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Autor Thema: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)  (Gelesen 1727 mal)

Ugarkai

  • Spielleiter
  • Jungdrache
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  • Beiträge: 239
  • 27. Juli 2019, 15:57:33
Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #30 am: 27. Juli 2019, 15:57:33 »

Aus dem Tagebuch der Yamira al Easifa Aslamsunni ai Rashdul:


23.Efferd 1005BF – Baden und dann ins Theater


Fast könnte man meinen dies wäre ein ganz normaler Abend gewesen, zuerst ein schönes entspannendes Bad, dann ein toller Abend im Theater, vielleicht mit guten Freunden oder sogar vielleicht mit einer Verabredung?! Das bei mir zur Zeit aber nichts wirklich normal ist... das muß ich dir ja nicht erzählen...

Vor kurzem erst hatten wir uns von Lauser verabschieden müssen, dann hatten wir es tatsächlich geschafft Gorgon seinen großen Traum zu erfüllen... und im nächsten Moment platzten wir ohne zu klopfen und völlig unangekündigt in die Kabine ihrer Magnifizienz, der obendrein auch gerade noch eine wichtige Besprechung mit dem Kapitän zu haben schien. Ich kann dir gar nicht sagen wie peinlich mir das ganze war, aber meine Begleiter...typisch... redeten drauf los von wegen Sachen abgeben und untersuchen und so weiter. Am liebsten hätte ich mich in Luft aufgelöst, wie wie.... unangebracht und unhöflich und unmöglich! Aber ihre Magnifizienz lächelte nur verschmitzt und meinte wir sollten die Sachen einfach ablegen, dann sollten wir aber auch zügig wieder gehen, der Kapitän starrte uns nur verwundert an. Ich versuchte mein möglichstes beiden mit Gesten zu zeigen wie unangenehm mir das alles war, dann verließen wir auch schon wieder den Raum. Ich muß mich unbedingt bei ihrer Magnifizienz entschuldigen, auch wenn er scheinbar immer die Ruhe bewahrt, ihn kaum etwas wirklich aufregen kann, aber etwas Anstand sollten wir schon beweisen... auch wenn ein paar meiner Begleiter... Ach lassen wir das, ich mag mich heute nicht aufregen, denn dafür war der Rest des Abends zu schön, auch wenn ich natürlich nicht meine guten Freunde, meine Familie oder gar einen Verehrer dabei hatte....

Als wir wieder an Deck waren sprachen Farahjin und Sotolosch davon unbedingt zu einem Schmied zu wollen, und eventuell auch noch etwas einkaufen. Das war so gar nicht was ich wollte, mich zog es nur ins Badehaus, ich mein... so viele Tage ohne die Möglichkeit sich zu waschen und... überhaupt, was will ich auch bei einem Schmied? Außerdem möchte ich unbedingt noch etwas Abstand von Sotolosch halten, das war einfach etwas zu viel was er sich da geleistet hat.....
Also entschieden wir dass wir uns trennen, Farahjin und Sotolosch gingen zum Schmied, ein paar wollten einkaufen oder sonst irgendetwas machen, aber ich wollte nur noch ins Badehaus, dorthin gingen auch noch ein paar andere.
Schon als ich das Haus betrat spürte ich wie ich mich etwas entspannte, auch wenn das junge Mädchen das uns in den Raum bat und anschließend meine Robe zum reinigen holte mir fast das ganze Bad verdorben hätte. So ein unverschämtes Ding! Da schaut sie mich mit hochgezogener Augenbraue und gerümpfter Nase an und fragt ob sie die Robe wirklich reinigen soll und nicht lieber gleich..... verbrennen?! Diese.... Unverschämtheit! Wie kann sie es wagen meine schöne Robe.... ja... meine arme arme schöne Robe, ich kann sie mir gar nicht anschauen! Überall ist Dreck und Blut und eingetrocknetes... Echsenzeugs, furchtbar! Klar, es ist "nur" meine Reiserobe und nicht meine schicke Robe, aber trotzdem ist sie was besonderes. Sie haben sich hier auch alle Mühe gegeben sie wieder sauber zu bekommen, das muß ich ihnen lassen, aber es war wohl nicht zu machen dass sie wieder aussieht wie früher. Ich muß unbedingt in Erfahrung bringen ob und wie ich dies magisch irgendwie hin bekomme, ich kann doch nicht sofort meine erste Robe... und dann so eine schöne! Ich werde mir unbedingt eine noch schlichtere Robe zulegen müssen, irgendetwas ganz einfaches. Das wird gar nicht so einfach werden, ich mag die schönen Verzierungen und die Farben... und überhaupt.. aber wer weiß ob und wann ich mal wieder durch einen Dschungel oder einen Sumpf laufen muß, da sollte ich besser vorbereitet sein. Ich werde mich allerdings nicht hier umschauen, es scheint mir doch alles etwas zu teuer zu sein, und ich weiß auch nicht wie hier eine Robe aussehen würde, immerhin ist die einzige Akademie hier eine der schwarzen Gilde, eine solche Robe möchte ich sicher nicht!
So genoß ich also dann doch noch mein Bad, entspannte mich immer mehr, und als das Wasser langsam kälter wurde bekamen wir tatsächlich noch einmal frisches warmes Wasser dazu, wirklich großzügig. Das hat mich dann stolze 2 Silbertaler gekostet, aber dafür das meine Robe nun zumindest so aussieht das ich sie für Wanderungen in einem dunklen Wald oder so wieder anziehen könnte, und vor allem dafür das sie nun nicht mehr so fürchterlich müffelt.... und dafür das nun auch ich wieder sauber bin und für das nachschütten des Wassers, die tolle duftende Seife die dazu gereicht wurde... doch, ich bin sehr zufrieden!

Im Anschluß trafen wir uns wie besprochen vor dem Badehaus und dann zog es uns recht schnell in die kleine Gaststätte in der wir schon bei unserem ersten Besuch gewesen waren. Cian hatte tatsächlich die Idee auf dem Schiff zu essen, aber natürlich waren alle dagegen, alle wollten lieber etwas vernünftiges essen, denn die Reise nach Festum würde sicherlich mehrere Wochen dauern, da gab es genug Gelegenheit die Koch"künste" des Schiffkochs zu "genießen"
In der Gaststätte hatte ich dann die Wahl, einen leckeren Eintopf? Vielleicht ein leichtes Fischgericht? Ich entschied mich nach längerem überlegen letztendlich für die teuerste Möglichkeit, einen ordentlichen Braten mit Soße! Zuerst hatte ich ein schlechtes Gewissen, ein ganzer Silbertaler für ein Essen, aber wir hatten so lange nur dieses trockene Zeugs bekommen und gegen Ende war selbst das knapp geworden, außerdem bekommt sowieso niemand Eintopf so gut hin wie meine Mutter. Aber dieser Braten... der war wirklich herrlich, auch die Beilagen, die zuerst etwas ungewöhnlich schienen, schmeckten hervorragend und es gab reichlich von allem. So genoß ich dieses Essen in vollen Zügen, den Geruch des Bratens, den Geschmack, das Gefühl endlich wieder wirklich satt zu sein.... das hatten wir uns verdient!

Gestärkt und zufrieden machten Farahjin, Salix, Sotolosch, Cian und ich uns dann auf ins Theater. Ich persönlich hätte natürlich ein weiteres Theaterstück vorgezogen, aber davon abgesehen dass es grade keines gab hatten wir ja wegen des Theaterstücks um Siebenstreich letztes mal die Schaukämpfe verpaßt. Farahjin freute sich wie ein kleines Kind und wirkte schon auf dem Weg total hibbelich und aufgeregt, toll dass ich ihm so eine Freude machen konnte! Die Kämpfe waren dann tatsächlich auch sehr viel interessanter als ich gedacht hatte. Völlig unterschiedliche Menschen in noch unterschiedlicheren Rüstungen und mit exotisch aussehenden Waffen traten gegeneinander an, dabei vollführten sie Manöver.... großartig, auch wenn ich bezweifelte das auch nur eines davon effektiv einsetzbar wäre. Farahjin bestätigte das diese Kämpfe ganz offenbar darauf ausgelegt waren möglichst auffällig und spektakulär auszusehen, effektiv sei nur das wenigste davon einsetzbar. Kein Kampf glich dabei dem anderen und umso später der Abend wurde umso größer wurden auch die Gruppen die gegeneinander antraten, war es Anfangs immer nur einer gegen einen gewesen waren es nun ganze Massenkämpfe bei denen es selbst mir schwer viel die genaue Teilnehmeranzahl zu schätzen. Das Finale war dann.... ja fast typisch für dieses Theater vermute ich, denn es zeigte den Kampf einer ganzen Gruppe gegen eine wilde Bestie. Das war... eine gar fürchterliche Kreatur, angsteinflößend, gruselig.... und eine komplette Illusion, leicht zu erkennen, nun, zumindest für mich. Ich bin mir gar nicht so sicher was diese Kreatur eigentlich darstellen sollte, ein bißchen wirkte es wie ein Drache, allerdings konnte er nicht fliegen und schien auch viel zu klein zu sein. Das dieses... Wesen dann auch noch Federn an den Flügeln hatte, scharfe Krallen am Schwanz und an den Klauen, scharfe Fangzähne und  außerdem etliche Hörner am Rücken... nunja. Am schlimmsten war allerdings die Farbe... bunt leuchtende Schuppen in den unterschiedlichsten grellen Farben bedeckten das ganze Wesen, nichts reales konnte auch nur annähernd so aussehen. Aber es wirkte wirklich gefährlich und die Kämpfer, die gegen es antraten machten ihre Sache wirklich gut, es wirkte real und fast schien es so als würde es die Kämpfer das Leben kosten können. Als der Kampf dann (natürlich siegreich für die Kämpfer) zu Ende ging erhob sich das ganze Theater und applaudierte laut, manche jubelten. Auch wir machten dies natürlich, immerhin hatte die ganze Vorstellung großen Spaß gemacht.
Nach der Show überraschte mich Farahjin indem er mich fragte was dies denn wohl für eine Kreatur gewesen sei. Erst mußte ich etwas schlucken... konnte wirklich jemand davon ausgegangen sein dieses Ding wäre echt gewesen? Als ich ihm dann von der Illusion erzählte und aufzählte was alles seltsam und unreal gewesen war schien er zu verstehen. Er fragte mich dann wie das alles wohl bei Gorgon wirken würde, denn wirklich gefährlich sieht unser Riesenaffe nun wirklich nicht aus. Wir diskutierten ein wenig darüber, ich vermute sie werden Gorgon mit entsprechenden Illusionen etwas gefährlicher wirken lassen und bestimmt hat er auch noch etwas Zeit zum üben. Ich finde es wirklich schade das ich nicht sehen konnte wie sich Gorgon so in einer Vorstellung macht, das wäre doch noch etwas ganz besonderes gewesen. Als ich dies aussprach überraschte mich Farahjin erneut... denn er meinte nun dass ich ja die Gelegenheit hätte, immerhin würde ich ja bald wieder hierher kommen.... Och... Farahjin..... Echt jetzt?! Manchmal vergesse ich einfach dass auch er nicht... nunja.. nicht der Klügste ist und dass er schon auch etwas naiv sein kann, er hatte meine Drohung an Phexian Mala tatsächlich ernst genommen. Ich erklärte ihm auch das nun und erstaunlicherweise begriff er sehr schnell was ich getan hatte und warum, allerdings sprach er auch nochmal diese seltsame Statue in Port Stoerrebrandt an und dass er davon ausgegangen sei das ich dort auf jeden Fall noch einmal hinfahren und sie genauer studieren würde.
Hmmm, eine wirklich gute Idee, aber bis ich diesen Plan in die Tat umsetzen kann wird sicherlich noch einige Zeit vergehen, denn es wird bestimmt Wochen dauern eine ausführliche Analyse durch zu führen, das kann ich mir im Moment noch nicht erlauben. Ich muß mir sowieso langsam überlegen was ich nach der Reise tun werde, ich habe in den letzten Wochen zwar recht gut verdient, aber es reicht auch leider bei weitem nicht um meine Schulden abzubezahlen, ich werde mich in Festum nach Arbeit umhören müssen... Aber vielleicht kann ich ihre Magnifizienz ja dazu überreden sich diese Statue mal genauer anzuschauen? Vielleicht, nein bestimmt, findet er mehr heraus als ich......

Den Rest des Abends haben wir denn wieder in der Herberge Am Südkapp verbracht. Zuerst war die Stimmung ein wenig gedrückt, denn jeder von uns erinnerte sich gut daran wie wir hier gemeinsam mit Jan und Wassjef gesessen und gefeiert hatten, nun fehlten sie... und dies war deutlich zu spüren. Alles in allem ist es aber doch noch ein schöner und lustiger Abend geworden und so sind wir zufrieden, und sehr spät, wieder auf die Königin von Festum gegangen. Dort wartete dann tatsächlich noch eine tolle Überraschung auf mich!
Sönke hatte nämlich inzwischen die Kabine gewechselt, war zu Magnus gezogen, dadurch lag Uribert nun alleine in einem kleinen Raum der wohl eigentlich eine Art Lagerraum zu sein scheint. Netterweise bot Uribert mir an die Zimmer zu tauschen, er würde das Bett bei Sotolosch und Farahjin beziehen und ich könne den kleinen Raum für mich haben. Ein eigener kleiner Raum.. hier auf dem Schiff! Großartig! Es hatte mir nie wirklich etwas ausgemacht mit den zwei Männern in einem Zimmer zu übernachten, ich kam ja mit beiden gut zurecht und ich halte mich eh die meiste Zeit auf dem Deck auf... aber natürlich ist ein eigener kleiner Raum viel viel besser! Außerdem... ich weiß nicht, ich fühle mich in dem Zimmer auch nicht mehr sicher, nicht nachdem was in der Pyramide alles passiert ist, was Sotolosch alles getan hatte und nach dem was wir vor ein paar Tagen von ihm erfahren mußten. Wären es Farahjin und Salix gewesen, oder Odilbert oder sonstwer... aber so.. nein, so bin ich nicht nur froh, sondern auch wirklich erleichtert, ich kann ohne Sorge in meinem eigenen kleinen Raum schlafen, und das werde ich nun auch tun.....

24.Efferd 1005BF – Paktierer und andere Ärgernisse

Wie gerne würde ich dir heute nur schöne Dinge erzählen, würde dir beschreiben wie schön es ist wieder auf dem Schiff zu sein, wie wunderschön die Aussicht ist, wie toll es ist einen eigenen kleinen Raum zu haben und wie aufgeregt ich bin weil schon morgen der Unterricht bei ihrer Magnifizienz wieder beginnt. Aber nein, dieser unmögliche, unerträgliche, ungebildete und unfassbar nervige Mensch mußte ja wieder mal alles zunichte machen. Ich könnte mich so aufregen, ich... arrrgh! Ja ich weiß, ich soll die Ruhe bewahren, solche Menschen irgendwie bestmöglich ignorieren und vor allem die Fassung bewahren... ich höre deutlich wie Josmabith und auch mein Vater mir dies immer wieder erklären... aber manchmal.... manchmal........

Der Tag hatte eigentlich wirklich gut begonnen, ausschlafen in meinem eigenen kleinen Raum, dann ein nettes Frühstück und dann waren wir auch schon fast wieder unterwegs. Farahjin war morgens noch kurz von Bord gegangen um seine Waffe abzuholen, die hatte er wohl bei der örtlichen Schmiedin in Reparatur gegeben, er war aber sehr schnell wieder zurück. Gegen Mittag ging es dann endlich los, ewig stand ich wieder an der Reling, habe Wind und Wellen genossen und meine Gedanken schweifen lassen. Wie lange würden wir wohl bis Festum brauchen? Was würden wir noch erleben? Und was würde ich bloß im Anschluß machen? Wenn doch nur diese Schulden nicht wären, ich könnte mich einfach frei dahin treiben lassen wo es mich hin zieht oder wo es etwas tolles zu erleben und zu lernen gibt, aber so.... naja, ich werde sicherlich wieder etwas aufregendes finden!

Als dann alles fast wieder seinen gewohnten Gang ging habe ich mir die Pergamente geschnappt die ich ja noch aus der Pyramide hatte und bin zu ihrer Magnifizienz gegangen. Er war natürlich auch sofort begeistert und studierte sie eingehend, aber komplett übersetzen kann selbst er sie nicht. Natürlich reichte sein Wissen aber aus um zu erkennen worum es sich handelt... nämlich um eine Beschreibung eines Rituals... der Neuerschaffung Siebenstreichs und wie diese dämonisch pervertiert werden kann, schlimm! Es ist wirklich gut das ich diese Pergamente gefunden und mitgenommen habe, ihre Magnifizienz wird wissen was damit zu tun ist.
Nun sprach er mich auch auf die Sachen an, die wir gestern in unserer höchst peinlichen Aktion zu ihm gebracht hatten. Er hatte sie natürlich noch nicht eingehend untersucht, aber eine der Waffen hatte sofort seine Aufmerksamkeit erregt und er hatte sie sich näher angesehen, das große hässliche Knochenschwert das Cian diesem äußerst seltsamen Echsenmenschen abgenommen hatte. Ihre Magnifizienz erklärte mir nun dass dies eine äußerst gefährliche Waffe war, denn sie war ganz offensichtlich einem Erzdämon gewidmet. Sofort fiel mir etwas ein, etwas das mir schon viel früher in den Sinn hätte kommen müssen, das aber wohl in der ganzen Aufregung irgendwie untergegangen war. So erzählte ich ihrer Magnifizienz aber nun von dem seltsamen Echsenwesen, wie anders es ausgesehen hatte, wie brutal es gewesen war und wie es offenbar immer mehr Spaß am Kampf fand, immer mehr in eine Art Blutrausch verfiel.Sofort nickte ihre Magnifizienz und sagte ja, das Schwert wäre eindeutig dem Gegenspieler der Donnernden gewidmet und es müsse unter allen Umständen zerstört werden. Dabei ist dieses Schwert wohl schon so sehr von der Macht des Erzdämons durchzogen das ihre Magnifizienz sich diese Zerstörung nicht hier auf dem Schiff zutraut, er wird es mit in die Akademie nehmen und dort, oder in einem Tempel unter größter Vorsicht zerstören. Ich hoffe sehr ihm gelingt es ohne Probleme und niemand kommt dabei zu Schaden, ich begreife aber auch nicht wie jemand nur so etwas abscheuliches tun kann?! Ich meine... Paktierer!!.... Aber nunja, was weiß ich auch über Echsen und deren Ideen, Vorstellungen und von ihrer Moral...
Nun besprachen ihre Magnifizienz und ich aber erst einmal wie wir in den nächsten Tagen vorgehen wollen, erstellten so etwas wie einen Unterrichtsplan für mich. Natürlich werde ich ihm helfen die anderen Sachen zu untersuchen und werde dabei gleich noch etwas an meinen Fähigkeiten in der magischen Analyse arbeiten können, aber ich habe auch noch ein paar andere Ideen und Wünsche. Auch ihre Magnifizienz hatte die ein oder andere interessante Idee, ich bin sooo gespannt was er mir auf der Reise alles beibringen wird.. ich hoffe wir brauchen länger als erwartet bis wir in Festum sind!
Nun wollte ich eigentlich schon gehen, ich vermute ihre Magnifizienz braucht immer noch etwas Ruhe nach seiner Krankheit und ich wollte ihn nicht zu lange aufhalten, aber mir fiel die Statue in Port Stoerrebrandt wieder ein und ich fragte ihn ob er diese schon einmal untersucht hatte. Im Nachhinein ärgere ich mich doch etwas über mich selbst, denn ich fand einfach nicht die richtigen Worte, konnte ihm nicht begreiflich machen wie sehr mich diese Statue fasziniert. Ich erzählte von meinem Verdacht dass dort ein elemtares Wesen in der Statue gebunden sei und das brachte ihn schließlich zum Schmunzeln. Er meinte es würde ihn gar nicht wundern das ich begeistert von dieser Statue bin, denn so wie diese sich verhält könne ja nur ein Wesen der Luft darin gebunden sein. Wir sprachen kurz darüber wie lange dieses Wesen schon in der Statue gebunden sein muß und ob es vielleicht sinnvoll wäre es zu befreien?! Natürlich weiß ich dass die Statue in Port Stoerrebrandt eine wichtige Aufgabe hat.. aber ich mein... man kann doch ein elementares Wesen nicht so lange an diese Statue binden, und diese Statue gehört ja nicht einmal nach Port Stoerrebrandt sondern auf das Schiffswrack und das Tosen was diese Statue von sich gibt wenn ein Schiff kommt.. das klingt schon... ach ich weiß doch auch nicht... Ihre Magnifizienz erklärte mir nun dass natürlich keine Zeit für eine ausgiebige Analyse sein würde, aber er ist zumindest so interessiert dass er mitkommen und die Statue zumindest kurz untersuchen möchte. Ich bin so gespannt was er heraus findet und ich kann es kaum erwarten mir die Statue noch einmal anzuschauen.
Jetzt war es aber wirklich Zeit ihre Magnifizienz alleine zu lassen, ich entschuldigte mich noch einmal kurz für unser unmögliches Verhalten am Vortag, aber er lächelte nur und meinte es sei wohl  ein Vorrecht der Jugend etwas stürmisch sein zu dürfen, das nächste Mal sollten wir aber lieber klopfen, dann wendete er sich seiner Arbeit zu und ich verließ den Raum.

Ich war immer noch komplett in Gedanken versunken, dachte an meinen Lehrplan, an die Statue und was wir wohl heraus finden würden....doch plötzlich riss mich Cian aus meinen Gedanken.... na prima....
Er fragte mich nun plötzlich warum ich denn die Sanduhr nicht abgegeben hätte, diese hätte nämlich nicht auf dem Tisch gelegen als wir die anderen Sachen in die Kabine des Erzmagiers gebracht hatten. Jetzt mal ehrlich... glaubte er wirklich ich hätte sie... behalten? Oder wie kam er auf diese unverschämte Frage? Ich schluckte meinen Ärger allerdings hinunter und tat so als wäre er vielleicht einfach nur neugierig. Ich erklärte ihm das ich die Uhr bereits unterwegs zu ihrer Magnifizienz bringen wollte und erzählte nun was mit der Uhr passiert war. Natürlich verstand Cian gar nichts, nicht von dem was der große Basilius mit diesem Schutzmechanismus bezweckt hatte, nicht wie sowas überhaupt möglich war und überhaupt. Nein, er unterstellte mir zuerst sogar ich hätte die Uhr "versehentlich" zerbrochen und wolle das nur nicht sagen... kannst du dir das.. diese UNVERSCHÄMTHEIT! Am liebsten hätte ich ihm mal so richtig die Meinung gesagt, ihm gesagt... aber nein, so völlig aus der Haut zu fahren gehört sich nun wirklich nicht, außerdem wäre es völlig Energieverschwendung und überhaupt, vermutlich will dieser Kerl genau so etwas. Wobei ich nicht weiß was er davon hätte? Aber mit seiner provokanten Art, seinen Unverschämtheiten.. immer wieder scheint er irgendjemanden (vorzugsweise mich) provozieren zu wollen, unmöglich dieser Mensch!
Ich blieb also so ruhig wie irgendwie möglich und versucht es ihm noch einmal zu erklären, aber nun... nun plötzlich hatte er ganz andere Ideen! Denn nun fing er wieder damit an dass wir diese Uhr hätten zurück bringen müssen in den Raum in der die Projektion von Erzmagier Basilius saß, als wenn die Projektion dies nicht erwähnt hätte.... Für sämtliche Erklärungen waren seine Ohren wie üblich taub, er brachte nur eine Idee, einen Spruch nach dem anderen, als hätte er es wirklich nur darauf abgesehen mich zu provozieren und mir auf die Nerven zu gehen. Irgendwann ging es dann plötzlich darum wer wie effektiv gewesen war, wer welchen Fehler gemacht hatte... wobei er natürlich jeglichen Fehler seinerseits übersah, ja sogar schön redete. Neeeeiiiin, er hätte seine Waffe nicht weggeworfen, sondern benutzt um zu beweisen das da doch etwas war... Neeeiiiinnn, natürlich wäre es nicht dumm und gefährlich für mich gewesen dass er dann erst von mir weg ging um diese "Waffe" wieder zu holen... Sotolosch wäre ja da gewesen..... nach 1 Schlag halbtot am Boden... Natüüürrrlich hatte Cian immer bei allem recht gehabt und Bescheid gewußt, nur die anderen...Bla! Es ging dann eine Weile hin und her, ich will dir gar nicht alles aufschreiben was alles gesagt wurde, ich versuchte es zwischendurch noch mit einem "Wir alle haben unsere Fehler gemacht"... aber auch das stieß auf taube Ohren... typisch. Ich wollte mich schon frustriert abwenden, ich sollte den Kerl wirklich einfach immer stehen lassen, soll er doch schauen wem er auf die Nerven gehen kann... aber nun sprach er mich wegen des Schwertes an. Er wolle "nun endlich" das Training damit beginnen. Noch einmal schluckte ich jeglichen bissigen Kommentar hinunter, die Sache mit dem Schwert war zu ernst, und erklärte ihm was ihre Magnifizienz heraus gefunden hatte. Was nun kam war das unmöglichste und dümmste was ich bisher überhaupt erlebt habe. Er verstand überhaupt nicht was Sache war, spielte die Gefahr völlig herunter, tat fast so als wolle man ihm etwas nicht gönnen oder würde ihm seinen persönlich Besitz stehlen. Er besteht tatsächlich darauf diese Erzdämonisch verunreinigte Waffe zurück zu bekommen, wenn schon nicht um damit zu kämpfen, dann doch wenigstens um damit "herum zu laufen" Klar, völlig logisch, jeder möchte doch mit der Waffe eines Erzdämons "herumlaufen", oder?! Er war sogar so unverschämt zu vermuten die Waffe sei nun ja völlig ungefährlich... der seltsame Echsenmensch hätte ja bereits seine Seele dafür geopfert. Kann ein Mensch wirklich so ungebildet und naiv, so dumm sein?! Unglaublich!
Ich spürte wie ich immer wütender wurde und umso wütender ich wurde umso mehr provozierte dieser Kerl mich. Als er dann fragte ob er "wenigstens" die Mütze haben könnte um sie zu tragen erwiderte ich nur noch er solle doch am besten auch einer der Masken übers Gesicht ziehen. Jaja, ich weiß das war nicht nett... aber ehrlich, der Typ ist einfach nur... argh!
Nun hatte ich aber wirklich genug, ich atmete noch einmal durch und wollte ihn mit einer passenden Erklärung stehen lassen, aber da drehte er sich bereits wortlos um und ging, vermutlich dachte er dass er mich so noch mehr provozieren könne, als ob ich Lust gehabt hätte weiter sinnlos zu diskutieren, da gibt es wirklich spannenderes! Natürlich war schon sehr früh im Gespräch klar das es einfach nirgendwohin führen würde und ich hätte wirklich so vernünftig sein sollen und viel eher gehen sollen, aber diese Unvernunft, und das bei einer solchen Gefahr! Immer noch fassungslos aber froh das er endlich weg war ging ich an die Reling um erst einmal wieder durch zu atmen. Ich vermute dass ich dabei durchaus das ein oder andere.... nicht so nette Wort vor mich herflüsterte, aber nunja, irgendwohin mußte ich mit dem Ärger über diese Unwissenheit und diese Unvernunft.. diese.. Dummheit.. einfach hin.

