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Autor Thema: [DSA] Feuersturm Aventurien (6/6) ((Youtube-Runde))  (Gelesen 41672 mal)

Frostgeneral

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Posaunenhall
« Antwort #135 am: 28. August 2020, 16:08:29 »

Posaunenhall

  Notizen des Eldan Gorbas

Die Villa der Frau Spogelsen stellt sich als ausreichend heraus. Und gemeinsam mit den andern Damen und Herrn nahmen wir unser Frühstück ein.
Doch kaum hatte ich platz genommen und mir das 2 Brötchen bereitgelegt, da stürmt ein Bote ins Zimmer. Die junge Dame kommt wohl im Auftrag der Kaiserin zu uns. Ich habe nur kurz meine Gewänder geglättet und schon ging es los.
Ich hatte eigentlich gehofft ein paar Worte mit Frau Spogelsen zu wechseln, aber die Dame ist abgelenkt. Der junge Hesinde Geweihte macht einen ganz staatlichen Eindruck auf mich. Auch wenn ihn wohl die Eifersucht plagt.
Ich werde einmal mit ihm reden müssen.

Aber wo war ich ja genau. Wir sitzen mit der Kaiserin und einigen Beraten im Palast und es werden weitere Pläne geschmiedet. Der schwarze Drache ist immer noch ein Problem, das sich der Lösung entzieht.
Wir werden wohl uns Verkleiden(Eine schaurige Vorstellung) und uns als Händler ausgeben. Die Substanz, die wir Transportieren werde ich hier nicht erwähnen, aber sie ist schändlich. Wir beschließen, in einigen Tagen nach Rommilys zu reiten.
Von dort aus werden wir weiter reisen. Aber erst besuchen wir noch den Herrn Eisinger. Dieser ist wie gewohnt unhöflich und versteht sich nur auf das Schmieden. Er behauptet gar, dass unser Begleiter Yarlan etwas zugelegt habe. Ich werde, das sollte es bald zu einem Akt Gemälde kommen überprüfen. Isarun möchte ein neues Schwert und Herr Eisinger, treu seinem Ruf, beginnt sofort mit der Arbeit. Die Herrn sprachen dann weiter über Metalle, aber ich gebe zu, dass ich wieder mal in dem gar staatlichen Körper des Herrn Karinor versunken war. Ich weiß also nicht, was besprochen wurde. Aber egal vielleicht bietet sich auf der Reise ja eine Gelegenheit, diesen Dingen nachzugehen.
Bevor wir Abreisen stürzen sich meine Gefährten und ich in allerlei Aufgaben.

Isarun bildet sich weiter wie es sich für eine gute Maga gehört. Sehr vorbildlich.
 
Abelmir sorgt für eine Kopie der schädlichen Subsatz. Ich wusste, die schwarze Gilde würde ihn verderben.

Der gute Herr Boltax beschäftigt sich weiter mit Eisen. Wie Zwerge wohl zur Aktmalerei stehen? Ich werde mal fragen.

Yarlan kümmert sich wohl um eine neue Rüstung. Aus mir fremden Gründen wird seine lästerliche Zunge immer noch in seinem Mund verbleiben. Eine Schande.

Ich selbst fertige natürlich Geschenke für unsere Gastgeber an und Malte 2 Bilder für die Fürst-Illuminata Gwidûhenna von Faldahon. Sie würde uns in Beilunk willkommen Heißen.

Doch kaum hatte ich meine Bilder verladen, dann ging es auch schon los. Wir reiten, bis wir am 10 Efferd endlich in Rommilys eintreffen. Es ist schön, zu sehen das die Stadt befreit ist. Ich sah sogar einen Ordensbruder auf dem Marktplatz stehen und predigen. Doch ich hatte keine Zeit, mich vorzustellen. Wir wurden im Palast empfangen. Die andern Herrn und Damen schienen mit der Gräfin bekannt zu sein. Da wollte ich mich nicht einmischen. Außerdem sieht Herr Karinor mit diesem Outfit wieder ganz besonders vorzüglich aus. Ich war nur kurz abgelenkt da verschenkt Frau Spogelsen ohne Absprache einfach eins der Bilder, die für die Fürst-Illuminata gedacht waren. Ohne eine Miene zu verziehen, ging ich zum Wagen und verabschiedete mich von einem meiner wenigen Meisterwerke. Und ohne Scham kann ich zugeben, dass eine Träne meine Wange herunterlief.
Jedoch als ich mit dem Bild zurückkam, ließ ich mir nichts anmerken. Die Gräfin scheint das Bild wohl wertzuschätzen. Daraufhin bote ich ihr an Sie und Ihren Bruder zu malen. Damit mein Meisterwerk nicht so alleine ist. Von diesem Vorfall noch ganz zerrüttet verließen wir den Palast.

Boltax und Abelmir gingen in Richtung Boronanger vermutlich, um zu beten. Währendessen zogen sich Isarun mit einem Magier Kollegen zurück.
Ich bat Herr Greifenmund, mir bei einem Weitern Bild zu helfen. Doch schon nach dem ersten Pinselstrich wusste ich das dieses Werk nichts werden kann.
Ich qüalte mich durch 4 weitere Stunden bis ich die Mittelmäßigkeit nicht mehr Ertragen konnte. Ich zerstörte dieses Machwerk. Yarlan wurde auf einmal fürchterlich wütend. Er blutet aus dem einen Auge und er schrie durch die ganze Halle.
Ich erklärte ihm natürlich warum er und die seinen einen Haufen Verwirrte sind. Praios regiert mit der Feder nicht mit dem Schwert. Vielleicht wäre er bei den Jünger Rondars besser aufgehoben, wenn er sich schon unbedingt mit den Ketzern im Schlamm prügeln will.
Keinerlei Würde ist in ihm verblieben und erst, als Frau Spogelsen und Herr Bolatx zu uns stießen, lies er von mir ab. Ich bin mir sicher, er wird sich bald entschuldigen.

Wir lassen die Stadt und damit auch mein Meisterwerk zurück und brechen nach Pericum auf. Dort vor Ort verweilen wir einen Tag in Dergelmund.

Am 16 Efferd betreten wir gemeinsam einen alten Zwergen Stollen. Eine Mine.





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  • 11. September 2020, 22:35:31
Posaunenhall
« Antwort #136 am: 11. September 2020, 22:35:31 »

Posaunenhall


Auszüge aus einem Briefwechsel zwischen den Geoden Ondralasch und Boltax


Aufzeichnungen in der Zwergenbinge, unbekanntes Datum

[…] standen wir kurz vor dem Ausgang auf den Zahnrädern. Ich sage es dir, an den Wänden standen noch einige der kristallinen Strukturen, doch was viel bedrückender war, auf den Zahnrädern erhoben sich menschlichen Bauten. Schauderhaft was für Bruchbuden das gewesen sind. Und dazwischen untotes Getier. Nicht Tiere sondern untote Oger, und Gardisten aus der Drachengarde. Aber wir haben sehr schnell einen Plan ersonnen uns dem zu stellen und sind dann doch an ihnen vorbeigeschlichen. Ich habe mich um die Stille gekümmert, Abelmir um die Lautstärke, er hat einen Höhlendrachen imitiert. Mittels Magie wohl, ich habe es nicht gehört, aber zugegebenermaßen, das musste ich auch nicht. Drachen klingen doch alle gierig und verlogen.

Der Plan ging auf, wir waren fast durch und es hat alles soweit gepasst da ist doch glatt das undenkbare passiert. Naja eigentlich war es recht erwartbar , immerhin war es eine Brücke aus Menschenhand. Wie sich herausstellte, war diese nicht stabil, nicht einmal für 100 Jahre gebaut…
Das Rad sackte ein , der Karren ging verloren aber Kugel und Axt waren in Sicherheit – und Eldan hatte seinen Silberbrocken auch gerettet. Die Häscher waren aber nun auf uns aufmerksam geworden, und setzten uns nach, bis Abelmir und ich die Seile kappten.
Schließlich traten wir nach einer Weile ins Freie, bedauerlich, ich wäre gerne noch etwas untertage geblieben doch die anderen wollten los…

Vor uns lag eine Schlucht mit einem Dorf , es war , dank meiner guten Kenntnis des Wetters kann ich das mit Bestimmtheit sagen, genau 18.00. Weil Abelmir und ich die unauffälligsten waren sind wir in dieses Dorf gegangen, haben Informationen und Vorräte bei einem sehr jungen Tavernenwirt erworben. Dann hat Abelmir den zuvor von mir gefesselten Eldan verprügelt und ich habe ihm meinen Dolch zwischen die Rippen gestoßen. Es tat mir ja schon Leid aber er wollte es. Vielleicht hat er Gefallen an solcherlei Dingen. Aber ich Urteile nicht, jeder nach seiner Vorliebe. Durch das Dorf und die Zollstation auf der Insel sind wir im Anschluss relativ problemlos gekommen, Isarun hat hier das Reden übernommen. Und dann ging es auch schon weiter. Sehr hektisch, wie immer unter den Menschen. Aber was erwartet man. Der Mann vom See hat Eldan geheilt, der seinerseits nicht auf Sumus heilende Kraft vertrauen wollte, dabei hätte ich ihm gerne etwas gutes getan , nachdem ich ihn zuvor abgestochen hatte. Und als Isarun und ich so den Wald erkundeten da fanden wir sie, eine Kraftlinie, eine von Satinavs Ketten wohl. Wie an der Kraftlinie die wir einst besucht hatten, zeigte sich auch hier ein enormes magisches Potential, dass mit allem magischen in Verbindung zu stehen schien, die Geweihten aber umfloss. Dort nächtigten wir und ich habe prächtig geschlafen muss ich sagen. Nur habe ich mich wohl ein wenig unterkühlt, und wohl einen leichten Husten.

Gen Beilunk ging es weitern und die Landschaft die einst blühte war nun von der dunkelheit verzehrt. Als wir in Logrolosch waren sind wir auch hier vorbeigereist, erinnerst du dich doch heute sieht die Landschaft gänzlich anders aus.

