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Autor Thema:  (Gelesen 3198 mal)

Nin

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  • 19. Januar 2019, 00:53:27
Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« am: 19. Januar 2019, 00:53:27 »

Wir lesen und besprechen Changeling the Lost 2nd Edition abschnittsweise.
Zitat
Once upon a time, they took you from your home.
They promised you a place at their side, and meaning in your life, and they surrounded you with beautiful things.
But the beautiful things were oh so sharp, and they laughed when you bled.
Day by day, they changed you. But day by day, your will grew stronger.
On the last day, you smashed your way through the beautiful things and ran, not noticing as you bled or feeling as you cried.
You fought with courage and cleverness and took yourself home.
Now the beauty and the horror are yours, to have and to hold and to live.
Welcome to once upon right fucking now.

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[Gentleman Gamer] Changeling: The Lost 2e RPG Overview

Aus dem Archiv: [Gentleman Gamer] Changeling The Lost 1st Review
« Letzte Änderung: 02. Mai 2019, 15:42:50 von Nin »
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Nin

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  • 19. Januar 2019, 01:03:44
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #1 am: 19. Januar 2019, 01:03:44 »

Kurzgeschichte:
It Happend to me
Seiten 18-19, 60-61, 86-87, 166-167, 230-231, 274-275, 294-295
« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 13:21:07 von Nin »
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Huhn

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  • 19. Januar 2019, 22:22:56
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #2 am: 19. Januar 2019, 22:22:56 »

*liest eifrig*
Ehrlich gesagt - ich hab die zweite Geschichte mit dem Blitztypen nicht verstanden... o__o
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Sandmann

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  • 19. Januar 2019, 23:06:20
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #3 am: 19. Januar 2019, 23:06:20 »

Die fand ich auch extrem verwirrend.
Ich frage mich jetzt, ob meine oder die Clarity der Hauptfigur niedriger ist. Weiß nicht, was man glauben kann und was nur Wahrnehmung der Figur ist.
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Huhn

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  • 19. Januar 2019, 23:17:03
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #4 am: 19. Januar 2019, 23:17:03 »

Hm, dafür machts die niedliche Geschichte mit den Schwanenküken wieder wett. Zu Federtieren hab ich mehr Bezug. *pluster* Ich bin noch nie vorher auf die Idee gekommen, diese Kurzgeschichten in den Regelbüchern am Stück zu lesen. Ist irgendwie spannend.
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Nin

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  • 20. Januar 2019, 22:18:54
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #5 am: 20. Januar 2019, 22:18:54 »

Fertig.

Vielleicht liegt es an meinen Englisch Kenntnissen, die möglicherweise noch schlechter sind als ich dachte. Oder es liegt am Text selber?

Wie ich das sehe:
Ein paar Personen tauchen in den verschiedenen Abschnitten (mit "Perspektiv"wechsel) mehrfach auf;
viele andere werden zwar namentlich, aber nur ein einzige mal erwähnt;
Handlungen werden nur teilweise fortgesetzt, dann aber irgendwie nebulös verknüpft;
die Sprache ist irgendwie gekünstelt abstrakt und es bleibt auch nach mehrmaligem Lesen ein verwirrter, unklarer Eindruck zurück.

Es war eine Qual den Text zu lesen und ich habe wirklich nichts aus den Geschichtsfragmenten lernen. Vielleicht geht es darum die "beautiful madness" in Worte zu fassen. Aber selbst, wenn das gelungen wäre, was sollte ich damit anfangen? Für mich ist es ein wirres Gestammel, statt eines nachvollziehbaren Beispiels für die Spielwelt.

Das war schon mal absolute Zeitverschwendung.

Was ist euer Fazit?
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Sandmann

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  • 21. Januar 2019, 09:36:35
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #6 am: 21. Januar 2019, 09:36:35 »

Ich bin da recht zwiegespalten.