Nun sitze ich hier und könnte mich schon wieder fürchterlich aufregen. Natürlich ist dieser Kerl sowieso schon unmöglich, zumindest die meiste Zeit. Natürlich ist er provokant, unverschämt und ungebildet... Dazu kommen seine äußerst seltsamen Vorstellungen.... -> Natüüürrrlich heilen wir unsere Feine nachdem sie nur eine Minute vorher versuchten uns zu töten... natürlich retten wir sie dann auch und nehmen sie mit! Natürlich ist es völlig in Ordnung seine Begleiter schutzlos einfach so stehen zu lassen um seine Waffe zu holen (die nicht mal eine richtige Waffe ist) die man vorher weggeworfen.. ach nein.... "weg geschoben" hatte um "etwas zu testen" Natürlich ist es völlig in Ordnung nicht nur einer ausgebildeten Magierin und einem Adligen immer wieder ins Wort zu fallen und sie anzupöbeln.... nein, natürlich ist das auch bei einem Erzmagier völlig in Ordnung. Und natürlich ist es eine absolut Unverschämtheit ein magisches Artefakt das Basilius der Große mir persönlich anvertraut hatte um meine Mission zu erfüllen anschließend mitzunehmen um sie bei einem Erzmagier in sichere Verwahrung zu geben, neeeeiiin... diese Sanduhr mußte unbedingt zurück gegeben werden weil sie uns ja nicht gehört.... Aber natürlich ist es völlig ok jeden.. und wirklich jeden Raum und jede Truhe zu plündern und alles mitzunehmen und zu behalten!  Unglaublich!
Aber diese Unvernunft jetzt?! Herrje, es geht um eine Waffe die dem Gegenspieler Rondras gewidmet ist, für die jemand seine Seele gegeben hatte und die mit wer weiß wie viel Macht ausgestattet ist. Eine Waffe die unbedingt zerstört werden muß und mit der man sicherlich nicht "einfach so herumläuft" weil sie "speziell aussieht".
Ich habe wirklich schon viel Unvernunft erlebt wenn es um Dämonen, ihre Beschwörung und ihre Beherrschung geht, so viele denken sie haben alles unter Kontrolle und könnten mit diesen Kreaturen machen was sie wollen. Wie viele an der Akademie haben herum geprahlt was sie alles können und das alles kein Problem sei, selbst als eine heimliche Beschwörung einmal völlig daneben ging und es richtig Ärger gab. Ich verstehe auch überhaupt nicht warum man sich mit diesen Wesen einläßt, warum man sie unbedingt beherrschen und beschwören will. Warum denn ein Dämon wenn man doch einfach mit einem der Elemente zusammen arbeiten kann? Das ist doch auch so viel spannender! Aber naja, darum geht es ja nun nicht, denn das hier... die Waffe von jemandem der keineswegs versuchte einen Dämon zu kontrollieren...sondern der mit ihnen zusammen arbeitet.... der willentlich seine Seele opferte um sich einem Dämon unter zu ordnen... das ist doch... das..... Müßte das nicht selbst jemand wie Cian ernst nehmen? Müßte nicht.... Ach was solls, ich gebs auf... ihre Magnifizienz wird ihm schon klar machen dass er diese Waffe nicht bekommt. Vielleicht.. ganz vielleicht... wenn Cian mal ganz in Ruhe nachdenkt... vielleicht fällt ihm dann auch auf wie gefährlich diese Waffe ist und wie dumm die Idee sie haben zu wollen. Ich mein... das muß doch selbst jemand wie er verstehen ... oder?

25.Efferd 1005BF – Uribert

Heute bin ich wieder etwas besser gelaunt als gestern, das mag daran liegen dass ich so viel neues gelernt habe als ich mit ihrer Magnifizienz zusammen gearbeitet habe, es mag daran liegen das ich mir immer wieder die Zeit genommen habe den Ausblick aufs Meer zu genießen, es mag an dem netten Abend liegen den ich hatte... vor allem liegt es aber wohl daran das ich Cian heute so gut wie gar nicht gesehen habe...

Schon früh am morgen bin ich zu ihrer Magnifizienz gegangen und wir haben angefangen die Dinge zu untersuchen die wir aus der Pyramide mitgebracht hatten. Vieles davon ist völlig normal, aber ein paar Dinge sind wohl doch magisch, diese werden wir noch näher untersuchen, natürlich haben wir aber auch noch lange nicht alles gesehen. Immer wieder erwähnte ihre Magnifizienz das er mir doch noch den ein oder anderen Zauber beibringen möchte, erwähnte vor allem einen der wohl wie für mich gemacht wäre, allerdings sei das auch nicht so einfach. Egal was ich versuchte, er wollte mir einfach nicht mehr darüber erzählen, schmunzelte nur immer wieder über meine Neugier und meinte das würde ich schon noch erfahren, erst wären die Untersuchungen dran und die ein oder andere Unterrichtsstunde in Zaubern die ich bereits beherrsche. Er erwähnte allerdings auch dass er mir etwas beibringen will was mir in Zukunft sehr helfen wird Dinge zu lernen, eine Möglichkeit besser zu lernen wenn ich auch weiterhin so viel unterwegs sei. Ich bin wirklich gespannt was ich noch alles lernen werde hier auf dem Schiff! Wäre es nicht toll wenn ihre Magnifizienz direkt im Anschluß die nächste Expedition starten würde? Das wäre doch perfekt! Weiter mit dem Schiff reisen, ganz viel lernen, aufregende Dinge erleben... und dabei etwas Geld verdienen! Naja gut, ein kleines bißchen weniger gefährlich dürfte es dann doch sein....

Natürlich habe ich auch an einer Übungseinheit unter Deck teilgenommen, Kiaska versucht mir tapfer bei zu bringen wie ich mit meinem Stab besser kämpfen kann. Dabei konzentrieren wir uns vor allem auf die Momente in denen ich wütend bin und daher nicht mehr ordentlich zielen kann. Kiaska sagt ich müsse diese Gefühle besser lenken lernen und sie zeigt mit ein paar wirklich tolle Sachen. Natürlich ist die Stimmung bei diesen Einheiten immer noch etwas gedrückt, Hauptmann Tuljof fehlt einfach und gerade in diesen Einheiten spürt man dies ganz deutlich. Immer wieder blickt der ein oder andere hoch, schaut zu der Stelle an der er immer stand und wartet auf eine Korrektur oder einen klugen Ratschlag. Genauso scheinen wir immer wieder auf die Stelle zu schauen an der Jan immer trainierte, scheinen auf einen seiner lustigen Sprüche zu warten.... wann werden wir uns wohl an diese Situation gewöhnt haben? Geht das überhaupt?

Am Abend habe ich schließlich Uribert auf dem Deck gesehen und bin spontan zu ihm gegangen. Uribert hatte ja die ganze Zeit in Brabak verbracht und ich war gespannt was er so zu erzählen hatte, außerdem hatte ich immer noch im Kopf das er von seinem großen Wissen über Aventurien erzählt hatte und wollte da mal genaueres erfahren. So setzte ich mich zu ihm und wir spielten die ein oder andere Runde. Ich bin froh dass wir nicht um Geld spielten, ich glaube ich hätte fürchterlich viel verloren.... so ärgerte ich mich immer wieder wenn ich erneut verlor obwohl es gar nicht so schlecht aussah... aber es machte doch großen Spaß. Was er genau in Brabak alles erlebt hatte fragte ich allerdings nicht, er erwähnte ganz am Anfang das er sich Geld geliehen hatte und das es zum Glück ja zahlreiche Möglichkeiten in Brabak geben würde... dabei zwinkerte und grinste er so zweideutig das ich lieber nichts genaueres wissen wollte, zumindest hatte er eine gute Zeit gehabt. Auch sein so großes Wissen über Aventurien... hmm... entweder hatte er etwas zu sehr geprahlt, wußte nicht was er genau erzählen sollte.. oder wir hatten eine gänzlich andere Auffassung von großem Wissen. Natürlich ist er viel herum gekommen und kann daher vieles erzählen, das große unerwartete, faszinierende Wissen... hm... davon spürte ich aber nichts. So plauderten wir allgemein ein bißchen und kamen dann darauf zu sprechen was er wohl nach der Expedition machen wird. Erneut erzählte er von seinem Freund und das er auf jeden Fall versuchen wird ihn zu finden. Er erwähnte aber auch das er vielleicht Hilfe brauchen könnte und natürlich bot ich ihm an das er sich jederzeit bei mir melden kann. Er fragte dann auch was ich so vor habe und ich wußte nicht wirklich was ich sagen soll. Natürlich würde ich erst einmal die Akademie ihrer Magnifizienz besuchen, mir auf jeden Fall Festum anschauen, aber dann? Ich fragte ihn noch ob Festum wohl auch so schön sei wie Khunchom, aber so richtig verstand er wohl nicht was mir an Khunchom so gefallen hatte. Er meinte nur Festum sei auf jeden Fall prächtig und es gäbe auch ein Maraskanerviertel. Hm... Farahjin wirds wohl freuen... wobei... das Maraskanerviertel in Khunchom war ja wirklich toll gewesen und bunt und so viele unterschiedliche Menschen und..... naja, ich werde es mir auf jeden Fall anschauen! Uribert fragte mich dann seltsamerweise noch ob ich die anderen nicht nach Gareth zum großen Turnier begleiten würde, seltsam... ich weiß gar nicht wann er etwas darüber aufgeschnappt hat?! Aber.. was soll ich denn auch auf so einem Turnier? Ich mein, natürlich wäre es sicherlich total spannend und alleine Gareth wird vermutlich eine Reise wert sein.... aber bis zum Turnier ist es noch so weit hin, außerdem... ich bin mir gar nicht sicher wer von den anderen dort hinreisen wird und wie.. und wann... und eine Möglichkeit Geld zu verdienen ist das nun auch nicht wirklich, da werde ich mir schon vorher noch etwas anderes suchen müssen. Aber wer weiß, vielleicht reise ich dann ja auch hin und treffe den ein oder anderen dort, das würde mich sehr freuen.. zumindest bei den meisten.
Nun wurde Uribert aber plötzlich neugierig... was wir denn die ganze Zeit bloß gemacht hätten, was wir erlebt hatten usw. Zuerst wußte ich gar nicht was ich ihm sagen sollte, er war ja weiterhin nicht gut auf ihre Magnifizienz zu sprechen und von den Echsen und Paktierern und allem zu berichten... nach dem was ihm passiert war?! Außerdem gab es auch so vieles über das ich gar nicht reden durfte.. So erzählte ich davon das wir Echsenmenschen begegnet waren, das sie uns angriffen.. dann ging ich aber sehr schnell dazu über von den Hornechsen zu erzählen, von Lauser und von Gorgon. Als ich schließlich von Gorgons Anstellung im Theater erzählte war endlich Uriberts Neugier gepackt, er fragte mich nun dazu aus und kam gar nicht mehr auf die Pyramide oder die Expedition zu sprechen. So plauderten wir noch den ganzen Abend über alles mögliche, es war wirklich angenehm.. auch wenn ich wirklich den ganzen Abend verlor. Und nun wird es Zeit das ich ein paar Stunden schlafe, der Unterricht morgen wird bestimmt wieder sehr spannend... ob ihre Magnifizienz mir morgen mehr verrät? Und was wohl sonst so passiert?
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Ugarkai

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  • 27. Juli 2019, 16:01:24
Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #31 am: 27. Juli 2019, 16:01:24 »

Aus dem Tagebuch der Yamira al´Easifa Aslamsunni ai Rashdul

26.Efferd 1005BF – Das Tagebuch

Heute ist wirklich schon der Alltag auf der Königin von Festum eingekehrt... nein, keine Sorge, so schnell beschwere ich mich darüber sicherlich nicht, ein paar Tage ohne große Aufregung werden uns sicherlich allen gut un! Außerdem ist es auch alles irgendwie spannend, ich lerne so vieles von ihrer Magnifizienz, die Arbeit mit ihm ist so unglaublich aufregend... das ich zusätzlich nicht in einem kleinen Raum in eine Akademie festsitze macht es natürlich noch viel großartiger. Ich glaube ich erwähnte das ein oder andere mal wie gerne ich aufs Meer hinaus schaue, die Wellen beobachte und den Wind im Gesicht genieße. In diesen Momenten fühle ich mich, obwohl die Königin von Festum ja nicht besonders groß ist und ich hier nicht weg komme, irgendwie frei. Ich habe schon über so vieles nachgedacht.. die Expedition, was ich noch alles lernen kann und möchte, was ich alles sehen möchte, wie großartig die Elemente doch sind und wie viel es noch zu erforschen gibt um sie wirklich alle zu verstehen. Es gibt noch so unglaublich viel zu entdecken und zu lernen.....

Natürlich nehme ich weiterhin am Kampftraining teil, es tut mir wirklich gut mich mit Kiaska so richtig auszupowern, auch wenn ich glaube ich sollte irgendwann einmal lernen mich besser zu verteidigen, und nicht nur wie ich mit wirklich viel Kraft und unter Wut einen Gegner treffen kann. Wobei... kämpfen... eigentlich nicht mein Ding, aber in der Pyramide habe ich doch gelernt dass ich mich nicht immer darauf verlassen kann dass mich meine Begleiter beschützen... selbst wenn es ihre Aufgabe ist...

Gegen Nachmittag kam dann Farahjin zu mir und ich war ehrlich überrascht dass er mich als "gelehrte Dame" ansprach, das hatte er noch nie gemacht, was war denn nun los? Hatte er mitbekommen dass es mich furchtbar ärgerte wenn die Expeditionsteilnehmer nicht den nötigen Respekt vor ihrer Magnifizienz hatten? Was hatten sie nicht alles benutzt um ihn anzusprechen, nur verwunderlich dass nicht noch jemand auf die Idee gekommen ist es mit "Hey Du" zu versuchen. Wie du weißt bestehe ich unter den Teilnehmern nicht darauf korrekt angesprochen zu werden, auch wenn ich das vielleicht sollte, aber grade mit denjenigen mit denen ich in der Pyramide und auf dem schwarzen Schiff gewesen war.... nein, da ist so etwas nicht nötig, das hält der Herr von Wolpertingen ja auch genauso. Sofort sagte ich Farahjin also dass die Anrede zwar so korrekt sei, dass es aber unter uns nicht nötig sei, er könne mich weiterhin einfach Yamira nennen. Er meinte es wäre nun aber grade sehr wichtig das ich eben gelehrt bin und fragte dann bzw stellte fest, dass ich doch sicherlich gut lesen und schreiben kann. Bevor ich mir weiter Gedanken machen konnte was das nun bedeutete erzählte er mir erneut von seinem Tagebuch das er schreibt und er meinte er habe inzwischen schon viel viel besser lesen und schreiben gelernt, ganz am Anfang nämlich, da habe er ganz viele Fehler gemacht, nun würde er kaum noch welche machen. Trotzdem wäre es total toll wenn ich irgendwie ein bißchen Zeit hätte und schauen würde ob sich nicht doch noch der ein oder andere Fehler versteckt. Ich bin immer noch überrascht das Farahjin wirklich Tagebuch schreibt, dass er überhaupt schreiben und lesen kann und natürlich sagte ich ihm dass ich ihm gerne helfe, praktisch dass ich mir erst vor kurzem von Odilbert erklären ließ wie man anderen etwas einfacher erklären kann, dies konnte ich nun direkt anwenden. Er sollte einfach, wenn ich abends an der Reling stehe oder so, zu mir kommen und mir etwas zeigen, dann würde ich mir gerne die Zeit nehmen.
Etwas überraschend.. wobei... es ist Farahjin, so überrascht hätte ich also vielleicht gar nicht sein sollen... auf jeden Fall stand er schon kurz darauf mit ein paar losen Blättern wieder bei mir. Dies sei sein Tagebuch, er müsse es irgendwann noch binden lassen.. dann zeigte er mir stolz seinen letzten Eintrag.....
Ich.... es war etwas schwer die Fassung zu bewahren wo doch Farahjin so stolz neben mir stand und behauptete er würde nun kaum noch Fehler machen, ich fragte mich sofort wie seine ersten Texte dann ausgesehen hatten... kein Satz.. beinahe kein Wort ohne irgendeinen Fehler, das würde harte Arbeit werden. Gleichzeitig fragte ich mich ob es überhaupt ok war sein Tagebuch zu lesen, natürlich war ich fürchterlich neugierig, was hatte er geschrieben... etwas über mich... wie sah er die anderen.....aber andererseits.... ich würde ja auch ganz sicher nicht wollen dass irgendjemand mein Tagebuch liest... aber er hatte mir die Blätter ja zum lesen gegeben... also las ich weiter..

Ich kam nur 2 oder 3 Sätze weit, schmunzelte darüber dass er sich immer noch über die Elche Gedanken machte, die er irgendwann sogar mal als "gehörnte Tiere" bezeichnete und damit doch Verwunderung auslöste... Na, auf jeden Fall drückte mir Farahjin nun ganz schnell ein anderes Blatt in die Hand, wohl seinen ersten Eintrag, und der war... voll mit Fehlern, Farahjin hatte also recht damit dass er schon einiges gelernt hatte. Er überrascht mich immer wieder, er scheint also wirklich auch ein guter Schüler zu sein, schnell zu lernen... aber wo sollte ich denn nur anfangen....
Aber schon wieder wedelte er ganz aufgeregt mit einem Blatt in der Hand und drückte es mir dann schließlich in meine. Da... dort hätte er etwas über die Expeditionsteilnehmer geschrieben... nun war ich wirklich neugierig!
Tatsächlich hatte ich nun ein wenig Zeit das Geschriebene auch zu lesen, auch wenn das mit den vielen Fehlern wirklich nicht einfach war, denn Farahjin begann nun noch aufgeregter in seinen Blättern zu suchen und murmelte nur etwas von "warte warte ich hatte doch.." So konnte ich ein wenig darüber erfahren was unser Farahjin so denkt und ich bin wirklich froh dass mein Eindruck von ihm mich nicht getäuscht hat, er scheint einfach ein guter und loyaler Mensch zu sein, ohne versteckte Bösartigkeit oder so. So beschrieb er kurz ihre Magnifizienz, wußte sogar was seine richtige Anrede war.... auch wenn er es natürlich fürchterlich falsch schrieb. Auch beschrieb er unseren Hauptmann und ich mußte doch etwas schlucken, schon ganz am Anfang war Farahjin begeistert von Wassjef Tuljof gewesen und war sich sicher das er derjenige war denn man in einer Notsituation an seiner Seite brauchte.... Fürchterlich wenn man darüber nachdenkt was passiert ist..... Aber nun war keine Zeit lange traurig zu sein, ich mußte immer noch heraus finden wo ich bloß anfangen würde bei Farahjin, was würde ich ihm als erstes zeigen? Und wie brachte ich ihm möglichst schonend bei dass doch noch ein paar Fehler mehr in seinem "Tagebuch" waren? Außerdem wollte ich doch unbedingt wissen ob er auch etwas über mich geschrieben hatte. Zuerst folgte aber unser Salix, den Farahjin lustigerweise als Ritter bezeichnet, den er ansonsten aber durchaus treffend beschrieb. Bevor ich nun weiter lesen konnte rief Farahjin plötzlich.. "Da! Ich wußte es doch! Ich habe auch etwas über dich geschrieben, ich les es dir vor!" Ich war ja sooo gespannt!
Es war nicht ganz einfach ihm zu folgen, denn auch im lesen ist er nicht besonders gut, außerdem machte vieles von dem was er schrieb nicht sofort Sinn. So fragte er sich wohl selbst welche Macht so ein "Name" denn wohl haben könnte und ob die Länge eines Namens irgendetwas zu bedeuten hätte. Außerdem schien Farahjin fasziniert davon zu sein dass der Heshtot mich "relativ kalt" gelassen hatte und er vermutete sofort ich hätte sicher schon viel schlimmeres gesehen und bekämpft. Ich glaube es liegt daran dass er einfach keine große Ahnung von Magie und auch von Dämonen hat, was solche Dinge angeht hatte er ja auch das ein oder andere mal eine etwas übertriebene Angst gezeigt (Geistergeschichten und so). Er hatte aber richtig erkannt dass ich meine magischen Fähigkeiten nicht "einfach mal so" verwende sondern sie dann eingesetzt habe wenn es wirklich nötig war. Was mich aber ein bißchen ärgerte war, dass er die Situation mit dem Heshtot völlig falsch einschätze.... der habe mich nämlich so kalt gelassen dass ich einfach nur zugesehen hätte. Mit aufkommender Wut im Bauch dachte ich daran wie mir Sotolosch einfach in den Weg gelaufen und beinahe meinen Zauber in den Rücken bekommen hatte und er danach auch nur einen dummen Spruch auf Lager hatte.. PAH! Ich kam aber mal wieder nicht dazu etwas zu sagen, denn Farahjin meinte nun immer noch völlig aufgeregt er hätte mich ja damals noch nicht so gut gekannt und überhaupt und da habe er ja auch noch viele Fehler gemacht, aber jetzt nicht mehr.... damit drückte er mir wieder den neuesten Zettel in die Hand.

In den darauffolgenden Stunden versuchte ich mein bestes Farahjin zu erklären wo er noch Fehler machte, also.. ich suchte mir einen Fehler heraus den er immer wieder machte... nämlich ie und ei vertauschen. Farahjin gab sich wirklich Mühe, aber er hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, schweift immer wieder ab, ist so neugierig das immer neue Fragen kommen immer wieder eine Geschichte eine andere auslöst. Es hat mir aber auch wirklich Spaß gemacht ihm zu helfen und ich denke er hat verstanden was ich ihm beibringen wollte, wenn es auch immer wieder schwierig wurde weil ich einfach so viel schneller lese, schreibe und denke. Ich glaube zwischendurch war Farahjin doch etwas erschrocken und beschämt dass er noch mehr Fehler macht als er dachte, auch wenn ich ihm längst nicht alles aufgezählt habe, ich habe ihm aber schnell erklärt dass er wirklich stolz sein kann dass er so gut schreiben kann. Zum Schluß sagte ich ihm noch dass er gerne wieder zu mir kommen kann und ich würde ihm weiter helfen, ich glaube er hat sich darüber gefreut. Natürlich hätte ich in der Zeit frei in seinen Zetteln lesen können, Zeit genug hatte ich, aber ich fand es gemein nun noch zu versuchen mehr heraus zu finden, das hatte Farahjin nicht verdient, auch wenn ich natürlich immer noch neugierig bin.....

27.Efferd 1005BF – Ohne Worte

Nein, ich finde wirklich keine Worte für das was heute passiert ist, für das was sich dieser unmögliche Typ heute geleistet hat. Ich möchte herumlaufen, rumschreien und ihm wenigstens ein bißchen Verstand in den Kopf hämmern... und ein bißchen Anstand und Erziehung dazu! Du kannst dir nicht vorstellen was er sich heute erlaubt hat, vor ihrer Magnifizienz! Das ist einfach einfach........

Heute Vormittag hatte es keinen Unterricht bei ihrer Magnifizienz gegeben da er etwas anderes wichtiges zu besprechen hatte, mit dem Kapitän vermutlich. Also lief ich auf dem Deck herum und genoß die freie Zeit, später würde ich dafür umso fleißiger sein müssen... Doch dann kam einer der Matrosen zu uns und meinte wir sollten bitte alle zu ihrer Magnifizienz kommen, er hätte uns etwas wichtiges zu sagen. Oha... wenn ihre Magnifizienz uns alle zusammen ruft? Was sollte das denn jetzt bedeuten? Wieder eine Wendung von der keiner etwas ahnte? Natürlich war in der kleinen Kabine dann viel zu wenig Platz, also gingen neben mir noch Salix, Farahjin, Cian und Sotolosch hinein, der Rest des Expeditionstrupps versammelte sich vor der Türe und versuchte von dort aus alles mit zu bekommen.
Ihre Magnifizienz erklärte uns dann auch recht schnell dass es um die Dinge ging die wir aus der Pyramide mitgebracht hätten, denn wir hatten die oberflächlichen Untersuchungen gestern beendet. Sofort hatte ich ein ungutes Gefühl, das würde ganz sicher Äger geben... wobei.... wir waren immerhin bei ihrer Magnifizienz, da sollten doch alle zumindest ein bißchen Anstand...naja...
Er erklärte den anderen nun was ich natürlich bereits wußte, die meisten der Sachen waren völlig ungefährlich und es wohnte keine Magie in ihnen, diese könnten wir nun zurück haben bis sie dann entsprechend aufgeteilt werden würden. Sofort huschte mein Blick zu Sotolosch, fast erwartete ich einen Einspruch, aber Sotolosch sagte nichts. Dann erklärte ihre Magnifizienz den anderen wie es um das riesige hässliche Schwert bestellt war, erklärte von der Macht dieses Schwertes und das es äußerst gefährlich war, dass es zerstört werden mußte. Er machte dabei auch ganz deutlich dass es keinerlei Hoffnung gab das Schwert von den dämonischen Einflüssen zu befreien, es sei komplett mit dämonischer Macht durchdrungen und es würde bereits sehr schwierig und gefährlich werden es zu zerstören. Ich fragte mich sofort ob Cian nun dreist und dumm genug war auch ihrer Magnifizienz zu widersprechen und die ganze Sache herunter zu spielen... so dumm könnte doch nicht mal er sein oder? Ich meine, er hatte doch auch nun etwas Zeit darüber nach zu denken, und wenn er mir schon nicht glaubt weil er ein Problem mit mir hat, damit das ich gelehrt bin, eine Magierin, eine Elementaristin, eine Frau?! Ach wer weiß was sein Problem ist.. auf jeden Fall mußte er doch den Worten ihrer Magnifizienz glauben und nun endlich einsehen wie gefährlich alles war....
Noch bevor er anfangen konnte etwas zu sagen, man sah schon wie er versuchte den Mund zu öffnen, sprach Farahjin. Er verstand nun nämlich überhaupt nicht wie es sein kann dass dämonische Kraft in ein Schwert gebunden wird. Er wirkte dabei gleichzeitig neugierig, fasziniert und erschrocken, keinesfalls war er ungläubig oder zweifelte an dem was ihre Magnifzienz sagte. So erklärte dieser nun wie so eine Sache möglich ist, erzählte wie jemand seine von den Göttern gegebene Seele an jene verschachert habe und er machte auch noch einmal sehr deutlich dass dies eines der abscheulichsten Verbrechen überhaupt ist.
Hatte ich wirklich gelaubt dies wäre nun deutlich und Erklärung genug? Hatte ich wirklich gehofft Cian würde wenigstens einen kleinen Funken Verstand und Anstand besitzen? Wie konnte ich?! Er polterte nun nämlich los, erzählte wieder dass ja diese Echse bereits ihre Seele gegeben hatte und die Waffe nun also "bezahlt" sei, sie könne gar nicht mehr gefährlich sein. Außerdem hätte er nichts davon gemerkt dass die Waffe gefährlich sei, er stellte ihre Magnifizienz tatsächlich als unwissend oder als Lügner hin.. stell dir das mal vor! Ich weiß nicht wie, aber ihre Magnifizienz blieb ruhig und erklärte dass Cian großes Glück gehabt hatte und das Schwert habe sich vermutlich nur nicht gemeldet weil es zu keinerlei Kampfaktion gekommen sei und Cian auch keinen Versuch unternommen hatte das Schwert zu benutzen. Auf keinen Fall aber würde sich der Dämon zufrieden geben, er würde ganz bald mit seinen Einflüsterungen beginnen, würde dazu auffordern das Schwert zu benutzen und immer mehr zu benutzen, immer brutaler zu werden und schließlich auch gegen die eigenen Leute vor zu gehen. Letztendlich würde es dazu führen das man dem Schwert komplett verfällt. Ihre Magnifizienz beschrieb dies alles sehr deutlich und ich sah großes Unbehagen in den meisten Gesichtern, alle verstanden, wenn sie vielleicht auch nicht genau verstanden wie es funktionierte, warum und überhaupt... so verstanden sie aber ganz gewiß wie gefährlich dieses Schwert war. Nur Cian, der verstand gar nichts, wurde immer unverschämter, lauter und motziger. Ich habe mich wirklich sehr zusammen reißen müssen nichts zu sagen, es hätte doch nur zu mehr Streit geführt, außerdem war dies eine Sache ihrer Magnifizienz und er würde sicherlich keine Unterstützung brauchen oder wollen. Auch der ein oder andere in unserer Gruppe sah ehrlich entsetzt aus, vielleicht mußten sich sogar einige genauso zusammen reißen wie ich das tat... ich mein... selbst Farahjin schaute Cian nun total entsetzt und verwundert an... Erneut versuchte ihre Magnifzienz Cian deutlich zu machen wie gefährlich ein Schwert sei das dem Gegenspieler Rondras gewidmet ist... worauf Cian nun völlig außer Rand und Band lospolterte ihre Magnifizienz sollte doch "gefälligst" den Namen den Dämons nennen, schließlich habe der bestimmt auch einen. Kannst du dir das??? Kannst du?? Nein, ich glaube das kann keiner... und mir ist es absolut unbegreiflich wie ihre Magnifizienz es schaffte ruhig zu bleiben. Man sah ihm nichtmal an ob Cian ihn verärgerte oder nicht, er behielt auch seinen ruhigen Tonfall bei, seine Stimme wurde allerdings etwas strenger. Er machte nun unmißverständlich klar dass er sicherlich nicht den Namen eines Erzdämons aussprechen würde, dass Cian froh sein könne dass das Schwert bisher nicht mit den Einflüsterungen begonnen hatte und dass es unter allen Umständen zerstört werden würde, seine Art und seine Stimme ließen dabei keinen Platz für irgendeinen Einwand.

