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Warum wird der Begriff "man" benutzt, wenn der Charakter aus der Ich-Perspektive spricht ?

Keine Ahnung, aber ich versuche es zu vermeiden, weil es die Immersion stört.
- 22 (16.3%)
Ich trenne mein Ich streng vom Charakter und rede deshalb so (Meta-Ebene, Barriere schaffen)
- 6 (4.4%)
Ich mache es unbewusst (Mir ist es egal was aus meinem Mund kommt)
- 12 (8.9%)
Ich bin Anfänger und weiß nicht wie ich es sonst sagen soll
- 0 (0%)
Ich beschreibe die Handlungen meines Charakters immer so (Dialekt, Gewohnheit, Geschmack, Spielstil)
- 6 (4.4%)
Ich mache es, weil ich damit eine belanglose Aktion meines Charakters beschreiben will
- 11 (8.1%)
Ich habe Schwierigkeiten meine Gedanken verständllich auszudrücken und sage es deshalb (Logopädisches Problem)
- 0 (0%)
Ich rede grundsätzlich nicht in der Man-Form
- 78 (57.8%)

Stimmen insgesamt: 110


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Autor Thema: Warum sagt ihr "man" anstelle von "ich" wenn ihr als euer Charakter sprecht?  (Gelesen 23489 mal)

Eukaryot

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  • 18. April 2017, 23:14:22

Ich nenne das einen Immersionsbrecher ;)

Aber jeder/jede so wie er/sie mag.

Sollte das deine Immersion nicht erleichtern, wenn ich als dein Mitspieler meinen Charakter in der dritten Person beschreibe, also so, wie dein Charakter ihn wahrnimmt? Der Spielleiter beschreibt alle Nichtspielercharaktere immerhin üblicherweise auch in der dritten Person.
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Ralron

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  • 18. April 2017, 23:19:44

Für mich bricht es auch eher die Immersion, heißen ja nicht umsonst SPIELERcharaktere, jeder Spieler verkörpert für mich in einem Rollenspiel seinen Charakter und sollte ihn somit in der Egoperspektive oder zumindest in einer normalen dritten Person (nur bei Handlungen, nicht bei Dialog) in der Form "<Name> versucht das Schloss der Truhe aufzubrechen" verkörpern. "Man" klingt für mich eher weltfremd, als wenn jeder Spieler ein Erzähler der Geschichte wäre aber gleichzeitig auch ein Akteur. Es fühlt sich für mich einfach nicht richtig an.
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Ravno

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  • 18. April 2017, 23:20:21

Zitat
Sollte das deine Immersion nicht erleichtern, wenn ich als dein Mitspieler meinen Charakter in der dritten Person beschreibe, also so, wie dein Charakter ihn wahrnimmt? Der Spielleiter beschreibt alle Nichtspielercharaktere immerhin üblicherweise auch in der dritten Person

nein du weisst nicht wie mein Char deinen Char wahrnimmt, das ist etwas was ich in diesem Moment entscheide. Und auf was du auch keinen Einfluss nehmen kannst ;)


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Eukaryot

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  • 18. April 2017, 23:33:19

nein du weisst nicht wie mein Char deinen Char wahrnimmt, das ist etwas was ich in diesem Moment entscheide. Und auf was du auch keinen Einfluss nehmen kannst ;)

Dein Charakter wird meinen Charakter wohl kaum aus dessen Ich-Perspektive wahrnehmen. Also sehe ich nicht, wo meine Beschreibung in der dritten Person die Immersion meiner Mitspieler brechen sollte.
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Nin

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  • 18. April 2017, 23:43:17

Ich vermute mal, dass das letztlich, wie so häufig, eine Frage des Geschmacks (und persönlichen Stils) ist.

Als SpielerIn ist die Immersion wahrscheinlich am höchsten, wenn alles in der ich-Form beschrieben wird. Für die anderen in der Runde - gerade dann, wenn nur die Stimme gehört wird - ist aber vielleicht nicht klar, ob das "ich" sich auf den Charakter oder den/die Spieler/in bezieht. Was dann wiederum der Immersion der Mitspieler/innen abträglich wäre.

Mein persönlicher Stil ist, dass ich alle Aktionen meiner Figur so beschreibe, wie auch NSC beschrieben werden. Ein "Ich" verwende ich nur in der direkten Rede meines SC.
Herr Mustermann hackt mit zittrigen Fingern auf der Tastatur. "Verdammt, wo finde ich bei einer US Tastatur das Z?"
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Ravno

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  • 18. April 2017, 23:47:12

aus welcher Persektive soll er dich den sonst wahrnehmen ? Natuerlich muss ich dich aus der Ich-Persektive wahrnehmen.