[hier folgt eine längere Beschreibung der Küstenlinie]


…doch gelangten schließlich nach Beilunk. Da lag die Stadt vor uns, nicht zwergisch, aber dennoch beeindruckend. Und als wir sie uns noch besahen brachen auf einmal zahllose Untote aus dem Boden, ich wollte noch einen Zauber wirken doch Yarlan riss mich auf den Wagen und preschte los während er eine Flasche öffnete. Der Effekt war seltsam, doch wurden wir so der Untoten Herr, während uns aus Beilunk bereits Ritter entgegeneilten. Gemeinsam schafften wir es in die Stadt, und konnten letztlich nach all der Zeit eine rituelle Reinigung durchführen. Yarlan hatte wohl ein Trauma erlitten denn er erinnert sich nicht an seine Familie, vielleicht ist er aber auch ein bisschen dumm, oder es liegt tatsächlich wie Isarun vermutete an dem Bannstaub den er in geramen Mengen konsumiert. Wie unangenehm, etwas zu vergessen, mir kann das mit meinem guten Gedächtnis glücklicherweise nicht passieren. Dann ging es zur Besprechung des Angriffs auf Warunk, wir sollen wohl binnen 7 Tagen einige Nekromanten ausschalten. Gute Idee, am besten übernehmen wir die alchemistischen Laboratorien, und sprengen uns den Weg durch Warunk. Yarlan hat noch streit mit einem Löwendiner angefangen und die beiden sind vor die Tür gegangen um sich zu prügeln, ich finde das ja ein wenig albern, aber vielleicht rühren seine Gedächtnisslücken auch von Schlägen auf den Kopf, die er in Duellen wie diesen sicherlich zu Hauf erhalten hat. Als wir uns also zum Duell eingefunden hatten…



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  • 11. September 2020, 22:36:27
Posaunenhall
« Antwort #137 am: 11. September 2020, 22:36:27 »

Posaunenhall


Auszug aus dem persönlichen Tagebuch von Major-Maga Isarun von Spogelsen, Magistra i.s.m. des Ordo Sagittarum Luminis


23. Efferd 1028 BF – Beilunk

[...] Nachdem die Audienz in der Zitadelle beendet war, traten wir hinauf auf den Kasernenhof, wo die beiden Streithähne Yarlan und Achmad, Sohn der Thorisdottir, bereits einige Schläge ausgetauscht hatten. Unser Bannstrahler blutete bereits stark aus einer tiefen Wunde am linken Bein, weigerte sich aber mit der uns bereits bestens bekannten Sturheit aufzugeben. Im weiteren Verlauf des Duells mussten beide Kontrahenten schwere Schläge einstecken. Rein objektiv betrachtet ein exzellenter Kampf mit herausragenden technischen Fertigkeiten beider Kämpfer am Anderthalbhänder, doch mit unglaublicher Verbissenheit geführt, die die Freude am Zusehen etwas verdarb. Ungewöhnlich auch, als der Rondrianer verlangte, dass Yarlan auf das Knie sinken und sich entschuldigen möge. Nach einem weiteren heftigen Schlagabtausch, der dem Rondrianer eine Kopfwunde und Yarlan eine Bauchwunde einbrachte, musste letzterer schließlich aufgeben. Abelmir rief den Feldscher herbei, während wir Yarlan aufhalfen und mit allerlei profanen Heilmitteln versorgten.

Während unser Bannstrahler sich unter zornigem Gebrummel von dem Feldscher versorgen ließ und Pfeilblütentee trank, begaben sich Assavo, Abelmir, Boltax, Kiaras sowie meine Wenigkeit auf eine Exkursion durch die Oberstadt von Beilunk. Ach, wie sehr hat meine geliebte Stadt doch in den letzten Götterläufen gelitten! Und dennoch ist sie immer noch ein erhabener Anblick mit der zentral gelegenen Praiossakrale, dem großen Hesindetempel, der Markgräflichen Residenz, dem Rechtsseminar zum Greifen und dem Rondratempel. Unser Weg führte uns zunächst in den Hesindetempel, der immer noch genauso schön grün und blau schimmerte wie in meinen Erinnerungen. Boltax schien sich sehr für die Rolle der Hesindekirche in der Gildenmagie zu interessieren und befragte uns nach Heiligen und berühmten Magiern und Magierinnen. Assavo wusste einige faszinierende Details zu diesem Tempelbau zu berichten, die auch mir selbst noch unbekannt waren. Schließlich besichtigten wir auch die auf dem Dachboden aufgestellten zahlreichen Bienenkörbe und erwarben Honig und Honigbonbons (man weiß ja nie, wann man dem nächsten Trollminister begegnet).

Unser zweites Ziel war meine schräg gegenüber gelegene ehemalige Akademie, die nun von einem kleinen Haufen Bannstrahler bewohnt wurde. Aus irgendeinem Grund wollte uns Abelmir nicht dorthin begleiten (er schien beinahe etwas eingeschüchtert bei dem Gedanken, das Gebäude zu betreten), sondern zog es vor im Hesindetempel zu verbleiben. Sicher, um die Allweise um Beistand zu bitten, auf seinem immer dunkler werdenden Pfad dennoch das Richtige zu tun – ein Vorhaben, das ich nur begrüßen kann. Wir unterhielten uns mit zwei Wache stehenden Bannstrahlern, die praiosgefällig meine Autorität anerkannten und uns im Gebäude umhergehen ließen. Ach, wie fröhlich pfiff der salzige Wind doch durch die Mauerritzen! Ich fühlte mich in meine Jugendzeit zurückversetzt und zeigte meinen neugierigen Gefährten den Speisesaal, die große Fechthalle, das Auditorium Maximum sowie unsere Schlafstuben. Natürlich kam ich auch nicht umhin, ihnen einige amüsante Anekdoten aus meiner Scholarinnenzeit zu erzählen.

Nach unserer Exkursion kehrten wir in die Zitadelle zurück, wo sich Abelmir uns auch wieder anschloss und der immer noch grummelige, aber inzwischen nicht mehr blutverschmierte Yarlan bereits auf uns wartete. Der Abend klang unerwartet hesindegefällig aus: Abelmir bat Assavo um Hilfe bei der Übersetzung eines Textes, den er bei seinen Recherchen im Hesindetempel gefunden hatte, und Boltax fragte uns nach unseren Lieblingselementen aus: er selbst fühlt sich dem Erz am nächsten, Kiaras dem Wasser, Abelmir dem Humus (zunächst behauptete er aber, eigentlich der "Kraft" am nächsten zu stehen), Assavo der Luft und Yarlan sowie ich dem Feuer. Hier musste ich mich noch einmal an die Inrah-Kartenlegung während des Kaiserturniers erinnern... im Nachhinein verblüffend zutreffend, möchte ich meinen. Die Feuersbrunst im Magnum Opus Incendi Mundi vor Wehrheim, der Einsatz von Flugzauberei um das Castellum Volans zu erreichen, und nun die Sache mit Kaiserin Rohaja... wirklich faszinierend.



24. Efferd 1028 BF – Beilunk

Wir erledigten noch einige Besorgungen hinsichtlich unserer verloren gegangenen Ausrüstung und brachen dann zeitig auf, ohne unseren Begleiter Eldan Gorbas, der in Beilunk verblieb, wie es Bibliothecarius Heisinger bereits vorausgesagt hatte. Dabei nahmen wir nicht die ehemalige Reichsstraße direkt nach Warunk, sondern die Landstraße nach Nordosten entlang des Radrom. Auf dieser Seite des Radromdeltas waren keine Spuren eingegrabener Untoter zu bemerken und wir konnten gut Strecke machen, obgleich der Radrom noch immer eine stinkende schwarze Brühe war.



26. Efferd 1028 BF – Grünau

Wir erreichten den von einer einfachen, aber stabilen Palisade umgebenen Weiler Grünau. Der Torwächter war durchaus freundlich, ließ uns ohne großes Misstrauen hinein und gab bereitwillig Auskunft auf unsere Fragen. Er warnte uns vor den Ghulen vor der Stadt, bot uns eine Übernachtungsmöglichkeit an und machte uns mit dem komplett schwarz verhüllten Weib Freda (oder Frieda?) bekannt, das uns zu einem leerstehenden Haus führte, das den Grünauern wohl als behelfsmäßige Gästeunterkunft dient. Währenddessen schwatzte es vom Leben im Dorfe: von den Ghulen vor den Toren, den wenigen Reisenden, dem Viehbestand (Ziegen und einige wenige Kühe), der seit einigen Wochen im Dorf wohnenden Knochenleserin, die den Dörflern die Zukunft voraussagt, dem resignierten Schulzen und dem Jäger aus Warunk, der sich um die untoten Rehe aus dem Wald im Osten von Grünau gekümmert hat. Auffällig war, dass die Dörfler allesamt Totenschädel am Gürtel zu tragen schienen.

Wir bedankten uns bei der "Gastgeberin" für den Schlüssel und bezogen das leerstehende Haus, das dreckig und voller alter Blutflecken war. Ein unbehaglicher Ort, aber immerhin sicher. Eine rechte Ruhe wollte sich dennoch nicht bei uns einstellen und so beschlossen wir, der Knochenleserin einen Besuch abzustatten und zu überprüfen, ob es sich bei ihr um eine Nekromantin oder eine einfache Scharlatanin handelte. Am Häuschen der Knochenleserin angekommen, bemerkten wir sogleich eine Knochenglyphe mit dem Zeichen der Herrin der Untoten. Boltax wirkte verfrüht einen Silentium und wir betraten das Häuschen, in dem uns sogleich ein überwältigender Mief aus Blut und Rauschkräutern entgegenschlug. Drinnen saß ein altes Mütterchen mit zwei Gestalten vor einer Schale voll Blut. Angesichts des Gestanks lief Boltax kreideweiß an und ließ den Cantus fallen. Bevor wir noch auf die plötzlich wiederkehrenden Geräusche und das Gemurmel der alten Vettel reagieren konnten, erhob sich eine der Gestalten, zog eine gewaltige Boronsichel und schlug der Knochenleserin mit einem Hieb den Kopf ab! Aus Reflex blitzte ich die Gestalt, die sogleich einen Stuhl in unsere Richtung trat und einem Lumpenball von Straßenkindern gleich erst gegen Abelmir krachte, dann an Kiaras abprallte und zum Schluss Yarlan direkt in die Magengrube traf. In diesem Moment erkannten wir einander – die Gestalt war niemand anderes als unser Gefährte Rafim, den wir in diesem Moment eigentlich in der Finstermark wähnten! Das gab ein freudiges Wiedersehen und Rafim stellte uns die andere Gestalt vor: seinen neuen Freund Jorim, einen in der Gegend ansässigen, ziemlich vorlauten Jäger mit einem seltsamen Glauben an sowohl Firun als auch die "Schwarze Mutter".

Wir brachten einander erst einmal auf den neuesten Stand. Rafim erzählte von seinem Abenteuer in der Blutkerbe, das er mit einem weiteren Kor-Anhänger, einem traviagläubigen Ritter und einer geschwätzigen Hesindegeweihten bestritten hatte. Unzweifelhaft besuchte dieses zusammengewürfelte Grüppchen eine Globule des Jenseitigen Mordbrenners, hielt einigen Schrecknissen stand und bezwang schließlich mit Hilfe der Götter eine offensichtlich erzdämonisch beseelte Statue des J.M. Dann erwähnte Rafim noch beinahe beiläufig, dass er KOr persönlich gesehen habe, dieser ihn für würdig befunden und Rafim durch ihn die Weihe erhalten habe! Daraufhin sei Rafim in einem Tümpel keine zwei Meilen von hier aufgewacht, wo er von Jorim aufgelesen wurde. Wir kamen aus dem Staunen kaum noch heraus und unsere Geschichte von der zwergischen Mine verblasste gegen diese Begegnung mit einem Halbgott.

Nachdem wir uns einigermaßen erholt hatten, durchsuchten wir das Häuschen der Knochenleserin nach Hinweisen auf ihr Wirken. Ziemlich bald stellte sich heraus, dass es sich um eine finstere Hexe gehandelt haben muss: keine klassische Nekromantin, doch eine sich mit Alptraummagie und Unsterblichkeit beschäftigende Zauberin. Neben vielerlei Rauschkräutern und fragwürdigen Pastillen fanden wir ein Glas mit sich selbständig bewegenden Augen, eine schwarze Kerze, die bizarre Sternbilder an die Wände warf (Yarlan zerschlug sie und sie zerfloss zu einem seltsamen Öl), ein Stundenglas mit eitergelbem Schleim, in dem Boltax seinen Namen zu lesen glaubte, eine Zedernholzkiste mit einem menschlichen, pochenden Herzen darin und eine schwarze Katze mit Reptilienaugen, die sich ängstlich in der Ecke zusammenkauerte. Während Kiaras die Katze beruhigte, führten wir Magiekundigen Blitzanalysen der Gegenstände an und erkannten in vielen von ihnen dämonische Komponenten. Das Herz wies gar einen Matrixfaden auf, der es mit der Knochenleserin verband, und so zerstörten wir es. Für eine eingehende Analyse des Stundenglases blieb noch keine Zeit. Ich persönlich vermute eine Magica clarobservantia und womöglich zusätzlich communicatia Komponente, die uns allen unseren jeweiligen Namen zeigen würde, wenn wir uns auf das Stundenglas konzentrieren würden, doch das muss natürlich genau überprüft werden. Doch dann rief Boltax diese verfluchte Truhe des Rastlosen herbei, warf das Stundenglas hinein und schickte beide in den Limbus zurück! Also wirklich! Boltax soll noch einmal behaupten, wir Menschen seien ungeduldig.

