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Autor Thema: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt  (Gelesen 7358 mal)

Yariloira

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  • 15. Dezember 2018, 20:51:36
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #15 am: 15. Dezember 2018, 20:51:36 »




Mehr Star Wars für den Desktop

sigterm beschenkt uns mit einem weiteren Wallpaper
aus dem Star Wars Universum.
Sieht so aus, als ob da ein paar Mädels
ordentlich einen drauf machen.
Aber Weihnachten muss ja auch nicht immer
nur ruhig und besinnlich ablaufen.
Hauptsache es gibt einen Grund zum Feiern. ;)



Star Wars Wallpaper (2)
(eingereicht von sigterm)

- zum Vergrößern Bild anklicken -



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Yariloira

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  • 16. Dezember 2018, 17:37:51
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #16 am: 16. Dezember 2018, 17:37:51 »



Eine Reise durch den Winterwald

Jens_85 präsentiert uns in seiner weihnachtlichen Zufallstabelle
30 stimmige Ereignisse für die Reise durch einen schneebedeckten Wald.
Damit wird es ganz sicher nicht langweilig am Spieltisch!
Die Tabelle kann universal für jedes Fantasy-Setting genutzt werden.

Frohen 3. Advent euch allen!


Szenen im Winterwald
(eingereicht von Jens_85)

Diese Szenen dienen zur Ausgestaltung einer Reise durch den Winterwald einer bodenständig-fantastischen Welt und können, je nach Reaktion der Spielercharaktere, kleine oder große Szenarien triggern, wenn sie darauf einsteigen. Es geht um Kälte, Menschen, Tiere und manchmal auch etwas Hoffnung. 

PDF Download: Zufallstabelle: Szenen im Winterwald
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Yariloira

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  • 17. Dezember 2018, 18:34:02
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #17 am: 17. Dezember 2018, 18:34:02 »



Katzen-Content

Eisenkessel beschert uns mit einer Kurzgeschichte aus seinem SpaceCats-Universum,
auch wenn das Weltall hier keine Rolle spielt. Dafür erhalten wir einen tollen
Einblick in die Gedankenwelt einer Katze und erfahren, was das kleine Fellbündel
unter weihnachtlicher Nächstenliebe versteht. Schmunzelalarm! ;)


SpaceCats - Ein Weihnachtsmythos
(eingereicht von Eisenkessel)

Da saß ich nun neben meiner Familie. Vor uns stand der Weihnachtsbaum. Grün, groß, mit goldenen Kugeln, gläsernen Zapfen und einem großen Stern auf der Spitze. Unter dem Baum stand eine hölzerne Krippe. Diese war mit Figuren aus Holz bestückt und blinkte mit all diesen neumodischen LED-Lichtern. Hinter der Krippe wurden die zahlreichen Geschenke, von den blinkenden und bunten Lichtern beschienen, aufgestellt. Diese Geschenke waren in verschiedene Papiere verpackt worden. An jedem hing eine Karte.
 
Katja saß neben mir auf dem Boden und kraulte meinen Kopf. Das war sehr schön. Aber lasst mich erst einmal von vorne erzählen...

Ich war, wie jeden Tag, schon vor allen anderen wach. Darum bekam ich auch mit wie die Eltern auf Socken durch das Haus schlichen, hier und da ein wenig schmückten, Socken an den Kamin hängten und auf dem Teppich Fußabdrücke mit Asche hinterließen. Dann stand die Großmutter auf. Die schaute immer streng und garstig, doch ab und zu gab sie mir etwas Leckeres. Heute stopfte sie die Socken der Kinder voll mit Süßem, Geld und Nüssen. Als diese nächtliche „Wir tun so als würde sich der Weihnachtsmann für uns interessieren - Aktion“ beendet war, wurde das Frühstück vorbereitet. Ich passte auf, dass mich niemand sah, dann schlich ich mich in die Küche. Hier waren die Mutter und Großmutter dabei das Frühstück zu bereiten und nebenbei auch gleich das Festessen für den Abend. In der Küche begab ich mich unter den Tisch und wartete ab. Ja, das war auf jeden Fall Fisch, der dort auf der Platte lag. Als niemand schaute schnappte ich mir ein paar Scheiben und verschlang diese genüsslich. Dann schlich ich wieder aus der Küche. Würde man mich entdecken, bekäme ich nur wieder Ärger. Durch das Haus zu kommen war kein Problem. Es war ja auch sehr groß und es führten mehr als nur zwei Wege zu meiner Kammer.

Ich stand erst wieder auf als die Glocke zum Frühstück geläutet wurde. Ich streckte mich ausgiebig und ging dann in den Flur, zu dem großen Wandspiegel. Der war dort meisterlich angebracht worden und reichte noch dazu bis zum Boden. Ich musste schon sagen, dass ich äußerst gut aussah. Katja eilte gerade an mir vorbei und tätschelte meinen Kopf. Dann kam schon Max und warf einen Flummiball nach mir. Ich war aber schlau genug und berechnete den Winkel. Dann sprang ich hoch und fing den Ball auf. Max schaute mich grimmig an und ging wieder in sein Zimmer. Ich mochte ihn nicht so sehr. Immer warf er Dinge nach mir und wenn ich sie dann auffing, wurde er böse. Den Ball ließ ich einfach liegen und schlenderte gemächlich die Treppe nach unten.

