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Community => Allgemeine Themen => Thema gestartet von: Namezahl am 24. Januar 2015, 08:44:10

Titel: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Namezahl am 24. Januar 2015, 08:44:10
Kennt Ihr das auch? Ich wollt Euren Meisterschützen spielen und zweimal in einer Runde schießen? 3 Pfeile gleichzeitig abfeuern und ähnliches aber sowohl die anderen Spieler wie auch der Spielleiter sagen sowas geht nicht. Das ist unrealistisch oder anderes. Nun hab ich ein Argument gefunden, oder besser ein Video, das Euch den Weg frei räumt, endlich Euren Bogenschützen voll ausschöpfen zu können. Legolas war Gestern, jetzt kommt Ihr!

https://www.youtube.com/watch?v=BEG-ly9tQGk
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Hypatia am 24. Januar 2015, 09:01:28
Wow - ich bin total überwältigt!

Klingt eigentlich alles total logisch, vor allem "Köcher blöd" und "Pfeil von rechts schneller", aber ich hab nur nen Schnupperkurs gemacht im modernen Bogenschießen - mir war da zu viel Zen und zu wenig Robin Hood drin ;)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Aylaschijian am 24. Januar 2015, 09:09:08
Naja, das es mehrere Arten des Bogenschießen gibt, war mir schon bewusst, dementsprechend finde ich seine Darstellung, das er diese Kunst wiederentdeckt hat, etwas übertrieben.

Das er sie aber gemeistert hat, steht wohl außer frage.
Wahnsinn!
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: harekrishnaharerama am 24. Januar 2015, 09:13:35
Ich finde das eine ganz bemerkenswerte, ethnologische Arbeit und die Ergebnisse sprechen wohl Bände -
aber wat willst'n dann noch mit 'ner Armbrust, wenn De dat jetze in deene Regeln erlaubs'  ::)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Namezahl am 24. Januar 2015, 09:47:26
Ne Armbrust benutzen eh nur NPCs die nicht länger als eine Runde leben.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Aylaschijian am 24. Januar 2015, 09:49:17
Nach meinem Wissen: Armbrüste haben Vollplatte durchschlagen. Das wäre mit den meisten Bogen nicht möglich gewesen, die ja gerade so kette+gambesson schaffen.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Weltengeist am 24. Januar 2015, 09:59:46
Scheiße, der Typ ist echt beeindruckend...

Was die Armbrust angeht, hat die andere Vorteile. Sie benötigt viel weniger Training, kann beliebig lange in Sniperposition gehalten werden (auch in Stellungen, wo kein Platz für einen Bogen ist) und ist panzerbrechend auch gegen Vollplatte.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Nin am 24. Januar 2015, 10:08:10
Krass!

Danke für den Link.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Iona am 24. Januar 2015, 10:09:54
Alles... klar...

Danke für den Link zu diesem beeindruckenden Video! Ich gebe zu, über einige Dinge darin noch nie nachgedacht zu haben, aber natürlich macht das alles Sinn.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Saalko am 24. Januar 2015, 10:16:36
In Splittermond haben die Armbrüste eine größere Durchdringung, ausserdem kann man mit ihnen im liegen feuern, was bobi gegen Angiffe aus dem Fernkampf gibt. Im Nahkampf allerdings schlecht ist :)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: harekrishnaharerama am 24. Januar 2015, 10:20:36
Der Typ schießt auch im Liegen, da bin ich mir sicher
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Aylaschijian am 24. Januar 2015, 10:22:37
Auf dem Rückend liegend wohl war, auf dem Bauch hingegen bezweifle ich das, da er seine Armhaltung garnicht umsetzten kann.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: harekrishnaharerama am 24. Januar 2015, 10:22:56
Mußt mal schauen, machen auch ein paar Leute vor - liegend auf der Seite.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Grom am 24. Januar 2015, 10:25:26
Kennt Ihr das auch? Ich wollt Euren Meisterschützen spielen und zweimal in einer Runde schießen? 3 Pfeile gleichzeitig abfeuern und ähnliches aber sowohl die anderen Spieler wie auch der Spielleiter sagen sowas geht nicht. Das ist unrealistisch oder anderes.

