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Autor Thema: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt  (Gelesen 6961 mal)

Yariloira

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  • 15. Dezember 2019, 01:24:35
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #15 am: 15. Dezember 2019, 01:24:35 »



Hinter der Tür ist...?

Der Advent bietet uns meist süße Überraschungen hinter 24 Türchen.
Jeder Abenteurer - wohl egal welchen Settings - kennt die Spannung, was wohl hinter verschlossene Türen wartet.
Interessanterweise existiert das Mysterium der verschlossenen Tür nicht nur in unserer Fantasie, sondern sondern auch in der realen Welt!
Sindbad Adler schenkt uns eine wundervolle Spielhilfe zu einer verschlossenen Tür, die real existierte
und gibt uns gleich eine Vielzahl an möglichen Abenteuer-Aufhängern und Handlungssträngen mit.
Einen frohen 3. Advent euch allen!



Die verschlossene Tür
(eingereicht von Sindbad Adler)



Download als .pdf Datei
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Yariloira

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  • 16. Dezember 2019, 00:51:35
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #16 am: 16. Dezember 2019, 00:51:35 »



Wintersonnenwende

Nächstes Wochenende ist Wintersonnenwende - das wäre doch der perfekte Zeitpunkt für eine Rollenspielrunde, die in dieser Nacht spielt.
Vielleicht kommen dann sogar Geister, die Menschen mit Schuldbewusstsein fiese Visionen bringen?
Wie gut, dass uns Huhn da mit den passenden Figuren für Beyond the Wall beschenkt!



Charaktere für eine Wintersonnenwendgeschichte
(für Beyond the Wall)

(eingereicht von Huhn)


(Bild anclicken zum Download der .pdf)
« Letzte Änderung: 16. Dezember 2019, 21:16:49 von Yariloira »
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Yariloira

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  • 17. Dezember 2019, 11:30:43
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #17 am: 17. Dezember 2019, 11:30:43 »



Ein emotionaler Weihachtsabend

An sich stellt man sich den Weihnachtsabend ja friedlich und besinnlich vor.
Aber besonders wenn Familie und kleine Kinder involviert sind, kann es auch gern mal weniger ruhig zugehen...
Von solch einem Abend erzählt Krissas Kurzgeschichte, die dann doch noch im Geiste der Weihnacht endet.


Ein Weihnachtsabend
(eingereicht von Krissa)

Ihre Kinder waren süß, aber anstrengend.

Sie war völlig erschöpft, versuchte trotzdem, alles richtig zu machen. Am Weihnachtsabend hatte sie alles erledigt. Nach der Arbeit. Sie backte gerade die letzten Plätzchen, es war ruhig... zu ruhig. Sie ging ins Wohnzimmer... der Baum lag auf dem Boden, die Geschenke waren ausgepackt, die Kinder waren irgendwo da mitten drin. Die Dekoration im Eimer, zum Teil mit den Kinderscheren zerkleinert. Wutentbrannt nahm sie die Plätzchendosen und schmiss sie ins Feuer. Dann setzte sie sich in eine Ecke und weinte.

Ihre Kinder waren verwirrt. Sahen sich dann um, öffneten das Fenster einen Spalt und begannen aufzuräumen, während die Mutter weinte und weinte und gar nicht aufhören konnte.

Plötzlich klopft es leise an der Tür, Trude, sie war die älteste, öffnete.

Ihre alte Nachbarin hatte den Duft gerochen und wollte plötzlich sie nicht alleine sein. Sie packte viele von ihren Plätzen und beschloss kurzerhand, die Nachbarn kurz zu besuchen. Ihre eigenen Kinder waren schon groß und wohnten weit weg. Sie würden erst im nächsten Jahr kommen, insofern ihre Schwiegertochter nicht erneut schwanger würde... Das erzählte sie, bevor sie merkte, dass Trude geöffnet hatte.

Sie sah sich um, sah die Mutter und die Verwüstung. Kurzerhand kam sie herein, stellte die Plätzchen auf den Tisch und delegierte die Aufräumarbeiten, während sie den Tisch deckte.

Da klopfte es wieder. Und wieder. Immer mehr Menschen kamen, die den Duft gerochen hatten. Am Ende waren es zehn Nachbarn. Jeder brachte was mit. Dann ging Sandra, die erste Nachbarin, zu der Mutter, beruhigte sie. Als diese ins Zimmer kam, fiel sie aus allen Wolken, und da begannen schon alle zu Singen.

