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Autor Thema: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition  (Gelesen 6415 mal)

Marot

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  • 13. Juli 2020, 12:55:32
Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« am: 13. Juli 2020, 12:55:32 »

Hallo Leute,
 ich bastle gerade an einer Internetseite und habe mir dafür eine neue Domain gesichert.
 Diese Domain ist eine Wortschöpfung mit der ich gleichzeitig das beschreiben will, was ich auf der Seite mache.
 Die Domain heißt Rollenhörspiel.de
 Das Wort um das es geht lautet also
 Rollenhörspiel
 und ich möchte dort Rollenspielhörspiele veröffentlichen.
 Mein Problem war, das Ursprungswort mir zu lang und mit dem retundanten zweiten "Spiel" nicht prägnant genug war.
 Deshalb habe ich es gekürzt und damit quasie unabsichtlich einen Gattunsgbegriff erschaffen.
Den will ich jetzt natürlich gleich definieren und ihn etwas abheben vom englischen Actual Play.
 Für mich sind Rollenhörspiel und Actual Play nämlich nicht ganz identisch. Mein Begriff soll enger gefasst sein und eine
 ganz gewisse Art von Actual Play umschreiben.
 Hier folgt meine momentane Definition.
 Ich teile sie mit euch, weil ich sie vorstellen will und mich auch über Kommentare (konstruktive) und Vorschläge freue.
 Auch über Hinweise auf Komma- und Rechtschreibfehler freue ich mich sehr.



Definition Rollenhörspiel:


Der Begriff „Rollenhörspiel“ ist eine Verkürzung des Wortes "Rollenspiel-Hörspiel" und bezeichnet ein durch Pen-&-Paper-Rollenspiel entstandenes Hörspiel.

Ein Spielleiter und ein oder mehrere Spieler erspielen so gemeinsam eine Geschichte, die sie währenddessen aufnehmen. Dabei halten sich alle an vorher
festgelegte Rollenspielregeln.

Rollenhörspiele stellen eine Unterkategorie der„Actual Plays“ dar, bei denen ebenfalls eine Rollenspielrunde aufgenommen wird.  Kennzeichnend für Rollenhörspiele ist, dass sie fast keine Regelbesprechungen, Würfelpausen oder andere Gesprächselemente abseits der Handlung enthalten, die den Erzählfluss stören würden. Der Zuhörer kann also wie in einem traditionellen Hörspiel ganz in die Geschichte eintauchen.

Gemäß dem Wesen von Rollenspielen sind Rollenhörspiele improvisiert. Darin unterscheiden sie sich essentiell von reinen Hörspielen. Der Inhalt mag teilweise durch den
Spielleiter vorgeplant sein, die tatsächlichen Dialoge und Handlungen der Spieler- und Nicht-Spieler-Charaktere aber entwickeln sich spontan und ohne Skript.

Theoretisch kann jedes Rollenspielsystem verwendet werden, solange die Regeln im Endprodukt nicht immersionsstörend zum Vorschein kommen.

Häufig werden solche Aufnahmen daher im Nachgang bearbeitet und geschnitten. Auch das Einfügen von Soundeffekten und Hintergrundmusik ist möglich.

*Änderungen durch Aniell  und Sirion wurden berücksichtigt /size]
« Letzte Änderung: 16. Juli 2020, 10:15:06 von Marot »
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Hawkeye

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  • 13. Juli 2020, 13:26:37
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #1 am: 13. Juli 2020, 13:26:37 »

Achtung es folgt ganz ganz kleinkarrierte Kritik.
Hörspiele enthalten per Definition Soundeffekte. Um Hörspielfreunde nicht zu verschrecken, solltest du in deiner Definition die Soundeffekte nicht so optional darstellen.
Vielleicht solltest du es eher so formulieren, dass bei Schnitt an passenden Stellen nach Möglichkeit Soundeffekte eingebaut werden. Dann ist es immernoch nicht notwendig, dass sie in jedem deiner Rollenhörspiele vorhanden sind, aber du bist bei der Definition dichter an der Definition eines Hörspiels.
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  • 13. Juli 2020, 13:27:46
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #2 am: 13. Juli 2020, 13:27:46 »