Die erste Geschichte hat mich überhaupt mich verlockt weiterzulesen. Die war einfach nur verwirrend. Man hat den Eindruck, man sollte verstehen, was abgeht. Aber das kann man nicht.
Die zweite war ebenfalls enorm anstregend und unverständlich. Richtig kritisch war dann die Sache mit dem Bus und dem Pferd. Da wusste ich gar nicht mehr, was hier passiert. Was ist real und was nicht? Das kann ja gewollt sein und ich liebe solche Sachen, aber nur wenn man nicht beim Lesen am eigenen Verstand zweifelt. Es ist einfach schlecht gemacht.
Dann kam die Geschichte mit den Schwänen und wie Huhn schon sagte, die entschädigt etwas. Das es hier um eine Sterbliche geht, die die Changelingkinder adoptiert, finde ich richtig toll. Neue Perspektive, spannende Figur, großartig! Diese Geschihte kommt viel zu spät.Mit ihr versteht man deutlich besser, was davor passiert. Man hätte Wendy zur durchgehenden Protagonistin machen können, das wäre eine super Identifikationsfigur für den Leser gewesen. (Immerhin haben die realen Leser ja noch keine Clarity verloren, wie der Typ mit den Träumen.)
Seit wir Wendys Perspektive hatten, konnte ich die Ereignisse viel besser verstehen. Ich habe dann tatsächlich etwas über die Huntsmen gelernt (nicht in der Eisenwelt tötbar, früher war das der einzige Ort, an dem wahre Feen getötet werden konnten!).
Wie das Finale gehändelt wurde, war wiederum miserabel. Es tauchen auf einmal Namen auf, an die ich mich nicht erinnern konnte. Die Schwanenkinder sind auf einmal so mächtig, dass sie einen Huntsman zerlegen können. Das wird aber widerum nur angedeutet und nicht erzählt! Ganz mies. Und warum am Ende keiner sich versöhnt, ergibt einfach keinen Sinn. UND!!!! Die haben ein ganzes Haus voller Changelinge! Mir kann niemand erklären, dass die alle unfähig sind und die Kinder zu den Waffen greifen müssen!

Also Fazit: Schlecht konzipiert, die Mitte hat tolle Chancen, verwirrende Perspektiven und Schreibstile, unzufriedenstellendes Ende.
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Huhn

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  • 21. Januar 2019, 10:32:10
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #7 am: 21. Januar 2019, 10:32:10 »

Es beruhigt mich jetzt schon ein wenig, dass ihr die Story auch nicht so ganz verstanden habt.  ;D Ich wollte schon wieder an meiner Konzentrationsfähigkeit zweifeln und dachte, ich habe sie zu unaufmerksam gelesen. Tatsächlich hat mir die Geschichte, wo Wendy die Schwanenkinder findet, am besten gefallen. Und mit diesem Hintergrund erschlossen sich dann auch die anderen ein wenig. Aber so ganz öffnete sich mir die Handlung dann doch nicht. Eventuell könnte es helfen, mit dem gewonnenen Hintergrundwissen die ganze Story nochmal von vorne zu lesen - dazu war sie mir dann allerdings doch nicht spannend genug, denn soweit ich die Handlung dann in Bruchstücken verstand, ist neben all der merkwürdigen Erzählweise der eigentliche Plot recht geradlinig.

Interessant für mich: Ich hab damals bei der ersten Lektüre auch von den Kurzgeschichten der 1. Edition nicht viel verstanden. Da lag es, zumindest bei der einführenden Geschichte, aber schlicht daran, dass ich die Regeln und Hintergründe noch nicht kannte und daher gar nicht verstehen konnte, was da passiert. Hinterher empfand ich genau das als genial. Eine Geschichte so zu schreiben, dass sie erst bei der zweiten Lektüre (nämlich der, nachdem das folgende Regelbuch gelesen wurde), wirklich Sinn ergibt. Ich vermute, sie haben versucht, einen solchen Effekt auch in der 2. Edition zu erzeugen. Der Unterschied war aber, dass ich bei der ersten Edition auch ohne das Hintergrundwissen eine lesbare Story hatte - es erschloss sich mir lediglich nicht, warum die Personen so handelten wie sie das taten. Hier in der zweiten Edition habe ich das Gefühl, schon seeehr tief im Changeling-Hintergrund drinstecken zu müssen, um überhaupt ansatzweise der Handlung folgen zu können. Nun bringe ich zwar die angestaubten Kenntnisse der 1. Edition mit, aber selbst mit denen waren mir einige Szenen einfach zu nebulös.