Schon, aber leider kann ich die rufe nach mehr Realismus im Rollenspiel nicht hören. Die Laserstrahlen die aus meinen Augen geschossen kommen, sind dafür leider zu laut.  ;D

Hier ist noch nen anderes Video mit ihm, von vor 2 Jahren oder so - mit ner ganzen Handvoll anderer Szenen. Auch wenn die nicht so beeindruckend sind wie nen Pfeil zu treffen, der auf einem zufliegt....
https://www.youtube.com/watch?v=2zGnxeSbb3g
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Tyrion am 24. Januar 2015, 11:08:16
Das Problem das dabei auftauchen kann, wenn man so einen Meisterbogenschützen spielt: die anderen Mitspieler schauen dann vermutlich etwas durch die Röhre, wenn sie nicht Ähnliches in ihren Disziplinen zustande bekommen. Das führt zu einem Ungleichgewicht und das vermutlich zu Ärger in der Gruppe.

Wenn solche Aktionen gelegentlich mal vorkommen, sehe ich persönlich auf kein Problem darin. Ab dem Zeitpunkt, ab dem der Meisterbogenschütze dies jede Kampfrunde machen will, wird es allerdings unschön. Wenn er aber zB den Rückzug der Gruppe decken will und mit drei aufgelegten Pfeilen die erste Reihe der Verfolger mit Pfeilen spicken will (was Reihen 2 und 3 tierisch beeindruckt und langsamer werden lässt), wäre das eine schöne Szene.

Genau so wenig ist ja durch die Regelsysteme die ich bis jetzt kenne ein "Todesschuss" abgedeckt... der Bogenschütze nimmt sich Zeit, zielt auf die Meute die der Gruppe folgt und schickt einen tötlichen Pfeil auf die Reise. Einer der Verfolger wird auch getroffen... nur erleidet er laut Regeln jetzt nur (Pi mal Daumen) 5 Schadenspunkte. Juckt den eigentlich nicht wirlich. Allerdings ist es auch hier eine Frage des Fingerspitzengefühls und einer gewissen Flexibilität bei der Auslegung von Regeln. Ich würde den Schurken in einer solchen Aktion vermutlich wirklich seinen Göttern gegenübertreten lassen und die Meute würde vor lauter Respekt vor dem Meisterschützen auch langsamer werden.

Und danke für das Video im Übrigen... der Typ ist wirklich beeindruckend drauf. :D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Arcos Stormblade am 24. Januar 2015, 11:55:46
Das Problem das dabei auftauchen kann, wenn man so einen Meisterbogenschützen spielt: die anderen Mitspieler schauen dann vermutlich etwas durch die Röhre, wenn sie nicht Ähnliches in ihren Disziplinen zustande bekommen. Das führt zu einem Ungleichgewicht und das vermutlich zu Ärger in der Gruppe.



Ich denke wenn einer der Charaktere Waffenmeister Bogen hat, werden die anderen auch ähnlich mächtig sein. Auch Magier können extrem viel umhauen, und Nahkampfwaffenmeister sind sowieso enorm wichtig, um den Schützen den Rücken frei zu halten.

Natürlich sollte man keinen 20.000 AP Charakter Bogenschützen in einer Anfängerrunde spielen :D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: tomtom am 24. Januar 2015, 12:22:53
Es gibt ja glücklicherweise neben DSA auch noch andere Rollenspielsysteme:

