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Autor Thema: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?  (Gelesen 3754 mal)

Hawkeye

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  • 10. Juli 2020, 16:07:09

Ich habe gerade zwei Videos von OrkenspalterTV gesehen, in denen darüber diskutiert wurde, welche Rollenspielsysteme man einmal gespielt haben sollte.

Klar ist, dass jeder Fan der Meinung ist, dass man genau sein Lieblings-RPG gespielt haben sollte. Von daher werden hier sicherlich irgendwann einmal alle Rollenspiele genannt, die irgendwer hier mag.
Die wichtigere Frage ist aber, wieso sollte man genau dieses System einmal gespielt haben. Gibt es eine Mechanik, die kein anderen Rollenspiel hat, ist es besonders einsteigerfreundlich oder gibt es irgendwas ganz besonderes in der Welt, was keine andere Welt hat?

Ich möchte versuchen hier im Anfangspost die Liste zu sammeln. Mal schauen wie lange das gut geht :D

Also von daher äußert eure Meinung. Nennt ein Rollenspiel, das jeder Rollenspiel einmal gespielt haben sollte und wieso gerade dieses Rollenspiel etwas ganz besonderes ist.


Ich mache am besten auch gleich mal den Anfang.
Ich finde man sollte sich einmal Cthulhu angeschaut haben.
Cthulhu ist in meinen Augen quasi die Einstiegsdroge für Rollenspieler. Das Würfelsystem ist super einfach, sodass es kaum Regelerklärungen braucht. Die Welt kennt einfach jeder, weil es für die Spieler unsere Welt ist. Die Charaktererstellung ist ebenfalls sehr einfach. Das heißt, dass einfach jeder spontan mitspielen kann. Der  Kern eines Abends liegt dabei immer beim Rollenspiel und nicht bei irgendwelchen Kämpfen oder sonstigen Würfelorgien. Gerade SLs, die Einstieger in die Welt der Rollenspiele einführen möchten, sollten einmal Cthulhu ausprobieren, weil es, wie gesagt, sehr gut dafür geeignet ist, weil Spieler einfach keinerlei Vorwissen oder Vorbereitung benötigen.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2020, 16:25:50 von Hawkeye »
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Spielt zur Zeit:
Montag: Shadowrun 5 (wöchentlich); Dienstag: Vampire V5 (14-tägig); Donnerstag Der Schatten des Dämonenfürsten (14-tägig)
Unregelmäßig:
Cthulhu, Shadowrun 6, Splittermond, Star Wars FFG, Mutant: Jahr Null
Gerne nochmal:
Monster of the Week, Beyond the Wall, FATE, Private Eyes, One last Job, Talisman Adventures, Numenera
ausprobieren:
Spire, Desperados, Sevage Worlds, DCC

Vrania

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  • 10. Juli 2020, 16:35:29
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #1 am: 10. Juli 2020, 16:35:29 »

Ich bin eigentlich echt nicht qualifiziert hier was zu sagen, weil ich nur so wenige Systeme kenne. Aber ich finde Beyond the wall ziemlich toll.

Man erstellt das Dorf aus dem die Charaktere kommen zusammen und würfelt gemeinsam die Vergangenheit der Chars aus. Das macht immer Spaß finde ich und man hat sofort Bonds zwischen den Charakteren. Die Abenteuer selbst werden auch mit Zufallstabellen ausgewürfelt, sodass sich eigentlich immer unterschiedliche Szenarien entwickeln.

Für längere Kampagnen gibt es die Erweiterung In die Ferne, aber ich muss ehrlich sein, ich bin ein bisschen enttäuscht. Wir hatten eine Kampagne angefangen, weil ich das System wirklich mag und eigentlich wollte ich die auch noch deutlich länger weiterführen. Es kristallisiert sich aber immer mehr raus, dass einige Mechaniken einfach nicht so gut durchdacht sind, eher für Oneshots sinnvoll sind bzw nicht komplex genug sind, um längere Zeit spannend zu bleiben. Oder schlicht und ergreifend fehlen. Und das obwohl wir sehr rollenspiellastig unterwegs sind und kaum würfeln.

Ich hab inzwischen ziemlich viel umgebaut, Regeln aus D&D übernommen oder abgeändert und bin trotzdem nicht wirklich zufrieden. Deswegen machen wir nachdem der aktuelle Hauptplot abgehandelt ist nen Cut und wechseln komplett zu D&D.

ABER: für Oneshots finde ich Beyond the wall großartig.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2020, 16:38:06 von Vrania »
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Herugrim

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  • 10. Juli 2020, 17:04:52
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #2 am: 10. Juli 2020, 17:04:52 »

Eines der powered by the apocalypse-Systeme - besonders Masks

Neben den einfachen und schnellen Regelmechaniken, bei denen Miss- oder Teilerfolge die Geschichte immer in neue und interessante Richtungen tragen, sticht pbta vor allem durch ein besonderes Verhältnis zwischen Spieler und Spielleiter, charakterzentriertes Spiel und gemeinsames Storytelling hervor.