Nach diesem Fest war keiner mehr so allein und auf sich gestellt, denn sie hatten ja sich!
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  • 18. Dezember 2019, 00:11:37
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #18 am: 18. Dezember 2019, 00:11:37 »




Ein Weihnacht-Job

"In Ordnung, Team. Euer Auftrag lautet folgendermaßen:
*tik rrrt (2)* der vierbeinige Kerl mit der Roten Nase will unbedingt 
*tik rrrt (3) den Platz einnehmen von
*tik rrrt (4)* dem Kerl mit den langen Ohren und den dicken vielen Eiern.
Das gilt es zu verhindern. Die Zeit läuft!"
Klingt verrückt aber unterhaltsam? Na dann viel Spaß mit Seishiroas Würfeltabelle für einen (Shadowrun) Christmas Job!

Und als malerische Ergänzung geben wir euch nochmal drei tolle Weihnachts Rahmen von Marashar.


Christmas Run
(eingereicht von Seishiroa)



Download als .xlsx
Download als .ods



Weihnachts Frames
(eingereicht von Marashar)


Zum Download in groß und transparent jeweils anklicken!
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  • 19. Dezember 2019, 00:05:00
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #19 am: 19. Dezember 2019, 00:05:00 »



Düstere Nächte

Sicherlich weniger weihnachtlich, aber schon passend zur düsteren Jahreszeit kommt Seachuis Beitrag daher.
Er schenkt uns ein kurzes Scenario für HeXXen 1730, welches von einem cthulthoiden Mythos inspiriert wurde.
Unser Adventskalender bietet etwas für die verschiedensten Geschmäcker! "Frohes" Spielen!



Der Fluch des Wilden Mannes
(eingereicht von Seanchui)


(Bild anklicken, um das Abenteuer als .pdf herunter zu laden.)
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  • 20. Dezember 2019, 11:40:05
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #20 am: 20. Dezember 2019, 11:40:05 »



Vom Wünschen und Handeln

Vier Tage bis Weihnachten und rundherum hört man immer wieder die Frage "Na, hast du schon alle Geschenke beisammen?". Dabei geht vielleicht manchmal unter, dass es doch ein Fest der Familie und Nächstenliebe ist und mancheiner es schwerer hat und mit bescheideneren Wünschen schon glücklich wäre. Eisenkessel schenkt uns eine nachdenkliche, längere Geschichte von einem Jungen, der sich davon nicht unter kriegen lässt und sein Schicksal selbst in die Hand nimmt.
 


Der Schlitten
(eingereicht von Eisenkessel)

Wie sehr hatte ich mir in den letzten Jahren einen Schlitten gewünscht? Natürlich liegt hier im Norden noch immer zu Weihnachten Schnee, nicht so wie an vielen anderen Orten. Sicher haben wir in der Schule auch von dem Klimawandel gehört, aber wir merken das hier, im Norden, kaum. Papa sagt, dass es den Klimawandel und die Erderwärmung gar nicht gibt, dass die Wirtschaft uns nur zum Kauf teurerer Produkte bringen will, dass das alles nur eine große globale Verschwörung der Lobbys ist.

Papa sagt so vieles, das habe auch ich schon gemerkt. Mama sagt, dass er deswegen keinen Job mehr hat. Er reißt sein Maul immer zu weit auf, sagt sie. Das ist auch das nächste Problem. Wir haben mal in der Innenstadt gewohnt, in einer sehr schönen großen Wohnung. Sechs Zimmer hatte die und genug Platz für mich und meine beiden Schwestern. Jetzt haben wir noch drei Zimmer und wohnen am äußeren Rand der Stadt. Ein Wohnzimmer, in dem ich meistens schlafe, dann das Schlafzimmer meiner Eltern und das Zimmer von Mia und Annika, meinen Schwestern. Und jetzt ist Mama wieder schwanger und es wird bald wieder enger werden. Aber mit etwas Glück zieht Annika nach Weinachten zu ihren Freund Mark. Der arbeitet in einer Autowerkstadt und ist fünf Jahre älter als sie. Mama mag ihn nicht so sehr, aber Papa geht öfter mal ein Bier mit ihm trinken.

Papa sagt, dass ich mir einen Schlitten wünsche liegt nur an meinen Mitschülern. Da hat er auch Recht mit, jeder von denen hat einen Schlitten und fährt mit dem vor und nach der Schule. Einmal durfte ich den Schlitten von Peter fahren. Peter ist zwar nicht mein Freund - seine Eltern sind Spießer, sagt Papa -, aber er kommt da schon sehr nahe ran. Wir haben auch eine Blinde in der Klasse. Oh ja, eine Sehbeeinträchtigte heißt das ja, hat uns Frau Müller die Lehrerin gesagt. Aber sogar sie, Angela, hat einen Schlitten. Nur ich habe keinen, nur weil Papa sagt, dass der zu teuer ist, jetzt da das Baby kommt und dass ich nicht mit dem Strom schwimmen muss. Nur weil alle einen haben muss ich ja nicht auch einen haben. Das stimmt schon. Nur weiß Papa wohl nicht, wie es ist, nur daneben zu stehen und zuzuschauen. Aber das heißt nicht, dass ich mich damit abfinden muss.