Weder habe ich verstanden, was es mit diesem wirren Typen mit den Träumen auf sich hatte, noch habe ich verstanden, was in diesem Museums- oder Kunstshop vor sich ging (scheiße, ich hab nichtmal gerafft, was das für ein Laden sein soll, in dem es Kissen und Aquarellfarbe zu kaufen gibt) und was zur Hölle dann vor dem Laden passiert ist. Zur Klärung trug auch nicht bei, dass es so viele Personen gab, die zum Teil nur einmal auftraten. In all dem Wirrwarr hat zumindest mir auch nicht geholfen, dass eine der Figuren in zwei Geschlechtern auftrat. Obwohl ich die Idee dahinter (neben dem Anspruch, Vielfalt zu zeigen, wohl auch das Deutlichmachen dessen, dass ein Fetch ein eigenes Leben führt, das nichts mit dem des Changelings selbst zu tun haben muss) ganz cool fand, hat es mich während des Lesens einfach nur zusätzlich verwirrt. Ohne die dazugehörige Illustration hätte sich mir das Problem wohl gar nicht erschlossen. Ich hab mich einfach bloß gewundert, ob Feen so unaufmerksam sind, ein männliches Fetch zu einem weiblichen Changeling zu erstellen (und die Umgebung der/des Entführten so unaufmerksam, das nicht zu merken).

Insgesamt wirken die Geschichten völlig überfrachtet. Ein bisschen weniger hätte gutgetan.
« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 10:33:55 von Huhn »
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Nin

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  • 21. Januar 2019, 13:20:14
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #8 am: 21. Januar 2019, 13:20:14 »

Falls nicht noch jemand anderes was zur Kurzgeschichte sagen will, sind wir damit durch, oder?

Dann schlage ich vor, wir machen mit Kapitel 1 weiter ...
Chapter 1 - The Face in the Mirror - Seemings (p. 21-33)
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  • 21. Januar 2019, 15:51:06
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #9 am: 21. Januar 2019, 15:51:06 »

Hallo zusammen,
ich hatte vor ein paar Monaten den Kickstarter ausgedruckt, die großen Kapitel jeweils in einen - natürlich grünen - Aktendullie geheftet und die Seiten zur Kurzgeschichte außen vor gelassen, daneben gelegt, weil sie mir zu sehr nach Mosaik, Fragment und nicht in der richtigen Reihenfolge aussahen.
Die so schon ausdrucksstarken Bilder wären sicherlich mit weniger Wörtern, vor allem weniger Archaismen, die sogar George R. R. Martin nachschlagen müsste, ebenso tragfähig gewesen.



Als ich dann mit den Kapiteln durch war, die mich interessierten, dh vornehmlich  alles zum Charakterbau, Grundmechaniken, Contracts und besondere Items, habe ich mich aber nicht wieder an die Geschichte herangetraut, weil ich beim ersten Lesen nicht so gut mit der Schreibweise der TALES bei den SEEMINGS klargekommen bin. Da wartet man beim ersten Lesen auf eine Zusammenführung der Storyhappen, ist dann nur enttäuscht und muss sich wieder eingestehen, dass man kleine Geschichten in Form von Mosaik, Kaleidoskop, Stroboskop oder sonstwas für den Anfang wenig hilfreich findet, wenn man sich in einer neuen Rpg-Welt orientieren will.

Wenn man sich jedoch ein wenig an die Einteilung nach "Trailer"/Prelude, ONCE, NOW und TALES gewöhnt hat und weder unter ONCE noch TALES schmissige Umdeutungen von Märchen erwartet, ergibt sich schon eine Logik und man kann sich evtl sogar für eigene Charaktere inspirieren lassen.
Der Verweis auf Nicknames und die bevorzugte "Contract"-Art wirken ein bisschen deplatziert, weil es die storybetonte Schreibweise des Kapitels aufbricht.

