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Autor Thema: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....  (Gelesen 24355 mal)

Myrmi

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  • 03. August 2015, 15:08:59
Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #30 am: 03. August 2015, 15:08:59 »

Das hat aber mit dem Thema des Threads nicht mehr viel zu tun, macht zur Not bitte einen eigenen auf ;)
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  • 03. August 2015, 15:33:13
Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #31 am: 03. August 2015, 15:33:13 »

Für mich stellt sich die Frage ob es überhaupt Sinn macht zu versuchen Spieler ihren Leistungen nach zu sortieren. Oftmals geht ja das Interesse eines Spielers am Rollenspiel mit dessen Leistung einher. Ich verwende hier bewusst den Ausdruck "Leistung", weil Rollenspiel teilweise auch Schauspiel ist. Ist es möglich zu sagen, dass ein Schauspieler schlecht ist oder eine schwache Leistung bei einem Theaterstück erbracht hat? Meines Erachtens nach durchaus.

Nun kann ich also die Leistung anhand zig Kriterien beurteilen, von Charaktertreue über schauspielerisches Talent bis hin zu Regelkenntnis. Wie sich gezeigt hat, gibt jeder SL anderen Kriterien den Vorrang. Beantwortet wird die Frage des "Warum?" jedoch nicht. Der nobelste Grund hierfür ist meiner Meinung nach zu versuchen die Leistung zu steigern, weil man sich dadurch erhofft, ein schöneres Spiel oder eine dichtere Atmosphäre zu erwirken.

Was meint ihr dazu? Kann durch Verbesserung ein besseres Spiel ermöglicht werden? Ist es realistisch, dass Spieler (vielleicht durch Ermunterung) an ihrer Performance arbeiten? Wie gelingt es einem SL die Leistung seiner Spieler zu steigern?

ErikErikson

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #32 am: 03. August 2015, 15:48:39 »

Soweit ich weiss gab es niemals einen ernstzunehmenden Versuch, Rollenspielleistung verbindlich zu definieren und festzuhalten. Dabei muss es entsprechende Kriterien geben, z.B. von professionellen Schauspielschulen. Rollenspiel ist halt ein Hobby, das sich nicht professionalisiert, vermutlich deshalb weil es nicht viele Leute interessiert.
An der Schwammigkeit kanns nicht liegen, moderne Kunst hat sich auch professionalisiert.

Ich wär eigentlich ganz froh drüber ,wenns sowas geben würde, dann hätte man einen Maßstab, mit dem man sich auseinandersetzen könnte. Ich seh das wie in der Kunst, da siehst du erstmal ein Bild mit viel bunten Gekracksel drauf und der Experte sagt dir es ist ein Meisterwerk. Wenn du Bock hast kannst du dich jetzt damit auseinandersetzen und rausfinden wie er darauf kommt. Oder du kannst es lassen.  
« Letzte Änderung: 03. August 2015, 15:50:36 von ErikErikson »
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dx1

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  • 03. August 2015, 18:50:20
Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #33 am: 03. August 2015, 18:50:20 »

"Wenn es Spaß macht, machst Du's richtig." Das sollte für jeden einzelnen Spieler (inkl. SL) und seinen eigenen Spaß gelten, aber auch für den Spaß der ganzen Gruppe. Dass man bei einer Runde Cthulhu nicht den selben Spaß hat wie bei Fiasco, EDO-RPG oder Gray Ranks sollte klar sein. Wichtig ist, dass alle Beteiligten ungefähr die gleiche Art Spaß suchen.

Wer locker flockig Sprüche klopfend am Kronleuchter hin und her schwingt und dabei Schergen des Kardinals weinend zu ihrer Mami rennen lässt hat selbst Spaß, verdirbt diesen aber dem Mitspieler, welcher sich in den dunklen Gassen von Paris auf der Suche nach von Dämonen besessenen Serienmördern gruseln wollte. Und der Spielleiter knirscht mit den Zähnen, weil er einen dicken roten Faden nach Montmartre gelegt hat, wo die Gruppe in einen sozialen Konflikt zwischen der Künstlergewerkschaft und Großkunstindustriellen hingezogen werden soll, aber niemand geht hin.