Wir sammelten alles ein, was wir für unsere Tarnidentitäten als gloranische Theriakhändler gebrauchen konnten und kehrten dann in unsere Unterkunft zurück, mitsamt der inzwischen ruhiger gewordenen Hexenkatze, die sich wie ein ganz gewöhnliches Tier (mit unheimlichen Augen) benimmt.



27. Efferd 1028 BF – an der Radrombeuge östlich von Warunk

Die Nacht verlief ereignislos und wir verließen Grünau in aller Frühe, um keinen Verdacht zu erregen. Während der Reise entlang der Landstraße besprachen wir unsere Tarnidentitäten. Nur Rafim wird als er selbst zu erkennen sein.

Auf der Straße begegneten wir einem Grolmenhändler namens Rigix, der mit seinem pferdelosen Karren unterwegs war, an dessen Seitenwänden zahlreiche Steckbriefe im Wind flatterten – unter anderem auch unsere eigenen als die "Helden von Elburum". Er erzählte uns, dass die Mactaleänata aus Shamaham verschwunden seien und Xeraan mit einem Angriff Haffax' rechne. Während der Grolm meinen Gefährten allerlei Zeug zu verkaufen versuchte, von Alchimika über unheilige Materialien bis hin zu albernem Tand, versuchte ich unsere Steckbriefe durch hastige Zeichnungen von Schnurrbärten, Narben und ähnlichen fremdartig aussehenden Details unkenntlich zu machen. Ohne etwas zu kaufen, reisten wir schließlich weiter.

Der Tafelberg von Warunk wurde in der Ferne sichtbar und nach einiger Zeit erhob sich ein offenbar untoter Irrhalk von den Mauern der Stadt auf dem Molchenberg, um das Umland auszukundschaften. Geistesgegenwärtig wirkten Abelmir und ich Canti gegen magische Entdeckung, und der Dämon flog ahnungslos über uns hinweg, während wir querfeldein in Richtung Krytzdorf weiterreisten und schließlich in einem Waldstück Rast für die Nacht machten.



28. Efferd 1028 BF –  Waldstück zwischen Warunk und Krytzdorf

Wir beschlossen, kurz vor Krytzdorf auf die Reichsstraße zu stoßen, wo wir uns aufteilen wollten. Während Abelmir, Boltax und Yarlan nach einem geeigneten Ort für einen Hinterhalt Ausschau halten und diesen vorbereiten wollten, machten sich Assavo, Kiaras, Rafim und ich auf den Weg nach Krytzdorf, um Informationen zur nächsten gloranischen Theriakkarawane einzuholen.

Gegen Abend erreichten wir Krytzdorf, wo wir nach einer etwas heiklen Situation mit den Torwachen dennoch ihr Vertrauen gewinnen konnten und sie uns den Weg zu einer Händlertaverne wiesen. Der Wirt Zygeni erwies sich als freundlich und redselig und so konnten wir in Erfahrung bringen, dass eine Karawane aus Paavi bereits in zwei bis drei Tagen hier erwartet wird. Da es für die Rückkehr zu den anderen schon zu spät war und wir nicht im Dunkeln reiten wollten, nahmen wir uns hier ein Zimmer.




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« Antwort #138 am: 11. September 2020, 22:37:18 »

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Diarium des Abelmir yha Mhorenis
29. Efferd 1028 n.BF.

Wir sind jetzt seit geraumer Zeit vor den Mauern dieser von den Göttern verfluchten Stadt und ich bin mir nicht sicher ob das, was wir nun anstellen wollen,
eine gute Idee ist. Der Überfall auf eine Theriak-Karawane, um mit dem gewonnenen Elixier in die Stadt zu kommen, erscheint mir hochgradig gefährlich
angesichts der zu vermutenden Bewaffnung des Geleitschutzes.
Isarun, Assavo und Rafim hörten sich in einer Herberge in Krytzdorf, in Verkleidung als fahrende Alchimisten und Begleitung, um und erfuhren nur dass
eine Karawane bald erwartet wird. Der Söldnerführer Dracodan Liegerfeld gab darüber Rafim bereitwillig Auskunft und versuchte ihn zu überreden sich
seinem Banner anzuschließen. Isarun erwarb dann noch zwei Astraltränke über deren Herkunft wir nichts erfuhren. Nur die Götter wissen in welchem
Laboratorium diese zubereitet wurden. Ich habe derweil zusammen mit Yarlan und Boltax ein Lager in der Nähe der Straße aufgeschlagen und Boltax
erkundete noch die nähere Umgebung. Er berichtet uns dann von Ghulen, die sich in der näheren Umgebung herumtreiben sollen, von Stollen die die
ganze Gegend durchziehen sowie von einem magischen Kreis mit seltsamen Blutspuren am Rande.

Solange sich Boltax umschaute grub ich mit Yarlan kleine Gräben zum Verstecken am Rande der Straße. Bei den Göttern, wie habe ich diese Arbeit beim
horasischen Militär gehasst. So viele Jahre später und so weit von zu Hause holt mich diese Erinnerung wieder ein. Warum gerade jetzt ? Liegt es an der
unheimlichen und dräuenden Gegenwart der boronverfluchten Umgebung ? Als Boltax zurück kommt beschließt er zur Sicherheit einen Humusgeist zu rufen
und zu binden. Ob dies in dieser Umgebung eine gute Idee ist ? Er ließ sich allerdings nicht beirren und faselte etwas von Mutter Sumu. Geoden !
Kommt ihnen denn nicht in den Sinn etwas von der gildenmagischen Forschung zu Elementaren und der Astralsympathetik  der Umgebung zu lernen ?
Diese Bauch- und Wiesenzauberer ! Nichts desto trotz schafft er es seinen kleinen Humusgeist zu rufen und zu binden. Nach einer Weile kommen die anderen
aus Krytzdorf zurück und berichteten von ihren Erkundigungen. Boltax erzählte ihnen sogleich von den Ghulen und dem magischen Kreis. Wir beschlossen uns
diesen Kreis etwas näher zu untersuchen. Leider war unsere Untersuchung nicht von Erfolg gekrönt, da wir zu wenig von Schutz- und Bannkreisen wissen.

Lediglich das Symbol der Präzentorin der heulenden Finsternis konnten wir erkennen und so vermuten Isarun und ich dass dieser Kreis der Abwehr
von Untote dienen sollte. Die Blutspuren am Rande künden allerdings von der Unvorsichtigkeit des Erstellers, da es ihn wohl doch erwischt hat.
Meine forensischen Analysen ergeben lediglich, dass es sich um Menschenblut, nicht älter als 10 Tage, handelt. Zurück im Lager beratschlagen wir weiter wie
wir den Wagenzug überfallen können und wie wir die vermutete Begleitung aus Fjarningern, Dämonen und Paktierern ausschalten können.
Rafim, im Überschwang seiner ominösen Erlebnisse in der Wildermark, bietet uns einen Blutschwur seiner Bruderschaft an. Ich fühle mich geehrt, da ich
Rafim als aufrechten, manchmal etwas pöbelhaften und simplen Kerl, kennen und schätzen gelernt habe. Mit niemanden sonst würde ich mich sicherer fühlen
im Kampf gegen die Heptarchen. Eigenartig dies erst jetzt zu erkennen und noch eigenartiger, dass ich Rafim höher schätze als manche Mitglieder der Bruderschaft
der Wissenden. Wir alle akzeptieren und leisten den Blutschwur und ich für meinen Teil fühle mich Rafim in der Tat verbunden so wie er mir.

Boltax beschließt zu seiner Sicherheit noch einen Feuerdschinn zu rufen und zu binden. Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln angesichts der uns
umgebenden Fäulnis und Tod und dass Boltax es nicht besser weiß.
Wir sind nun gerüstet und erwarten in den nächsten Stunden den Feind und eventuell unseren Tod.



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Posaunenhall
« Antwort #139 am: 23. September 2020, 21:41:36 »

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Tagebuch des Rafim ibn Canavar

Guten Morgen Tagebuch,

es ist der Tag des Kor und die Schlacht ruft uns. Vor uns liegt die feindliche Karawane. Ich sehe die Paktierer und ihre Dämonen.
Das hier wird ein Fest des Blutes. Ich bitte Kor um seinen beistand und er gewährt mir ein schwarzes Fell aus rotem Blut.
Mein Körper wird von schwarz-roten Schuppen überzogen. Kor hat mich gesegnet mit den göttlichen Schuppen seines Vaters Famerlor.

Kaum befinden sich die Feinde in unserm Hinterhalt, stürmen wir von allen Seiten heraus. Ich stürze aus meinem Versteck und beginne die Feinde niederzumachen.
Leider waren meine Feinde nur ein paar Barbaren, die einfach zu töten waren. Enttäuschend.
Der feindliche Magier wurde von Abelmir getötet aber durch eine Art von Transversalis. Also er stand auf jeden Fall auf einmal hinter ihm. Und kaum hat Abelmir mal was Nützliches gemacht wurde er schon von einem einzelnen Pfeil niedergestreckt.
Yarlan und Boltax sind wohl fliehenden Feinden nachgesetzt während Spogelsen und ich die verbliebenen niedermachten. Assavo hat sich für einen Hesinde Geweihten ganz gut gehalten.

Isarun und ich haben dann die restlichen menschlichen Feinde niedergemacht. Die Dämonen werden durch einen Gardianumschild aufgehalten und wir haben sie abgeschlachtet. Ich muss sagen Dämonen sind auch nicht das was sie mal waren.
Kaum beginnen uns die Dämonen auszugehen dann kommen auf einmal ein Dutzend Ghule an. Sie fielen den restlichen Dämonen in den Rücken und waren weder Hilfe noch Hindernis.
Insgesamt muss ich sagen, dass mich diese Schlacht doch etwas gelangweilt hat. Vielleicht wird das nächste Mal ja interessanter. Ich hoffe das wir vor dem Sturm von Warunk noch ein paar Nekromanten töten können.

Während Isarun und Yarlan einem Feind nachsetzen, passe ich auf den Wagen auf. Boltax und Abelmir finden ein Ding, das weint. Ich hätte mit den andern gehen sollen. Idiot !!!!
Nach ein paar Stunden kommen die beiden zurück mit dem Blut unserer Feinde an ihren Klingen. Ich habe wieder mal alles verpasst.

Also ich muss sagen das meine Brüder und meine Schwester sich gut geschlagen haben. Einzig das unsere Feinde keine echte Gegenwehr geleistet haben ist doch sehr schade.
Ich frage mich was Mira wohl greade macht. Bestimmt vermisst Sie Papa Rafim, ich sollte ihr was mitbringen. Aber was soll ich ihr schenken???

Ich schaue mich auf dem Rückweg mal nach einem Spielzeug aus Metall um. Vieleicht ein paar Panzerstiefel. 


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  • 23. September 2020, 21:43:06
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« Antwort #140 am: 23. September 2020, 21:43:06 »

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Auszüge eines Verschlüsselten Reports aus Tobrien 1028 BF
von:
Darion, Theriak Liferant aus Glorania

2. Travia

Wir haben es endlich nach Warunk geschafft, vorbei an elenden Horden von Guhlen.
Der kleine... Unfall den die Karawane auf dem Weg hierher erlitten hat ist zum Glück unentdeckt geblieben.
Vor den Toren der Stadt selbst schon haben sich etliche Menschen aus Beilunk geschart, gierig nach dem Versprechen auf Nahrung.
Wie viele von ihnen wohl selbst zu Nahrung werden?
Sie machen hier auf jeden Fall keinen Hehl aus den Untoten, überall Skelett Arbeiter und Abscheulichkeiten.
Aber vor allem dieser elende Gestank in der Stadt! Kein Wunder das alle Leute hier Schnabelmasken tragen.