Das Frühstück der Familie war sehr merkwürdig. Es war das erste Weihnachten ohne den Großvater. Dazu kam, dass mein Diebstahl von dem Räucherlachs bemerkt worden war. Natürlich schimpfte der Vater mich ganz gewaltig. Ja, mitunter hatte ich sogar richtig Angst vor ihm. Vor allem jetzt, während er mit der Zeitung nach mir schlug. Ich rannte schnell die Treppe wieder hinauf. Wahrscheinlich wollte er mich wieder in meine Kammer sperren. Auf den letzten beiden Stufen hätte mich fast die Zeitung erwischt. Das tägliche Joggen tat Vater scheinbar gut. Er wurde immer schneller. Dann sah ich aus dem Augenwinkel wie er sich komisch verdrehte und die Treppe wieder hinunter sauste, schneller als zuvor hinauf. Ich schaute ihm verzückt hinterher. Dann sah ich den Flummi auf der Diele hüpfen. Schon folgten der Aufschlag und das schmerzerfüllte Keuchen.

Mutter rannte aus der Küche, sah Vater und schrie um Hilfe. Oma war ihr, trotz des Alters, dicht auf den Fersen. In der Küche schepperte es. Max kam heraus. Ich sprang auf die Statue unter der Treppe und eilte an der dort unbeachtet liegenden Zeitung vorbei in die Küche. Das schöne leckere Essen lag auf dem Boden. Katja war bleich im Gesicht und hatte Tränen in den Augen. Oma telefonierte während Max und Mutter Vater vom Boden hoben und ihn in den Ohrensessel im nahen Wohnzimmer setzten. Den Sessel mochte er nicht. Mutter hatte ihn vor ein paar Monaten überteuert bei einem Teleshopping-Sender erstanden. Da hatte Vater aber mal Recht. Der passte wirklich gar nicht in das Wohnzimmer. Ich lag aber gerne auf ihm. Er war für mich wie geschaffen. Ein wahrer Thron. In meine Kammer hätte er sehr gut gepasst. Aber statt ihn zu bekommen, teilte ich mir den Platz mit einem Regal voller Putzmittel. Als wäre in dem Haus nicht genug Platz. Ja, seit Großmutter hier wohnte war wirklich weniger Platz. Drei Zimmer gehörten ihr und ich durfte diese nicht mehr betreten. Aber genug Platz war noch immer. Katja hatte Vater etwas Wasser gebracht und kühlte mit Eis sein Bein. Ich nutzte die Gelegenheit und machte mich in der Küche über den restlichen Lachs her. Auch die Milch und die Butter waren nicht zu verachten. Ich machte hier immerhin sauber und half. Das war ja wohl das Mindeste was ich tun konnte, nachdem man mich die Treppe hinauf gejagt hatte. Dann Klingelte es an der Tür. Zwei Männer kamen herein. Ich kannte sie nicht, das war aber auch nichts Neues. Viele Besucher kannte ich nicht. Diese hier aber luden Vater auf eine Liege mit Rollen und nahmen ihn mit. Das war bestimmt die Strafe für seine Taten. Vielleicht hatte aber auch Garfield ihn bestraft. Wer konnte das schon sagen?

Oma ging mit den Männern und Vater hinaus und kam nicht wieder. Mutter kümmerte sich um Max und Katja. Sie zogen sich an und gingen hinaus. Mich hatten sie vergessen. Es gab da so einen Weihnachtsfilm, der ständig wiederholt wurde. Da wurde ein Kevin alleine zu Hause vergessen. Ich denke, so muss der sich gefühlt haben. Also überlegte ich was dieser Kevin getan hatte. So begann ich weiter in der Küche aufzuräumen. Dann wurde mir so schlecht, dass ich mich übergeben musste. Aber trotzdem. Ich wollte helfen, also aß ich weiter bis ich an ausgewählten stellen kleine Häufchen meines Erbrochenen gelassen hatte. Dann kümmerte ich mich um die Tischdecke und das Geschirr. Leider war ich so klein, dass ich die Decke mit samt dem Geschirr vom Tisch holte. Das erschreckte mich so, dass ich ins Wohnzimmer floh. Dummerweise trat ich auf den Flummi und dieser flog im hohen Bogen an das Bild über dem Kamin. Das große Gemälde der ganzen Familie geriet ins Wanken und fiel auf den Fliesenboden. Dann kippte es in den Kamin und fing auch bald Feuer. Dann begannen auch die Socken zu brennen. Die Schnapsflasche, welche Mutter für Vater in den Socken getan hatte, schlug auf dem Boden auf. Die bernsteinfarbene Flüssigkeit breitete sich bis zur Eingangstür aus und begann zu brennen. Ich ging in die Küche und schleifte das feuchte Tischtuch zu dem Feuer. Ich wusste ja, dass man Flammen so löschen kann. Leider war es wohl nicht feucht genug. Und so brannte nun auch das Tischtuch. Mein Erbrochenes begann zu qualmen und zu stinken. Also bemühte ich mich eines der Fenster zu öffnen. Vater hatte einiges in ein Smart-Home investiert und so musste ich nur die Fernbedienung benutzen. Leider wusste ich nicht, welche Taste für was zuständig war. So schaltete ich erst einmal die Discobeleuchtung ein. Dann fuhr ich alle Rollläden herunter und öffnete die Fenster. Der Rauch zog ab und das Feuer breitete sich weiter aus. Also drückte ich nun ein paar weitere Knöpfe an der Fernbedienung. Die Folgen waren weiterhin Farben wechselnde Lampen, hoch und runter fahrende Rollläden und Fenster, die auf und zu gingen.

Es dauerte gar nicht lange bis wieder fremde Menschen zu Besuch kamen. Diese hatten Helme auf dem Kopf und trugen alle das Gleiche. Mit einer Axt schlugen sie einen Rollladen und das Fenster dahinter kaputt. Das würde Mutter gar nicht freuen. Dann schütteten sie ganz viel Wasser in den Flur. Das fand ich gar nicht lustig und wich zurück. Ich wusste, dass Mutter absolut böse sein würde und Oma würde bestimmt Opa folgen, wenn sie das Gemälde sehen würde. Die Leute benötigen recht lange, aber dann war das Feuer aus. Langsam ging ich auf die Leute zu und stellte mich ihnen in den Weg. Eine Frau sah mich und tätschelte mir den Kopf, genau so wie Katja das immer tat. „Na Kleine, hast du die Homeanlage betätigt?“ fragte sie mich, ging aber ohne auf eine Antwort zu warten weiter. Menschen sind ja so dumm.

