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Autor Thema: Interesse an Talkrunde? oder "Ist Storytelling mehr als nur ein Spiel?"  (Gelesen 631 mal)

Salandrion

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  • 08. Juli 2021, 10:39:55

Heyho, liebe Menschen!
Ich bin der Sala / Johannes, viele von euch kennen mich vermutlich und möchte euch zu einem Experiment einladen bzw. euch erstmal Fragen, ob daran interesse besteht, aber fangen wir vorne an!

Neben dem Rollen-Spielen und Spielleiten bin ich nun seit vielen Jahren auch Klima-, Bildungs- und Zukunfts- Aktivist und komme immer wieder mit "Storytelling" in Kampagnen und Politik in Kontakt.
Außerdem bin ich großer Film- und Serien-Fan / -Junkie und interessiere mich auch in disem Bereich sehr für die Art und Weise des Drehbuchschreibens und Story-Erzählens, des Mitreißens und der emotionalen Themenvermittlung.
In den letztem Wochen hab ich mich zudem mehr mit Rollenspieltheorie beschäftigt und mehr und mehr verstanden, dass die Fragen "Warum spielen wir eigentlich?" und "Was genau macht uns Spaß?" super spannend sind
und auch gar nicht so wenig mit dem Aktivismus, der Politik und dem Verändern unseren echten Welt zusammn hängen!

Nun will ich damit nicht weiter in meiner kleinen Bubble bleiben, sondern gerne mit euch darüber reden! Wo ist Rollenspiel und insbesondere Geschichten erzählen / storytelling mehr als nur ein Spiel und inwiefern brauchen wir dass sogar, um unsere Zukunft aktiv zu gestalten und nicht nur im Spiel, sondenr auch in der Wirklichkeit etwas zu verändern?!
Haben wir als RollenspielerInnen gar die Skills, die unsere Politik, Bildungs- und Umweltbewegung ganz drinend brauchen?!

Habt ihr Interesse, Zeit und Lust, dazu eine Talkrunde mitzumachen? Vielleicht wird was regelmäßiges raus, erstmal würde ich Grundsätzlich zu dem Thema quatschen wollen  :thumbsup:
Oder findet ihr das doof, viel zu "Real" und habt so garkein Bock auf sowas? Vielleicht geht es gar in die Richtung von "zu politisch" und sollte nix auf der zwinge zu suchen haben?

Kurzfassung: Bock auf ne Talkrunde zu Storytelling (auch) außerhalb vom Rollenspiel, um die Welt besser zu machen? Ja, Nein, Vielleicht?


Liebe Grüße, Sala/Johannes
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Ravno

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  • 08. Juli 2021, 11:10:03

Ich sehe das kritisch meine reale politische Meinung im Rollenspiel zu vermitteln. Natürlich habe ich als Sl die Möglichkeit das zu tun aber halte es für falsch.

Mein Spielfiguren haben häufig drastisch andere Meinungen als ich selber, diese werden dann auch aktiv in der gemeinsamen Fiktion dargestellt. Was mir auch schon übel genommen wurde.

Klare Trennung zwischen Spielinhalten und realer Welt ist zwingend erforderlich für uns alle.
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Flammraijl

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  • 08. Juli 2021, 11:32:17

Ich sehe das kritisch meine reale politische Meinung im Rollenspiel zu vermitteln. Natürlich habe ich als Sl die Möglichkeit das zu tun aber halte es für falsch.

Mein Spielfiguren haben häufig drastisch andere Meinungen als ich selber, diese werden dann auch aktiv in der gemeinsamen Fiktion dargestellt. Was mir auch schon übel genommen wurde.

Klare Trennung zwischen Spielinhalten und realer Welt ist zwingend erforderlich für uns alle.

Da kann ich Ravno nur zustimmen.
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Leiter einer zunächst im wöchentlichen, heute monatlichen Intervall stattfindenden Maßnahme zur Teambildung, deren Schwerpunkt auf Problemanalyse, taktischem Vorgehen und Kommunikation in Krisensituationen liegt.
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Nin

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  • 08. Juli 2021, 12:09:28

Klare Trennung zwischen Spielinhalten und realer Welt ist zwingend erforderlich für uns alle.