Wir haben uns nicht lange aufgehalten, so schnell wie möglich das am wenigsten schlechte Haus am Platz gesucht.
Dort hat auch unser Kontakt, Parell Notgelf, auf uns gewartet.
Eine schnelle Transaktion und den Theriak ausgetauscht gegen andere, seltsamere Waren. Knochenblei, Narrenglas und Frostwyrm Schuppen.

Doch damit waren unsere Ziele in der Stadt noch lange nicht abgeschlossen.
Mit dem Glas und Blei können wir wenig anfangen, also versuchen ich und Goldhand das Zeug auf dem Markt für nützlicheren Mist einzutauschen, überwiegend Goldmünzen und Drachenzähne.
Rafim erzählte davon das er so ne Kor Söldnerin getroffen hatte und scharf auf ihr Banner war. Scheint wohl irgend so ein Nekromant, Murak di Zeforika, jedoch im Weg zu stehen für.
Sinistra scheint wohl über so wiederliche Orks gestolpert zu sein, gibt wohl so nen Tairach Paktierer hier der ne große Nummer ist. Sein Name auf jeden Fall war Kunkarar Riak Siburash, oder so. Sollten wir im Auge behalten die Schwarzpelze.
Die anderen zwei, Sumox und ya Cravetti sollten uns ne Audienz bei dem Alchemisten Aluris Mengreyth besorgen.
Ham natürlich leider beide versagt.

Sind dann später am Abend nochmal alle zusammen hin gegangen, aber natürlich wollt uns die dämliche Wache nicht mal ankündigen.
Also sind wir selbstverständlich selbst los um uns gebührend vor zu stellen. Direkt zur Hintertür.
Zugegeben, wir mussten erstmal an so nen paar stinkenden Guhlen vorbei, aber das war kaum der Rede wert.
Angeklopft und eingetreten muss ich zugeben, war die Begrüßung mehr als unfreundlich.
Zunächst mal hats gestunken. Noch mehr gestunken. Wie nen verrottetes Stinktier das man auf nen brennenden Haufen Elefantendung geschmissen hat. Bah.
Auf jeden Fall war dann der Leibsklave von dem Alchemisten überaus unfreundlich und ungeschickt. Hat doch glatt ein paar Gläser umgeworfen der Idiot.
Plötzlich wurd das stockfinster und ziemlich durcheinander. Der niedere Sklave muss sich wohl irgendwo aufgespießt haben im dunkeln. Soll ihm ne Lehre sein nicht so tollpatschig zu sein.
Der hat wohl auch im dunkeln irgendetwas über Rafim geschüttet, der war plötzlich klein wie nen Chor Knabe! Kinder mit so aufgeblähten Muskeln sind jedoch irgendwie....
Läuft einem nen Schauer übern Rücken.

Nachdem wir dann natürlich nicht das Labor geplündert haben und uns keine paar Feen eingesammelt haben, wollten wir uns dann endlich dem Alchemisten vorstellen.
Wer konnte schon ahnen das der noch weniger Manieren hat als sein Sklave?



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  • 23. September 2020, 21:44:17
Posaunenhall
« Antwort #141 am: 23. September 2020, 21:44:17 »

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Nacht zum 3. Lolgramoth Travia

Der Angriff auf das Alchimistenlabor erwies sich wie erwartet als Trickreicher als erwartet. Der verfluchte Alchimist warf mit allerlei Zaubermitteln
und (wie man mir später berichtete) sogar einem niederen Dämon um sich. Nachdem der mittlerweile zunächst wieder normal groß und anschließen Unsichtbar gewordee Rafim unserem
Feind schlussendlich den Gar aus gemacht hat konnten wir uns im Labor umsehen und einige Dinge zusammensuchen, welche von den Magier als nützlich angesehen wurden.
Anschließend kehrten wir zum Kaiserdrachen zurück.

3. Lolgramoth Travia

Mit Mengreyth aus dem Weg verläuft die weitere Planung deutlich zielstrebiger. Der immer noch unsichtbare Rafim hat sich dazu entschieden, vorerst auf die Einnahme des Gegenmittels zu verzichten
und seine neu gefundene Unsichtbarkeit zu unserem Zwecke zu nutzen. Er wird in die Villa des Murka di Ziforika (welcher sich wohl derzeit nicht in der Stadt befindet) eindringen, seine Ritualgegenstände
entwenden und Feuer legen.
Derweil wird Boltax sich der Base des Murak annehmen, die Gerüchten nach eine Schwäche für Zwerge hat. Hierzu lässt er eine speziells Gift von Abelmir anfertigen, welches offenbar bei Zwergen keinen Effekt entwickelt.


Rafims Einbruch verlief auf ganzer Linie als Erfolg, sowohl ist Muraks Villa ein Raub der Flammen geworden, er konnte auch seine Ritualgegenstände mitbringen (Über die Methodik dessen schweige ich mich an dieser Stelle besser aus)
und wird nun in Verhandlung mit Korianna treten um uns des Dienstes ihrer Söldner zu versichern. Boltax derweil konnte einer Ergreifung nur knapp entrinnen und die Flucht aus dem Anwesen scheint ihn starkt mitgenommen zu haben.
Zumal er berichtet, er wisse jetzt, das Rhazzazors wahrer Name sich unterhalb der Goldenen Pyramide befände. Welche Art von Hexerei ihm auch dieses Wissen schon wieder eingebracht haben mag.


Und natürlich folgen die Schwierigkeiten auf dem Fuß! Boltax wurde erkannt und nun sind Korianna Söldner hier um sein Kopfgeld von 1000D einzutreiben. Wir haben sie vorerst auf effektiv 650D herunter gehandelt und uns ein wenig Zeit verschafft.
Jetzt kommt es auf Rafim an, der die Söldnerführerin davon überzeugen muss, ihre Männer zurück zu pfeifen. Kor steh uns bei!


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  • 15. Oktober 2020, 18:03:56
Posaunenhall
« Antwort #142 am: 15. Oktober 2020, 18:03:56 »

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Auszüge aus den Briefwechseln der Geoden Boltax und Ondralasch

(…) und so war es immer noch in dieser verfluchten Stadt weder hell noch dunkel. Doch mir schien als wäre der neue Tag schon angebrochen, im Übergang vom 3. auf den 4. Travia. Schließlich nach diesen schrekenshaften Stunden bettete ich mich zur ruhe und wahrlich, auch wenn ich immer wieder schweißgebadet aufschreckte und das Auge des Drachen vor mir sah so war mir bewusst das dies nicht real war. Nach aber etwa vier Stunden kam Bewegung in meine Begleiter denn Rafim war von seinem Gespräch mit der Kor Geweihten zurückgehkehrt und hatte sie kurzerhand mitgebracht. Abelmir und Isarun hatten wohl astral meditiert und waren dem entsprechend fertig. Im folgenden verhandelten Yarlan und die Geweihte, Korrianda oder Korriana, über Geld und meinen Kopf, lächerlich, hätte sie in dem Moment versucht mich anzugreifen…Nunja sie wäre nicht besonders weit gekommen. Schließlich zahle Yarlan 1200 Goldstücke für mich und 36 Goldstücke für die Unterstützung der Söldner exklusive der 150 Goldstücke Sterbegeld. Das Geld sollte sich als gut investiert herausstellen, immerhin ist mein Kopf noch auf seinen Schultern.

Im Anschluss entschieden sich Abelmir und Isarun Rakolus den schwarzen Magier zu töten. Sie begaben sich zu seinem Anwesen in der Wahlschlachtergasse. Was genau vorgefallen ist, ist mir nicht bekannt, nach ihrer Rückkehr und ihrer erfolgreichen Beseitigung besagten Schwarzmagiers aber wurde zu mindestens klar, dass sie mittels eines Limbusportals im Anwesen zum Turm am Katarakt des Todes gereist waren. Die Schülerin von Rakolus war ihnen aber entwischt. Isarun schien das weniger zu bekümmern, ich glaube mittelfristig könnte das allerdings zu einem Problem werden. Nun an einem anderen Ort zu einer anderen Zeit werden wir sie vielleicht noch einmal wieder treffen, das habe ich so im Gefühl.

Mit Hilfe des Tarn-Umhangs konnten Yarlan und ich uns zu einem weiteren Nekromanten begeben, dem alhanischen Bienenkönig. Eine wiederwärtige Gestalt, der Kopf halb zum Bienenstock gewandelt, wie klebriges Wachspapier die Haut, Augen wie Facetten, Nägel und Haar wie Chitin. Sein Leib ein einem Moment fest, im Nächsten ein Bienenschwarm, seine Behausung in den blanken Stein gefressen und mit akribischer Genauigkeit der fleißigen und nimmermüden Insekten Fraktalen gleich zu Waben umgestaltet. Nun so traten wir ihm gegenüber, Yarlan kaufte Wachs und Honig und er wirkte auf die Thematisierung elementaren Feuers nicht allzu erfreut. Nun scheinbar eine Schwachstelle die wir auszunutzen gedachten, unser Brandöl würde hier wohl einen guten Abnehmer finden…
Doch ehrlicherweise muss ich gestehen die besagte Fraktalstruktur der Waben war durchaus faszinierend fast hypnotisch, eine sich immer weiter fortsetzetende natürliche und perfekt strukturierte hexalogische Symetrie … [hier folgt ein langer beschreibender Absatz akribischer Beobachtungen]

Im Gasthaus zurück hatten wir Besuch von einem Geweihten des Fuchsgottes. Er wirkte ein bisschen wirr und nicht ganz beisammen aber er lachte über meinen Witz. Yarlan wollte auch lustig sein, aber das lag ihm nicht. Im allgemeinen fehlt ihm dazu wohl diese lockere unbeschwerte und freigeistige Art die uns Zwergen gemein ist. Der Geweihte erzählte uns von einem Weg in die Pyramide der über Müllschächte vorbei an einem Dämon führen sollte. Unser Ziel nachdem wir den Ork erschlagen hatten stand damit fest. So bereiteten wir uns auf den Angriff auf Kunkaras Spalte vor, gut gerüstet machten wir uns sogleich auf den Weg. Auf ein Zeichen Rafims bgeann der Angriff, es gelang in die Höhle einzudringen und ich entfachte die Kerze die ich nach einem Trollabbild geformt hatte. Da uns ein dämonsich beseelter Troll als Torwächter gegenüberstand, die beste Lösung. Dieser setzte Rafim ordentlich zu aber meine Nebelkerze zeigte Wirkung. Wir mogelten uns alle am Troll vorbei und es gelang uns Kunkara zu stellen. Dieser wollte türmen, doch meinem und Isaruns schnellen Reflexen war es zu verdanken, dass ihm das nicht gelingen sollte. Ich hinderte ihn mit einem Erzstrahl am geordneten Rückzug, Isarun rannte zu ihm und erledigte ihn. Die Langsamen Yarlan, Abelmir und Rafim konnten da nur staunen. Immerhin durfte Rafim den Ork erledigen, sonst hätte er wieder schlechte Laune gehabt. Als wir aus der Höle hinaustraten […]



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  • 15. Oktober 2020, 18:04:50
Posaunenhall
« Antwort #143 am: 15. Oktober 2020, 18:04:50 »

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Auszug aus dem persönlichen Tagebuch von Major-Maga Isarun von Spogelsen, Magistra i.s.m. des Ordo Sagittarum Luminis


04. Travia 1028 BF – Warunk

[...] fanden uns nach einer hektischen Flucht über die Dächer Warunks in der Stadtvilla des inzwischen eliminierten Rakolus ein, wo wir erst einmal verschnauften und abwarteten, dass sich die Lage auf den Straßen etwas beruhigte. Während Assavo und Yarlan loszogen, um Drakundas und Knardukas aus ihrem Versteck in Mengreyths Labor zu bergen, stimmten sich wir von Mada Gesegneten uns auf den astralen Fluss ein, um neue Kräfte für die bevorstehende Mission zu sammeln.


