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Autor Thema: Reflektion  (Gelesen 2317 mal)

Ginstor

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  • 13. Mai 2018, 14:47:40
Reflektion
« am: 13. Mai 2018, 14:47:40 »

In der Vergangenheit habe ich auf der DZ einige „Projekte“ angestoßen, die mehr oder weniger erfolgreich waren.

Eines dieser Projekte war die Entwicklung eines Shadowrun Rulesets für FantasyGrounds2. Das Ruleset wurde durchaus auch genutzt, wurde aber erst später von jemand anderem fertiggestellt (Shadowrun4 gibt’s noch bei FG zum Download). Sprich, ich habe es begonnen, aber nicht zu Ende gebracht. Und hier lag auch schon der erste Knackpunkt, denn ich mag es zwar initiiert haben, aber es waren viele andere daran beteiligt und zwar auch maßgeblich. Dennoch glaubte ich damals die Verantwortung und zwar alleinig, auf mich nehmen zu „müssen“. Irgendwann dann während des Projektes hat es nicht mehr so richtig geklappt, es wurde schwieriger und es entsprach alles nicht mehr so ganz „meinen“ Vorstellungen. Etwas hatte sich geändert und ich war einfach zu starr, da ich glaubte, dass wir das vorbestimmte Ziel, dass wir uns gesetzt haben auch genau so erreichen müssten. Bei jedem war dann irgendwann die „Luft“ heraus. Wir haben es dann noch so einigermaßen abgeschlossen, aber ein richtiger Erfolg war es leider nicht. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir alle nicht so die Experten waren und ich mein „Wissen“ über Projekte nicht wirklich anwenden konnte, denn schließlich waren die Beteiligten nicht „meine Mitarbeiter“. Wir hatten bis dato nicht nur ein tolles (aber unfertiges) Regelwerk geschaffen, sondern auch jemanden, der absolut tolle Graphiken dazu gemacht hatte. Aber anstatt ihm freien Lauf zu lassen, dachte ich, ihn immer wieder einschränken und zielrichten zu müssen. Ein weiterer Fehler, der nur Motivationsverlust nach sich zog.

Dennoch habe ich nicht nur viel dadurch gelernt, sondern habe auch vieles über mich erfahren.

Ein anderes Projekt war „Das Raad“. Als Idee ist es auf einer DZ Con entstanden und alle Beteiligten waren Hype und haben sofort nach der Con angefangen daran zu arbeiten. Anfänglich waren die Ideen und Zusammenarbeit toll, aber dann kamen wir an mehrere Problempunkte. Eines der Probleme war, dass es sich wie eine „Competition“ anfühlte, wer mehr schaffen konnte. Die einzelnen „Teile“ wurden unterschiedlich betrachtet, gehandhabt und waren auf vollkommen unterschiedlichen Leveln und Niveau. Der ein oder andere „Teil“ des „Raads“ wurde auch in Testspielen bespielt. Einer von uns hatte absolut geniale Arbeit abgeliefert mit Ideen, Geschichten, Beschreibungen, die wirklich hervorragend und gut zu lesen waren. Er war mit seiner Gestaltung und Planung weit vor allen anderen. Da war so viel Energie und Power dahinter, dass ich ihn nicht stoppen oder bremsen wollte, obwohl ich (und andere) erkannt habe(n), dass es ein Problem war. Und da war auch ein weiterer Knackpunkt, „Ich“ habe gedacht, ich müsste das Problem lösen. Ich dachte auch, dass ich das Projekt „leite“, weil wir das so besprochen hatten. Ich dachte, weil ich schon so einige Projekte erfolgreich geleitet und zu Ende gebracht habe, schaffe ich es auch hier. Aber wie kann ich ein Projekt leiten, welches aus lauter Freiwilligen bestand? Wie konnte ich Probleme ansprechen, ohne die Freiwilligen zu beleidigen oder auf die Füße zu treten und gleichzeitig auch den Drive der Bestand beibehalten. Ich wollte es besser machen als beim vorherigen Projekt. Diesmal wollte ich es auch nicht alleine bestimmen, aber Verantwortung, jedenfalls dachte ich damals so, lässt sich nicht übertragen. Und ich fühlte mich verantwortlich.