Dann Mutter wieder. Ohne Oma, Vater, Max und Katja. Als sie das Chaos sah wurde sie bleich. Mir war das egal, ich legte mich auf den Ohrensessel im Wohnzimmer und schlief sofort ein. Durch den lauten Streit zwischen Oma, Vater und Mutter wurde ich wach. Katja lag bei mir und weinte. Max schaute sauer vor sich hin. Dann meinte Mutter etwas von Weihnachten und das man doch eine Familie sei und noch ein paar schöne Worte. Als sie dann wirklich glücklich ins Wohnzimmer kamen und den Baum und die Geschenke sahen wurden sie noch glücklicher. Ja, mir wurde an dem Abend etwas klar. Familien müssen zusammenhalten. Auch wenn sie sich mal streiten, sollten sie doch versuchen eine Lösung für die Probleme zu finden. Und das möglichst ohne Streit.

Katja saß neben mir auf dem Boden und kraulte meinen Kopf. Das war sehr schön. Gerade machte Vater sein Geschenk auf und fand darinnen, neben seiner Schokolade, eine tote Maus. Das war das Mindeste, was ich - als Hauskatze - meiner Familie an Weihnachten Gutes tun konnte.

© 12.12.2018 Torben „Eisenkessel“ Klie
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  • 18. Dezember 2018, 19:50:25
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #18 am: 18. Dezember 2018, 19:50:25 »



Festliche Artefakte II

Das zweite Artefakt aus der Schmiede von Ethion und Raggok mag
euch vielleicht eines Tages das Leben retten, verlangt dafür aber
auch einen hohen Preis. Am besten meidet ihr jede mittelalterliche
Modenschau und habt immer ein bisschen Schokolade in der Tasche! ;)



Wintermantel der vorvorletzten Saison
(eingereicht von Ethion & Raggok)

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  • 19. Dezember 2018, 17:06:58
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #19 am: 19. Dezember 2018, 17:06:58 »



Intrigenspiele

Im seiner Ballade erzählt uns Janus von König Alfred und seinem Widersacher Argelrot -
verschmäht dieser doch Alfreds liebes Töchterchen. Schnell bahnt sich eine finstere
Intrige von Verrat und Tod an. Und dann ist da noch der geheimnisvoller Bote, der
mit letzter Kraft sein Ziel zu erreichen sucht. Doch was hat er zu verkünden?



"Die Ballade vom Winterfest" oder "Wie es Frieden wurde im Lande Asnarad"
(eingereicht von Janus)

Es stürmt, es tobt, es wackelt das Geäst
Der Wald erzittert, steif von Eis und Wind
Im Schneegestöber reitet blitzgeschwind
Ein eil´ger Bote zu des Königs Fest

Er kämpft sich wacker durch das Ungetüm
Aus Stamm und Borke, eingezwängt in Weiß
Auf seiner Wange sprosst das kalte Eis
Der Junker prescht, gehetzt und ungestüm

Weit hinterm Wall aus kaltgehauchtem Tod,
verdeckt vom Wald und seinem wilden Sturm
Plant König Alfred in des Herrschers Turm
Die Rache am Rivalen Argelrot

Hat dieser nicht des Königs Kind verschmäht
Die Tochter Ilse die ihm alles zählt?
Sie ist nicht hübsch und lang schon unvermählt
Doch glücklich wen die kluge Frau berät.

„Welch Schuft der sich dem guten Packt verwehre
Das kann statt Frieden nur den Krieg verheißen“
Er wird den Feind in Schmach zu Boden schmeißen
Schwört Alfred, bei des Reiches Ruhm und Ehre

Die Tat soll jenen Schwur zum Schicksal tragen
Des Feindes Bruder ist im Reich zu Gast
Er war ein Pfand und ist nun eine Last
Am heutgen Winterfest wird er erschlagen

Noch immer quält der Reiter sich durchs Eis
Gefrorenen Ästen peitschen seine Knochen
Des Boten Wille ist schon fast gebrochen
Sein Leib erzittert ihm wird kalt und heiß

Die Blitze zucken durch die kalte Nacht,
Die Monster alter Zeit erwarten Beute
Da lauern sie, des Todes wilde Bräute
Sei wachsam wackrer Bote, oh gib acht

Die Irrlichtgeister spielen böse Streiche
Zu einem Abgrund lenken sie ihn feist
Als es das Reittier in die Tiefe reist
Hält er sich gradenoch an einer Eiche

Ganz ohne Pferd durch meterhohen Schnee
Stampft nun der Recke hoffnungslos verloren
Warum hat ihn das Schicksal auserkoren
in dieser Quest zu scheitern? Ach oh weh

Der König unterweist indes die Wachen
„Wenn die Gesellschaft sich zum Tanz erhebt
und man erheitert zum Parkette strebt,
Wird’s Zeit aus Spaße bitt‘ren Ernst zu machen“

Und so verläuft das fest in munt´rer Weise
Das Mahl hin 20 Gängen wird gedeckt
Und Alfred der die Wut ganz tief versteckt
scherzt mit des Feindes Bruder laut und leise

Der Bote stolpert Pein geplagt durchs Holz
Kann kaum noch vorwärts, ausgezehrt und schwach
Kriecht weiter, hält mit letzter Müh sich wach
Kaum noch am Leben, aber stark und stolz