- In Pathfinder kann man sich diverse Spezialisten im Bogenschießen bauen, die mehrere Pfeile pro Kampfrunde abschießen
- In Rolemaster (Arms Companion) kann man Bogenschützen mit ähnlichen Tricks wie aus dem Video bauen
- ...
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: harekrishnaharerama am 24. Januar 2015, 14:16:37
In SR4 war das auch kein Problem, da konnte man sowieso eine Aktion pro Inidurchgang machen, dazu kann man noch seinen Pool aufteilen, um mehrere Angriffe zu starten. Also wenn man gut genug ist, dann kann man schon so 4-12 Angriffe mit 'nem Bogen oder sonstwas in 3 Sekunden bringen ;)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Weltengeist am 24. Januar 2015, 14:28:35
Ich sehe das Problem im Spiel jetzt nicht. Ich meine: Der Typ ist vermutlich einer der besten weltweit. Wenn ein SC erstmal soweit ist, das von sich sagen zu können: fein. Dann hat er/sie vermutlich auch Begleiter, die z.B. 3 Nahkampfangriffe pro Sekunde durchführen können und einen heranfliegenden Pfeil einfach mit dem Säbel durchhauen. Oder eben gleich aus der Luft fangen. Und wenn die Wildcard-NSC das gleiche können, ist die Balance auch wieder hergestellt.

Im Gegensatz zum Video sind Gegner im Kampf nämlich keine reinen Zielscheiben. Die verwenden Schilde, weichen aus, gehen in Deckung, schießen in dreifacher Überzahl zurück usw. Gegen Luschen-NSC darf ein guter Bogenschütze doch ruhig seine Erfolgserlebnisse haben. Aber die richtig fähigen Gegner (und SC) können mit ihren Fähigkeiten wieder mithalten.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: harekrishnaharerama am 24. Januar 2015, 14:32:35
Was dann jedoch doof ist, wenn dann sowas wie Geschosse aus der Luft fangen (Yado?) eine magische Fertigkeit wird, weil die Leute echt glauben, das wäre ein Mythos

Das ist zB. bei SR eine Adeptenkraft, soweit ich mich erinnere . . .
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: sigterm am 24. Januar 2015, 14:36:01
trotzdem: Wahn-sinn! Ich hab' echt Respekt vor dem Mann ... und wenn man sich vorstellt, das diese TGechniken füher zum üblichen Bogenschützen-Training gehörten ... Naja, es wsaren sicher nicht alle so gut ... aber selbst Durchschnitt ist da besser als zwei Aktionen laden, eine Aktion schiessen.

Apropos: Hier das ganze Gegenteil: https://www.youtube.com/watch?v=Rh-ohspuCmE (https://www.youtube.com/watch?v=Rh-ohspuCmE) ... aber die meditieren den Pfeil ja auch in's Ziel.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: harekrishnaharerama am 24. Januar 2015, 14:49:46
Nein, garnicht mal. Dieser Bogenschütze legt den Pfeil auch auf den Daumen und nicht auf die andere Seite . . .
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Weltengeist am 24. Januar 2015, 14:59:49
Was dann jedoch doof ist, wenn dann sowas wie Geschosse aus der Luft fangen (Yado?) eine magische Fertigkeit wird, weil die Leute echt glauben, das wäre ein Mythos

Ja und? Was weißt denn du, ob der Typ im Youtube-Video nicht irgendeinen Pakt am Laufen hat? ;D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Weltengeist am 24. Januar 2015, 17:22:44
Wusstet ihr übrigens, dass der Typ ursprünglich LARPer war und deshalb anfing, sich für Bogenschießen zu interessieren?
(Hab ich gerade in einer dänischen Tageszeitung gefunden)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Aylaschijian am 24. Januar 2015, 17:37:58
Hab ich mir fast gedacht, da in ersten paar secs er ja als Räuber verkleidet ist :D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: sigterm am 24. Januar 2015, 17:47:34
Wusstet ihr übrigens, dass der Typ ursprünglich LARPer war und deshalb anfing, sich für Bogenschießen zu interessieren?
(Hab ich gerade in einer dänischen Tageszeitung gefunden)

Hey ... dann möcht' ich das von ihm mal mit Pömpel-Pfeilen sehen! ;)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Farnir am 24. Januar 2015, 17:52:19
Wenn die Bogenschützen aufgewertet werden, kann man ja gleich die anderen Waffenarten nachziehen. Nach einem durchschnittlichen Dolchtreffer sind Menschen kampfunfähig, selbst wenn es "nur" eine Beinwunde ist... von Schwerttreffern ganz zu schweigen etc.

