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Autor Thema: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel  (Gelesen 15406 mal)

tomtom

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  • 25. Januar 2015, 11:15:28
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #30 am: 25. Januar 2015, 11:15:28 »

Wenn die Bogenschützen aufgewertet werden, kann man ja gleich die anderen Waffenarten nachziehen. Nach einem durchschnittlichen Dolchtreffer sind Menschen kampfunfähig, selbst wenn es "nur" eine Beinwunde ist... von Schwerttreffern ganz zu schweigen etc.

Da muß man halt wissen, welche Mischung aus Simulation und Cineastik man möchte.

Genau und in manchen Rollespielsystemen ist das ja auch sehr gut abgebildet: In Rolemaster sind Hitpoints ja nur für kleine Verletzungen, gestorben wird an den sehr wahrscheinlichen kritischen Treffern.

Sehr "realistisch" ist z.B. auch das Kampfsystem in RuneQuest 6: Realtiv wenige Hitpoints auf Trefferzonen verteilt. Und wenn man "gut trifft" (Gewinn des Skillchecks), dann kann man weitere Verletzungen herbeiführen (z.B. erzeugt der Beintreffer dann eine Blutung oder das Bein ist nicht mehr belastbar). Der Kampf ist da oft nach ein bis zwei Treffern zu Ende. Alleine gegen mehrere einigermaßen kompetente Gegner: Tödlich. Schild: Ausgesprochen nützlich.

Mir ist es zu "realistisch". Falls jemand aber auf tödlichen Realismus steht, kann er sich das Kampsystem ja mal angucken (die RQ6 Essentials gibt es als freien Download).
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Arcos Stormblade

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  • 25. Januar 2015, 11:25:26
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #31 am: 25. Januar 2015, 11:25:26 »


Beintreffer ist nicht Beintreffer. Eine oberflächliche Wunde oder ein einfacher Schnitt ist da nicht das Problem. Aber eine tiefe Wunde zertrennt Muskeln oder gar Arterie. Das ist dann weniger gut :P

Natürlich, auf lange Sicht wäre das Bein auch für ne ganze weile unbrauchbar (je nachdem ob Nerven verletzt worden auch komplett). Die Arterien und vor allem die motorischen Nerven liegen aber nicht unbedingt zugänglich (die sensiblen schon, aber die braucht man ja erstmal nicht im Kampf), und auch wenn die getroffen werden, braucht es bei den Beinarterien dann doch noch ein bisschen bis man verblutet (und wäre ohnehin ein kritischer Treffer meiner Meinung nach). Was die Muskeln angeht, klar kann man einen da treffen, aber ich bezweifle dass du es mit einem Dolch schaffst alle wichtigen Muskeln auf einmal zu treffen (einen einzelnen Muskel auszuschalten wäre eine Beinwunde, wodurch man schon Einschränkungen hat), sodass man den Ausfall des einen nicht mehr mit anderen kompensieren kann. Letztendlich kann man auch noch kniened oder im liegen weiter kämpfen.

Dazu muss man bei dem Schaden eines Dolches, wenn es kein kritischer Treffer ist, eigentlich davon ausgehen dass es eher ein Streifschnitt war, bzw. nicht genug Wucht dahinter war um soviel Gewebe zu verletzten (ich bin ohnehin der Meinung dass die TP die letztendlich ja auch erwürfelt werden vor allem aussagen ob ich gerade eine gute Stelle getroffen habe oder eben eher keine so vulnerable Stelle - ein Dolch der 7 TP an einem ungerüsteten zufügt kann ja durchaus schon eine Wunde anrichten, einer mit 2 TP eher weniger - das sind dann wohl auch die unterscheidungen zwischen Treffer im Muskel oder Treffer auf der Oberfläche)

Prinzipiell stört mich aber bei DSA eher, dass es entweder Treffer oder keiner ist, da müsste es etwas dazwischen geben was TP/2 Schaden anrichtet, weil man unvollständig pariert und eben doch noch was abbekommt, was dann schaden zufügt wenn man keine Rüstung trägt. Dazu ist natürlich auch die immense Regenerationsgeschwindigkeit mehr als unrealistisch - wenn ich aus dem 10 Stock springe, laufe ich 1 Woche später nicht schon wieder Marathon :D
« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 11:33:50 von Arcos Stormblade »
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Saalko

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  • 25. Januar 2015, 11:44:34
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #32 am: 25. Januar 2015, 11:44:34 »

Ich finde in Midgard ist das sehr gut gelöst.
Man hat Lebenspunkte und Ausdauerpunkte.

