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Autor Thema: Stimmen aus dem Jahr 2008 - wo seid ihr?  (Gelesen 5532 mal)

Tomira

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  • 05. Oktober 2016, 11:16:06
Stimmen aus dem Jahr 2008 - wo seid ihr?
« am: 05. Oktober 2016, 11:16:06 »

Nachdem wir nun schon einzelne User gehört haben, die sich an ihre Anfänge und damit auch die Anfänge der Drachenzwinge generell erinnert haben, wollen wir nach Jahren gestaffelt sammeln,
wer denn so alles in einem (gleichen) Jahr dazu kam und ob es noch Weggefährten gibt aus diese Zeit.

Also winkt mal fleißig in die Runde, und strengt diese graue Masse da oben mal an, ob ihr noch zusammen kriegt, wie hier euer Einstand so war.
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2016, 11:18:58 von Tomira »
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Intoleranz ist ein kleines Tierchen, das nachts den Horizont enger näht.

ullysee

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  • 06. Oktober 2016, 23:46:19
Re: Stimmen aus dem Jahr 2008 - wo seid ihr?
« Antwort #1 am: 06. Oktober 2016, 23:46:19 »

800 is ne schöne Zahl^^

So, dann ergänze ich mal  (Danke Tomira)

Meine erste Gruppe als Spieler auf der DZ war damals bei Arne, DSA 4. Der erste Termin war ein wenig stressig, da ich einen spontanen Urlaub nach Griechenland gemacht hatte und der erste Spieltermin genau in diesen Zeitraum fiel. Da man an seinem ersten Tag nicht gleich negativ auffallen wollte, hab ich meinen Laptop damals mitgenommen und dann von Griechenland aus mitgespielt (Meine Miturlauber haben mich ein wenig schräg angesehen, aber diese Blicke kennt man ja von "Nicht-Spielern")
Wir hatten an Software FG und TS. Arne hat sich damals wirklich sehr bemüht und es geschafft anfängliche Skepsis zu nehmen. Finde es übrigens immer noch sehr schade, dass Arne "pausiert". Die Art wie er Szenen und Landschaften und Atmosphäre aufbauen konnte hat mich damals wie heute schwer beeindruckt. Ich glaube vielen aus der Gruppe ging es so. Wir spielen heute noch zusammen, auch wenn einige ab und an pausieren.

Kurz darauf habe ich damals auch meine erste eigene Gruppe eröffnet. Die gibt’s leider nicht mehr… ich glaube die hieß: Ja gschafft, gschafft ja… Keine Ahnung ist schon sehr lange her. Damals wie heute war es schwer seine Gruppe mit "passenden" Leuten vollzubekommen. Was sich aber damals zu heute diesbezüglich geändert hat, sind die Gründe dafür. Während man damals es "probiert" hat ob man als Gruppe und Spieler zusammen zurechtkommt und leider manchmal nach einigen Wochen sich dann doch wieder von dem ein oder anderen trennte, wird das heutzutage schon vor dem ersten Spieltermin meist entschieden. Es hat sicherlich Vorteile, wenn nach einigen Spielsitzungen immer noch alle Anwesend sind, allerdings wirkt dieses strikte Vorauswahl treffen auch ein wenig kalt für mich. Man gibt sich gar nicht mehr die Mühe die Leute kennen zu lernen, man hat eine Idee oder Vision und sucht sich wie im Onlineshop die passenden Zutaten(Mitspieler) zusammen. Das ist aber glaub ich ein allgemeiner Trend der heutigen Zeit. Ein Glück denen, die sich schon vorher kannten ;)

Allgemein zur DZ… ich bin gerne auf der DZ, auch wenn ich mich aus dem "öffentlichen geschehen" fast komplett raushalte in den letzten Jahren. Ich möchte hier jetzt nichts Negatives sagen, aber es verändert sich halt alles, auch die DZ und damit auch die Leute oder zumindest die die denken sie sind die DZ. Es gibt immer noch sehr viele aus der Anfangszeit mit denen ich gerne Kontakt habe und in Gruppen zusammen spiele. Man sieht sich spätestens einmal im Jahr auf der DZ-Con. Aber auch neue Leute lernt man kennen/mögen, was immer wieder positiv ist. Es gibt aber auch sehr viele die ich gar nicht erst kennen lernen mag. Was man passiv durch das lesen der Beiträge mitbekommt ist teilweise schon sehr… ach ich wollte ja nicht Negatives sagen :D