Definition Rollenhörspiel:


 Der Begriff  Rollenhörspiel ist eine Verkürzung des Wortes Rollenspiel-Hörspiel und meint ein durch P&P Rollenspiel entstandenes Hörspiel.
 Dabei erspielen ein Spielleiter und mehrere Spieler gemeinsam eine Geschichte, die sie Aufnehmen und halten sich dabei an vorher festgelegte Rollenspielregeln.
 Rollenhörspiele stellen eine Subkategorie der Actual Plays da, bei welchen Rollenspielrunden ebenfalls aufgenommen werden, unterscheiden sich aber von einem
großen Teil dieser Aufnahmen dadurch, dass keine, bis fast keine, Regelbesprechungen, Würfelpausen oder andere Gesprächselemente abseits der Erzählung,
 welche den Erzählfluss stören vorkommen. Wo man bei Actual Play häufig einfach mit hört, wie andere Rollenspiel spielen und dabei auch über Regeln diskutieren,
fühlen und hören sich Rollenhörspiele wie reine Hörspiele an.
Das heißt, dass die Immersion des Hörers nicht gestört, sondern die Geschichte flüssig und nahtlos erzählt wird.
 Welches Rollenspielsystem dafür verwendet wird ist letztlich egal, so lange die Regeln im Endprodukt nicht immersionsstörend zum Vorschein treten.
 Häufig werden solche Aufnahmen daher im Nachgang bearbeitet und geschnitten. Auch das Einfügen von Soundeffekten ist möglich.
 Dem Wesen nach ein Rollenspiel sind diese Rollenhörspiele improvisiert. Darin unterscheiden sie sich essentiell von normalen Hörspielen. Der Inhalt mag
 teilweise durch den Spielleiter vorgeplant sein, die tatsächlichen Dialoge und Handlungen der Spieler und NSCs (Nicht-Spielercharakter) aber entwickeln sich spontan und ohne Skript.


Anmerkung von mir*:

Der Begriff  „Rollenhörspiel“ ist eine Verkürzung des Wortes Rollenspiel-Hörspiel und meint ein durch P&P Rollenspiel entstandenes Hörspiel.
Ein Spielleiter und mehrere Spieler erspielen so gemeinsam eine Geschichte, die sie währenddessen aufnehmen. Dabei halten sich alle an vorher festgelegte Rollenspielregeln.
Rollenhörspiele stellen eine Subkategorie der „Actual Plays“ dar, bei denen ebenfalls die Rollenspielrunde aufgenommen wird.  Im Gegensatz zu „Actual Play“-Aufnahmen unterscheiden sich Rollenhörspiele dahingehend, dass in Rollenhörspielen kaum bis fast keine Regelbesprechungen, Würfelpausen oder andere Gesprächselemente abseits der Erzählung, welche den Erzählfluss stören würden, vorkommen. Wo man bei Actual Play häufig einfach mithört, wie andere Rollenspiel betreiben und dabei auch über Regeln diskutieren, fühlen und hören sich Rollenhörspiele wie reine Hörspiele an.
Das heißt, dass die Immersion des Hörers nicht gestört wird, sondern die Geschichte flüssig und nahtlos erzählt wird.
Welches Rollenspielsystem dafür verwendet wird ist letztlich egal, so lange die Regeln im Endprodukt nicht immersionsstörend zum Vorschein treten.
Häufig werden solche Aufnahmen daher im Nachgang bearbeitet und geschnitten. Auch das Einfügen von Soundeffekten ist möglich.
Gemäß dem Wesen von Rollenspielen sind Rollenhörspiele improvisiert. Darin unterscheiden sie sich essentiell von normalen Hörspielen. Der Inhalt mag teilweise durch den Spielleiter vorgeplant sein, die tatsächlichen Dialoge und Handlungen der Spieler und NSCs (Nicht-Spielercharakter) aber entwickeln sich spontan und ohne Skript.