Ich steige also auch mal in den kleinen Leseclub mit einem Rückblick auf die (quer gelesenen) Kurzgeschichten und einem Ausblick auf die SEEMINGS ein, die ich noch einmal lesen werde. :)




Die Biester


Spoiler
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Layout: Das Seeming-Symbol ist stimmig, das Bild zum „Beispielcharakter“ spricht mich nicht sonderlich an..wirkt eher etwas langweilig im Vergleich zur Bebilderung der Kurzgeschichten.

Vorspann: Biester leben zwischen Freiheit und Gefangensein, sind Beute oder Jäger und kümmern sich gut um ihre engen Freunde, sozusagen ihr Rudel, auch wenn sie wenig für die sonstigen Bündnisse unter Wechselbälgern übrighaben. Klingt stimmig und bietet spannende Möglichkeiten, Reibepunkte spielerisch darzustellen.

Once: Recht typische Arten der Tierhaltung. Ein Biest wird vornehmlich auf grundlegende Bedürfnisse reduziert.

Now: Sie stellen sich vollständig gegen jede Form der Unterdrückung und können sich im Kampf für das Rudel als äußerst loyal erweisen.

Tales
1) Ein Biest mit großen Connections hätte ich jetzt nicht als erste Idee gehabt. Vielleicht als eine Spinne vorstellbar?
2) Eine Todesfee/Banshee. Fände ich bei Darkling oder Fairest irgendwie passender.
3) Der Anti-Held spricht mich als Story am meisten an, weil er gut passend das Klischee vom bösen Wolf hinterfragt und die Münze mit den Seiten Held und Räuber noch einmal das ganze Seeming auf den Punkt bringt.

Fähigkeiten: Die Fähigkeiten passen gut und sind schön unter dem Kämpfen/Flucht-Reflex nachvollziehbar. Es gibt dem Seeming aber eine gewisse Melancholie, wenn es in Angstzuständen wieder in seinen anerzogenen Gehorsam, eine Wehrlosigkeit, verfällt.
Dass die Instinktbezogenheit sich als Fluch rächen kann, ist auch stimmig.

Fazit: Insgesamt ein stimmig dargestelltes Seeming, woran bestimmt viele Spieler ihre Freude hätten. Meines ist es nicht so ganz, weil ich nicht so furry-affin bin, aber mit einem Trickster-Tanuki oder einem Stachelschwein mit Distanzproblemen könnte ich mich eventuell anfreunden. :) 



/spoiler]
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« Letzte Änderung: 21. Januar 2019, 22:14:32 von Tapam »
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Sandmann

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  • 22. Januar 2019, 16:48:20
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #10 am: 22. Januar 2019, 16:48:20 »

Beim Lesen ist mir vor allem aufgefallen, dass die Themen und Eigenschaften der Seemings größtenteils gleichgeblieben sind. Es gibt nur kleine Änderungen. Eine ist mir besonders aufgefallen, als ich die Oger gelesen habe. Es gab mal den Grundsatz, egal wie grausam,brutal oder anderweitig du zugerichtet wurdest, du bist ein Wesen der Feenwelt und somit hast du automatisch etwas schönes an dir. Das gilt jetzt nicht mehr.
Eine weitere Veränderung: In der 1E waren die Seemings noch sehr viel stärker mit den Umständen der Entführung verknüpft. Biester waren vorher schon einem Tier recht ähnlich, Holde haben die Feen durch ihre Anmut oder ein Talent angezogen, die Kleinen waren ein Produkt des Zufalls. Der Aspekt ist weggefallen.