Und da, ein Licht im finsterten Gefilde
Ein warmer funke, und ein stilles Hauchen,
Umrahmt von einem wilden Löwenfauchen
Es ist die Wetterhexe Gunitilde

Umkränzt von Wurzeln auf des Löwen Rücken
Sitzt schön und wundersam die mächt‘ge Fee
Ihr Haar ist rot, die Haut so weiß wie Schnee
Der kluge Blick kann schrecken und entzücken

„Warum, du Wurm, stört du des Waldes Stille“
Fragt sie in ruhigem aber spitzen Ton
„Des Friedens wegen, nein, das ist kein Hohn
Das Wohl des ganzen Landes ist mein einz´ger Wille!“

Sie tritt heran und küsst des boten Mund
Und sieht die Wahrheit in dem müden Mann
Erkennt was er erträumt und sich ersann.
dann lächelt sie „Das ist ein guter Grund“

Das Festmahl endet, schon beginnt der Reigen
Die Ersten stellen sich zum Tanzen auf
Der König wartet auf des Schicksals Lauf
Hebt er die Hand, wird das den Mord anzeigen

Der Bruder jenes bösen Argelrot
Tanz eifrig mit der Ilse Kreis um Kreis
Welch armer Tropf, der nicht sein Schicksal weiß
Des Königs Hand reckt sich in Richtung Tod

Die Wachen dringen auf den Junker ein
Die Schwerter hoch erhoben und bereit
Die muntre Menge siehts, erschrickt und schreit
Doch dort ein Blitz, ein Tor aus hellem Schein

Der Bote tritt durch ein Portal aus Licht
Und schreit entsetzt: „Oh haltet bitte inne
Ich bring euch Kunde, keine falsche Minne,
erschlagt ihn nicht, mein Wort, das hat Gewicht.“

Da hebt der König voller arg die Hand
Und fragt verblüfft: „Was geht denn plötzlich vor
Wer bist du denn und woher kommt das Tor
Und welcher Narr hat dich warum gesandt?

Der Bote lüfte die Kapuze flott
Der Argelrot ist´s, Alfreds Gegenpart
Der alte Feind, der ihm ins Auge starrt
und dabei lächelt, freundlich ohne Spott.

„Ich bin gekommen, um dir Dank zu sagen
Für deinen Schritt zum Frieden hier im Land
Oh gerne nähme ich des Fräuleins Hand
Doch würden das die Beiden nicht ertragen.

Nun tritt der Bruder bangen Schritts hervor
Der hat die Ilse, Alfreds Kind, im Arm
Sie schmiegt sich an ihn und ihr Blick ist warm
Und Alfred starrt und fühlt sich wie ein Tor,

„Sie sind ein Paar und das will ich nicht trennen
Das Mädchen konnte ich daher nicht wählen
Und doch, wir können diese hier vermählen
und dann trotz allem uns Familie nennen.

Ich gebe dann mein Reich, nach meinem Tod
An meinen Bruder, und du tusts mir gleich
Mit deiner Tochter. Dann sind wir ein Reich“
spricht feuchten Auges König Argelrot 

Und König Alfred, der zufrieden lacht
Gibt dem Rivalen froh´gen Muts die Hand
„So sei es denn, ein Reich, ein friedlich Land
Welch ein Geschenk zu dieser Winternacht

Es herrscht nun hier im Lande Asnarad
Der Frieden, Freundschaft und die Liebe auch
Und jeden Winter schenkt man so ists Brauch,
dem größten Feinde eine gute Tat
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  • 20. Dezember 2018, 17:43:19
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #20 am: 20. Dezember 2018, 17:43:19 »



Geschenke der anderen Art

Spielleiter: "Ihr betretet das Wohnzimmer der Familie, den Tatort des Verbrechens."
Spieler: "Ich schaue mal unter den Weihnachtsbaum und packe ein paar Geschenke aus."
Auf dem Gesicht des Spielleiters taucht plötzlich ein hämisches Grinsen auf:
"In Ordnung, lass mich schnell in Farlons Tabelle nachschauen, was du findest..."


Zufallstabelle: 1W5 nutzlose Weihnachtsgeschenke
(eingereicht von Farlon)

Ihr habt für eure Spieler/-innen ein modernes Weihnachtsabenteuer erdacht, aber statt dem Plot zu folgen plündern sie lieber die Geschenke unter fremden Weihnachtsbäumen? Dann nutzt diese Zufallstabelle und gebt ihnen genau das, was sie verdienen!

PDF Download: Zufallstabelle: 1W5 nutzlose Weihnachtsgeschenke
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  • 21. Dezember 2018, 14:35:55
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #21 am: 21. Dezember 2018, 14:35:55 »



Festliche Artefakte III

Das letzte Artefakt von Ethion und Raggok mag auf den ersten Blick ja nicht
sehr nützlich erscheinen. Aber wenn der Dolch in eurem Gepäck mal wieder
ein Loch in eure Weihnachtssocke gerissen hat, die natürlich nur rein zufällig
so riesengroß ist, werdet ihr sicher dankbar für diesen Zauberstab sein.



Nadelholzzauberstab
(eingereicht von Ethion & Raggok)

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  • 22. Dezember 2018, 16:56:19
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #22 am: 22. Dezember 2018, 16:56:19 »



Eine aventurische Göttergeschichte

Wenn die Götter zürnen, dann leiden die Sterblichen.
Riankan erzählt uns von der Wut des Herrn des Winters
und was nötig war, ihn zu besänftigen. Doch auch die
besten Absichten haben manchmal ungeahnte Konsequenzen.