Eigentlich sollte ja nun alles geklärt sein, aber Cian fing nun wieder mit seiner provozierenden Art an, fragte ob er denn "wenigstens" die Mütze und die Masken haben könnte. Ich an der Stelle ihrer Magnifizienz hätte ihm glaube ich beides um die Ohren gehauen, aber er blieb erneut gelassen und sagte beides sei ungefährlich. Er erklärte die Masken seien sicherlich fürchterlich hässlich und auch entsprechenden Götzen gewidmet, es liege aber keinerlei dämonischer Einfluß auf ihnen und auch keine Magie. Er redete nun weiter, ließ Cian gar nicht erst zu Wort kommen, und erklärte dass auch die meisten anderen Sachen völlig harmlos seien, der komplette Schmuck, die Edelsteine und der ganze andere Kram könnte problemlos später aufgeteilt oder verkauft werden. Ein bißchen anders sah dies bei den Edelsteinen aus die wir bei den magisch begabten Echsenwesen gefunden hatten, denn diese sind durchaus magisch. Mir hatte er bereits im Vorfeld erklärt das diese Echsenwesen diese Steine wohl irgendwie für ihre Zauber benötigen und wie interessant es wäre sie zu untersuchen, er kam nun aber nicht dazu dies auch den anderen zu erklären. Cian nämlich... wie üblich ohne jeglichen Anstand, redete ihm einfach dazwischen, meinte nur "und dass heißt ihr wollt sie einfach behalten" Ihre Magnifizienz.... ich muß unbedingt einmal nachfragen wie er solche Unverschämtheiten einfach so an sich abprallen lassen kann... meinte nur trocken dass er genau dies vorhabe. Er behält die Steine vorläufig um sie zu untersuchen. Wieder kam er nicht dazu weiter zu sprechen denn Cian meinte nur patzig "Wißt ihr überhaupt damit umzugehen?!" Das ist.. das... spätestens jetzt hätte ich ihn rausgeworfen! Wie kann er es nur wagen? Ich glaube wenn er in meiner Nähe gestanden hätte hätte ich ihm einfach kurz gegens Schienbein getreten.... nicht das ich vermute das würde ihn zur Vernunft bringen... aber... herrje!
Erneut wechselte ihre Magnifizienz in seine ernste und bestimmende Stimmlage und sagte er würde sie behalten um sie zu untersuchen, auf Nachfrage von Cian (natürlich patzig und bockig vorgetragen wie immer) erklärte er dass er natürlich auch seine Forschungsergebnisse mit mir teilen würde... was auch immer Cian meint davon nun wieder zu haben. Auch die andere seltsame Waffe, die Knochenkeule, ist durchaus etwas besonderes wie der Erzmagier nun allen erklärte, sie sie nicht gefährlich, keine dämonischen Einflüsse, aber es wohnt ihr eine Art von Magie inne. Es scheint so als sei sie eine Keule wie sie wohl manche Waldmenschenschamanen benutzen, ihre Magnifzienz interessiert sich allerdings nicht besonders für die Untersuchung dieser Waffe. Ihre Magnifizienz schaute dabei in meine Richtung, wollte wohl wissen ob ich mich für die Untersuchung dieser Waffe interessieren würde, aber Cian griff sofort nach der Waffe und steckte sie wieder ein... typisch. Hat er ein Glück dass ich sowieso kein interesse an der Untersuchung habe, wobei mir auch nicht klar ist was ausgerechnet er mit dieser Waffe will? Ach ja... "herumlaufen weil es toll aussieht!" Unglaublich....

Eigentlich hätte das Gespräch jetzt zu ende sein können und Cian zufrieden, immerhin hatte er eine Waffe bekommen und auch die Mütze und die Masken konnte er behalten... zumindest bis heraus kommt wie nun alles auf uns alle aufgeteilt wird. Aber nein, Cian war keineswegs zufrieden, denn nun sprach er die Pergamente an, wollte wohl mit dem nächsten Thema provozieren. Als ihre Magnifizienz dann aber von dem Ritual und der Möglichkeit dämonischer Einflüsse darauf zu sprechen kam würde plötzlich Farahjin neugierig. Ich bin sooo froh über seine Art und dass es ihm so überhaupt nicht peinlich ist einfach zu fragen wenn er mal wieder etwas nicht weiß. So fragte er nun erstaunt wie es überhaupt möglich war das ein von den... wie er sie nennt... 12 Geschwistern gegebenes Schwert (die Maraskaner haben wirklich eine extrem seltsame Auffassung von den Göttern...) nun, wie es möglich war dass dieses dämonisch pervertiert wird. Das war eine wirklich gute Frage die er sich wie ich vermute nicht als einziger stellte. So erklärte ihre Magnifizienz das nicht das Schwert ansich anfällig sei, sondern dass es um einen gezielten Moment im Neuerschaffungsprozess ginge, und nur in diesem Moment sei ein Eingriff möglich. Farahjin fragte neugierig weiter, niemand achtete mehr auf Cian der offenbar leise vor sich hinköchelte, da werden bestimmt noch weitere Unverschämtheiten auf uns zukommen....wo war ich? Ach ja, Farahin fragte nun was jetzt mit den Kelchen wäre, ob sie in Sicherheit wären, ob ihre Magnifizienz wüßte wo sie sich befinden und ob er auch darauf achten würde dass sie nicht mehr in fremde Hände geraten. Dies bejahte ihre Magnifizienz natürlich sofort, auf die Kelche von denen er den Aufenthaltsort weiß bzw erahnt würde er natürlich ein wachsames Auge haben, dies seien aber nicht alle Kelche, denn ein paar von ihnen seien vor so langer Zeit von den dunklen Mächten gestohlen worden dass ihre ursprünglichen Besitzer nicht mehr leben würden, ganz sicher seien sie aber in Sicherheit. Er erwähnte dann noch etwas ganz spannendes, wobei... eigentlich hat er recht wenn er sagt dass jeder von uns von alleine darauf kommen müßte... So sagte er nämlich dass auch wir durchaus erahnen müßten wo sich zumindest einer der Kelche befand... natürlich... er hatte recht! Wir hatten ja erfahren.... nein, dies werde ich hier nun lieber nicht niederschreiben, nicht auszudenken wenn dieses Buch in die falschen Hände gerät! Aber natürlich weiß ich wo sich einer der Kelche befinden müsste...

Nun war es aber wirklich Zeit ihre Magnifizienz wieder in Ruhe zu lassen, aber nein... stell dir diese... ich kann es immer noch nicht glauben... Da traut sich dieser Typ doch tatsächlich ihre Magnifizienz nach Unterricht zu fragen! Das Zeichnen will er lernen... nach den Unverschämtheiten die er sich erlaubt hat. Zu deutlich habe ich vor Augen wie ihre Spektabilität Dschelef ibn Jassafar auf diese Unverschämtheiten reagiert hätte, wie wütend er geworden wäre und wie er dann mit einer ruhigen aber sehr deutlich, sehr eisernen und lauten Stimme eine Strafe verhängt hätte, und zwar so dass selbst dieser ungehobelte Kerl sicherlich keine Widerworte gegeben hätte. Aber ihre Magnifizienz blieb wie üblich total gelassen, mit dem Wunsch nach Unterricht macht man ihm ja auch immer eine große Freude, und er meinte nun dass Cian gerne gleichzeitig mit mir kommen könnte und er würde uns dann beide unterrichten.
PAH! Nein, natürlich war ich von dieser Idee nicht begeistert, ich bin froh wenn ich diesen Kerl so wenig wie möglich ertragen muß, ich will nicht dass er mit seiner unverschämten Art und den fehlenden Manieren auch noch meinen Unterricht sabotiert! Aber niemals... NIEMALS hätte ich die Dreistigkeit besessen irgendetwas in der Art zu erwähnen, außerdem... ich hatte die ganzen Jahre in der Akademie mit einem absoluten Idioten überlebt, dann würde mich auch so jemand sicherlich nicht klein bekommen. Aber dieser... dieser.. Sohn eines Stinktiers! Dieser unverschämte, unmögliche.... Typ... Da sagt er doch tatsächlich das dies keine gute Idee sei, nicht etwa weil er es nicht möchte.. nein... weil mir das sicherlich nicht gefallen würde! Wie unglaublich peinlich und und... PAH! Der soll sich mal schön aus dem heraushalten was ich denken könnte, das kann ich durchaus selber regeln und es ist für ihn sowieso viel zu hoch! UNGLAUBLICH! Ihre Magnifizienz schaute mich zuerst verwundert an, deutete aber meinen Gesichtsausdruck wohl richtig, denn er sagte nichts weiter, nur dass sich sicherlich eine Lösung finden würde. Ich kann dir gar nicht beschrieben wie wütend ich war, immer noch bin! Ich möchte... ich....PAH! Der soll bloß schauen dass er mich die nächsten Tage nicht anspricht, sonst werde ich ganz sicher unhöflich... Trottel!

Plötzlich schien alles im Aufbruch zu sein und Farahjin schien auch etwas vor zu haben, denn irgendwie versuchte er uns alle aus dem Raum zu schieben. Er versuchte dabei wohl möglichst unauffällig vor zu gehen... aber jeder von uns erkannte sofort was er vor hatte. In einer anderen Situation hätte mich das wohl zum schmunzeln gebracht, gerade war ich aber einfach zu sauer, ich ging natürlich trotzdem. So schnell ich irgendwie konnte ging ich an die Reling, achtete darauf das mir niemand folgt. Gerne hätte ich nun meine Wut hinaus geschrien oder laut geflucht, aber nein.. daran hätte Cian sicherlich nur Spaß, also köchelte ich leise vor mich hin... irgendwann... irgendwann wird dieser Kerl mal auf jemanden treffen der sich so etwas nicht bieten läßt, der genauso wenig Anstand hat wie er.... oder er wird mal auf jemanden angewiesen sein den er vorher so behandelt hat........



Nachsatz vom 28.Efferd 1005BF:

So... nun konnte ich eine Nacht schlafen, natürlich bin ich immer noch furchtbar wütend... dieser.... nein, stopp... ich habe mich wirklich genug aufgeregt! Ich brauche meine Energie für wichtigere Dinge als ihn....

Was ich dir gestern vor lauter Wut gar nicht mehr berichtet habe ist das Farahjin eine Weile nach dem Gespräch noch einmal zu mir kam. Zuerst dachte ich dass er erneuten Unterricht will, dann hätte ich ihn wohl auf heute vertrösten müssen, aber er hatte eine andere Bitte. So erzählte er von einer Nachricht die er unbedingt an seinen Onkel schicken müsse und das der Erzmagier erwähnt habe er solle doch mich einmal fragen ob ich da etwas machen könne so das Farahjin sofort eine Antwort bekommt. Zuerst brodelte es schon wieder in mir, was bin ich denn? Ein Briefträger? Aber sofort beruhigte ich mich wieder, schließlich handelte es sich um einen Wunsch von Farahjin und ihre Magnifzienz war sich sicher das ich helfen würde. So ganz sicher war ich mir allerdings gar nicht dass ich wirklich etwas machen konnte, ich mein... könnte ich... also... sollte ich? Hier? Aber warum eigentlich nicht... aber.. das bräuchte Vorbereitung... und... und.... ich sollte unbedingt auch einen Brief an meine Eltern schreiben, meine letzte Nachricht aus Khunchom war viel zu kurz gewesen..... völlig in Gedanken versunken sah ich wie Farahjin mich unsicher anschaute, er wartete immer noch auf meine Antwort und seinem Gesicht nach zu urteilen erwartete er wohl dass ich nein sagen würde. Ich möchte Farahjin gerne eine Freude machen, zumal wenn er wirklich einen wichtigen Brief an die Familie weg schicken muß, aber ich wollte auch noch nicht zu viel sagen, also versprach ich ihm dass ich mir etwas überlegen würde. Sofort erhellte sich sein Gesicht, er bedanke sich und ließ mich schließlich wieder an der Reling stehen...

So dachte ich noch einmal über die kurze Nachricht nach die ich meiner Mutter von Khunchom aus geschickt hatte... "Bin dabei, werde länger unterwegs sein, Hab euch lieb!" Mit keinem Wort erwähnte ich mehr über den Auftrag, erklärte wohin ich unterwegs war und mit wem. Natürlich wußte sie dass alles über die Akademie gelaufen und dass ihre Magnifizienz damit zu tun hatte, aber ich hatte mir keine Zeit genommen mehr zu erklären, war mir sicher gewesen später mehr Zeit dafür zu haben. Nun dachte ich an Jan, an Wassjef und an Ragondir.. was war wohl ihre letzte Nachricht an die Familie gewesen? Was wenn mir nun etwas passiert wäre und diese paar Worte wären die letzten gewesen? Das nächste Mal würde ich mir wirklich mehr Zeit nehmen, ich verdanke meinen Eltern so viel, sie haben so viel auf sich genommen damit ich meine Ausbildung an der Akademie machen konnte, haben mir so viel Freiraum gegeben wie es irgendwie möglich war... Ja, ich würde ihnen noch vom Schiff aus einen Brief schicken, mich bedanken und entschuldigen für die wenigen Worte. Aber vorher sollte ich meinen Plan noch mit ihrer Magnifizienz besprechen, vielleicht.. nein.. bestimmt kann er mir noch ein paar gute Tipps geben....

28.Efferd 1005BF – Piraten

Was für ein Tag! Ich habe... ja ich! Alleine! Und die anderen und die Gesichter und.. und.......

Heute morgen war ich ja noch äußerst schlecht gelaunt, aber nachdem ich für etwa ein Stundenglas an der Reling gestanden hatte und mir den Wind ins Gesicht wehen lies ging es mir schon etwas besser, ich würde mir doch von niemandem alles verderben lassen! Ich frage mich nur warum ich schon wieder einen solchen Menschen ertragen muß?! Ich war so froh als ich meine Prüfung bestand, auch weil ich nun Faruk, seine dummen und gemeinen Sprüche und seine Gemeinheiten und Angriffe nicht mehr ertragen muß... Und nun habe ich schon wieder einen unerträglichen Menschen um mich herum... warum nur? Oder.... vielleicht müssen wir ihn ja im Auge behalten? Ich mein... so naiv und dumm wie er mit seinem Seelenheil und den Erzdämonen umgeht? Warum wurde er überhaupt engagiert? Ich mein.. was kann er schon außer Karten halbwegs erkennbar zeichnen? Naja, ich vermute es macht keinen Sinn sich darüber groß Gedanken zu machen...

So ging ich also meinen ganz normalen Tätigkeiten auf dem Schiff nach, sehr viel Unterricht bei ihrer Magnifizienz und ein wenig Training bei Kiaska. Am späten Nachmittag dann lief ich erneut auf der Reling herum, versuchte dabei möglichst jedem Gespräch aus dem Weg zu gehen, denn ich mußte nachdenken... Doch plötzlich ertönte ein Ruf aus dem Ausguck.... "Schiffe voraaauuusss"! Hm?! Nanu? Wir hatten auf unserem Weg nur selten andere Schiffe gesehen und wenn waren sie so weit entfernt dass es keinen Ausruf gegeben hatte. Bevor irgendjemand reagieren konnte folgte auch schon der nächste Ruf... "Piiiraaaateeeen!" Au weiha..... sofort machte ich mich auf zum Kapitän, der nur ein paar Schritte von mir entfernt stand.....

28.Efferd 1005BF – Kurzer Prozess

So standen wir nun also bei Alreksey Potjof und warteten darauf dass er uns sagte was nun zu tun sei. Sofort meldete sich auch Salix, fragte nach ob wir den Piraten vielleicht davon segeln konnten, dies verneinte der Kapitän aber sofort. Er erklärte dass die Piratenschiffe sehr viel wendiger und schneller seien als die Königin von Festum, es gäbe zwar einen... Aal (was auch immer das ist) aber er schien sich nicht sicher zu sein das irgendjemand diesen auch wirklich effektiv benutzen konnte. Irgendwie wirkte unser Kapitän mit der ganzen Situation doch etwas überfordert und so übernahm Salix völlig routiniert die Führung. Dabei kam er direkt zu mir, fragte (mal wieder) ob ich da nicht magisch etwas machen könne, na prima. Sofort wurde ich unruhig, was könnte ich denn, was sollte ich denn, ich hörte schon wieder irgendjemanden einen dummen Spruch loslassen... aber irgendwie hatte Salix diesmal eine so routinierte Art mit mir zu sprechen dass ich mich etwas beruhigte. Ich schlug ihm vor die Piratenschiffe eventuell in Nebel zu hüllen aber er meinte dass dies nur von kurzer Dauer wäre und uns die Piraten dann vermutlich schnell einholen könnten... hm.. stimmt natürlich. Wie es denn mit einer Wand wäre wie ich sie in Port Stoerrebrandt benutzt hatte fragte er dann, würde sie die Piraten aufhalten können? Eventuell wenn man diese auf ein Segel benutzen würde? Vielleicht mit einem Pfeil?!
Nein, ich war mir überhaupt nicht sicher dass es so funktionieren würde, natürlich war der Zauber auf Sotoloschs Pfeil an dem Sklavenhändlerlager sehr effektiv gewesen, aber, das hier war ja nun doch etwas völlig anderes. Salix schaute mich aufmunternd an und ich gewann mehr Selbstvertrauen, wäre doch gelacht wenn das.. wenn ich nicht irgendetwas bewirken könnte!  Ich versprach ihm also mein möglichstes zu tun und machte mich sofort auf zu Agneta, ich hörte im Hintergrund noch wie Salix mit ihrer Magnifizienz sprach. Agneta schien zuerst ein wenig verunsichert zu sein, ließ sich aber schließlich von mir überzeugen, was konnte auch schief gehen?! Nunja... außer dass sie nicht trifft... oder etwas falsches trifft..oder... Aber es gab keine Zeit zum nachdenken, außerdem hatte Agneta sich als großartige Schützin bereits bewiesen, also sprach ich ähnlich wie schon in Port Stoerrebrandt meine Wand aus Luft in einen ihrer Pfeile (dort war es noch Sotoloschs Bolzen gewesen) dann gingen wir schnell wieder zu Salix und ließen uns in unsere Positionen einteilen. Ich muß wirklich sagen... es sah alles sehr organisiert aus, Salix gab klare Anweisungen und alle hörten ohne Probleme auf ihn. Ich fragte mich kurz warum er in der Pyramide dass ein oder andere mal so furchtbar daneben gelegen hatte, war aber letztendlich froh dass er nun alles unter Kontrolle hatte.

Mittlerweile waren die beiden Schiffe sehr deutlich zu erkennen und sie kamen schnell näher. Auf Salix Zeichen hin schoß Agneta schließlich ihren Pfeil ab und traf perfekt. Sofort lösten sich die Luftwirbel aus dem Pfeil und sie hatten dabei genau so viel Kraft wie ich es geplant hatte. So wurden die Segel zerrissen, Holz splitterte, der Wind toste um die Segel... ein wirklich faszinierender Anblick! Stolz beobachtete ich wie die Piraten Probleme hatten ihr Schiff wieder unter Kontrolle zu bringen, kurz komplett anhielten und dann schließlich abdrehten. Auch dem anderen Schiff erging es nicht viel besser, denn ihre Magnifizienz sprach nun einen Ignifaxius auf eines ihrer Segel und dieses wurde sofort... ja... komplett eingeäschert, sehr effektiv, wenn auch nicht so wunderschön wie meine Windvariante. Natürlich drehte auch das 2. Schiff nun ab, wir hatten es tatsächlich geschafft! Alleine ihre Magnifizienz und ich (und natürlich Agneta) hatten dafür gesorgt dass uns die Piraten in Ruhe ließen, ohne dass dabei irgendjemand verletzt wurde! Ich kann dir gar nicht beschreiben wie unglaublich stolz ich in diesem Moment war, wie stolz ich immer noch bin. Die Gesichter der anderen hättest du mal sehen sollen, alle waren bereits auf einen harten Kampf eingestellt gewesen und nun das.... die kleine Yamira hatte ein komplettes Piratenschiff besiegt... HA! Auch Salix nickte mir anerkennend zu, gutes Gefühl!

Der Rest des Tages verlief dann recht ereignislos, nur am Abend, da verblüffte mich Farahjin doch sehr....
Ich war zu ihm gegangen um ihm zu sagen dass ich durchaus eine Möglichkeit hatte seinen Brief rechtzeitig zu seinem Onkel zu schicken, er solle ihn aber bitte rechtzeitig schreiben, da ich doch ein wenig Vorbereitung brauchen würde, wenn wir in der Nähe von Khunchom sind würde es dann losgehen. Farahjin freute sich sehr dass ich ihm wirklich helfen werde, teilte mir aber sehr überraschend mit dass er den Brief schon längst geschrieben habe. Dann druckste er wieder ein wenig herum, bat mich aber schließlich vielleicht einen Abend vorher nochmal einen Blick darauf zu werfen, es sei... nun... ein sehr langer Brief und er war sich nicht sicher ob er nicht vielleicht doch einen oder 2 Fehler gemacht hatte. Sofort dachte ich an die Tagebuchseiten die ich gelesen hatte und schlug ihm vor ein paar Tage vorher noch einen Blick darauf zu werfen, dann könne ich ihm... falls er Fehler gemacht hatte... gleich erklären wie er diese demnächst vermeiden konnte.  Seien wir ehrlich... es werden sicherlich Fehler in dem Brief sein, und sicherlich nicht wenige... aber ich möchte Farahjin nicht entmutigen was seine Schreibkünste angeht, er ist so stolz dass er immer besser schreibt, und das kann er ja auch sein. Ich bin mir sicher mit mehr Unterricht... also... viel mehr Unterricht wird er bald ganz passabel schreiben können und das ist sicher viel mehr als die meisten unserer Expeditionsteilnehmer von sich behaupten können!
Dann fragte Farahjin mich neugierig wie ich denn den Brief zustellen würde und fragte ob ich einfach selbst übers Wasser laufen würde und den Brief abgeben, Salix hätte erwähnt dass so etwas vielleicht möglich wäre. Öhm... was? Ich mein, so weit entfernt von der Wahrheit ist es ja gar nicht, ich könnte durchaus mit... aber... Ich mußte lachen, dann sagte ich ihm dass es schon ein bißchen anders wäre, dass er aber abwarten müsse was passiert. Ich bin wirklich erstaunt was da so in den Köpfen herumschwirrt.... ich mein.. das Farahjin sich alles mögliche vorstellen kann und von Magie keine Ahnung hat.. ok... aber Salix? Vielleicht ist es dann aber auch kein Wunder dass er immer wieder eine magische Lösung möchte? Wer weiß....
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Ugarkai

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Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #32 am: 27. Juli 2019, 16:03:01 »

Piraten!

Wir befanden uns mit der Königin von Festum auf dem Heimweg über Port Stoerrebrandt nach Festum. Da tauchten zwei schnelle und wendige Piratenschiffe auf. Das eine fuhr frontal auf uns zu, während das andere auf unsere linke Seite zusteuerte. Wir brachten unsere Leute in Position, aber die beiden Magier bereiteten etwas vor. Yamira belegte einen von Agnetas Pfeilen mittels eines Applicatus mit einer Orkanwand. Als die feindlichen Schiffe nah genug heran waren, schosss Agneta den Pfeil auf die Segel des einen Schiffes, die dadurch zerstört wurden. Erzmagier Rakorium schleuderte eine Feuerlanze gegen das andere Schiff, dessen Segel so eingeäschert wurde. So konnten wir den Piraten entkommen ohne Blut vergiessen zu müssen.

Die Windsbraut

Am dritten Travia erreichten wir Port Stoerrebrandt. Dort machten sich Yamira und Rakoriium daran die Statue zu untersuchen. Die Statue, als Galionsfigur des Wracks in der "Sklavenhalterbucht", war Teil von etwas Größerem und mächtige Magie wirkte in ihr. Dabei handelte es sich um ein elementares Wesen der Luft, wobei ein Dschin unwahrscheinlich war. Die Mächtigkeit es Wesens deutete auf einen elementaren Meister der Luft hin. Die Bindung bestand wohl schon seit 1000 Götterläufen. Da das Wesen in zwei Teile geteilt war, kam die Idee auf es wieder zu vereinen oder womöglich zu befreien. Allerdings wendete der Erzmagier ein, dass letzteres die hiesige Bevölkerung und unseren Auftraggeber gegen uns aufbringen würde.
Deshalb sollte zunächst das Wrack untersucht werden. Neben Rakorium und Yamira beteiligten sich Sotolosch, Farahjin, Cian und Salix an dieser kleinen Expedition. Vor Ort ordnete der Erzmagier das Schiff dem Diamantenenn Sultanat zu. Nur der vordere Teil, an dem die Galionsfigur aufgehängt war, war von dem elementaren Wesen durchdrungen. Während Farahjin sich daran machte das entsprechende Stück herauszulösen, began Cian ein Diskussion über Anrechte und Ansprüche auf dieses Tabu. Glücklicherweise tauchte der Schamane Tonkowan auf. Rakorium konnte ihm erklären was wir vor hatten und das von unserem Tun keine Gefahr ausgehen würde. Danach schleppten wir das Wrackteil nach Port Stoerrebrandt.
Dort stellten wir es neben die Statue und hatten den Eindruck, dass der Wind die freudige Note einer frischen Sommerbriese bekam. Dann ging es zum Bürgermeister Hadulf Rademann. Yamira kannte diesen davon überzeugen, dass das Wesen wieder vereint werden sollte. Nachdem dieser davon überzeugt worden war, dass er keine negativen Konsequenzen zu befürchten hätte, stimmte er zu. Die Werftarbeiter sollen die Statue und das Wrackteil miteinander verbinden und an einem neuen Ort, nahe der Festung der Seewölfe, aufstellen.