Der Gegner schlägt zu und trifft (ein Ergebnis über 20) ->
Man weicht aus -> schafft Zielwert von 20 -> Ausdauerpunkteverlust
Man weicht nicht aus -> schafft nicht die 20 -> schwerer Treffer, Lebenspuntkeverlust (abzüglich Rüstungspunkte) und Verlust an Ausdauerpunkten.

Lebenspunkte regenerieren sich verdammt langsam.
Ausdauerpunkte sind relativ fix wieder da. Magier und Priester haben kein mana sondern müssen ihre Ausdauer für Zauber nutzen.

Das führt dazu, dass Kämpfe recht fix vorbei sind, ungerüstete Kämpfer verlieren viele Lebenspunkte und brauchen ewig eh sie sich erhohlt haben.
Kämpfer in schweren Rüstungen sind auch schnell ausgeschaltet. ABER da sie ihre Lebenspunkte nicht so schnell verlieren, sind sie am nächsten Tag wieder kampfbereit.

Kämpfe sind eben Kräftezehrend, genauso wie Zauber wirken.
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War mein Fehler....Saalko und Toolan haben natürlich recht...

Arcos Stormblade

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  • 25. Januar 2015, 11:56:14
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #33 am: 25. Januar 2015, 11:56:14 »

Ich finde in Midgard ist das sehr gut gelöst.
Man hat Lebenspunkte und Ausdauerpunkte.

Der Gegner schlägt zu und trifft (ein Ergebnis über 20) ->
Man weicht aus -> schafft Zielwert von 20 -> Ausdauerpunkteverlust
Man weicht nicht aus -> schafft nicht die 20 -> schwerer Treffer, Lebenspuntkeverlust (abzüglich Rüstungspunkte) und Verlust an Ausdauerpunkten.

Lebenspunkte regenerieren sich verdammt langsam.
Ausdauerpunkte sind relativ fix wieder da. Magier und Priester haben kein mana sondern müssen ihre Ausdauer für Zauber nutzen.

Das führt dazu, dass Kämpfe recht fix vorbei sind, ungerüstete Kämpfer verlieren viele Lebenspunkte und brauchen ewig eh sie sich erhohlt haben.
Kämpfer in schweren Rüstungen sind auch schnell ausgeschaltet. ABER da sie ihre Lebenspunkte nicht so schnell verlieren, sind sie am nächsten Tag wieder kampfbereit.

Kämpfe sind eben Kräftezehrend, genauso wie Zauber wirken.

Klingt interessant. Aktuell habe ich in meiner DSA Runde dass die Kämpfe zu tödlich sind in den Schlachten, obwohl Schlachten ja eigentlich nicht sooviele Todesfälle sondern eben nur viele Verletzte zutage brachten (bis dann das Schießpulver kam) - da muss man immer verdammt schnell sein damit seine NSC Gegner zurück zu ziehen damit der Verlust auf der Gegnerseite nicht so immens ist :D

Moses

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  • 25. Januar 2015, 12:26:34
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #34 am: 25. Januar 2015, 12:26:34 »

Auch wenn das megacool und gewaltig ausschaut, habe ich mir als natürlicher Zweifler/Hinterfrager meine Gedanken hinzu gemacht. Das Abschiessen des Bogens ist auch nicht so genau gezeigt worden, ob der "Partner" nun voll aufgezogen hat, oder doch vieleicht eher etwas gemütlich. Des Weiteren weiss natürlich nur er und das Filmteam (ausser er macht das über Stativ etc) wieviele Versuche er dafür benötigt hat.

Ich kann mich selber auch gerade nicht erinnern, wie ich mit meinem Bogen geschossen habe, körperseitig oder eben ausserhalb. Von daher, obs nun wirklich alle falsch machen, ich weiss es nicht.

Das er eine extrem schnelle Auflege- Nachladezeit hat ist das echt bemerkenswerte und ich frage mich, was es damit auf sich hat, hat er anstelle einer einzelnen Möglichkeit am Ende des Pfeils einzuspannen, evtl was verändert ? Wie wäre es zB mit 4 kleinen Schlitzen, dadurch wäre die Möglichkeit sehr gross, das man den Pfeil "richtig" erwischt. Denn im Laufen oder Ducken, Ausweichen, müssen sich doch die Pfeile in der Hand etwas verschieben, erst recht im Beispiel mit den 10 Pfeilen.

Moses
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Can

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  • 25. Januar 2015, 20:50:22
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #35 am: 25. Januar 2015, 20:50:22 »

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Ich sehe vllt von außen großartig, brilliant und verdammt männlich aus... Aber innen drin, bin ich auch nur ein kleiner, schüchterner Junge, der nicht zurückgewiesen werden möchte.

