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[DSA4.1] Eine abenteuerliche Reisen (3/5)
Onkel Kahin:
Kapitel 4: Der Händler und der Zwerg
Im Auftrag des einflussreichen Händlers Gimli Silberbrunn reisen die Helden ins nordmärkische Albenhus, um dort nach verschwundenen
Gegenständen zu suchen. Nach einer recht beschaulichen Reise über den Großen Fluss, die zumindest einige der Schrecken der Sümpfe
vergessen lassen machte, erreichten die Gefährten zwergisch geprägte Stadt am Großen Fluss. Kaum angekommen, werden die Helden
in eine finstere Intrige zwischen Albenhuser Händlern verwickelt und müssen helfen, hier Recht und Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen.
So schien es erst, als würde der novadische Händler Rashim al-Fessir mit tödlichen Giften und Sklaven handeln, jedoch kamen den Helden
Zweifel, ob hier nicht andere Mächte die Fäden in Händen hielten.
Gleichzeitig suchten die Helden nach den verschwundenen Gegenständen aus dem Besitz des zwergischen Händlers, welche ebenfalls nach
Albenhus gelangt waren. In einem Netz aus Intrigen, Spielschulden, Angst und verschiedenen Abhängigkeiten verstrickt, gelang es den Helden
am Ende den wahren Schuldigen hinter dem Gifthandel aufzudecken, die Gegenstände wiederzubeschaffen und eine der Unterweltgrößen der
Stadt der Stadtwache zu überstellen. Die wahren Drahtzieher der Intrige waren jedoch in eben jener Familie zu finden, bei welcher die Helden
zu Beginn Obdach und Hilfe gefunden hatten. Der ehrwürdige Stadtrat Ebelfried Eisinger höchstselbst war am Stadttor auf die Helden aufmerksam
geworden und hatte sie darum gebeten, Rashim al-Fessir zu überführen. Was der ehrwürdige Stadtrat nicht ahnen konnte: Seine eigene Mutter
und sein Sohn hatten die Gerüchte gestreut, um nicht nur den Novadi, sondern anschließend auch den Ratsherrn selbst zu beseitigen.
Am 28. Ingerimm des Jahres 1037 nach dem Fall des vieltürmigen Bosparans gingen die Intriganten ihrem wohlverdienten Schicksal auf dem
Richtblock der Stadt entgegen. Der zuvor zu Unrecht eingekerkerte Novadi wurde rehabilitiert und als Bürger der Stadt im Schoße der Gesellschaft
willkommen geheißen.
Gleichzeitig hatten die Helden herausgefunden, dass eine der Angestellte des Handelskontors Silberbrunn in Albenhus hinter dem Verschwinden der
Gegenstände gesteckt hatte. Durch Glücksspiel hoch verschuldet, hatte sie sich an ihren neuen Arbeitgeber Gallo Silberbrunn gewandt, der bei einem
Besuch die Gegenstände von seinem Cousin entliehen hatte, was diesem wohl entgangen sein musste. Zum Unglück der Zwergin hatte auch diese
sich in die Intrige um den Novadi verstrickt und konnte nur durch die Rettung durch die Helden aus dem Netz aus Lügen und Erpressung befreit werden.
Die Gegenstände konnten sicher von einem der Handlanger der hingerichteten Ilmene Eisinger sichergestellt werden, nachdem dieser die Stücke als
Begleichung für die hohen Schulden der Zwergin gefordert hatte. Nach der Festnahme hatte man die erpressten Gegenstände jedoch wieder in die
Hände des zwergischen Handelshauses aus Salza übergeben können. Unwissend, dass sein Cousin die Gegenstände für gestohlen hielt, wurde auch
Gallo Silberbrunn über den Auftrag der Helden informiert, woraufhin die verschwundenen Gegenstände dem angbarer Händler zurückgegeben werden
konnten. Für die junge Zwergin hatte die Verwirrung und Intrige Phex sei Dank keine ernsten Folgen und waren ihr sicherlich eine Lehre.
