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Autor Thema: Gewalt im Rollenspiel  (Gelesen 1540 mal)

Ravno

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  • 25. August 2020, 19:32:00
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #15 am: 25. August 2020, 19:32:00 »

Steht in der Ausschreibung drin, markiert in rot.

Wird im Vorfeld nochmal im ts besprochen, wenn neue Leute dabei sind.

Und dann kommt noch die X-Card dazu.

Das ist meine Routine, die mittlerweile in jeder Runde mache. Ausser ich kenne alle, dann lasse ich was weg.
Vorschläge was man besser machen kann?

Gehe ich bei neuen Leuten direkt in die Vollen?
Kommt stark auf meinen ersten Eindruck an.
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Jan Jansen

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  • 26. August 2020, 14:34:28
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #16 am: 26. August 2020, 14:34:28 »

Vor jenen Leuten, die es schaffen, eine glaubwürdige Welt ohne Gewalt oder Sex zu vermitteln, ziehe ich meinen Hut.

Tolkien's Herr der Ringe wäre da ein gutes Beispiel, wenngleich ich ebenso die Welt von George R.R Martin und Game of Thrones begrüße.
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Was würde Jan Jansen tun?

Flammraijl

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  • 26. August 2020, 15:19:27
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #17 am: 26. August 2020, 15:19:27 »

Vor jenen Leuten, die es schaffen, eine glaubwürdige Welt ohne Gewalt oder Sex zu vermitteln, ziehe ich meinen Hut.

In der Welt geht aber auch nie jemand auf's Klo ...  ::)
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Mein Lebenslauf:
1984 - heute:
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Irian

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  • 26. August 2020, 15:56:58
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #18 am: 26. August 2020, 15:56:58 »

In der Welt geht aber auch nie jemand auf's Klo ...  ::)

Das stimmt nicht, hier ein Erfahrungsbericht: https://www.youtube.com/watch?v=5s0k1VfdTTU (Passt sogar zum Thema "Gewalt im Rollenspiel" ;-) )
« Letzte Änderung: 26. August 2020, 15:58:35 von Irian »
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  • 28. August 2020, 15:04:16
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #19 am: 28. August 2020, 15:04:16 »

Vorab besprechen, dann sind die Grenzen bekannt und während des Spiels kann sich dann daran orientiert werden. Das bedarf dann keiner Intervention, sollte sich während des Spiels etwas ändern, kurzer Einwurf von der betroffenen Seite und es wird angepasst und nach der Sitzung darüber geredet. 

Im Spiel setzt die Spielerschaft die Grenzen ich schmücke nur aus bis die Worte diese Grenze erreichen oder auch nicht, wenn jemand sich in Watte packen will, dann ist die Person bei mir jedoch falsch.

Immer bedenken, es ist ein Spiel und nicht Realität, wer das nicht versteht der sollte vielleicht vom Rollenspiel abstand nehmen bis die Einsicht gekommen ist. Jeder der dies in Frage stellt sollte mal in sich selbst gehen. Ich bin nicht verantwortliche für psychische Probleme die von den Spielern mitgebracht werden.
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wilder-polterer

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  • 29. August 2020, 21:46:48
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #20 am: 29. August 2020, 21:46:48 »

Als Spieler: ist mir die explizite Gewaltbeschreibung der von mir durchgeführten Taten egal solange es nicht einen kranken Spleen des Charakters widerspiegelt. Ist sonst nur mögliches Konfliktpotential und meiner Meinung nach Zeitvergeudung die mit Rollenspiel wenig zu tun hat, es sei denn man spielt gerne Soziopaten
Als Spielleiter: Ich nutze die Darstellung von Gewalt für die Intensität eines Settings oder um die Spieler gegen einen bestimmten NSC so richtig aufzubringen. Dafür muss ich aber nicht sonderlich in die Tiefe gehen.