Mein char hat keinen Zugang auf die Meta-Ebene des Spiels. Sonst wuesste er ja auch das er 344 HP und Intelligenz 4 hat.
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Nin

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  • 18. April 2017, 23:48:40

(...)Mein char hat keinen Zugang auf die Meta-Ebene des Spiels.(...)
Das hängt vom Spielsystem ab.
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Battlecookie

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  • 18. April 2017, 23:52:01

aus welcher Persektive soll er dich den sonst wahrnehmen ? Natuerlich muss ich dich aus der Ich-Persektive wahrnehmen.

Mein char hat keinen Zugang auf die Meta-Ebene des Spiels. Sonst wuesste er ja auch das er 344 HP und Intelligenz 4 hat.

Eukaryot meinte damit wohl, dass Char X (Dein Char) seinen Char Y so wahrnimmt, wie er es beschreibt.
Wenn Eukaryot jetzt im Körper von Char Y sagen würde: "Ich stehe auf und geht vom Tisch." ist das noch weniger eine Beschreibung dessen, was dein Charakter wahrnimmt, als wenn er narrativ erzählen würde: "Max steht auf und geht vom Tisch."

Darauf war seine Aussage bezogen, denke ich.
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Ravno

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  • 18. April 2017, 23:57:07

okay ja es gibt Spiele wo das moeglich ist. Aber das ist dann meist auch Satire (Paranoia).

Aber eigentlich endet damit auch das spielen einer Rolle. Denn die sobald die Spielfigur weiss das sie keine Person ist sondern nur ein Zahlenkonstrukt endet das "Rollen"-spiel.

Zitat
Eukaryot meinte damit wohl, dass Char X (Dein Char) seinen Char Y so wahrnimmt, wie er es beschreibt.

Darauf hat er aber garkeinen Einfluss, er kann nicht bestimmen wie mein char etwas wahrnimmt.
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Huhn

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  • 19. April 2017, 01:19:37

Mein persönlicher Stil ist, dass ich alle Aktionen meiner Figur so beschreibe, wie auch NSC beschrieben werden. Ein "Ich" verwende ich nur in der direkten Rede meines SC.
Halte ich auch so, weil ich es schön finde, wenn ich das Gefühl habe, dass alle gemeinsam an einer Geschichte arbeiten. Ich betrachte im Allgemeinen meinen Charakter als meine persönliche Spielfigur, deren Handeln ich von außen betrachte. Im Idealfall wird das Spiel dann zum erlebten Roman. Ich mag im Übrigen auch in Büchern keine Ich-Perspektiven. Mitfiebern mit dem Char und mich in ihn/sie hineinversetzen, kann ich trotzdem. Gleichzeitig lege ich mich nicht so fixiert nur auf die Gefühlwelt meines Charakters fest, sondern kann auch das Handeln der anderen Spielfiguren genießen. Für mich ist das mehr, als immer bloß so zu tun, als sei ich wer anders. :)

Diese Satzkonstruktion mit "man" finde ich aber trotzdem eigenartig, das klingt in meinen Ohren einfach fürchterlich. Ich habe mir in Schreibtexten mühsam abgewöhnt, Sätze mit "man" zu bauen, weil meine Deutschlehrerin meinte, das sei ganz mieser Stil.  Und es ist für mich ein großer Unterschied, ob ich sage
Herr Mustermann hackt mit zittrigen Fingern auf der Tastatur. "Verdammt, wo finde ich bei einer US Tastatur das Z?"oder
Man hackt mit zittrigen Fingern auf der Tastatur.
Letzteres würde ich nur verwenden, wenn ich damit sagen will, dass es in einem bestimmten Raum Usus ist, mit zittrigen Finger aus der Tastatur rumzuhacken - beispielsweise in einem koffeinüberladenen Hackerspace oder so. "Man" eben als allgemeine Aussage über "alle" an einem Ort. Aber wenn ich meinen Charakter meine, spreche ich auch von ihm/ihr. Für mich klingt diese "man"-Konstruktion irgendwie immer so gewollt abgeklärt und locker. Ich glaube aber, dass das einfach bei einigen sone Angewohnheit ist und ich weiß selbst, wie schwer es ist, solche Sprechgewohnheiten loszuwerden, wenn sie einmal sitzen.  :D
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  • 19. April 2017, 01:26:00

Zitat
Eukaryot meinte damit wohl, dass Char X (Dein Char) seinen Char Y so wahrnimmt, wie er es beschreibt.

Darauf hat er aber garkeinen Einfluss, er kann nicht bestimmen wie mein char etwas wahrnimmt.

Natürlich hat er das. Wenn er eine einfache Tatsache beschreibt, nämlich in dem Fall, dass sein Charakter aufsteht und sich vom Tisch entfernt, dann nimmt dein Charakter das auf der objektiven Ebene so wahr. Gut, außer natürlich, er ist blind. Aber dann kannst du das immernoch für dich anpassen.