Am letzten Schultag in diesem Jahr habe ich es geschafft, an den Schulcomputer zu kommen. Im Internet habe ich dann auch einen Bauplan für einen Schlitten zu gefunden. Den habe ich mir dann gleich ausgedruckt. Ein Schlitten besteht aus zwei Seitenteilen, vier Verstrebungen, um die Seitenteile zu halten, der Sitzfläche und natürlich den Metallkufen, welche auf die Seitenteile genagelt werden. Die ersten Ferientage verbrachte ich damit, von Haus zu Haus zu gehen und nach Holzresten und Werkzeug zu fragen. Nachdem wir ja nun schon seit mehr als zwei Jahren in dieser Wohnung wohnten, kannte man uns natürlich auch. So war es nicht verwunderlich, dass ich tatsächlich einiges an Material bekam. Lagern tat ich es in unserer kleinen Wohnung, einen Keller hatten wir nämlich nicht. Das passte meiner Familie gar nicht. Noch weniger Platz zum Leben und Dinge, über die man rüber steigen musste. Mama verstand mein Vorhaben. Papa sagte, dass ich es nie schaffen würde, einen Schlitten zu bauen. Meine Schwestern lachten mich nur aus. Immerhin war ich ja der Jüngste, noch. Mia war 13 und Annika schon 15. Ich war erst 12, aber immerhin hatte ich schon seit einem Jahr Werken in der Schule und Herr Mauda, der Lehrer, hatte uns schon einiges beibringen können, vor allem aber wie man es besser nicht machte. Bohren, Sägen und Schneiden konnte ich.

Unser Nachbar von gegenüber, Herr Hirsch, war so nett und ließ mich die Werkzeuge in seinem Keller, ja der hatte einen, nutzen. Er arbeitete ja noch immer viel mit Holz, hatte er doch vor seiner Rente eine kleine Schreinerei gehabt. Er betonte immer, dass er sogar zwei Angestellte gehabt hatte. Der eine war aber seine Frau, welche die Buchhaltung gemacht hatte und der andere sein Bruder Willhelm, da der zu der Zeit leider arbeitslos war. Das war wohl nicht seine Schuld gewesen, die Firma hatte scheinbar einfach geschlossen. Ja, so etwas kam sehr oft vor.

Als ich alles Material zusammen hatte, begann ich es in den Keller von Herrn Hirsch zu tragen. Das war ganz schön viel Arbeit und beim Aussortieren merkte ich schnell, dass einiges von dem Holz nicht für mein Vorhaben zu verwenden war. Das lud ich auf den alten Bollerwagen von Herrn Hirsch und brachte es zur Brennholzspende. Da hier einige nicht so viel Geld hatten und mit Holz heizten, hatte eine Sozialorganisation ein Lager eingerichtet. In dem konnte man überschüssiges Holz abgeben. Das wurde dann an die Bedürftigen verteilt. Sieben Wagen voll brachte ich da hin. Die Sozialmenschen da staunten nicht schlecht und ich bekam zum Dank einen Keks, einen Apfel und ein paar Nüsse.
 
Mittlerweile war es aber schon kurz vor Weihnachten, nur noch drei Tage. Also arbeitete ich so schnell ich konnte und konzentrierte mich, um ja keine Fehler zu machen. Trotzdem war das erste Seitenstück nur Müll. Ich konzentrierte mich noch mehr und auch Herr Hirsch gab mir den einen oder anderen guten Ratschlag. Mama oder meine Schwestern versorgten mich mit Essen und warmen Tee. Papa meckerte nur rum, ich sollte meine Zeit doch anders verbringen und nicht mit so etwas lächerlichem wie mit einem Schlitten. Lernen, meinte er, wäre gut - ich sollte es ja mal besser haben als er.

Es war fast wie ein Wunder. Am 23.12. hatte ich den Schlitten fertig. Nun ja, bis auf die Metallkufen natürlich. Für diese lief ich zum Schrottplatz, etwas mehr als eine Stunde Weg. Ich hatte mein ganzes Taschengeld dabei. Immerhin 7 Euro und 39 Cent. Der Rest ging immer für das Mittagessen in der Schule drauf. Denn mit der Stulle von Mama wurde ich da anfangs nur zum Gespött für alle. Das hatte sich aber zum Glück geändert, seit ich das Essen auch, wie alle anderen, in der Kantine kaufte. Die Stulle von Mama aß ich seitdem immer heimlich auf der Toilette. Das sollte ja schließlich keiner mitbekommen.