Die Charaktere treiben das Spiel und die Geschichte voran, weil sie wirklich im Zentrum stehen, sie sind die Hauptdarsteller. Spieler und Spielleiter erzählen gemeinsam, dadurch ist das nun flachere Hierarchie-Verhältnis auch ein gesünderes, weil alle als zur Geschichte Beitragende gewürdigt werden.
Spielleiter zählen als Mitspieler und spielen nach der Prämisse "Play to find out what happens" mit geringem Vorbereitungsaufwand - Das ist insofern wichitig, da es unglaublich viel von den Schultern gerade neuer und noch unerfahrener SLs nimmt, weil sie von dem enormen Druck, einen komplexen Plot, Rätsel und Herausforderungen für ihre Spieler vorzubereiten, zu einem großen Teil befreit werden.
Diese Herangehensweise macht pbta Spiele zu den mMn besten Systemen für neue und angehende SLs, sowie für diejenigen, die lernen wollen, sich vom Organisations- und Planungsterror anderer Systeme zu lösen und natürlich vor allem für die, die Story und Charaktere ins Zentrum ihrer Geschichten stellen wollen.

Ravno

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  • 10. Juli 2020, 17:12:48
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #3 am: 10. Juli 2020, 17:12:48 »

Logisch gesehen ist das erste und wichtigste Rollenspiel, das spielen als Kind.
Ich tue jetzt so als ob ich Polizist, Geheimagentin oder Drache bin. Regeln kamen erst später dazu. “Ey wenn du über die Linie gehst biste tot“ oder so   :)
In sofern ist das wichtigste Rollenspiel das Freeplay. Da gibt es nur die Regeln , die die Gruppe festlegt.
« Letzte Änderung: 10. Juli 2020, 17:24:58 von Ravno »
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Wunschkeks

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  • 10. Juli 2020, 17:32:58
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #4 am: 10. Juli 2020, 17:32:58 »

Trail of Cthulhu

diese Implementation des Gumshoe-Systems von Kenneth Hite und Robin Laws macht so ziemlich alles was ein Rollenspiel in der Welt des Cthulhu-Mythos von H.P. Lovecraft leisten sollte, richtig gut. Ganz besonders die Sachen bei denen Call of Cthulhu nur mehr schlecht als recht klar kommt.

Ein ganz großer Fokus liegt hier bei der Investigation, also wie mein eigentlich ein Mystery-Abenteuer spielt, ohne dass einem die Würfel einen Strich durch die Rechnung machen. Egal ob man dann hinterher ein Detektiv-/Stadt-Abenteuer in DSA, D&D oder Shadowrun spielt -- mir hat es die Augen geöffnet wie man an dieses Aufklärungs-/Ermittlungs-Spiel-Genre herangehen sollte. Ganz großen Nutzen habe ich auch für Dark Heresy daraus gezogen.
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Doom Shroom

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  • 10. Juli 2020, 18:07:21
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #5 am: 10. Juli 2020, 18:07:21 »

Irgendein d20 System sollteman mal ausprobiert haben  :D

Beyond the Wall finde ich übrigens grad für längere Kampagnen cool.
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Avalia

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  • 10. Juli 2020, 18:55:03
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #6 am: 10. Juli 2020, 18:55:03 »

Ich denke nicht, dass es irgendein System gibt, was jeder mal ausprobieren sollte.

Allerdings denke ich, dass es für verschiedene Dinge Systeme gibt, die man sich ansehen sollte:

a) Irgendein System mit starker Einflussnahmemöglichkeit der Spieler auf Metaebene: Für einige Spieler stellt es einen merklichen Kulturschock dar und es öffnet Augen. Hierbei ist es egal, ob es Schicksalspunkte, Edge, Bennies oder anderweitig geartete Ressourcen sind.

b) Für eingefleischte D20-Spieler: Splittermond, um den deutlichen Unterschied zwischen uniformer W20-Verteilung und 2W10 zu erleben.

c) Ein beliebiges regelarmes System (<4 Seiten A4 Regeln insgesamt), um den Unterschied zu sehen, dass es auch anders geht.
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Marot

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  • 10. Juli 2020, 19:19:15
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #7 am: 10. Juli 2020, 19:19:15 »

Ich denke nicht, dass es irgendein System gibt, was jeder mal ausprobieren sollte.