Da muß man halt wissen, welche Mischung aus Simulation und Cineastik man möchte.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Namezahl am 24. Januar 2015, 19:31:09
Wenn die Bogenschützen aufgewertet werden, kann man ja gleich die anderen Waffenarme nachziehen. Nach einem durchschnittlichen Dolchtreffer sind Menschen kampfunfähig, selbst wenn es "nur" eine Beinwunde ist... von Schwerttreffern ganz zu schweigen etc.

Da muß man halt wissen, welche Mischung aus Simulation und Cineastik man möchte.

Das ist eben genau der Punkt. Das ganz sollte eigentlich auch nur das Video einleiten und keine wahre Diskussion los treten ob und wie jetzt Bogenschützen im Rollenspiel zu handhaben sind. :)
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Arcos Stormblade am 25. Januar 2015, 10:54:51
Nach einem durchschnittlichen Dolchtreffer sind Menschen kampfunfähig, selbst wenn es "nur" eine Beinwunde ist...


Das kommt auf die Zone an, bei der Beinwunde muss ich dir aber widersprechen - ein geübter Kämpfer kann dann sehr wohl noch weiter kämpfen. Sollte natürlich das Herz oder andere lebenswichtige Organe getroffen werden, sieht das ganze natürlich anders aus.
Man darf natürlich keinen durchschnittlichen Menschen aus der heutigen Zeit als Referenz nehmen. Dazu kommt auch noch die Frage inwiefern Rüstung die Waffen nicht ziemlich gut abschwächt.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Namezahl am 25. Januar 2015, 10:58:58
Nach einem durchschnittlichen Dolchtreffer sind Menschen kampfunfähig, selbst wenn es "nur" eine Beinwunde ist...


Das kommt auf die Zone an, bei der Beinwunde muss ich dir aber widersprechen - ein geübter Kämpfer kann dann sehr wohl noch weiter kämpfen. Sollte natürlich das Herz oder andere lebenswichtige Organe getroffen werden, sieht das ganze natürlich anders aus.
Man darf natürlich keinen durchschnittlichen Menschen aus der heutigen Zeit als Referenz nehmen. Dazu kommt auch noch die Frage inwiefern Rüstung die Waffen nicht ziemlich gut abschwächt.
Beintreffer ist nicht Beintreffer. Eine oberflächliche Wunde oder ein einfacher Schnitt ist da nicht das Problem. Aber eine tiefe Wunde zertrennt Muskeln oder gar Arterie. Das ist dann weniger gut :P
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: tomtom am 25. Januar 2015, 11:15:28
Wenn die Bogenschützen aufgewertet werden, kann man ja gleich die anderen Waffenarten nachziehen. Nach einem durchschnittlichen Dolchtreffer sind Menschen kampfunfähig, selbst wenn es "nur" eine Beinwunde ist... von Schwerttreffern ganz zu schweigen etc.

Da muß man halt wissen, welche Mischung aus Simulation und Cineastik man möchte.

Genau und in manchen Rollespielsystemen ist das ja auch sehr gut abgebildet: In Rolemaster sind Hitpoints ja nur für kleine Verletzungen, gestorben wird an den sehr wahrscheinlichen kritischen Treffern.

Sehr "realistisch" ist z.B. auch das Kampfsystem in RuneQuest 6: Realtiv wenige Hitpoints auf Trefferzonen verteilt. Und wenn man "gut trifft" (Gewinn des Skillchecks), dann kann man weitere Verletzungen herbeiführen (z.B. erzeugt der Beintreffer dann eine Blutung oder das Bein ist nicht mehr belastbar). Der Kampf ist da oft nach ein bis zwei Treffern zu Ende. Alleine gegen mehrere einigermaßen kompetente Gegner: Tödlich. Schild: Ausgesprochen nützlich.

