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Autor Thema: [Genesys] Sterben und ein Held (5/5)  (Gelesen 2756 mal)

boeseMuh

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  • Beiträge: 444
  • 27. November 2018, 20:45:26
[Genesys] Sterben und ein Held (5/5)
« am: 27. November 2018, 20:45:26 »

Erschöpft und halb erfroren stolpert Kettu den Abhang hinauf. Die Dunkelheit vor ihm sollte ihm Angst machen, doch die unverhoffte Wiedervereinigung mit Azeria überwältigt alle anderen Gefühle. Hinter ihnen werden die letzten Verteidiger von Vermin und Eiswesen überrannt. Der tosende Schneesturm übertönt ihre Todesschreie. Kettu verliert keinen Gedanken an Rivaan. Früher oder später hätte er sich des einfältigen Igelmenschen sowieso entledigt. Zu groß war das Risiko, dass seine unberechenbare Natur Unheil brachte. Plötzlich Motorgeräusche. Vor ihnen schliddert ein Pickup am Hang entlang und direkt auf sie zu. Sollten diese verdammten Konstrukte ihn doch noch abfangen?

Langsam öffnet Kaily ihre Augen. Vorsichtig tastet sie ihren Bauch, wenn man das so nennen darf, ab. Es lebt noch. Einmal durchatmen. Staratel? Auch er scheint den Sturz überlebt zu haben. Mit letzter Kraft zerrt Kaily seinen verbrannten Körper zu dem Pickup. Zum Glück hatten die Konstrukte mehrere dieser Fahrzeuge. Die Scheinwerfer wurden eingeschossen. Scheißegal. Hauptsache weg von hier. Einmal muss es doch klappen. Staratel ist zu schwer. Verzweifelt versucht Kaily Schnee aufzutürmen, um ihn irgendwie auf die Laderampe zu zerren. Ihre Finge frieren langsam ab. Nur noch auf das Fahrzeug, dann weg von hier. Einfach weg. Sie hätte schon viel früher gehen sollen. Warum zur Hölle ist sie eigentlich umgekehrt?

Rivaan lächelt. Er kann nicht einmal sein eigenes Schnaufen hören, als er zum Dröhnen des Musikkastens seine Stacheln in den Mutanten rammt. Einer weniger. Und jetzt? Er schaut sich die unzähligen Gesichter der ihn umringenden Mutanten an. Werden die Ahnen ihm helfen? Nein wohl nicht. Aber er hat Musik. Zum ersten Mal seit langer Zeit fühlt er sich angekommen. Am richtigen Platz. Die Ahnen konnte er nie verstehen.
Rivaan fletscht seine Zähne, hebt seine beiden Stacheln und stürmt auf die Mutanten zu.

Staratel kann sich kaum bewegen. Er spürt nur noch, wie er mit einem Ruck auf eine harte Fläche gehoben wird. Seine visuellen Sensoren versagen. Die Explosion muss sie zerstört haben. Der Untergrund fängt an zu vibrieren. Ist es der Felsen? Nein, zu unmelodisch. Es ist Motorbrummen. Staratel spürt, wie sich der Wagen unter ihm in Bewegung setzt.

Niphilius rennt hinter Kettu den Hang hinauf. Endlich raus aus der Stadt. Sind sie denn alle verrückt geworden? Er hätte so viel schneller fliehen können, aber aus irgend einem Grund fühlt er sich Kettu verbunden. Vielleicht will er auch einfach nicht den Vorurteilen nachgeben. Er wird seinen Freund nicht verraten. Er hat bisher auch niemandem verraten. Hätten sie auf ihn gehört wäre dieser ganze Scheiß auch nicht passiert.
Motorgeräusche zerren ihn aus seinen Gedanken. Er kann grade noch ausweichen, als ein Pickup an ihm vorbei donnert und rutschend zu stehen kommt. Schnell legt er sein Sturmgewehr an und nähert sich dem Wagen. Kettu huscht schon mit seinem Bogen voraus.

Schon wieder festgefahren? ERNSTHAFT? Kaily kann ihr Pech kaum glauben. Sie will den Wagen gleich wieder anschmeißen, als sie eine Gestalt mit Gewehr im Rückspiegel wahrnimmt. Schnell feuert sie zwei Schüsse in die Richtung.

Kettu huscht an den Pickup heran. Zwei Schüsse knallen vom Fahrersitz. Geschickt stößt er die Fahrertür auf, und lässt blitzschnell einen Pfeil von der Sehne. Die Fahrerin des Wagens fällt mit durchbohrtem Kopf nach vorne.

Staratel hört ein lautes Hupen. Wenige Augenblicke später Schritte neben ihm. Ein Stiefel bohrt sich in seine Seite. Er fällt. Kalter Schnee umfängt ihn. Durch die dicke Schneedecke hört er, wie sich Motorengeräusche schnell entfernen.
Neben ihm piept etwas im Schnee. Ist jetzt auch egal.

