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Autor Thema:  (Gelesen 514 mal)

HyruLean

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  • 12. September 2018, 15:45:26
Das Spiel mit zwei Spielern
« am: 12. September 2018, 15:45:26 »

Ich hatte bis vor kurzem noch das Glück eine ordentliche Tischrunde DSA 5 zu leiten.
Jetzt müssten allerdings zwei meiner vier Spieler aus persönlichen Gründen gehen, womit ich nur noch zwei Spieler habe.
Wir haben uns also gefragt ob es Sinn macht so weiterzuspielen oder ob man es lieber ganz sein lassen sollte.
Na klar zwei Spieler sind besser als keiner, aber macht es denn noch Spaß zu zweit?
Ist man nicht sehr eingeschränkt besonders in Sachen Handlungs und Kampfkraft?
Und ich will ihnen auch nicht dauerhaft 2-3 NPCs an die Hand geben.
Dazu kommt noch das die beiden mit denen ich jetzt noch spiele blutige Anfänger sind. Sie schlagen sich zwar sehr gut, aber wird das immer noch so sein wenn die Spieler die sonst im Zweifelsfall die Initiative ergriffen haben, weg sind?
Vielleicht hat einer von euch damit ja Erfahrung und kann mir sagen ob das geht.
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Loki

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  • 12. September 2018, 16:00:16
Re: Das Spiel mit zwei Spielern
« Antwort #1 am: 12. September 2018, 16:00:16 »

Ganz allgemein: Ich hatte schon ziemlich coole Sessions mit einem meiner damaligen Shadowrun-Mitspieler alleine, als plötzlich alle anderen Spieler abgesagt haben und ich die Anreise nicht umsonst gemacht haben wollte. Und wenn es zu zweit geht, warum dann nicht auch zu dritt? Man muss sich allerdings immer bewusst machen, was man zusammen spielen möchte. Mit zwei Spieler-Charakteren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wesentliche in einer Abenteuergruppe benötigte Fähigkeiten fehlen, was dann vom Spielleiter irgendwie ausgeglichen werden muss (entweder indem entsprechende Proben sehr selten gefordert sind oder durch NSC, etc.). Über fehlende Initiative würde ich mir da keine Gedanken machen: Meine Erfahrung mit eher zögerlichen Spielern ist, dass man sie über den persönlichen Hintergrund des Charakters sehr gut einbinden kann. Ohnehin lassen sich mit zwei Charakteren, deren Spieler immer anwesend sind, schönere Geschichten schreiben als mit fünf Charakteren, von denen quasi immer einer fehlt. Und es muss ja auch nicht immer super-episch sein.
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Iskierka

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  • 12. September 2018, 16:18:22
Re: Das Spiel mit zwei Spielern
« Antwort #2 am: 12. September 2018, 16:18:22 »

Wie es mit DSA zu zweit ist, kann ich nicht sagen, aber ich spiele eine Star Wars Runde mit 2 Spielern (einmal als Spieler und einmal als SL).

Wir haben jeweils einen NPC dabei, der notfalls hilft, aber kein Kampf oder Sozial Charakter ist (so kann er sich im Hintergrund halten), der ist immer auf unserem Schiff bzw. in einer Unterkunft und hilft mit seinen Fähigkeiten aus, wenn wir ihn Fragen. In unserem Fall ist es einmal ein Heiler und einmal ein Hacker/Mechaniker.

Solange die verbleibenden Spieler sehr aktiv sind, sollte man es gut hinbekommen. Wenn es eine wesentliche Lücke gibt, kannst du überlegen, ob du einen NPC mitschickst. Generell sorgen wenige Spieler dafür dass sehr viel Vorsicht und Fingerspitzengefühl vom SL gefordert ist. Lieber langsam herantasten, was sie schaffen können, als übertreiben. Wenn die Gruppe wenig Kampfausgerichtet ist, sollte die Kampange eher weniger Kämpfe beinhalten.