Die ganze Gruppe sollte sich vor dem Spiel über Setting und Themen abstimmen, dann bereiten sich alle vor — die Spieler erstellen settinggerechte Figuren, der SL macht sich einen Kopf über die ersten möglichen Szenen — und dann beginnt das Spiel. Schlechte Spielleistung liefern dann nur noch die ab, die völlig am Setting vorbei spielen, z.B. wenn die SL ein Stadtabenteuer versprochen hat und nach der ersten Szene finden sich alle SC im Dschungel wieder. Oder ein Spieler steuert der Söldnertruppe für die hauptsächlich rundentaktisch gespielte Runde plötzlich einen pazifistischen Zirkusclown bei. Oder aber, jemand spielt völlig absichtlich nur für sich und seinen Spaß. Dann muss man drüber reden und wenn der Spieler sich nicht bemüht, die Mitspieler auch Spaß haben zu lassen, dann muss er gehen.

Wenn sich aber jemand alle Mühe gibt und einfach nicht ins Spiel findet, dann verdirbt derjenige nicht nur den anderen den Spaß, sondern hat auch selbst keinen. In dem Fall würde ich persönlich vor der Gruppenauflösung — und nichts anderes ist es, wenn man auch nur diesen Einen, der sich bemüht, rauswirft — erstmal in der Gruppe besprechen, was am Spiel geändert werden kann, damit (wieder) alle Spaß haben und keine schlechte Rollenspielleistung zeigen.

Jeden Fehler, der oben anklingt, habe ich übrigens selbst begangen, meistens als SL. ;D
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Thogrim

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #34 am: 03. August 2015, 18:58:15 »

Jetzt überlege ich schon seit Threaderstellung, was genau ich dazu schreiben will und dann kommt dx1 und schreibts einfach... super, jetzt kann ich ihm einfach voll und ganz beipflichten :D
« Letzte Änderung: 04. August 2015, 04:48:55 von Thogrim »
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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #35 am: 03. August 2015, 19:22:49 »

Und Du bist Einer, der mal unter meiner schlechten Rollenspielleistung leiden durfte, weil ich und Kriminalgeschichten in DSA einfach nicht zusammenpassen, was mir aber erst während des Spiels klar geworden ist. :-[

 ;)
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Dalailamer

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #36 am: 07. August 2015, 10:02:24 »

Als Neuling würde ich gerne mal wissen:
Was ist denn schlechte Rollenspielleistung? Schlechte Entscheidungen? Immer wieder OOC? Sich nicht an die Rolle halten(als Paladin leichen flädern, übertrieben gesagt)?
Für mich ist es z.B. manchmal sehr schwer Spieler- und Charakterwissen zu trennen - als Spieler weis ich da ist ne Falle, muss ich da jetzt trotzdem reinrennen?
Grüße Dalailamer
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ErikErikson

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #37 am: 07. August 2015, 10:23:47 »

Als Neuling würde ich gerne mal wissen:
Was ist denn schlechte Rollenspielleistung? Schlechte Entscheidungen? Immer wieder OOC? Sich nicht an die Rolle halten(als Paladin leichen flädern, übertrieben gesagt)?
Für mich ist es z.B. manchmal sehr schwer Spieler- und Charakterwissen zu trennen - als Spieler weis ich da ist ne Falle, muss ich da jetzt trotzdem reinrennen?
Grüße Dalailamer

Ist vom Spielstil abhängig...und das ist ein weites Feld...es gibt ein paar wenige Sachen, die immer schlecht sind, z.B. Mikro schlecht einstellen, überhaupt nichts tun, zu viel reden, Mitspieler beleidigen. Aber sonst...z.B. bei Fiasko ist es erwünscht der Gruppe absichtlich Schwierigkeiten zu machen, bei D&D ist das schlecht. Und innerhalb breiter Systeme wie D&D weisst du eigentlich vorher nie, wie der Spielstil ist, und damit auch nicht was schlechte Rollenspielleistung ist. Das merkst du dann erst, wenn deine Grupe dich komisch anschaut.     
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Weltengeist

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #38 am: 07. August 2015, 10:42:13 »

Als Neuling würde ich gerne mal wissen:
Was ist denn schlechte Rollenspielleistung?

Ganz einfach: "Rollenspielleistung" ist ein entsetzliches Kunstwort, das in der Praxis eigentlich gar nicht existiert. Genauso wenig, wie es eine schlechte WG-Leistung gibt, eine schlechte Beziehungsleistung, eine schlechte Freundschaftsleistung, eine schlechte Urlaubsleistung oder eine schlechte Feierabend-in-der-Kneipe-Leistung. Ein Krisengespräch wegen schlechter Freundschaftsleistung existiert nur in Jürgen-von-der-Lippe-Sketchen, aber nicht in der wirklichen Welt.

