzeug fand und welches er davon brauchte. Varen hörte sich alles genau an und versuchte es sich so gut es ging zu merken. Als sie damit fertig waren verließen Sie wieder das Gebäude und Drake führte Varen hinab in die tiefe. In die Minen in denen er zukünftig seine Arbeit zu verrichten hatte.
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2016, 18:35:26 von Goody »
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  • 05. Dezember 2016, 18:44:54
Türchen Nummer 5 ~ (05. Dezember)
« Antwort #5 am: 05. Dezember 2016, 18:44:54 »

Zitat
Ich entschuldige mich das das Kapitel erst jetzt online geht. Ich hab es nicht früher geschafft. Als Belohnung kommt morgen ein etwas längeres auch wenn es vermutlich wieder später wird. Viel Spaß mit dem heutigen :3

Es war kalt. Sicher es war Winter und es war wenig überraschend das man froh. Doch in der Mine war es noch um einiges Kälter als draußen. Der einzige Vorzug den die Mine gegenüber der Oberfläche hatte war das der Wind nicht so stark und so schneidend über Varen hinwegzog. Das war zumindest das was Varen zu sich selbst sagte. Er versuchte immer das positive zu sehen, auch wenn es wie in diesem Fall sehr schwer war. Seine Finger waren schon jetzt am zweiten Tag schwarz-rot gefärbt. Die Schicht war zum größten teil Dreck aber auch Blut. Durch die Kälte waren seiner Finger klamm und er spürte es kaum wenn er sich irgendwo schnitt oder hängen blieb. Doch selbst wenn er es täte hatte er wohl kaum eine Wahl. Er würde weiter arbeiten müssen. Heute hatte er jedoch zum Glück eine leichtere Arbeit. Er war für den Transport des Erzes in der Mine unten verantwortlich. Das hieß das er es aus den kleinen Schächten zum Hauptschacht zu bringen hatte damit es dort dann auf Förderbändern nach oben transportiert werden konnte. Gestern hatte er eine Einweisung in alle Bereiche erhalten. Der Transport war noch mit das sicherste und einfachste. Es war zwar hart doch er konnte sich damit abfinden. Sicher war jedoch das wenn er später nach Hause kommen würde fast wie tot in sein Bett fallen würde und schlafen. Eigentlich würde er am liebsten ja wach bleiben auch um seiner Mutter ein wenig die Angst zu nehmen doch das kostete einfach zu viel Kraft. Sie machte sich riesige Sorgen um Varen und hatte erst einmal nicht aufhören wollen zu weinen als sie gestern Abend erfahren hatte warum ihr Sohn abgeholt worden war. Doch war es nun eben so, auch wenn er gerne etwas daran ändern würde. Gerade bei seiner Arbeit hatte er viel Zeit zum nachdenken und malte sich immer wieder aus wie er einfach weglief und versuchte fort zu kommen. Oder wie er versuchte einen Aufstand anzuzetteln um so die Fesseln der Sklaverei ab zu werfen. Doch mehr als Ideen waren es nicht.

Wieder einmal malte sich Varen aus wie er einfach fortlief. Nach der Arbeit ging er nach Hause, doch ging er dann an seinem Haus vorbei einfach weiter bis zum Ende des Dorfes. Dort gab es in der Mauer einige  Schlupfwinkel die er als Kind entdeckt hatte. Dort würde er sich durchzwängen und dann im Schutz der Nacht einfach laufen bis  er das Dorf  hinter sich gelassen hatte. >Du liebst die Freiheit ...< Varen zuckte zusammen als die sachte weibliche Stimme zu ihm sprach. Doch sah er niemanden der zu ihm gesprochen hatte. Hatte er sich das ganze nur eingebildet ? er schüttelte leicht den Kopf und ging dann weiter um eine  weitere Wanne mit seinen in eine der großen Loren zu kippen. Doch dann hörte er wieder die Stimme. >Nein das bildest du dir nicht ein. Ich bin hier ...< Nun blieb Varen wieder stehen und sah sich erneut um. War ihm bereits jetzt so langweilig das er sich Stimmen einbildete ? Er runzelte die Stirn ehe er leise zu sich selbst meint. "Nein, ich bilde mir das nur ein. Einfach weiter machen und nicht verrückt werden." Was folgte war ein sehr sanftes weibliches Lachen. Scheinbar schien er irgendwen zu belustigen. Er schnaubte daraufhin leicht und ging dann weiter. >Ich bin keine Einbildung. Ich bin vor dir. In der Kiste die du trägst. Naja zumindest irgendwie.< Wie als wollte die Stimme ihre Existenz beweisen begann ein fast perfekter runder kleiner Kiesel an grün zu glimmen. Das Licht hatte irgendwie etwas tröstliches auch wenn es sehr schwach war. >Ich kann... dir leider noch nicht viel mehr beweisen. Aber wenn du mich mitnimmst kann ich dir vielleicht helfen. Steck mich einfach ein.< Varen zögerte. Sollte er. Was passierte wenn man ihn erwischte. Aber was war wenn das vielleicht die Chance war auf die er immer gewartet hatte. Was war wenn das vielleicht der Ausweg war und die Antwort auf seine Gebete. Doch es war verrückt, er wurde vielleicht verrückt. Vielleicht gab es hier unten irgend ein Gas das dafür sorgte das er sich das alles nur einbildete. Aber was hatte er schon zu verlieren. Er nahm den Stein aus der Wanne heraus und steckte ihn sich in die Hosentasche ehe er sich wieder daran machte seiner Arbeit nachzugehen.
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  • 06. Dezember 2016, 15:28:19
Türchen Nummer 6 ~ (06. Dezember)
« Antwort #6 am: 06. Dezember 2016, 15:28:19 »