Fazit: Ich habe es nie bereut auf der DZ gelandet zu sein, hab viele Bekannte und ein paar Freunde gefunden, viele sehr schöne und spaßige Stunden und Tage hier verbracht und ich denke es werden noch einige dazu kommen ;)

« Letzte Änderung: 07. Oktober 2016, 15:14:14 von ullysee »
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Iona

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  • 13. Oktober 2016, 12:55:36
Re: Stimmen aus dem Jahr 2008 - wo seid ihr?
« Antwort #2 am: 13. Oktober 2016, 12:55:36 »

Mein Weg in der Drachenzwinge

Ich bin tatsächlich erst im Sommer 2007 zum Hobby „Pen & Paper“-Rollenspiel gekommen.
Als mich ein Kommilitone ansprach, ob ich nicht einmal mit anderen kompletten Neuspielern bei einer Kennenlern-Runde DSA mitmachen möchte, sagte ich zu. Es gefiel mir sehr und rasch wurde ich als erste und einzige weibliche Mitspielerin in seine schon seit Jahren existierenden Runde aufgenommen. Ich hatte Blut geleckt!

Doch dann kam es anders. Drei der Mitspieler inklusive aktuellem Spielleiter gerieten in Diplomarbeits-Stress und die Runde wurde für mindestens ein halbes Jahr auf Eis gelegt. Und jetzt? Ich wollte spielen!
Also suchte ich nach Alternativen. Vielleicht gibt’s ja Forenrollenspiele? Obwohl – Textrollenspiel war nie so richtig meins. Viel zu träge für meinen Geschmack. Doch dann spuckte Google diese „Drachenzwinge“ aus. Teamspeak kannte ich flüchtig von PC-Spielen. Na warum nicht!

Also registrierte ich mich im Februar 2008 auf der Drachenzwinge und bewarb mich auch für eine feste, grade neu gegründete DSA-Runde. Bevor die jedoch startete, bekam ich an einem Wochenende die Möglichkeit, eine Einsteigerrunde mitzuspielen.
Was war ich an dem Abend aufgeregt! Was wird das werden? Klappt das mit dem TS? Werde ich etwas falsch machen? Immerhin hatte ich noch nicht so viel Ahnung von den Regeln und der Welt.
Doch Bulgador, der damals viele dieser Runden leitete, machte das ganz wunderbar und auch, wenn das Abenteuer anders und viiiieel länger verlief als geplant, habe ich es immer noch in guter Erinnerung.
Da zumindest ein Teil der Spieler und der Spielleiter sehr gut miteinander harmonierten, entstand aus dieser Einstiegsrunde „Bulgadors Tavernenrunde“, die immer noch einige der absolut besten, lustigen Zitate meiner Rollenspielkarriere hervorbrachte.
Danke an die Teilnehmer dieser Runde – das war gut. Die Zitatesammlung habe ich immer noch auf der Festplatte! ;D

Die Zeit verging schnell. Die andere feste Runde hielt nur wenige Spieltermine, ein Umzug meinerseits und Internetprobleme schlossen sich an, aber ich blieb am Ball. Die nachmittäglichen Treffen im TS zum lockeren Quasseln wurden regelmäßiger, wenn das Studium es zuließ.

Auch wenn ich zu der Zeit eigentlich nur DSA spielen wollte, ließ ich mich von Montis dazu überreden, doch mal ein Horror-Rollenspiel namens „Call of Cthulhu“ mitzuspielen. Er bräuchte dringend für eine Rolle noch eine weibliche Spielerin.
Naaa… gut. Warum eigentlich nicht? Und so erlebte ich „Die Sänger von Dhôl“ und war absolut geflasht. Wirklich. Ich musste durfte eine Rolle spielen, die ich mir nie selbst ausgedacht hätte und sollte sogar ausgerechnet zu dem Charakter des Spielers, den ich am besten kannte und mochte, gemein sein! Es war toll :D  (ok das klingt jetzt verdreht, aber für mich war das zu diesem Zeitpunkt neu).
Dieses Szenario prägt mich bis heute ein stückweit und die Runde hat den Grundstein dafür gesetzt, dass ich heute Horror-Dramarunden mit intensiven Beziehungsgeflechten sehr mag.