Leider wurde das Projekt irgendwann auf Eis gelegt, da es überall einfach nicht mehr gepasst hat und anstatt Spaß zu machen, in Arbeit ausartete. Die Motivation ging verloren und „Das Raad“ blieb stehen….

Ein weiteres Projekt, „Game of Thrones“, wurde vor mehr als einem Jahr begonnen. Alle Spielleiter dort haben ihre Ideen zusammengeworfen und es hat richtig gut begonnen. Leider ist dann einer der drei Spielleiter gänzlich verschwunden. Wir vermuten, dass es etwas Schlimmes im RL geschehen ist, aber leider konnten wir das nicht nachvollziehen. Von den 3 Gruppen ist die Gruppe des verschwundenen Spielleiters, auch leider nicht sehr erfolgreich gewesen, die anderen beiden aber schon. Wir fanden einen Weg uns damit zurechtzufinden und das Szenario entsprechend anzupassen. Dann ist auch mir einiges wiederfahren, dass nicht schön war. Glücklicherweise konnte ich als Spielleiter ersetzt werden. Ich bin sehr dankbar dafür und ich bin absolut erfreut, dass es sogar besser vorangeht als mit mir als Spielleiter. Was die beiden Gruppen und Spielleiter gemeinsam erreichen ist immer wieder toll zu lesen und am besten ist es, dass sie Spaß dabei haben. Dennoch habe ich erkannt, dass ich auch hier (zwar nicht so wie in den vorherigen Projekten) an einigen Stellen falsch reagiert habe und falsche Voraussetzungen für mich hatte. Ich hatte ein wenig gelernt.
Was soll das jetzt alles, warum schreibt er das?

Zum ersten, weil ich jedem, der an diesen Projekten teilgenommen hat, dankbar bin. Es war eine Freude mit euch zusammenzuarbeiten. Ich konnte aus den Projekten sehr viel mitnehmen. Erstaunen, was alles möglich ist.
Freude, wie hoch Motivation sein kann.
Augenöffnende Idee, die ich so noch nicht gesehen hatte.
Traurigkeit, weil es zu Ende ging, ohne wirklich „abgeschlossen“ zu sein, bzw. einen Weg für die Zukunft zu haben.
Scham, weil ich glaube zum Großteil für das Scheitern verantwortlich zu sein.

Zum anderen, weil ich mich entschuldigen möchte, denn ich habe damals Dinge vorausgesetzt, ohne sie abzustimmen und zu kommunizieren (ich glaubte nicht, dass ich das müsste). Ich habe „Wissen“ eingebracht, über die Methodik, die sich jedoch so wie ich sie kannte, nicht anwenden lies. Es tut mir heute noch im Herzen weh zu sehen, was alles schon geschafft worden ist, nur um dann zu sehen, dass es nicht nutzbar ist.

Das ist der ganze Grund?

Nein, ist es natürlich nicht. Heute weiß ich, dass ich versagt habe, weil ich keine Methodik in der Hand hatte, so ein Projekt mit einem Team in einer solchen Umgebung durchzuführen. Heute weiß ich, dass keine ordentliche, aber agile, Zielsetzung gegeben war. Heute weiß ich, dass es andere Methodiken gibt, die nicht hierarchisch sind, die man bei solchen Projekten anwenden kann. Heute weiß ich mehr darüber, was damals falsch gelaufen ist. Heute weiß ich, dass ich einen Schuh anziehen wollte, der nicht richtig passte, aber ich hatte auch keinen anderen Schuh.
Aufgrund meiner Arbeit habe ich mich mit Soziokratie, Holacracy, Agilen Umgebungen, aber auch PRINCE (Projekts in a Controlled Environment)   befasst. Heute würde ich vieles in den Projekten anders angehen. Aus diesem Grund habe ich alle Projekte meiner Vergangenheit reflektiert, die Guten, wie die schlechten, jeden Falls so weit, wie ich mich noch daran erinnern konnte. Jedes Projekt hat mir geholfen dort zu stehen, wo ich jetzt bin. Ich konnte einige Fehler entdecken und sehr viele Möglichkeiten, wie ich Dinge besser hätte angehen können, bzw. welche Methodik besser angewendet hätte werden können. Gerade auch die Projekte bei der DZ haben mir vieles beigebracht, was ich derzeit gar nicht einordnen konnte. Erst heuer kann ich Dinge, die in den Projekten geschehen sind einordnen und „meinen Finger auf das Problem legen“.