(*ein paar Satzumstellungen zum flüssigeren Lesen vorgenommen und ein paar Rechtschreibfehler behoben und Satzzeichen hinzugefügt.)


Ich finde das trifft es schon ganz gut.
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Marot

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  • 13. Juli 2020, 14:00:18
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #3 am: 13. Juli 2020, 14:00:18 »

@ Aniell:
 Cool, vielen dank , das hilft ungemein :-*

@Hawkeye:  Ja da triffst du natürlich genau einen der springenden Punkte. Ich stand am Anfang vor der Frage ob ich es Rollenhörbuch oder Rollenhörspiel nenne. Meine eigene Version davon soll ja ohne Soundeffekte auskommen ( weil ich sie selbst als störend empfinde). Das für mich aber wichtigere Kriterium war der Umstand, das im Hörbuch ja in der Regel einer spricht während im Hörspiel Dialoge zwischen mehreren stattfinden. Genau das, aber ist bei Rollenspielaufnahmen ja auch der Fall. es hat also mehr Hörspiel als Hörbucharakter.
Das wichtigste Merkmal, aus meiner Ansicht also die mehreren Stimmen, sind hier also begriffsgebend.
Deswegen hatte ich die Soundeffekte als optional beschrieben. Weil es ist ja eine neue Sache, die sich nicht sklavisch an das alten muss. Rs ist kein Hörspiel, es ist ein Rollenhörspiel und das folgt etwas anderen Regeln.

Es stellt sich mir hier nämlich folgendes Problem:
 Die Spieler spielen spontan, der Sl beschreibt und auf die Beschreibung hin reagieren die Spieler. Sie reagieren aber nicht auf die Soundeffekte, weil ich die ja eher im Nachhinein einfüge. Das heißt, die Soundeffekt sind nicht teil der emotionalen Spannung und die Spieler gehen nicht auf sie ein. Das ist ein Grundlegender Unterschied zum Hörspiel wo der Sprecher die Soundeffekt kennt und weiß das sie kommen. Er reagiert auf sie. Sie sind teil der aktiven Geschichte. Im Rollenhörspiel ist das nicht unbedingt der Fall. Deshalb will ich es optional halten 😉


 Klar ist die Königsdisziplin dann das natlose Einfügen von Soundeffekten, wie es Frosty z.B so wunderbar macht, aber ich glaube nicht, dass sie unbedingt nötig sind um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Sie können verdichten, müssen aber nicht.


Hm wie wäre es denn so:
"Das Einfügen von Soundeffekten, wie bei reinen Hörspielen üblich, ist erwünscht, auf Grund des improvisierten Charakters aber nicht zwingend notwendig."
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 14:03:40 von Marot »
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  • 13. Juli 2020, 15:59:02
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #4 am: 13. Juli 2020, 15:59:02 »

Es gibt tatsächlich Hörbücher, bei denen verschiedene Sprecher verschiedene Charaktere lesen. Und auf der anderen Seite ist es möglich ein Hörspiel mit nur einem Sprecher zu machen. Der Unterschied in der Deefinition besteht tatsächlich in erster Linie in Soundeffekten und Musikuntermalungen.

Der Satz jetzt trifft es schon deutlich besser. Ich würde aber "zwingend notwendig" durch "nicht immer möglich" ersetzen.