„Dein Vater hat Sinn für Humor. Entweder das oder er will dir das Leben schwer machen. Es ging gerade eine Order ein nach der niemand dich auf deiner Mission unterstützen darf.  Du sollst ebenso keine Mittel von Nethergard verwenden oder von dir selbst. Er hat mir sogar eine persönliche Nachricht zukommen lassen nach der ich dich nicht begleiten soll. Was führt der alte Mann im Schilde?“ Cas zuckte nur mit den Schultern.  „Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher er hat einen guten Grund für sein Tun. Ich werde es einfach akzeptieren. Ich hatte sowieso vor mich gänzlich der Sache zu widmen. Das heißt ich wollte sowieso nicht auf allzu viele Mittel zugreifen. Und nicht zuletzt brauche ich dich hier Aradwen. Ich hätte dich also sowieso aus der Sache rausgehalten. Also soll es mir recht sein. Ich werde mich allein darum kümmern.“ Dann legte er die Feder beiseite mit der er bis gerade noch Aufschriebe getätigt hatte.  Er hatte alles aufgelistet was man in seiner Abwesenheit zu erledigen hatte und was er zusätzlich zum  Tagesgeschäft erwartete. Er war etwas erstaunt als er sich der Länge der Liste bewusst wurde. Doch es waren die Sachen um die man sich kümmern musste und die normalerweise er getan hätte.  Wenn er es so bedachte durfte er eigentlich gar nicht einfach so verschwinden. Zumindest nicht schon wieder. Immer wieder gab es irgendetwas das seine Aufmerksamkeit forderte und weshalb er sich nicht um seine Gebiete und Untertanen kümmern konnte. Früher hatte er noch gepflegt einen Tag der Woche den Bitten und Bedürfnissen jener zu widmen die auf ihn vertrauten. Doch mittlerweile kam er einfach nicht mehr dazu.  „Ich werde in zwei Stunden aufbrachen, gibt es noch etwas das wir bereden müssen Arad?“ Arad überlegt einen langen Moment ehe er den Kopf schüttelt. „Nein,  von meiner Seite aus gibt es nichts außer der Bitte vorsichtig zu sein. Fall es nötig wird, ruf mich und ich werde kommen. Mir ist es egal was dein Vater will. Dein Vater würde wahrscheinlich zusehen wie du stirbst wenn er dadurch seine Lektion erteilen kann.“ Cas nickt sacht und ließ den Kopf ein wenig hängen. Es war nicht das was Aradwen sagte was ihn traurig machte. Es war das Aradwen recht hatte mit dem was er sagte.