Auf den Schrottplatz wollte der Händler von mir für die passenden Teile, 8 Euro 50 Cent. Er ließ sich auch nicht erweichen, im Preis runter zu gehen. Er sagte „Ein Geschäft ist ein Geschäft, ist ein Geschäft!“ Dem konnte ich nicht widersprechen. Damit war mein Projekt nun doch gescheitert. An 1,11 Euro. So kurz vor dem Abschluss. So traurig war ich schon lange nicht mehr gewesen. Ich ballte meine Hände zu Fäusten, drehte mich um und ging. Ich hatte das Unmögliche geschafft und einen Schlitten gebaut aus dem Holz, das andere mir gegeben hatten, sowie mit dem Werkzeug und den Ratschlägen von Herrn Hirsch. Ein Euro und Elf zu wenig. Was für ein Unglück.


... Wie es mit dem Jungen Jonas und seinem Traum eines Schlittens weiter geht und welche Überraschung ihn gleich erwartet, erfahrt ihr morgen! ...
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Yariloira

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  • 21. Dezember 2019, 00:10:42
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #21 am: 21. Dezember 2019, 00:10:42 »



Vom Wünschen und Beschenken

Gestern habt ihr Jonas kennen gelernt, der Junge der sich seinen Traum eines Schlittens selbst erfüllten möchte und kurz vor'm Ziel zu scheitern scheint. Bekommt er die Kufen? Wird er Schlitten fahren? Welche Überraschung wartet gleich auf ihn? Wird der Geist der Weihnacht auch bei seiner Familie und besonders bei seinem miespetrigen Vater einsetzen? Lest schnell weiter und lasst euch von der zweiten Hälfte der Geschichte bezaubern!
 


Der Schlitten - Teil 2
(eingereicht von Eisenkessel)

Ich achtete nicht mehr wirklich auf die Straße, ich wollte nur noch nachhause. Doch auf einmal blieb ein Mädchen vor mir stehen. Sie war eine Klasse über mir: Tina. Das hübscheste Mädchen der ganzen Schule. Sie hatte unglaublich viele Verehrer und war sehr beliebt. Ihr Vater hatte Geld, lebte aber lieber bescheiden. Es war wohl das Erbe von seinem Vater und er wollte es ehren, indem er es vermehrte und nur in Notfällen davon nahm oder wenn seine Tochter einen Wunsch hatte. In Sommer würde sie für vier Monate nach Paris gehen. Das wurde zum Beispiel davon bezahlt. Zumindest hatte mir Mia das erzählt. Sie hielt mir ein Taschentuch hin. Ich erinnerte mich, dass genau dieses bei uns in der Schule, in der Vitrine ausgestellt war. Das hatte sie im Hauswirtschaftskurs selbst gemacht. Ich schaute sie verwundert an und merkte erst da, dass ich weinte. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken oder wäre unsichtbar geworden oder oder oder… Sie hielt es mir weiter hin. Es war weiß, mit Blumen und einem Rand aus geschlungenen Ranken. In der Mitte jedoch, da hatte sie einen Schlitten eingestickt. Aber nicht irgendeinen, es war mein Schlitten. Genau diesen hatte ich gebaut. Wie konnte das nur sein? Ich starrte das Taschentuch weiter an. Auf einmal sagte ihre bezaubernde Stimme zu mir. „Jonas, nun nimm schon. Gefrorene Tränen tun echt weh, ich weiß das.“ Ich nahm es zögernd und schaute sie an. Sie lächelte und ich war in dem Moment so glücklich, dass ich alles andere vergaß. Tina hatte mich angesprochen, sie kannte meinen Namen und bot mir ihr selbst gemachtes Taschentuch an. Vorsichtig topfte ich mir die Tränen ab. Dann redeten wir.

Als sie von meinem Unglück erfuhr, packt sie mich an der Hand und eilte mit mir zurück zum Schrottplatz. Da ging sie direkt auf den Händler zu. Ihr Gesichtsausdruck sagte mir, dass man sich jetzt nicht mit ihr anlegen sollte. Der Händler sah uns kommen und verzog das Gesicht. „Paps! Paps!“ rief Tina. Mir viel die Kinnlade herunter. „Warum kannst du ihm nicht einfach diese Teile für seinen Schlitten schenken und am besten gleich zuschneiden und abfeilen?“ ereiferte sie sich. „Sagst du nicht immer, dass es wichtig ist, sich etwas zu erarbeiten? Jonas hier hat seit Beginn der Ferien an dem Schlitten gearbeitet.“ brüllte sie nun fast. Mir war nicht klar, woher sie das wissen konnte. „Das letzte, was ihm noch fehlt, sind die Kufen und für die hätte er dir alles gegeben, was er hat. Schenk sie ihm einfach. Wenn es sein muss als Weihnachtsgeschenk von mir.“ fuhr sie leider fort. Ich konnte sie nur anstarrten. Der Händler schaute sie ebenso an. „Wenn es sein muss,“ sagte sie sehr viel leiser „gehe ich nicht nach Paris.“ Der Händler mustere seine Tochter eine Weile. Mir kam es vor wie Stunden. Dann sagte er „Jonas heißt du?“ Ich nickte. „Gut. Bring mir deinen Schlitten und ich baue dir die Teile und noch ein Extra dazu.“ sagte er ernst. „Aber nur, weil es Tina so ernst ist.“ sagte er dann nachdenklich. Ich reichte ihm das Geld. Doch er schüttelte nur den Kopf. Tina gab ihm einen Kuss auf die Wange und führte mich, der ich noch immer sprachlos war, vom Schrottplatz.