Fazit: Meiner bescheidenen Meinung und Erfahrung nach spielt jeder so wie es seine moralischen Grenzen zulassen. Man probiert mal was aus, was in der Realität nicht umsetzbar wäre aber das sind immer nur kleine Peaks die dann doch wieder abflachen. Und ganz ehrlich, wäre das nicht so, ich würde mir vielleicht ein paar Sorgen um einen Spieler machen bei dem Gewalt verherrlicht wird.   
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Scafina

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  • 29. August 2020, 22:20:39
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #21 am: 29. August 2020, 22:20:39 »

Mir ist die Definition des Begriffs Gewalt hinsichtlich deiner Frage nicht präzise genug. Gewalt fängt im Kindesalter bei Tom und Jerry oder in Disneyfilmen scheinbar harmlos an, kann sich aber bis zu brutalen Schlachten, Gemetzeln, Vergewaltigungen oder Folterszenen ausdehnen. Ist in einer Mittelalterwelt bereits eine Ohrfeige Gewalt? Oder in einem Setting der 1960-er Jahre in Deutschland, wo Kinder noch mit dem Rohrstock gezüchtigt worden sind? Selbst bei Systemen wie Power, Plüsch und Plunder gibt es "Endgegner", die die Kuscheltiere bekämpfen. Wäre also die Beschreibung einer Szene für dich schon Gewalt, in der ein Teddy einem Plüscheinhorn mit einem Stock auf den Kopf haut?

Hier auch zu trennen ganz klar die physische und psychische Gewalt. Wenn ich als Spielerin It einem NSC Gewalt androhe, ist das schon eine Form der psychischen Gewalt gegen diesen
NSC. Aber empfindet der SL, der diesen NSC in dem Moment verkörpert, das auch so? Oder ist er OT vielleicht so hart gesotten, dass er es gar nicht bemerkt?

Als SL gibt es in meiner Darstellung von Systemen und Welten immer Gewalt, einfach weil ich gerne realistische Settings nutze und es für mich dazu gehört, ebenso wie andere Themen, die in diversen Runden schon tabuisiert worden sind, wie Sex, Kinderarbeit oder sehr harte Hierarchien, in denen die Obrigkeiten auch streng durchgreifen. Das macht für mich Glaubwürdigkeit und Konsequenz im Spiel aus. Wenn Spieler*innen und ihre Chars keine Angst vor Konsequenzen hinsichtlich ihres Handeln haben, wird es m.E.n. unrealistisch. Wenn man sich an einem Staat wie unserem orientieren würde (nur rein hypothetisch als Richtlinie), in dem wir mit Gewaltenteilung leben, ist es nur logisch, dass es in jedem Setting Instanzen gibt, die zumindest Macht dadurch bekommen, dass sie sich - in welcher Form auch immer - durchsetzen können, und das eben notfalls mit Gewalt.
« Letzte Änderung: 29. August 2020, 22:23:07 von Scafina »
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Krissa

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  • 30. August 2020, 08:26:24
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #22 am: 30. August 2020, 08:26:24 »

Ich habe NoGos, sie sind mir bekannt. Wenn ich unvorbereitet in so eine Szene schlittere, kann es sein, dass mich die Panikattacke daran hindert, irgendwas zu sagen... oder mich zu bewegen.
Manchmal mag ich Gewalt, ich kann sie wunderbar beschreiben und habe mit Folter bei Erwachsenen kein Problem.

Für mich ist eine Mischung aus NoGos und X Card wichtig, denn es gibt auch Kreuzreaktionen.
Das hat nichts mit Watte packen zu tun, sondern mit Spielspaß.
Ich zwinge auch jeder neuen Runde meine NoGos auf - ohne gefragt zu werden. Manchmal trennen sich dann die Wege vor der ersten Sitzung.
Meiner Meinung nach gehört Gewalt zu den meisten Rollenspielen, mal psyhisch, mal physisch. Aber vor allem Spielspaß. Es muss also für jeden tragbar sein, auch wenn man seine Grenzen ab und an, vorsichtig und behutsam, antasten sollte.
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Ich bin logisch.
Kann ich doch nichts dafür, dass du meine Logik nicht nachvollziehen kannst.