Meine Ideen wären spotan (ohne zu wissen, was deine Spieler grade sind und tun ^^) folgende:
Die Gruppe braucht mehr Heilung oder Wissen:
Einen Unterstützer, der z.B. ein einfaches Kutschgespann fährt und wenn es in schwierigeres/gefährliches Terrain geht, dann bleibt er bei dem Gespann zurück und wartet. Wenn die Gruppe verletzt ist, dann hilft er aus und kümmert sich um sie, ist aber ansonten eher schweigsam. Der Charakter könnte auch gut als etwas Wildniskundiges ausgestaltet sein, der eher nur ein Lasttier führt.

Man kann auch mit Kampfcharakteren unterstützen, oder solche, die man nur spielen möchte wenn es notwenig wird.
Z.B. wenn nur Kämpfe außerhalb der Städte oder besiedelten Raum, gefährlich werden sollen oder der Charakter primär in der Wildnis helfen soll dann könnte man sich überlegen wie oder warum der Charakter sich regelmäßig vor Städten verabschidet.
In einer Runde habe ich mal einen Gestaltwandler eingebaut, der die Gruppe immer vor Städten verlassen hat und danach wundersamer Weise wiedergefunden hat. Wenn ich was zu sagen hatte, hat der Menschengestalt angenommen, ansonsten lief er als Fuchs hinterher. ;)
Eine andere Option die ich bei einer Gruppe nun einbauen will, ist Folgende:
Spieler der Gruppe Eisige Schatten bitte nicht öffnen! Ihr verderbt euch nur den Spaß
Meine DnD Runde bekommt im Laufe der Kampange ein Drachenjunges als Unterstützung. Ein solcher NPC wird natürlich keine Stadt betreten oder verhandeln. Für die Kampange ist sie aber ein wesentliches Element, da sie einiges an Hintergrundwissen hat und Kontakt zu einem weiteren NPC hält. Kämpferisch kann sie natürlich viel reißen und wird mit den Helden stärker. Als SL wird das natürlich auch was Spannendes zum Spielen ^^ Das Problem war in der Runde, dass die Spieler anfangs zu dritt waren, was in DnD schnell tödlich wird, in dem System ist ein Charakter im Hintergrund etwas schwer, weshalb ich den Tank zum NPC auserkoren habe.
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Wichtig ist bei allem wie du der Gruppe helfen willst: Du musst Spaß daran haben. Überlege dir: braucht deine Gruppe Unterstützung durch NPC. Wenn ja denke dir aus, wo die größte Lücke ist. Eine Unterstützung durch NPC darf aber nie den Spielern die Show stehlen, sie muss immer im Hintergrund stehen und primär nur auf Zuruf durch die Spieler agieren. Das Thema ist heikel und ich glaube irgendwo gab es da eine ziemlich heiße Diskussion zu.

Sieh es als Inspiration und lass dir den Spaß nicht von dem Rückschlag verderben. Es gibt für alles eine Lösung. Du bist der SL, lass deiner Kreativität freien Lauf :)

Mini RP, also ein Spieler und SL geht auch, das stimmt ^^ Und das kann wirklich Laune machen, aber mit Kämpfen ist das noch eine Nummer schwieriger.
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Vorstellung des frechen Drachen
Der freche Minidrache spielt mal wieder DragonAge diesmal mit D&D 5e
Von mir geleitete Gruppe in D&D 5e: Eisige Schatten: klassisch Helden retten die Welt

Tigerle

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  • 17. September 2018, 13:34:10
Re: Das Spiel mit zwei Spielern
« Antwort #3 am: 17. September 2018, 13:34:10 »

Ich hatte letztens eine Gruppe mit 3 Leuten frisch gegründet, aber dann sprang wieder einer ab. Also spielten wir zu zweit weiter, und es entwickelte sich ein sehr intensives Spiel, weil ich auch problemlos die privaten Probleme der Charaktere in  getrennten Situationen anspielen konnte, ohne gleich die Angst zu haben, dass die anderen zu wenig Spiel bekämen. Es ging dann immer abwechselnd, wenn die beiden nich beieinander waren und nun gibt es einen Bündel an NSCs, die für die Gruppe bedeutsam sind, aber nur für das Privatleben eingefügt wurden.