Die Schwanenherrin und ihre Kinder
(eingereicht von Riankan)

Dereinst, als Dere noch jung war und der Gott ohne Namen erst seit kurzer Zeit in seinen Ketten tobte, da begab es sich, dass der grimme Firun hinabstieg auf das Dererund und er im Zorne über alle jene, die immer noch lieber dem Frevel des Gesichtslosen folgten, die Welt überall dort, wo er sie berührte... in Eis hüllte.
Gnadenloses Element, das Tod brachte und auf lange Zeit in Starre hielt, auf dass jeder, der es doch überstand, daran zu denken hatte, wenn Spuren gefunden würden. Aber das hier ... das überlebte niemand Sterbliches. Weder Mensch, noch Elf, noch Zwerg noch irgendein Tier.
Und wie die anderen Götter auch flehten, tobten, handelten... der Grimme ließ sich nicht davon abbringen, seinen Zorn auf Dere toben zu lassen.
Sein Zorn war so groß, dass selbst die Wolken über seinem Haupte gefroren und als große Klumpen aus Eis herniedergingen und all die armen Kreaturen, die überlebt hatten - schuldig oder nicht - mit Wucht unter sich begruben und des Lebensfunkens beraubten.
Alle sollten sie dahingehen, auf dass niemand mehr würde freveln können seinen Gesetzen oder denen seiner Geschwister, auf dass niemand mehr würde dem Namenlosen zu Diensten sein können!
Und während dieses Tobens, wo alles Flehen nicht half, da ersannen die ewig jugendliche Tsa und  der listige Phex mit der weisen Hesinde einen Plan, in den sie des Firuns Weib einweihten.
Meriban, wie sie geheißen wurde, liebte den Grimmen inniglich, aber wie groß war doch ihre Freude, als diese Götter, allen voran diejenige, welche Leben und Freude verkörpert, sie um Hilfe ersuchten und den Plan darlegten.
Aber so sehr diese Vier auch wünschten, so fehlte doch das Wichtigste noch, denn ein Kind von solcher Macht, das vermögen würde, den Grimmen zu beruhigen und göttlich zu sein... das würde ein Opfer fordern, das selbst göttlich war. Und so suchten sie in Luft und Wasser, auf und unter der Erde, bis sich fand des Efferds jüngste Tochter, die ihm die Liebste war.
Iphroun wurde sie geheißen und bereit war sie, die so sehr die kalte und nördliche See mit den Eisschollen und ihren Lebewesen liebte, sich zu opfern zum Wohle all derjenigen, die es bis jetzt noch überstanden hatten, auf dass Dere nicht bar von Sterblichem enden würde.
Doch ihr Vater, selbst einer der drei Alten, einer derer, die von Sumu zur Welt gebracht wurden, der Herr Efferd in all seinem Ungestüm und seiner aufbrausenden Art, der ward nicht froh über diese Wahl.
Tatsächlich war er wütend, zürnend, rasend über seiner Tochter Entscheidung und um sie zu hindern warf er die See hinauf, ließ sie toben und wogen.
So starb noch vieles mehr, denn alles, was an Land nicht dem Eise zum Opfer gefallen war, wurde nun ertränkt und alles, was im aufgewühlten Meer schwamm und lebte, gefror und starb, als Wasser auf ewige Kälte traf.
Doch all der Tod war nicht, was der Herr Efferd wollte und es dauerte ihn bald schon, dass er ihn im wilden Zorne unüberlegt gebracht hatte.
So gab er schließlich voll von Reue nach und ließ trauernd seine Tochter ziehen, ihrer Wahl zu folgen und sich hinzugeben für die Sterblichen und deren Zukunft.

So wurde denn der Plan wahr und mit der Hilfe der Drei gebar Meriban ein Mädchen, dass sie, der Vergangenen zur Ehr', Ifirn  hieß.
Und nun, wo es möglich schien, den Grimmen zu befrieden, da gesellten sich auch die anderen Götter hinzu und ein jeder und eine jede gab dem Kinde etwas von sich, auf dass es gut mit allem Nötigen gerüstet sei.
So bekam sie Pflichtbewusstsein vom Herren Praios, nicht zu vergessen, was ihre Aufgabe war, und Mut von der Herrin Rondra, auf dass sie ihrem grimmen Vater auch im Zorne die Stirn zu bieten vermöge.
Der Listige betrachtete es und nahm seinen Sternen das Licht, auf dass es in den Augen dieses Wesens erstrahlen möge, und als es sie aufschlug, da ward es nicht nur in ihren Augen, sondern erneut auch am Himmelszelt zu sehen.
Von der lieblichen Rahja bekam das Mädchen ein Lächeln, das in Anmut und Liebreiz einer frühlingshaft erblühenden Knospe gleichen möge, auf dass der Grimme sein Augenmerk schon beim kleinsten Erscheinen sofort auf sie richten würde.
Von der gütigen Travia erhielt sie Liebe zu Familie und Wärme und einen Mantel aus der Gänse wunderbarsten Daunen gegen die Kälte und Federn gegen Nässe und Wind.
Die Herrin Peraine gab ihr den Respekt vor allem Leben und das Wissen darum, dass jedes Wesen zu leben wünschte, gab ihr den Wunsch, dies zu erhalten und zu unterstützen.
Die weise Hesinde nun gab ihr das Wissen mit auf den Weg, wie sie ihre Gaben einzusetzen hatte - die Weisheit, sie umsichtig zu nutzen, noch dazu.
Der feurige Ingerimm unterstützte Rondras Gabe, denn er gab ihr einen unbeugsamen Willen und die Beständigkeit, die sie ihrem Vater würde entgegensetzen können, wenn dieser in Zorn geriete.
Vom Herren des Todes und des Schlafes, Boron, erhielt ihre menschliche Seite, die sie von ihrer Mutter Meriban hatte, die Unsterblichkeit und ewige Jugend, auf dass sie nicht altern und enden würde.
Die Herrin Tsa schenkte ihr ihr Leben, aber noch dazu die Liebe zu allem, was sich regt und lebt, wie auch Peraine es in ihre Gaben mit verwoben hatte.
Der trauernde Efferd... nun, er sah sie an und sah sein Kind, das vergangen war, damit dieses Leben neu zu entstehen vermochte. Da nahm er sachte das kleine Gesicht in seine Hände und hauchte nasse Küsse auf die rosigen Wangen, betrachtete sie und schenkte, im Gedenken an die, die sie einst gewesen war, ihr die nördlichen Ozeane, die sie als Iphroun so sehr geschätzt und geliebt hatte.
Und so kam Ifirn in die Welt und Meriban gebar sie und nahm ihr Kind und brachte es dem grimmigen Vater... demjenigen, dessen Zorn so furchtbar war und der nicht achtete, was sie brachte, bis der Säugling lachte auf glucksende Weise, wie der kleinen Kinder Art ist.
Da griffen die Gaben und Firun stockte und ward verwirrt für nur einen Moment, den Meriban nutzte, ihm sein Kind in die Arme zu legen. Und wie das kleine Wesen ihn anlächelte und sachte die große Hand mit ihrer kleinen berührte, da verging der Zorn des Jägers, schmolz dahin wie Schnee im Frühjahr und wurde zu Glück darüber, ein solches Wesen das Seine nennen zu können und zur Tochter zu haben. Da wurden die Hagelstürme zu Schnee, der in weichen, federgleichen
Flocken auf Dere niederging, und als er dessen gewahr wurde, da schenkte er sie seiner Tochter und gab ihnen die Form von zarten, vielgestalten Sternen, die weiche Decke bildeten im Ganzen und regenbogenartig leuchteten, wenn sie einzeln von des Herren Praios Licht erfasst wurden, was die Herrin Tsa in ihrem Glücke mit dem Bruder zustande brachte.
Und so rührte Ifirn das Herz ihres Vaters zum ersten Male, aber nicht zum letzten, und während dieser erste Schnee auf Dere niederging wurde alles weiß, was er berührte.
Tiere verschiedenster Art nahmen diese Farbe an, seien es Hirsche, Bären, Wölfe, Füchse, Rotpüschel oder Vögel... alle, samt ihren Nachkommen, bis heute heilige Tiere des Grimmen, da sie seinen Zorn überstanden hatten, bis Güte ihm Einhalt gebot.