Mit deinem neuen Wort möchtest du ja generell ein Rollenspiel beschreiben, das zu einem Hörspiel geschnitten wird. Und deshalb denke ich, dass die Soundeffekte in der Definition schon als ein Bestandteil dargestellt werden sollten. Selbst wenn du sie bei deinen eigenen Produkten nicht nutzt. Deshalb hatte ich die Formulierung "an passenden Stellen" gewählt, weil in deinem Fall die PErson, die für den Schnitt zuständig ist, gar keine passenden Stellen findet. Passt ja dann trotzdem in die Definition.
Außerdem könntst du dann auch einfach bei einem Szenenwechsel kurz Musik einspielen oder eben bei einem Schwenk auf eine Bar zur Förderung der Immersion kurz Geräusche aus einer Bar. Darauf müssen die Charaktere dann nicht reagieren, aber du bist dann eben auch wieder innerhalb deiner Definition.
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  • 13. Juli 2020, 17:11:02
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #5 am: 13. Juli 2020, 17:11:02 »

Naja, wie gesagt die Definition dient der Schärfung des Begriffes die ja unabhängig vom ursprünglichen Hörspiel zu sehen ist.
 Es ist eben kein Buch was wir machen, deshalb kann ich es nicht Rollenhörbuch oder Rollenspielhörbuch nennen. Das wäre ein Artefakt der Vergangenheit.
Es ist aber sehr wohl ein Spiel. Auf zwei Ebenen sogar.
 1. Auf der Ebene des Spielens eines Spiels mit Regeln
2. ist es ein Schauspiel weil mehrer Akteure etwas darstellen.  Die Soundeffekt sind ein historisch gewachenes Elemet der Hörspiele, das mag sein aber sie sind nicht zwingendnötig für das was ich meine.
Wenn ich mir Hörspiel und Hörbücher anschaue dann ist der Hauptunterschied die Art wie erzählt wird. In Hörbüchern wird über Beschreibung erzählt in Hörspielen vorwiegend über Dialog. Beides kann im jeweils anderen vorkommen aber das Hauptmittel ist das jeweils genannte.
 Im Rollenhörspiel ist das genau wie im Hörspiel, das Hauptmittel ist der Dialog verschiedener von verschiedenen Schauspielern verkörperten Charakteren.
Das ist der Kern, das macht es zum Spiel.
Auch geht es um die Quelle der Audiodatei. Bei einem Hörbuch ist dies das tatsächliche Buch, der Roman. Der wird vorgelesen. Bei einem Hörspiel gibt es ein extra dafür gemachtes Skript, und verschiedene Darsteller spielen ihre Rollen.
 Und beim Rollenhörspiel spielen die Spieler ein Spiel, das sie aufnehmen.
Die Rechtfertigung der Verwendung des Wortes Spiels sollte also absolut nachvollziehbar sein 😉

Ich finde nicht einmal in der Wikipediadefinition eine Festlegung auf Soundeffekte, nur den Hinweis, das es sich auf rein audiotive Mittel beschränkt, aber letztlich es es auch egal, weil ich ja eben einen neuen Begriff definieren will und er braucht das Spiel aus erläuterten gründen am Ende.
Für mich macht es keinen Sinn die Soundeffekte zwanghaft einzubinden. Sie sind als Option sinnvoll, aber ich möchte mir und anderen die Luft für Gestaltung lassen. Wo ich keinen Raum zulassen will ist die Immersion. Es muss sich anhören wie eine fließende Geschichte. Ob die Soundeffekte nun eingefügt werden oder beschrieben werden ist sekundär. Auch Musik kann sein, muss aber nicht. Wer etwas Neues definieren will kann sich am alten orientieren, er sollte sich daran aber nicht sinnlos festklammern.
Außerdem wird sich in Zukunft einfach zeigen wo hin es geht.
 Frosty macht Rollenhörspiel mit Soundeffekten, ich werde sie erstmal ohne machen, andere machen vielleicht noch was anderes. Dann definieren wir später neu. Vorab etwas auszuschließen was nicht aus geschlossen werden muss, macht für mich keinen Sinn. Ich danke dir aber für den Input. Er hat meine Sicht auf diese Sache  nochmal geschärft.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 17:24:10 von Marot »
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #6 am: 13. Juli 2020, 17:37:14 »

und wenn du die Wortreihenfolge umstellst?