05. Travia 1028 BF – Warunk

Zur Tarnung warfen wir uns Roben aus dem Kleiderschrank des Rakolus über. So getarnt fanden wir nach einer eher unappetitlichen Spurensuche den Eingang zu dem Felsspalt, der als Abfallgrube diente und auf verschlungenen Wegen nach Hochwarunk führen sollte. Kurzzeitig wurden wir durch eine Gruppe von Drachengardisten und ihnen dienenden Skeletten aufgehalten, konnten sie mit einigen Flunkereien jedoch davon überzeugen, dass wir im Auftrage des Schwarzmagiers eine geheime Aufgabe im Felsspalt zu erledigen hätten. Daraufhin durften wir passieren. Die Abfallgrube war erwartet widerlich, sodass wir für unsere Schutzmasken erneut dankbar waren. Gegen magische Entdeckung getarnt, drangen wir in eine große Kammer mit mehreren Rissen in Decke und Boden ein, die von einem großen, mehrebigen Spinnennetz durchzogen wurde. Bald zeigte sich der Bewohner desgleichen: ein Qal'Morrugh, die "Näherin der Leiber", welche uns jedoch nicht wahrnahm.

Da weder Abelmir noch ich diesen Dämon gleich zuzuordnen wussten, entschieden wir uns gegen einen versuchten Exorzismus. Mit Kletterseil und Zaubermacht überquerten wir schließlich den Abgrund bzw. das Spinnennetz, ohne dass der Spinnendämon uns genau orten konnte, und fanden uns nach einer Steilpassage schließlich in Hochwarunk wieder, das von einer Art maraskanischem Dschungel überwuchert war. Yarlan wurde auch prompt von einem Büschel Jagdgras angefallen, konnte es jedoch ohne größere Schäden abschütteln. Nach dem Überklettern der äußeren Mauer des "Tempelbezirks" befanden wir uns in einem Garten mit vielen Pflanzenbeeten und echsischen Brut- und Häutungstümpeln, die dunkle Wolken von Mückenschwärmen über sich trugen, einer Anzahl von Statuen und Altären mit seltsamen Opfergaben sowie auffälligen Edelsteinen, über die ich noch vor Kurzem mit Assavo gesprochen hatte: die Zauberkristalle der Achaz.

Ein großer, hässlicher Maru-Krieger erblickte mich beim Überklettern der inneren Mauer, doch wir waren schnell genug und konnten uns mit einem beherzten Sprung ins Obergeschoss des "Beschwörerkreises des Karasuk" retten, von wo aus wir über Dachböden und Dächer bis zum Ende des Platzes kletterten. Zwischen uns und der Goldenen Pyramide lag nun nur noch die Arena in der Mitte des Plateaus, wo mumienhafte Achazpriester Gebete oder Zauber murmelten und Marus drei Schritt große Mantraken in Käfigen bewachten, während sich einige Achazkrieger selbst opferten, um den Blick der sogenannten "H'Ranga" von dieser Gemeinschaft abzuwenden.

Abelmir wirkte eine Wettermeisterschaft, um den ohnehin schon starken Nebel zu einer vollends undurchsichtigen Suppe zu verstärken. Nach einigem Herumirren fanden wir schließlich den Aufgang zu der goldenen Stufenpyramide und schlichen uns durch Ritualhallen und Wohnkammern von Dienerechsen, bis wir tief im Bauch des Bauwerks ein seltsam pulsierendes Ei ausfindig machten, in dessen Gegenwart Gedankenfetzen des Schwarzen Drachen in unseren Köpfen hallten. Assavo hielt Drakundas empor, die von Elmsfeuer und schwarzen Lichtstrahlen umzuckt wurde. Während er und Yarlan um den Schutz der Götter beteten, begannen Boltax und ich mit unterschiedlichen Canti den Wahren Namen des Schwarzen Drachen zu ergründen. Die Erfahrung vermag ich kaum zu beschreiben... ein grauenhafter, limbusartiger Zustand... ein fremdartiger Dämon, der nach getaner Arbeit von mir Besitz zu ergreifen versuchte und den ich nur unter Aufbietung aller meiner Willenskraft von mir stoßen konnte, um schließlich nach Luft ringend und aus der Nase blutend meinen Geist wieder in das sichere Festland der Dritten Sphäre zu krallen.

Der neugierige Abelmir blendete sich bei der Visitation der aufgeladenen Drakundas selbst, sodass wir ihn aus der Pyramide führen mussten. Der Nebel hatte sich inzwischen verzogen und in der Luft kreisten Karakilim, während Kriegshörner ertönten und Maru-Krieger gemeinsam mit einer sechs Schritt hohen Donnerechse durch das große Kriegstor die Serpentinen den Molochenberg hinunter marschierten, um dem anrückenden Schwertzug der Rondrakirche gegenüber zu treten. Zwar wurden wir gesehen und auch halbherzig verfolgt, doch die Bewohner von Hochwarunk hatten ein weitaus größeres Problem, das unaufhaltsam von Süden näherrückte, sodass sie uns nicht erwischten. Wir griffen uns die herumliegenden Feuerkristalle und verwüsteten die Bruttümpel. Boltax warf gar einen Brandapfel mitten in eine Traube Echsenkrieger und rief dabei: "Ich bin Boltax Brandbringer!" Wenn ich das seiner Spektabilität Foslarin erzähle...

Zurück in Unterwarunk taten wir unser Bestes, die eingeschüchterte Bevölkerung über die unmittelbar anstehende Befreiung von der Tyrannei der Nekromanten aufzuklären und so griffen eine gute Anzahl an Warkunker Bürgern und Flüchtlingen aus dem Umland zu den Waffen, um sich gemeinsam mit den Söldnern vom Verlorenen Fähnlein den Drachengardisten entgegen zu stellen. Ach, wie blitzten und blinkten die Brünnen der Rondrianer, als die Wolkendecke nach sieben Götterläufen ewigen Totenwetters aufriss und die ersten Strahlen der Praiosstrahlen die geschundene Stadt erhellten! Preiset die Herrin RONdra, die uns die Kraft schenkte, diese Lande von der Knechtschaft durch Dämonenbündler und Untod zu befreien!



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  • 15. Oktober 2020, 18:05:47
Posaunenhall
« Antwort #144 am: 15. Oktober 2020, 18:05:47 »

Posaunenhall


Diarium des Abelmir yha Mhorenis
5. Travia 1028 n.BF.

Endlich ist die Stadt Warunk durch den heldenhaften Einsatz der Rondrianer gefallen. Unsere Beteiligung daran wird
wohl in den Geschichtsbüchern fehlen oder bewusst verschwiegen werden. Sei es drum, wir sind nicht angetreten um
persönlichen Ruhm oder Ehre zu gewinnen sondern um die schwarzen Lande und ihre Herrscher zu besiegen.
Wir trafen Rafim, der seinen eigenen persönlichen Kampf in den Stadtmauern führte, auf dem Marktplatz und berichteten
ihm von den Geschehnissen in der Oberstadt. Als wir erneut in die Oberstadt gehen wollten fanden wir ein Pferd
dass unter einem Balken eingeklemmt wurde. Just als ich als Pferdeliebhaber diese Kreatur von ihren Leiden erlösen wollte
schickte sich Rafim an den Balken mithilfe seiner ungeheuren Körperkraft zu heben was ihm auch erstaunlicherweise leicht gelang.
Zu meinem großen Erstaunen verwandelte sich dann das Pferd in eine unbekleidete Schönheit mit dem Namen
Zulhamin al Schabrah, eine Rahjageweihte aus Fasar. Sie erklärt uns das ein marodierender Oger ihre Tiergestalt in dieses Haus
warf als dieser die Reiterin, eine Rondrageweihte auf ihrem Rücken, angriff. Sie bat uns sogleich um Hilfe ihre Gefährtin zu suchen.
Nach kurzer Suche auf den unübersehbaren Spuren des Ogers fanden wir dann die Sennenmeisterin des Südens der Rondrakirche,
Bibernell ay Baburin und eine weitere tote Rondrageweihte. Die Sennenmeisterin bat uns Sie mit ihren toten Gefährtin alleine zu lassen
und so begaben wir uns zusammen mit unserer neuen Gefährtin in die Oberstadt.

Dort trafen wir auf das Schwert der Schwerter, Ayla von Schattengrund, die uns für unsere Hilfe bei der Rückeroberung dankte und sicherte uns zu,
dass das Reich und insbesondere die Kaiserin Rohaja dies nicht vergessen wird. Auch mein alter Freund, der ehemalige Markgraf von
Warunk Throndwig von Bregelsaum kam hinzu mit einem alten Bekannten, den Ritter Dankward von Finsterkamm. und bedankte sich bei uns.
Eine denkwürdige Szene ereignete sich als ein Bannstrahler auf Yarlan zutrat und ihn als Ketzer beschimpfte. Praiodan von Bregelsaum wollte Yarlan
an Ort und Stelle festnehmen um ihm einen Prozess in der Stadt des Lichts in Gareth zu machen. Ayla verwies ihn ob dieser unwürdigen Szene einen
Helden der Schlacht anzuklagen vom Platz. Dieser zerbrach sein Schwert vor Yarlan und versprach, dass in dieser Sache noch nicht das letzte Wort
gesprochen sei und verschwand dann mit Zornesröte. Yarlan hob die Bruchstücke des Schwertes auf und äußerte uns gegenüber dass er fürchte das
es erneut zu einer Kirchenspaltung kommen könnte.

Zulhamin, die Geweihte aus Fasar schlug Ayla vor eine Siegesfeier zu Ehren des Sieges in Warunk zu feiern und Ayla bat Sie diese zu organisieren.
Nach dieser turbulenten Zeit waren wir froh dass wir uns für eine kurze Zeit in der Villa des Rakolus ausruhen konnten.
Nach einer kurzen Rast trafen wir uns im Herrensaal der Villa zu weiteren Beratungen ein um den weiteren Verlauf unserer Unternehmung zu besprechen.
Ich bemerkte rot aufleuchtende Runen auf dem Portal im Herrenzimmer und machte meine Gefährten darauf aufmerksam. Die Runen zeigten das Zeichen der
Bruderschaft der Wissenden und ich überzeugte meine Gefährten, dass ich alleine nachsehen sollte und trat durch das Portal in den Turm. Zu meiner
Überraschung traf ich Deveron Elgarstyn, den Anführer der Schatten, seelenruhig in einem Sessel sitzend vor. Er sprach mir den Dank der Schatten aus und
versprach mir neue Unterweisungen in der Kunst der Schatten sobald ich diese benötige. So gestärkt in meinen Bestrebungen kehrte ich zurück und erzählte dem
Rest dass es lediglich Astralfluktuationen im Limbus wären und der Turm immer noch verlassen sei.