Was auch zunehmend witziger wird: Bei jedem Seeming wird beschrieben, dass die anderen Seemings dieses ein besonders schief anschauen (immer mit einem gutem Grund). Die Gemeinschaft (Freehold) mag die Beasts nicht so gerne, weil sie unberechenbar und animalisch sind, sie mag die Darklings nicht, weil diese zwielichtige Gestalten sind, sie mag die Elementals nicht, weil das Starrköpfe sind und gelegentlich vergessen, dass die Personen um sie herum zerbrechlich sind. Fairest sind einfach zu ähnlich den Feen und haben einen gewaltigen Selbstverehrungskomplex, Oger sind einfach nur brutal und die Wizzend nimmt niemand ernst. Herzlichen Glückwunsch! Wer gehört jetzt noch zur Gemeinschaft, die irgendjemanden komisch findet? Am ehesten besteht diese aus den Fairest (Holden) und den Wizzend (die Kleinen), aber der Rest kann ja nicht auf der Reservebank sitzenbleiben... Nicht ganz durchdacht... (War auch in der ersten Edition schon ähnlich...)

Die Dunklen (Darkest)

Spoiler

Layout:
Großer Fan, die Changeling-Ikonographie hat sich nicht verändert und ich finde das noch immer passend.

Vorspann:
Der Teasertext ist cool, passt gut zu dem, was Dunkle für mich ausmachen. Spione, Assassinen, Hexen, das sind die Dunklen und dahingehend passt die ganze Beschreibung schon sehr gut.

Once:
Dunkle sammeln und jagen Wissen und Schätze in den Schatten. Sie neigen zu Einmannaktionen (nehmte mal einen Oger mit zum Spionageauftrag) und sind in etwa das, wenn Indiana Jones für den Geheimdienst in der Hölle arbeiten würde.

Now: Dunkle leben, wie alle Changelinge. mit der Angst, wieder zurück zu müssen. Dafür bereiten sie sich mit Wissen und vor allem ihren neuen Fähigkeiten vor und nutzen ihre gewonnenen Talente dafür, das zu schützen, was ihnen wichtig ist.

Nicknames:
Was ist ein Mountebank?

Segen:
+1 auf Wits, Dexterity oder Manipulation, für 1 Willpower kann man etwas substanzloses wie Wasser oder Rauch berühren und ein Teil davon werden. Es kostet 1 GLamour, wenn man dabei direkt angeschaut wird.

Fluch:
Clarity-Breakingpoint wenn ein Geheimnis oder ein Wissen sich als falsch herausstellt.

Tales:
1) Eine eingebildete Freundin, die Kindern hilft und ihnen Schutzamulette schenkt. (Ist okay, als Aufhänger für Abenteuer gibt es dunklere Dinge.)
2) Der Identitätsdieb ist großartig, gibt viele Plothooks und ist vielseitig zu spielen.
3) Die Bettlerin, die Gutes mit Gutem und Böses mit Bösem belohnt, okay aber nicht ultraorginell

Fazit:
Wenn die Dunklen jetzt Kontrakte bekommen, die nicht total kacke sind, sind sie eine valide Option. Ich finde es schade, dass rausgenommen wurde, dass sie deshalb entführt wurden, weil sie ein Verbot übertreten haben. Das hat prima gepasst und das würde ich auch in Zukunft einfordern. Ansonsten sehr stimmungsvoll. Die Seeming-Kraft erscheint mir hilfreich und cool.
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Tapam

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  • 22. Januar 2019, 18:12:55
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #11 am: 22. Januar 2019, 18:12:55 »

Die Düsterlinge

Spoiler
Layout: Das Symbol ist innovativ und passend gruselig, die Zeichnung des „Beispielchars“ ist gut gelungen, weil sie umso mysteriöser wird, desto länger man sie betrachtet.

Vorspann: Sehr guter Auftakt. Perfekter Märchenanklang, der Stück für Stück klarmacht, was Düsterlinge sind. Sie sind von Neugier getrieben, obwohl sie sich selbst nicht mehr kennen und sind die „fleisch“gewordene Angst. Man stellt sie als Diener für die Höfe dar, die für ein größeres, gemeinsames Ziel zu kämpfen scheinen, aber im Grunde genommen scheinen sie die Spione zu sein, die vollkommen in der „Drecksarbeit“ aufgehen. Ihr immenses Wissen ist für das soziale Miteinander ein zweischneidiges Schwert.

Once: Die Gefangenschaft ist geprägt von Dunkelheit auf der optischen Ebene, aber akustisch gibt es viele Geheimnisse, Gerüchte und Mysterien aufzuschnappen. Im Gegensatz zur animalischen Gewalt der Biester gelingt hier die Flucht durch Gerissenheit.