Cas ging langsam durch seine Waffenkammer und strich mit der Hand über die verschiedene  Schränke und Waffen und seufzt leise. Eigentlich missfiel es ihm so an die Sache heran zu gehen. Doch ohne Waffen würde er wahrscheinlich nicht auskommen. Zumindest nicht ganz ohne. Er hatte ja auch seine Magie und diese allein war eine sehr gute Waffe. Doch brauchte er auch vielleicht die ein oder andere Klinge. An den großen Zwei und Bidenhändern war er jedoch schon vorbei. Er überlegte ob er ein schlankes Schwert mitnahm doch dann schüttelte er den Kopf. Er wusste nicht was ihn erwartete. Daher hatte er sich auch entschieden auf auffällige oder teure Kleidung zu verzichten. Er hatte sich einfache schwarze Leinenkleidung herausgesucht zusammen mit Lederarm- und Beinschienen. Auf einen aufwendigen Brustpanzer verzichtete er ganz.  Er wollte in keinen Krieg ziehen. Zumindest hoffte er dass er das nicht musste. Doch abschätzen konnte er es nicht. Letztendlich entschied er sich für einige schlanke Dolche. Einer wanderte in seinen Stiefel der andere wurde in einer Scheide auf seinem Rücken auf der Höhe des Steiß.  Dann verließ er die Waffenkammer und ging durch die Gänge seines Schlosses. Er stieg einige Treppen hinauf bis er letztendlich in einem gläsernen Turm ankam. Jenen stieg er hinauf um von dort aus die Stadt um sich herum zu betrachten. Er prägte sich den Anblick ein fast wie als würde er fürchten ihn so schnell nicht wieder zu sehen. Als er sich abwand begann er die Magie der Umgebung zu sich zu ziehen. Er nahm vor allem das Mana welches sich weit oben befand, weit über der Stadt und außerhalb der Reichweite der meisten anderen magisch begabten. Er brauchte eine ganze Menge an Kraft um sich an sein Ziel zu versetzen und er wollte der Stadt nichts von seiner Kraft nehmen. Als er genug Energie gesammelt hatte formte er jene zusammen mit seiner körpereigenen Kraft und webte daraus den Zauber welcher ihn langsam verschwinden ließ und in Ainard wieder auftauchen ließ.

Castiel fand sich in einer Einöde wieder. Über ihm der graue Himmel vor ihm nur weites Land und ganz entfernt Berge und die Umrisse von Bergen. Er sah sich einen langen Moment um und verzog leicht das Gesicht. „Irgendetwas stimmt hier nicht …“ leicht ging Castiel in die Knie und hab etwas der Erde an und ließ sie durch seine Finger rieseln. Nein es war nicht der Boden auf dem sie standen. Er wirkte normal. Es war eine Tundra, vom Klima her würde er sagen eher in nördlicheren Regionen angesiedelt und Vorläufer eines viel kälteren Gebiets. Dann sah er zum Himmel und blickte gefühlt in leere. Sicher dort waren graue Wolken aber er hatte das Gefühl das dahinter nichts war.  Dann dämmerte es ihm langsam was ihn jedoch am meisten störte. Es war die Magie dieser Welt. Oder besser gesagt das Fehlen der selbigen. Es machte alles so leer. Sonst war er es gewohnt in jeder Welt zumindest von einem gewissen Maß an Mana umgeben zu sein. Abgesondert durch alles Lebende aber auch einfach aus den Weiten des Alls zu ihnen herab kommend. Es gab schon immer verschiedene Theorien woher das Mana eigentlich kam. Seine persönliche die auf seinen Erfahrungen und seinem Wissen beruhte war das das Mana von den Sternen kam. Jede Sonne erzeugte eine Unmenge davon und sonderte sie zusammen mit dem Licht ab und ließ sie auf die Welten herab regnen.  Sicher es gab auch Welten in denen diese Theorien nicht zuzutreffen schienen. Jene Welten die keinen Tag hatten und in denen es immer Nacht war. Doch gab es auch dort irgendwo Sterne und sie alle waren umgeben von Sternen auch wenn diese weit entfernt waren. Hier jedoch schien es keine Magie zu geben.  Nirgends soweit er seinen Geist ausdehnte konnte er Magie spüren. Es fühlte sich an wie als wäre sie einfach ausgelöscht.  Castiel schüttelte sich leicht, nun bemerkte er noch etwas anderes. Nicht nur das es keine Magie gab, irgendetwas schien ihm auch langsam seine Magie zu entziehen. Das war gar nicht gut.

 Castiel konzentrierte sich einen langen Moment und begann seine Energie tief in sich zu ziehen und zu verdichten. Es würde zwar nicht auf Dauer helfen doch es würde den Prozess  des Verlustes verlängern. Es würde länger brauchen bis er gar keine Magie mehr zur Verfügung hatte. Doch aufhalten konnte er es nicht. Doch wollte er sich den kleinen Vorteil zumindest etwas seine Magie nutzen zu können behalten.  Er sah sich dann noch einen langen Moment um ehe er sich langsam in Richtung des Dorfes bewegte. Normal hätte er wohl dafür gesorgt dass er einfach am Dorfeingang erschien doch gerade hielt er es für klüger einfach zur Fuß zu gehen und so langsam die Tundra zu durchqueren.