Es verging einige Zeit, in der Dere und die Wesen darauf gediehen, in der es Kriege und Frieden unter den Sterblichen gab und sich alles vom grimmen Frost des Herren Firun erholte.
Eine Zeit, in der die sanfte Ifirn ihn immer wieder von seinem Zorne abbringen musste und dies auch vermochte.
Nun begab es sich aber, dass auch die schöne Ifirn sich der Gaben Tsas, die ja ihrer Geburt beistand, bewusst ward und Kinder erstrebenswert schienen der Unsterblichen.
Und Bewerber gab es nicht wenige, aus denen sie wählen konnte und dies, aus dem Gefolge ihres Vaters, auch tat. Aber wen sie auch wählte... der grimme Firun befand sie alle nicht für wert und jagte sie fort von seiner Schwanentochter.
Da hatte Ifirn nicht nur den Wunsch nach Nachwuchs, sondern auch Mitgefühl mit denen, welche in Liebe zu ihr entbrannt waren und wandte sich gegen den Willen des Vaters vieren davon zu.
Und diesen Vieren gab sie sich hin und gebar eine Weile darauf vier junge Leben - eigeboren waren sie, wie es der Schwanen Art ist, und allesamt ihrer Mutter nachkommend in dem Bestreben zu schützen und zu helfen.
Die erste Tochter ward Nidari geheißen. Sie ist die Tochter Ifirns und des Himmelswolfes Gorfang, der ihren Vater auf seiner Jagd begleitet.
Nidari vermag es, in Gestalt einer Frau oder eines Wolfes, dem Vater gleichend, umherzustreichen, wenn sie nicht ist, was ihre Mutter vorgibt, nämlich ein silbrig schimmernder Schwan.
Sie hütet die Gesetze der Jagd im Sinne von Großvater und Mutter und hilft dem Jäger, der sich daran hält, während niemand ein Tier zu quälen oder unnötig zu jagen wagen sollte in ihrem Herrschaftsbereich, denn diesen wird sie ungnädig und beharrlich wie die Kälte selbst jagen und zur Strecke bringen, auf dass er es nicht wieder tue, mit eine Mangel an Gnade, wie der Herr Firun im Zorne ihn trägt.
Die zweite Tochter Ifirns wird Yidari gerufen.
Von schwarzer Farbe wie auch der Vater der ersten Tochter ist der Ihre, Iyi, ein Adler, der Firun zur Jagd geleitet oder mit ihm hinauf zieht auf dem Nordwind zu reisen.
Ihren Schutz genießen Jäger und Waldläufer, im Sinne ihres Großvaters und ihrer Mutter handelnd, und so sie rechtens jagen, führt sie ihnen beim Schuss die Hand, auf dass der Pfeil sicher sein Ziel finden möge.
Wandelt sie nicht als silbriger Schwan, der Schwester gleichend, dann kann sie als Frau oder auch als Adler erscheinen und begleitet ihren Vater, wenn dieser den Nordwind reitet und sich von ihm tragen und treiben lässt.
Die Dritte nun, Lidari genannt, ist die Tochter des Silberfuchses, Rajok mit Namen, dessen Gerissenheit und Keckheit der Ifirn Herz erwärmten.
Sein Kind nun hat ein Herz für Wanderer in weiter Wildnis und verschneiter Welt. Sie ist Schwan oder weißer Fuchs, huschend durch den Wald und stets streichend an den Rändern gefährlichen Gebietes und tückischen Bodens.
Den Wanderer warnt sie in solcher Form, wenn er droht ein Gebiet zu betreten, das ihm Tod bringen würde, achtsam oder nicht.
Und wenn es gar nicht anders möglich scheint, dann mag sie auch als Frau erscheinen. Rahjanisch schön und phexisch keck mit neckischem Humor und fröhlichem Wesen, das dem der Tsa nicht unähnlich ist.
Ein schönes Weib, dessen Wünsche leicht zu verstehen und gern zu befolgen sind, wo sie doch die Gegend kennt und so guten Rat gibt, der Leben schützt und Strecke spart.
Doch zumeist... greift sie darauf nicht zurück. Lieber auf füchsische List und Einfallsreichtum, mit denen sie den Wanderer schon auf den rechten Weg zu bringen vermag, ob er es nun merkt oder nicht.
Denn ist nicht auch die Heimlichkeit ein Ding, das dem Phexen und seinen Füchsen zu eigen?
Von dieser kecken Tochter kommt man nun zur Vierten.
Auch sie ein Schwan mit silbrigem Gefieder in ihrer eigentlichen Form und mit Namen Aidari.
Sie ist das Kind, das Ifirn mit dem Walgott Swafnir zeugte, und im Gegensatz zum stürmischen Vater ist sie still und nachdenklich und oftmals scheu.
Doch den Reisenden auf dem Binnenwasser, dem bietet sie Schutz und Geleit, ob als Schwan oder als silberschimmernde Nixe oder auch zarte Frau.
Mit den Lachsen geht sie auf Reise jedes Jahr und die Fischer in ihrer Nähe leiden keinen Hunger und keine Armut. Unter dem Schutze ihrer Schwanenschwingen wird kein Boot kentern, so die Leute darauf ihrer Mutter genehm sind, und kein Leben leiden, solange sie es hindern kann auf ihrem Wasser.
So scheu sie ist, so fröhlich ist sie auch, springt mit Lachsen nicht nur auf Reisen, sondern glänzt und hascht nach Tropfen, die schimmern im Lichte des Praiosauges oder Phexens schöner Sterne.