- Aus den Aufzeichnungen eines anonymen Chronisten der Kirche des Aves
Spielabende: 14
(Basierend auf dem offiziellen Abenteuer: Der Händler)
Belohnung: 250 AP
Onkel Kahin:
Kapitel 4: Die Verschwundenen
Bereits in Albenhus erfuhren die Gefährten von verschiedenen Fällen, in denen Menschen und Zwerge auf dem Weg nach Albenhus verschwunden
waren. Niemand hatte von den Reisenden mehr etwas gehört, doch die Obrigkeiten in Albenhus hatten durch die anhaltenden Gefechte an der Front
im Osten nicht die Kapazitäten, dem Problem nachzugehen. Auf ihrem Weg nach Xorlosch, um dort die sterblichen Überreste des gefallenen Helden
der Zwerge beizusetzen, hatten sich die Gefährten landeinwärts gewandt, hatte man doch dort Gerüchte über die mittlerweile als "Rattenhexe" im
Volk bekannt gewordene Trabine aus Nadoret gehört.
Über die wenig begangenen Pfade der südlichen Baronien in den Ausläufern der Flussauen und des Eisenwaldes gelangten die Helden über einzelne
Stationen in den kleinen Ort Appelquell, wo sie auf Bruder Mikail aus der Kirche der gütigen Travia trafen, einen jener unserer Brüder und Schwestern,
die aus dem gefallenen Tobrien in die neue Heimat gezogen waren. Dieser berichtete von weiteren Vermisstenfällen, welche auch einige Männer,
Frauen und Kinder des Dorfes betrafen. So hatte man also einen Anhaltspunkt und unter den kundigen Augen des Zwergen Schorlosch machte man
sich auf die Suche nach den Verschwundenen.
Es sollte mehrere Stunden brauchen, ehe sie in den Tiefen der Wälder auf eines der vermissten Kinder stießen, welches von finsteren Häschern verfolgt
wurde. Mit hartem Stahl und Rondras Mut standen sie dem Mädchen von kaum 9 Jahren bei, vertrieben die Schergen der Finsternis und konnten die
kleine Rohaja, so der Name des Mädchen, in die Sicherheit der Gemeinschaft des Dorfes zurückbringen.
Nach den Berichten des Mädchens gab es wohl eine Burg in den Wäldern, aus welcher sie hatte fliehen können. Diese Burg galt es nun zu finden, was
den Helden in den späten Abendstunden gelang, auch wenn hier wohl mein Herr Aves die Schritte der Gefährten leitete. Hier konnten sie die finsteren
Machenschaften des einst ruhmreichen Ritters Hagol von Sturzenstein aufdecken. Der einst große Held der Schlacht gegen die Oger war tief gefallen,
klagte nur noch über sein Alter und trauerte um die vergangene Glorie. Um seine alten Kräfte zurückzugewinnen, ohne hierfür einen Pakt mit Kräften von
jenseits des Sternenwalls anzurufen, hatte er den ehrbaren Alchemisten Haranon Lederer und seine Schwester aus dem Reich des Horas entführt. Mit
den Entführten Menschen, Zwergen und anderen Kreaturen und, noch frevlerischer, mit den entführten Kindern, wollte von Sturzenstein den Alchemicus
dazu zwingen, ihm ein Elexier der ewigen Jugend zu brauen.
In harten Kämpfen, in denen der Herr Phex unseren Helden beistand, gelang es diesen, sowohl den frevlerischen Burgherrn, als auch die Söldner und
angeheuerten Orken zu bezwingen, auf dass diese der Gerichtsbarkeit überantwortet werden konnte. Während dieser Kämpfe gelang dem Alchemicus
und seiner Schwester jedoch die Flucht, so dass hier niemand zu prüfen vermochte, ob der Alchemicus wirklich nur aus Zwang kooperierte.
Am Morgen des 2. Rahjas im Jahre 1037 nach dem Fall Bosperans konnten so alle Gefangenen in die Obhut von Bruder Mikail überstellt werden, auf
dass sie sich schnellstmöglichst erholen und wieder zu vollen Kräften kommen möchten. Aves sei es gedankt, dass diese Reisende auf seinen Pfaden
gerettet werden konnten. Aves sei Gepriesen!