Doch damit der Text nicht zu lang wird, lege ich jetzt mal den Zeitraffer an.

Auf der RPC 2008, die ich mit meiner Tischrunde besuchte, traf ich das erste Mal auf liwi. Wir kannten und aus dem TS und verabredeten uns, um gemeinsam zur Messe zu fahren.
Im gleichen Jahr nahm ich auch das erste Mal an der Ratcon teil. Auch hier hatte ich mich bereits mit liwi verabredet und das war auch gut so. Jens_85 hatte mich vorsorglich im TS am Abend vorher schon eindringlich auf die Ratcon und das männerdominierte Nerd-Treffen eingestimmt (wie könnte ich das vergessen!).

Tatsächlich empfand ich meine ersten Eindrücke auf dieser Rollenspielconvention zwiegespalten. Als Frau (erst recht von der großen, blonden Art) wurde man doch sehr neugierig betrachtet. Doch kaum betrat ich den Raum, den die Drachenzwinge zur Verfügung gestellt bekommen hatte, fühlte ich mich gleich wie zuhause.
Hier war eine angenehme, familiäre Stimmung, die gelben T-Shirt-Träger allesamt sehr unaufdringlich freundlich. Toll! Hier wollte ich bleiben.

Da ich schon immer jemand bin, der macht, wenn irgendwo etwas gemacht werden muss, lag es dann auch Nahe, dass ich mich für das erste Hilfe-Team zur Wahl gestellt habe. In dieses kam ich dann auch und blieb. Die Gemeinschaft wuchs stetig und wo vorher noch die Administratoren die Moderation und Verwaltung des Forums alleine übernahmen, war dies einfach nicht mehr zu bewältigen.
So wurden liwi, Mephistopheles und ich nach einem Gespräch auf der Ratcon mit den damaligen Administratoren zu den neu geschaffenen Moderatoren ernannt.
Deren Aufgaben erweiterten sich nach einer Weile, als wir auch die Verwaltung der Gruppen übernahmen und das Admin-Team sich verkleinerte.

2011 dann ein kleiner Schock: Arne kontaktierte mich, dass er sich dem Hobby immer weniger verbunden fühlt und die Verantwortung über die Drachenzwinge gerne abgeben würde. Damit kurzfristig überfordert telefonierte ich zunächst mit Farnir und in den Tagen darauf berieten wir uns mit dem bestehenden Admin- und Moderatoren-Team. Wir einigten uns darauf, Arnes Aufgaben im Tagesgeschäft zu reduzieren und mit zu übernehmen, er bleibe jedoch weiter als Inhaber und Ansprechpartner dabei. So wurden wir drei Moderatoren zu Administratoren.
Und das bin ich auch heute noch, wobei sich durch Farnirs und Liwis Ausscheiden aus dem Admin-Team noch einiges in den Aufgaben- und Verantwortungsbereichen verschob.

Seit 2009 war ich dann auch auf den Drachenzwinge-Conventions auf Gut Dankerode.
Anfangs, als wir nur knapp 40 Leute waren, hatte ich lediglich grob im Vorfeld mitorganisiert. Das nahm in den Jahren darauf immer mehr zu und ich übernahm die Organisation bzw. die Hauptverantwortung im Team dafür mit der Zeit komplett.
Dieses „Familientreffen“, das auch aufgrund meiner Entscheidung, es in diesem familiären Rahmen zu veranstalten, nicht mehr als ~70 Teilnehmer haben wird, möchte ich nicht missen.
Zwar ist es immer viel Arbeit, aber es ist ein Herzstück der Gemeinschaft und schweißt sie zusammen.

Und noch etwas:  Egal ob in Hamburg, München, Dresden, Kopenhagen oder Shanghai - überall kann man auf Drachenzwingler treffen :D Diese Vernetzung empfinde ich als unglaublich wertvoll und kann nur dazu raten, sie wenn möglich zu nutzen.