Der Tag der Helden

Bereits am dritten Travia besuchten Sotolosch, Farahjin und Salix Rondrigan Arauken in dessen Tempel. Dort unterbreiteten sie ihm den Vorschlag den Tag der Helden diesmal offensiver zu begehen. So wurden für den nächsten Tag Übungskämpfe zum höchsten Stand der Sonne auf dem Marktplatz vereinbart. Auch Ayla konnte dazu überredet werden. Nachdem wir so den Toten des Erntefestmassakers gedachten und der Göttin huldigten, mussten wir uns auch schon von Port Stoerrebrandt verabschieden. Yamira meinte noch von einem dankbaren Wind umschmeichelt zu werden, doch dann stach die Königin wieder in See.
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Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #33 am: 13. September 2019, 19:05:15 »

Auf der Königin von Festum, nach dem Aufbruch von Port Stoerrebrandt, am 5. Travia 1005

Cian, Farahjin und Sotolosch üben sich daran, mit Dschadir als ihrem Lehrmeister, ihre Sinne für ungewöhnliches und verstecktes zu schärfen, sowie sich lautloser zu bewegen. Eben all jene Dinge die sie, in großen Städten und tiefen dunklen Höhlen, für nützlich halten.
So kommen sie auch über andere Dinge, wie das große Turnier in Gareth, ins reden. Cian schlägt vor, dass man es doch gemeinsam besuchen könnte und um die Zeit bis dahin zu überbrücken, sich von Agneta ihre Heimat zeigen lässt. Auch erzählt Sotolosch, Cian und Farahjin, wieder etwas über Angroschim, bis er vorschlägt, Dschadir zu fragen, ob er nicht eine Idee hat, wie das Training mit einer Praxisübung zu verbinden wäre.
Dschadir teilt den dreien mit, als Sotolosch ihn darauf anspricht, dass er es für eine gute Idee hält und er sich etwas in den nächsten Tage einfallen lässt.

Salix erkundigt sich bei Yamira nach der Statue aus Port Stoerrebrandt. genau genommen was es mit dem Wesen in der Statue auf sich hat. Sie erklärt es ihm und auch grob die Unterschiede wie man mit elementaren Wesen und Dämonen nach einer Beschwörung umzugehen hat.
Im Laufe des Gespräches reden sie noch über die Zeit nach der Expedition und ob man nicht gemeinsam Uribert helfen wolle, seinen Freund zu finden.
Zusammen sprechen sie Uribert auf seinen Freund an und er erzählt ihnen von seiner Hochgeboren Baron Fredo Wulfhelm von Plötzingen-Eberstamm. Auch kommen sie auf die Adelsversammlung zu sprechen, da dies eine gute Möglichkeit wäre ihn zu treffen oder zumindest Informationen über ihn zu bekommen. Über die Adelsversammlung kommen sie zu dem Adelswesen wie es im Bornland aufgebaut ist. Am Ende bieten Salix und Yamira ihm ihre Hilfe an. Hilfe, die Uribert auch sehr gerne annimmt.



Während der Schiffsreise am 6. Travia, auf der Königin von Festum, Richtung Festum

Dschadir tritt an Sotolosch ran um ihm seine Idee für den „Wettstreit“ vorzuschlagen. Er wird ein paar Edelsteine auf dem ganzen Schiff verstecken. Cian, Farahjiin und Sotolosch sollen sie suchen. Derjenige von ihnen der am Ende am meisten Edelsteine gefunden hat gewinnt.
Während Dschadir die Edelsteine versteckt, erzählt Sotolosch, Cian und Farahjin, die Geschichte von Calaman Sohn des Curthag und das es Krieg zwischen den Angroschim und Drachen gab. Zumindest so wie er sie kennt. Er ist nicht wirklich sehr bewandert in der Geschichte der Angroschim.
Als Dschadir dann wieder kommt und den Wettstreit einläutet, sprechen Farahjin und Sotolosch noch an wie lange er denn gehen solle und wie viele Edelsteine es zu finden gibt. Während Farahjin und Sotolosch noch mit Dschadir am reden sind, macht sich Cian wortlos auf die Suche. Als Sotolosch das bemerkt, läuft er auch direkt los und Farahjin startet als letztes. Cian nimmt sich das Oberdeck vor, während Sotolosch im Laderaum anfängt und Farahjin in die Takelage klettert. Cian findet seine ersten beiden Edelsteine, spricht kurz noch Farahjin an, wie er immer noch in der Takelage hängt, und holt, nachdem er noch 1-2 Räume überprüft hat, seine Unterlagen zum zeichnen aus seinem Zimmer, um sich damit an Deck zu setzen. Vorher bittet er Yamira aber noch, die Edelsteine für ihn in Verwahrung zu nehmen.
Sotolosch durchkämmt das Schiff vom Laderaum aus systematisch mit sehr viel eifer und kann so einige Edelsteine zusammen tragen.
Nachdem Farahjin viel Zeit in der Takelage verschwendet hat und sich daran macht an anderen Orten zu suchen, bekommt er, nach einem langen Gespräch mit dem Klabauter über die Geschehnisse rund um die Pyramide, seinen ersten Edelstein von ihm. Bis zum Abend findet Farahjin noch einen zweiten Edelstein. Dschadir entscheidet am Abend, dass der Wettstreit am nächsten morgen beendet wird. So machen sich alle noch in der Nacht auf die Suche nach weiteren Edelsteinen. Farahjin findet in der Nacht noch seinen dritten Edelstein und diesen drapiert er in der Kajüte von Cian damit dieser ihn findet. Das tut er, weil Cian ihm in dem Gespräch, als er in der Takelage hing, sagte, das er noch keinen Edelstein gefunden habe und Farahjin nicht wollte, dass Cian am nächsten Morgen ganz ohne Edelstein da steht. Sotolosch kann noch einen sechsten Edelstein in der Nacht finden. Cian findet einen dritten und mit dem von Farahjin noch einen vierten. Er gibt diese beiden morgens, vor dem Frühstück, auch an Yamira. So dass Cian keinen, Farahjin zwei, Sotolosch sechs und Yamira vier Edelsteine besitzen.
Cian richtet nach dem Frühstück das Wort an alle Anwesenden, um sich zu erkundigen ob nicht einer einen Edelstein in seinem Gepäck oder sonst wo gefunden hat und ihn nicht an einen der Kontrahenten abgeben mag.
Keiner meldet sich und Yamira scheint etwas verwirrt was sie nun machen soll. Sie schaut kurz zu Cian und entscheidet sich dann dafür, die Edelsteine neben Fahrajin auf der Bank zu platzieren damit er diese findet.
Dadurch ist ein unentschieden zwischen Farahjin und Sotolosch erreicht. Farahjin ist recht verwundert über den Ausgang und Sotolosch scheint empört darüber, wie es zu dem Ergebnis gekommen ist. Dschadir scheint zufrieden mit dem Ausgang und auch Cian hat sichtlich gute Laune.
Nach dem Frühstück zeigt Dschadir den dreien dann noch wo die letzten beiden Edelsteine versteckt sind.


Die Schiffsreise vom 6. Travia 1005, Richtung Festum, verläuft ziemlich ereignislos bis zum 14. Travia 1005.

Am 14. Travia 1005 ist die Königin von Festum auf der Höhe von Selemgrund, als des Nachts das Schiff von etwas erschüttert wird. Die Erschütterung bringt alle auf die Beine. Einige ziehen sich mehr an, andere weniger, aber alle treffen sich an Deck. Das Schiff scheint von einer riesigen Version des Krankenmolches vom Schwarzen Schiff angegriffen zu werden. Während bei den meisten noch etwas Verwirrung, Angst und dergleichen vorherrscht, verschafft Salix sich schon eine Übersicht und verteilt die Leute gleichmäßig auf unterschiedliche Positionen.
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Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #34 am: 13. September 2019, 19:22:17 »

Nachts am 14. Travia 1005BF

Die Konfrontation mit dem Riesenkraken beginnt. Die langen Tentakel bedrohen jeden Punkt an Deck der Königin von Festum. Salix teilt die Kämpfer ein. Jedem Tentakel soll ein richtig guter Nahkämpfer, ein passabler Nahkämpfer und ein Matrose gegenüber stehen. Die Fernkämpfer Agneta, Rakorium und Yamira sollen sich in der Mitte versammeln.

Sotolosch kämpft mit Salix, Mara Delagado und Sönke in der Gruppe vor dem Heckaufbau. Odilbert, Magnus und ein Matrose nehmen sich in der Mitte  eine weitere Tentakel vor. Farahjin, Cian und Kjaska bilden weitere vorne eine Front. Auf der Treppe zum Vorderdeck stellen Dschadir, Ayla und ein Matrose die nächste Kampfgruppe. Auf dem Vorderdeck machen sich Odilbert und 5 Matrosen bereit. Die Besatzung erwartet den ersten Angriff des Riesenkraken.

Der Riesenkrake greift an, umschlingt Cians Bein und drückt und drückt. Farahjin hatte abgewartet und kontert die Attacke. Cian steht und wert sich.
Die anderen Tentakel suchen weitere Opfer, stoßen aber nur auf erbitterte Gegenwehr seitens der Besatzung.

Farahjin durchtrennt den Tentakel, der sich um Cians Bein gewickelt hat. Dieser Tentakel zieht sich aus dem Kampf zurück. Doch die Verteidiger kommen nicht zur Ruhe. Sofort  taucht ein neuer Tentakel aus dem Wasser auf.

Um Salix Brust schlingt sich ebenfalls ein Tentakel. Mara sticht auf ihn ein. Salix wächst über sich hinaus und mit zwei kräftigen Hieben ist auch dieser Tentakel Geschichte. Ein weiterer Tentakelstumpf zieht sich zurück.

Auf dem Vorderdeck  wird ein Matrose einen Tentakel erwischt. Uribert teilt aus, der Tentakel hält den Matrosen aber weiter fest im Griff. Auf dem Vorderdeck ist die Schwachstelle in der Verteidigung. Ayla und Dschadir eilen zur Hilfe herbei.

Rakorium zaubert einen Flammenstrahl. Ein weiterer Tentakel zieht sich zurück, nach dem er verschmort wurde. Dschadir will auch helfen, verfehlt aber. Uribert stürzt im Kampf auf dem Vorderdeck. Die Matrosin kann von ihren Mitmatrosen nicht befreit werden. Salix ruft: "Trutz und Arne helft Ihnen". Ayla ist zur Stelle und trennt mit zwei mächtigen Hieben den Tentakel ab.

Das Schiff wackelt. Der Riesenkraken hielt das Schiff fest im Griff. Nun lösen sich die Tentakel, um ebenfalls anzugreifen. Ständig machen sich neue Tentakel auf die Suche nach Opfern an Deck. Nur Uribert hat Pech und wird umschlungen. Uribert wird am Boden liegend von Tentakeln gepackt und gewürgt.

Sotolosch und Salix nutzen das näher kommen zweier Tentakel und geben diesen beiden den Rest.

Farahjin versucht Uribert zu befreien, trifft den Tentakel zwar, dieser hält aber Uribert fest im Griff. Auch Yamira zaubert einen Flammenstrahl und trifft den Krakenkörper.

Uribert wird befreit, ein weiterer Tentakel ist verstümmelt. Die Krake hat genug eingesteckt, löst sich vom Schiff und zieht sich zurück. Wir haben gesiegt!

Salix schickt Matrosen zum untersuchen des Schiffes aus. Sotolosch heilt die vier Verwundeten.

Salix und Yamira unterhalten sich mit Rakorium über Kraken diese sind Einzelgänger und könnten im Dienste von Moruu'daal stehen.


15. Travia
Farahjin macht sich Sorgen um sein Ende. Deswegen möchte er Cian und Yamira auf seine Beerdigungsriten vorbereiten. Er äußert seine Wünsche. Bei den Maraskanern ist es üblich 16 gute Ratschläge und 16 Forderungen für den Toten mitzugeben. Sie müssen laut verkündet werden und sollen dem Toten im nächsten Leben helfen. Offen bleiben Fragen, wie z.B. Wie gibt man dem Leichnahm Tips, wenn der Krake ihn mit in die Tiefe nimmt? Yamira und Cian erklären sich bereit, diese Riten zu befolgen. Farahjin ist sehr erleichtert.

Farahjin und Sotolosch plaudern über Rüstungen und über Cians Art erstmal dagegen zu sein.

Salix redet mit Rakorium über Stoerrebrandt. Wie er reich wurde und ob er politischen Einfluss ausübt. Rakorium versteht sich gut mit Regolan Stoerrebrandt. Sie sind befreundet.

Bis kurz vor Khunchom verläuft die Seereise unaufällig.

21. Travia
Wir sind in der Nähe Khunchoms angekommen. Farahjin übergibt Yamira den Brief für seinen Onkel in Khunchom. Yamira zeichnet auf Deck ein Hexagramm und möchte einen Boten rufen. Dabei hat sie ein neugieriges Publikum, das ruhig aber sehr interessiert dem Ritual beiwohnt. Yamira ist barfuss und in ein reinweißes Gewand gehüllt. Sie ruft: "Dschinn der Luft eil herbei, diene mir und sei dann frei." Ein kleiner Sturm entsteht. Yamira bittet den Dschinn den Brief von Farahjin an seinen Onkel Quinziber mit der goldenen Nase zu übergeben und einen weiteren Brief an ihre Eltern zu transportieren.  Farahjin wartet an Deck, dass der Dschinn mit einer Antwort wieder kommt. Neugierig fragt Sotolosch Yamira, ob sie auch den gleichen Dschinn wieder rufen könne. (Er hat im Sinne, dass sich sein Großvater mit einem bestimmten Dschinn sehr intensiv beschäftigt hatte.) 

29. Travia
Es sind nur noch zwei Tage bis Festum, sagt der Kapitän.  Es schneit. Farahjin und Yamira sind davon ganz angetan, da es für sie eine neue Erfahrung ist. Das Gespräch kommt auf die Suche nach Uriberts bestem Freund. Sotolosch schließt sich gerne an die Suche nach Uriberts Freund Fredo an. Er hat Uribert in den letzten Tag sehr zu schätzen gelernt. Uribert ist eine große Quelle des Wissens und ein formidabler Lehrmeister. Aus ihm hätte ein richtig großer Abenteuerer werden können, wäre er nicht gefangen genommen worden.

1. Boron - Totenfest
Wir laufen in Festum ein. Festum ist sehr groß, sogar die drittgrößte Aventurische Stadt. Uribert erklärt die Sehenswürdigkeiten. Wir fahren an der Speicherinsel vorbei. Es soll auch noch einen Kriegshafen mit Garnison geben. Der Efferdtempel ist riesig. Für Uribert neu ist das Maraskanerviertel (Neu Jergan oder As'Jergan genannt). Er empfiehlt den Markt vor dem Gerichtsgebäude zu besuchen. Dort steht ein Brunnen mit einer Drachenstatue. An besonderen Feiertagen läuft aus den vielen  Wunden dann nicht Wasser sondern brennbare Flüssigkeit heraus. Auch der Tiergarten mit einem echten Elefanten ist sehr sehenswert. Der ganze Gelehrten- und Künstlerstadteil "Hesindedorf" lohnt sich zu besuchen.. Außerdem finden sich in der oberen Mövengasse phexischrahjanische Freuden. Den Zwielichtberg und die umliegende Gegend sollte man lieber meiden. Dort spukt es. Das Gerberviertel sei auch nicht schön. Dort haust die ärmste Bevölkerung  und es stinkt dort und es ist voller Goblins. Bei Goblins wird Trutz emotional, da er die Rotpelze nicht gut leiden kann.

Wir legen an.
« Letzte Änderung: 13. September 2019, 19:42:35 von Ugarkai »
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  • 13. September 2019, 19:40:46
Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #35 am: 13. September 2019, 19:40:46 »

1. Boron, 1005 BF – Festum und das Ende einer Expedition

Nachdem wir am Hafen in Festum angekommen sind, wird kurz überlegt, wie man die erbeuteten Waren am besten ins Kontor bekommt. Schließlich entscheidet man sich, die Sachen für den Transport einfach unter den Expeditionsteilnehmern aufzuteilen. Als wir mit der versammelten Mannschaft am Kai stehen, kommt ein kleiner Junge namens „Stippen“ auf den Erzmagier zu und überbringt ihm die Nachricht, dass wir direkt zur Villa der Stoerrebrandts kommen sollen. Also machen wir uns auf den Weg und passieren das Maraskaner-Viertel „Neu-Jergan“, die Rennbahn, auf der zu Farahjins großer Enttäuschung Pferderennen und fast keine Wagenrennen mehr ausgetragen werden, und viele Villen von bornländischen Adligen, den sogenannten „Bronnjahren“, sowie reichen Händlern. In diesem Zusammenhang gibt es eine kurze Konversation zwischen Salix und dem Erzmagus, der das Verhältnis zwischen Händlern und Adligen im Bornland behandelt.

Schließlich erreichen wir die gigantische Villa der Stoerrebrandts am Seeufer, die als einzige quer zur Straße errichtet worden ist und von einem gewaltigen Garten umgeben wird. Dort werden wir von einem schlicht gekleideten Mann begrüßt, der später als Danilo angesprochen wird und im Dienst des Handelshauses steht. Wir betreten die prächtig möblierte Eingangshalle und da wir alle ziemlich beladen sind, wird uns eine kleine Kammer gezeigt, in der wir unsere Ausrüstung ablegen können, bevor wir dem Hausherrn unter die Augen treten. Während wir einer nach dem anderen die Sachen ablegen, erkundigt Yamira sich beim Erzmagus nach einem Schneider, bei dem sie sich eine warme Robe schneidern lassen kann. Ihr wird Elkmine Sulzjerkow empfohlen und der Weg zu ihrem Geschäft beschrieben.

Nachdem wir unsere Ausrüstung verstaut haben, werden wir von Jucho Stoerrebrandt, dem Neffen des alten Händlers Stover, begrüßt und nach dem Erfolg unserer Reise befragt. Ebenfalls erkundigt er sich, ob wir nicht noch mehr Teilnehmer waren als die Expedition begonnen hat. Salix berichtet sehr knapp von der Expedition, hält sich dabei hinsichtlich der Geschehnisse in der Pyramide sehr zurück und erwähnt auch die Opfer, die die Mission gefordert hat. Da bei der Zusammenfassung auch von der Befreiung Uriberts die Rede war, weist Jucho in der kurzen Zeit, die es braucht, bis sich alle frisch gemacht haben, darauf hin, dass die Expedition, an der Uribert teilgenommen hatte, schon 20 Jahre her ist. Von Jucho erfährt er nicht nur, dass Stover Stoerrebrandt derzeit gut 50 Jahre alt ist, sondern auch, dass er über ein phänomenales Gedächtnis verfügt, gerade was Geschäftliches angeht.

Als alle fertig sind, werden wir in das Arbeitszimmer geführt, dessen Ausmaße so manches Haus in den Schatten stellt und das noch exklusiver eingerichtet ist als der Rest des Hauses. Am Schreibtisch sitzt bereits Stover Regolen Stoerrebrandt, der uns in der Villa willkommen heißt. Einige Expeditionsteilnehmer setzen sich zu ihm an den Tisch, andere bleiben stehen. Nach Aufforderung durch den Hausherrn fasst Salix die wichtigsten Ereignisse der Reise zusammen.

Nachdem er erzählt hat, was auf dem schwarzen Schiff geschehen ist, ergänzt Uribert, dass er viele Jahre dort gefangen gehalten worden ist und dass das Schiff aus dem Unterwasserreich Wahjad kam. Weitere Informationen dazu verschiebt er aber auf ein späteres Gespräch. Tatsächlich erkennt Stover Uribert wieder, auch wenn sich beide Männer seit ihrem letzten Aufeinandertreffen sehr verändert haben. Anschließend berichtet Salix über die Geschehnisse in der Pyramide und erwähnt in dem Zusammenhang auch die Projektion des Erzmagiers Basilius, auf die wir getroffen sind. Yamira erklärt die Person des Erzmagus sowie dass er uns bei unserer Aufgabe mit seinem Rat unterstütz hat. Auch über die Kelche und das Ritual will Stoerrebrandt mehr wissen und Yamira gibt gerne Antwort. Etwas unüberlegt schildert Farahjin die Szene am Purpurfeuer mit seinen Eindrücken und dem Hinweis auf das Lob des Erzmagiers im Anschluss an die erfolgreiche Durchführung des Rituals.

Auf Rückfrage des Händlers berichtet Salix von den echsischen Widersachern, auf die wir gestoßen sind, vor allem aber dem finsteren Magier Moruu’daal, den wir für den eigentlichen Widersacher im Hintergrund halten. Dieser ist auch Stoerrebrandt ein Begriff ist und er weiß zu berichten, dass es sich um einen alten dunklen Magier, vielleicht auch um eine Art Geist handelt, der über das Unterwasserreich herrscht und von dort aus immer wieder versucht, die Ereignisse auf Dere nach seinem Willen zu beeinflussen.

Schließlich berichtet Salix noch über die Rückkehr nach Brabak und unsere Rückreise und kommt dabei insbesondere auf die Geschehnisse in Port Stoerrebrandt und die dortige Statue zur Sprache. Magister Rakorium beschreibt wenig Leidenschaftlich, was es mit der elementaren Wesenheit in der Statue auf sich hat, doch nach kurzem Austausch zur Bedeutung des Warnsystems für Port Stoerrebrandt und der Zusage des Erzmagiers, dass er die Gegebenheiten weiter erforschen wollte, wird auch dieses Thema abgehakt.

Da es sonst keine Fragen mehr gibt, erkundigt sich Sotolosch schließlich, wie denn nun die Beute aufzuteilen wäre und empfiehlt sich auch gleich für weitere Expeditionen, sofern es zu diesen kommen sollte. Nachdem Stoerrebrandt ihm bestätigt, dass er gerne auf das Angebot zurückkommen will, wirft auch Farahjin ein, dass es ihm eine Ehre war, an der Mission teilgenommen zu haben, woraufhin der Händler versichert, dass er auf alle Teilnehmer gerne wieder für weitere Aufgaben zurückgreifen würde. Danach werden die Gäste verabschiedet, nur der Erzmagus und Uribert bleiben noch, Jucho verlässt mit den anderen das Arbeitszimmer, um das Geschäftliche zu klären.

Im Hinausgehen verabredet sich Yamira mit Uribert für den nächsten Tag, wo sie sich zur Mittagsstunde am Markt treffen wollen. Jucho erklärt zur Freude der Anwesenden, dass bei Stoerrebrandts Expeditionen im Gegensatz zu den üblichen Verträgen, nicht der Expeditionsleiter den überwiegenden Anteil der Beute erhält, sondern dass diese zwischen allen Teilnehmern aufgeteilt wird. Bei dieser Aufteilung werden alle Teilnehmer in gleicher Weise berücksichtigt. Um möglichst schnell alle Verbindlichkeiten zu begleichen, entscheidet man sich dafür, sich sofort auf den Weg zum Kontor zu machen, wo Jucho Stoerrebrandt die erbeuteten Gegenstände ankaufen und alle Teilnehmer auszahlen will. Auf die entsprechende Frage des Händlers hin gibt nur Cian an, sowohl den Südweiser als auch die Knochenkeule behalten zu wollen und da niemand etwas dagegen hat, will Jucho das einfach später bei seinem finanziellen Anteil entsprechend berücksichtigen.

Auf dem Weg zum Kontor passieren wir den Tiergarten sowie die Norbardenwiese und kommen auch am alten Stadttor und dem Zwielichtberg vorbei, auf dem es Spuken soll. Auf Nachfrage Sotoloschs erzählt uns Jucho, dass dort trotz einiger Untersuchungen bislang nichts nachgewiesen werden konnte, dass sich der Aberglauben aber zum Teil darauf begründen könnte, dass oben auf dem Berg der orkische Henker der Stadt haust. Schließlich erreichen wir nach etlichen Meilen Fußwegs das Handelskontor. Während Jucho mit einigen Angestellten die Beute begutachtet und schätzt, erkundigt sich Farahjin bei Salix nach einem kurzen Umweg über die Unterschiede zwischen bornischem und mittelreichischem Recht danach, unter welchen Umständen es im Mittelreich strafbar ist, einen anderen zu töten und wie es sich mit Zweikämpfen und Duellen verhält. Im Gespräch berichtet Salix insbesondere, dass es Adligen und Kriegern und neuerdings auch Schwertgesellen vorbehalten ist, sich zu duellieren.

Als sich die Sichtung dem Ende nähert, kommt Jucho auf die Knochenkeule zu sprechen, deren Wert er schwerlich einschätzen kann. Man einigt sich darauf, sie, obwohl sie magisch ist, bei der Bewertung außer acht zu lassen. Während noch geschätzt und gerechnet wird, bittet Ayla Farahjin zum Gespräch vor die Tür. Sie eröffnet ihm, dass es ihr entgegen dem, worüber zuletzt gesprochen wurde, lieber wäre, sich hier in Festum zu trennen und sich erst bei dem Turnier in Gareth wieder zu sehen. Auch wenn es noch einige Tricks gäbe, die sie ihm beibringen könnte, so sieht sie ihn inzwischen doch eher als nahezu ebenbürtigen Kontrahenten und freut sich darauf, beim Turnier die Klinge mit ihm zu kreuzen.

In diesem Zusammenhang berichtet Ayla von dem komplizierten System, nach dem man sich bei dem Turnier gegenseitig fordern könnte und deutet an, dass sie Farahjin eventuell schon in der ersten Runde fordern würde, um sichergehen zu können, dass sie ihre Kräfte mit ihm messen kann. Farahjins Blick verrät viel darüber, wie wenig begeistert er von dieser Ankündigung ist, trotzdem rückt sie nicht von der Idee ab und ermutigt ihn, es als weiteren Ansporn zu sehen, sich weiter auf das Turnier vorzubereiten. Als Farahjin ihr seinen Dank ausspricht und danach fragt, wie er sich dafür revangieren kann, dass sie ihn so gut ausgebildet hat, wünscht sie sich von ihm, dass er sich zukünftig im Kampf rondrianischer verhält. Er verspricht es ihr und beteuert mehrfach, wie sehr er sich auf das Wiedersehen im Praios des nächsten Jahres freut.

Als die beiden wieder hereinkommen, ist die Schätzung beendet. Allen Teilnehmern stehen 60 Goldstücke aus dem Ankaufswert der Beute zu, zuzüglich ihres Lohns für insgesamt 92 Tage, wobei sie allerdings bereits eine Anzahlung für die ersen 30 Tage erhalten hatten. Außerdem bekommen sie, nachdem Salix den Händler noch einmal darauf angesprochen hat, einen Rabatt von 10% auf alles, was sie im Zeughaus der Stoerrebrandts erstehen. Im Zuge der Geldübergabe können Salix, Yamira und Sotolosch dann sogar noch einen Aufschlag von weiteren 20 Goldstücken heraushandeln.

Als die Gefährten ihr Geld, genauer einen gleichwertigen Wechsel des Handelshauses, der bei jeder Nordlandbank eingelöst werden kann, entgegennehmen, bietet Jucho ihnen überraschend einen weiteren Auftrag an: Voraussichtlich im Tsa soll ein Planwagenzug von Beilunk starten und binnen dreier Monate bis nach Lowangen fahren. Jucho will die verdienten Gefährten gerne als Begleitschutz für diese Händler anheuern. Und nachdem noch ein paar Einzelheiten besprochen wurden und insbesondere klargestellt wurde, dass man rechtzeitig in Lowangen ankommen wird, so dass man im Anschluss noch vor dem Kaiserturnier in Gareth sein kann, willigt als letzter auch Cian ebenso wie die anderen ein, auch diesen Auftrag für das Handelshaus Stoerrebrandt anzunehmen.

Zuallerletzt kam Jucho noch darauf zu sprechen, dass ihm zu Ohren gekommen ist, dass Sotolosch fälschlicherweise vorgegeben hätte, ein Heiler zu sein, nur um einen höheren Lohn auszuhandeln. Dieser Vorwurf kann aber weitestgehend von ihm entkräftet werden, spätestens als ihm Salix und Yamira beistehen und von seinen Taten berichten. Schließlich wurden uns noch einige Herbergen empfohlen, darunter das Gasthaus zum Bären, bei dem regelmäßig eine Vorführung mit einem abgerichteten Bären aufgeführt wird.