Auf dem schnellsten Weg gingen wir zu Herrn Hirsch. Tina erzählte ihm kurz, warum wir da waren und er bot an, uns mit seinem Auto zu fahren. Das war sehr nett von ihm. Den Schlitten sollte ich auf dem Schrottplatz lassen. Am nächsten Morgen wollte der Händler, Tinas Vater Herr Günther, mir den Schlitten nach Hause bringen. Ohne den Schlitten konnten wir auch allein nach Hause gehen und so fuhr Herr Hirsch weiter zu seinem Bruder.

Auf dem Heimweg lud Tina mich auf eine Tasse heiße Schokolade im Cafe Venezia ein. Da war ich nie drinnen gewesen, nur vorbei gegangen, alles hier war so teuer, so unerreichbar. Ich bedankte mich bei ihr und sie küsste mich auf die Wange. Ich wurde so rot, dass eine Tomate gegen mich vor Neid erblassen würde. Trotzdem brachte ich sie noch nach Hause. Das war das mindeste, was ich tun konnte. Dann trennten sich unsere Wege.

Die Nacht über konnte ich kaum schlafen, ich war so aufgeregt. Der Schlitten würde fertig zu mir kommen. Mein Schlitten, an dem ich fast alles selbst gemacht hatte. Tina, das hübscheste Mädchen der Schule, wusste meinen Namen und hatte mir geholfen. Mich sogar auf eine heiße Schokolade eingeladen. Für mich war der 23.12. schon wie Weihnachten gewesen, war nicht mehr zu übertreffen.

Am 24.12. stand ich auf, als es an der Tür klingelte. Ich rannte in meinem Schlafanzug zur Tür. Mama war trotzdem schneller. Als ich um die Ecke kam, war die Tür bereits offen und Tina lächelte mich an. Wieder wurde ich rot, sie war richtig schön angezogen, ja sogar etwas Makeup hatte sie aufgetragen. Das hatte ich nie bei ihr bemerkt. Sie hatte neben sich ein großes Paket und zwei Karten in der Hand, mit denen sie mir winkte. Das Paket war der Schlitten, das durfte ich aber noch nicht öffnen. Erst bei der Bescherung, sagte sie. Die Karten waren fürs Kino. Für sie und mich. In einer Stunde. Ich war sprachlos, im Kino war ich schon so lange nicht mehr gewesen. Also rannte ich in die Dusche, zog mich an, etwas Gutes, und stand dann wieder vor ihr. Mutter hatte ihr einen Tee gekocht und Kekse gegeben.

Sie nahm wieder meine Hand und führte mich nach unten. Da wartete Herr Günther auf uns und brachte uns dann mit dem Auto zum Kino. Er sagte, dass er danach mit uns Essen gehen würde und auch noch ein Geschenk für uns hätte. Ich weiß nicht mal mehr, um was es in dem Film ging. Popcorn, Cola und Chips waren schon ziemlich der Hammer. Aber nichts im Vergleich zu Tina.

Sie hatte mich schon lange beobachtet, weil ich echt war. Nicht eingebildet und bis darauf, dass ich die Stulle meiner Mutter in der Toilette zu mir nahm, hatte sie nichts Merkwürdiges an mir entdecken können. Klar hatte sie auch mit meinen Schwestern geredet. Immerhin waren Mia und sie ja befreundet. Jedenfalls wollte sie mich kennen lernen und hatte auch von Mia gewusst, dass ich mir schon lange einen Schlitten wünsche. Darum hatte sie auch das Taschentuch gemacht. Das hatte sie mir nächstes Jahr schenken wollen. Aber dann hatte sie von meiner Holzsammlung gehört und mein Vorhaben erahnt. Trotzdem war es Zufall gewesen, dass wir uns auf dem Weg zum Schrottplatz begegnet waren. Sie meinte auch, dass ich gerne sagen dürfte, dass sie nun mein Mädchen war. Da musste ich so lachen, dass das ganze Kino mit „pssst“-Rufen lauter wurde als mein Lachen. Ich erfuhr auch, dass Tinas Mutter vor vier Jahren verstorben war. Das machte mich traurig. Nach dem Film gingen wir zum Auto. Ihr Vater hatte die ganze Zeit auf uns gewartet.