Statt RollenHörSpiel einfach HörRollenSpiel?

Meiner Meinung drückt das noch mehr den Charakter dessen aus, was du beabsichtigst und betreibst.
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  • 13. Juli 2020, 17:45:56
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #7 am: 13. Juli 2020, 17:45:56 »

ja diese Diskussion hatte ich gestern . Da habe ich einige leute genau das gefragt.
 Da bekam ich die Rückmeldung das sich Hörrollenspiel zwar besser anhöre aber man es leicht missvertsehen könne. Dann würde man glauben es sei ein Rollenspiel d as Akkustische Elemte benutzt, etwa statt Würfel.

 Letzlich ist es ja auch ein Hörspiel, welches mit mitteln des Rollenspiels gefertigt wird:)
  Dadurch wird es aber etwas neues, nämlich eben ein  Rollenhörspiel.
 Aber klar man könnte auch den Begriff Hörrollenspiel nehmen und dann bekomme ich die eben genannte Diskusson ;)

 Ps: Ich habe mir jetzt aber, weil ich immer wieder mit diesen zwei Begriffen hader auch noch hörrollenspiel.de gesichert ;)
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 17:49:36 von Marot »
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #8 am: 13. Juli 2020, 18:05:50 »

Naja, wie gesagt die Definition dient der Schärfung des Begriffes die ja unabhängig vom ursprünglichen Hörspiel zu sehen ist.
 Es ist eben kein Buch was wir machen, deshalb kann ich es nicht Rollenhörbuch oder Rollenspielhörbuch nennen. Das wäre ein Artefakt der Vergangenheit.
Es ist aber sehr wohl ein Spiel. Auf zwei Ebenen sogar.
 1. Auf der Ebene des Spielens eines Spiels mit Regeln
2. ist es ein Schauspiel weil mehrer Akteure etwas darstellen.  Die Soundeffekt sind ein historisch gewachenes Elemet der Hörspiele, das mag sein aber sie sind nicht zwingendnötig für das was ich meine.
Wenn ich mir Hörspiel und Hörbücher anschaue dann ist der Hauptunterschied die Art wie erzählt wird. In Hörbüchern wird über Beschreibung erzählt in Hörspielen vorwiegend über Dialog. Beides kann im jeweils anderen vorkommen aber das Hauptmittel ist das jeweils genannte.
 Im Rollenhörspiel ist das genau wie im Hörspiel, das Hauptmittel ist der Dialog verschiedener von verschiedenen Schauspielern verkörperten Charakteren.
Das ist der Kern, das macht es zum Spiel.
Auch geht es um die Quelle der Audiodatei. Bei einem Hörbuch ist dies das tatsächliche Buch, der Roman. Der wird vorgelesen. Bei einem Hörspiel gibt es ein extra dafür gemachtes Skript, und verschiedene Darsteller spielen ihre Rollen.
 Und beim Rollenhörspiel spielen die Spieler ein Spiel, das sie aufnehmen.
Die Rechtfertigung der Verwendung des Wortes Spiels sollte also absolut nachvollziehbar sein 😉