Isarun und Yarlan, mit Hilfe des eingetroffenen Eldan Gorbas verbrannten derweil aus ihrer Sicht ketzerische Bücher und mir blutete das Herz als ich sah wie zahlreiche
Geheimnisse in Rauch und Flammen aufgingen. Zum Glück war ich umsichtig genug die Aufzeichnungen des Rakolus über seine Forschungen zu
Limbus- und Temporalmagie mittels Magie zu memorieren oder beiseite zu schaffen. Außerdem konnte ich noch drei spezielle Werke dem Zugriff dieser Feinde der
magischen Forschung zu entziehen. Zulhamin bereitete derweil das Fest vor und wir bereiteten uns für das Fest vor. Dies war keine leichte Aufgabe da unsere Kleidung
sehr unter den Strapazen, die wir in Warunk erleiden mussten, ebenfalls gelitten hat. Nichtsdestotrotz wurde es ein rauschendes Fest, dass nur kurzzeitig von einer
dunklen Gestalt am Himmel unterbrochen wurde und uns für einen Moment die Schrecken der letzten Wochen vergessen lässt. Selbst Isarun, sonst kein
großer Freund von Festen und Geselligkeit, ließ sich zu einem Tanz mit Assavo hinreißen. Ob da erste zarte Band mit unserem Drakoniter geknüpft wurden.
Die Zukunft wird es zeigen.

Ayla überreichte uns in einer Zeremonie die gelbe Schärpe der Rondrakirche und die Aufnahme in die Heldenrolle in Arivor. Boltax, so berichtete er uns später, sei bei
seiner Suche in Mengreyths Haus nach Alchimika auf einen Spiegel gestoßen der den Geist seines Bruders zeigte und jetzt sei er zuversichtlicher denn je das er seinen
Bruder finden und erlösen könne. Rafim war von den Drohungen der Korgeweihten in Warunk im Vorfeld der Schlacht gegen seine Gefährten erzürnt und drohte
der Geweihte mit Blutvergießen sollte sich dies wiederholen. Am nächsten Morgen wollten wir über Beilunk, Perricum nach Gareth zurückreisen.

15. Hesinde 1028 n.BF.
Wir trafen nach langer Zeit in Gareth wieder zusammen. Jeder einzelne meiner Gefährten beschäftigte sich mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten und wir
hatten geraume Zeit keinen Kontakt zueinander. Ich hatte mich mit den Aufzeichnungen des Rakolus von Schrotenstein beschäftigt und bin hoffnungsvoll, dass ich mir großes
Wissen daraus aneignen kann. Der aventurische Bote, sonst eine verlässliche Quelle für Neuigkeiten, verbreitete Falschmeldungen und Unwahrheiten über den schwarzen Drachen.
Ich fragte mich was die Schreiber damit bezwecken oder ob sie einer falschen Information aufgesessen sind. Auch gibt es Neuigkeiten zu Answin von Rabenmund
und Selindian Hal. Ich weiß nicht ob ich dies noch glauben kann oder will. Rafim hat wohl in einem mysteriösen Ritual der Rahjakirche, mit Hilfe unserer neuen Gefährtin Zulhamin,
die Bindung zwischen sich und seinen geliebten Bären noch verstärkt. Ich weiß nicht was ich davon halten soll, dass sich ein Krieger wie Rafim sich an ein monströses Haustier bindet.
Wer ist jetzt das Haustier von wem ?

Assavo berichtete dass er nach Kiaras Ausschau hielt den wir in Warunk aus den Augen verloren haben. Er sagte dass sich seine Spur zuletzt in Mendena verlief.
Boltax traf sich wohl mit anderen Geoden um irgendwelche merkwürdigen Rituale in Steinkreisen zu vollziehen. Warum Sie das unbedingt nackt, wie er berichtet hat, tun müssen entzog sich
meiner Vorstellung.  Zwerge, was soll man sagen ? Isarun ist derweil in meiner ehemaligen Gilde schwer beschäftigt. Vermutlich bereiten sie die Bücherverbrennung zukünftiger
Folianthen vor und aktualisieren entsprechende Vorschriften hierzu. Ich wurde gebeten einen Brief an Rohaja mit einer Bitte um eine Audienz zu formulieren, den wir nach getaner Arbeit
sogleich versandten. Wir erhielten nach kurzer Zeit Antwort und wurden in die Residenz der Kaiserin begleitet. Dort erhielten wir den Auftrag nach Rommilys zu reisen und
die Fürstin von Darpatien, Irmegunde von Rommilys zu unterstützen sowie, falls es möglich ist, ihren Bruder zu verhaften. Dieser sei auf Seiten Answin von Rabenmunds und daher als
Reichsverräter zu betrachten. Wir sollten zudem die Aktivitäten Answins an der Trollpforte im Auge behalten und nötigenfalls Rohaja darüber informieren. Rafim erhielt einen reichsweiten
Dispens für das Führen eines Bären von Rohaja.

Wir erreichten nach fünf Tagen auf der Reichsstraße Rommilys und machten der Fürstin unsere Aufwartung. Diese forderte uns auf nach Answin Ausschau zu halten und dafür in den Norden
Darpatiens zu reisen. Sie bat uns vordergründig, wie sich später herausstellt, ihren Bruder zu verhaften und zu übergeben. Boltax und Isarun berichteten später das sie glauben, dass die
Fürstin in dieser Sache log. Wir müssen hier sehr vorsichtig agieren wie es scheint. Ich frischte meine Bekanntschaft mit dem Bürgermeister von Rommilys, Reichhart von Berlinghan-Oppstein, auf
und erfuhr zahlreiche Neuigkeiten aus Darpatien. Isarun forschte in der örtlichen Akademie nach was mit diesem merkwürdigen Labyrinth unter Rommilys geschehen war und erfuhr das dies wohl
ein Magnum Opus des Ewig Rastlosen war und unbekannten Zwecken diente. Es sei derweil wohl aber verschwunden. Yarlan predigte zu den Bürgern dieser Stadt vom Lichtbringer Albuin.
Ob er sich damit einen Gefallen tat bleibt zweifelhaft.
Bei Praiosaufgang wollten wir zu einem Efferdkloster unter einem Wasserfall aufbrechen. Mögen die Götter uns beschützen.




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  • 15. Oktober 2020, 18:07:41
Die Schlacht der drei Kaiser
« Antwort #145 am: 15. Oktober 2020, 18:07:41 »

Die Schlacht der drei Kaiser


Tagebuch des Rafim Ibn

Moin Tagebuch,

Wir haben den 20 Hesinde und zu meinem Leidwesen latschen wir mal wieder durch die Gegend.
Ich weiß, ich weiß ich sage das immer wieder. Aber ist halt auch wahr.
Wir stehen nun an diesem riesigen Wasserfall. Sieht schon ganz nett aus, aber wie wir jetzt über den Fluss kommen. Keine Ahnung.
Zum Glück finden wir eine Art Tunnel oder Höhle hinter den Wasserfall. Im Innern hocken irgendwelche Flüchtlinge, die außer heulen erst mal wenig tun. Und  sie erzählen uns von der Plünderung des Efferd-Tempels. Sie haben sich wohl versteckt. Und sonst haben Sie wenig getan. Sie erzählen uns das der Geist(Elementar) des Wasserfalls verletzt ist.

Na ja machen wir das ganz kurz. Boltax redet mit dem elementar ding. Dann passiert im Grund erst mal nix. Also weder was Gutes noch was Schlechtes. Also einfach nix.
Boltax kommt wieder und hat dem elementar ding wohl geholfen. Danach schwimmen Mira und ich durch den Fluss. Das Wasser ist Arsch kalt, aber sonst weiß ich nicht, wo das Problem mit schwimmen sein soll.
Weil die andern wieder mal nur Rumheulen. Aber irgendwann hören Sie auf zu heulen und schwimmen durch den Fluss.

Auf der andern Seite hat jemand beim Tempel Späher platziert. Aber die andern wollen die Leute wohl laufen lassen. Also laufen die Späher weg und sagen uns wir sollen ins .......(Keine Ahnung irgendein Haufen Scheiße den die ein Dorf nennen) gehen. Da hockt der böse Mann/Frau/Dämon oder was auch immer Sie bezahlt hat. Späher aus Al Anfa würden nicht so einfach reden, aber na ja es sind nun mal Mittelreicher.
Kaum sind die Jungs weg, langweilen mich die Magier. Sie reden über ein Wandbild. Und hoffen da irgendwelche Zukunftsvision draus abzulesen. Scheinbar ist das Bild magisch. Aber dann wurde es erst richtig langweilig.

Also denke ich darüber nach, ob Mira eine Plattenrüstung tragen kann. Ich werde Eisinger fragen. Der hat ja bestimmt Langeweile. Vieleicht brauche ich auch noch ein Magisches Dings. Ich muss mal fragen ob es die Magischen Dings auch für Bären gibt.





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  • 19. Oktober 2020, 11:29:43
Die Schlacht der drei Kaiser
« Antwort #146 am: 19. Oktober 2020, 11:29:43 »

Die Schlacht der drei Kaiser


21. HES

Galottas Turm bereits in Sichtweite bemerkten wir einen Uferseitigen Wachturm, der uns mittlerweile sicherlich bereits erspäht hatte.
Weitere Kundschafter erwartend machten wir uns bemerkbar und klopften an die Tür. Aber zu unserem grauen stellten sich die angeblichen "Holzfäller" als gut
bewaffnete Irrhalkengardisten. Nach einem Knappen aber harten Kampf löschten die Magier mit einer schrecklichen Zurschaustellung ihrer verfluchten Macht fast die gesamte
Truppe aus, nur ein leicht verbrannter überlebte und wurde zur befragung gefangen genommen.

Wie der Verräter, dem es im Blute liegt die seinen zu hintergehen, informierte uns, dass wohl Asmodeus sicht mi Truppen in Regimentsstärke auf Galottas Insel zurückgezogen hat
und auf Entsatz durch Yelnan von Dunkelstein wartet. Assavo wird von uns mit dem Gefangenen nach Rommilys entsand um der Fürstin Bericht zu erstatten.

22. HES.

Wir schlugen Mittags Lager nahe Dettenhofen auf und entsanden Zhulamin in den Ort um sich ein Bild der Lage zu machen. Es scheint so, dass sich einige Irrhalkengardisten innerhalb der Stadtwache
positioniert haben. Da allerdings keine offene Ketzerei von statten geht beschließen wir uns, den Ort vorerst zu umgehen.

23. HES

Unsere Ankunft in Bohlenburg ergab sich als wenig ereignisreich, zumal der Baron nicht im Ort weilt (Wie man uns Informiert ist Ucurian von Rabenmund der örtliche Machthaber). Im Bemühen Praios'
göttliche Ordnung zurück in die Mark zu bringen wurden die örtlichen Gesetze stark verschärft, bis zu einem Punkt an dem die Wirkung auf das Einfache Volk wohl bezweifelt werden darf. Der zuständige
Geweihte hingegen sieht dies als hinreichenden Stand der Rechtssprechung an. Kombiniert mit den seltsamen ketzerischen Gerüchten, die er über Albuin Invictus verbreitet vermute ich, dass eine baldige Ablösung
notwendig ist, sobald das Licht der neuen Sonne seine strahlen hierhin erstreckt. Meine Kameraden, allen voran Isarun, nehmen solche Gerüchte natürlich geradewegs auf um Praios' lebenden Heiligen nicht als legitim
anerkennen zu müssen. Da es hier nichts zu holen gibt werden wir morgen abreisen.

24. HES

In Begleitung einiger Pilger auf dem Weg nach St. Boronia schlugen wir unser Nachtlager auf. Als wir dem unheiligen Gesang eines Feldes heulendes Gras nachgingen kamen wir auf eine BLumenwiese voller Schmetterlinge.
Nach dem Hinweis der Magister, dass es sich hier um maigshce Lebewesen handelte nahmen wir unseren Rückzug.