Falles jemand mit Projekten und Organisationsstrukturen zu tun hat, dann würde ich empfehlen sich einmal Soziokratie, Holacracy und reinventing Organizations anzuschauen. Auch die Agilen Projektmethoden, wie z.B Scrum, sind sehr interessant. Falls jemand Diskussions- oder Redebedarf darüber hat, dann schreibt mich an, ich habe derzeit Redebedarf und Wissensdurst 😊. Ich teile auch sehr gerne mein Wissen darüber, das zum Großteil noch nur theoretisch ist, aber teilweise auch bereits praktisch.

Euer Ginstor
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Skalfloc

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  • 13. Mai 2018, 19:11:46
Re: Reflektion
« Antwort #1 am: 13. Mai 2018, 19:11:46 »

Moin Ginstor,

vielen Dank für deine Ehrlichkeit; ich begrüße deinen Mut es öffentlich gemacht zu haben.

Es ist nicht nicht schlimm, wenn etwas nicht klappt oder aus dem Ruder läuft. Denn nur aus Fehlern, kann gelernt werden.

Kopf hoch und einfach weiter machen.

Gruß

Skalfloc

Ps: Wir sind alle nur Menschen, und keiner weiß alles.
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Eisenkessel

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Re: Reflektion
« Antwort #2 am: 13. Mai 2018, 19:13:07 »

Ich habe nun darauf erst mal ein Glas Kesselfang getrunken.
*prost*

Ich weiß nun nicht, was du denkst oder erwartest was man hier schreiben soll.
Ich fand es jedenfalls Klasse das du es überhaupt seinerzeit versucht hast.
Außerdem sind ja auch einige Projekte an denen du mitgewirkt hast, durchaus was geworden.

Ohne dich hätte Verohk das DSA RS nicht hinbekommen. Mir hast du auch immer mit einem Rat zur Seite gestanden.
Auch Projekte von mir sind nie fertig geworden oder fertig geworden und dennoch gescheitert.
Das hat aber immer eine menge an Gründen. Ebenso wie bei dir.

Also Kopf nicht hängen lassen und weiter machen. Wird schon. Du weißt ja: "Nicht verzagen, Kessel fragen, dann versagen"  ;D  ;D  ;D

 
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Grüße
Eisenkessel (Torben)

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ErikErikson

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Re: Reflektion
« Antwort #3 am: 13. Mai 2018, 20:07:51 »

Was ist denn das Problem gewesen, als der eine beim "Raad" so vorgestürmt ist? Wie kann man dann "zuviel" content produzieren?
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Ginstor

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Re: Reflektion
« Antwort #4 am: 13. Mai 2018, 21:19:27 »

Danke Skal und Eisenkessel :). Manchmal muss man einfach Dinge von der Seele schreiben. Ich habe nicht erwartet, dass irgendwer etwas dazu schreibt, aber vielleicht dass der eine oder ander sich mal über die Schlagworte am Ende informiert. Das hat mich inspiriert und mir einige Dinge aufgezeigt, von denen ich wusste, dass etwas falsch ist, aber nicht was.

@Erik
Danke Dir für die Frage.