Mir ist es zu "realistisch". Falls jemand aber auf tödlichen Realismus steht, kann er sich das Kampsystem ja mal angucken (die RQ6 Essentials gibt es als freien Download (http://www.thedesignmechanism.com/resources/RuneQuest%20Essentials.pdf)).
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Arcos Stormblade am 25. Januar 2015, 11:25:26

Beintreffer ist nicht Beintreffer. Eine oberflächliche Wunde oder ein einfacher Schnitt ist da nicht das Problem. Aber eine tiefe Wunde zertrennt Muskeln oder gar Arterie. Das ist dann weniger gut :P

Natürlich, auf lange Sicht wäre das Bein auch für ne ganze weile unbrauchbar (je nachdem ob Nerven verletzt worden auch komplett). Die Arterien und vor allem die motorischen Nerven liegen aber nicht unbedingt zugänglich (die sensiblen schon, aber die braucht man ja erstmal nicht im Kampf), und auch wenn die getroffen werden, braucht es bei den Beinarterien dann doch noch ein bisschen bis man verblutet (und wäre ohnehin ein kritischer Treffer meiner Meinung nach). Was die Muskeln angeht, klar kann man einen da treffen, aber ich bezweifle dass du es mit einem Dolch schaffst alle wichtigen Muskeln auf einmal zu treffen (einen einzelnen Muskel auszuschalten wäre eine Beinwunde, wodurch man schon Einschränkungen hat), sodass man den Ausfall des einen nicht mehr mit anderen kompensieren kann. Letztendlich kann man auch noch kniened oder im liegen weiter kämpfen.

Dazu muss man bei dem Schaden eines Dolches, wenn es kein kritischer Treffer ist, eigentlich davon ausgehen dass es eher ein Streifschnitt war, bzw. nicht genug Wucht dahinter war um soviel Gewebe zu verletzten (ich bin ohnehin der Meinung dass die TP die letztendlich ja auch erwürfelt werden vor allem aussagen ob ich gerade eine gute Stelle getroffen habe oder eben eher keine so vulnerable Stelle - ein Dolch der 7 TP an einem ungerüsteten zufügt kann ja durchaus schon eine Wunde anrichten, einer mit 2 TP eher weniger - das sind dann wohl auch die unterscheidungen zwischen Treffer im Muskel oder Treffer auf der Oberfläche)

Prinzipiell stört mich aber bei DSA eher, dass es entweder Treffer oder keiner ist, da müsste es etwas dazwischen geben was TP/2 Schaden anrichtet, weil man unvollständig pariert und eben doch noch was abbekommt, was dann schaden zufügt wenn man keine Rüstung trägt. Dazu ist natürlich auch die immense Regenerationsgeschwindigkeit mehr als unrealistisch - wenn ich aus dem 10 Stock springe, laufe ich 1 Woche später nicht schon wieder Marathon :D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Saalko am 25. Januar 2015, 11:44:34
Ich finde in Midgard ist das sehr gut gelöst.
Man hat Lebenspunkte und Ausdauerpunkte.

Der Gegner schlägt zu und trifft (ein Ergebnis über 20) ->
Man weicht aus -> schafft Zielwert von 20 -> Ausdauerpunkteverlust
Man weicht nicht aus -> schafft nicht die 20 -> schwerer Treffer, Lebenspuntkeverlust (abzüglich Rüstungspunkte) und Verlust an Ausdauerpunkten.

Lebenspunkte regenerieren sich verdammt langsam.
Ausdauerpunkte sind relativ fix wieder da. Magier und Priester haben kein mana sondern müssen ihre Ausdauer für Zauber nutzen.

Das führt dazu, dass Kämpfe recht fix vorbei sind, ungerüstete Kämpfer verlieren viele Lebenspunkte und brauchen ewig eh sie sich erhohlt haben.
Kämpfer in schweren Rüstungen sind auch schnell ausgeschaltet. ABER da sie ihre Lebenspunkte nicht so schnell verlieren, sind sie am nächsten Tag wieder kampfbereit.