- Aus den Aufzeichnungen eines anonymen Chronisten der Kirche des Aves
Spielabende: 4
(Basierend auf dem offiziellen Abenteuer: Der Alchemyst)
Belohnung: 150 AP
Onkel Kahin:
Zwischenspiel: Spuren finsterer Gedanken
Die Gefährten gönnten sich nur wenige Tage der Erholung, ehe sie der Spur der finsteren Rattenanbeterin Trabine aus Nadoret nachsetzten. Der alte
Zwerg, welchen die Helden hatten aus der Gefangenschaft des ketzerischen Ritters Hagol von Sturzenstein befreien können, beschrieb ihnen den Weg
zum Lager der Rotpelze, in deren Nähe man wohl die Gesuchte zuletzt gesehen hatte. Endlich hatten die Gefährten wieder eine klare Spur zu der mit
dem Namenlosen im Bunde stehenden Ketzerin, so dass sie endlich in ihrer seit Nadoret anhaltenden Jagd vorankamen. Der alte Zwerg wollte zwar nur
zu gerne sich den Gefährten bei ihrer Jagd anschließen, doch war er noch zu geschwächte für solch ein Unterfangen.
Stattdessen schloss sich eine junge Kriegerin der Gruppe an. Elida Siebenwind, Abgängerin der königlich-nostrischen Kronakademie der Reichsgarde.
Wie wir in Erfahrung bringen konnten, bildete diese Kriegerakademie seit einigen Jahren unter Anleitung der glorreichen Herrin von Sappenstiel die neue
Garde der königlich-nostrischen Krone aus, nicht als Bollwerk des Landes, sondern als Jäger der Feinde des Reiches im Inneren und Äußeren. Auf ihrer
ersten Mission war die junge Krongardistin in die Hände der Häscher des ketzerischen Ritters gefallen und Opfer der Experimente des Alchemisten Lederer
geworden. Wie wir aus sicherer Quelle wissen, scheinen die Folgen der Experimente jedoch wenig einschränkend zu sein.
Beim Dorf der Goblins angekommen, mussten die Gefährten jedoch feststellen, dass die finstere Schwarzkünstlerin Trabine hier regelrecht gewütet hatte.
Das Goblindorf war weitgehend entvölkert, dafür bewohnten nun Ratten und seltsame Kreaturen das Dorf, welche wohl finstere Chimären aus Ratten und
Goblins oder Menschen waren, ein Frevel an der Herrin Tsa und allen Zwölfen! Unter dem Lager der Goblins erstreckte sich eine weitreichende Höhle, in
welcher die Helden deutliche Spuren vom verzweifelten und hoffnungslosen Kampf der Goblins gegen die Rattenwesen fanden. Selbst auf den Schlacht-
feldern der Wildermark habe ich selten solche Gewalt und Grausamkeit gesehen.
Tief im Inneren der unterirdischen Gewölbe erwehrten sich die Gefährten unzähligen Rattenwesen. Mehr als drei Dutzend habe man dort finden können.
Daneben konnten die Gefährten jedoch auch das Laboratorium der Rattenhexe Trabine finden, die Abscheulichkeiten, welche sie hier begangen hatte,
die Verbrechen gegen die Schöpfung, welche sie hier in ihren Experimenten nicht gescheut hatte, zu begehen. Der wichtigste Fund war jedoch ein großes
Becken, in welchem unzählige der verdammten grünen Pilze aus Nadoret trieben, welche sich auch hier in der Goblinhöhle befanden. Scheinbar war es der
Hexe gelungen, aus den Pilzen und weiteren Zutaten eine Brühe zu schaffen, in denen seltsame Egel zu leben vermochten. Diese Egel und die grüne Brühe
ließen wohl Goblins und Menschen zu diesen namenlosen Kreaturen mutieren, welche in der Bevölkerung schnell den Namen "Rattenbrut" oder "Rattling"
bekamen. Ob es weitere solcher Anlagen gibt? Ob die verdammte Rattenhexe Trabine von Nadoret hier ein Unheil in die Welt entlassen hat, welches unser
schönes Aventurien für Jahre bis Jahrzehnte plagen wird?
Die Experimente schienen nicht völlig ohne Erfahrung durchgeführt worden zu sein.... ob hinter der Rattenhexe weitere Mitglieder des finsteren Kultes stehen?
Mögen die Zwölfe uns beistehen...
- Aus den Aufzeichnungen eines anonymen Chronisten der Kirche des Aves
Spielabende: 6
Belohnung: 100 AP
Onkel Kahin:
Kapitel 5: Verbotene Küsse
Nach den finsteren Funden in den wilden Wäldern ging es dann doch endlich zurück in die Zivilisation. So sehr ich des Herrn Aves Reisen auch liebe,
so gerne genieße ich doch auch die Errungenschaften unserer Zivilisation und der Zwölfgöttlichen Gemeinschaft, zumal, wenn es eine der von Reisen
und neuen Erkenntnissen gesegneter Ort wie eine Hafenstadt am Großen Fluss ist. Auch hier stellten die Zwölfe den tapferen Gefährten eine neue und
kaum weniger heikle Prüfung, galt es hier doch altes Unrecht wiedergutzumachen. So spielte sich vor fast 12 Jahren wohl ein schmutziger Prozess der
Intrige und Korruption an einem der guten Gerichte des Reiches ab, verschworen sich doch die Ankläger und Zeugen gegen eine junge Tochter der Stadt.