Als die Gefährten das Kontor verlassen, warten die anderen bereits auf sie. Man beschließt, noch einen letzten gemeinsamen Abend mit allen verbliebenden Expeditionsteilnehmern zu verbringen. Um in Richtung des Marktplatzes zu kommen, gibt es zwei Wege: Entweder über den Zwielichtberg oder den Weg außen herum. Nach kurzer Diskussion – vor allem Farahjin hat Bedenken wegen der Seelen der Toten, die sich dort aufhalten könnten – entscheidet man sich, über den Berg zu gehen. Auf dem Weg klärt Trutz die anderen darüber auf, dass außer Salix, der als Adliger das Recht hat, sein Schwert bei sich zu tragen, und Yamira, die ihren Magierstab natürlich ebenfalls mit sich führen darf, man sich besser nicht mit großen Waffen durch die Stadt bewegen sollte, zumindest nicht durch die besseren Viertel.

Nach einem kurzen Stopp in einem öffentlichen Phex-Tempel, in dem Sotolosch ein paar Dietriche ersteht, überqueren wir den kaum bewohnten Zweilichtberg, von dem aus wir einen guten Blick über den oberen Hafen und das Gerberviertel haben und kommen nach kurzem Marsch ins Marktviertel, wo wir schließlich die Taverne zum Bären erreichen. Dort angekommen, mieten sich zumindest einige ein Zimmer und verstauen ihr Gut, um sich anschließend im Gastraum mit den anderen zu treffen.

Aus dem Tagebuch des Farahjin ohne Heimat

1. Boron, 4827 FdW (1005 BF), Festhum - Emfang in der Villa Stoerrebrandt

Wie schon damals bei der Ankunft in Brabak standen auch heute Vormittag alle Expeditionsteilnehmer an Deck als die Königin von Festhum in den Hafen der namensgebenden Hauptstadt des Bornlandes eingelaufen ist. Nachdem wir mehrere Wochen auf See waren, war der Anblick der gewaltigen Stadt und der vielen Menschen, die sich auf den schnurgerade Strasen bewegten atemberaubend. Uribert und einige andere, die schon einmal hier gewesen sind, wisen uns auf einige der Sehenswürdigkeiten hin. So gibt es neben dem riesigen Marktplatz, auf dem eine Drachenstatue stehen soll, aus der an manchen Feiertagen flüsiges Feuer herausfließen soll, auch ein ganzes Viertel für Gelehrte, das sogenannte Hesindendorf, und sogar einen Tierpark, in dem Tiere aus fernen Lendern ausgestellt werden. Auch As'Jergan, das Festumer Maraskaner-Viertel, konnten wir anhand der hohen Wohntürme bereits vom Schiff aus ausmachen. Während wir in den Hafen einfuhren, erzählte uns Trutz noch, das es in Festum auch jede Menge Goblins gebe und dass sie vor allem im Gerberviertel wohnten, von dem man sich lieber fernhielt. Zwar hatte ich schon von diesen etwa zwergengroßen dürren und mit rotem Pels bedeckten gestalen gehört, aber gesehen habe sie heute zum ersten Mal, dafür gleich Duzende von ihnen, die im Hafen irgendwelche Arbeiten erledigten. Trutz hat uns vor den "verschlagenen Rotpelsen" allerdings gewarnt und gemeint, es sei eine Schande, dass sie überhaupt in der Stadt geduldet würden.

Wir hatten uns überlegt, dass es am besten wäre, wen jeder Expeditionsteilnehmer zu seiner eigenen Ausrüstung noch ein paar von den Sachen, die wir auf dem schwarzen Schiff, bei den Sklavenhändlern und in der Püramide erbeutet hatten, tragen würde. Alles andere konnte auf dem Schiff bleiben und würde später von den Matrosen verladen werden. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir erst einmal zum Kontor der Stoerrebrandts laufen würden, doch sobald wir einen Fuß an Land gesetzt hatten, kam ein junger Bursche auf den Erzmagus zugerannt, der ihm völlig außer Atem ausrichtete, dass wir gleich zur Villa der Familie kommen sollten. Uns konnte das nur recht sein, immerhin stand diese in bester Lage in der Stadt während sich das Kontor nach Angaben des Magisters eher am Stadtrand in der Nähe des Kriegshafens am anderen Ende Festhums befände.

Und so machten wir uns auf den Weg. Dem Erzmagus folgend gingen wir zuerst durch das Hafenviertel und hielten dann zu meiner Freude auf das Maraskaner-Viertel zu, ließen es jedoch zur rechten Hand liegen. Stattdessen gingen wir an einer riesigen Anlage vorbei, die sich bei genauerem Hinsehen als gewaltige Rennbahn entpuppte. Es wäre wohl auch zu schön gewesen, doch leider verneinte Magister Rakorium meine Frage, ob hier auch Wagenrennen veranstaltet würden. Dies sei schon vor einer Weile aus der Mode gekommen, weswegen es hier fast nur noch Pferderennen zu bestaunen gibt. Schade. Aber ich werde ihr trotzdem bei anderer Gelegenheit mal einen Besuch abstatten, wenn dort ein Rennen stattfindet. Das ist bestimmt ein großes Spektakel und vielleicht findet sich ja auch doch noch jemand, der etwas von Wagenrennen versteht. Als wir die Rennbahn gänzlich pasiert hatten, kamen wir an eine prächtige Straße mit riesigen Anwesen, von denen man einen unverstellten Blick auf das Perlenmeer hätte. Ich ahnt, dass das Haus der Stoerrebrandts nicht mehr weit sein konnte. Trotzdem wurde ich dann doch noch einmal überrascht als wir an unserem Ziel angekommen waren. Die Villa des Händlers war einfach gigantisch groß und von einem unvorstellbar großen und prächtigen Garten umgeben. Der Mann, dem dieses Haus gehörte, musste wirklich unvorstellbar reich sein.

Empfangen wurden wir in der Villa zuerst von einem Diener namens Danilo und später dann von Jucho Stoerrebrandt, den wir schon am Tag unserer Abreise in Khunchom kennengerlent hatten. Er war der Mann gewesen, mit dem wir unseren Sold ausgemacht hatten. Und er war es auch, der uns dabei behilflich war, eine Kammer zu finden, wo wir all unsere Ausrüstung unterbringen konnten und der uns die Waschräume wies, wo wir uns für die bevorstehende Besprechung mit dem Hausherrn frisch machen konnten. Natürlich war er auch sehr interessiert daran, wie unsere Reise verlaufen war. Allerdings hielt Herr Salix sich bei seiner Zusammenfassung sehr knapp. Er ahnte wahrscheinlich, dass er gleich noch einmal alles vortragen würde, sobald der Händler selbst uns begrüßt.

Und genau so kam es dann auch. Wenige Momente später fanden wir uns im Arbeitszimmer von Stover Regolan Stoerrebrandt, dem größten Händler und reichsten Mann Aventuriens. Und dieses Zimmer, die schieren Ausmaße, aber auch die edle beinahe schon prunkvolle Einrichtung, waren ein eindrucksvolles Spiegelbild des Reichtums und der Macht, die unser Gesprächspartner in sich vereint. Nach einem kurzen Willkommensgrus war es nun wieder an unserem Ritter, dem Händler die Geschehnisse während der Expedition zu schildern. Dies tat er auch, wobei er die Reise in drei große Abschnitte einteilte. Zuerst berichtete Salix von dem Überfall des schwarzen Schiffes, wie wir es zerstörten und dabei Uribert befreiten. Uribert selbst ergriff kurz das Wort und der Händler konnte sich tatsächlich an den ehemaligen Baron erinnern, obwohl es zwanzig Jahre her war, dass er mit ihm zu tun hatte.

Als nächstes berichtete Salix von der Püramide und davon, wie ein Großteil unserer Kämfer draußen für Ablenkung gesorgt hat während wir anderen durch einen geheimen Eingang eingedrungen sind, gegen den Widerstand der Echsen die Kelche beschafft und schließlich das Ritual am Purpurfeuer durchgeführt haben. Ich hatte das Gefühl, dass nicht genügend zur Geltung gekommen ist, dass Yamira ganz allein das Ritual durchgeführt hat, deswegen habe ich es noch einmal betont. Ich hatte allerdings nicht bedacht, dass nun die Aufmerksamkeit des gesamten Raumes auf mir lag, was ich natürlich überhaupt nicht gewollte hatte. Zum Glück ist mir dann noch eingefallen, dass der Erzmagier Basilius nachdem die Kelche verschwunden waren, noch einmal zu uns gesprochen hatte. Damit hatte ich dann doch noch eine sinnvolle Ergänzung zu dem Bericht gemacht und der Händler nutze die Gelegenheit, um seinerseits lobende Worte für unseren Erfolg zu finden.

Anschließend wurde über den Kampf vor der Pyramide und in diesem Zusammenhang auch über den Tod von Jan und Wassjef gesprochen. Auch der Händler betonte noch einmal, wie bedauernswert der Verlust des Hauptmannes sei. Anschließend beendet Salix seinen Bericht mit der Zusammenfassung der Rückreise, wobei er zum Schluss noch einmal auf Port Stoerrebrandt und die dort befindliche Statue einging. Der Erzmagus erklärte kurz, dass sich in der Statue eine elementare Wesenheit befände, ohne allerdings unmittelbare Folgerungen daraus abzuleiten. Ich konnte gut erkennen, wie Yamira neben mir bei diesem Punkt zuerst sehr aufmerksam geworden war, dann aber sichtlich enttäuscht wirkte als das Thema damit abgeschlossen wurde, dass der Händler noch einmal betonte, wie wichtig die Wachfunktion der Statue für den Außenposten sei. Da half es dann auch wenig, dass der Erzmagier meinte, er wolle diese Zusammenhänge zukünftig noch genauer erforschen.

Als es dann schon den Anschein machte, dass das Wichtigste gesagt worden ist und die Versammlung aufgelöst werden könnte, war es Sotolosch, der sich bei Herrn Stoerrebrandt erkundigte, was denn nun mit der ausstehenden Bezahlung und der Beteiligung an der Beute wäre. Wahrscheinlich hatte jeder von uns diese Frage im Kopf gehabt, aber niemand anderes - mich eingeschlossen - hätte es gewagt, das gegenüber dem hohen Herren anzusprechen. Der Angroscho nutze die Gelegenheit auch sehr geschickt, um sich für weitere Unternehmungen des Handelshauses zu empfehlen. Wegen des Soldes verwies der alte Händler an seinen Neffen Jucho, er versicherte Sotolosch aber, dass er in Zukunft gerne wieder auf ihn zurückgreifen würde. Für einen kurzen Moment wusste ich nicht, was ich tun sollte. Einerseits war es mir beim ersten Mal schon unangenehm gewesen, die Unterredung mit meinem Einwurf unterbrochen zu haben, andererseits wollte ich auf keinen Fall riskieren, dass es ein weiteres Abenteuer geben könnte, bei dem ich mich nicht beteiligen könnte, nur weil ich mich in diesem Moment nicht getraut hatte, die Stimme zu erheben. Also sprach ich dem Händler gegenüber aus, dass es mir eine Ehre war, bei dieser Aufgabe dabei gewesen zu sein und dass ich mich ebenfalls geehrt fühlen würde, mich an zukünftigen Unternehmungen erneut beteiligen zu dürfen. Ich glaube, Herr Stoerrebrandt hatte die Situation schnell erkannt und wollte verhindern, dass jetzt jeder einzelne sein Interesse an weiteren Aufträgen äußert. Deswegen sicherte er uns allen zu, dass er sich gerne an die erfolgreiche Zusammenarbeit zurückerinnern wird, sollte er in der Zukunft noch einmal eine ähnlich gelagerte Aufgabe zu vergeben haben.

Damit waren nun alle zufrieden und wir begaben uns gemeinsam mit Jucho nach draußen, um zu besprechen, wie wir am besten den geschäftlichen Teil unseres Engagements regeln könnten. Während ich aus der breiten Flügeltür hinaustrat, hatte ich noch gesehen, wie Yamira sich beim Herausgehen noch einmal kurz an Uribert gewendet hatte, bevor sie ebenfalls das Arbeitszimmer verließ, in dem nur der Hausherr mit dem ehemaligen Baron und dem Erzmagus zurückblieb.


1. Boron, 4827 FdW (1005 BF), Festhum - Der Lohn für die Mühen

Gemeinsam mit Jucho Stoerrebrandt marschierten wir von der Stadtvilla aus zum Kontor. Und ein Marsch war es wirklich, denn wir waren bestimmt eine Stunde oder länger von einem Ende der Stadt zum anderen unterwegs. Den ganzen Weg über starrten uns die Festhumer Bürger neugierig, ängstlich oder geringschätzig an, je nachdem in was für einer Gegend wir unterwegs waren. Wir mussten ja auch ein merkwürdiger Anblick sein, wie wir mit unserer viel zu dünnen Kleidung und bis an die Zähne bewaffnet und dazu noch schwer beladen durch die Straßen zogen. Doch zu befürchten hatten nichts, weder von zwielichtigen Gestalten, die wir auf unserem Weg aber eh kaum zu Gesicht bekamen und die wenigen, derer wir ansichtig wurden, wurden die unsere gut gerüstete Truppe abgeschreckt, noch von den Gardisten, die uns zwar aufmerksam beobachteten, uns aber unbehelligt ziehen ließen und nur dem Herrn Stoerrebrandt freundlich zunickten oder grüßten. Auf dem Weg kamen wir bei dem Tiergarten vorbei, konnten allerdings keine ungewöhnlichen Tiere erkennen. Wahrscheinlich verstecken die sich bei diesen Temperaturen auch in Höhlen oder Stälen. Anschließend passierten wir eine großen Fläche, auf der etliche Wagen und Zelte standen, zwischen denen man viele Menschen sah, die in ihren bunten Pelzen und mit der gebräunten Haut nicht wie die anderen Festhumer aussahen. Agneta erklärte uns, dass das "ihre Leute" seinen und Jucho bestätigte, dass wir gerade an der Norbardenwiese entlangschritten, wo sich im Herbst und im Frühjar noch viel mehr Angehörige des Volkes der fahrenden Händler aufhielten.

Schließlich kamen wir an den Fuß des Zwielichtberges und Sotolosch sprach Jucho auf die Geschichten an, die er über den Berg gehört hatte. Tatsächlich glaubten viele Bürger Festhums, dass es dort oben nicht mit rechten Dingen zuginge und mieden die Anhöhe deswegen. Jucho glaubt, dass es damit zusammen hängen könnte, dass der Henker der Stadt, ein leibhaftiger Ork, dort oben in einer Hütte haust. Aber der Berg sei schon mehrfach von Magiern untersucht worden und die hätten bislang nichts Außergewöhnliches gefunden. Als wir endlich wieder an ein paar Häusern vorbeikamen erklärte uns unser Führer, dass wir nun im oberen Hafen seinen, in dem vor allem Kriegsschiffe vor Anker lagen, und tatsächlich konnte man zu unserer Rechten mehrere Segel sehen, die nicht nach den üblichen Handelsschiffen aussahen. Kurz darauf standen wir vor dem großen merhstöckigen Kontor der Stoerrebrandts. Wir gingen in einen großen Raum und es kamen mehrere Angestellte des Hauses herein, die dabei halfen, unsere Waren säuberlich zu sortieren, alle Gegenstände in einer Liste zu verzeichnen und mit einem angemessenen Ankaufswert zu beziffern.

Das dauerte natürlich eine ganze Weil und so nutze ich die Gelegenheit, um Herrn von Wolpertingen einige Fragen zu stellen, über die ich in den letzten Tagen nachgedacht hatte. Ich glaube, ich habe es sehr geschickt gemacht , so dass es dem hohen Herrn überhaupt nicht merkwürdig vorkam, dass ich mich danach erkundigt habe, in welchen Fällen es möglich ist, das einer dem anderen das Leben nimmt, ohne dafür verfolgt und hingerichtet zu werden. Und seine Antworten waren auch sehr interessant. Denn auch wenn es unter normalen Umständen natürlich unter höchsten Strafen verboten ist, so gibt es doch zumindest unter Adligen und Kriegern die Ausnahme, dass sie sich gegenseitig, sofern es einen Anlass gibt, zum Duell fordern können. In letzter Zeit sei es jedoch unter den Adligen geradezu in Mode gekommen, diese Zweikämfe nicht selbst auszutragen, sondern an seiner statt einen Schwertgesellen kämfen zu lassen. Diese dürften eine solche Forderung zwar nicht selbst aussprechen, sie aber durchaus in fremdem Namen ausfechten.

Ich weiß allerdings gar nicht, wie relevant das überhaupt noch für mich ist. Denn inzwischen bin ich überhaupt nicht mehr so sicher, ob ich den Brief meines Onkels wirklich richtig verstanden habe. Vielleicht habe ich zulezt doch etwas zu viel Zeit unter Deck verbracht und mein Verstand war etwas vernebelt von den vielen Kampfübungen. Denn auch wenn er geschrieben hat, dass es ihm eine Freude wäre, wenn ich mich an dem Feind unserer Familien rächen könnte, so würde er mir doch auf diese Weise nicht einen so folgenschweren Befehl erteilen wie ich zuerst dachte. Oder doch? Ich werde auf jeden Fall nichts überstürzen, bevor ich keine Gewissheit habe, und mich erst einmal gänslich auf das Turnier konzentrieren. Und genau um das Turnier in Gareth und die Vorbereitung darauf ging es dann auch, als mich Ayla wenige Momente später ansprach und vor die Tür bat. Dass sie nicht vor den anderen sprechen wollte, war kein gutes Zeichen. Und tatsächlich teilte sie mir draußen mit, dass sie es doch bevorzugen würde, wenn wir ab Festhum getrennte Wege gingen und uns erst in Gareth wiederträfen. Ich wusste überhaupt nicht, was ich sagen sollte. Hatte ich etwas Falsches gemacht oder gesagt? Für einen Moment starrte ich sie nur an, deswegen sprach Ayla weiter und erklärte mir, dass sie der Meinung were, dass sie mir vielleicht noch den einen oder anderen Trick beibringen könnte, dass ich aber mit dem Anderthalbhänder schon fast so gut kämfen würde wie sie. Ich wäre so ein wissbegieriger Schüler gewesen und hätte so schnell gelernt, dass sie mich inzwischen eher als einen nahezu ebenbürtigen Wettbewerber sähe und weniger als einen Schüler, dem sie noch viel beibringen könnte.

Ich war ziemlich verwirrt. Gerade erst vor wenigen Wochen hatte Ayla mir noch so viele Dinge gezeigt, die ich nie zuvor bewusst gesehen hatte. Waren das wirklich nur die wenigen Tricks, die sie meinte oder hatte sie andere Bewegründe, ihren Weg nicht mit mir fortsetzen zu wollen? Woran es auch lag, es stand mir nicht an, ihre Entscheidung in Frage zu stellen. Also bedankte ich mich für die freundlichen Worte und versicherte ihr, wie dankbar ich war für das, was ich in den letzten Wochen von ihr lernen durfte. Ich bin froh, dass ich in dieser Situation die richtigen Worte gefunden habe, als ich ihr gesagt habe, dass ich keinen besseren Lehrmeister hätte haben können, denn davon bin ich weiterhin überzeugt. Und dann habe ich auch noch gesagt, dass ich mich darauf freue, sie bei dem Kaiserturnier wiederzusehen. Vielleicht ist das allerdings ein Fehler gewesen, denn nun begann Ayla darüber zu sprechen, dass wir ja vielleicht bei dem Turnier aufeinander treffen könnten und spätestens dann herausfinden würden, ob ich wirklich ein gleichwertiger Gegner für sie wäre. Da ein Kamf gegen meine Lerhmeisterin so ziemlich das Lezte ist, was ich mir für das Turnier in Gareth wünsche - weder will ich ihr unterliegen und aus dem Turnier ausscheiden, noch könnte ich damit Leben, einer so vollendeten Kämferin den Turniersieg zu nemen - zog ich mich darauf zurück, dass es ja schon ein großer Zufall wäre, ob man ihn nun "Glück" oder "Pech" nennen möchte, wenn ausgerechnet wir beide bei den vielen Teilnehmern aufeinanderträfen. Aber leider das stimmte nicht ganz. Denn offenbar gibt es bei diesem Wettbewerb ein kompliziertes Reglement, welches vorschreibt, wie sich Kämfer gegenseitig fordern und auf diese Weise die Paarungen mitbestimmen können. Und zu meinem Unglück fügte Ayla hinzu, dass der beste Weg, um sicherzustellen, dass wir unsere Kräfte miteinander messen können, darin bestünde, mich direkt in der ersten Runde zu fordern. Ich hoffe nach wie vor, dass sie das nicht gans ernst meinte und vor allem gesagt hat, damit ich einen weiteren Grund habe, mich bestmöglich vorzubereiten. Trozdem hinterließ diese Äuserung bei mir ein mulmiges Gefühl.

Nichtsdestotrotz fragte ich Ayla, ob es irgendetwas gäbe, was ich tun könnte, um mich bei ihr zu revangieren. Auch hier überraschte sie mich mit ihrer Antwort als sie meinte, dass es da tatsächlich etwas gäbe, was sie sich wünschen würde. Sie hatte mich im Kamf beobachtet und auch die Schilderungen der Auseinandersezungen in der Püramide angehört und wünschte sich, dass ich mir zukünftig eine der donnernden Schwester wohlgefälligere Art zu Kämfen angewöhnte. Ich wusste nicht so recht, was sie meinte und das hat man mir wohl auch angesehen. Auf jeden Fall ergänzte sie, dass mein derzeitiger Kamfstil eher den Idealen von Rondras Sohn oder am ehesten denen des listigen Bruders entspräche. Das verlezte mich schon ein wenig, obwohl ich gar nicht so genau wusste, was sie genau meinte oder wer Rondras Sohn ist und wofür er steht. Trotzdem sagte ich zu, ihr diesen Wunsch zu erfüllen und versicherte, dass sie sich, wenn wir uns bei dem Turnier wiedersehen werden, selbst davon überzeugen und sich auch bei meinen Gefährten erkundigen könnte, dass ich mich streng and die Tugenden der Sturmherrin halten werde. Mit dieser Antwort war sie zufrieden. Und da somit alles gesagt war, gingen wir wieder hinein zu den anderen.

Wahrscheinlich hätte man mir deutlich angesehen, wie sehr mich dieses Gespräch mitgenommen hatte, wären nicht alle zu sehr darauf konzentriert, nun endlich den Lohn für die großen Mühen in den zurückliegenden Wochen zu erhalten. Und wirklich wendete sich quasi unmittelbar nachdem wir wieder im Raum waren Jucho an Herrn Salix und verkündete, dass die Schäzung beendet war. Er listete einige Preise auf, zu denen das Handelshaus die Waren ankaufen würde und trug uns eine unglaublich komplizierte Rechnung vor, die ich im Einzelnen nicht nachvollziehen konnte. Was ich aber verstanden habe war, dass jedem von uns am Ende ein Anteil von 60 Goldstücken zustand. Und das war nur für das, was wir erbeutetet hatten. Dazu kam noch der Lohn für weitere 62 Tage, die wir seit Ende des ersten Monats, für den wir schon im Voraus bezahlt worden waren, geleistet hatten. Wäre ich nicht noch niedergeschlagen gewesen von dem vorausgegangenen Gespräch, hätte ich wohl ein ähnlich breites Grinsen gezeigt wie viele der anderen. Ich würde am heutigen Tag deutlich über Einhundert Goldstücke erhalten, das ist weit mehr als ich jemals zuvor mein eigen nennen konnte! Auf jeden Fall war es viel mehr als ich jemals erwartet hätte und ich wäre auserordentlich zufrieden damit gewesen, auch wenn es am Ende sogar noch viel besser kam.

Als nächstes sollten wir nämlich in Gruppen von jeweils fünf Personen mit Jucho in ein kleines Arbeitszimmer gehen, wo er uns die Wechsel ausstellen wollte, die wir bei der Nordlandbank in Münzen umtauschen könnten. Und auch wenn es vor allem auf der Rückfahrt manche Differenzen gab, fanden Herr Salix, Yamira, Sotolosch, Cian und ich, also genau die fünf Personen, die zusammen sowohl das Abenteuer auf dem schwarzen Schiff als auch in der Püramide von Harabal bestritten hatten, sich wie selbstverständlich zusammen. Wir gingen als lezte in das Arbeitszimmer. Und nicht nur, dass der Ritter und unser Zwerg gemeinsam noch einen zusätzlichen Aufschlag in Höhe von 20 Goldstücken heraushandeln konnten, Jucho bot uns noch bevor er uns die Wechsel überreichte einen weiteren Auftrag an. Im Tsa, also in gut drei Monden würde in Beilunk ein Händlerzug starten, der die weit gen Efferd gelegenene Stadt Lowangen zum Ziel hatte. Etwa drei Monde würde er unterwegs sein und Jucho bot uns allen an, den Zug als Geleitschutz zu begleiten. Damit hatte wohl keiner von uns gerechnet, aber wir waren alle positiv überrascht. Wir ließen uns noch ein paar Einzelheiten zu den Vorhaben schildern, vieles wusste der Händler selbst noch gar nicht so genau, aber als wir uns schließlich vor allem davon überzeugt hatten, dass der Zug rechtzeitig sein Ziel erreichen würde, so dass danach genug Zeit bliebe, um noch vor dem Kaiserturnier in Gareth zu sein, sagten wir alle zu.

Unglaublich, noch wenige Stunden zuvor hatte ich mit mir selbst gehadert, was ich nur tun sollte und wusste nicht, wo ich mir Rat suchen könnte. Und jetzt hatte sich innerhalb kürester Zeit alles von gans alleine ergeben. Mit  Ayla zu gehen war keine Option mehr und ich musste mir auch keine Sorgen machen, meine übrigen Gefährten all zu schnell aus den Augen zu verlieren, immerhin würden wir spätestens in drei Monaten alle gemeinsam für mehrere Wochen einem neuen Abenteuer entgegen ziehen. Nur was in den verbleibenden Zeit, also den nächsten drei Monaten geschehen würde, das war noch nicht klar. Aber das war mir für den Moment auch egal. Ich musste erst einmal die anderen Entwicklungen verdauen und hätte noch genug Gelegenheit, mir über alles Weitere Gedanken zu machen. Erst einmal hieß es, mit den anderen verbliebenen Expeditionsteilnehmern noch einen letzten gemeinsamen Abend zu verbringen. Die hatten nämlich draußen auf uns gewartet. Und so zogen wir im Anschluss in großer Gruppe über den Zwielichtberg dem Marktplatz entgegen, um uns der Empfehlung Juchos folgend zumindest für diese Nacht im Gasthaus zum Bären einzuquartieren und ein leztes Mal alle zusammen zu feiern.
« Letzte Änderung: 13. September 2019, 19:44:28 von Ugarkai »
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Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #36 am: 13. September 2019, 20:42:59 »

Die letzte Feier?

Am Abend zeigte in der Taverne zum Bären eine spärlich bekleidete Tierbändigerin in der Mitte des Schankraums Tricks mit ihren Bären. Sie kam so gut wie ohne Hilfsmittel aus, fast so als ob Magie im Spiel gewesen sein könnte. Während wir das gemeinsam mit den anderen ExpeditionsteilnehmerInnen beobachteten, schmiedeten wir schon Pläne für die nächsten Tage. Farahjin und Sotolosch wollten sich noch bei Stoerrebrandt eindecken. Letzterer bekam von Trutz den Tip, dass die Therbuniten, die er aufsuchen wollte, im Hesindedorf waren. Schließlich gab es noch das Treffen mit Uribert, das am nächsten Mittag am Markt stattfinden sollte. Der Abend endete mit einem Gespräch über die Frauenprobleme der Angroschim und das "Baumisch" als Sprache die Sotolosch mit seinem Apfelbaum spricht.
Am Morgen des zweiten Boron verabschiedeten sich die ehemaligen GefährtInnen von uns. Die einen wollten gen Tobrien ziehen, die anderen weiter ins Bornland hinein. Nach dem Abschied verfielen wir in eine Diskussion darüber, warum Farahjin die Schönheit der Welt nicht in der bornländischen Kleidung entdecken konnte.

