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Autor Thema: Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs  (Gelesen 124 mal)

Ginstor

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Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs
« am: 18. Mai 2018, 14:35:25 »

Habt ihr euch schon mal Gedanken über Zeitreisen gemacht? Bestimmt habt ihr das. Mir geht das Thema schon seit langem, immer wieder durch den Kopf. Da das Thema auch immer wieder in Filmen und Serien über Zeitreisende aufgegriffen wird, wie z.B. Back to the Future, Timeless, Timecop, einige Folgen in Star Trek und wie sie alle heißen, poppt es natürlich auch immer wieder in Rollenspielen und Settings auf. Ich folge mal meinem seltsamen Gedanken gang und hoffe es einigermaße verständlich zu schreiben.... (hust und das von mir, dem "Meister" der deutlichen und verständlich geschriebenen Worte...)

Bei allen meinen bisherigen Überlegungen, und es war dabei gleichgültig welche Theorie (Multiversum, Zeitlinie, Möglichkeiten...) ich ins Auge gefasst hatte, ist mir eines klar geworden. Selbst wenn es so etwas wie Zeitreisen oder Zeitbeobachtung gäbe, wäre es das egozentrischste, das es überhaupt gibt. Denn nur diejenigen, die selbst in der  Zeit reisen wären diejenigen, die von der Zeitreise überhaupt betroffen wären. Für alle anderen würde sich das Gegebene (Vergangenheit), an jedem Punkt, an dem die Zeitreisenden ankommen würden, nicht ändern, denn es wäre ja alles bereits geschehen.

Eventuelle Änderungen an der Vergangenheit wären nur für die Zeitreisenden selbst wirklich von Belang, denn nur sie würden die Änderungen bemerken und erkennen. Weitergedacht, wenn man dann von der Vergangenheit ausgehen würde, von der wir ja "wissen", dass sie fest steht, da sie ja bereits geschehen und bekannt ist, wäre es dann nicht logisch, dass es in die Zukunft hin projeziert genauso aussehen würde. Angenommen, wenn jemand einen Tag weiterleben und von dort in die Vergangenheit blicken würde, dann wäre es Quasi so als, hätte dieser Jemand, gestern einen Tag in die Zukunft geschaut. Hätte dieser Jemand das gestern jedoch tatsächlich getan, dann hätte sich die Möglichkeit etwas zu ändern in Nichts aufgelöst, denn die Zukunft würde ja schon feststehen, da sie für diesen Jemand ja Vergangenheit ist. Es sei denn, ein Blick in die Zukunft wäre etwas sehr egozentrisches, denn dann würde sich nur für diesen Jemand etwas ändern, nicht aber für alle anderen um diesen Jemand herum. Es könnte in diesem Falle sogar möglicherweise etwas geändert werden, da dieser Jemand ja die Zukunft kennen würde, aber für alle anderen wäre es irrelevant. Würde in so einem Falle nicht sogar schon ein Blick in die Vergangenheit, also der tatsächliche Blick in die Vergangenheit, kein "Geschichtswissen", etwas sehr egozentrisches sein und bereits die Existenz ändern. Das würde nämlich bedeuten, dass man an 2 Orten gleichzeitig sein müsste, bzw. sich sehr sehr sehr schnell zu bewegen. Schliesslich nehmen wir ja in unserem Universum an, dass sich nichts schneller als das Licht bewegt. Oder anders gesagt, ist die Geschichte, die wir "kennen" tatsächlich Existent?

Was würde das dann für unsere Existenz generell bedeuten? Gibt es wirklich nur ein Universum mit einer Zeitlinie? Wenn ja, dann würde das bedeuten, dass Vergangenheit und Zukunft bereits festgelegt wären, falls Zeitreisen durchgeführt werden würden, oder allein schon die Zukunft oder Vergangenheit beobachtet werden würde. Wenn nicht, dann gäbe es möglicherweise unendlich viele Variationen, von einem Punkt aus gesehen, aber diese Variationen wären dann sowohl für die Zukunft, als auch für die Vergangenheit zu sehen, mit Variationen an jedem weiteren beobachteten Punkt. Wenn es möglich wäre in die Vergangeheit oder Zukunft zu schauen, dann würde der Beobachter für alle diejenigen, die sich auf der beobachten Linie befänden, das Dasein in der jeweils beobachteten Vergangenheit und Zukunft festgelegen. Sprich, erst dann, wenn wir etwas tatsächlich beobachten oder erleben legen wir Vergangenheit und Zukunft fest. Das wäre unter der Prämisse, dass etwas, dass wir beobachten sich dadurch auch ändert (Die Sache mit der lebenden und gleichzeitig toten Katze, Unschärferelation).

Das wiederum würde bedeuten, dass alles im Universum letzendlich möglich ist, aber auch alles egozentrisch wäre, denn nur wir selbst würden das jeweilige Geschehen betrachten oder erleben aber damit auch gleichzeitg ändern. Würden wir es nicht beobachten oder erleben, dann wären es Möglichkeiten. Das würde aber auch bedeuten, dass wir alleine verantwortlich sind für alles was wir tun, denn wir beeinflussen damit auch alles andere und alle anderen, durch das was und wie wir es erleben und beobachten. Daraus folgt aber auch, dass nur in der Nähe unserer Existenz Dinge detailiert werden, da wir sie genauer beobachten und erleben. Je weiter weg wir von diesem Horizont gehen, um so ungenauer und damit unwahrscheinlicher wird die Vergangenheit und die Zukunft. Ergo wäre es so oder so gleichgültig, ob es Reisen oder Beobachtungen in Zukunft und Vergangenheit gäbe, außer für den Egozentriker, der sich dadurch Vorteile verschaffen würde. Daraus würde aber auch folgen, dass wir uns weder an zwei Orten gleichzeitig aufhalten könnten, noch schneller als das Licht reisen könnten. Wenn wir das aber doch tun können und somit in die Vergangenheit blicken könnten, würden wir damit das beobachtete bereits geändert haben.