Doch wo Ifirn vier Partner erwählte und Firun die Kinder, die sie gebar, akzeptierte und den Vätern verzieh und sie in Gnaden wieder aufnahm oder duldete... da ward Kor, der von der schönen Schwanenmutter gehört hatte und lauerte im Verborgenen. Ihn hatte sie nicht akzeptiert, sondern fortgeschickt, als er um sie warb, und die Wut, die stets in seinem Herzen, brachte ihn nun dazu, sich zu nehmen, was er als sein Gut ansah.
So griff er sich Ifirn und zwang sich ihr auf und auch ihm gebar sie ein Kind aus einem Ei, doch Schmerz ließ es nicht silbern schimmern, sondern schwarz war es ganz und gar von blutigen Schlieren überzogen, so man sofort sah, wem jenes Kind wohl zuzuschreiben. Doch Ifirn verstieß es nicht und ihre Töchter wollten es lieben und ehren, wo es doch eines von ihnen war, und unter deren Aufmerksamkeit und Schutze erholte sich die Göttliche und aus dem Ei erstand ein fünftes Schwanenkind. Schwarz das Gefieder in Gestalt eines Schwanes, doch wundervoll anzusehende Frau, wenn sie es wünschte. Schöner und liebreizender als ihre Schwestern  vor ihr und mit all jenen Gaben, die sie von ihnen und der Mutter bekam, auf dass sie nicht ein Kind von Hass, sondern eines von Liebe wäre, egal auf welche Weise sie gezeugt.
Doch so sehr sich auch die Schwestern um sie mühten, so gern sie ihr auch alles gaben, was sie wünschte, so wundervoll sich auch die Mutter um sie sorgte und der grimme Firun sie lehrte... so wenig Dankbarkeit hegte sie in ihrem Herzen.
Hinterlist und Heimtücke erwuchsen dort stattdessen und sie war schon früh neidisch auf alles, was die Andren hatten oder konnten und wollte es ebenso. Doch wenn sie es bekam oder erlernte, dann zerstörte sie, statt zu erhalten.
Kein Wanderer konnte ihr folgen, ohne den Tod zu finden, kein Fischer unter ihrem Schutze wieder das Ufer erreichen, jeder Pfeil ging fehl oder brachte Leid - und der Schutz der Tiere ... interessierte sie nicht, wo doch Blut und das Verlangen danach eher dem ihres wilden Vaters entsprachen als der Jagd im Sinne ihrer Mutter.
Grausam und neidisch, wie sie war, und unzufrieden mit allem, blieb sie doch in aller Heimtücke für Schwestern und Mutter erst einmal ein braves Kind. Nur, wenn jene nicht in ihrer Nähe, lebte sie aus, was sie empfand und wütete gegen all die Dinge, die ihre Familie zu erhalten sie lehrte. Und in ihrem Wüten und Toben erfuhr sie von einem Wanderer, der um sein Leben mit ihr zu feilschen suchte, vom Namenlosen in seinen Fesseln und von seiner Macht und seinem Wissen.
Sie tötete den Sterblichen und machte sich auf, den Gesichtslosen Gott zu finden, was ihr nach langer Zeit und Suche auch gelang.
Dort fand sie ihn also in seinen Fesseln und bot sich ihm als Braut mit all ihrem Wissen  und der Macht, die sie bis dahin erlangt, und er nahm es an, wo sie doch schön und grausam und skrupellos war und in seinem Sinne handelte.
Sein Weib sollte sie werden, mit ihm herrschend und keine Macht fürchtend, so sicherte er ihr zu.
So sehr lenkte sie die Gier nach geheimem Wissen und Macht, dass sie einen Fehler machte, zurückzukehren und einzufordern, was ihr zustünde von ihrer Familie, die nun verlangte zu erfahren, was sie plante.
Worauf sie ihren Gatte benannte und davon wollte, um zu ihm gehen und sein zu werden, ob mit oder ohne Segen der Mutter. Doch während Ifirn gramgebeugt die Tochter nicht zu überzeugen vermochte, von diesem Plane abzulassen, beschlossen ihre Schwestern sie davon abzuhalten.
Keinen Tod wollten sie ihr bringen, aber Schaden wollten sie vermeiden, also jagten sie sie mit ihren Gaben, jede das Ihrige beisteuernd, und bekamen sie zu fassen, wanden sie in Fesseln, wie auch ihr erwählter Gatte in Fesseln geschlagen war, und brachten sie auf die höchsten und fernsten Gipfel der Nebelzinnen. Dort ketteten sie die Fünfte an und dort soll sie verweilen, bis dereinst ihr Gatte sie zu finden und zu befreien vermag und beide Schrecken über Dere bringen mögen.
Doch heute ist es so, dass nicht einmal mehr ihr Name bekannt ist, woran man merken mag, dass sie ihrem Gatten wirklich in allem immer ähnlicher wird.
Und wenn ihr jemals die Nebelzinnen auch nur von Ferne blickt, dann könnt ihr in klaren, kalten Nächten das Toben des schwarzen Schwanes hören, denn sie schreit und kreischt in ihrem Gefängnis und lockt mit dem Versprechen von Macht und Wissen, auf dass eine törichte Seele sich zu ihrer Befreiung geben mag.
Doch niemand hat dies bisher vollbracht, obwohl viele der Verlockung erlagen. Denn der Herr Firun wacht über seine Enkelin, wissend, was für Grausamkeiten sie bringen würde und könnte, und so ist Kälte, die jedes Leben verlöschen lässt und Eis, dass Stürze in die Tiefe bringt und Lawinen, die reißen, wer sich sicher wähnt und niemand soll zu ihr gelangen, solange Firun wacht.