Das Essen mit ihrem Vater war sehr nett. Er hatte auch meine Eltern und Schwestern eingeladen. Aber dann reichte er mir zwei Umschläge. Einen für mich und einen für meinen Vater. Ich bekam einen Ferienarbeitsvertrag und mein Vater einen Vertrag auf sechs Monate, mit Option auf Verlängerung, wenn es gut lief. Natürlich nahmen wir beide an und Herr Günther sagte sogar, dass er uns jeden Morgen abholen und mitnehmen würde. Diesen Weihnachtsabend lachte Vater das erste Mal wieder richtig fröhlich.

Das alles hatten wir meinem Wunsch nach einem Schlitten zu verdanken. Der übrigens großartig war. Er hathattete sogar LED-Leuchten, damit ich noch nach der Arbeit auf dem Schorttplatz sicher die Hänge hinab fahren konnte. Das tat ich und immer mit Tina…   


© 03.12.2019 Torben „Eisenkessel“ Klie
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  • 22. Dezember 2019, 09:58:32
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #22 am: 22. Dezember 2019, 09:58:32 »



Ein Weihnachtsmysterium

Sind Rentiere nun fröhlich-freundliche Paarhufer, die manchmal singend und fliegend durch die Gegend ziehen? Oder haben sie vielleicht sogar eine düsterere Seite?
Findet es heraus mit diesem speziell zum Weihnachts-Thema geschriebenen Abenteuer von Eukaryot. Als versierter Gewinner des letztjährigen Abenteuerwettbewerbs hat er es sogar bereits getestet und überarbeitet und schenkt uns die revised Edition.

Einen frohen 4. Advent euch allen!
 


Rudolfs Rache
(eingereicht von Eukaryot)



(Anklicken zum Download der .pdf Datei)
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  • 23. Dezember 2019, 00:23:09
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #23 am: 23. Dezember 2019, 00:23:09 »



Weihnacht unter Rollenspielern

Wir leben in der Zeit des Internets und der Digitalisierung. Dies hat uns ermöglicht, unser wundervolles Hobby online zu spielen. Allerdings ist Handgemachtes dadurch noch seltener geworden. Das gilt nicht nur für Geschenke, sondern auch für Charakterbilder. Die meisten von uns werden sicherlich eher die bekannten Seiten durchstöbern als sich hinzusetzen und eines selbst zu zeichnen. Zang Fei hat sich die Zeit genommen und uns einen weihnachtlich inspirierten Zwerg kreiert!

Und wem das noch kein Lächeln ins Gesicht zaubert,
wird spätestens beim Lesen von Riankans absurd-schönem Gedicht über eine Weihnachts-Rollenspiel-Runde zu Schmunzeln beginnen.

Noch 1 Tag bis Weihnachten!


Weihnachtszwerg
(eingereicht von Zang Fei)


(Bild anklicken zum Download in groß)



Weihnachtsrunde
(eingereicht von Riankan)

Weihnachtszeit steht vor der Tür,
Spieler , Meister, tun dafür,
Was immer sie auch können,
Sich dabei noch Kekse gönnen .

Keiner weiß, was andere denken,
Wollen alle etwas schenken,
Doch so einfach ist das nicht,
Manch einer fühlt sich wie ein Wicht.

Doch ganz egal, was das auch ist,
Ganz egal, wer du auch bist,
Schenke Freude hier und dort,
Erhellst damit gleich jeden Ort.

Spieler tun es mit Wonne,
Meisters Plot fährt in die Tonne....
Aber Meisterlein ganz frisch,
Schmeißt dann brüllend um den Tisch!

Und was tun sie sodann?
Räumen auf, was jeder kann!
Denn gemeinsam spielen ist,
Wenn du nicht alleine bist.

So beruhigt man sich recht flott,
Wirft neue Kekse in den Pott!
Neuer Glühwein auf den Herd,
Auf dass es doch noch etwas werd'.

Und hernach ein jeder denkt,
"Hab ich doch wohl nichts verpennt?!"

So sitzen sie denn wieder da,
Gemeinschaftlich, ganz wunderbar.
Spielen rasch alle diese Dinge,
Die uns bietet unsere Zwinge.

So denk ein jeder bitte dran:
Tut ein jeder, was er kann.
Öffnet einfach mal die Türe,
Auf dass man Freud' und Wärme spüre.

Lasset rein die Winterluft ,
Ström heraus der Kekse Duft.
Und lasst uns feiern allesamt,
Verbunden durch dies närrisch Band,

Welches Rollenspieler bindet,
Sich um unsere Knöchel windet,
Auf dass wir fallen raus zur Tür,
Verdecksnocheins, wie ich das spür !