Now: Die inneren Schwächen und Dunkelheiten werden gegen andere angewendet und man ist durch keine Grenzen mehr zu halten. Leichte Ansätze des Größenwahns sind erkennbar, aber bei jahrelanger Gefangenschaft in Dunkelheit und Unwissenheit ist der übermäßige Wissensdrang und -schatz reine therapeutische Maßnahme.

Tales:  1) Guter Ansatz, der mit der Erwartungshaltung spielt, dass ein Düsterling auch böse sein muss.
2) Identitätsverlust passt gut zum nebulösen Charakter dieses Seemings. Als Hintergrund für einen Charakter aber sicherlich etwas zu leicht gemacht… :D
3) Für meinen Geschmack zu selbstgefällig und zu kleingeistiger Charakter, der nichts wirklich Besonderes hat. Klingt ein bisschen wie das Heinzelmännchen aus AMERICAN GODS…

Fähigkeiten: Stimmungsvolle Kraft, die man sicherlich kreativ umsetzen kann. Man schließt sich einer Giftgaswolke an, anstatt zu sterben, man verfolgt einen Wagen als Teil von dessen Abgasen und kommt einfach überall hin, wo man möchte.
Der Fluch macht einiges an Vorarbeit in puncto Geheimnissammelei und ähnlichem erforderlich, aber passt auf jeden Fall zum ewigen Kampf um Wissen.

Fazit: Ich glaub, zu den Düsterlingen kann ich mich kaum objektiv äußern. Das Seeming war für mich vor gut zehn Jahren schon das spannendste überhaupt und ich finde, dass es in dieser Edition vollkommen würdig dargestellt ist. Keine Ahnung, warum ich noch kein Charakterkonzept dafür mental durchgegangen bin. :)
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Elementale


Spoiler
Layout: Das Symbol passt gut, weil es auf mehrere Grundelemente verweist. Das Charakterbild hat leichte Anklänge an Gaiman und ist mal etwas anderes.

Vorspann: Sie sind auf den Zweck ausgerichtete Naturgewalten. Die Einstiegsgeschichte gefällt mir gut, aber ich sehe wenige Reibepunkte im Charakter selbst, vielmehr in der Auseinandersetzung mit anderen.

Once: Sie haben einen Grundzweck und können ausbrechen, indem sie diesen Grundzweck…übermäßig ausdehnen.

Now: Sie sind mächtig, finden überall Einflüsse von sich, respektive ihrem Element, und können gewaltige Zerstörung anrichten. 

Tales:  1) Klingt nach einem netten Auftakt für ein kleines Abenteuer im „Blumenladen des Horrors“.
2) Verweis auf die Icon-Mechanik, die ich sehr mag; aber hier hilft mir das überhaupt nicht weiter.
3) Der personifizierte Wind mit eisigkalten, schneidenden Zügen und nahezu sanftmütigen. Darunter kann ich mir wenigstens ein bisschen etwas vorstellen.

Fähigkeiten: Je nach Element kann das sehr nützlich sein, auch wenn mir irgendwie kampfbezogene Aktionen als erstes in den Sinn kommen. Grundsätzlich ist das aber ganz ähnlich wie bei den Düsterlingen – ich hätte mir auch noch einen kleinen Stat-Bonus vorstellen können.
Der Fluch bei jeder Form von Unterdrückung passt gut.

Fazit: Grundsätzlich weiß ich, was Elementarwesen sind und dass man die nicht erfassen kann, wenn man nicht alle möglichen Elemente aufzählen wollte, aber ich fühle mich irgendwie nach dem Lesen nicht wirklich schlauer und muss bei diesem SEEMING sozusagen passen. Würde es sogar für mich auf den letzten Platz der Seemings setzen…
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« Letzte Änderung: 22. Januar 2019, 22:44:28 von Tapam »
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  • 22. Januar 2019, 23:27:12
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #12 am: 22. Januar 2019, 23:27:12 »

Struktur
Eine märchenartiger Einstieg, eine kurze Beschreibung des Seemings, wie Arcadia den Menschen verändert hat, Einstellung und Verhalten seit der Rückkehr, Spitzname, Vor- und Nachteil, Regalia, Beispiele für den Hintergrund.