In einem Team ist es schwierig eine bestimmte "Pace" zu halten, die für ein Projekt gut ist. Das ist es, was ich damals erwartet hatte, eine bestimmte Pace auf ein bestimmtes Ziel hin. Deshalb habe ich damals geplant und habe versucht den Plan einzuhalten. So wie ich es gelernt hatte und erfolgreich war.

Jemand hat mir dann einmal einen Vergleich dazu genannt. Es ist wie ein Fahrad und eine Fahrt zu planen und dann jemanden drauf zu setzten und ihm die Augen zu verbinden und dann losradeln zu lassen. Meine Pläne waren damals einfach so gut, dass ich nie diesem Problem aufgesessen bin. Ein wenig Können, ein wenig Glück, tolle und motivierte Teams und ein professionelles Arbeitsumfeld. Bei dem Projekte "Das Raad" bin ich einfach auf die Grenzen gestoßen und war nicht flexibel genug, weil ich es nicht besser gelernt hatte.

Damals kam ich damit einfach nicht klar, und so wie die Gruppe "aufgebaut" war, kam auch die Gruppe insgesamt damit nicht klar.

Leider habe ich damals absolut falsch reagiert und fest am Plan und am Ziel festgehalten, anstatt in und mit der Gruppe Wege zu finden, diese Motivation und teilweise fast schon Genialität, für die weiteren Schritte zu nutzen. Und dabei war es nicht nur einer, der Genialität eingebracht hat. Damals hatte ich einfach schon zu weit geplant, eine zu starre Vorstellung gehabt, und gedacht, ich bin der Boss. (naja, zumindest ein wenig, obwohl ich schon damals versucht habe in der Gruppe zu agieren). Ich habe nichts Agiles eingesetzt und es einfach auch verpasst Dinge wie Reviews und Retrospektiven zu halten, weil ich das einfach nicht kannte. Anstatt Änderungen und vielleicht sogar Verbesserungen zuzulassen, "kleinere Portionen" in Regelmäßigen Abständen in der Gruppe zu besprechen, wollte ich meiner "Vision" folgen. Aber das geht nicht, einerseits alle einzubeziehen, aber andererseits eine Hirarchie einzuhalten und zu bestimmen. Das lag einfach nicht mehr im "Flow" wie am Anfang.

Ich denke, dass ich heute einen ganz anderen Ansatz fahren und vorschlagne würde, anstatt mit "Gewalt" etwas erreichen zu wollen. Zwar würde dann ein Ziel über die Entwicklung hin, nicht mehr das gleiche bleiben, sicher aber die Richtung. Und sehr wahrlscheinlich würde sogar etwas besseres Herauskommen als man am Anfang erwartet hat.

Es ist schwer das alles zu erklären, was mir durch den Kopf geht, und ich habe einfach auch noch zu wenig praktische Erfahrung damit, als dass ich genau weiß, wie das alles zusammen spielt. Deshalb kann ich das auch gar nicht so genau erklären, weshalb ich auch gerne über diese Dinge sprechen würde. Agile, Reinventing Organisations, Soziokratie etc.

Auch die DZ wird in einer Art Soziokratie geleitet, was ich toll finde. Zwar auch ein wenig Hirarchie, aber der Grundgedanke dahinter und über die gemeinsame Arbeitsweisen sind schon toll.

LG,
Ginstor
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Nocturama

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  • 13. Mai 2018, 21:29:18
Re: Reflektion
« Antwort #5 am: 13. Mai 2018, 21:29:18 »

Spannender Post! Ich kenne mich bei Projektmanagement nur mit der absoluten Basis aus (und da bedingt aus den Strukturen auf der Arbeit auch nur mit hierarchischen Modellen). Wie würdest du denn agiles Projektmanagement für Rollenspielprojekte einsetzen? Ein paar Beispiele/ Ideen würden mich interessieren.
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ErikErikson

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Re: Reflektion
« Antwort #6 am: 13. Mai 2018, 23:04:01 »

Danke für die Antwort.