So lasst uns denn im warmen Saale beten zu allen Zwölfen und ihren Kindern und Kindeskindern, dass der Winter draußen dem Frühling weichen mag, nachdem nun vier Kerzen wie vier Schwäne leuchten und schimmern an einem Kranze aus Immergrün. Lasst uns beten, meine Lieben, dass die Götter auch das nächste Jahr ihre schützende Hand über uns halten und uns ein Leben in ihrem Sinne weiterhin ihrer Zuneigung versichert, wie auch Kinder stets die Zuneigung und das Lob ihrer Eltern wünschen und erhoffen.
Denn wie Ifirn und ihre Töchter zeigen, so ist es doch wichtig und unumgänglich die Familie und deren Geborgenheit und Wärme, Liebe und Schutz zu umsorgen und zu schätzen und zu erhalten, auf dass alle, die dazugehören, ihren Nutzen daraus ziehen mögen und das Leben ein wenig reicher und schöner für sie werde durch diese, ihre Anverwandten.
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  • 23. Dezember 2018, 20:31:13
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #23 am: 23. Dezember 2018, 20:31:13 »



Einmal werden wir noch wach...

Morgen ist es endlich soweit! Um uns für den
Weihnachtsabend so richtig in Stimmung zu bringen,
hat uhu79 erneut zur Feder gegriffen und lädt mit
besinnlicher Musik zur festtaglichen Rollenspielrunde.

Außerdem hat Marashar noch ein tolles Charakterbild
für uns. Das Portrait eines Lords, oder ganz allgemein
eines Adeligen, macht sich bestimmt nicht nur über
dem prasselnden Kamin gut.



Stille Nacht
(eingereicht von uhu79)

Melodie zum Mitsingen:
https://www.youtube.com/watch?v=F9NGz0Aj_eo

Stille Nacht, Rollenspiel-Nacht
alles schläft, online wacht
Drachenzwinges traute Schar
kam herbei von ferne und nah
Braucht ihr denn gar keine Ruh?
Braucht ihr denn gar keine Ruh?

Stille Nacht, Rollenspiel-Nacht
Channel erst aufgemacht
Geht es los in lustiger Rund
voll mit Action und Drama und
ganz viel Fantasie
ganz viel Fantasie.

Stille Nacht, Rollenspiel-Nacht
die SL, o wie lacht
hämisch in das Mikrofon
und die Spieler bangen schon
Werden wir heut alle sterben?
Kommen wir noch mal davon?



Charakterportrait
(eingereicht von Marashar)

- zum Vergrößern Bild anklicken -



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Yariloira

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  • 24. Dezember 2018, 17:10:58
Re: Drachenzwinge Adventskalender 2018 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #24 am: 24. Dezember 2018, 17:10:58 »



Weihnachtsabend!

Der Community-Adventskalender war wieder mal eine tolle Sache,
an der sich viele von euch beteiligt haben. Egal ob Geschichten,
Bilder oder Rollenspielmaterial - wir haben jede Menge kreativer
Beiträge von euch gesehen. Dafür ein herzliches Dankeschön! :)

Auch das Team der Drachenzwinge hat noch ein kleines Geschenk für euch.
Kürzlich veranstalteten wir, moderiert von Frostgeneral, eine Lesung mit
Bernhard Hennen und Robert Corvus. Im letzten Türchen findet ihr die Aufzeichnung
der Lesung und einen schriftlichen Mitschnitt der anschließenden Fragerunde.

Euch allen eine
Frohe Weihnacht!



Lesung: Bernhard Hennen & Robert Corvus - Totenmeer

MP3-Download: Lesung von 'Totenmeer'
PDF-Download: Fragen aus der Community

(Transkript erstellt von Farlon, Frostgeneral, HyruLean, Savena)

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