Als die Gefährten die Stadt erreichen, treffen sie auf den jungen Nepolemo Ehrengold, bei dem es sich wohl in Wahrheit um Nepoleon ya Cossari, einen
im Reich des Horas gesuchten Mörder und Ketzer handelte. Was den Diener des Levthan so weit in den Norden, in ein Reich, in dem sein Gott als Götze
gilt, geführt hat, mag er mit ins Grab genommen haben. Die wahre Identität des Horasiers wurde leider erst nach Wochen später offenbart, als man auf
der Suche nach dem Geflohenen auf die Amtshilfe aus Elenvina zurückgriff.
Gestorben durch eine seltsame Krankheit, wurden die Gefährten durch den Tod des Horasiers auf eine Reihe seltsamer Krankheitsfälle am Rande des
Jahreswechsels aufmerksam. Scheinbar war die junge Hexe, welche einst zu Unrecht verurteilt wurde, in die Stadt zurückgekehrt und hielt nun blutige
Rache mit finsterer Magie unter ihren ehemaligen Peinigern. Noch kurz vor den Tagen der Finsternis zwischen den Jahren fielen einige der reichsten und
einflussreichsten Bürger der Stadt seltsamen Seuchen anheim, gegen welche auch der örtliche Leibmagus der Stadtherren und der selbst erkrankte Diener
der Travia nichts zu unternehmen vermochten. Schlussendlich vergingen 10 Mitglieder der reichsten Patrizierfamilien im Zorn der Hexe, sodass die Inquisition
hier Untersuchungen anstellte. Nach meinen Informationen stießen die Inquisitoren jedoch weniger auf die Hexe, als auf Spuren und Beweise für all die
Verfehlungen der Oberen der Stadtväter. Zurück blieben einige junge Mitglieder der Familie, welche die Volljährigkeit kaum erreicht hatten. In ihren Händen
werden indessen wohl zukünftig die weiteren Geschicke von drei der mächtigsten Familien der Stadt liegen.
Ob es den Helden möglich gewesen wäre, diese fast ein Dutzend Tode aufzuhalten, mögen nur die Helden wissen. Ich selbst habe die Beweise gegen
die Stadtoberen gesichtet und konnte kaum glauben, was ich dort zu lesen bekam. Inzest, Götterfrevel, Korruption, Anbetung finsterer Götzen und eine
Verkommenheit, die ich unter Zwölfgöttergläubigen nicht vermutet hätte. So die Helden hier der Vergeltung freie Hand ließen, so scheint es mir zwar im
rechtlichen Sinne fraglich, moralisch hätte ich diese Entscheidung jedoch selbst nicht treffen wollen.
Jarulf Olken, einst als Kammerherr der Familie Burkherdall maßgeblich an der Verschwörung und Verleumdung beteiligt war, fand am letzten Tag des
Rahjas den Tod. Noch Tags zuvor hatte er überraschend in einer Versammlung der Stadtoberen verkündete, dass jetzt alle Geschwüre aus der Stadt
"gereinigt" seien. Noch am selben Abend fand er den Tod durch einen Herzschlag.
Bei der Recherche für diesen Bericht konnte ich auf die großartige Hilfe einer jungen Korrespondentin der Garether Stadtpostille namens Kerry ui Braighain
zurückgreifen, welche schon in den ersten Wochen der Vorfälle nandustreu über all diese Fälle berichtete. Sie habe sogar eng mit den tapferen Gefährten
zusammengearbeitet und viele der Beweise für die Intrige mit deren Hilfe aufdecken können. Ihr war es auch zu verdanken, dass die wahre Identität des
Horasiers "Nepo Ehrengold" offenbart werden könnte. Nach eigener Aussage freut sich die junge Frau auf weitere Begegnungen mit den tapferen Gefährten.