Ich finde nicht einmal in der Wikipediadefinition eine Festlegung auf Soundeffekte, nur den Hinweis, das es sich auf rein audiotive Mittel beschränkt, aber letztlich es es auch egal, weil ich ja eben einen neuen Begriff definieren will und er braucht das Spiel aus erläuterten gründen am Ende.
Für mich macht es keinen Sinn die Soundeffekte zwanghaft einzubinden. Sie sind als Option sinnvoll, aber ich möchte mir und anderen die Luft für Gestaltung lassen. Wo ich keinen Raum zulassen will ist die Immersion. Es muss sich anhören wie eine fließende Geschichte. Ob die Soundeffekte nun eingefügt werden oder beschrieben werden ist sekundär. Auch Musik kann sein, muss aber nicht. Wer etwas Neues definieren will kann sich am alten orientieren, er sollte sich daran aber nicht sinnlos festklammern.
Außerdem wird sich in Zukunft einfach zeigen wo hin es geht.
 Frosty macht Rollenhörspiel mit Soundeffekten, ich werde sie erstmal ohne machen, andere machen vielleicht noch was anderes. Dann definieren wir später neu. Vorab etwas auszuschließen was nicht aus geschlossen werden muss, macht für mich keinen Sinn. Ich danke dir aber für den Input. Er hat meine Sicht auf diese Sache  nochmal geschärft.
Das ist ein Missverständnis. Ich wollte dir keineswegs vorschreiben, wie du dein Produkt anfertigen sollst.
Ich weiß nur, dass einige Menschen sehr empfindlich sind bei der Diskussion Hörbuch vs Hörspiel. Und weil du eben ein ganzes Genre definierst und erfindest war mein Vorschlag eben, die Definition allgemeiner zu gestalten, sodass es nicht einfach nur auf dein eigenes Prrodukt zugeschnitten ist.
Die Vorschläge mit der Musik und den Bargeräuschen waren nur, falls du an soetwas bisher nicht gedacht hast und nicht, um dir Soundeffekte, die du nicht willst aufzuzwingen.

Ich finde das richtig toll, was du vorhast und als großer Hörspiel- und Rollenspielfan werde ich auch auf jeden Fall reinhören, sobald du etwas veröffentlichst. Von daher war das wirklich absolut nicht als Kritik an deinem Vorhaben gemeint.
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #9 am: 13. Juli 2020, 18:06:51 »

Naja ... wenn es um die Vorstellungen von anderen Leuten geht, solltest du vielleicht eine Umfrage starten, was sie mit welchem Begriff verbinden.  :P
Und wenn du 10 Leute fragst, wirst du sicherlich 7 oder 8 unterschiedliche Assoziationen erhalten ....

Aber wenn es um den aussagekräftigen Kern der Sache geht, müsste es doch ganz banal "PnP-Hörspiel" heißen ..... dann weiß jeder unmißverständlich was gemeint ist. Zumindest aus unserem Nerdbereich ... ::)
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  • 13. Juli 2020, 18:21:29
Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #10 am: 13. Juli 2020, 18:21:29 »

 @beo: Dann habe ich aber wieder einen Anglizismus drinn den ich nicht will ;) Und  das ganze ist ausgesprochen noch länger ;) ( Außerdem beleibt da dann das Problem mit den Soundeffekten)

Ich bin mir bei den zwei Begriffen schlicht selbst nicht ganz sicher welcher mir besser gefällt aber Rollenhörspiel ist näher an dem drann was ich fühle wenn ich darüber nachdenke.
Und trotzdem auch Hörrollenspiel klingt gut. Mal sehen was sich letztlich durchsetzt. Hoffentlich nicht P&P Rollenspiel, das fände ich gräuslich ;)

@hawkeye:
 Keine Sorge ich habe das völlig positiv aufgefasst und deine Intension durchaus erkannt. Deshalb habe ich es hier ja auch reingestellt. Aber ich finde durchaus das meine jetztige Version die offenste ist.
Sie räumt die Möglichkeit von Soundeffekten ein, schreibt sie aber nicht vor. So kann jeder in diesem Bereich machen was er will. Und die Hörspielverfechter kann man immer auf die andere Natur des Rollenspiels verweisen. Da sehe ich kein Problem.
 Deine Anmerkungen haben mir aber wie gesagt sehr geholfen. Es geht ja um die Diskussion :)


 ( Ps: ich erfinde ja auch kein Gengre. das gibt es ja shcon,( siehe Frosty), ich suche nur einen Namen der das was ich machen will umschreibt.)


« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 18:52:06 von Marot »
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #11 am: 13. Juli 2020, 18:34:06 »

Je häufiger ich die beiden Wörter laut Ausspreche, desto passender fände ich Hörrollenspiel.
Wie wäre es mit einer Umfrage in diesem Thread? :D
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #12 am: 13. Juli 2020, 19:15:42 »

Zur Thematik "Rollenhörspiel vs. Hörrollenspiel"

ich versuche mal hier den Kern auf zu schreiben, die die beiden Wortkreationen in mir auslösen:

bei einem Rollen-Hörspiel liegt meiner Meinung nach der Fokus eher darauf, dass man "hört, wie Rollen ausgespielt werden". Also das was Marot eigentlich auch rüberbringen möchte.

Ein "Hör-Rollenspiel" wäre für mich etwas, wo ich interaktiv eingreifen kann. Also eine Geschichte, die zu erzählen begonne wird, und man als Hörer eine Interaktionsmöglichkeit hätte.

Auch wenn der 2. Begriff vielleicht anfänglich griffiger erscheint, scheint er mir aber inhaltlich nicht das zu treffen, was Marot eigentlich ausdrücken möchte.... Oder gehe ich da gerade zu sachlich ran?  :D
« Letzte Änderung: 13. Juli 2020, 19:24:43 von Aniell »
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #13 am: 13. Juli 2020, 19:23:48 »


 Ps: Ich habe mir jetzt aber, weil ich immer wieder mit diesen zwei Begriffen hader auch noch hörrollenspiel.de gesichert ;)


Und wenn du dann von der einen Seite einfach eine Weiterleitung auf die ander Seite machst, wär dir doch eigentlich am meisten geholfen ;)
... dann musst du für dich nur noch entscheiden, welcher Begriff dir mehr am Herzen liegt. Tatsächlich könnte aber auch ein einfach "Sprachtest" helfen.... schreib einen längeren Text, wo der Begriff mehrfach vorkommt und les ihn ein paar mal laut vor. Dein Hirn wird den Begriff "ausspucken", der ihm leichter von der Hand geht ;) ... Wäre auch ne möglichkeit sich für eins von beidem zu entscheiden  :D ;D
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Re: Rollenhörspiel: Wortneuschöpfung und Definition
« Antwort #14 am: 13. Juli 2020, 19:26:00 »

Siehste und ich habe genau die Assoziation anders herum.

Bei einem Rollen-Hörspiel denke ich an die 3 Fragezeichen, TKKG, Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg. Ein Hörspiel halt ... weil da gibt es ja auch verschiedene Rollen.

Und beim Hör-Rollenspiel ist für mich der Bezug zum PnP viel greifbarer. Nur das man es halt wie Lets Plays oder Actual Plays hören kann und nicht ansehen.
Unter Hör-Rollenspiel fällt auch für mich die Vorstellung, dass jemand ein Regelwerk vorliest ...... :D ...... keine Ahnung - es hat für mich viel mehr den Bezug zu unserem Hobby als die Endung xy-Hörspiel.
Aber wie gesagt: frag 10 Leute und erhalte 7 verschiedene Assoziationen dazu.  ;)

Sicher kann man argumentieren, dass es den Eindruck vermittelt, da spielt man via hören und kann Einfluß auf die Geschichte nehmen. Aber ehrlich - wenn man sich ein Hörbuch anhört, kommt man doch auch nicht auf die Idee, da als Autor eingreifen zu wollen und plötzlich die Geschichte umschreiben zu können.  :icon_scratch:
Da würde der Zusatz interaktiv fehlen. Dann fände ich die argumentelle Grundlage als gerechtfertigt. Aber es ist ja nicht interaktiv. Sondern einfach nur eine anhörbare, gespielte Geschichte eines Rollenspiels. ...  :dontknow:
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