Der Sinn des narrativen Spielens, nämlich die Beschreibung der Taten des eigenen Charakters in der 3. Person, beruht rein auf Tatsachen und Ereignissen. Wenn ich sage, dass mein Charakter aufsteht, dann tut er das. Die Intention dahinter, die Wirkung auf deinen Charakter und all das, die weißt natürlich nur du selber. Aber Tatsache ist - Der Kerl steht auf. Und das, und nichts Anderes, wird dir als Spieler beschrieben.
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  • 19. April 2017, 09:45:43

Hui! Viele Antworten! Danke!

Zitat von: Frostgeneral
Scher uns bitte nicht alle über einen Kamm!

Keine Sorge, mache ich nicht. Ich habe ja auch schon sehr gutes Rollenspiel erleben dürfen.
Das „Ihr“ habe ich gewählt, um diejenigen vielleicht damit direkt ansprechen zu können und es ist nicht „Ihr, Alle Drachenzwingler“ gemeint.

Zitat von: Frostgeneral
Alles andere stört die Immersion und ich trainiere meinen Spielern sowas auch ab!

Das sehe ich genauso. Ich leite ja auch schon seit vielen Jahren Tischrunden und habe solch eine Ausdrucksweise vorher nicht erlebt, auch nicht auf Conventions.

Zitat von: Ravno
"Mein Charakter isst einen Keks"    -> "Ich esse einen Keks"
kenn ich als typischen "Anfängerfehler" …

Ich nenne das einen Immersionsbrecher
Ja, das ist auch meine „übliche“ Betrachtungsweise. Danke, dass ich damit nicht alleine bin.

Zitat von: Mira
"Man" bringt mich auch oft gedanklich zum stolpern und damit aus dem Spiel.
Jup ! Geht mir genauso, deswegen habe ich es hier mal angesprochen.

Zitat von: Ravno

Zitat
Ich habe auch schon von Gruppen gelesen, die am Tisch alle Handlungen in der dritten Person und in der Vergangenheitsform erzählen.

Das mir zu kompliziert, ich versteh nicht mal warum man das machen sollte  :o
Ich auch nicht !

Zitat von: Galago
Generell denke ich, dass ob "ich" oder "Bob" (ich klau das Beispiel ganz dreist) eine reine Stilfrage ist. Ich kann mich auch in die Gefühlswelt eines Buchcharakters reinversetzen wenn der gut be-/geschrieben ist und da habe ich noch nicht mal Einfluss auf das Handeln.
Ja, der Schreibstil von Autoren hat einen großen Einfluss auf (ich verallgemeinere jetzt) unsere Wahrnehmung und Vorstellung der beschriebenen Welt. Bei vielen Büchern (die in der Mehrheit in der dritten Person geschrieben sind) habe ich mit dem Protagonisten gelitten, getrauert und gekämpft. Und ein Ziel des Autors ist ja auch, dass sich der Leser mit dem Protagonisten identifizieren soll, damit das „Erlebnis“ intensiver wird.
Diese Sichtweise könnte auch auf Filme oder Serien angewandt werden, wo der Zuschauer ebenfalls mit den Figuren mit fiebert.
Allerdings - und das halte ich für einen wichtigen Unterschied - nehme ich am Geschehen nicht aktiv teil, sondern bin ein (stiller) Beobachter, während ich im Rollenspiel ein aktiver Beteiligter bin und die Geschichte meines Charakters selber schreibe. Mein „Ich“ ist der Charakter und um ihn herum existiert nichts anderes als die Welt, die der Spielleiter erschafft.


Zitat von: Eukaryot
Sollte das deine Immersion nicht erleichtern, wenn ich als dein Mitspieler meinen Charakter in der dritten Person beschreibe, also so, wie dein Charakter ihn wahrnimmt? Der Spielleiter beschreibt alle Nichtspielercharaktere immerhin üblicherweise auch in der dritten Person.

Ich glaube, dass das ein Gedankenfehler ist. In der Beschreibung deines Charakters übernimmst du in diesem Moment die Rolle des Spielleiters.
Ich lasse meinen Spielern ganz oft diese Freiheiten, Dinge zu beschreiben, um aktiv das Spiel mitgestalten zu können (Gruppenvereinbarung).
OT teilte mir ein Spieler mit, dass sein Charakter (Graumagier der Akademie der Verformungen in Lowangen) gerne eine Stadtführung durch Lowangen für seine Gefährten machen möchte. Ich gab ihm das Hintergrundmaterial und lies ihn gewähren. Es war das Highlight des Spieltages.
Ansonsten wäre es tatsächlich Aufgabe des Spielleiters den Charakter wie einen NSC zu beschreiben, solange sich die Charaktere noch nicht kennen oder die Story es erforderlich macht.