- Aus den Aufzeichnungen eines anonymen Chronisten der Kirche des Aves
Spielabende: 7
(Basierend auf dem offiziellen Abenteuer: Der Kuss der Vergeltung (Aventurischer Bote 163)
Belohnung: 200 AP
Onkel Kahin:
Zwischenfinale: Verdorbene Gedanken und ihr blutiges Ende
Seit dem frühen Ingerimm folge ich nun den Gefährten auf ihren Reisen, notiere beflissentlich die Heldentaten, welche diese im Geiste meines Herrn Aves
bestehen und berichte getreulich über die Herausforderungen, welche die Gefährten überwinden müssen. Nun, am letzten Tag des Jahres, treffe ich das
erste Mal auf die Gefährten und konnte erfahren, dass die "Rattenhexe", die Ketzerin Trabine aus Nadoret, von ihnen erschlagen wurde. Mögen die Götter
dies loben und dereinst auf Rethon in die Waagschale werfen. Dies ergab sich wie folgend:
Auf Bitte der guten Wirten des "Ewigen Schmiedefeuers" nahe Xorlosch machten sich die Gefährten auf, einige Habseligkeiten und Proviant für die dunklen
Tage in den kleinen Bergweiler Alrikshag zu bringen. Die Reise, vor allem so kurz vor dem Reiningungsfest und den Namenlosen Tagen, war doch recht spät
im Jahr und stellte die Gefährten vor einen deutlichen Zeitdruck. Man entschied sich deswegen, Meister Schorlosch als Unterhändler in der Siedlung vor der
alten Zwergenstadt zu lassen, während die restlichen Gefährten eilig aufbrachen.
Dank des Segens meines Herrn Aves und der Güte der liebenden Herrin Rahja, ließ das Wetter ein schnelles Vorankommen zu. In Alrikshag angekommen,
konnten die Gefährten schnell Müller Mehlteuer ausfindig machen und diesem die Waren der Wirtsfrau übergeben. Von den Alrikshagern erfuhren die Gefährten
von seltsamen Zwischenfallen, welche sich seit etwa einem Jahr ereignen. So verstarb vor einem Jahr die alte Traviageweihte des Dorfes an einem Herzschlag,
als sie im Dorfteich baden gehen wollte. Vor einigen Wochen war dann auf tragische Art und Weise einer der Großbauern des Dorfes, welcher seinen Hof auch
als Gaststube für Reisende geöffnet hatte und so als Wirt des Ortes fungierte, von seinem sonst treuen und friedlichen Hofhund zerfleischt worden. Ein ganz und
gar schrecklicher Zwischenfall, welcher das Dorf im Schock zurückließ. Vor einer Woche, am 20. Tag des Rahjamondes war die Gemahlin des Müllers bei einem
plötzlich auftauchenden Sturm von einem Baum erschlagen worden. Niemand hatte den Sturm kommen sehen und so entstanden die ersten Gerüchte, dass es
hier wohl nicht mit rechten Dingen zugehen sollte. Goblins, Orks, finstere Feen und Dämonen waren in den Gesprächen über die Fälle allgegenwärtig. Sogar,
dass es sich bei der Familie der Müllersfrau, welch wohl über Umwege mit dem Wirt verwandt gewesen sein soll, sich um eine Familie von Feenbündler handelte,
welche nun in den Streit zwischen zwei mächtigen Feen geraten sind, wurde getuschelt. Vor allem kamen diese Gerüchte auf, nachdem vor etwa einer Woche die
Tochter selbigen Müllers spurlos im Wald verschwunden war. Auch Stunden der Suche, teils mit den Hofhunden des Dorfes, ergaben keine Spuren.