Ein letzter Dienst

Ein Junge mit Namen Stippen kam im Auftrag von Stoerrebrandt zu uns. Er brachte uns zu Stover Regolan Stoerrebrandt, der uns darum bat mit Thesia Tulljow, der Schwester unseres verstorbenen Hauptmanns, zu sprechen und ihr die Nachricht vom Tod ihres Bruders zu überbringen. Er wollte dies nicht selbst übernehmen, da die junge Dame nicht gut auf ihn zu sprechen war, weil sie ihm die Schuld am Tod ihrer Mutter gab, die wie sie meinen soll zu hart arbeiten musste und so auch keine Zeit für sie hatte. Sie ist 14 bis 15 Götterläufe alt und arbeitete als Magd im Hesindetempel.

Eine neue Unterkunft

Wir hatten uns entschlossen in der Elchschaufel unterzukommen. Dort verstauten wir unsere sperrigen Sachen und diejenigen, die sie nicht in der Stadt tragen durften, auch ihre Waffen. Weil wir jetzt kaum noch Zeit hatten, mussten wir uns zum Markt eilen, damit wir Uribert, dem wir bei der Suche nach seinem Freund Fredo helfen wollten, nicht verpassten.

Markttag

Da Markttag war, war der Marktplatz rappelvoll und geradezu überlaufen. In dem Gewirr an Menschen suchten wir zunächst nach Uribert, aber Cian entdeckte zwei schurkische Gestalten, die eine Frau verfolgten. Wir machten uns daran ihr zu helfen. Während Cian, Sotolosch und Farahjin die beiden im Auge behielten, gingen Yamira und Salix zu der Dame, die sich als die Kunsthändlerin Catalinya di Brelac vorstellte und begannen ein unverfängliches Gespräch über den Drachenbrunnen mit ihr.
Die Schurken zogen sich zurück und Fredo von Eschenfurt kommt hinzu. Er war ein Angestellter ihres Vaters, eines erfolgreichen Händlers, der die Aufgabe hatte auf Catalinya aufzupassen. Als sich alle am Getränkestand trafen fragte Farahjin offen nach den beiden Schurken. Das führte dazu, dass wir den wahren Sachverhalt darlegten, woraufhin Catalinya sich nicht mehr beruhigen konnte und sogar ohnmächtig wurde. Sotolosch und Salix brachten sie mit Fredo ins Haus ihres Vaters, einer Villa "Am Seeufer".
Die anderen trafen Uribert, der mittlerweile für tot erklärt worden war und nun völlig mittellos dastand. Sein erster Ansatzpunkt auf seiner Suche war das Archiv.

Ein neuer Stern am Himmel der Malerei?

Die Kunstsammlerin Catalinya schwärmte von einem neuen Maler. Sein Name war Pjetrow und er war Akoluth im Hesindetempel. Früher sollen seine Gemälde freudiger, später eher schwermütig gewesen sein. Dieser "Meistermaler" Pjetrow hatte den Kontakt zu ihr abgebrochen. Als sie zum Tempel ging und um Kontakt bat, wurde sie abgewiesen.
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Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #37 am: 13. September 2019, 20:44:55 »

Viel zu tun in Festum

02.Boron 1005BF

Die 5 verbliebenen Teilnehmer der Expedition haben sich in 2 Gruppen aufgeteilt, während Yamira, Cian und Farahjin helfen wollen etwas über Fredo heraus zu bekommen bringen Salix und Sotolosch die immer noch ohnmächtige Catalinya de Brelac in die Villa ihres Vaters.

Die Stadtvilla der di Brelacs ist groß und prächtig, offenbar handelt es sich um sehr vermögende Menschen, wenn natürlich auch nicht in dem Ausmaße der Stoerrebrandts. Fredo von Eschenfurt läßt unsere Helden herein und erklärt ihnen dass der Herr des Hauses zur Zeit nicht da ist und dass er deshalb alle zum Abendessen eingeladen habe damit dieser sich persönlich bedanken könne. Catalinya wird von Salix in ihr Zimmer gebracht und aufs Bett gelegt, Sotolosch schaut noch einmal nach ihr kann aber keine Krankheit oder ähnliches fest stellen, es war wohl tatsächlich nur die Aufregung, Sotolosch wundert sich etwas über die fehlende Standfestigkeit der Menschen. Währenddessen sieht sich Salix kurz in ihrem Zimmer um, er will nicht spionieren, schaut aber zumindest ob es auffällige Bilder gibt. Tatsächlich fallen ihm sogar 2 Bilder auf die direkt gegenüber ihres Bettes hängen und die sie jeden morgen beim aufstehen als erstes sieht. Eines zeigt ein Bild von einer Art Park, mit sehr vielen Blumen und einem Teich, es ist betitelt als "Geschenk der 12 Götter". Daneben befindet sich ein Bild von einem Mann und einer Frau die sehr innig beieinander stehen, auch auf diesem Bild befinden sich viele bunte Blumen, generell wirken beide Bilder ausgesprochen bunt und fröhlich. Das 2. Bild trägt den Namen "Die Liebenden" und die junge blonde Frau auf dem Bild erinnert Salix zumindest in groben Zügen an Catalinya.
Salix entscheidet sich dagegen nun ein paar Fragen an Fredo zu stellen, er meint alles andere könnte man auch in Ruhe am Abend besprechen, Fredo bedankt sich noch einmal und teilt Salix mit dass normalerweise etwa zur Firunsstunde gegessen wird. Sotolosch läßt sich von Salix erklären wie man hier wohl die Zeit misst, dann verlassen die beiden die Villa und machen sich auf den Weg zum Hesindetempel wo sie die anderen treffen wollen.

Derweil bereitet sich Yamira darauf vor im Adelsarchiv Auskünfte über Baron Fredo Wulfhelm von Plötzingen-Eberstamm einzuholen. Ihr wäre es lieber wenn Salix diese Aufgabe übernehmen würde, immerhin ist er selbst adlig, aber da dieser nicht hier ist bleibt ihr keine Wahl. Sie legt die Wolldecke ab die sie schützend um die Schulter gelegt hatte, zieht noch einmal ihre Robe glatt und betritt schließlich das doch schon in die Jahre gekommene und etwas vernachlässigte Haus. Am Empfang spricht sie mit einer älteren Dame die ihr erklärt dass man natürlich nicht von jedem Adligen weiß wo er wohnt oder was er so tut, aber zumindest die Aufzeichnungen der letzten Adelsversammlungen müßte es geben. Diese würden sich im Archiv befinden, eine Etage tiefer und dort würde der Archivar sitzen mit dem Yamira dann sprechen könne, natürlich könne aber nicht jeder einfach so hinunter.... Yamira versteht den Wink und schiebt der Dame einen Silbertaler über den Tisch, diese ist zufrieden und läßt die 4 ins Archiv gehen.
Dort werden sie von einem Mann undefinierbaren Alters und mit ausgesprochen schlechter Laune äußerst unhöflich empfangen. Der Mann hat offenbar keine Lust zu helfen, ist obendrein noch genervt und scheinbar auch nicht wirklich fleißig. Yamira versucht mit allen Mitteln etwas aus ihm heraus zu bekommen aber er lehnt ab ihr etwas mitzuteilen da sie schließlich keine Bornländerin sei. Cian behauptet kurz Uribert sei ein Bornländer, scheint davon auch selbst überzeugt zu sein, aber der Archivar nimmt ihm diese Aussage nicht ab. Auch von einem Silbertaler den Cian ihm über den Tisch schiebt scheint der Mann sich nicht überzeugen zu lassen, er sieht das Geld eher spöttisch an. Yamira erklärt ihm nun dass es durchaus möglich ist dass sie jemanden aus dem Hause Stoerrebrandt ruft und mitbringt, oder gleich ihre Magnifizienz persönlich und fragt den Mann ob er wirklich wolle das diese Herren für so eine Kleinigkeit bemüht werden. Sie erklärt ihm nochmals dass sie keineswegs selbst Einsicht haben möchte und erst recht nicht wissen wolle was bei der Versammlung passiert ist oder wer wie gewählt hatte (dies war wohl eine Befürchtung des Archivars), ihr würde es völlig reichen wenn er einen Blick in die Unterlagen werfen würde und ihr ein Zeichen geben würde ob sich Fredo bei den Versammlungen befunden hatte. Der Mann überlegt kurz, erwähnt dann aber wie ausgesprochen anstrengend dies alles wäre und dass er eigentlich wichtigeres zu tun hätte. Langsam verzweifelt Yamira, sie hat keine Idee mehr. Es ist Cian dem auffällt dass der gute Mann sich vielleicht nicht von einem Silber überzeugen läßt, aber dass etwas mehr ihn vielleicht doch zur Mitarbeit bewegen könnte. Er gibt Uribert ein Silber dass auch dieser nun über den Tisch schiebt, Farahjin schließt sich mit einem Silber an und Yamira entscheidet sich schließlich gleich 2 Silbertaler hinzu zu legen. Endlich ist der Archivar einverstanden und verschwindet seufzend in einen anderen Raum, schon nach kurzer Zeit kommt er zurück und teilt der Gruppe mit dass sich Fredo tatsächlich auf den letzten beiden Versammlungen anwesend war, mehr wollte oder konnte er dann aber nicht erzählen und Yamira verläßt gemeinsam mit Uribert, Cian und Farahjin das Archiv.
Am Empfang angekommen spricht die Sekretärin Yamira noch einmal an und fragt ob sie ihre Informationen bekommen habe und gibt zu dass der "gute Ehrborn" manchmal ein wenig griesgrämig wäre. Spontan entschließt sich Yamira noch einmal bei der Frau nachzuhaken und fragt sie ob sie nicht vielleicht "etwas gehört habe" Zuerst bekommt sie allerlei Gerüchte zu hören "Gräfin Thesia hat dies, Graf Uriel hat das.." dann nennt sie der Frau den Namen Fredos und diese erinnert sich tatsächlich an eine Geschichte die sie gehört hat. So habe es bei der letzten Versammlung angeblich einen großen Streit zwischen Fredo und einem Händler gegeben, wohl denjenigen dem er seine Stimme für die Versammlung verkauft hatte. Offenbar scheint sich irgendeiner der beiden nicht an Abmachungen gehalten zu haben und es kam zu einem Streit, was danach passierte weiß die Dame allerdings nicht. Auch an den Namen des Händlers kann sie sich nicht erinnern, als Yamira ihr nach dem Namen der Stoerrebrandts (die sie sofort ausschließen kann) auch den Namen der di Brelacs nennt erwidert sie aber dass es tatsächlich dieser Name gewesen sein könnte. Yamira bedankt sich, gibt der Frau noch einen Silbertaler und verläßt schließlich reichlich verwirrt das Gebäude.
Draußen versuchen alle noch einmal die Gedanken zu sortieren und Cian hat die Idee eine Art Notizbuch anzulegen um Dinge eventuell besser behalten und zuordnen zu können, einen Seitenhieb Richtung Yamira die sich zuerst nicht an den vollen Namen Fredos erinnern konnte kann er sich dabei nicht verkneifen. Alle halten es für eine gute Idee ein solches Buch anzulegen und so gehen sie gemeinsam an einen Stand auf dem Markt an dem Schreibwaren angeboten werden. Leider werden hier keine Notizbücher, wohl aber Tagebücher für stolze 4 Dukaten angeboten. Seufzend bezahlt Yamira diese und holt sich noch ein paar Stifte dazu, natürlich behält sie das Buch bei sich.
Cian hat eine weitere Idee, Uribert sei doch schließlich.. im weiteren Sinne.. ein Gefährte und damit... im weitesten Sinne... auch mitverantwortlich für die Rettung Catalinyas, daher könne man ihn doch mit zu dem Abendessen bei den di Brelacs nehmen. Yamira sieht dies nicht so, meint aber diese Sache sollte man nicht einfach jetzt entscheiden sondern erst einmal mit Salix besprechen. Da sie Uribert gegenüber aber auch ein schlechtes Gewissen hat bestellt sie ihn vor dem Abendessen in die Elchschaufel, wenn er die Gruppe nicht in die Villa begleiten würde, dann würden sie ihm ein Abendessen in der Elchschaufel spendieren und man würde sich am nächsten Tage beim Frühstück besprechen. Uribert nimmt dieses Angebot dankend an und erklärt er würde nun doch noch einmal in die Villa Stoerrebrandt gehen und mit Stover Regulan reden, sich vermutlich doch das Geld leihen, denn er habe gemerkt dass es vermutlich noch den ein oder anderen Silbertaler kosten wird Fredo zu finden. In ein Gasthaus möchte Uribert sich nicht einquartieren, er erwähnt dass er sich nach einem kleinen Haus zur Miete umsehen will, dann verabschieden sich alle und Yamira, Farahjin und Cian machen sich ebenfalls auf den Weg zum Hesindetempel.

Unterwegs spricht Cian Yamira erneut auf das Wesen in der Statue in Port Stoerrebrandt an und die beiden beginnen in angeregtes Gespräch über dieses Wesen und Elementare im allgemeinen. War dieses Wesen dem ähnlich welches Yamira gerufen hatte? Was war der Unterschied? Wußte ein Dschinn vielleicht ob und wie man das Wesen aus der Statue befreien konnte? Wie lange leben Elementare und leben sie überhaupt? Wie sieht es mit Persönlichkeiten und Charakterzügen aus und wie konnte es sein dass das Wesen sich so lange an die Statue hatte binden lassen? Cian stellt immer mehr Fragen und Yamira erklärt ihm schließlich wie kompliziert dieses Thema sei und dass man es einfach nicht eben mal kurz besprechen könne, immerhin habe sie sehr viele Jahre damit verbracht es eingehend zu studieren. Cian scheint damit nicht wirklich zufrieden zu sein, fragt aber schließlich nicht weiter. Yamira erklärt außerdem noch dass einfach noch sehr viel geforscht werden müsse bis man das Wesen befreien kann und dass sie es auf jeden Fall nicht vergessen würde.

Am Tempel treffen sich beide Gruppen dann wieder und es werden ganz kurz erste Informationen ausgetauscht, ausführlich möchte man sich erst besprechen wenn man der armen Thesia die schlimme Nachricht vom Tod ihres Bruders überbracht hat. Bevor sie auf einen der Wachmänner zugehen fragt Salix Cian noch ob er vielleicht draußen warten möchte, immerhin habe er sich ja von den Göttern abgewendet. Diese Aussage scheint die anderen doch sehr zu verwirren, auf Nachfragen Sotoloschs reagieren aber weder Salix noch Cian. Cian erklärt das er durchaus mitkommen wolle und keinerlei Problem sieht, er wolle schließlich nicht beten sondern die Nachricht mit überbringen. Salix klärt ihn deutlich darüber auf wie man sich in einem Tempel zu benehmen hat und was zu unterlassen ist, dann tritt die Gruppe auf einen der Wachmänner zu.
Der Wachmann ist höflich aber auch sehr strikt, der Tempel sei geschlossen, es käme niemand hinein. Alle außer Salix scheinen etwas verwirrt zu sein, es hinterfragt aber auch keiner großartig die Gründe oder bietet Hilfe an, Salix erklärt dem Wachmann nur dass er dringend mit Thesia Tuljof sprechen müsse und Sotolosch bringt ihn dazu genau zu erklären warum er Thesia sucht. Der Wachmann schickt daraufhin einen seiner Kollegen um die junge Frau zu holen und die Gruppe um Salix begibt sich zu einer Bank in die Nähe um nicht störend vor dem Tempel herum zu stehen.
Während Salix den anderen erklärt dass es durchaus gute Gründe geben kann dass der Tempel geschlossen ist und es ja auch verbotenes Wissen geben würde nimmt Yamira sich das Notizbuch und macht ein paar erste Notizen, außerdem schreibt sie auch etwas hinten auf die letzte Seite, dies scheint sie auch unterwegs immer wieder zu tun während sie sich aufmerksam umsieht.
Nach einer Weile kommt eine junge Frau auf die Gruppe zu, sie wirkt schüchtern und unsicher. Salix übernimmt nun die schwere Aufgabe ihr vom Tod ihres Bruders zu berichten, erklärt ihr auch dass er für eine wichtige Sache und als Held gestorben ist und wie sehr alle seinen Tod bedauern. Zuerst will Thesia seinen Worten nicht trauen, will nicht wahr haben dass ihr Bruder gestorben ist, dann fängt sie an zu weinen und ist wirklich verzweifelt. Salix versichert ihr nochmal wie heldenhaft Wassjef gestorben war und erklärt ihr auch dass man alles getan hatte um ihm ein ordentliches Begräbnis zukommen zu lassen. Yamira fragt sie noch ob es irgendetwas gibt was sie für Thesia tun kann woraufhin diese verzweifelt bitte sie möge ihr doch ihren Bruder wieder lebendig zaubern. Yamira erklärt dass wirklich alles versucht wurde und dass ihre Magnifizienz ihren Bruder gerettet hätte wenn es nur irgendeine Möglichkeit gegeben hätte, dann bietet sie der jungen Frau an sich jederzeit bei ihr oder den anderen zu melden falls sie Hilfe benötigt. Yamira denkt dabei offenbar auch an die Dinge die offenbar im Tempel vor sich gehen, will die verzweifelte Thesia darauf aber in diesem Moment nicht ansprechen. Thesia bittet darum nun eine Weile alleine zu sein und die Helden verabschieden sich traurig von ihr, nach den Vorgängen im Tempel oder dem jungen Maler fragt niemand.

Yamira erkundigt sich bei einem Wachmann nach der Akademie und der Schneiderin die Rakorium ihr empfohlen hatte und der Wachmann gibt freundlich Auskunft. Yamira bittet die anderen doch kurz  zu warten während sie sich bei der Schneiderin um etwas warmes zum anziehen kümmert. Im Anschluß wollen alle einmal durch den Park rund um den Hesindetempel gehen und sich umschauen und dann das weitere Vorgehen besprechen.
Bevor sie dies aber tun können kommt es zu einem großen Streit innerhalb der Gruppe. Farahjin fragt Salix nämlich nun warum er der jungen Frau nicht die ganze Wahrheit über den Tod ihres Bruders und von dem eigentlichen Ziel der Expedition erzählt hatte. Salix versucht ihm zu erklären dass dies nicht ginge, immerhin sei doch klar gemacht worden dass keiner genaues über die Expedition berichten darf, darüber sei man sich doch einig gewesen. Während Farahjin nun unsicher erwidert er dachte bei der Angehörigen sei dies etwas anderes explodiert Cian förmlich. Er wird laut und schimpft herum das "man" sich sicherlich nicht darauf geeinigt habe, dass auch gerade nur 3 von 5 dafür waren, was nur die Mehrheit bestimmt habe usw. Er wird dabei immer lauter, schreit herum und läßt niemanden zu Wort kommen. Yamira ist dieses Verhalten zu viel, sie hat keine Lust sich mit so etwas zu beschäftigen und läßt die Gruppe wortlos stehen und schlendert alleine durch den Park, nicht ohne sich sorgsam umzusehen. Sie findet den Eingang der Akademie ohne Probleme, ansonsten fällt ihr aber nichts weiter auf. Als sie den Tempel einmal umrundet hat bleibt sie in etwas Entfernung zu der Gruppe stehen da diese immer noch zu streiten scheint.
Der Streit innerhalb der Gruppe dauert tatsächlich eine ganze Weile, denn erst als Cian aufhört zu schreien kommen die anderen zu Wort und Salix erklärt Farahjin noch einmal warum man sich entschieden hatte nichts über den Auftrag zu erzählen und wieso dies so wichtig war und man auch in dieser Situation keine Ausnahme machen konnte. Farahjin scheint Salix nicht ganz zu verstehen und auch nicht seiner Meinung zu sein, akzeptiert die Situation aber und erklärt deshalb habe er ja auch nichts weiter gesagt. Nun entscheiden die Männer doch einmal nach Yamira zu sehen in dem sie eine Runde durch den Park gehen, danach treffen sie die immer noch aufgebrachte Yamira wieder die sich strikt von Cian abwendet und nur kurz mit Salix bespricht dass sie nun zur Schneiderin gehen würde.
Dank der Beschreibung des Wachmannes findet Yamira die Schneiderei ohne Probleme und bespricht mit Elkmine Sulzjerkow was sie benötigt und wie ihre Robe aussehen soll, dann wird Maß genommen und Yamira entscheidet sich schließlich noch einen einfachen Wollumhang zu kaufen da die Anfertigung der warmen Robe doch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird.

Während sie auf Yamira warten unterhalten sich die Männer über Uribert und seine Situation, außerdem fragt Sotolosch noch einmal neugierig bei Cian nach was es denn zu bedeuten habe dass er sich von den Göttern abgewendet habe. Cian erklärt nur dass er die Existenz der Götter durchaus anerkennen, sie aber nicht anbeten würde. Auf Nachfrage Sotolosch erklärt er noch das es aber durchaus "etwas" geben würde dass er anbetet, darüber könne man sich aber später unterhalten. Cian beendet das Gespräch und Sotolosch scheint noch sehr viele offene Fragen zu haben.

Nach einer ganzen Weile kommt Yamira wieder zurück und die 5 besprechen dass sie sich nun am besten aufteilen würden, denn es bleibt ihnen einfach nicht genug Zeit bis zum Abendessen um alles gemeinsam zu erledigen. Farahjin möchte unbedingt nach As-Jergan, denn er benötigt nicht nur wie alle anderen wärmere Kleidung, er möchte sich für den Abend bei den die Brelacs auch noch ansprechend einkleiden, Sotolosch gibt sofort an ihn begleiten zu wollen. Salix hingegen möchte sich den 2. Park, der direkt gegenüber des Hesindetempels liegt und zum Rahjatempel gehört, auch mal genauer anschauen und eventuell im Tempel ein paar Fragen stellen. Yamira schaut angespannt zwischen den beiden Gruppen hin und her und versucht sich zu entscheiden wen sie begleiten soll, sie möchte zur Zeit auf keinen Fall mit der Gruppe gehen die auch Cian begleitet, da dieser sich allerdings in keinster Weise äußert spricht sie schließlich Farahjin an und fragt ob es dabei bleibt auch am nächsten Tag noch einmal nach As-Jergan zu gehen. Yamira möchte sich unbedingt im Maraskanviertel umschauen und sich von Farahjin auch die ein oder andere Sache zeigen und erklären lassen, sie befürchtet aber dass heute dafür einfach nicht genug Zeit bleibt. Farahjin erklärt er könne sich ja heute schon mal umschauen, eventuell planen wohin genau man am nächsten Tag gehen könne und eventuell sogar einen Führer organisieren und daraufhin entscheidet sich Yamira mit Salix zu gehen, zu ihrem Glück schließt sich Cian dann Farahjin und Sotolosch an. Cian bittet Salix allerdings noch darum einmal genauer nach dem Waffenrecht zu fragen, ihm scheint es immer noch nicht recht zu sein dass er seine Waffe nicht mitnehmen darf.

Farahjin, Cian und Sotolosch kommen nach einer Weile problemlos in As-Jergan an, bereits aus etwas Entfernung nehmen sie die Geräusche wahr, die bunten Farben und auch die Gerüche. Farahjin fühlt sich sofort an seine Heimatinsel erinnert und wirkt sichtlich begeistert. Sehr schnell kommt ihnen ein junger Mann entgegen und spricht Farahjin mit seinem Namen an, erklärt dass sich alle schon gefragt haben wann Farahjin endlich kommt, immerhin sei er ja schon seit gestern in der Stadt, ein für Sotolosch und Cian sehr verwirrendes aber auch interessantes Gespräch beginnt. So ist Harijida von Tuzak offenbar der Neffe von Dschijndar ohne Nase, der wiederum ein früherer Nachbar von einem von Farahjins Onkeln ist, von welchem wird dabei allerdings nicht klar. Trotzdem werden sofort Grüße ausgetaucht, Farahjin überbringt auch noch weitere Grüße und alles wird sofort laut rufend durch das ganze Viertel weiter gegeben, dabei scheint nie wirklich klar zu werden wer denn nun wen kennt und woher überhaupt jemand Farahjin kennt und wußte wie er aussieht oder dass er herkommen würde, oder wie Farahjin Grüße hierher überbringen sollte wo er selbst doch gar nicht gewußt hatte dass er in Festum landen würde.. Als Harijida Farahjin dann zu einem Bier bittet erinnert Cian ihn dass vielleicht nicht genügend Zeit für so etwas ist und Farahjin läßt sich von Harijida den Weg zum offenbar besten Schneider As-Jergans, Azulziber mit den Scherenhänden erklären und teilt außerdem mit dass er am nächsten Tag nicht nur mit seinen 2 Begleitern von heute wieder kommen wird, nein er würde auch noch eine Gelehrte und sogar einen echten Ritter mitbringen! Mit dem Hinweis dass es eventuell auch noch einen Tag länger dauern würde verabschieden sich die 3 von Harijida und machen sich auf den Weg zu Azulziber.
Bei diesem können schließlich nicht nur alle 3 etwas in Auftrag geben um besser gegen die Temperaturen in Festum geschützt zu sein, es ist Farahjin außerdem möglich etwas edles und passendes für den heutigen Abend auszuleihen. Bei der Frage was er wohl zu solch einem Anlass am besten anziehen soll scheint das ganze Viertel zu helfen, jeder meldet sich lautstark mit einem anderen Ratschlag oder einer anderen Idee, so können sicherlich alle sehr gespannt sein wie Farahjin heute Abend zum Essen aussehen wird. Sotolosch kauft sich bei Azulziber einen Wendemantel, dieser ist von der einen Seite herrlich bunt, von der anderen Seite aber eher neutral in gedeckteren Farben bedruckt. Allerdings ist der Mantel doch ein ganzes Stück zu lang für Sotolosch, passende Kleidung für Zwerge scheint es hier nicht zu geben. Cian kauft oder leiht sich keine Kleidung, ihm reichen die Sachen die er bereits trägt und so machen sich die 3 wieder auf in die Elchschaufel.

Derweil ist Salix zusammen mit Yamira in den Park gegangen und schaut sich aufmerksam um, er sucht nach einer Stelle die dem Bild in Catalinyas Zimmer ähnlich ist, vielleicht hat Pjetrow es ja hier gemalt? Zwar ist der Park wirklich schön, es gibt mehrere Pavillons, bei wärmeren Temperaturen sicherlich auch schöne Blumen, eine Stelle wie auf dem Bild findet Salix allerdings nicht, es gibt keinen Teich in diesem Park. Kurz besprechen Salix und Yamira noch einmal die verwirrenden Geschehnisse in Festum und wie alles zusammen hängen könnte, dann betreten sie den Rahjatempel.
Sofort kommt ein leicht bekleideter junger Rahjageweihter auf die beiden zu und fragt ob er helfen kann. Sehr zu Yamiras Überraschung fragt Salix als erstes nach den Pferderennen und warum so etwas mit den armen Tieren gemacht wird. Der Geweihte erklärt es habe natürlich immer wieder Ärger deswegen gegeben und der Tempel habe schon einiges versucht. Die Pferde seien aber auch spezielle Tiere die an die kalten Temperaturen gewohnt sind und nur sehr selten würde einem Tier wirklich etwas passieren. Wenn es zu kalt werden würde oder gefährlich weil zu viel Schnee auf de Bahn liegt würde aber tatsächlich kein Rennen stattfinden oder die Bahn vorab befreit. Sicherlich würde es auch weitere Hilfe für die Tiere geben, aber damit kennt der Geweihte sich nicht aus, daher fragt Salix nun nach dem Hesindetempel.
Der Geweihte erklärt er habe auch "nicht wirklich" eine Ahnung was im Hesindetempel los sei, die Vorsteherin des Rahjatempels habe bereits eine offizielle Anfrage gestellt aber keinerlei Antwort erhalten. Der Tempel sei auch erst seit ein paar Tagen geschlossen, es sei also keineswegs üblich. Salix fragt nach was er denn wohl mit "nicht wirklich" meint und der Geweihte erklärt man würde natürlich einiges hören. So sei wohl ein junger Novize verschwunden und der Tempel daher geschlossen. Freiwillig könnte der junge Mann dabei wohl nicht gegangen sein, denn es gäbe dann keinen Grund für so ein Aufsehen, immerhin seien die Auflagen des Tempels nun auch nicht so streng das es wirklich nötig wäre weg zu laufen. Einen Namen wußte der Mann nicht, wohl aber dass es sich um einen jungen Maler handelte was vermutlich Salix und auch Yamira schon vermutet hatten. Mehr konnte der junge Geweihte dann allerdings nicht sagen, auch über die Bilder wußte er nicht wirklich etwas, er selbst widmete sich eher der Gedichte statt der Malerei. Salix läßt sich noch ein Gedicht vortragen, dann verlassen Yamira und er den Tempel wieder.