Noch eine andere Frage, die ich mir gestellt hatte. Wenn es möglich wäre durch die Zeit zu reisen oder Vergenganheit oder Zukunft zu beobachten, würde das, was wir beobachten würden durch unsere Vorstellung beeinflusst werden? Wenn wir die Kiste mit der Katze öffnen, haben wir eine bestimmte Erwartung. Beeinflusst diese Erwartung den Outcome? Und wenn dem so wäre, würde dann unsere Vorstellung nicht auch unsere tatsächliche Existenz beeinflussen?

Schon ziemlich krass und wirr das alles. Nein, ich habe nichts geraucht... O_O. Das war einfach nur mal ein Gedankengang, dem ich gefolgt bin... Ich werfe das auch nur mal so in den Raum und bin gespannt was dabei rauskommt.
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Frostgeneral

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Re: Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs
« Antwort #1 am: 18. Mai 2018, 14:41:52 »

LINK

guck mal die erste Antwort :D

Zitat
Eventuelle Änderungen an der Vergangenheit wären nur für die Zeitreisenden selbst wirklich von Belang, denn nur sie würden die Änderungen bemerken und erkennen. Weitergedacht, wenn man dann von der Vergangenheit ausgehen würde, von der wir ja "wissen", dass sie fest steht, da sie ja bereits geschehen und bekannt ist, wäre es dann nicht logisch, dass es in die Zukunft hin projeziert genauso aussehen würde.

ja, Einfach ja
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Ginstor

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Re: Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs
« Antwort #2 am: 18. Mai 2018, 14:56:21 »

Geil, dass du dich daran noch erinnerst Frosty. Wenn ich mir vorstelle, dass der Link auf 2015 verweist. Mir war noch was, dass so was schon mal angesprochen wurde, aber ich hab das total vergessen... Tja, da hat der Gedankengang wirklich lange gebraucht um wieder aufzutauchen....

LG,
Ginstor
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Grom

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Re: Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs
« Antwort #3 am: 18. Mai 2018, 15:07:34 »

Eventuelle Änderungen an der Vergangenheit wären nur für die Zeitreisenden selbst wirklich von Belang

Das sehe ich anders. Er ist der einzige der weiß dass es passiert ist. Niemand wird ihm dafür danken können. Konsequenzen hat es aber je nach Änderung für jeden lebenden Menschen auf dem Planeten. Menschen die entweder nicht Hunger leiden müssen, nicht im Krieg sterben.... und überhaupt.

Kein Hunger zu leiden, ist etwas was schon von Belang wäre in meinen Augen. Auch wenn ich niemals erfahren würde, dass es in der echten Weltlinie anders war.
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Re: Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs
« Antwort #4 am: 18. Mai 2018, 15:14:39 »

Das kommt immer drauf an, wie man die Zeit sieht.
Sieht man sie wie Stränge, Fäden, die sich bei jeder Enscheidung ins Unermessliche teilen, so wäre Zeitreise ein Zurückgleiten und eine Änderung nur ein weiteres Teilwn, oder Strangändern...
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Ich bin logisch.
Kann ich doch nichts dafür, dass du meine Logik nicht nachvollziehen kannst.

"Der Mensch ist das einzige Tier, das zu denen, die es fressen will, freundlich ist, bis es sie frisst."
Samuel Butler (1835-1902)

https://m.youtube.com/watch?v=nrIPxlFzDi0

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Re: Zeitreisen, Existenz und anderes wirres Zeugs
« Antwort #5 am: 18. Mai 2018, 17:31:12 »

Wenn ich Zeitreisen verwende, dann gibt es nur eine Zeitlinie. Damit ist Zeitreisen aber auch nicht besonders egoistisch. Weil der Zeitreisende bei mir immernoch dieselbe Zeitlinie hat wie alle um ihn herum.

Wie sieht das aus? Ich mache es mal am Beispiel an der ungebauten Zeitmaschine klar:

Peter trifft bei t=0 sein zukünftiges Ich und bekommt von ihm die Zeitmaschine. Bei t=1 nutzt er diese Zeitmaschine und reist zum Zeitpunkt t=-2
Bei t=-1 entscheidet sich Peter, dass er sich selber die Zeitmaschine nicht übergeben will.
Und doch übergibt bei t=0 Peter seinem vergangenem Ich die Zeitmaschine, weil es eben in dieser einzigen Zeitlinie so passiert.
Aber das ist nur das von mir präferierte Modell.

Eine große Übersicht von verschiedenen Modellen findet man übrigens hier:
http://truemakergamer.blogspot.de/2014/09/wie-zeitreisen-funktionieren.html
oder hier:
http://www.traumfalter-filmwerkstatt.de/blog/die-kleine-genrefibel-teil-1-zeitreiseplots/
« Letzte Änderung: 18. Mai 2018, 17:38:36 von Tigerle »
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Für mehr Daily Soap im Rollenspiel!

Ich: Diese Runde ist im Vergleich zu anderen Runden nicht ganz normal.
Ahlune: Was wunderst du dich? Du leitest sie.

P.S.:
Der Zusatz, dass Rechtschreibfehler behalten werden dürfen, befreit nicht von der Pflicht, auf eine ordentliche Orthografie zu achten.
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