Von den Gerüchten und ihren bisherigen Erlebnissen alarmiert, machten sich die Gefährten auf die Suche, fanden auf nur die alte Kräuterfrau des Dorfes, welche
eng mit den Tieren und Pflanzen des Waldes verbunden zu sein schien. Diese bat die Tiere des Waldes um Hilfe, welche jedoch nur von dem tapferen Rotkehlchen
Kasimir geleistet wurde. Unter der Führung des tapferen Rotkehlchens machten sich die Gefährten abermals auf die Suche, fanden so tatsächlich einige Höhlen,
aber auch die Überreste einer einst mächtigen und wohl magischen Eiche, welche von den Kreaturen des 13. Gottes geschändet worden war. Ein blutiger und
tödlicher Kampf zwischen den Gefährten, einigen Rattenchimären der Rattenhexe, Wolfsratten und einigen ketzerischen Kultisten entbrannte, bei dem die Helden
den Widerstand blutig niederschlagen konnte. Dies rief nun endlich die Anführerin der Kultisten auf den Plan, bei welcher es sich tatsächlich um die seit Monaten
gejagte Trabine handelte. Diese, wohl noch nicht ihre Seele vollends an das Rattenkind verkauft, verfügte dennoch schon über finstere Gaben, die ihr ketzerischer
Meister ihr gewährt haben musste. In schwarzen, öligen Flammen hüllte sie die tapfere Larja von Winhall ein, während Krongardistin Elida zuvor im Kampf gegen
einen der Rattlinge zu Boden gegangen war. Die junge Zauberin Linje, hatte Elida zwar von der Schwelle des Todes retten können, doch im Kampf gegen die dunkle
Hexe musste Elida sich dennoch nicht beteiligen. Stattdessen war es Felian, welchem es mit seinem Gauklerkünsten gelang, der Hexe den Rückweg abzuschneiden
und sie so in den Kampf zu zwingen. Gegen die Übermacht aus der verwundeten Larja, einer entschlossenen Linje und einem längst nicht mehr wehrlosen Felian
konnte die Rattenhexe nicht bestehen. Mit einem finalen Stoß durchbohrte der junge Halbelf das Herz der Rattenhexe mit seiner magischen Klinge, befreite die Welt
somit endlich nach den Monaten der Jagd von der ketzerischen Anhängerin des Rattenkindes. Trauriger Verlust war jedoch, dass das Rotkehlchen Kasimir sich in
eine der schwarzen Flammen der Rattenhexe stürzte, um so die ihm von der Kräuterfrau anempfohlenen Larja vor dem sicheren Tod zu retten. Vor allem die junge
Elida aus Nosria trug schwer an dem Tod des heldenhaften Rotkehlchens. Nur eine einzelne Schwanzfeder war geblieben, welche Elida fortan als Andenken an den
stolzen Helden von Alrikshag bei sich tragen wollte.
In den nahen Höhlen konnten die Gefährten dann auch die gefesselte und sichtlich geschundene und verängstigte Leudara finden. Diese wusste zu erzählen, dass
die Rattenhexe dem Namenlosen in den dunklen Tagen ihr Herz hatte opfern wollen, um so die finstere Weihe des Rattenkindes zu empfangen. Dass es sich somit
trotz der finsteren Fähigkeiten bei der Rattenhexe nur um eine Fanatikerin, nicht aber geweihte Dienerin des Rattenkindes gehandelt hatte, ließ die Gefährten mit
Sorgen in die Zukunft blicken. Für den Moment galt es aber, den Sieg zu feiern und noch vor Ablauf des Tages in die Siedlung vor der stolzen Zwergenstadt Xorlosch
zurückzukehren. Da es die Helden auf dem Weg gen Windhag nochmals durch Alrikshag führen könnte, verschob man etwaige Dankesfestmähler auf die Zeit nach
den dunklen Tagen.
Zurück in der Siedlung vor Xorlosch konnten die Helden gerade noch Zeuge werden, wie zum Höhepunkt des Jahresscheidfestes die Sternschnuppenscheiben in die
Täler geschleudert wurden. Hierfür wurden Holzscheiben in der Glut der Schmieden zum Glühen gebracht, ehe sie an langen Stöcken über Holzschanzen in die Tiefe
der Täler und Berghänge geschleudert wurden. Dem, dessen Scheibe am weitesten flog, solle im neuen Jahr Glück und Erfolg in der Liebe bescheiden sein. So geht
zumindest die Erzählung, welche sich die Zwerge in den Ingrakuppen über diesen Brauch erzählen. Die junge Zauberin Linje vom Nebelturm sah diese fliegenden und
im Tannendickicht niedergehenden "Sternschnuppen" mit gemischten Gefühlen.
Ich schließe mit diesem Bericht mein Jahr und bereite mich auf die dunklen Tage vor. Mögen die Zwölfe allen Sterblichen beistehen und sie sicher durch die nächsten
Tage führen. Gelobt seien die Zwölfe, mein Herrn Aves und seine halbgöttlichen Geschwister. Es sei!
- Aus den Aufzeichnungen eines anonymen Chronisten der Kirche des Aves
Spielabende: 4
Belohnung: 150 AP
(Basierend auf dem offiziellen Abenteuer: Er, der keinen Namen hat (Aventurischer Bote 112)
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