Ayou

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  • 25. Januar 2015, 20:57:16
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #36 am: 25. Januar 2015, 20:57:16 »

Everything You know About Archery Is A Lie

http://9gag.tv/p/a503ZA/everything-you-know-about-archery-is-a-lie
Alter genau um das Video gehts in dem Thread hier doch! Ist im Eingangspost verlinkt. Man sollte das Thema schon lesen, bevor man postet.
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Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #37 am: 25. Januar 2015, 22:11:32 »

Der Bursche ist beeindruckend und hat sich seinen Keks zu Weihnachten damit ganz sicher verdient. ABER wie so oft im Leben: etwas richtig oder besser zu machen heisst nicht das es auch cooler aussieht. Ich mag es lieber cineastisch und heldenhaft, zumindest im Rollenspiel.

Man denke nur mal an die richtige Haltung einer E-Gitarre - die sieht auch furchtbar aus (auch wenn sie anatomisch gesünder ist als die Gitarre knapp über den Knien zu halten)  ;D
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Azmaer

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  • 30. Januar 2015, 23:26:33
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #38 am: 30. Januar 2015, 23:26:33 »

Gutes Video. Und auch anschaulich erklärt - Der Typ hat es wohl mal richtig gemacht:
Mal nachgedacht!

Bestimmt erst begeistert vom Bogenschießen, dann in nem Bogenschießkurs (die schießen ja wie Pilze aus dem Boden, verzeiht das Wortspiel) Statisch gestanden und auf statische Ziele abgegeben. Wahrscheinlich noch mit irgendeinem Meditiativen Ansatz vollgesülzt worden und sich dann gedacht: Was hat das hier alles mit dem richtigen Bogenschießen zu tun?
Dann hat er alles über Bord geworfen und selber ausprobiert.... Jahrelange Übung brachte ihn dann zu dieser Fertigkeit mit seinem Bogen. Er hat sich eine Menge von allem abgeschaut.

Was ist denn ein typischer Bogenschütze in einem Fantasy-Rollenspiel?
Jemand der von Klein auf mit dem Bogen geübt hat.
Der Elf der seiner Beute durch die dichten Wälder hinterhergepirscht ist um mit einem Schuß sein Wild zu fällen... Zwischen dichtem Gestrüpp, Baumstämmen und über größere Distanzen zielgenau den Blattschuß setzend. (Elfen haben da wohl manchmal Jahrzehntelange Übung bevor sie auf Abenteuerfahrt gehen...)

Der (ähnlich den Englischen Langbogenschützen des 100jährigen Krieges) militärische Bogenschütze, der mit anderen in einer Einheit dem Feind auf weite Entfernung tödlich genau den Pfeil durch den Schild und in das Kettenhemd schießt. Schnell einen Pfeil nach dem anderen abgebend. Aber durch jahrelange Übung (von Kindesbeinen an) so treffsicher ist das er nur noch auf das Ziel schauen muss (und nicht über "Kimme und Korn" zielen muß) um einem reitenden Ritter in vollem Gallop das Spitze Eisen in den gepanzerten Wanst setzt.

Ich finde es gut solch ein Video hier reinzusetzen. Das beendet vielleicht die ewigen Diskussionen darüber was ein geübter Bogenschütze KANN und was nicht.

Vielleicht setzt mal jemand ein Video hier herein in dem (in bewegten Bildern) gezeigt wird das man mit seiner Plattenrüstung sehr wohl einen Purzelbaum schlagen konnte bzw man auch in voller Gestechrüstung alleine aufs Pferd kam ohne einen Kran bemühen zu müssen.
Die typische Ritterrüstung war nämlich meist auf den Leib "geschmiedet" und darauf ausgelegt bei maximaler Panzerung die größtmögliche Beweglichkeit zu gewährleisten.
Mit irgendeinem in einem Dungeon gefundenen Plattenzeug das auf die Größe und die Statur von ganz jemand anderem angepasst war kann man so etwas natürlich nicht. Und leider auch nicht mit der ererbten Rüstung des adligen Vaters oder der adligen Großmutter....
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Odin promised he would get rid of all the Icegiants.
.....I dont see any Icegiants around here anymore... Do YOU?

Arlen

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  • 30. Januar 2015, 23:57:27
Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
« Antwort #39 am: 30. Januar 2015, 23:57:27 »

Vielleicht setzt mal jemand ein Video hier herein in dem (in bewegten Bildern) gezeigt wird das man mit seiner Plattenrüstung sehr wohl einen Purzelbaum schlagen konnte bzw man auch in voller Gestechrüstung alleine aufs Pferd kam ohne einen Kran bemühen zu müssen.

https://www.youtube.com/watch?v=5hlIUrd7d1Q

https://www.youtube.com/watch?v=WMuNXWFPewg

https://www.youtube.com/watch?v=xm11yAXeegg

https://www.youtube.com/watch?v=y1YEkuWYUKM

bitte sehr ;)
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