Kämpfe sind eben Kräftezehrend, genauso wie Zauber wirken.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Arcos Stormblade am 25. Januar 2015, 11:56:14
Ich finde in Midgard ist das sehr gut gelöst.
Man hat Lebenspunkte und Ausdauerpunkte.

Der Gegner schlägt zu und trifft (ein Ergebnis über 20) ->
Man weicht aus -> schafft Zielwert von 20 -> Ausdauerpunkteverlust
Man weicht nicht aus -> schafft nicht die 20 -> schwerer Treffer, Lebenspuntkeverlust (abzüglich Rüstungspunkte) und Verlust an Ausdauerpunkten.

Lebenspunkte regenerieren sich verdammt langsam.
Ausdauerpunkte sind relativ fix wieder da. Magier und Priester haben kein mana sondern müssen ihre Ausdauer für Zauber nutzen.

Das führt dazu, dass Kämpfe recht fix vorbei sind, ungerüstete Kämpfer verlieren viele Lebenspunkte und brauchen ewig eh sie sich erhohlt haben.
Kämpfer in schweren Rüstungen sind auch schnell ausgeschaltet. ABER da sie ihre Lebenspunkte nicht so schnell verlieren, sind sie am nächsten Tag wieder kampfbereit.

Kämpfe sind eben Kräftezehrend, genauso wie Zauber wirken.

Klingt interessant. Aktuell habe ich in meiner DSA Runde dass die Kämpfe zu tödlich sind in den Schlachten, obwohl Schlachten ja eigentlich nicht sooviele Todesfälle sondern eben nur viele Verletzte zutage brachten (bis dann das Schießpulver kam) - da muss man immer verdammt schnell sein damit seine NSC Gegner zurück zu ziehen damit der Verlust auf der Gegnerseite nicht so immens ist :D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Moses am 25. Januar 2015, 12:26:34
Auch wenn das megacool und gewaltig ausschaut, habe ich mir als natürlicher Zweifler/Hinterfrager meine Gedanken hinzu gemacht. Das Abschiessen des Bogens ist auch nicht so genau gezeigt worden, ob der "Partner" nun voll aufgezogen hat, oder doch vieleicht eher etwas gemütlich. Des Weiteren weiss natürlich nur er und das Filmteam (ausser er macht das über Stativ etc) wieviele Versuche er dafür benötigt hat.

Ich kann mich selber auch gerade nicht erinnern, wie ich mit meinem Bogen geschossen habe, körperseitig oder eben ausserhalb. Von daher, obs nun wirklich alle falsch machen, ich weiss es nicht.

Das er eine extrem schnelle Auflege- Nachladezeit hat ist das echt bemerkenswerte und ich frage mich, was es damit auf sich hat, hat er anstelle einer einzelnen Möglichkeit am Ende des Pfeils einzuspannen, evtl was verändert ? Wie wäre es zB mit 4 kleinen Schlitzen, dadurch wäre die Möglichkeit sehr gross, das man den Pfeil "richtig" erwischt. Denn im Laufen oder Ducken, Ausweichen, müssen sich doch die Pfeile in der Hand etwas verschieben, erst recht im Beispiel mit den 10 Pfeilen.

Moses
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Can am 25. Januar 2015, 20:50:22
Everything You know About Archery Is A Lie

http://9gag.tv/p/a503ZA/everything-you-know-about-archery-is-a-lie
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Ayou am 25. Januar 2015, 20:57:16
Everything You know About Archery Is A Lie

http://9gag.tv/p/a503ZA/everything-you-know-about-archery-is-a-lie
Alter genau um das Video gehts in dem Thread hier doch! Ist im Eingangspost verlinkt. Man sollte das Thema schon lesen, bevor man postet.
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: ErzdrakonMomo am 25. Januar 2015, 22:11:32
Der Bursche ist beeindruckend und hat sich seinen Keks zu Weihnachten damit ganz sicher verdient. ABER wie so oft im Leben: etwas richtig oder besser zu machen heisst nicht das es auch cooler aussieht. Ich mag es lieber cineastisch und heldenhaft, zumindest im Rollenspiel.