Was das Pen-and-Paper-Rollenspiel angeht: Wie man aus dem Thread schon rauslesen konnte, gibt es Leute, die sich einfach nicht nett verhalten. Und es gibt verschiedene Erwartungen ans Spiel, die nicht gut abgestimmt wurden. Mit "Leistung" hat das aber nichts zu tun. Eine "Rollenspielleistung" mag es in manchen WoW-Guilds geben, nicht aber im Pen-and-Paper-Rollenspiel.
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Belias

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  • 07. August 2015, 13:29:01
Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #39 am: 07. August 2015, 13:29:01 »

Nachdem ich nun den Thread ne Weile still verfolgt habe, gibt es nun endlich einen Post, dem ich mich vorbehaltlos anschließen kann. Danke, Weltengeist. ;)

Mir persönlich gefällt es gar nicht, wenn man versucht Rollenspiel "leistungstechnisch" zu bewerten, weswegen ich auch eigentlich dagegen bin, dass anwesende Charaktere unterschiedlich viel Erfahrung nach dem Spielabend erhalten, da eine objektive Bewertung irgendwie nicht möglich ist, selbst wenn man sich hier und da vermutlich auch schonmal denkt, was Aktion X von Spieler Y sollte.
« Letzte Änderung: 07. August 2015, 13:34:41 von Belias »
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FieserMoep

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  • 07. August 2015, 22:52:10
Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #40 am: 07. August 2015, 22:52:10 »

Es gibt das Rollenspiel als das Hobby, welches zahlreiche Aspekte in sich vereint, und es gibt das Rollenspiel als das spielen einer Rolle was wiederum Teil davon ist.
Zu ersterem gehört, wie schon vielfach erwähnt, bereits das Organisatorische wonach sich SL und Spieler darauf einigen ein bestimmtes Spiel zu spielen. Das ist nicht viel komplizierter als sich zwischen Fußball und Volleyball zu entscheiden. Alles hat seine Regeln und darin gibt es noch Subtypen. Entscheide ich mich nun für Fußball, was meinetwegen DsA sein kann, muss man sich eben auch einigen ob das Straßen- oder guter alter Rasenfußball ist. Entsprechend verhält sich das auch für die Art der Kampagne die man auswählt (Stadt, High Adventure, etc.). Man einigt sich auf etwas und entweder hält man sich daran, oder man tut es eben nicht. Mit Leistung hat das nun wenig zu tun. Gleiches gilt dabei auch für die Erstellung der Charaktere oder vieles andere. Man hat sich auf ein Setting und ein grobes Powerlevel, etc. geeinigt und dementsprechend entwickeln sich die verschiedenen Aspekte. Der SL ist hier vielleicht der einzige dem eine Leistung in dem Sinne obliegt, da er als der Schiedsrichter entscheiden muss, ob er zulässt das Spieler A in seinen super Adidas Stollenschuhen gegen oder mit den Pantoffeln des Spieler B spielen muss/soll/darf, genauso wie er einfach den Hokeyschläger beim Fußball zu verbieten hat. Letztendlich sorgt er aber nur dafür, das alles worauf man sich vorher geeinigt hat auch eingehalten wird.

Geht es nun aber darum, das Rollenspiel wirklich zu spielen, eben jene Rolle, dann kann man sehr wohl von Leistung sprechen. Der eine spielt besser Fußball als der andere. Es kann zwar allen Spaß machen, das ist auch schön und gut, aber anders als bei der Kindergruppe der Fußballjugend mit Kuschelpädagogik muss man eben auch ganz nüchtern feststellen das es zwischen den Spielern Unterschiede gibt. Die Frage ist nun: Möchte man gerne Kreisliga spiele oder reicht einem der Bolzplatz. Hier möchte ich gewiss keine positive oder negative Konnotation meines Beispiels verschleppen aber ein unterschied in der Qualität ist existent. Wie man diesen bewertet, ob besser oder schlechter sei jedem dahin gestellt. In einem Team das jedoch Kreisliga spielen will gilt es nun aber einfach ein gewisses spielerisches Niveau zu wahren. Dem genügt man oder eben nicht. Je nach Sympathie gibt man vielleicht Zeit auf Besserung aber ab einem gewissen Punkt muss man feststellen, dass das Spiel der anderen durchaus durch einen schlechten Spieler leiden kann.