Zitat von: Ralron
"Man" klingt für mich eher weltfremd, als wenn jeder Spieler ein Erzähler der Geschichte wä-re aber gleichzeitig auch ein Akteur. Es fühlt sich für mich einfach nicht richtig an.
Ja, dem stimme ich zu. Fühlt sich für mich auch so an.

Zitat von: Ravno
Nein du weißt nicht wie mein Char deinen Char wahrnimmt, das ist etwas was ich in diesem Moment entscheide. Und auf das du auch keinen Einfluss nehmen kannst ;)
Ja, das sehe ich auch so. Deswegen halte ich es zum Teil auch für risikoreich, wenn Spieler ihre Charaktere für andere beschreiben. Da ist schon einiges schief gelaufen.

Zitat von: Nin
Zitat von: Ravno
(...)Mein Char hat keinen Zugang auf die Meta-Ebene des Spiels.(...)
Das hängt vom Spielsystem ab.
Da muss ich Nin zustimmen. In meinem System gibt es für Zauberer die Möglichkeit durch Zauber die Stärke eines Gegners zu ermitteln (z.B. Level). Als SL würde ich das aber dennoch versuchen spielerisch zu lösen, indem ich eben gerade nicht sage: „Der Gegner ist Stufe 12“, sondern „Du nimmst wahr, dass der Gegner um einiges mächtiger ist als du.“

Zitat von: Ravno
Aber eigentlich endet damit auch das spielen einer Rolle. Denn die sobald die Spielfigur weiß, dass sie keine Person ist sondern nur ein Zahlenkonstrukt endet das "Rollen"-spiel.
Punktlandung !

Zitat von: Battlecookie
Der Sinn des narrativen Spielens, nämlich die Beschreibung der Taten des eigenen Charakters in der 3. Person, beruht rein auf Tatsachen und Ereignissen. Wenn ich sage, dass mein Charakter aufsteht, dann tut er das. Die Intention dahinter, die Wirkung auf deinen Charakter und all das, die weißt natürlich nur du selber. Aber Tatsache ist - Der Kerl steht auf. Und das, und nichts Anderes, wird dir als Spieler beschrieben.
Ja, auch dem stimme ich zu. Es eignet sich besonders bei Gruppen, bei denen jeder Charakter eine andere Aufgabe hat, um das Ziel zu erreichen und die Gruppe nur eine „Zwangsgemeinschaft“ gebildet hat um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Normalerweise aber nicht zusammen weiterziehen würde, weil die Motivationen der Charaktere zu unterschiedlich sind.

Ansonsten sollte dieser Spielstil (das narrative Spiel) vorher in der Gruppenvereinbarung abgestimmt werden, damit jeder weiß auf was er sich einlässt und nicht unangenehm über-rascht wird. Es kann nämlich für den SL ziemlich stressig werden, wenn der „Erzählerische Spielstil“ auf den „Aktion-Spielstil“ trifft. Erinnert euch an die seitenweise Beschreibung der Landschaft bei Tolkien oder Tad Williams. Einige lesen es, einige überblättern es.
« Letzte Änderung: 19. April 2017, 09:52:43 von Flammraijl »
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Mein Lebenslauf:
1984 - heute:
Leiter einer zunächst im wöchentlichen, heute monatlichen Intervall stattfindenden Maßname zur Teambildung, deren Schwerpunkt auf Problemanalyse, taktischem Vorgehen und Kommunikation in Krisensituationen liegt.

Auf Deutsch: Spielleiter

ErikErikson

  • Gast

Ich habe das immer für Dialekt gehalten. Also dahingehend, das die Leute das immer so machen. als auch sagen "Man geht jetzt zum einkaufen" anstatt "ich gehe jetzt einkaufen" im RL.
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Protox

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  • "Prepare to join your species in extinction."
  • 19. April 2017, 11:47:14

In meinen Gruppen wird immer in der 1. Perspektive gesprochen, also mir ist es jetzt nicht wirklich aufgefallen, dass es so sein sollte.  :D
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Olzberg

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  • 19. April 2017, 12:00:46

Warum?

Tja. Ich sehe es als ansteckende Krankheit die rumgeht und vor niemandem halt macht. Wenn du das als SL abstellen willst ... vergiss es.  Man erwischt sich selbst ab und zu dabei, obwohl es mich bei anderen nervt.

Wenn ich einen Verdacht äußern darf:

"Man" sagt der Spieler wenn eine Aktion uncool oder unwichtig ist.

"Ich" sagt der Spieler wenn er episch auftrumpfen will.
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Sie (outgame): Was mache ich denn mit meinen Konzern-Gebräuchen?
Er (ingame): Verheimlichen!
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