Man denke nur mal an die richtige Haltung einer E-Gitarre - die sieht auch furchtbar aus (auch wenn sie anatomisch gesünder ist als die Gitarre knapp über den Knien zu halten)  ;D
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Azmaer am 30. Januar 2015, 23:26:33
Gutes Video. Und auch anschaulich erklärt - Der Typ hat es wohl mal richtig gemacht:
Mal nachgedacht!

Bestimmt erst begeistert vom Bogenschießen, dann in nem Bogenschießkurs (die schießen ja wie Pilze aus dem Boden, verzeiht das Wortspiel) Statisch gestanden und auf statische Ziele abgegeben. Wahrscheinlich noch mit irgendeinem Meditiativen Ansatz vollgesülzt worden und sich dann gedacht: Was hat das hier alles mit dem richtigen Bogenschießen zu tun?
Dann hat er alles über Bord geworfen und selber ausprobiert.... Jahrelange Übung brachte ihn dann zu dieser Fertigkeit mit seinem Bogen. Er hat sich eine Menge von allem abgeschaut.

Was ist denn ein typischer Bogenschütze in einem Fantasy-Rollenspiel?
Jemand der von Klein auf mit dem Bogen geübt hat.
Der Elf der seiner Beute durch die dichten Wälder hinterhergepirscht ist um mit einem Schuß sein Wild zu fällen... Zwischen dichtem Gestrüpp, Baumstämmen und über größere Distanzen zielgenau den Blattschuß setzend. (Elfen haben da wohl manchmal Jahrzehntelange Übung bevor sie auf Abenteuerfahrt gehen...)

Der (ähnlich den Englischen Langbogenschützen des 100jährigen Krieges) militärische Bogenschütze, der mit anderen in einer Einheit dem Feind auf weite Entfernung tödlich genau den Pfeil durch den Schild und in das Kettenhemd schießt. Schnell einen Pfeil nach dem anderen abgebend. Aber durch jahrelange Übung (von Kindesbeinen an) so treffsicher ist das er nur noch auf das Ziel schauen muss (und nicht über "Kimme und Korn" zielen muß) um einem reitenden Ritter in vollem Gallop das Spitze Eisen in den gepanzerten Wanst setzt.

Ich finde es gut solch ein Video hier reinzusetzen. Das beendet vielleicht die ewigen Diskussionen darüber was ein geübter Bogenschütze KANN und was nicht.

Vielleicht setzt mal jemand ein Video hier herein in dem (in bewegten Bildern) gezeigt wird das man mit seiner Plattenrüstung sehr wohl einen Purzelbaum schlagen konnte bzw man auch in voller Gestechrüstung alleine aufs Pferd kam ohne einen Kran bemühen zu müssen.
Die typische Ritterrüstung war nämlich meist auf den Leib "geschmiedet" und darauf ausgelegt bei maximaler Panzerung die größtmögliche Beweglichkeit zu gewährleisten.
Mit irgendeinem in einem Dungeon gefundenen Plattenzeug das auf die Größe und die Statur von ganz jemand anderem angepasst war kann man so etwas natürlich nicht. Und leider auch nicht mit der ererbten Rüstung des adligen Vaters oder der adligen Großmutter....
Titel: Re: Ende der ewigen Bogenchützendiskusionen im Rollenspiel
Beitrag von: Arlen am 30. Januar 2015, 23:57:27
Vielleicht setzt mal jemand ein Video hier herein in dem (in bewegten Bildern) gezeigt wird das man mit seiner Plattenrüstung sehr wohl einen Purzelbaum schlagen konnte bzw man auch in voller Gestechrüstung alleine aufs Pferd kam ohne einen Kran bemühen zu müssen.

https://www.youtube.com/watch?v=5hlIUrd7d1Q

https://www.youtube.com/watch?v=WMuNXWFPewg

https://www.youtube.com/watch?v=xm11yAXeegg

https://www.youtube.com/watch?v=y1YEkuWYUKM

bitte sehr ;)