Es war bereits später Abend als Varen aus der Mine kam. Sein Blick ging zum Dorf und er gähnte leise. Irgendetwas war jedoch komisch. Das Dorf war hell erleuchtet. War irgendwas vorgefallen? Langsam lenkte er seine Schritte in Richtung des Dorfinneren. Und tatsächlich, es schien Aufruhr zu herrschen. Auf dem Weg zum Dorfplatz sah er gefühlt das ganze Dorf auf den Straßen. Er  bewegte sich bis zum Mittelpunkt des Dorfes, den großen Platz von welchem man in alle Richtungen kam und an dem auch das große Haupthaus stand in dem alle wichtigen Geschäfte abgewickelt wurden. Der Platz selbst war jedoch leer. Soldaten standen rund herum und sperrten ihn ab sodass man nicht auf jenen gelangen konnte. In der Mitte des Platzes war eine Person in Ketten. Die Person war auf Knien und so wie Varen es einschätze war bereits mehr als einmal eine Peitsche auf seinen Rücken hernieder gefahren und auch sonst war er verletzt. Die Gestalt schien ein Mann zu sein. Er hatte längeres schwarzes Haar welches jedoch einen sehr leichten Blaustich besaß. Der Mann hatte sein Haupt jedoch immer noch erhoben und hatte eine selbstsichere Mine. Irgendwie war das Bild seltsam. So schwer verletzt trotzdem schien er sich nicht beugen zu wollen oder auch nur nachzugeben. So etwas hatte Varen in seinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Er kannte nur gebrochene Willensschwache Männer. Er kannte nur die anderen Sklaven. Und irgendwie machte ihn dieser Anblick traurig. Er verdeutlichte ihm noch einmal wie gebrochen seine Leute waren.

Es verging einige Zeit ehe ein murren durch die Menge ging. Ein sehr gut gekleideter Mann kam auf den Platz. Varen erkannte ihn sofort. Es war der Mann für den sie arbeitet. Es war der Mann der das Dorf führte und dem sie alle ‘gehörten‘. Für niemanden empfand Varen mehr Abscheu als für diesen Mann. Langsam schritt jener dann zu dem Gefangen und baute sich vor ihm auf.  „Wer bist du?“ fragte der Mann arrogant und blickte auf den in Ketten liegenden hinab. „Wo kommst du her?“ folgte dann ohne Umschweife die nächste Frage. „Ich bin ein Reisender …“ kam die Antwort des Gefangen ruhig und ohne jegliche Zurückhaltung. „Lüg mich nicht an!“ schrie der Leiter des Dorfes seinen Gefangen dann an. „In dieser Welt gibt es keine Reisenden. In dieser Welt gibt es nur uns und die Sklaven. Niemand kommt her und niemand reist umher!“ Und damit hatte er leider Recht wie Varen dachte. Es gab hier nur zwei Dinge, in ihrer ganzen Welt. Es gab keine Freiheit und es gab nichts anderes. Auch wenn man munkelte das es kleine Siedlungen von geflohen gab doch mehr als Gerüchte waren es wohl nicht. „Und wer hat das festgelegt? Warum gibt es nur Gefangene und Wärter? Wer hat das entschieden. Wer hat dich hier zu dem gemacht der sich das Recht rausnehmen darf über andere zu bestimmen. Wer hat dich auf deinen Stuhl gesetzt? Keiner sollte sich über andere erhaben und keiner sollte anderen ihre Freiheit vorenthalten. Wie Charakterschwach und Verdorben muss man sein umso zu verkommen.“ Der Gefangene schien sogar leicht zu lächeln. Zumindest den kurzen Moment bis sein gegenüber ihn in den Magen trat und keifte. „Ruhe … man stellt mich nicht bloß. Wachen bestraft ihn! Ich will seine Schreie hören!“ Varen schluckte dann als er die Reaktion des Gefangen bemerkte. Er begann zu lachen. Er begann trotz seiner Situation seinen Häscher auszulachen. Doch nicht nur das. „Du zeigst uns allen nur gerade das ich recht habe. Los Lauf und zieh dich in dein großes Haus zurück und entfliehe der Wahrheit. Du bist klein und schwach und musst dich über andere erheben um dich groß zu fühlen. Und das vor all diesen Leuten.“ Der Gefangene schien noch weiter reden zu wollen doch schritten nun die Wachen ein und knebelten ihn. Die Worte waren aber bereits gesprochen und hatten ihre Wirkung entfaltet. Der eindeutige Verlierer war nicht derjenige der nun in Ketten weggeschleppt wurde.

Cas wusste nur zugut das er gerade mit seinem Leben spielte. Seine Worte und die Leichtigkeit mit der er sie aussprach konnte ihn gut den Kopf kosten. Aber das konnte in der jetzigen Situation sowieso gut passieren. War doch seit er dem Dorf näher gekommen war so einiges schief gelaufen. Er seufzte innerlich und ließ den letzen halben Tag Revue passieren …
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"Mau !?!" ist ein Argument was immer zählt, gleichzeitig ist es die Aufforderung gekrault zu werden oder mir Kaffee zu bringen. Wer dem nicht nachkommt wird gekratzt. In diesem Sinne: MAU !



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