Für mich kommt auf das Genre / Setting an.
Ich hätte keine Lust die World of Darkness ohne Bezug zur realen Welt zu bespielen. Da ist es für mich das Salz in der Suppe.
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dx1

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  • 08. Juli 2021, 12:28:55

Ich bin total gern anderer Meinung, nicht nur im Rollenspiel, sondern auch in realen Diskussionen – jetzt hier, in anderen Foren, am Mittagstisch … Dabei ist das nicht immer unbedingt vollständig mein wahrer Standpunkt, den ich vertrete. Natürlich gibt es da auch für mich Grenzen, aber nichts ist langweiliger, als wenn alle Beteiligten in einem Gespräch oder einer Diskussion der selben Meinung sind. Beim heftigen Nicken und sich gegenseitig bestätigen lernt niemand was.

Auf Spiele bezogen fällt mir direkt Microscope ein und ein weiteres, dessen Name mir entfallen ist (find ich noch), wo man das "was wäre, wenn?" einer Gesellschaft, die auf irgend eine Weise einem starken Umbruch begegnet, im Spiel ergründen kann. Dazu die Thorny Games Dialect und Sign, die von Sprache handeln und was Sprache ermöglicht, bzw. auch verhindert. Oder Mars Colony für zwei Spieler, "a game custom built to explore the cult-of-personality present in modern-day politics".

Überhaupt halte ich persönlich, also so ganz als meine Meinung, für die ich keine Belege gesammelt habe (bin ja kein Akademiker), Rollenspiel für die Fortsetzung des evolutionären Vorteils "Sprache entwickeln", bzw. "Erfindung der Schrift"), welche die Gedanken von Menschen über den Tod hinaus am Leben hält. Stephen King bezeichnet Schrift gar als Magie, als Telepathie, aus seinem Kopf in die Köpfe der Leserinnen und Leser.

Jedenfalls gaben den frühesten Menschen die (abstrakte) Sprache und damit verbunden die Vorstellungskraft die Möglichkeit, nicht mehr länger nur aus den eigenen Fehlern zu lernen, sowie aus den selbst miterlebten Fehlern, die andere in ihrer Gegenwart machten, sondern auch aus den Schilderungen von Zeugen, dann durch Weitergabe dieser Informationen bis schließlich durch Hörensagen und Kreativität warnende Geschichten und Heldensagen entstanden waren – genauso wurden ja auch eindrucksvolle, neue Methoden und Taten weitererzählt.

Rollenspiel und Storytelling-Games sind für mich in der Ausprägung, wie sie u.a. oben genannte Spiele bieten, der bisherige Gipfel: Gedankenexperimente als geregeltes, manchmal ritualisiertes Gespräch. Lernen, ohne dass auch nur eine/r der Anwesenden dabei war, weil nichts in der Geschichte tatsächlich passiert ist.

Noch ein Edit, wegen "realer Meinung am Spieltisch": Wenn ich Interessierten das Hobby vorstelle, sage ich immer vor Spielbeginn, dass sie nicht versuchen sollen, aus dem, was während des Spiels gesagt wird, auf Charakter oder Ansichten der Mitspieler und Mitspielerinnen zu schließen. Rollenspiel ist Dinge auszuprobieren, die man in Wahrheit nicht tun würde, teils "tut man schlimme Dinge" _weil_ man mit negativen Konsequenzen rechnet und das Drama erleben möchte.
« Letzte Änderung: 08. Juli 2021, 12:39:53 von dx1 »
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Sensei

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  • 08. Juli 2021, 12:34:25

Also ein Gespräch zu Tools und Techniken fürs storytelling im Gegensatz zu mathematischem Denken für Realitätssimulation über Würfel würde mich schon interessieren.
Ob Rollenspieler/Spielleiter die besseren Politiker und Manager wären dagegen eher nicht.
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Salandrion

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  • 08. Juli 2021, 12:54:42

Ich sehe das kritisch meine reale politische Meinung im Rollenspiel zu vermitteln. Natürlich habe ich als Sl die Möglichkeit das zu tun aber halte es für falsch.

Mein Spielfiguren haben häufig drastisch andere Meinungen als ich selber, diese werden dann auch aktiv in der gemeinsamen Fiktion dargestellt. Was mir auch schon übel genommen wurde.