Und alles nur, wenn man's bedenkt,
Weil den Charakterbogen ich versenkt...
In einem Topf voll heißen Tee....
Die Nase nun in kaltem Schnee...

Aber den Plot bekommt ihr doch zu spüren,
Kleine Spieler gehen durch Türen...
Und hinter jeder Einzelnen,
Können sie Geschichten sehn.

So lasset euch nicht lumpen,
Hebet an die Humpen,
Habet nun gemeinsam Spaß
Wie Rudolf mit der roten Nas'.
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  • 24. Dezember 2019, 09:48:18
Re: Drachenzwinge-Adventskalender 2019 - Gemeinschaftsprojekt
« Antwort #24 am: 24. Dezember 2019, 09:48:18 »



FROHE WEIHNACHTEN EUCH ALLEN!

Zum Abschluss des Drachenzwinge Adventskalenders haben wir wieder was ganz Besonderes. Huhn hat die fleißigen Bienchen hinter den Blaupausen dafür begeistern können, etwas beizusteuern. Sie haben unser vorgeschlagenes Motto wörtlich genommen und speziell für uns einen Dungeon mit 24 Türen und Türchen entworfen.
Wir wünschen allen viel Spaß damit und passt auf, durch welches Schlüsselloch ihr späht!

Und als visuellen Abschluss - vielleicht Startpunkt der tapferen Helden, die dann in den Dungeon ziehen -, hat uns Marashar ein Bild einer winterlichen Zeltscene gestaltet.


Winterzelt
(eingereicht von Marashar)


(Bild anklicken zum Download in groß)



1W24 Überraschungen hinter Türen
- ein Adventsdungeon -

(eingereicht vom Blaupausen-Team)

Es gibt einen vergessenen Ort in der dunklen Einsamkeit der eisigen Hochebene von Tleng, der von unbekannten Erbauern senkrecht in die Tiefe des Felsens getrieben wurde. Nur einige groteske Hütten und Türme aus zyklopischen schwarzen Steinquadern künden an der Oberfläche von seiner Existenz, der größte Teil der Behausungen liegt in Höhlen, Kammern, Gängen und Kavernen darunter.

Jede dieser Behausungen weist eine Tür auf, die für Menschen gerade etwas zu klein scheint und neben seltsam fremdartigen Reliefs mit jeweils einer einzelnen, fremdartigen Rune versehen ist. Kundige können diese Runen als die Zahlen 1 bis 24 entziffern, doch kündet jede einzelne auch von der unendlichen Gleichgültigkeit des Universums sowie einer unbegreiflichen Anzahl möglicher Nachkommastellen...


  • Hinter dieser unterirdischen Tür wohnt ein weißbärtiger Feuerhalbriese. Seine Doppelaxt wird nur noch von dem großen Leinensack überragt, den er immerzu mit sich herumschleppt und in dem sich manchmal etwas zu bewegen scheint. Die Tür ist für seine Gefährtin, die meistens in ihrer Verwandlung als Polarfüchsin unterwegs ist. Er selbst benutzt den geräumigen Kamin als Ein- und Ausstieg zur Oberwelt.

  • Eine Horde grässlich ungestalter Feenwichtel springt zu den atonalen Klängen einer dreifachen Nasenflöte zeternd und keckernd um eine Druckpresse, die wieder einmal repariert werden muss. „Schneller, schneller,“ schreien sie, „das Werk muss noch vor dem Julfest bereit sein!“

  • Hier residiert der überraschend würdevolle König der Wichtel inmitten einer ungeahnten Pracht aus Feengold und Elfenbein. Es mangelt ihm an nichts, doch er wird nicht müde, sich über die Sklavenarbeit seiner Untergebenen zu beschweren, die ja nur seinetwegen hier sind. Auf die Frage, warum er nicht einfach abreist, verweist er auf die Kälte und die allgemein eher schlechten Reisebedingungen auf der von Dämonen heimgesuchten Hochebene von Tleng.

  • Dies ist die Höhle von Hruparecht, dem schwarzalbischen Diener des Halbfeuerriesen. Er ist ein begabter Nekromant, obwohl sein Beschwörerstab wie eine gewöhnliche Haselnussrute aussieht. Allenthalben in seiner Höhle finden sich präparierte, mumifizierte und nicht immer gänzlich friedvoll ruhende Teile einstiger Lebewesen, einschließlich einiger Gläser mit neugierigen Monsteraugen.

  • In dieser komfortablen Kaverne lebt ein Höhlendrache, der als Ei von den Wichteln hierhergebracht und ausgebrütet wurde. Er wird regelmäßig mit vermessenen, überheblichen Helden gefüttert, kann aber lange Jahre ohne einen Bissen auskommen. Ansonsten ist er ist intelligent und unterhaltsam, hat allerdings eine ausgesprochene Abneigung gegen die bloße Vorstellung weiter Freiräume. Erzählungen von der dunklen Ebene unter dem Sternenhimmel vor seiner Tür lassen ihn vor Angst erschauern.