P.S.:
Ich habe nun auch von anfänglich 4 gewünschten Charakteren die Gruppengröße fest auf 3 Spieler abgesenkt... Weil ich das dort nicht mehr missen will!
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Für mehr Daily Soap im Rollenspiel!

Ich: Diese Runde ist im Vergleich zu anderen Runden nicht ganz normal.
Ahlune: Was wunderst du dich? Du leitest sie.

P.S.:
Der Zusatz, dass Rechtschreibfehler behalten werden dürfen, befreit nicht von der Pflicht, auf eine ordentliche Orthografie zu achten.

boeseMuh

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  • 17. September 2018, 13:51:02
Re: Das Spiel mit zwei Spielern
« Antwort #4 am: 17. September 2018, 13:51:02 »

Ich habe schon einige Runden mit zwei oder sogar nur einem Spieler geleitet und habe auch schon bei einer Zweispielerrunde mitgespielt.
Ich fand diese Runden wie mein Vorredner immer sehr intensiv. Die Abenteuer waren immer persönlicher und es ging insgesamt flotter voran. Weniger Diskussionen in der Gruppe etc.
Natürlich fehlt einem ab und zu auch die Dynamik einer größeren Gruppe, aber insgesamt haben kleine Runden gut funktioniert und Spaß gemacht.

Ich bin dabei aber überhaupt kein Freund von NSCs, die man mitschleift, um bestimme Aufgaben zu lösen. Der beschränkte Fähigkeitenbereich der Charaktere kann vielmehr kreatives Problemlösen und interessante Situationen fördern. Wenn man nicht gut kämpfen kann, muss der Troll, der die Höhle bewacht anders aus dem Weg geräumt werden.
Ihr seid in der Wildnis und keiner kann Überlebenskunde?  Ist doch eine spannende Situation. Wie verhalten sich diese Stadtschnösel jetzt?

Gerade nicht immer in seiner Komfortzone zu sein, ist eine Stärke von kleinen Gruppen.

Grüße, Muh

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fUHUx

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  • 17. September 2018, 19:17:12
Re: Das Spiel mit zwei Spielern
« Antwort #5 am: 17. September 2018, 19:17:12 »

Ich hab mit meiner WG über zweieinhalb Jahre eine Zwei-Spieler-Runde und während meiner Schulzeit davor auch nur eine Zwei-Spieler-Runde gehabt, und auch hier auf der Zwinge online mehrfach in derartigen Konstellationen geleitet und gespielt (Soloabenteuer mit einem Spieler ebenfalls). Waren richtig gute Abende dabei. Was dauerhafte NSC angeht, kann ich mich boeseMuh anschließen, sie substituieren fehlende Gruppenmitglieder weder im Fähigkeits- noch im rollenspielerischen Aspekt auf eine bereichende Weise (zumindest nicht, wenn sie den gleichen Stellenwert und die gleiche Plotrelevanz wie Spielercharaktere haben), sondern geben meinem Gefühl nach einem willkürlichen SL nur mehr Machtwerkzeuge an die Hand, den Plot in gewisse Richtungen zu lenken, oder stehen kreativen Problemlösungsansätzen im Weg.
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HyruLean

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  • 17. September 2018, 19:34:30
Re: Das Spiel mit zwei Spielern
« Antwort #6 am: 17. September 2018, 19:34:30 »

Das sind doch sehr ermutigende Worte. Vielen Dank an euch alle. Wir haben uns aufgrund eurer guten Erfahrungen dazuentschieden weiterzuspielen.
Die nächste Runde wird erst wieder Anfang November sein, da wir alle erstmal verhindert sind, aber dann kann ich euch berichten wie es war.
 :D
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