Salix hat nun die Idee es auch noch im Konzil der Künste zu versuchen, das Gebäude hatte er gesehen als sie beim Hesindetempel standen und vielleicht würde man dort noch  etwas heraus bekommen oder es wären sogar Bilder von Pjetrow ausgestellt. Da beide vermuten noch genügend Zeit zu haben begeben sie sich sofort dorthin.
Sie werden von einer jungen Frau begrüßt die scheinbar ganz selbstverständlich eine Schlange um den Körper gewickelt hat, Yamira scheint dies etwas suspekt zu sein, sie tritt lieber einen halben Schritt hinter Salix. Salix erklärt der jungen Frau er habe von dem jungen Maler gehört und wie toll seine Bilder seien und er frage sich nun ob vielleicht welche hier ausgestellt seien. Auch sie fängt nun an von Pjetrows Bildern zu schwärmen, erklärt wie außergewöhnlich sie sind und das man sie sich unbedingt anschauen sollte. Im Konzil selbst sind allerdings keine Bilder ausgestellt, normalerweise könne man in den Hesindetempel gehen um sie sich dort anzuschauen... da der allerdings geschlossen war..... Dann fiel der jungen Frau ein dass es eine junge Kunstsammlerin in der Stadt gab und das sie einige Bilder Pjetrows besaß, wenn man sie auf diese ansprechen und möglichst begeistert tun würde... dann würde sie bestimmt gerne ihre Bilder zeigen. Die junge Frau würde Catalinya heißen und in einer Villa in der Nähe des Seeufers wohnen. Weder Salix noch Yamira erklären dass sie Catalinya bereits kennen gelernt hatten und Salix verschweigt ebenso dass er bereits 2 der Bilder gesehen hatte. Viel mehr kann die junge Frau dann nicht über Pjetrow berichten, sie glaubt dass er nicht in Festum, wohl aber im Bornland geboren wurde, über seine Familie würde er aber nie sprechen. Er war schon Künstler gewesen bevor er als Novize in den Tempel ging, und er wäre zu der Zeit auch bereits 19 gewesen, dies sei auch noch gar nicht so lange her. Salix und Yamira bedanken sich und verlassen das Haus und machen sich auf den Rückweg zur Elchschaufel.

Unterwegs besprechen sie kurz wie die ganzen Dinge die sie erfahren haben zusammen hängen könnten und Yamira erzählt Salix noch dass Cian den Plan hatte Uribert heute Abend mit zu den di Brelacs zu nehmen. Salix hält dies ebenfalls für keine gute Idee, es würde das Gastrecht mißbrauchen und außerdem wäre es vielleicht auch gar keine gute Idee wenn Uribert dabei war wenn man den Händler auf Fredo und den vermutlich stattgefundenen Streit mit diesem anspricht.
Es ist Salix auch möglich einen Gardisten anzusprechen und zu fragen wie genau es mit der Bewaffnung in Festum aussieht. Tatsächlich ist es nur Menschen von Stand erlaubt bewaffnet durch Festum zu gehen, auch die Begleitung von Adligen dürfe nicht bewaffnet sein. Einzige Ausnahme sind wohl freie Bürger Festums die eine kleinere Waffe (etwa ein Kurzschwert) oder handwerkliches tragen dürften ansonsten wäre einzig ein Dolch erlaubt.

In der Elchschaufel angekommen setzen sich alle 5 noch einmal zusammen und fassen ganz kurz zusammen was sie nun erfahren haben, alle haben dabei vermutlich verschiedene Ideen. Yamira überlegt laut ob es vielleicht eine gute Idee ist mit Rakorium zu sprechen, vielleicht kam man an ihn an die Vorsteherin im Tempel und konnte Hilfe anbieten. Außerdem befürchtet sie dass wirklich alle Dinge irgendwie zusammen hängen könnten und damit leider auch Fredo verwickelt sein könnte, sie kommt aber nicht dazu dies laut auszusprechen da Uribert in dem Moment dazu kommt.

Sotolosch nimmt Uribert zur Seite und erklärt ihm er habe ihm so viel beigebracht, er würde ihm gerne erst einmal 10 Dukaten geben, geschenkt oder als Lehrgeld, außerdem würde er ihm eine Übernachtung in der Elchschaufel spendieren. Uribert bedankt sich und erklärt er habe auch mit Stover Regulan Stoerrebrandt gesprochen und sich Geld geliehen, er würde sich morgen nach einem kleinen Stadthäuschen zur Miete umschauen und er habe von Stoerrebrandt auch ein Angebot bekommen.

So sitzen unsere Helden nun in der Elchschaufel und bereiten sich auf den Abend im Hause di Brelac vor. Was werden sie dort noch erfahren? Was geht nur im Hesindetempel vor? Was hat Catalinya damit zu tun, wieso sollte sie überfallen werden? Wo war Fredo und wie schlimm war der Streit mit dem Händler wirklich gewesen? Was hatte es mit Pjetrow auf sich, mit seiner Veränderung? Wird es möglich sein alle Rätsel zu lösen und nicht nur Fredo und Uribert wieder zu vereinen sondern auch Catalinya und Pjetrow? Es liegt noch eine Menge Arbeit vor unseren Helden...
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Ugarkai

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Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #38 am: 13. September 2019, 20:46:38 »

Aus dem Tagebuch der Yamira al Easifa Aslamsunni ai Rashdul


02.Boron 1005BF – Kann es sein?!

Kann es wirklich sein dass hier irgendwie alles zusammen hängt? Ich mein... Fredo und di Brelacs, di Brelacs und Pjetrow, Pjetrow und der Hesindetempel, die Angreifer... und überhaupt?! Ganz ehrlich, nachdem was wir heute alles so erfahren und gehört haben, ich halte hier fast alles für möglich!

Nachdem Salix sich mit Sotolosch und Fredo daran machte Catalinya sicher nach Hause zu bringen begaben wir anderen uns mit Uribert auf den Weg zum Adelsarchiv. Das Haus des Adelsmarschalls hatte offenbar die besten Jahre bereits hinter sich, die kleine Empfangshalle war aber sauber und ordentlich. An einem Tisch in der Mitte saß eine ältere Frau und sprach uns höflich an. Ich hatte vorher natürlich die Wolldecke abgelegt, auch wenn ich sofort eine Gänsehaut bekam und fürchterlich fror... so konnte ich auf gar keinen Fall etwas regeln! Mit Wehmut schaute ich mir meine Robe an, sie sah einfach fürchterlich aus, die Flecken waren nicht richtig raus gegangen und an der ein oder anderen Stelle war der Stoff doch sehr in Mitleidenschaft gezogen... furchtbar, hoffentlich konnte man an der Akademie noch etwas machen. Ich sprach die Dame also an... vergaß allerdings völlig sie nach ihrem Namen zu fragen, das passierte mir und auch den anderen immer wieder an diesem Tag, ich sollte wirklich jeden nach einem Namen fragen, so habe ich hinterher zumindest... na egal...  Ich sprach sie also an und erklärte höflich was unser Anliegen war. Sie erklärte dass natürlich nicht vom jedem bekannt sei wo er wohnt, aber es würde zumindest Anwesenheitslisten der Versammlungen geben, diese würden unten im Archiv liegen, dort dürfe aber leider nicht einfach jeder so runter. Das hatte ich befürchtet, ich bemerkte in ihrem Blick aber etwas.... nunja, sie war nicht völlig abgeneigt uns hinunter zu lassen und so schob ich ihr einen Silbertaler über den Tisch. Sofort erklärte sie uns den Weg und sagte ihr Kollege unten würde uns dann sicherlich weiter helfen...
Das der Kollege unten ein unfreundlicher, unhöflicher und fauler.... Mann ist erklärte sie uns allerdings nicht. Sofort als wir eintraten sah man dass er sichtlich genervt war, er seufzte, sprach davon das wir ihn stören und war überhaupt äußerst schlecht gelaunt. So freundlich und höflich wie möglich erklärte ich auch ihm die Situation, seine schlechte Laune und schlechten Manieren, immerhin sprach er mit einer Gelehrten, völlig ignorierend. Mit spöttischem Blick meinte er dann noch ich würde aber nicht aussehen wie eine Bornländerin... natürlich nicht, was denkt der sich denn! Tja, schade meinte er, es wäre nur Bornländern erlaubt in die Unterlagen zu sehen. Ich wette wenn ich Bornländerin wäre, dann wäre ihm eine andere Ausrede eingefallen! Cian versuchte nun zu erklären das Uribert doch Bornländer sei.... dachte er das wirklich? Geholfen hat diese Lüge auf jeden Fall nicht, denn der Archivar erkannte an Uriberts Namen dass er keineswegs ein Bornländer war, auch den Silbertaler den Cian ihm über den Tisch schob begutachtete er nur spöttisch. Nun versuchte ich es anders, erklärte dass wir natürlich gar nicht unbedingt in die Unterlagen sehen müßten, was genau besprochen wurde interessierte uns auch gar nicht, aber wenn er kurz auf die Liste schauen würde und uns einen Hinweis darauf geben könnte ob Fredo bei der Versammlung anwesend gewesen war, dann würde er uns schon sehr helfen. An seiner Reaktion bemerkte ich dass zumindest diese Möglichkeit nicht komplett ausgeschlossen war, aber er ging auch nicht darauf ein. Auch als ich ihm sagte ich könne ja mit einem der Stoerrebrandts oder ihrer Magnifizienz zurück kommen, ob er diesen Menschen wirklich diesen Aufwand zumuten wolle, schien er ein wenig unsicherer zu werden..... auch darauf ging er aber nicht so wirklich ein, langsam frustrierte mich diese Geschichte. Ich versuchte wirklich so freundlich wie irgendwie möglich zu diesem unhöflichen Kerl zu sein und er stöhnte nur rum und meinte wie anstrengend dies alles doch sei und er müsse in den anderen Raum laufen und überhaupt. Du kannst dir sicherlich vorstellen was ich diesem Kerl alles gerne gesagt hätte, aber das hätte vermutlich unsere Chancen darauf verbaut noch irgendetwas heraus zu bekommen, also atmete ich ganz tief durch. Cian zog schließlich einen weiteren Silbertaler aus der Tasche und reichte ihn Uribert der ihn wiederum zu dem Archivar schob, dessen Augen schienen einen kurzen Moment zu leuchten. Als schließlich Farahjin auch noch ein Silber über den Tisch schob war die Gier des Mannes unverkennbar... PFUI! Ja, es ist üblich für Informationen zu bezahlen und feilschen und handeln ist nur höflich und kann durchaus lustig sein... diese Gier aber war... unerhört! Aber was blieb schon anderes, seufzend griff ich in meinen Beutel und zog 2 weitere Silber heraus, zusammen mit dem Silber das ich der Dame oben gegeben hatte hätte nun quasi jeder von uns fünfen 1 Silber ausgegeben um Uribert zu helfen, das mußte doch funktionieren. Und tatsächlich, laut seufzend setzte der Mann sich in Bewegung und kam, sehr schnell, wieder zu uns zurück und teilte uns mit das Fredo tatsächlich auf den beiden letzten Versammlungen anwesend gewesen war. Seine Suche in den Unterlagen war dabei wesentlich kürzer gewesen als die Diskussion vorher mit der wir seine angeblich ach so wertvolle Zeit vergeudet hatten. Pah! Ich weiß nicht ob vielleicht noch mehr über Fredo in den Unterlagen stand, aber dem Mann war deutlich anzusehen dass wir nun nichts mehr aus ihm heraus bekommen würden also verabschiedeten wir uns und verließen das Archiv.
Oben angekommen sprach uns die ältere Dame noch einmal an und fragte ob wir unsere Informationen bekommen hätten. An meinem Gesicht sah sie wohl dass es alles andere als leicht gewesen war und so lachte sie und fügte in leicht spöttischem Ton hinzu dass der gute "Ehrborn" (diesen Namen werde ich mir merken...) manchmal doch "recht schwierig" sein könne. Das machte die Frau gleich sympathisch und rein instinktiv ging ich noch einmal zu ihr und sprach sie möglichst leise und verschwörerisch an. Ich sagte ihr dass sie doch bestimmt jede Menge mitbekommen würde und sicherlich sehr viel weiß.......
Das allerdings brachte sie nun dazu aus dem Nähkästchen zu plaudern... "Grafin Thesia dies"... "Graf Uriel jenes" Ojeoje. Es ging um tulamidische Tänzerinnen als Geliebte, Streit mit der Tochter und was weiß ich noch alles, es war schwer die gute Frau zu bremsen. Ich erklärte ihr das "unser" Baron nun vermutlich nicht ganz so bekannt sei und sagte ihr den Namen. Und ja, sie erinnerte sich an etwas! Gerüchten zufolge nämlich hatte es einen großen Streit zwischen Fredo und einem großen Händler gegeben. Mit diesem Händler hatte Fredo wohl einen Deal und irgendwer hatte sein Wort nicht gehalten, es kam zu einer großen Auseinandersetzung. Wie genau dies alles ausgegangen sei wisse sie aber nicht und auch an den Namen des Händlers konnte sie sich nicht erinnern. Konnte es vielleicht sein?! Ich nannte ihr den Namen der Stoerrebrandts, war jedoch sicher dass sie verneinen würde, und tatsächlich... an diesen Namen hätte sie sich erinnert. Nun war es nicht mehr so auffällig meine eigentliche Vermutung zu äußern, ich nannte ihr den Namen der di Brelacs.  Sofort sah ich ein erkennendes Flackern in ihren Augen, ja, der Name könnte es gewesen sein! Was jetzt... Fredo hatte mit den di Brelacs gestritten? Denen deren Tochter heute angegriffen werden sollte und die vermutet das dieser Angriff etwas mit "ihrem" Pjetrow zu tun hat? Konnte das wirklich sein?!
Ich bedankte mich bei der Frau und schob ihr einen weiteren Silbertaler über den Tisch, dann verließen wir das Haus endgültig.

Draußen sah ich die gleichen Fragen in den Gesichtern der anderen, nur Uribert schien gar nicht richtig bei uns zu sein, weiter vor sich hin zu grummeln und zu grübeln. Cian kam nun auf die Idee eine Art Notizbuch zu besorgen, etwas in dem wir alles einmal festhalten konnten um später vielleicht besser alles sortieren zu können, gute Idee, hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Was ich ihm aber natürlich zugetraut hatte war der unhöfliche und fiese Spruch in meine Richtung.. das Buch wäre nämlich auch sehr gut da ich ja "immer mal wieder" Probleme gehabt hatte mich an Namen zu erinnern. Pah! Nur weil mir Fredos Name immer mal wieder entfällt? Soll er doch mal versuchen gleichzeitig so viele Dinge zu denken wie ich, achwas, er wäre schon mit einem Gedanken von mir völlig überfordert, tzz. Nunja, wir gingen also an einen Marktstand an dem Pergamente, Stifte und Tagebücher verkauft wurden und erkundigten uns. Wir hatten letztendlich die Wahl zwischen einem Tagebuch und einzelnen Pergamenten, mehr als unpraktisch. Dass das Tagebuch allerdings stolze 4 Dukaten kostete!! 4!! Plötzlich schienen alle meine Begleiter mit völlig anderen Dingen beschäftigt zu sein, der Händler sah mich fragend an und keiner der Männer reagierte. Unglaublich! Immerhin hatten wir alle vom Handelshaus Stoerrebrandt mindestens 60 Dukaten bekommen und keiner von ihnen hatte eine solch teure Ausbildung an einer Akademie bezahlen müssen... PAH! Cians Kommentar ich müsse keine Stifte kaufen wenn mir seine Kohlestifte gut genug sind überhörte ich einfach und kaufte mir trotzdem welche, soll er glücklich werden mit seinen..... So nahm ich natürlich das Buch auch sofort an mich, es ist jetzt meins... nicht unseres, und ich hatte auch schon eine weitere Idee was ich damit eventuell anfangen konnte, eigentlich hatte ich dafür einzelne Pergamente vorgesehen... aber so war es natürlich noch praktischer. So hatte ich heute also schon ein kleines Vermögen ausgegeben und nicht allzu viel erreicht, seufzend drehte ich mich wieder zu Uribert um, denn ihm mußten wir ja nun klar machen dass wir noch einen weiteren Auftrag hatten. Uribert schien selbst in Gedanken versunken zu sein, seufzte tief und meinte dann von sich aus er würde jetzt wohl noch mal zur Villa Stoerrebrandt gehen und sich doch ein wenig Geld leihen müssen, denn ohne ein wenig Geld wären wir heute überhaupt nicht weiter gekommen, außerdem wollte er sich nach einem kleinen Häuschen zur Miete umschauen. Als er das mit dem Haus sagte kam mir gleich wieder ein Gedanke, er war aber so schnell wieder weg dass ich ihn nicht festhalten konnte, zu viele andere Gedanken und Rätsel schwirrten da in meinem Kopf herum. Was ich allerdings deutlich mitbekam war Cians merkwürdige Idee wir könnten Uribert doch einfach mitnehmen zu den di Brelacs, denn immerhin sei er ja..... in weitestem Sinne... Teil unserer Gruppe und damit.... im weitesten Sinne... mit für die Rettung Catalinyas verantwortlich. Was? Wie kommt er denn auf so eine Idee? Wenn wir es so sehen können wir gleich den ganzen Expeditionstrupp inklusive Gorgon und Lauser einladen... unglaublich! Ich wollte sofort widersprechen, ihn fragen wie er denn auf so eine bescheuerte Idee kam, aber ein Blick auf Uribert ließ mich verstummen, denn trotz allem tat Uribert mir leid. Ja, er hatte in Brabak sein Geld leichtfertig ausgegeben, ja, er war nicht besonders freundlich im Moment was für sein Anliegen bestimmt nicht hilfreich ist, aber er hatte unglaubliches durchmachen müssen und er verdiente etwas besseres. Mit zu den di Brelacs konnten wir ihn aber trotzdem nicht nehmen, anstatt das nun aber hier sinnlos mit Cian auszudiskutieren sagte ich wir könnten dies später mit Salix besprechen. Damit Uribert sich nun nicht umsonst irgendwohin begab und sich vielleicht auch noch auf ein gutes Essen in einer Villa freute sagte ich ihm dass ich ihn gerne zum Essen einladen würde wenn wir ihn, wie ich vermutete, nicht mitnehmen würden, Uribert schien sich darüber wirklich zu freuen, alle schienen für den Moment zufrieden, nur mein Geldbeutel weinte leise.....  So verabschiedeten wir uns von Uribert und machten uns auf den Weg Richtung Hesindeviertel, dass ich.... niemals wieder gefunden hätte. Auch Cian, der zuerst so tat als hätte er alles unter Kontrolle ging zuerst in eine Straße um sich dann nach wenigen Schritten abrupt umzudrehen und in eine andere Straße zu biegen, aber irgendwie fanden wir unseren Weg.
Unterwegs fand Cian dann erneut einen Weg meine Laune herunter zu ziehen, denn er sprach mich... mal wieder.. auf die Statue in Port Stoerrebrandt an. Ihm sei da nämlich ein Gedanke gekommen, schließlich habe ich ja auch ein elementares Wesen herbei gerufen, warum würde ich dies nicht noch einmal machen und dieses Wesen dann befragen wie wir das Wesen in Port Stoerrebrandt befreien konnten.  Als wenn ich das nicht schon längst gemacht hätte wenn es wirklich so einfach wäre.... Aber zumindest gab es außer mir noch jemanden der sich ernsthafte Gedanke um das gefangene Wesen machte und scheinbar echtes Interesse an den Elementen und ihren Eigenarten und Ausformungen zu haben schien. So erklärte ich ihm einiges, versuchte auf seine teils wirren Fragen zu antworten, aber so wirklich verstanden hat er mich vermutlich nicht, wie auch. Ich glaube er denkt ernsthaft ich würde mich einfach nicht genug anstrengen oder hätte nur nicht die richtigen Ideen, wie kompliziert diese ganze Sache ist übersteigt seinen Verstand dann doch deutlich. So erklärte ich ihm dass ich sicherlich nicht umsonst so viele Jahre so ausgiebig hätte studieren müssen wenn es wirklich so leicht wäre, stellte aber auch nochmal klar dass ich diese Sache sicher nicht vergessen und weiter forschen würde, damit gab er sich seltsamerweise zufrieden, zumindest sagte er nichts mehr dazu.

Als wir am Tempel ankamen warteten Salix und Sotolosch schon auf uns, kurz berichteten wir was wir erfahren hatten und beschlossen uns später noch einmal ausführlich über alles zu unterhalten, denn die Sache mit Thesia sollten wir nicht noch länger hinauszögern.
Doch Salix sprach nun Cian an und erwähnt etwas... Moment mal?! Hatte ich das richtig gehört?! So fragte er Cian ob er wirklich mitkommen wolle in den Tempel, immerhin habe er sich ja von den Göttern abgewendet. Was? Ich mein, das Cian nicht unbedingt , nunja, aber.. abgewendet?! Cian zuckte nur mit den Schultern, meinte das sei kein Grund, denn immerhin wolle er ja nicht beten sondern nur helfen Thesia die schlimme Botschaft zu übermitteln. Er... er bestritt es nichtmal?! In meinen Gedanken wirbelte sofort die Geschichte mit dem Knochenschwert herum und dass Cian vielleicht wirklich eine Aufgabe für uns werden würde.... auch in den Gesichtern der anderen sah ich leichtes Entsetzen. Sotolosch schien unbedingt genauer nachfragen zu wollen, aber weder Cian noch Salix ließen ihn zu Wort kommen. So machte Salix jetzt ganz deutlich dass Cian sich im Tempel nicht einfach benehmen konnte wie er wollte, es gab Regeln, und diese zählte er ihm jetzt auch genau auf, erwähnte vor allem dass er sich sämtliche dummen und frechen Antworten oder Ansprachen verkneifen müsse. Ich bin mir nicht sicher ob Cian das kann, aber er nickte, und so machten wir uns auf den Weg zu einem der Wachmänner.
Salix ging entschlossen auf ihn zu und grüßte ihn mit "Praios zum Gruße", gefühlt etwas seltsame Ansprache für eine Wache vorm Hesindetempel, aber nun gut. Der Wachmann erklärte uns mehr oder weniger freundlich dass der Tempel geschlossen sei, kein Zutritt, für niemanden. Was? Der Hesindetempel? Geschlossen? Das konnte doch nicht normal sein oder? Auf Salix kurze Nachfrage erwiderte der Mann nur es wäre eine Anweisung ihrer Eminenz, mehr schien er nicht sagen zu wollen. Sofort gingen mir tausende Fragen durch den Kopf, dies konnte nicht normal sein... aber letztendlich ging es uns vermutlich auch nichts an warum sie ihren Tempel schlossen. Salix versuchte dem Wachmann zu erklären dass es dringend nötig wäre dass wir mit Thesia sprechen müssen, dafür mußten wir auch nicht unbedingt in den Tempel, die junge Frau konnte auch zu uns nach draußen kommen. Bevor der Wachmann etwas erwidern konnte mischte Sotolosch sich ein und fragte ob Salix nicht erklären wolle warum wir mit Thesia sprechen wollten... Echt jetzt? Das war doch nun wirklich nicht nötig, und es war leichtsinnig, was wenn der Wachmann einfach schon losplauderte während er Thesia holte... Einige von uns sollten wirklich lernen nicht alles sofort einfach so zu erzählen! Auch Salix schaute etwas verkniffen, erklärte aber schließlich unseren genauen Grund und der Wachmann zeigte Verständnis, er schickte einen Kollegen los um Thesia zu holen.... hoffentlich würde der den Mund halten und uns diese schwere Aufgabe überlassen.
Da wir nun eine Weile warten mußten entschieden wir uns etwas zur Seite zu gehen, so störend mitten vor dem Tempel zu stehen war nun doch etwas seltsam. In dem großen Park gab es ein paar Bänke und so setzten wir uns auf eine. Salix erklärte es sei gar nicht so unüblich dass der Tempel geschlossen sei und es gäbe ja verborgenes Wissen und ohne Schweigen kein Wissen... und keine Ahnung was er sonst noch alles erklärte, für mich klang es zwar alles teilweise richtig, aber nichts davon war für mich ein Grund den Tempel komplett zu schließen. Klar, einzelne geschlossene Abteilungen, Bücher und Schriften die ganz bestimmt nicht jeder lesen durfte... alles verständlich, aber diese komplette Schließung, grade einer Stätte des Wissens und der Weisheit... das kam mir irgendwie doch seltsam vor. Um mir die Zeit etwas zu vertreiben nahm ich mir das Tagebuch vor und machte sorgfältig ein paar erste Notizen, was hatten wir erfahren und von wem, was mußten wir eventuell noch erfragen. Auf einer extra Seite machte  ich mir selbst ein paar Gedanken dazu wie das alles zusammen hängen konnte, notierte ein paar Ideen und Fragen, diese Notizen machte ich mir aus dem Bauch heraus aber in Urtulamidia, muß ja nicht jeder gleich lesen können was ich mir zu den Dingen so denke. Als ich mit den Notizen erst einmal fertig war (ich glaub ich könnte stundenlang darüber grübeln und Ideen entwickeln) schlug ich die letzte Seite des Buches auf und machte mir nun so etwas wie einen Wegweiser durch Festum, es geht gar nicht dass ich mich hier verlaufe und sonstwo lande. Ich machte mir ein Kreuz für den Marktplatz und notierte mir den Weg bis zum Hesindedorf, hier schaute ich mich neugierig um.... sollte die Akademie nicht auch hier sein? Müßte man sie nicht deutlich erkennen? Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte trat aber eine sehr junge, sehr blasse und schüchterne rothaarige Frau aus dem Tempel und kam auf uns zu...... das arme Mädchen....
Thesia wirkte unsicher, der Wachmann schien zum Glück noch nichts gesagt zu haben, kam zu uns und fragte was wir von ihr wollten... und Salix begann zu erzählen. Und Salix erzählte eine ganze Menge, vom Tod Wassjefs, das er ein Held war und als ein solcher starb, wo er begraben war, dass wir alles getan hatten... Salix hörte gefühlt gar nicht mehr auf zu reden, diesmal wurde selbst ich etwas wirr dabei. Thesias Gesichtsausdruck wechselte zwischen Unverständnis, Unglauben, Verwirrung und Verzweiflung, sie konnte nicht verstehen was passiert war und sie wollte es auch nicht. Als Salix kurz Luft holte begann sie zu weinen, bat darum das er sagte es würde alles nicht stimmen, wollte nicht wahr haben dass nun auch ihr Bruder nicht mehr da war. Mit tat die junge Frau unendlich leid, wie gerne hätte ich ihr geholfen, aber es gab nichts was wir in dieser Situation wirklich für sie tun konnten. Vorsichtig fasste ich sie an der Schulter an und führte sie zur Bank, dann fragte ich sie ob es nicht doch irgendetwas gab was wir tun konnten. Thesia  konnte in ihrer Verzweiflung wohl nicht anders als mich zu bitten ihren Bruder zurück zu holen, schließlich sei ich Magierin. Es brach mir das Herz diese Worte zu hören, so voller Verzweiflung waren sie. Natürlich sprach Thesia nicht davon ihren Bruder nun als Untoten zurück zu holen, trotzdem sagte ich ihr kurz dass so etwas nun wirklich nicht göttergefällig wäre, wer weiß auf was für Ideen eine so verstörte junge Frau sonst kommen würde. Dann erklärte ich ihr dass wir mit ihrer Magnifizienz unterwegs gewesen waren und das dieser, wenn es auch nur die kleinste Chance gegeben hätte, alles versucht hätte ihren Bruder zu retten. Nun sackte Thesia sichtlich in sich zusammen, schien zu begreifen dass ihr Bruder wirklich fort war, für immer, begraben so weit weg... unerreichbar. Sie weinte bitterlich und bat darum nun alleine sein zu dürfen. Ich bot ihr an sich jederzeit bei uns zu melden wenn sie Hilfe benötigte, dachte dabei auch an die seltsame Geschichte mit dem geschlossenen Tempel und daran dass sie eventuell Informationen über Pjetrow und Catalinya hatte, danach wollte ich nun aber sicherlich nicht näher fragen, ich hoffe die junge Frau wendet sich wirklich an uns und findet irgendeinen Weg mit ihrer Trauer fertig zu werden... armes Mädchen....