25. HES

Ein erholsamer und recht freundlicher Aufenthalt auf Burg Mersingen informierte uns darüber, dass Answins Heer vor zwei Tagen in Richtung des Todeswalls gezogen sei. Wir folgen also.

26. HES

Endlich am Ziel unserer Reise erhielten wir Zeitnah (beinahe Sofort) eine Audienz bei Answin vR.
[Im folgenden ist ein längerer Absatz durchgestrichen]
Besser so: Der Mann insistiert darauf, sich selbst nicht zum Kaiser krönen zu wollen und die allgemeine Ansicht innerhalb der Bevölkerung ist seinen eigenen Aussagen nach eine unglückliche Entwicklung, welche seinen
Bemühungen zum trotz entstand. Die Ereignisse in Gareth im laufe des Orkensturmes streitet er selbstverständlicherweise ab. Auf die eine oder andere Weise werden wir seine Truppen brauchen um gegen den Drachen zu kämpfen, also
verbleiben wir skeptisch aber höflich.
Answin unterdessen ist entschlossen, sein eigentliches Ziel anzugehen: Den Todeswall! Als Zeichen Rohajas guten willens (auch wenn sie selbst dies sicherlich kaum gutheißen würde) bieten wir an, an der Schlacht Teilzunhemen und unsere
Expertise gegen die Paktierer zur Verfügung zu stellen. Auf die eine oder andere Weise werden wir uns sein Wohlwollen sichern müssen und dies erscheint mir dies die beste Möglichkeit zu sein.
Also geht es nun auf den Todeswall, Boron steh' uns bei!

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  • 19. Oktober 2020, 11:31:18
Die Schlacht der drei Kaiser
« Antwort #147 am: 19. Oktober 2020, 11:31:18 »

Die Schlacht der drei Kaiser

[…] am Abend. Und so standen wir in der Nacht des 27. Hesindes bei Sancta Boronia vor dem Todeswall und die Schlacht brach los. Albrax und unsere Brüder verschossen Glaskugeln gefüllt mit Silberstaub zu schrecken den Wolf. Wir aber entschieden uns in den Wall einzudringen und dem Befehlshaber dne Garaus zu machen. Also suchte ich eine probate stelle und fand ein von Zwergen errichteten Stollen. Und wie ich so hineinspähte sah ich Simax, ein Fingerzeig, und ich hörte Zwerge mit Spitzhacken graben. Also machte ich mich auf hinab, doch Simax war nicht da. Oh weh aber vier unserer Brüder, Xebrasch, Ondrasch, Kugrax, Sohn des Kundrasch und ein Hügelzwerg. Apfelwiese oder so. Aber sie waren Geister. Oh weh , und nur zu erlösen wenn ihr Werk , den Wall zu durchbrechen von Erfolg gekrönt wäre. Also ordnete ich einen sauberen Durchbruch an, wies Isarun, Rafim und Abelmir an 3 tragende Säulen zum Einsturz zu bringen, während Yarlan, der alte Angstmorfu sich in den Gang flüchtete.

 Durch den Wall hindurch navigierte uns Abelmir mit seinem schwarzmagischen Spürsinn bis wir in eine Kammer kamen in der uns ein gar finsterer Dämon erwartete. Hinter ihm traten zwei Gestalten hervor, ein Werwolf und ein Mensch mit wölfischen Zügen, Yelnan von Dunkelstein wie mir später erzählt wurde. Rafim nahm sich des Werwolfes an, unsere Rahjageweihte rief Rosenblüten herbei und mit elementarer Gewalt in Form eines silbrigen Erzstrahls durchbohrte ich diesen Dunkelstein. Der hatte besonders gesessen, weil ich glücklicherweise erkannt hatte dass auch er ein Werwolf zu sein schien. Den Dämon vernichtete Yarlan mit Licht und das wars dann. Wir inspizierten noch die Überreste des Lagers , stellten Dokumente und die Klinge von Dunkelstein sicher und machten uns auf den Rückweg. Zu meiner großen Freude konnte ich erkennen, dass als wir zurück durch den Stollen kamen die Zwergengeister Erlösung gefunden hatten. Scheinbar war das ein Nebeneffekt unserer Heldentat. Ich errichtete einen kleinen Schrein um ihnen zu gedenken und berichtete Albrax sofort davon.Er wird Briefe an die Familien schicken und eine Säule in Xorlosch errichten lassen.

Dann ging es weiter zu Answin dem Hageren, eigentlich ein ganz netter Mann aber er könnte ein , zwei Kilo mehr auf den Rippen vertragen. Er wollte seinen Gesandten zurück den Rohaja eingesperrt hatte, dann würde er uns helfen gegen den Drachen zu kämpfen. Also gut unser nächstes Ziel ist es, ihn zu befreien. Ich hatte ja einen Einbruch ins Gefängnis mittels Magie vorgeschlagen aber das kam bei den anderen nicht so gut an. Seis drum, interessanterweise war der besagter Alwan der ehemalige Liebhaber von Isarun, sowie ich das verstanden habe. Doch er ist in Ungnade gefallen weil er ihr einen Heiratsantrag auf einem Ball gemacht hat. Scheinbar blamiert das die Menschen, Rafim hat mich gefragt wie ich mich fühlen würde wenn er mir einen Antrag auf einem Ball macht. Ich ahbe erwiedert, dass ich ihm freundlcih sagen würde dass ich ihn mag aber er leider keine Zwergin ist. Wo wir bei dem Thema sind, Angroschmina war auch da. Jaja und mehr gibt es da auch nicht zu sagen, nichts was du wisssen müsstest. Also sind wir weiter, mehr ist an dem Tag unseres Aufbruchs nicht passiert. Also am Morgen des 27. Hesinde.

Dann ging es eine Weile weiter durch die Mark, in einem Dorf machten wir zu einem Fest für eine der Töchter Sumus halt, Sokramor. Isarun besiegte mich beim Balkentanz und unsere neune Freundin die Rahjani wurde von Yarlan bei diesem Wettsteit geschlagen. Wir verbannten eine Drachenpuppe, so muss das sein und erzählten von Sokramors Kindern, den Riesen. Es war ein guter Tag und die Draxpuppe brannte gut.  Auf unserer Reise nahmen wir uns noch ein paar Untoten in einer Scheune an und ein Vogt Silberpappe sagte wir sollen Rohaja von ihm Grüßen. Sag ich ihr wenn ich sie das nächste mal sehe. Kurz vor Gallys kam uns ein Verwundetes Pferd entgegen, das eine Nachricht dabei hatte. War wohl von einem Botenreiter. Also nahm ich die Nachricht an mich öffnete sie und las , dass wohl der Rabe von Punin, du weißt, dieser alte Mann der Rohaja ihre Erinnerungen wieder gegeben hat, Hilfe nach Wutzenwald schicken sollte. Yarlan regte sich, wie die vergangenen Tage im übrigen zum wiederholten male, über Kleinigkeiten auf und wir entschieden uns nach Wutzenwald zu ziehen. Er wollte zu Albuin aber wann haben wir schon jemals auf Yarlan gehört. Auf dem Weg , trafen wir auf Babaren und die waren furchtbar. Sie quälten ein paar…naja Irrhalkengardisten, aber trotzdem. Und als sie nicht aufhörten zu singen zwang ich sie dazu. Und wir ritten weiter. Mittlerweile hatten wir den Übergang von Hesinde zu Firun auch hinter uns und als wir so der Ortschaft Talf entgegenritten, da[…]


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  • 19. Oktober 2020, 11:32:18
Die Schlacht der drei Kaiser
« Antwort #148 am: 19. Oktober 2020, 11:32:18 »

Die Schlacht der drei Kaiser

Auszug aus dem persönlichen Tagebuch von Major-Maga Isarun von Spogelsen, Magistra i.s.m. des Ordo Sagittarum Luminis


02. Firun 1028 BF – Talf

[...] erreichten wir gegen Mittag das Städtchen Talf, das von seinen Bewohnerinnen und Bewohnern wohl ganz verlassen wurde. Hinter den mit aufgespießten Köpfen gezierten Zinnen der Stadtmauer fanden wir den Rondratempel niedergebrannt und die Taverne voller zerbrochener Möbel sowie etwa fünfzig Barbaren aus den Trollzacken – und unserem alten Bekannten, den Troll Grauelheim, der wohl besonders von der neben der Taverne gelegenen Imkerei angetan war. Die Barbaren verehrten den Troll wie eine heilige Gestalt und bedienten ihn mit süßem Honigmet und Bonbons.

Rafim marschierte sogleich auf den größten der Barbaren zu – Trak von Kekrach wurde er geheißen – und forderte ihn zum Zweikampf über die Herrschaft über Talf und den Barbarenhaufen heraus. Das Publikum schien sich vor der Weite des Himmels zu fürchten und verblieb in der Taverne, wo sie neugierig aus Tür- und Fensteröffnungen hervorlugten. Auch einen Schamanen hatten die Trollzacker dabei – "Schochzul" nennen sie diese Zauberwirker wohl. Abelmir, Boltax und ich behielten diesen Kerl genau im Auge; nicht dass er seinen Häuptling mit unlauterer Magie unterstützen wollte.

Trak von Kekrach war genauso ein Hüne wie Rafim und sogar gleich breit. Er schwang zwei gewaltige Barbarenstreitäxte, als wären es gewöhnliche Handbeile. Der Zweikampf war ungleich allem, was ich bisher gesehen hatte. Als ob zwei Berge aufeinander prallten. Beide Kontrahenten steckten Treffer ein, die einen durchschnittlichen Menschen entzwei gespalten hätten. Jedoch schien der Schochzul es als unehrenhaft zu empfinden, dass Rafim den Häuptling mehrfach umriss. Auch einige andere der Barbaren begannen zu murren und an den Griffen ihrer Waffen herumzufingern. Ich beschloss Rafim darauf hinzuweisen, dass er den Gegner auf den Beinen lassen sollte. Die Trollzacker schienen zufrieden zu sein und der Kampf ging weiter. Rafim schlug dem Barbaren die eine Axt aus der Hand und der Trollzacker schien schon beinahe besiegt, als er mit einem letzten gewaltigen Hieb ausholte und Rafim mit großer Wucht traf. Beide Kontrahenten stürzten leblos zu Boden. Die Zauberkundigen unter uns eilten gleich herbei, um unsere jeweiligen Gefährten zu heilen. Der Schochzul bediente sich dabei einer Art gemeinschaftlicher Blutmagie, bei der alle Trollzacker etwas von ihrer Lebenskraft spendeten, um ihren Häuptling wieder auf die Beine zu holen.

Rafim erwachte vor Trak von Kekrach und so hob Grauelheim unseren Gefährten in die Höhe und erklärte ihn zum König von Talf. Die Barbaren erkannten dies frohgemut an und luden uns in die arg mitgenommene Taverne ein, um mit uns zu feiern. Der Trollzacker Gonnach, den wir bereits in Markt Heidengrund getroffen hatten, überreichte uns einen sogenannten "Zebukrah" – einen Ritualdolch, welchen wir Rafim als Zeichen seiner Häuptlingswürde überreichen sollten. Währenddessen erzählten uns die Trollzacker einige interessante Dinge über ihre Sicht der Welt. Auch sie hatten vor langer Zeit schon einmal gegen den "Schwarzdrach" gekämpft und sind grundsätzlich bereit, dies erneut zu tun. Im Süden wissen sie den "Leuchtemann", der böse Geister tötet. Im Nordwesten sind die Wälder um Wutzenwald herum voller Untoter, außerdem gäbe es dort Kinder und "Tiefgeborene". Im Westen wohnt eine Hexe, deren "Mondmacht" groß sei und die "böse Geister" habe.

Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die Hexe, welche wir bereits vor fast einem Götterlauf hier angetroffen haben. Sie schien relativ harmlos zu sein. Boltax war dennoch neugierig und beschloss sie zu besuchen, wobei Zhulamin ihn beschützen wollte. Auch Gonnach bat seinen neuen König um die Erlaubnis, die beiden zu der "Mondmacht-Frau" zu begleiten. Währenddessen blieb Rafim noch ein wenig in Talf, um sich zu erholen. Danach sollte es mit Abelmir nach Norden gehen, den Wutzenwald von Untoten befreien. Yarlan und ich setzten jedoch unseren Plan um, dem früheren Illuminatus Albuin von Bregelsaum, von den Trollzackern "Leuchtemann geheißen, einen Besuch abzustatten.

03. Firun 1028 BF – Gelborn "Sonnenland"

Nach einer Tagesreise zu Pferd erreichten Yarlan und ich die südliche Bockelburg, wo das Banner von Gräflich Zweimühlen im Wind flatterte – merkwürdig, eigentlich sollte diese Gegend doch das Banner von Zwerch tragen? Wir ritten offen auf die Burg zu und zeigten gar unsere leeren Hände, doch wurden wir von sicherlich fünfzehn Bogenschützen auf den Zinnen mit Pfeilen begrüßt. Da machten wir lieber einen Bogen um die Burg und näherten uns dem Dörfchen Mühlheim (hier in der Gegend hat anscheinend jedes zweite Kaff etwas mit Mühlen oder Wutzen zu tun). Doch auch hier reagierte man abweisend auf uns: ängstlich versteckten sich die Mühlheimer vor einem Bannstrahler und einem Pfeil des Lichts in ihren Häusern. Ein halbwüchsiger Bursche, der zitternd in seinem Wachtürmchen saß, berichtete uns schließlich, dass der Herr Albuin hier immer nach Hexen suche und schon einige angebliche Hexen fortgeschleift habe. Marianne, die Weibelin von der südlichen Bockelburg, habe geraten sich zu verstecken, denn sicher käme der Herr Albuin wieder zurück, um noch mehr angebliche Hexen zu verschleppen.

Wir ritten weiter gen Süden und erreichten schließlich den Flecken Gelborn nahe den sogenannten Zauberersümpfen (welch alberner Name). Hier angekommen eröffnete Yarlan mir aus heiterem Himmel, dass ich all mein Gold an den Herrn Albuin und seinen Hof abzugeben habe, weil alles Gold dem Herrn Praios gehört. Das mag wohl sein, doch ist dies wohl ein höchst ungewöhnlicher Brauch. Mit hochgezogener Augenbraue übergab ich Yarlan also, was ich an Gold dabei hatte, denn anscheinend dürfen Zauberkundige das nicht selbst tun (oder so etwas). Wir erreichten den Wehrhof, "Sonnenland" geheißen, wo der Herr Albuin mit seiner Braut Erasthona Hof halten solle, und die Goldübergabe wurde vollzogen. Von den Anhängern des Albuin, die unsere Pferde entgegennahmen, erfuhren wir, dass Answin d. Ä. von Rabenmund den Herrn Albuin aus Talf vertrieben habe und sie deswegen hier im Süden seien. Außerdem haben sie von hier die Geister vertrieben. Auf dem Weg zum Haupthaus des Wehrhofes wurden wir an zwei angeketteten Gestalten vorbeigeführt: einer angeblichen Hexe und einem um Gnade bettelnden Grolm. Während ich wenig Mitleid mit dem Grolm hatte, hatte ich doch meine Zweifel an der Schuld der angeketteten Frau. Auch den Schädel des Heiligen Gilborn bekamen wir zu Gesicht; eine wahrlich wundersame Reliquie, in deren Gegenwart ich meine Sternenkraft seltsam gezügelt spürte.

Der frühere Illuminatus empfing uns durchaus freundlich und berichtete uns eher vage von den Geschehnissen, die ihn zu diesem Ort geführt hatten. Vorsichtig begann ich nach seinen Plänen zu fragen, wollte ich mir doch selbst ein Bild von demjenigen machen, den Yarlan ohne zu zögern als PRAios' leibhaftigen Sohn anerkannt hatte. Er berichtete, dass in Auweiler angeblich eine Magokratie bestünde, inklusive Chimären. Die Bitte, sich um die Reinigung der Trollmauer zu kümmern, nahm er an, schien sie aber auf die gleiche Prioritätsstufe wie die Vernichtung von Bohlenburg zu stellen, wo der ansässige Praiosgeweihte böse Gerüchte über ihn verbreitet habe. Außerdem sei Gareth nicht wichtig – ja, selbst die Kirche des PRAios sei nicht wichtig! Ein aufschlussreiches Gespräch, bei dem ich mich durchaus mehrere Male zur Ordnung rufen musste, um dem ehemaligen Illuminatus nicht zu widersprechen. Auf die angekettete Frau angesprochen, sagte er, dass es sich hierbei um eine Hexe handele, denn sie wurde... beim Kräutersammeln angetroffen und daraufhin gefangen genommen. Die Allweise habe Erbarmen mit Toren, die sich einer solchen "Logik" bedienen! Also bot ich dem Herrn Albuin an, dass ich die "Hexe" gern außerhalb des "Sonnenlandes" untersuchen und befragen will, ob sie denn auch tatsächlich eine schädliche Zauberwirkerin sei. Großzügig überließ er mir die Frau und trug mir auf, sie Seiner Spektabilität Foslarin zu übergeben, mit dem er "einen Pakt eingehen" wolle – was auch immer das bedeuten mag. Die Pfeile des Lichts sollen über die "Hexe" richten.

Zum Abschied gab der Herr des "Sonnenlandes" uns seine Hand. Ein gar merkwürdiges Erlebnis für mich! Meine Hand wurde seltsam taub und ich fühlte, wie das Nayrakis aus ihr ebbte. Der Herr Albuin scheint wahrlich vom Herrn PRAios berührt zu sein. Ich hatte wahrlich schon vielen Dienern des Fürsten der Götter die Hand gereicht, doch ein solches Erlebnis hatte ich noch nie. Ich habe viel nachzudenken auf unserem Rückweg zu unseren Gefährten...


~*~*~


Aus einem Gespräch zwischen einer unbekannten Hexe und ihrem gefiederten Vertrauten, geführt im Madaschein am Höllngrund-See, Anfang Firun 1028 BF

"Treuer Sabriel, was hast du in Widmannshus gesehen? Ist unsere Schwester, das verräterische Miststück, immer noch in unserem Heiligtum?"

"Kraaah... als ich kam, war sie noch da. Miststück! Viel willensschwaches Volk um sie. Schufteten tagein, tagaus, krah. Hielt sich für eine Königin."

"Königin, pah! Dass ich nicht lache. Hat sich schon immer gern bedienen lassen, aber das ist auch das Einzige, was sie mit einer Königin gemein hat. Flucht wie eine Rollkutscherin, säuft wie ein Loch und hurt herum, das Biest. Erzähl weiter, Sabriel."

"Kamen drei neue Menschen, krah. Ein großer Stinker aus Talf. Ein kleiner Stinker von untertage. Eine Frau von weither. Roch nach Rosen und Pferd, krah."

"Und sie haben sich auch in Allariels Netz einspinnen lassen, hm?"

"Großer Stinker und Rosenfrau, ja. Kleiner Stinker, nein. Kleiner Stinker, erdverwurzelt, Sumu nah. Hat das Miststück gewittert, krah."

"Ein Druide? Nein, wie heißen noch gleich diese Druidenzwerge? ... Mir fällt's nicht ein, Sabriel. Fahr fort."

"Erdstinker wollte, dass das Miststück ihm gegen Schwarztotschwinge hilft, kraaah. Aber sie ist feige. Will nicht kämpfen. Will versteckt bleiben und weiter Königin spielen. Erdstinker spielte das Spiel mit und bat Rosenfrau um einen Gefallen, als sie allein waren. Rosenfrau sprach und ihre Göttin schenkte ihr und Erdstinker Frieden und Klarheit. Rosenfrau erkannte den Zauber des Biests, krah."

"Und dann? Haben sie dem Miststück den hässlichen Kopf abgeschlagen? Hah, das würde ihr Recht geschehen."

"Kraaah... nein. Erdstinker lockte das Biest auf einen Spaziergang. Da rief er die Mutter Sumu an und das Erdreich tat sich auf und verschlang Erdstinker, Rosenfrau und Königin Miststück, mit Haut und Haar. Verschwunden waren sie, geradewegs in Sumus Leib, krah!"

"Hah! Mutter Sumu hat geholfen, die heilige Stätte ihrer Tochter aufzuräumen! Ich hoffe, sie haben die blöde Schnepfe da unten zurückgelassen. Soll sie zwischen Steinen und Wurzeln vermodern, dann hat es sich mit ihrer ach so tollen Schönheit."

"Und du, Herrin, was hast du im Norden gesehen, krah?"

"Nun, die großen Stinker aus Talf, wie du sie so schön genannt hast, sind gemeinsam mit ihrem neuen Häuptling und einem Kerl in einer schwarzen Robe nach Wutzflucht marschiert. Den Schwarzberobten haben sie vorgeschickt, der war wohl der Späher."

"Oder entbehrlich, krah-ha-ha."

"Oder das. Er hat die Leute von Wutzflucht befragt und von Martan Kindervater gehört."

"Kindervater schmiedet Kinderkrieger, krah."

"Genau, Sabriel. Sie sind also schnurstracks in Richtung Zorkforst. Vor Kreutzmarkt sind sie wieder stehengeblieben, also der neue Häuptling und die großen Stinker. Den in der schwarzen Robe haben sie wieder vorgeschickt. Er also auf den Marktplatz des verlassenen Marktfleckens und hat auch gleich Martan Kindervater an seiner Schmiede getroffen. Der hielt den Schwarzberobten für einen Nekromanten und rief gleich die Kinderrotte: sie sollten ihn fesseln und knebeln. Er versuchte noch wegzulaufen, aber da hatten sie ihn schon und schleiften ihn in eins der Häuser."

"Und der Häuptling?"

"Dem wurde nach einiger Zeit langweilig und er ist mit seinen Stinkern auf den Marktplatz marschiert. Weiß nicht, was genau er Marten gesagt hat, aber der wirkte nach kurzer Zeit überzeugt und rückte den Schwarzberobten wieder raus. Es gab noch ein bisschen Palaver, aber am nächsten Tag sind sie weiter gezogen nach Wutzenwald. Dort war eine schreckliche Stimmung, Sabriel, das kann ich dir sagen. Ein Gefühl wie eine Gewitterwolke, die den Horizont überspannt. Der Baron Aldoron von Wutzenwald hatte eine Gruppe zu Hilfe eilender Boronkrieger für Untote gehalten und sie allesamt niederreiten lassen. Einer hat noch überlebt, der hat bitterlich geweint."

"Baron ist blind, krah?"

"Ach Sabriel, du weißt doch, dass die gewöhnlichen Menschen im Dunklen nicht so gut sehen wie du und ich. Jedenfalls hat der Schwarzberobte versucht, den Baron zu trösten. Und dann haben sie sich mit den großen Stinkern gesammelt, um die Untoten in den Wäldern zu vernichten."

"Gut, gut. Und nun? Talf ist wieder leer... Sabriel mag Honig stibitzen."

"Nun, da hast du natürlich Recht, mein Lieber. Lass uns nach Talf fliegen. Wer weiß, was uns dort noch für Abenteuer erwarten. Auf, auf!"



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