Darüber hinaus kamen und gingen Spielrunden. Die „Quietschedrachen“, die sich auf der Ratcon 2008 fanden, hielten lange in Online- und Tischrunden, ich streckte die Fühler nach anderen Systemen (zum Beispiel dieses „Jungs-System“ Warhammer Fantasy, was ich letztlich knapp 5 Jahre in „Der Innere Feind“ bei ScarSacul spielte) aus und hatte sogar im Teamspeak meine Premiere als Spielleiterin.
Zwar war diese erste, von mir geleitete Runde noch ein holpriges Desaster (jedenfalls in meinen Augen :D), aber die folgenden wurden dann immer besser und mein präferierter Spielstil kristallisierte sich immer mehr heraus.
Aktuell leite ich eine Online-Runde regelmäßig und darf in mehreren mitspielen. DSA spiele ich schon lange nicht mehr, andere Systeme wie Splittermond, Cthulhu und Ubiquity (Ragnarök) sind in den Fokus gerückt.


Seid mir nicht böse, wenn ich nicht jede der vielen Spielrunden beim Namen nenne, die ich in den ganzen Jahren hatte. Aber würde ich alle nennen, wäre dieser Beitrag noch länger, als er jetzt schon ist.

Fakt ist, dass ich die Zeit und die Freunde, die ich hier gewonnen habe, um nichts in der Welt missen möchte. Viele der Freundschaften, das bin ich sicher, würden auch ohne die Drachenzwinge heute weiterbestehen.

Natürlich lief nicht immer alles rund und mehr als einmal war ich kurz davor, einfach alles hinzuschmeißen. Und das wird auch in der Zukunft so sein.
Fehltritte werden einem selten verziehen und mit der Größe des Projekts wächst auch ständig die Erwartungshaltung an diejenigen, die ihre Freizeit und Energie hier hineinstecken.
Aber das ist nichts, was sich ändern wird. Aus Fehlern lernt und an Erfahrungen wächst man :)
Wichtiger ist, tolle Menschen an der Seite zu haben, die sich gegenseitig (unter-)stützen. Und das ist hier der Fall.


Danke an alle, die mich auf dem Weg bislang begleitet haben.
Auf die nächsten 10 Jahre!

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"If the legends are anything to go by, being a hero doesn't mean being perfect. Being a hero means overcoming imperfections to do good anyway." Lindsay Buroker - The Emporers Edge

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  • 16. Januar 2017, 16:48:43
Re: Stimmen aus dem Jahr 2008 - wo seid ihr?
« Antwort #3 am: 16. Januar 2017, 16:48:43 »

Mein Weg zur Drachenzwinge war eigentlich Biphasisch, sodass ich an sich im 2009er Thread posten sollte, da ich den Erstkontakt 2008 hatte, aber eigentlich erst Ende 2010 wirklich "Sesshaft wurde".

Als absoluter P&P Anfänger, der die Worte DSA bisher lediglich gehört hatte und Regeltechnik lediglich den "Schnellstarter" kannte (ich wusste immerhin wie die Probenmechanik funktioniert so thats that), habe ich damals in der gleichen Einsteigerrunde wie Iona mitgespielt (ausgerechnet einen Magier - Akademiewahl geschah durch "Magische Rüstung klingt gut" (sowas würde ich heute niemals spielen, Antimagier und dann auch noch Weiß *schauer*), ein Liber hatte ich damals auch nicht, nicht unbedingt die cleverste Wahl zum einstieg, aber ich war schon immer überzeugter Magierspieler (und bin es bis heute auch geblieben).
Ebenfalls in der "Tavernenrunde" (siehe Ionas Post) quasi anfänglich sesshaft geworden kamen dann aber auch recht schnell die Probleme. Einerseits aufgrund eigener Defizite (zu wenig Regelkenntnis, nicht die richtige Erfahrung was das erstellen von Charakteren angeht wodurch man sich mit den falschen Nachteilen überfrachtet und die falschen Vorteile nimmt (hell wer nimmt bitte "Begabung Talentgruppe Wissen" wenn er für 10 GP mehr eidetisches Gedächtnis kriegt, was die gleichen Steigerungserleichterungen bringt, und man dann das super gute Gedächtnis, das man als Magier sowieso nimmt, gleich noch mit bekommt), andererseits aufgrund leider elitären Verhaltens anderer Mitspieler gegenüber mir als Neuling (Frei zitiert: "Du bist kein Rollenspieler wenn du bisher nur xy gemacht hast").
Ich blieb also nicht all zu lange in dieser Gruppe und versuchte mich alsbald als Meister und wollte dafür die Spielsteinkampagne leiten. Die lief Anfangs auch recht gut, allerdings war auch da meine Unerfahrenheit und die Tatsache, dass die gesamte Runde aus Neulingen bestand (und wir eigentlich alle die Regeln noch nicht so ganz intus hatten) ein Problem was irgendwann zum Abbruch der Kampagne führte.