Und was beim Fußball eben Pässe sind die daneben gehen, Bälle die nicht gehalten wurden oder ein grober Mangel von Spiel- und oder Regelverständnis lässt sich so 1:1 auf das Rollenspiel übertragen. Ein Spieler der konsequent Anspielungen nicht mitbekommt, generell nicht bei der Sache ist, sich weder in das Setting noch die Atmosphäre einfügen kann, seinen Charakter mit dessen Persönlichkeit nicht glaubhaft rüber bringt und spricht wie ein Staubsauger oder gar nicht in der Lage ist seinen Charakter zu steuern bzw. in der Welt zu bewegen weil er weder dessen Fähigkeiten noch die damit zusammengehörigen Regel beherrscht usw.; ja, den bezeichne ich als zu dem Zeitpunkt schlechten Rollenspieler. Dabei ist es für den Augenblick egal ob er es noch lernt oder nicht, Leistung ist immer eine Momentaufnahme und nachträglich kann man sich überlegen noch eine Chance zu geben oder nicht.

Wie man nun damit umgeht hängt davon ab was im vornherein abgesprochen wurde und welche Beziehung man zu dem Spieler hat, der ja letztendlich auch noch ein Mensch ist. Hat man dediziert nach erfahrenen und guten Rollenspielern gefragt und wird mit so einer schlechten Leistung konfrontiert gilt es im Gespräch unter zwei Augen, sprich mit dem SL, zu erfragen woran das gelegen hat. Jeder hat ein Privatleben und Dinge daraus lassen sich nicht immer verdrängen, auch sind wir Menschen und anfällig für alles mögliche wie Kopfschmerzen etc.; eben alles was uns mal einschränkt. Das lässt sich leicht klären und vielleicht hört man ja auch, das sich der andere überschätzt hat. Das ist kein Beinbruch aber die Herbeiführung eines klaren Verhältnisses. Hatte man von Anfang an keinen wirklichen formulierten Anspruch darf man sich aber auch nicht wundern alles mögliche anzuziehen. Trotzdem, gerade wenn es den Spaß der anderen Spieler einschränkt oder für den SL zur belastung wird, ist auch hier die erste Antwort das Gespräch. Hier kann man entweder schlicht einfordern oder Hilfe anbieten - beides ist vollkommen legitim. Wird ersterem nicht nachgekommen und bringt zweiteres keine Besserung so ist auch hier die Verabschiedung die beste Wahl. Wenn man nicht auf den gleichen Nenner kommt macht es schlicht keinen Sinn sich abzumühen.
« Letzte Änderung: 07. August 2015, 22:54:49 von FieserMoep »
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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #41 am: 07. August 2015, 23:22:38 »

FieserMoep, Dein Beitrag ist zwar von meiner Warte aus allgemein richtig und so, aber andererseits so allgemein, dass ich von meiner Warte aus jede Menge Widersprüche loswerden möchte.

Ich wähle den Weg des Faulpelzes, weil ich mich meiner Meinung nach weiter oben von meiner Warte aus schon ausführlich genug geäußert habe. ;D

Kurze Zusammenfassung:
1. Alle sollten das gleiche Spiel spielen. Das beinhaltet gleiche Regeln für alle Teilnehmer.
2. Wer absichtlich den Anderen den Spaß verdirbt, liefert "schlechte Rollenspielleistung".

Wenn es aber jemand
• trotz vor Spielbeginn bekannter Unfähigkeit (bezüglich Setting, System, Charakterklasse, …) oder
• mit einer unpassenden Spielfigur oder
• als "stadtbekanntes Arrr…"
in die Runde geschafft hat, dann wollten das Alle in der Gruppe so.
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FieserMoep

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #42 am: 07. August 2015, 23:41:40 »

An Intention würde ich das garnicht festmachen. Man kann wissentlich oder unwissentlich schlecht spielen. Wer das Bewusst tut, insbesondere um andere zu ärgern, ist einfach nur ein Arschloch obendrein.
Und klar, wenn das alles bereits vor dem Spiel bewusst war dann ist das natürlich auch ein hausgemachtes Problem. Technisch gesehen bleibt es aber schlechtes Rollenspiel, man hat sich nur den Teufel selbst ins Haus geholt. Das Problem ist ja nur leider das sich so etwas bei unbekannten nur schwer sagen lässt. Klar entwickelt man ein gewisses Gefühl dafür, spätestens wenn man den Leuten redet, aber auch hier gibt es bisweilen riesige Unterschiede und jemand der sich nüchtern und differenziert über sein Charakterkonzept mit dem SL unterhält ist nicht zwangsläufig auch ein guter Rollenspieler.