Ziemlich betreten standen wir 5 nun in dem Park, aber uns blieb keine Zeit lange zu grübeln, es mußte weiter gehen. Wo wir nun einmal im Hesindeviertel waren wurde es aber wirklich Zeit kurz zu der Schneiderin zu gehen, ich würde mir noch schlimme Erfrierungen holen wenn das so weiter ging, außerdem wollte ich unbedingt wissen wo die Akademie ist, also ging ich entschlossen noch einmal auf den Wachmann zu und fragte nach diesen Informationen. Sein Blick bei der Frage nach der Akademie schien leicht spöttisch zu sein, aber er erklärte mir welches Gebäude es war und erklärte mir auch höflich den Weg zu der Schneiderin. Zurück bei den anderen bat ich darum dass sie kurz auf mich warteten während ich zu der Schneiderin ging, außerdem wollte Salix sich auch noch kurz in dem Park hier umschauen, er wollte wohl sehen ob dieser Park Vorlage für eines der Bilder Pjetrows gewesen sein könnte, denn er hatte 2 der Bilder in Catalinyas Zimmer gesehen. Genauer hatte er sich die Bilder natürlich nicht angeschaut, das wäre nicht besonders höflich gewesen, aber eines zeigte wohl eine Art Park, das andere ein junges Paar und die junge Frau erinnerte Salix an Catalinya... hmmmm...
Bevor wir aber weiteres besprechen konnten stellte Farahjin eine äußerst dumme Frage und was dann passierte war einfach unglaublich... ich weiß gar nicht wie ich es geschafft habe dir bis hierher alles so ruhig und sachlich zu berichten.. denn das war... das war.... ich möchte immer noch völlig aus der Haut fahren.. unglaublich! So schien Farahjin nicht zu begreifen warum wir Thesia nicht die genauen Umstände erklärt und ihr von Siebenstreich und den magischen Kelchen erzählt hatten... als wäre darüber nicht schon so oft und deutlich gesprochen worden... Als Salix ihm sehr geduldig erklären wollte was der Grund war flippte Cian völlig aus. Er tobte herum wie ein Geisteskranker, schrie und schimpfte. Er habe dem ganzen so nicht zugestimmt sondern nur die Mehrheit habe bestimmt und überhaupt wäre das falsch und.... ja... viel mehr habe ich gar nicht verstanden denn er wurde immer lauter, immer unverschämter, die Wachmänner schauten schon interessiert zu uns herüber. Als Salix und ich ruhig aber bestimmt versuchten etwas zu erwidern wurde er noch einmal lauter, schrie uns an... dieser ungehobelte Sohn einer Kröte! Nun  reichte es mir, ein solches Verhalten... einen solchen Umgang muß ich mir nicht geben, das habe ich nicht nötig, wortlos drehte ich mich um und ging in den Park, sollte dieser Irre doch so lange toben bis die Wachmänner ihn wegbringen, er wäre  sicherlich ein gutes Forschunsobjekt für die Noioniten. UNFASSBAR!! Selbst als ich durch den halben Park gelaufen war konnte ich seine Stimme noch deutlich hören, was erlaubte dieser dieser..... Kerl sich eigentlich, was denkt er denn wer er ist? Weggesperrt gehört dieser Sohn aller Unverfrorenheiten, so lange bis er endlich einmal lernt wie er sich zu benehmen hat!
Und überhaupt, was glaubt er denn würde es dem armen Mädchen bringen wenn er nun die Geschichte um Siebenstreich erzählte, würde es ihr den Bruder wiederbringen? Würde es ihre Trauer lindern? Sicherlich nicht. Im Gegenteil konnte es sogar noch gefährlich werden, nicht nur für die Kelche, für Siebenstreich, für ganz Aventurien, sondern auch für Thesia. Was denn wenn diese von der Geschichte erzählt und die falschen Leute bekommen es mit? Was wenn sie gefangen wird weil sie mehr Informationen haben könnte?! Aber so weit kann Cian natürlich nicht denken, das ist zu hoch für ihn. Darüber hinaus bin ich mir sehr sicher dass auch Wassjef nicht gewollt hätte dass wir das Geheimnis um diese Mission verraten, und für diese Mission hatte er sein Leben gelassen, er würde nicht wollen das wir sein Ansehen mit Füßen treten indem wir davon berichteten und die Kelche so eventuell in Gefahr bringen würden... und seine Schwester. Unglaublich...
Fürchterlich wütend ging ich also durch den Park, einmal um den Hesindetempel herum. Ich atmete dabei tief durch, wendete die Techniken zur Meditation an die ich in der Akademie gelernte hatte, versuchte mich nur noch auf meine Umgebung zu konzentrieren... und es wirkte. Langsam, ganz langsam beruhigte ich mich wieder, es lohnte sich nicht sich wegen eines Wahnsinnigen so aufzuregen, stattdessen versuchte ich im Park etwas ungewöhnliches zu entdecken, aber da war nichts, alles sah ganz normal aus. Also ging ich langsam um den Tempel herum, als ich fast wieder an der Stelle angelangt war wo die anderen standen sah ich dass sie immer noch heftig diskutierten, wenn nun auch etwas leiser. Auf keinen Fall wollte ich mit dieser Diskussion noch etwas zu tun haben, also schaute ich mich noch einmal um, entdeckte aber nichts interessantes. Irgendwann setzten sich meine Begleiter in Bewegung, alle schienen sich tatsächlich ein wenig beruhigt zu haben und nun auch einmal durch den Park zu gehen. Natürlich  hätte ich nun einfach zu der Schneiderin gehen können, aber Salix, Farahjin und Sotolosch hätten sich vielleicht Sorgen gemacht und das war nun auch nicht fair, sie konnten ja nichts dafür das dieser Kerl keinerlei Benehmen hat, auch wenn Farahjin diesen Ausbruch durch seine dumme Frage erst herauf beschworen hatte, also wartete ich bis die 4 auch einmal durch den Park gegangen waren und verabschiedete mich dann in Richtung Schneiderin.

Die Schneiderei von Elkmine Sulzjerkow fand ich tatsächlich sehr leicht und wurde dort sofort von ihr persönlich begrüßt. Ich erklärte ihr was ich wollte und sie fing an Maß zu nehmen. Als wir endlich fertig waren war nicht nur unglaublich viel Zeit vergangen, mir war auch ein wenig übel wenn ich daran dachte wie viel Geld ich hier nochmals ausgeben mußte, aber was hatte ich schon für eine Wahl? Also bedankte ich mich und kaufte mir tatsächlich noch einen einfachen Wollumhang, nicht besonders schick, aber er würde mich zumindest ein wenig warm halten bis ich meine neue Robe und den Mantel abholen konnte, dies wird etwa 3 bis 4 Tage dauern, dann machte ich mich schnell auf den Weg zurück zu den anderen.

Nun mußten wir aber sehen dass wir die restlichen Dinge die wir erledigen wollten noch schafften, denn es wurde doch langsam später und wir mußten rechtzeitig zum Abendessen in der Villa di Brelac sein. Farahjin erklärte er wolle unbedingt nach As-Jergan, denn er wolle sich natürlich etwas edles und passendes für den heutigen Abend besorgen. Ich.... ich bin mir nicht ganz sicher was Maraskaner wohl als edel und passend empfinden.. aber ich finde es gut dass sich Farahjin über so etwas überhaupt Gedanken macht. Sotolosch wollte sich Farahjin anschließen, während Salix erklärte er wolle sich den Park um den Rahjatempel einmal genauer ansehen, und eventuell dort ein paar Fragen stellen, denn der Rahjatempel lag direkt gegenüber des Hesindetempels. Ich schaute zwischen beiden Gruppen hin und her... was sollte ich tun? Auf keinen Fall wollte ich die nächsten Stunden mit Cian verbringen, aber wo würde er mitgehen? Er selbst schaute nur völlig selbstzufrieden und grinsend in der Gegend herum und sagte gar nichts......
Ich traf eine Entscheidung und sprach Farahjin an, ich wollte wirklich gerne mit nach As-Jergan, aber ich wollte dafür auch ausreichend Zeit haben und nicht hindurchflitzen müssen weil wir noch einen Termin haben. Farahjin bestätigte dass er auch morgen noch einmal dort hin wolle und uns dann gerne alles zeigen würde, vielleicht konnte er auch heute schonmal heraus finden wo wir am besten hingehen würden, vielleicht würde er sogar eine Art Führer finden. Großartig, ich freue mich schon sehr darauf! So drehte ich mich also zu Salix um und sagte ich würde mit ihm gehen, Cian schloß sich dann zum Glück Farahjin an. Wir besprachen dass wir uns am Abend wieder in der Elchschaufel treffen würden, dann gingen Salix und ich in den Rahjapark.

Schon nach recht kurzer Zeit schüttelte Salix allerdings den Kopf, obwohl es wirklich schön hier war. Gemütliche Bänke luden zum verweilen ein und im Sommer mußte es viele bunte Blumen geben.... aber, es gab keine Stelle die der auf dem Bild Pjetrows ähnlich sah sagte Salix, so machten wir uns auf den Weg in den Tempel.
Im Tempel war es wirklich wunderschön, alles war in einem tollen Rot gehalten, viele sehr schöne und leicht bekleidete Menschen waren zu sehen, eine fröhliche Melodie war zu hören und es roch verführerisch nach frischen Blumen, vor allem Rosen... herrlich, sofort spürte ich wie etwas der Anspannung von mir abfiel, dann sprach uns ein ausgesprochen gut aussehender junger Geweihter an.
Salix und ich hatten uns gar nicht groß besprochen und so war ich gespannt was er wohl fragen würde, betrachtete interessiert die große Tätowierung am Bein des Geweihten... und war völlig verblüfft als Salix plötzlich anfing vom Pferderennen und den armen Pferden zu sprechen. Was? Deswegen wollte er hierher? Ich dachte es ging um den Hesindetempel und.... was? Der Geweihte seufzte schwer und gab zu dass es immer wieder Auseinandersetzungen wegen dieser Rennen geben würde, es schien aber wohl so zu sein dass es sich tatsächlich um spezielle Tiere handeln würde die besser mit den Temperaturen klar kommen würden. So redeten die beiden eine ganze Weile und ich dachte schon wir würden wieder gehen, da fand Salix geschickt einen Weg ganz unauffällig doch noch nach dem Hesindetempel zu fragen. Wir erfuhren was ich bereits vermutet hatte, es war keineswegs üblich dass der Tempel geschlossen war und niemand schien wirklich zu wissen warum. Allerdings konnte der junge Mann uns von ein paar Gerüchten berichten, so soll nämlich ein junger Novize verschwunden sein, und das wäre der Grund für die Schließung. Wie uns sicherlich klar wäre würde es keinen Grund für einen jungen Novizen der Hesinde geben einfach so fort zu laufen, bzw es wäre sicherlich kein Grund gleich dem Tempel zu schließen und ein so großes Geheimnis daraus zu machen. Seltsam.... das hieße ja.... war ihm etwas zugestoßen? War er eventuell entführt worden? Was war nur in dieser Stadt los?! Noch verwirrender wurde es als der Geweihte meinte er wisse keinen Namen, wohl aber dass es sich bei der verschwundenen Person um einen jungen Maler handeln würde..... Aha... nunja, verwirrend, aber nun auch nicht mehr wirklich überraschend oder? Einen Reim konnte ich mir auf die Sache nun natürlich nicht machen, wir würden uns wirklich in Ruhe hinsetzen und über alles sprechen müssen. Der Geweihte jedenfalls konnte uns nicht mehr sagen, auch über Pjetrows Bilder konnte er nicht viel sagen da er selbst sich eher mit dem dichten beschäftigte, also bedankten wir uns und verließen den Tempel wieder, nicht bevor er uns noch eines seiner Gedichte vortrug. Ein bißchen schade war es schon, gerne wäre ich hier geblieben, hätte mich weiter unterhalten, vielleicht ein Glas guten Wein getrunken oder mir eine Massage mit tollen Ölen gegönnt... aber dafür war bestimmt ein anderes mal Zeit....

Vor dem Tempel angekommen besprachen Salix und ich uns noch einmal ganz kurz und er hatte die Idee doch mal im Konzil der Künste vorbei zu schauen, dieses Haus war auch direkt gegenüber des Hesindetempels und vielleicht gab es dort sogar Bilder von Pjetrow. Dies klang nach einer guten Idee und so machten wir uns gleich auf den Weg.
Im Konzil angekommen sahen wir ein reges Treiben, viele Menschen liefen herum, viele sahen doch ein wenig.... seltsam aus... Künstler halt. Eine junge Frau sprach uns schließlich freundlich an, mit kurzem Erschrecken sah ich die Schlange die sich um ihren Körper wickelte und deren Kopf sie in ihrer Hand hielt. Die junge Frau sah mein Entsetzen, lachte und meinte die Schlange sei völlig harmlos. Jaja, soll sie lachen, sie hatte vermutlich noch nie Auge in Auge einer Riesenschlange gegenüber gestanden, viele Schritt lang und durchaus angriffslustig... ich ging lieber einen halben Schritt zurück.
Auch sie schien sich darüber zu wundern dass der Tempel geschlossen war, hatte allerdings auch keine weiteren Informationen oder Gerüchte für uns. Wohl aber kannte sie Pjetrows Bilder und schwärmte ebenfalls von seinen Fähigkeiten. Salix erklärte ihr wir hätten von diesem tollen Künstler gehört und von den Bildern, mit keinem Wort erwähnte er dass er bereits 2 der Bilder gesehen hatte. Auch als die junge Frau traurig meinte im Konzil würde es keine Bilder von Pjetrow geben, diese könne man eigentlich nur im Hesindetempel anschauen.... aber... da wäre eine junge Frau, eine Kunstsammlerin, sie würde von ihm schwärmen und würde auch gerne jedem der danach fragt Bilder zeigen die sie erworben hatte... auch da erwähnte Salix mit keinem Wort das wir Catalinya bereits kannten. Im Gegenteil, neugierig fragte er nach ihrem Namen, einer eventuellen Adresse und wie wir sie vielleicht finden konnten. Ich habe keine Ahnung warum er so handelte, aber ich spielte dieses Spiel einfach mit, er wird seine Gründe dafür gehabt haben.
Über Pjetrow selbst konnte die junge Frau uns auch nicht viel erzählen, der junge Mann hatte erst vor recht kurzer Zeit sein Noviziat angetreten, mit etwa 19 Götterläufen, Künstler sei er aber bereits vorher gewesen. Sie vermutet dass er nicht aus Festum stammt, wohl aber ein Bornländer ist und sie erwähnte dass er nicht viel über sich oder seine Familie sprechen würde, mehr wußte sie auch nicht. Wir bedankten uns und machten uns wieder auf den Weg zurück in die Elchschaufel.

Auf dem Weg dorthin besprachen wir wieder einmal kurz was wir alles erfahren hatten, außerdem erzählte ich Salix von Cians eigentümlicher Idee Uribert heute Abend mit zu nehmen, natürlich hält auch Salix dies für keine gute Idee. Ich bin sehr gespannt ob es wieder zu einem Streit kommt, zumal Salix sich auf Cians Wunsch hin auch noch einmal bei einem Gardisten erkundigt hat wie genau mit der Bewaffnung aussieht. Natürlich ist es genau wie vermutet, es gibt keinen Weg dass Cian seine Waffe herum trägt... das wird ihm nicht gefallen......

In der Elchschaufel warteten die anderen tatsächlich schon auf uns, Farahjin schien ganz glücklich und aufgeregt, erzählte stolz dass er etwas sehr schickes für den heutigen Abend geliehen hatte... ojeoje. Auch Sotolosch hatte etwas erstanden, eine Art Mantel, kurioses Teil, quietschbunt und fröhlich auf der einen Seite, völlig Zwerguntypisch und sicherlich nicht überall gerne gesehen, auf der anderen Seite aber fast wie ein normaler Mantel aussehend. Unpraktisch nur dass der Mantel ein ganzes Stück länger zu sein scheint als Sotolosch........ Cian schien gar nichts gekauft zu haben, scheint tatsächlich in den doch stark überstrapazierten Dingen zu dem Essen gehen zu wollen die er schon seit Ewigkeiten trägt und die seit Brabak nicht mehr gereinigt wurden, furchtbar!
Ganz kurz besprachen wir uns nun alle nochmal, kamen aber nicht zu wirklich viel da auch Uribert recht schnell ankam und wir vor ihm nun auch nicht alles besprechen wollten. Grade meine Idee, das auch Fredo da irgendwie drin verwickelt sein könnte... grade die teilte ich nur ganz leise Salix mit. Wie schlimm wäre es wenn Fredo wirklich in irgendetwas verwickelt wäre... der arme Uribert... sein einziger Freund.....

Nun bin ich kurz auf mein Zimmer gegangen, habe mir die Zeit genommen dir von diesem kuriosen Tag zu berichten und mich für das Abendessen zurecht zu machen. Was werden wir wohl heute Abend noch alles erfahren? Was geht hier vor sich? Wer wollte Catalinya etwas böses und warum, was hat Pjetrow damit zu tun und was der Hesindetempel? Worüber stritt Fredo mit den di Brelacs und was bedeutete es? Werden wir allen helfen können?
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Ugarkai

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  • 15. September 2019, 13:06:48
Re: [DSA 4.1] Aventurische Geschichte (5/5)
« Antwort #39 am: 15. September 2019, 13:06:48 »

Am späten Nachmittag in der Elchschaufel, eine Taverne in Festum, am 2. Boron 1005

In der Elchschaufel machen sich alle fertig für das Abendessen bei der Familie di Brelac.
Sotolosch bietet in der Elchschaufel Uribert noch 10 Dukaten an, als Dank für die Lehrstunden die dieser ihm gegeben hat und auch als „Startkapital“ für Festum.
Es wird mit Uribert darüber gesprochen, dass es besser wäre wenn er nicht mit zu dem Abendessen bei der Familie di Brelac kommt.
Cian fragt, ob jemand einen Dolch für ihn hat und Farahjin überlässt ihm seinen Waqqif. Angeregt durch diese Frage, wird erneut das Waffenrecht diskutiert. Salix weiss zu erzählen, dass Angroschim in Städten des Mittelreiches Waffen tragen dürfen.
Bevor die Gruppe endlich aufbricht, sprechen sie noch durch welche Themen beim Abendessen besprochen werden sollen und wie sie vorgehen wollen.

Salix und Sotolosch finden den Weg zur Villa der di Brelacs ohne größere Umwege. Nachdem Salix an der Tür geklopft hat, werden sie von Fredo in den Speisesaal geführt. Der Herr des Hauses Tannjew di Brelac wartet schon im Speisesaal. Er begrüßt die Gruppe freundlich, lässt die Köchin anweisen das Essen zuzubereiten und seine Tochter Catalinya holen. In den nächsten Minuten schildert Salix dem Hausherren Tannjew die Geschehnisse des Tages. Es entsteht ein Gespräch und die Gruppe stellt viele Fragen an Tannjew. Auch ob er oder seine Familie jemals bedroht wurden. Nach kurzem überlegen legt er ein Schreiben auf den Tisch mit den Worten, dass er es heute morgen erhalten hat und sich nach den Ereignissen des Tages nicht sicher ist, ob es eine Drohung enthält.


Quod non
perfectum est,
delendum esse.
Xeledons
Spötter.


Salix übersetzt es allen Anwesenden mit „Was nicht vollkommen ist, muss zerstört werden.“ Zusammen mit Yamira erklärt er auch was es mit Xeledon auf sich hat. Dass er als Sohn der Hesinde ein Halbgott ist und als Gott des Spotts, des Zufalls und des Wahnsinns bezeichnet wird. Es kommen Spekulationen auf, dass es mit den Bildern von Pjetrow zu tun haben kann. Die Fragen an Tannjew gehen daraufhin gezielter in die Richtung Pjetrow und die Beziehung zwischen Catalinya und Pjetrow. Viel weiss der Hausherr nicht zu berichten weil Catalinya über so was nicht mit ihrem Vater spricht.

Als Catalinya den Speisesaal betritt nimmt Tannjew das Schreiben vom Tisch. Sie bedankt sich nochmals bei der Gruppe. Während des Essens werden Catalinya viele Fragen gestellt und man könnte es schon fast als ein Verhör bezeichnen.
Sie weiss einiges über Pjetrow und sein Umfeld zu berichten. Zudem bittet sie die Gruppe um ihre Hilfe.

Zum Ende des Abendessens kommt Salix noch auf Baron Fredo Wulfhelm von Plötzingen-Eberstamm zu sprechen. Tannjew weiss zu Berichten, dass er ihn kennt. Jedoch ist Fredo ein mittelloser Baron ohne festen Wohnsitz, was bedeutet, dass er ihn zuletzt bei der Adelsversammlung gesehen hat. Dort hat er auch den Streit zwischen Fredo und Albin Brinnske, welcher ein Lager und ein kleines Kontor auf der Speicherinsel besitzt, mitbekommen.

Sotolosch wittert eine Chance um an ein Einkommen für die nächsten Tage zu kommen. Er erzählt, dass seine Gefährten und er bei der Familie Stoerrebrandt 1 Dukaten pro Person pro Tag bekommen haben. Tannjew willigt ein diese Summe zu zahlen, wenn die Gruppe sich der Sache annimmt, was diese sofort bejahen.

Nun macht sich die Gruppe daran die Bilder in chronologischer Reihenfolge, unter der Führung von Catalinya, zu betrachten.
Eins der ersten Werke ist „Frühling in Sewerien“ es stellt eine bewaldete Hügellandschaft dar, auf der der letzte Schnee durch die wärmenden Strahlen der Praiosscheibe vertrieben wird.
Bei genauster Betrachtung können Cian, Salix und vor allem Sotolosch feststellen, dass das Bild ihre „Lebenskraft“ stärkt.
Ein weiteres Bild heißt „Die Liebenden“ und stellt ein graziles Paar, Mann und Frau mit gestählten Körpern, dar deren Blick in die Ferne gerichtet ist.
Bei Cian und Salix löst es bei genauester Betrachtung „Lebensfreude“ aus. Cian fängt an mit Yamira zu flirten und Salix schmeichelt Catalinya.
Während Salix noch Catalinya schmeichelt, hatte sich Yamira das nächste Bild schon genauer angesehen und Cian schaut es sich auch nochmal an.
Es heißt „Das Geschenk der Zwölfgötter“ und stellt einen paradiesischen Garten dar. Bei Cian und Yamira breitet sich eine „Achtung vor dem Leben!“ aus.
Als Abschluss bringt Catalinya die Gruppe zu dem letzten Bild. Es heißt „Am Hofe des Allesverschlingers“ und stellt ein Strom nackter Menschen dar, die teilnahmslos in den aufgerissenen Rachen einer riesigen Bestie laufen.
Cian, Salix und Yamira schauen sich auch dieses Bild genau an und verspüren „Weltenschmerz!“. Yamira wird sehr still. Cian und Salix beschreiben es als hätte ein dunkler Schatten nach ihnen gegriffen oder würde sich auf ihre Seele legen. Sie fragen sich ob ihr handeln noch ein Sinn hat oder nicht doch sinnlos ist, weil alles in einem großen verdorbenen Nichts endet.

Mit Beendigung der Führung weiß Catalinya den Gefährten noch zu erzählen, dass es so schien als ob der Novizenmeister für Pjetrow eine wichtige Person sei.

In einem Moment in dem die Gruppe ohne Catalinya bei Tannjew ist, fragen sie diesen ob sie Xeledons Spötter gegenüber Catalinya erwähnen dürfen. Dieser willigt ein, doch auch Catalinya kann nichts damit anfangen. So stecken die Gefährten, mit der Erlaubnis von Tannjew, das Pergament ein und versichern der Familie di Brelac, dass sie sich der Sache annehmen.

Zurück in der Elchschaufel reden sie noch mit Uribert über die Dinge die sie bei der Familie di Brelac in Erfahrung bringen konnten. So klingt der Abend in der Elchschaufel aus und lässt die Gefährten mit den unterschiedlichsten Gefühlen zurück.


Am Morgen des 3. Boron 1005 in der Elchschaufel, eine Taverne in Festum

Salix und Sotolosch sitzen im Schankbereich am Frühstückstisch als Farahjin zu ihnen stößt. Yamira betritt ein paar Augenblicke später den Schankbereich und den 3 Herren fällt auf, dass sie sehr mitgenommen aussieht.
Sie erzählt ihnen von dem Alptraum der sie heimgesucht hat. Woraufhin sich Farahjin zurück in den Schlafsaal begibt um nach Cian zu schauen. Dieser ist wach und vertritt die Meinung alles sei sinnlos weil es eh in einem verdorbenen Nichts endet. Wozu dann überhaupt aufstehen. Farahjin besteht darauf, dass Cian aufsteht und sich zu den Anderen gesellt. So gleichgültig wie Cian alles ist, fügt er sich dem Wunsch von Farahjin und folgt ihm in den Schankraum.
In der Zwischenzeit erzählt Salix Sotolosch und Yamira von seinem Alptraum.
Sobald Cian und Farahjin wieder im Schrankraum sind besprechen alle gemeinsam wie sie weiter vorgehen wollen. Salix schlägt vor bei Rakorium vorstellig zu werden um mit seiner Hilfe vielleicht in den Hesindetempel zu kommen. Der Vorschlag wird angenommen. Cian merkt in Yamiras Richtung an, dass sie sich noch frisch machen sollte. Der erste Eindruck ist doch der wichtigste. Yamira erwidert, dass auch Cian sich um sein Äußeres kümmern sollte. So machen sich alle fertig und begeben sich zu den „Hallen des Quecksilbers“ die Academia Magica Transformatorica Festumiensis, neugestiftet und Hesinde zu Preis und Ehr im Zeichen des ewig wandelbaren Quecksilbers. Eine der angesehensten Schulen der Großen Grauen Gilde.
Sie werden nach einer Weile zu Rakorium vorgelassen und teilen ihre Erkenntnisse und Sorgen mit ihm. Woraufhin dieser sich mit ihnen zum Hesindetempel, „Tempel des Wissens“ einer der größten der Göttin, begibt, um dort mit der Tempelvorsteherin, der Erzwissensbewahrerin, Ihrer Eminenz Iltscha Krasnakoff, zu sprechen.
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