Damit begrub ich das Thema DSA und P&P für die nächsten 2 Jahre (mit teilweiser Unterbrechung und Versuchen mit Online Bekannten aus dem mmo World of Warcraftmal wieder zu spielen - was aber meist an Spielermangel scheiterte - der harte Kern war aber immer der gleiche - der heutige erste und der dritte Gezeichnete meiner Hauptgruppe). Ende 2010 fand ich dann eine Tischrunde womit das Thema "DSA" wieder aufzukeimen begann, auch XII und Karl hatten durch meine Berichte wieder Interesse an DSA bekundet sodass wir zum zweiten mal (und ich zum insgesamt dritten mal) die Spielsteine angingen. Fast wäre es wieder an der Unzuverlässigkeit des dritten Spielers gescheitert, jedoch rekrutierte ich dann auf der Drachenzwinge einen weiteren Spieler um die Gruppe am leben zu halten und die Spielsteine zu Ende zu spielen, dies gelang uns auch.

Da ich mich vor allem auch durch meine Tischrunde immer mehr mit den Regeln und Hintergrund der Welt auseinander gesetzt habe, wodurch mir die Inkonsequenz der Tischrunde leider auch immer mehr auffiel (absolute Regelunkenntnis bzw. Regelvermischung aus DSA3 mit DSA4, wenn man darauf hinwies wurde man nur belächelt da man ja noch nicht so lange spielte etc.), entschied ich mich irgendwann im Frühling 2011 auch die Tischrunde zu verlassen und auf der Drachenzwinge eine Runde zum spielen zu suchen (zwischendurch spielte ich abseits der DZ noch die Spielsteine weiter).
Zusammen mit XII fand ich dann eine recht gute Runde die die Königsmacher bespielte. Der Illusionsmagier und KGIA Fallore ya Celeritas gehört auch heute noch zu meinen absoluten Lieblingscharakteren und wird diesen Thron wohl niemals verlieren (ich hatte auch davor und danach in dieser Zeit noch andere Runden gefunden, wovon allerdings nur eine etwas länger hielt).

In der Zwischenzeit hatte ich die Spielmacher abgeschlossen und es war daran herauszufinden, was wir jetzt eigentlich bespielen wollten. Da ich eigentlich ganz gern die G7 leiten wollte (die ich zumindest zu teilen auf der Drachenzwinge ebenfalls erlebt hatte, Spielerdifferenzen und Expressmodus zum Trotz) befasste ich mich eine Weile mit dem Wikipedia Artikel zu eben jener Großkampagne und schaute mir an was man so davor spielen sollte.
Schnell war ein Plan gefasst: Eine Route von Hexennacht, Seelen der Magier, Kanäle von Grangor über die Phileasson mit zwischenstopp Ogerschlacht und Staub und Sterne, bis zum Krieg gegen die Orks im Jahr des Greifen was schlussendlich in die G7 münden sollte wurde in einer einseitigen Word Datei skizziert. Ich wurde für komplett Wahnsinnig erklärt, da so etwas niemals bis zum Ende gelingen würde und auch ich selbst war skeptisch, aber vorsichtig optimistisch.
Diese Gruppe konnte natürlich nicht nur aus 3 Spielern bestehen, sodass ich sie dann doch auf der Drachenzwinge gründete und wir uns von unseren Skype-Sitzungen verabschiedeten. Da ich gerne die "positiven" Sachen anderer Runden übernahm habe ich mich sofort für einen Musik-Bot entschieden, der Ordner für eben jenen umfasst inzwischen über 2500 Soundtracks.
Nach Expressrekrutierung und Einzelsitzungen zur Charaktereinführung (irgendwie mussten die Leute ja nach Greifenfurt - dem Startpunkt jeder Heldengruppe kommen) war am 06.05.2011 die Geburtsstunde der Phileassons Gezeichneten. Einer der beiden rekrutierten Spieler sprang zwar leider recht bald wieder ab, doch der andere ist (nach etwas längerer Abwesenheit) auch heute noch/wieder Mitglied der Gruppe. So hatten wir über 5 schöne Jahre und es ist noch kein Ende in Sicht. Was Anfangs als wahnsinnig und unmöglich galt ist fast vollbracht - wir stehen "kurz" vor dem beenden der G7 (was wohl dennoch noch 1/2 bis ein 3/4 Jahr dauern könnte) - doch die nächste Generation wartet schon.