Klare Trennung zwischen Spielinhalten und realer Welt ist zwingend erforderlich für uns alle.
(und auch @ Flammraijl)

Mir gehts in disem Fall garnicht um "Politik im Rollenspiel", sondern genau ums Gegenteil: Rollenspiel in der Politik!  ::)

Wobei ich bei deiner Überlegung relevant finde, inwiefern es überhaupt möglich ist, Spielinhalte und "reale Welt" völlig zu trennen.
Denn deine Überzeugungen, Freiheiten, Wünsche und eben auch politischen Anschten prägen dich ja als Mensch, und so auch beim Rollenspielen!
Ich bin mir da also ziemlich sicher, das deine Grundprämisse falsch und unmöglich ist. (Und entsprechend die Reflektion darüber das Relevante ist)
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Salandrion

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  • 08. Juli 2021, 12:59:29

Zitat
Noch ein Edit, wegen "realer Meinung am Spieltisch": Wenn ich Interessierten das Hobby vorstelle, sage ich immer vor Spielbeginn, dass sie nicht versuchen sollen, aus dem, was während des Spiels gesagt wird, auf Charakter oder Ansichten der Mitspieler und Mitspielerinnen zu schließen. Rollenspiel ist Dinge auszuprobieren, die man in Wahrheit nicht tun würde, teils "tut man schlimme Dinge" _weil_ man mit negativen Konsequenzen rechnet und das Drama erleben möchte.

Die Überlegung Finde ich serh spannend, und genau mit diesem Wissen, dass menschen Dinge ausprobieren, die sie in Wahrheit nicht tun würden, verraten sie ja vieles über sich selber und zeigen sich.
Klar kann man nicht plakativ sagen, dass diejenige jetzt so oder so ist, weil sie im Rollenspiel dieses oder jenes getan hat.
Aber doch sagt es was über uns als RollenspielerInnen aus, dass wir bestimmte DInge ausprobieren... oder eben auch nicht!

Den Aspekt finde ich schon sehr Spannend, möchte hier ber nochmal betonen, dass dies nicht meine Grundprämisse war...
so wollte ich über "Rollenspiel und Story-Telling in der realen Welt" reden
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  • 08. Juli 2021, 13:24:31

Dann hab ich Doch wirklich falsch verstanden.

Rollenspiel findet in der Realität statt, naja, im Solipsismus wohl nicht. ;D Weisungsberechtigte und Weisungsgebundene spielen jeweils ihre Rolle, Betriebsräte und Vorstände spielen in Konflikten ihre Rolle, beim nächsten Betriebsausflug tauscht man sich bei Currywurst und Bier über völlig unbetriebliche Dinge aus, tagsüber macht der Hauptgefreite dem Herrn Oberfeldwebel förmlich Meldung, abends auf der Bowlingbahn duzt man sich. Ich kenne durchsetzungsdtarke ehemalige Betriebsratsvorsitzende, die nach zehn Jahren oder so Niederlassungsleitung waren und dort ihre Rolle spielten, usw. Die "Bundesverkehrsministerin" von gestern ist heute leitet heute das Finanzressort und morgen macht sie Bildung. Manch einer sitzt jahrelang regelmäßig in Unterhaltungssendungen und macht Werbung für Filme, an denen er mitgewirkt hat und eines Tages stellt er sein Sachbuch zum Thema hastenichtgesehen vor. Brian May hat seine Dissertation 32 Jahre ruhen lassen und dann doch noch seinen Doktortitel in Astrophysik erhalten.

Menschen spielen nicht ihr ganzes Leben rund um die Uhr die selbe Rolle. Den Teil fänd ich nicht interessant.

Was Du mit "Storytelling in Kampagnen und Politik" meinst, erkläre doch mal bitte genauer. Ist das Kommunikationsstrategie mit Framing und dergleichen?
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Nin

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  • 08. Juli 2021, 13:52:04

Mir gehts in disem Fall garnicht um "Politik im Rollenspiel", sondern genau ums Gegenteil: Rollenspiel in der Politik!  ::)

Ah, okay, hatte ich falsch verstanden.
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  • 08. Juli 2021, 14:58:07

Hey Das klingt eigentlich ganz nett :)

Schnapp dir doch das [DZComTalk]-Format und mach was draus wenn du willst :)
Ist ja quasi von der Community für die Community... und ich komme leider momentan nicht dazu langfristig genug ein weiteren Termin zu setzen :(

Aber wenn du magst, nutz es doch
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Salandrion

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  • 08. Juli 2021, 17:33:01

Was Du mit "Storytelling in Kampagnen und Politik" meinst, erkläre doch mal bitte genauer. Ist das Kommunikationsstrategie mit Framing und dergleichen?