Inhalt
Mir geht's wie Sandmann, ich verstehe nicht, warum die unterschiedlichen Seemings per Definition ein Problem miteinander haben müssen. Alle (außer den Oger) haben so einen unsozialen Touch. Eigentlich müsste das eher dazu führen, dass die Seemings eigene Freeholds bilden. Eine SC Gruppe aus unterschiedlichen Seemings müsste eigentlich etwas äußerst zerbrechliches sein. Etwas in dem erst mal vor allem Misstrauen herrscht. Vielleicht ist das Absicht und folgt der Logik, dass hier nur Pakte Stabilität und Sicherheit bieten. Ich finde es mehr als unglücklich.
Ein paar Seemings gehen für mich in Ordnung z.B. Darklings, Wizened. Bei anderen finde ich unglückliche Dopplung: Beast und Elements sind beide nur an extrem kurzfristigen, spontanen Dingen interessiert. Richtig störend finde ich beispielsweise, dass Beasts nur auf ein egomanes "Fressen und Gefressen werden" reduziert werden. Nachdem dies anfangs als Alleinstellungsmerkmal definiert wird, wird das im "Now" Abschnitt wieder ein bisschen relativiert und um soziale Nuancen ergänzt.

Vergleich zu CtL1stEd
Die Seemings werden in der ersten Edition in meinen Augen besser und klarer beschrieben. Nach dem märchenhaften Intro, kommt eine Beschreiben des möglichen Aussehens (das fehlt in der 2ndEd), dazu am Ende auch noch mehrere Bilder als Beispiele, die Zeit in Arcadia wird eher nur angerissen, die Vorteile erscheinen mir etwas weniger flexibel, die Nachteile unabhängig von Clarity, die Beispiele sind knackige Konzepte, statt längeren Textabschnitten.
Gerade, wenn ich die Beasts miteinander vergleiche, sehe ich in der 1stEd viel mehr Optionen: Da gibt es eben nicht nur Jäger und Gejagt, sondern auch Nutztiere, Haustiere, Herdentiere etc. Da darf ein Beast auch faul und verschlafen sein oder einfach nur niedlich (vielleicht wäre das in der 2ndEd dann eher ein tierischer Fairest).

Fazit
Bei den Seemings ziehe ich die erste Edition der zweiten vor.
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  • 23. Januar 2019, 07:07:07
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #13 am: 23. Januar 2019, 07:07:07 »

Ich wollte lustigerweise eh danach fragen und finde es auch wichtig, dass man die Editionen miteinander vergleicht, aber - auch wenn die Kiths nicht so zahlreich sind - würde ich die Seemings nur in Kombination mit den Kiths bewerten. Beide haben ja quasi ihre Rollen getauscht und es wurde im Onyx Path Forum auch deutlich, dass die scheinbar optionalen Kiths in dieser Edition nahezu verpflichtend geworden seien, da praktisch jeder in der ersten Edition eines für den Charakterbau verwendet habe.
Die "verschmusteren Biester" kann man sicherlich über dieses Spielzeug/Spielgefährte-Kith darstellen.

Ich bin mir aber teilweise nicht sicher, ob das Regelwerk eher für Neukunden oder Stammkunden in Changeling sein soll. Die Stammkunden kann man ja immer leicht verprellen, aber als Neukunde fehlt mir echt an manchen Ecken der Input, vor allem visuell.

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  • 23. Januar 2019, 14:31:15
Re: Wir lesen Changeling the Lost 2nd Edition
« Antwort #14 am: 23. Januar 2019, 14:31:15 »

(...) würde ich die Seemings nur in Kombination mit den Kiths bewerten. (...)
Okay, dann schlage ich vor am Ende der Kapitel jedes mal noch ein Gesamtfazit zu ziehen.
Vielleicht im Rahmen einer gemeinsamen Diskussion. Das fände ich cool.
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