Angekommen als absoluter P&P Neuling habe ich mich über die letzten 8 Jahre zu einem wandelnden DSA Regel und Hintergrund Lexikon gewandelt (was man halt so wird wenn man aventurische Geschichte 1005 bis 1020 aktiv bespielt und nahezu nichts auslässt und dabei auch jeden Boten liest der in dieser Zeitspanne veröffentlicht wurde). Abseits von Medizin gibt es wohl auch kein Thema mit dem ich mich so intensiv beschäftigt habe wie DSA (was mir auch mal ein Kommilitone so sagte :D).

Aufgrund meiner umfassenden Kenntnis dieses Rollenspieles habe ich mich inzwischen von der Spielerrolle verabschiedet (es ist einfach nicht gut, wenn man alles besser weiß als der Spielleiter aber eben gewohnt ist, dass Regeln auch so umgesetzt werden wie sie im Buch stehen sofern nichts anders im voraus vereinbart wurde - wer mich kennt weiß wie ich handwedellei ablehne, da ich es für Faulheit halte). Dafür beschäftige ich mich in Splittermond jetzt nur noch mit dem was für meine Charaktere wichtig ist und sonst nichts, damit kann ich mir auch die Überraschungen des Plots offen halten (noch ein Problem bei DSA, wenn man den Ausgang nahezu jeder Kampagne schonmal irgendwo gelesen hat, weil man weitumfassend als SL planen will).

TL;DR: Meine Ankunft auf der Drachenzwinge begann zwar etwas holprig doch im laufe der Jahre und mit steigender Erfahrung begann ich mich gut einzuleben und möchte sie inzwischen auch nicht mehr missen.

Klar habe ich auch immer mal wieder etwas zu kritisieren und bin äußerster Feind der FSK18/21/100 Gruppen und werde diese liberale Einstellung wohl auch niemals ablegen (schon allein weil mein zuverlässigstes Mitglied zum Start der Runde gerade mal 13 bzw. 14 war (einer der Gründe warum wir vorher über Skype spielten war es, dass man hier erst ab 14 Mitglied sein kann/konnte)). Auch der elitär-bevormundende Unterton gegenüber Neulingen ist auch noch (teilweise) vorhanden, doch habe ich in meiner Tischrunde gelernt, dass das eher ein generelles Problem von Rollenspielern ist und nicht spezifisch in der DZ-Community vorkommt. Alles in allem ist die Drachenzwinge eine Community, in der sich zwar nicht jeder mögen muss, aber in der anscheinend viele Menschen Spaß haben und damit ist die Hauptaufgabe so eines Projekts ja auch schon erfüllt.
« Letzte Änderung: 16. Januar 2017, 17:03:58 von Arcos Stormblade »
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Sinwist

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  • 14. März 2017, 14:11:11
Re: Stimmen aus dem Jahr 2008 - wo seid ihr?
« Antwort #4 am: 14. März 2017, 14:11:11 »

Moin aus Hamburch  ;D. Hier meine Fakten:
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Mein Weg zur DZ ist über das Orkenspalterforum oder DSA4. de erfolgt, genau kann ich es nicht mehr sagen.
Ich wollte mehr spielen, da ich in meiner Tischrunde der Dauerspielleiter bin. Hat auch geklappt. Man hatte schnell Anschluß und die Findung einer Gruppe war kein Problem. Spieler kamen und gingen. Eine feine Zeit.
Ich bin kein viel Schreiberling, aber ich bin immer mal dabei.

Legendär die erste DZ Con in Dankerode, auf der man die Nasen auch mal gesehen hat. Wie beim Bund, als alle zum Wochenende Zivil anhatten und dann völlig anders aussahen, als in der Vorstellung gedacht. Hier auch der Beginn, des Traditionsbieres mit Eisenkessel oder meine DZ-Conrunden: Same procedure, bei der ich auch neue DZ‘ler kennen lernte.

Gerne erinnere ich mich an die Runde „Das Dorf“, deren Charaktere es bis heute geschafft haben, immer wieder in meinen Runden aufzutauchen. Ich glaube 3 Jahre war ich dabei.

Es war und ist immer wieder eine schöne Zeit.

Horrido

Frank/Sinwist

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