Allerdings denke ich, dass es für verschiedene Dinge Systeme gibt, die man sich ansehen sollte:

a) Irgendein System mit starker Einflussnahmemöglichkeit der Spieler auf Metaebene: Für einige Spieler stellt es einen merklichen Kulturschock dar und es öffnet Augen. Hierbei ist es egal, ob es Schicksalspunkte, Edge, Bennies oder anderweitig geartete Ressourcen sind.

b) Für eingefleischte D20-Spieler: Splittermond, um den deutlichen Unterschied zwischen uniformer W20-Verteilung und 2W10 zu erleben.

c) Ein beliebiges regelarmes System (<4 Seiten A4 Regeln insgesamt), um den Unterschied zu sehen, dass es auch anders geht.


 Zu a: Da wäre dann natürlich Fate, welches genau dass ja ziemlich eindrücklich macht
zu C: Die Eine-Seite- Rollenspiele von Grant Howitt kommen da in den Sinn

Ich würde noch ergänzen_
D: Erzähspiele wie Dämon des Waldes. Weil das eine ganz andere Tiefe und Dramatik hat, als normales würfellastiges Rollenspiel
E. Und späetr wenn man einige  Rollenspiele ausprobiert hat Shadowrun und DSA/ D&D, so bald mans einordnen kann. Sie gehören schon dazu ;)
F: LARP: Weils eine krasse Erfahrung ist. LARP ist für mich wie die Vergnügungspark-Variante von Rollenspiel ;)
« Letzte Änderung: 10. Juli 2020, 20:28:09 von Marot »
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Vrania

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Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #8 am: 10. Juli 2020, 21:23:39 »

Beyond the Wall finde ich übrigens grad für längere Kampagnen cool.

Tatsächlich? Vielleicht passt das System auch einfach nicht so gut zu meiner Gruppe. Vielleicht bin ich das Ganze auch als Spielleiter falsch angegangen. Ich weiß nicht. Die Erstellung von Schauplätzen und der Welt ist auch da wieder toll, kam auch gut an, allerdings haben die Spieler sich selbst ein Ziel gesetzt, das zeitlich ziemlich pressiert, sodass kaum Gelegenheit war lustig erkunden zu gehen, so wie es eigentlich gedacht ist.

Ich bin kein großer Fan des Magiesystems, was bei Oneshots nicht besonders ins Gewicht fällt, weil glaube ich eh bisher nur 1 Zauberer mal einen richtigen Zauber verwendet hat in den Runden, bei denen ich dabei war. Der Rest waren Cantrips und halt... Jugendliche, die ein bisschen Detektiv spielen. Bei einem höherleveligen Magier fühlt sich das ganze ein bisschen unrund an für mich.
Unser Magier hat in 90% der Fälle mit der Armbrust auf die Gegner geschossen, weil das sinnvoller war als die wenigen Zauber für Schaden oder Utility zu verwenden, die man ja auch für Heilung braucht, denn man regeneriert fast keine Gesundheit ohne Heilung/Tränke.

Vermutlich ist die Quintessenz, dass das System einfach zur Gruppe passen muss. Meine Spieler sind teilweise deutlich ü60 und haben zuletzt vor 30 Jahren irgendwann Runden gespielt, bei denen sie für ALLES würfeln mussten. Die tun sich mit einem "ihr könnt im Prinzip alles machen, was euch einfällt, seid kreativ" ziemlich schwer und kommen mit etwas klarer definierten Handlungsoptionen besser zurecht.

Mit ein paar Anpassungen kann man BtW schon gut als Kampagne spielen, so ist es nicht. Aber wenn ich eh so viel umbaue, kann ich auch gleich das System wechseln. Auch wenn ich die (zumindest bei uns und in meiner Vorstellung) märchenhafte Welt schon sehr mag.

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  • 11. Juli 2020, 10:30:42
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #9 am: 11. Juli 2020, 10:30:42 »

Magiesystem würd ich immermein eigenes verwenden. Und da man sich die Welt ja gemeinsam erschafft,verschwendet man meiner Meinung nach Potenzial,wenn man das nicht in einer Kampagne ausbaut. Und auch Zeit,weil es ja dauert das alles zu bauen.
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Lana_der_Drache

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  • 16. Juli 2020, 20:19:15
Re: Welche Rollenspielsystem sollte man gespielt haben und warum?
« Antwort #10 am: 16. Juli 2020, 20:19:15 »

Hallo,

ich bin überhaupt keine Expertin in Rollenspielen und bin neu im Forum. Bisher habe ich nur D&D gespielt und das fand ich ganz spannend, weshalb ich mich auch im Forum registriert habe. Von vielen habe ich mitbekommen, dass D&D ein bisschen das "Grundspiel" ist. Wie seht ihr das?

Finde auch das Prinzip von Cthulhu spannend und werde mir das mal anschauen.

Liebe Grüsse.
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