System: Genesys + Realms of Terrinoth
Spielwelt: The Remaining. Postapokalyptisches High-Fantasy-Setting
Art des Abenteuers: Kurzkampagne - Die Stadt taut auf
Datum - Uhrzeit: wöchentlich Montags ab 19:30 Uhr bis ca. 22:30 Uhr
Technik: Roll20 und Drachenzwinge-TS
Stil: Intensives Charakterspiel und viel Fluff. Ab und zu geht aber auch die Geschichte voran. Und es wird fast jedes Mal gekämpft (mehr oder minder erfolgreich). Nebenbei betreiben die Spieler phasenweise extremes Powergaming.


Spielleiter: boeseMuh
Spieler 1: Dkex alias Kettu, hinterhältiger Polarfuchs-Tiermensch auf Rachefeldzug
Spieler 2: bolz77 alias Rivaan, verstoßener Igel-Tiermensch, der einfach nur Musik hören will.
Spieler 3: vermideus alias Caileach, junge Magierin, auf der Suche nach einem Heiler
Spieler 4: Marrock alias Niphilius, charismatischer Priester, der den Aberglauben gegen Technik eindämmen will.
Spieler 5: Sensei alias Staratel, einsilbiges Schürfkonstrukt auf der Suche nach Bedeutung und Freundschaft


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Manchmal kann Tsurara ihre kalte Beherrschtheit nur noch mit Mühe aufrechterhalten. Die Ereignisse der vergangenen Monate sind zu grotesk. Das Pech scheint keine Verschnaufpause zu brauchen. Unaufhörlich widerfahren ihr immer mehr Schicksalsschläge,
angefangen mit dem Verschwinden ihrer Elfenfamilie. Konnte ihr niemand sagen, wohin sie verschwunden sind, durfte es keiner oder wollten sie nur nicht?
Dann die Übergriffe der Assassinen. Wäre Wasar nicht gewesen, hätte die Geschichte hier schon ein schnelles Ende genommen.
Mit Tolug und Thiello schien sie später zwei vertrauenswürdige Gefährten gefunden zu haben. Bis zu dem verhängnisvollen Tag auf dem Berg der Unhehre.
Die Episode mit Golk, dem letzten Barbaren war so kurz, dass sich Tsurara nur mit Mühe überzeugen kann, dass es ihn wirklich gegeben hat.
In dieser Fülle der Ereignisse war es wie selbstverständlich, dass sich auch noch ein Bär der Gruppe angeschlossen hat, nebst Dambrath, seinem Herrchen.
Und jetzt kommt da so ein zerzauster Halbling angeflogen und behauptet, zu alledem ist sie noch verflucht.


System: DungeonWorld erweitert um Perilous Wilds
Spielwelt: Gemeinsam erstelltes High Fantasy-Setting. Die Welt wurde anhand von einigen gezielten Fragen, den Hintergründen der Spielercharaktere sowie Begebenheiten während des Spielens erstellt.
Art des Abenteuers: Kurzkampagne – Suche nach der Familie
Datum - Uhrzeit: wöchentlich Montags ab 19:30 Uhr bis ca. 22:30 Uhr
Technik: Roll20 und Drachenzwinge-TS
Stil: Intensives Charakterspiel und viel Fluff. Ab und zu geht aber auch die Geschichte voran. Und es wird fast jedes Mal gekämpft (mehr oder minder erfolgreich). Nebenbei betreiben die Spieler phasenweise extremes Powergaming.


Spielleiter: boeseMuh
Spieler 1: Sensei alias Tsurara, die Elfendiebin auf der Suche nach ihrer Familie
Spieler 2: bolz77 alias Dambrath, frisch entfluchter Waldläufer mit sturem Bären
Spieler 3: vermideus - nach Eugernitas Ableben stiller Zuhörer
Spieler 4: Marrock alias Wasar „Lunneo“, verbitterter Krieger, der schon zu viele Mitstreiter hat fallen sehen.

Verblichene Charaktere:
Tolug: Tapferer Magier, auf Prophezeiungsmission. Von einem Gott der Disziplin hat die Prophezeiung leider nichts gesagt, Und auch nicht, warum er Tolug nicht leiden kann.
Thiello: Niemand, vor allem nicht Wasar, hätte Thiello seine finale Heldentat zugetraut. Den Sturz von der Felsnadel überlebten weder er noch der Mörder von Tolug.
Golk: Nach 5000 Jahren kehrte der Letzte der Barbaren zurück. Zwei Tage später liegt der Letzte der Barbaren leblos auf dem Waldboden, von Papageien zerfleischt mit einem Stein im Kopf.
Ilat: Nach etlichen gescheiterten Versuchen am Ende von einem Lindwurm verspeist.
Eugernitas: Aus moralisch fragwürdigen Gründen beim Kampf gegen Spießgruben vom Baum erschlagen.

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« Letzte Änderung: 21. September 2020, 23:37:46 von boeseMuh »
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boeseMuh

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  • 21. September 2020, 23:36:41
Re: [Genesys] Sterben und ein Held (5/5)
« Antwort #1 am: 21. September 2020, 23:36:41 »

*aktualisiert*
zweite Kampagne abgeschlossen.
Gespeichert
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