Letztendlich ist es ja auch egal wie es dazu gekommen ist, dieses Problem in der Gruppe zu haben. Nur weil man eine Teilschuld daran trägt, ist man ja auch nicht verpflichtet sich nun damit abzugeben und man kann sich immer noch zivilisiert voneinander trennen. Worum es mir nur vornehmlich ging war schlicht fest zu halten das sich Rollenspiel sehr wohl in seiner Leistung bewerten lässt, auch als Hobby, und es dementsprechend sehr wohl auch gerechtfertigt ist Konsequenzen zu ziehen. Rollenspielleistung mag zwar für den ein oder anderen ein hässliches Kompositum sein, ist in der Realität jedoch sehr wohl vorhanden, gleich wie man es nun nennen mag. Und um einen anderen Post aufzugreifen, das erstreckt sich auch auf dinge wie Freundschaft, WG, Beziehung und was auch immer. Jedes soziale Gefilde hat Ansprüche an die darin organisierten Individuen, werden die nicht erfüllt kann man steril von einer mangelnden Leistung sprechen. Ein Partner der sich meine Sorgen nicht anhört, ein Freund der keine Zeit mit mir verbringen will und ein Mitbewohner der nie beim Abwasch hilft erfüllt für mich gewisse Kriterien und Ansprüche an das soziale Miteinander schlicht und ergreifend nicht - damit ist eine Leistung nicht oder nur mangelhaft erfüllt. Jede bewusste soziale Interaktion ist ein geben und nehmen und zwischen diesen beiden Dingen kann sehr wohl eine Differenz klaffen.
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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #43 am: 07. August 2015, 23:58:49 »

Misst Du soziale Interaktionsleistung lediglich binär, oder skalierst Du feiner?



Obwohl ich letztlich der Meinung bin, dass zwischen meiner Körperchemie und Quantenphysik kein Platz für (meinen) freien Willen ist, weigere ich mich, mich wie ein Roboter zu fühlen (und zu benehmen). ;)
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FieserMoep

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Re: Mal ne Frage: Wie geht IHR mit schlechter .....
« Antwort #44 am: 08. August 2015, 00:28:55 »

Wenn ich vom ausbleiben und dem erbringen einer Leistung spreche mag das vielleicht binär anmuten und nur zwei Zustände benennen, aber ich habe bewusst auch erwähnt das eine Leistung mangelhaft erbracht werden kann und das impliziert ja auch das schlechte Rollenspiel. Das ist nochmal was anderes als gar kein Rollenspiel. Natürlich muss man abwägen und nicht zuletzt gleichen wir Defizite oft durch Leistungen in anderen Bereichen aus. Ich denke niemand hat einen Freund oder einen Partner von dem er sagen würde, er macht alles, so wie man es sich wünschen würde. Nur weil der Partner den Müll nie raus bringt, ist das ja nun keine Mangelleistung welche die gesamte Beziehung dysfunktional macht. Bei der Wertigkeit und Ausprägung muss man natürlich differenzieren und abwägen - aber so ist das ja in fast allen dingen; eine Skalierung sehe ich da durchaus nur ich würde der Skala ungerne eine Maßeinheit geben, das ist schlichtes ermessen.

Wenn ich zwei Spieler habe, die vollkommen identisch wären, nur einer von den beiden verzögert jeden Fertigkeitswurf und sorgt dafür das ein Kampf ne halbe bis ganze Stunde länger dauert weil man ihm alles nachschauen muss, dann ja, dann legt er in Relation eine schlechtere Rollenspielleistug ab. Gleiches wie wenn er auf die Dialoge der Mitspieler nicht eingeht etc.
Die Qualität einer Leistung lässt sich nur durch zweierlei Maß bewerten. Feste Kriterien (Ich spare hier mir jetzt einfach die wissenschaftlichen Qualitätsmerkmale von solche aufzuzählen) oder den Vergleich in Relation. Das man mit einem solchen Urteil natürlich letztendlich zu einer binären Erkenntnis kommt wonach das Rollenspiel eben schlecht oder nicht schlecht ist, das liegt in der Natur der Sache; hat aber soweit nichts über den Vorgang zu sagen, mit dem man zu dieser gekommen ist.
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