"Der Mensch ist das einzige Tier, das zu denen, die es fressen will, freundlich ist, bis es sie frisst."
Samuel Butler (1835-1902)

https://m.youtube.com/watch?v=nrIPxlFzDi0

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Jan Jansen

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  • 31. August 2020, 15:59:04
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #23 am: 31. August 2020, 15:59:04 »

Zitat
Vorab besprechen, dann sind die Grenzen bekannt und während des Spiels kann sich dann daran orientiert werden. Das bedarf dann keiner Intervention, sollte sich während des Spiels etwas ändern, kurzer Einwurf von der betroffenen Seite und es wird angepasst und nach der Sitzung darüber geredet.

Im Spiel setzt die Spielerschaft die Grenzen ich schmücke nur aus bis die Worte diese Grenze erreichen oder auch nicht, wenn jemand sich in Watte packen will, dann ist die Person bei mir jedoch falsch.

Immer bedenken, es ist ein Spiel und nicht Realität, wer das nicht versteht der sollte vielleicht vom Rollenspiel abstand nehmen bis die Einsicht gekommen ist. Jeder der dies in Frage stellt sollte mal in sich selbst gehen. Ich bin nicht verantwortliche für psychische Probleme die von den Spielern mitgebracht werden.

Das scheint mir schon eine sehr einseitige Meinung  mit demonstrativ verschränkten Armen zu sein. Vielleicht es in diesem Fall der Speilleiter, der von seiner Verantwortung und Rolle als  Gruppenmoderator Abstand nehmen sollte.
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Namenloser

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  • 01. September 2020, 10:54:27
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #24 am: 01. September 2020, 10:54:27 »

Ich leite eine ab 18 Runde, das sind alles Erwachsene denen ich unterstelle das sie für sich selbst entscheiden können ob sie mitspielen wollen oder nicht. Rollenspiel stellt nicht ein reales Ergeinis dar, es ist fiktiv. Es werden Worte genutzt um eine Szenerie zu erschaffen, was die Mitspieler mit diesen Worten dann in ihrem Geist damit machen ist ihre eigene Entscheidung. Das ich den Menschen unterstelle das sie für sich selber denken und entscheiden können steht in keinem Widerspruch zu meiner Ansicht das ich nicht für psychische Probleme von anderen Menschen die verantwortung übernehme, diese wissen um ihre Situation und müssen selbst für sich entscheiden wie sie damit umgehen.
Moderation bedeutet auch die Menschen sich selbst mal zu überlassen damit diese sich artikulieren können ohne Einflussnahme von anderen. Ich habe eine andere Meinung als du Jan.
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Jan Jansen

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  • 02. September 2020, 14:40:14
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #25 am: 02. September 2020, 14:40:14 »

@Namenloser
Zunächst einmal ist es ja auch gut, dass verschiedene Meinungen herrschen, andernfalls wären Rollenspiel-Smalltalks wie diese "gewissermaßen" witzlos.

Worauf ich ursprünglich hinaus wollte, ist, dass ein Spieler den Unterschied zwischen Spiel und Realität verstehen kann und dennoch ein Problem mit dem beschreiben gewisser Szenarien hat.
Besonders, wenn der Tunnelblick eines Spielleiters mal wieder zu zentriert wirkt, was im Eifer des Gefechts völlig normal ist.

Daher kann es gelegentlich nicht schaden, wenn es auch mal der Spielleiter ist, der inne hält und sich hinterfragt.



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Namenloser

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  • 02. September 2020, 16:00:08
Re: Gewalt im Rollenspiel
« Antwort #26 am: 02. September 2020, 16:00:08 »

Selbstreflektion ist natürlich wichtig. Da gebe ich dir recht. Dies darf jedoch nicht dazu führen das ein Gruppenmitglied die gesamte Gruppe durch ein Verhalten permanent so beeinflusst, dass der Spielspaß auf der Strecke bleibt und wenn es von der Spielerseite darauf hinausläuft das es die Zusammensetzung und den Initialgedanken der Gruppe zuwiderläuft dann muss die Trennung erfolgen.
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