Was projekt managment angeht kenne ich nur das Computerspiel "Yandere Simulator". Da gibt es einen einzelnen privaten Entwickler, der ursprünglich alles gemacht hat. Später kamen dann ne menge freiwillige dazu, die content produziert haben. Er ist dann immer mehr dazu über gegangen, nicht mehr selber content zu produzieren, sondern die frewilligen Helfer zu verwalten, also ihnen zu sagen, was sie machen sollen und dann zu kontrollieren, ob das auch so stimmt was sie da gemacht haben.

Interessant deshalb, weil die das fast alle freiwillig machen und er keinerlei Machtposition über seine Leute hat. Und er erklärt das halt auf seinem Youtubekanal sehr ausführlich wie das abläuft.


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Ginstor

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Re: Reflektion
« Antwort #7 am: 14. Mai 2018, 07:27:33 »

@Nocturama
Das sind Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind. Vor allem, weil ich nur beantworten kann, wie ich anfangen würde, bzw. welchen Vorschlag ich machen würde, denn auch die Struktur der Methode kann sich in so einem Falle Ändern.

Ich denke ich würde auf jeden Fall eine Vision des Projekts schaffen, die jedem klar ist, der bei dem Projekt mitmacht. (Die Vision kann sich auch während der "Entwicklung" ändern.

Hernach gibt es so viele Möglichkeiten das zu strukturieren. Möglicherweise würde ich mit dem Team sprechen, welche Rollen es zu verteilen gibt, wobei die Rollen nicht an einen einzenlenen gebunden sein müssen. Z.B. einen der das Backlog, in dem die Aufgaben stehen pflegt. Mithilfe von einem "Advice Process" kann jeder dieses Backlog pflegen, in dem er Zeitweise diese Funktion/Rolle ausfüllt.

Dann würde ich vielleicht etwas wie ein Kanbanboard anbieten, in dem die Aufgaben stehen, die gemacht werden müssen. Jeder kann sich dann innerhalb eines "Commitments" Aufgaben herausnehmen (von der Priorisierung abhängig). Vielleicht sollte ein Zeitrahmen gesteckt werden für "Iterationen".

Nach jeder "Iteration" sollte es ein Meeting geben um sich gemeinsam das gemachte anzuschauen, ein Review. In dem dann die gemachten Dinge in das "Produkt" aufgenommen werden. Falls nicht, werden die Aufgaben wieder zurück in den Pool geschoben.

Nach jedem Review sollte es auch eine "Retrospektive" geben, in dem besprochen wird, was gut war, was schlecht war. Dabei meine ich nicht, was in der Aufgabe gut oder schlecht war, sondern von den surroundings. Sprich die Vision überprüfen, die Vorgaben überprüfen, die "Timeboxen" überprüfen, wie man besser gemeinsam an dem Projekt arbeitet. Gegebenenfalls kann man hier dann diese Vorgaben auch anpassen.

Ein "daily" wie in Scrum würde ich nicht wirklich einführen, wohl aber einen Pool, in dem man sich austauscht, ob es Blocker gibt, was man schon alles erledigt hat und was noch alles bis zum Ende des Commitments erledigt.

Es gibt bestimmt noch einige Punkte, die noch auftauchen, man einbauen müsste oder ändern müsste und das obige gilt für ein Projekt, nicht für eine Organisation. Es beatrachtet auch nicht Teamfluktuation oder "Releases". Es ist sicher auch kein Garant dass es funktioniert und es ist einiges an Zeit für "Meetings" einzurechnen. Das sind auch nur erstmal Gedanken zu dem Thema.

@Erik
Ich werde mir das mal anschauen. Ich wusste bisher noch nicht von diesem Spiel, aber das ist ein sehr interessantes Beispiel. Daran sieht man, dass es viele Ansätze gibt und manchmal muss man einfach den Weg gehen anstatt im Weg zu stehen. Danke dir.

LG,
Ginstor
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