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Autor Thema: Heldenerschaffung oder "Er ist halt etwas durchgeknallt"  (Gelesen 2712 mal)

dx1

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  • 19. Juli 2021, 21:26:10
Re: Heldenerschaffung oder "Er ist halt etwas durchgeknallt"
« Antwort #15 am: 19. Juli 2021, 21:26:10 »

Wenn ich bald mal etwas Zeit finde, antworte ich meinem jungen unerfahrenen Ich aus der Vergangenheit etwas ausführlicher ;)
Oh ja, bitte! :D
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Lule

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  • 19. Juli 2021, 22:47:51
Re: Heldenerschaffung oder "Er ist halt etwas durchgeknallt"
« Antwort #16 am: 19. Juli 2021, 22:47:51 »

Wenn ich bald mal etwas Zeit finde, antworte ich meinem jungen unerfahrenen Ich aus der Vergangenheit etwas ausführlicher ;)

Ich fände das auch sehr spannend.
« Letzte Änderung: 20. Juli 2021, 15:53:01 von Lule »
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Salandrion

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  • 20. Juli 2021, 07:57:09
Re: Heldenerschaffung oder "Er ist halt etwas durchgeknallt"
« Antwort #17 am: 20. Juli 2021, 07:57:09 »

Woah. Fast 14 Jahre später.
(...)
Wenn ich bald mal etwas Zeit finde, antworte ich meinem jungen unerfahrenen Ich aus der Vergangenheit etwas ausführlicher ;)

Hab gerade mal meine damaligen Aussagen überflogen und denk auch drüber nach, darauf mal zu antworten.  :thumbsup:
Vielleicht sind ja noch mehr der "alten Häsinnen" hier?  ::)



Spontan fällt mir dazu schon mal ein, dass DSA und Aventurien einfach sehr viel Spielstile zu bedienen versuchen, insbesondere "Alltags"-Realismus und epische Märchengeschichten, die nunmal von der Grundprämisse nicht wirklich zusammen passen.

Gebeutelte Menschen aus einem düsteren "Game of Thrones" oder "Witcher"-Setting, in dem Albträume und Sorgen sie auffressen, in dem es um Entscheidungen und Drama geht... 
prallen dann zusammen in "Steampunk-Städten" oder "Tausend und einer Nacht-Märchenbasaren", die so absurd anders für sie sind, dass auch Gerald von Riva oder Arya Stark dort kaum klarkommen würde.

Oder die ganz am Anfang genannten Kampagen, die meistens "die größten Helden Aventuriens" erfordern (mit wenigen, nicht wirklich starken Nachteilen, sie orientieren sich eben an Märchen und Heldensagen).
D&D oder Pathfinder setzen das anders um, dort sind die Helden ganz besondere auserwählte Personen. Nachteile gibts eigentlich kaum oder garnicht.
In DSA aber sollen "Helden" immernoch Menschen sein, selbst "im Heldenmode" sind sie nicht so viel mächtiger als die Räuberbande, die sie Nachts überfällt. Drei Goblins können dem meisterlichen Ritter arg zusetzen.

DSA geht hier immer wieder und wieder Kompromisse ein, um möglichst alles möglich zu machen, aber dadurch verliert es auch seinen Fokus.
In der Rollenspieltheorie sagt man auch, dass Systeme bestimmte Spielstile fördern und andere eben eher nicht. DSA scheint alles fördern zu wollen, aber nichts so richtig gut zu unterstüttzen.

So scheint es mir, dass viele der Grundprobleme auch durch "Missverständnisse" aufkommen, was denn für Szenen und Abenteuer gespielt werden.
Effektiv müsste man vermutlich, wie in anderen Systemen völlig üblich, für jede Kampagne konkrete angepasste und zugeschnittene Charaktere erschaffen.  ::) 
(genau wie man für viele der epischen kampagnen Regeln abändern sollte und viele Dinge, die dort vorkommen, im "offiziellen Alltagsaventurien" nichts verloren haben)
« Letzte Änderung: 20. Juli 2021, 08:20:49 von Salandrion »
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Seltsam

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  • 20. Juli 2021, 11:11:42
Re: Heldenerschaffung oder "Er ist halt etwas durchgeknallt"
« Antwort #18 am: 20. Juli 2021, 11:11:42 »

Ich merke, dass sich dazu endlos viel schreiben ließe.

Bei einer Sache bin ich mir ganz sicher:

Ich würde immer immer immer abraten, Konflikte innerhalb des Spiels zu lösen, wie manche das vorgeschlagen haben. Das steht in erstaunlich vielen Publikationen so und erstaunlich viele Spieler/Leiter halten das für schlau. Ich für mein Teil würde mich erstens als Spieler ver...scht fühlen, wenn ein Spielleiter meinen Char akzeptiert, mich dann aber die ganze Zeit nervt und vorführt. Da soll er mir vorher sagen, dass der Char nicht passt, dann spiel ich den gar nicht erst. Und als SL opfert man zweitens wertvolle Zeit, die man mit einer spannenden Szene füllen könnte, für stimmungstötendes Getue. Ein Spieler drängt sich allein auf die Bühne bzw. wird da hingestellt, der Plot wird erst Nebensache und dann vergessen, die Stimmung ändert sich so langsam zum Slapstick...Klassiker. Und, drittens und schlimmstens, als Mitspieler hab ich kein Bock, SL und einem Mitspieler bei Machtspielchen zuzuhören. Das sollen die außerhalb des Spiels klären und mich dazu holen, wenn sie mit ihren Problemen fertig sind.

Nach ungefähr 35 Jahren Rollenspiel habe ich die Theorie immer wieder gehört, kenne aber aus der Praxis kein Beispiel, bei dem sinnvoll was rausgekommen wäre.

Das grundsätzliche Problem ist klar im Gruppenvertrag angesiedelt. Man muss sich vorher bewusst machen, was man spielen will und wie man spielen will, und dann eine Einigung finden. Probleme können dabei in einer Myriade von Einzelpunkten entstehen. Auslegung und Einsatz von DSA-Regeln, Powergaming, wie funktioniert Charakterspiel eigenglich, was soll der SL verbieten und was nicht, usw. usw. Einige Unterpunkte sind mir noch deutlich ins Auge gesprungen, da schreib ich später vielleicht noch was dazu.


Jedenfalls kommt es mir lustig vor, dass ich damals offenbar nicht das Problem gesehen habe, dass es keinen bestehenden Gruppenvertrag bei einer Probegruppe mit Laufpublikum aus dem Internet gibt, und ich wohl dachte, alle denken von allein so ähnlich wie ich. Richtig war immerhin die Idee, sich Entwürfe von Helden anzusehen und schon daraus abzuleiten, ob das Zusammenspiel überhaupt im Ansatz Sinn macht oder nicht.
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