Joar, als Kommunikationsstrategie, aber auch als Utopie und Ziel-Kommunkation kenne ich es, sowohl intern für das Team (oder das Projekt / die Partei) als auch extern für die WählerInnen / Zielgruppe.
Oder auch Negativ als Storytelling der Dystopie der "Anderen", wobei das meiner Erfahrung nach ganz anders und meistens schlechter ankommt.
Inbesondere die Umweltbewegung tut sich sehr schwer mit positiven Utopien, statt Dystiopien einer vernichteten Lebensgrundlage zu zeichnen, was es aber auch wieder schwer macht, "MitspielerInnen" zu finden ;)

So genau abgegrent ist der Begriff aber meiner Erfarhung nach nicht und ich fände die Diskussion dazu spannend, inwiefern es Vergleichbar mit dem Geschichtenschreiben aus unserem P&P ist.
So schreiben wir ja auch Ziele, oft Utopien, für unsere Welten und Charaktere fest, ob sie jetzt reich und berühlt, mächtig oder einfach glücklich werden wollen.   :thumbsup:

Hab auch schon überlegt, das Talk-Format zu nehmen, bin mir da aber unsicher, weil dieses Thema schon weiter weg von unserer "internen" Rollenspielerfahrung ist und gleichzeitig auch klar Richtung "Tabu-Thema Politik" geht?

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  • 08. Juli 2021, 21:09:47

Heyho, liebe Menschen!

Habt ihr Interesse, Zeit und Lust, dazu eine Talkrunde mitzumachen? Vielleicht wird was regelmäßiges raus, erstmal würde ich Grundsätzlich zu dem Thema quatschen wollen  :thumbsup:
Oder findet ihr das doof, viel zu "Real" und habt so garkein Bock auf sowas? Vielleicht geht es gar in die Richtung von "zu politisch" und sollte nix auf der zwinge zu suchen haben?

Kurzfassung: Bock auf ne Talkrunde zu Storytelling (auch) außerhalb vom Rollenspiel, um die Welt besser zu machen? Ja, Nein, Vielleicht?


Liebe Grüße, Sala/Johannes

Kurzfassung: Habe Bock auf so 'ne Talkrunde zu Storytelling (auch) außerhalb vom Rollenspiel ;D

Da ich mich Studientechnisch etwas in diese Richtung bewege, wäre ich an einem Austausch wirklich interessiert :) Gib mir doch gerne Bescheid.
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  • 08. Juli 2021, 22:53:04

Nice! Dann lass da was machen ;)  :thumbsup:
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Galago

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  • 09. Juli 2021, 11:54:09

Ich sehe das kritisch meine reale politische Meinung im Rollenspiel zu vermitteln. Natürlich habe ich als Sl die Möglichkeit das zu tun aber halte es für falsch.

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Das würde ich so pauschal nicht unterschreiben. Natürlich wäre es fraglich, wenn eine Rollenspielrunde dazu genutzt würde um parteipolitisch Positionen zu bewerben.

Aber für Rollenspiele verhält es sich für mich ähnlich wie mit Literatur oder Filmen: Fantasy, SciFi, etc. sind besonders dann spannend, wenn sie grundlegende Fragen aufwerfen, die es erlauben auch reale Themen zu reflektieren. Und das alleine ist schon in einem gewissen Sinne "politisch". Das mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl umzusetzen ohne daß es wie eine Predigt oder einfach nur dünner Anstrich für einen Standard Hack'N Slay Plot wirkt ist natürlich keine leichte Aufgabe und kann sehr schnell schief gehen. Und genauso gut muss natürlich auch nicht jedes gute Abenteuer einen in eine existenzielle Sinnsuche führen.

Für meinen Teil versuche ich zumindest als Spieler und Spielleiter reflektiert in meine Runden zu gehen und nicht auf der Meta-Ebene noch problematische Themen/Ansichten zu reproduzieren. Wenn ich als SL Rassismus oder Sexismus in meiner Welt einbringe, etwa durch bestimmte Charaktere, ist das natürlich legitim und Teil einer komplexen und diversen Spielwelt.  Aber dann habe ich auch die Verantwortung dem Ganzen ein Umfeld zu geben, dass nicht dazu führt, dass diese Dinge verharmlost oder im schlimmstenfall als Salonfähig dargestellt werden. Denn damit ist man automatisch im politischen (Der Rassismus des Zwergs gegen den Ork mag weniger realweltlich relevant sein als Rassismus in einem 20ziger Jahre Setting, aber die unterliegende Botschaft bleibt womöglich die selbe).

Tl;Dr: politische Themen im Rollenspiel sind nicht immer leicht und sollten natürlich keine Parteipolitik oder ähnliches beinhalten. Aber es kann sehr spannend sein, zugrunde liegende Fragen in Rollenspielen aufzugreifen.
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