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Autor Thema: Rollenspiel und Aberglaube  (Gelesen 4128 mal)

Neflite

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  • 15. August 2020, 18:06:04
Rollenspiel und Aberglaube
« am: 15. August 2020, 18:06:04 »

Hi ihr :)
Ich spiele in einer meiner Runden seit Jahren eine abergläubische Wahrsagerin in DSA5. Ich versuche hier und da abergläubische Dinge einzubauen, nehme allerdings oftmals ein und die selben...

Mich würde interessieren, was euch zum Thema Aberglaube in Rollenspielen alles einfällt - abseits der im Almanach vorgegebenen Dinge und unabhängig von DSA.

Wird es in anderen Systemen und Settings aufgegriffen?
Und wie das?
Was ist für euch persönlich Aberglaube?
Was macht einen abergläubisch?
Taucht es in Spielen eher auf als im realen leben?
Seid ihr abergläubisch?
Habt ihr einen abergläubischen Chara gespielt? Erzählt mir gern davon!

Ich wart gern erstmal ab, ob und was so kommt, ehe ich meine Erfahrungen schreibe :D
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Sensei

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  • 15. August 2020, 18:16:38
Re: Rollenspiel und Aberglaube
« Antwort #1 am: 15. August 2020, 18:16:38 »

Eine schwierige und auch intime Frage. Besonders in Bezug auf die Realität außerhalb des rollenspiels.
Ich erwarte da eher allgemein Plätze und Vermutungen als echte Bekenntnisse.
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Neflite

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  • 15. August 2020, 18:24:03
Re: Rollenspiel und Aberglaube
« Antwort #2 am: 15. August 2020, 18:24:03 »

Es steht ja jedem frei, Fragen auszulassen :)
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Sensei

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  • 15. August 2020, 18:30:55
Re: Rollenspiel und Aberglaube
« Antwort #3 am: 15. August 2020, 18:30:55 »

Wenn dann nur privat 😁
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Ravno

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  • 15. August 2020, 19:14:12
Re: Rollenspiel und Aberglaube
« Antwort #4 am: 15. August 2020, 19:14:12 »

Würfel besprechen ist wissenschaftlich erwiesen. Ebenso ihnen drohen mit der Kaffeemühle.  :)

Wenn ich das Weltbild meiner Figur entwickle, mische ich gerne falsche Information und Aberglauben mit ein. Anhängig von der Bildung der Figur. Das macht die Spielfigur glaubhafter.

Alle Magier können Personen in Frösche verwandeln oder brennende Felsen vom Himmel regnen lassen.
Seeschlangen können Frauen an Bord riechen.
Wenn man das Böse bemerkt , muss man schnell das Kreuz schlagen.
Rot macht schneller usw.

In vielen Spielwelten macht Aberglaube Sinn, selbst in aufgeklärten Gesellschaften. Sogar heute glauben die Leute an die Echsenmenschen aus der Hohlerde.  ;D

Aberglaube entsteht aus einem Mangel an Fakten oder Tradition.

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Sesu

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  • 16. August 2020, 00:50:21
Re: Rollenspiel und Aberglaube
« Antwort #5 am: 16. August 2020, 00:50:21 »

Aberglaube entsteht aus einem Mangel an Fakten oder Tradition.

Es ist eigentlich erstaunlich wie viel Aberglaube eigentlich nur aus dem Zusammenhang gerissene Fakten sind:

Der zerbrochene Spiegel bringt 7Jahre Pech? Wenn man keinen guten Besen hat und ohne Schuhe im Haus läuft definitiv!
Frauen bringen auf Schiffen Unglück? Auf einer langen Fahrt werden sicher mehrere Seeleute ihr den Hof machen wollen, was zu Streit führt.
(Schwarze) Magie? Lässt sich mit dem Nocebo-Effekt erklären.
Das verfluchte Haus? Die Gruselgeschichte der Eltern, damit man ja nicht in das zerfallene Haus geht, um sich nicht zu verletzen.

Wenn das dann ohne Kontext weitergegeben wird, entstehen schnell Geschichten, welche man als aberwitzig und Spinnerei abtun möchte - oder wenn man sie nicht weiter hinterfragt, sie selbst aufnimmt und weitergibt.

Zum Aberglaube sollten man auch den Glauben gegenüberstellen. Was für eine Kultur oder Gesellschaft als vorherrschender Glaube angesehen wird, kann für eine andere nur Aberglaube sein.
Im heutigen Kontext kann man da auch auch folgendes als Antagonisten setzen: Religion (bzw. Glaube) vs Wissenschaft vs Verschwörungstheorien - wobei ich hier die Verschwörungstheorien als wissenschaftlichen Aberglauben verstehe.

Prinzipiell lässt sich ein Aberglaube leicht in jedes Setting einbauen, auch wenn es vom System keine besondere Bemerkung findet (wie in DSA als Nachteil). Meiner Erfahrung nach, wird es dann aber gerne im Rollenspiel ins lächerliche gezogen anstatt es einfach als "Fakten" für den Charakter einzubauen - oder gleich ganz vernachlässigt.

Ich denke, jeder hat irgendeinen Aberglauben - angefangen bei den Diättipps der Boulevardblätter bis hin zu den schon erwähnten "offensichtlichen" Sachen. Und ja: Auch Wissenschaftler und Personen, die alles hinterfragen sind nicht davor geschützt!


Zum Rollenspiel: Mein einer Charakter hat einen leichten Aberglauben (oder ist eher skeptisch), dass alle gutaussehenden Frauen, die an ihm interessiert sind, böse sind... Er gerät aber auch immer an die Dämonen, Hexen und Namenlos-Geweihten, die ihm was böses wollen und zu erst als hilfsbereite und unschuldige Damen ausgeben...
« Letzte Änderung: 16. August 2020, 00:51:55 von Sesu »
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Seelenschmied

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  • 24. August 2020, 21:26:14
Re: Rollenspiel und Aberglaube
« Antwort #6 am: 24. August 2020, 21:26:14 »

...und zu erst als hilfsbereite und unschuldige Damen ausgeben...

DAS sind ja auch die Schlimmsten! ;P

Ich glaube diese Paranoia könnte man schon fast als Aberglauben einführen wenn einfach jeder fremden hilfsbedürftigen Person mit Misstrauen begegnet wird. "Wenn dich am Wegesrand eine Frau nach Hilfe frägt ist es eine Hexe / ein Dämon / ein Menschenfresser / Whatever". Da fallen mir ungefähr drölzigtausend Geschichten das japanischen Folklore ein die genau das so behandeln. Wenn du ihnen nicht hilfst essen sie dein Gesicht. Wenn du ihnen hilfst danken sie dir und essen dann dein Gesicht. Wenn du sie frägst warum stottern sie herum und du kannst wegrennen. Dann kommen sie nachts zu dir und essen dein Gesicht.
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