  • Die Tür öffnet sich auf eine Wand mit dem Halbrelief einer dämonischen Fratze. Ihr zähnestarrendes Maul bildet ein kreisrundes Loch undurchdringlicher Schwärze. Wer es wagt, seine Hand hineinzustecken, bekommt eine Art Kugel zu fassen, die kurz darauf zu leben beginnt, hunderte ätherischer Tentakel entfaltet und auf Augenhöhe der Charaktere schwebt. Die schwarze Kugel hat ein Gesicht, das der Dämonenfratze gleicht und eröffnet dem Charakter, dass sie ihm drei Antworten auf seine Fragen geben wird, was immer diese sein mögen. Eine davon wird jedoch eine Lüge sein.

  • Dieses Türchen ist ein Portal ins Äußere Nichts. Wird es geöffnet, entsteht ein Sog, stark wie eine Sturmböe. Menschengroße Wesen können wegen des geringen Durchmessers der Tür nicht einfach in einem Stück hineingezogen werden. Doch auch wer sich noch festhalten kann, läuft Gefahr, in den endlosen Abgrund mit seinen grauenhaften Zerrbildern hinabzustarren, statt den Blick abzuwenden (Rettungswurf). Wer dies tut, dessen Seele wird auf immer im Äußeren Nichts gefangen bleiben, auch wenn sein Körper gerettet wird.

  • Diese Tür führt zu einem Spiegelkabinett, das den Betrachter in vielen möglichen Szenarien zeigt, zu der sein momentaner Lebenswandel, seine Gesinnung und seine Sicht auf die Welt führen können; vom Kriegerkönig zur Zauberfürstin zu Krüppel und Bettlerin, zu Asche und Staub.

  • In dieser riesigen Höhle befindet sich eine Art Sumpf, aus dessen Mitte eine Felseninsel ragt. Auf ihr steht eine messingbeschlagene Holztruhe. Wer den Morast durchwaten will, bemerkt bald, dass er aus Schokolade besteht, die jedoch ebenso boden- und gnadenlos sein kann wie jeder Dämonensumpf. Haben die Charaktere einen Weg hinüber gefunden, müssen sie die drei hochkomplizierten Schlösser der Truhe öffnen, um an den Schatz zu kommen. Zerschlagen sie stattdessen die Truhe, ergießt sich eine überwältigende Schokoladenflut in die Höhle. Der Schatz besteht aus 3W20 mit echtem Gold umwickelten Schokoladenmünzen sowie 1W6 diamantförmigen Zuckersteinen, die sich für insgesamt 1W20 Goldmünzen verkaufen lassen. Außerdem befindet sich eine magische Zahnbürste in der Truhe, die aus Holz und Monsterborsten gefertigt ist und bis Mitternacht zu einem makellosen Lächeln verhilft.

  • Öffnet man dieses kleine Tor, wird man - wenn man nicht aufpasst - von einem Windsog hinein- und durch einen engen Korridor zum Licht am Ende des Tunnels gezogen. Was dann passiert, ist wunderbar.

  • Hinter dieser kleinen Tür befindet sich nur ein Postkasten. Wirft man einen mit seinem innigsten Wunsch beschriebenen Zettel ein, geht dieser zur Wintersonnenwende in Erfüllung, wenn man von guter Gesinnung ist. Ist man hingegen von böser Gesinnung, macht ein großes humanoides Wesen mit zotteligem Fell, einer dämonischen Fratze und Widderhörnern Jagd auf einen und treibt einem mit Gewalt die böse Gesinnung aus.

  • Diese Tür gibt den Blick auf eine weitläufige, sonnendurchflutete Hügellandschaft frei. Die Luft ist warm und Vögel singen fröhlich; die Wiesen sind von einem satten Grün und voller bunter Blumen. Ein Weg windet sich zwischen den Hügeln entlang und ganz in der Ferne ist eine Musik zu hören, wie man sie vielleicht auf einem Dorffest zum Tanz spielen würde. Besonders sensible Charaktere - wie Elfen oder andere, denen ein Intelligenzwurf mit Schwierigkeit 15 gelingt, bekommen aber ein sehr ungutes Gefühl, dass es sich hier um eine perfide Falle handeln könnte…

  • Drei Geister weilen hinter dieser Tür. Sie beantworten genau eine Frage zur Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft eines der Charaktere.

  • Der Pfad zur Stadt der ewigen Treppe. Hinter dieser Tür offenbart sich ein niedriger in den Fels gehauener Gang der nach ca 10 Fuß zu einem zwei Ellen hohen und zwei Ellen breiten Tunnel schrumpft und sich wie eine kräuselnde Schlange ca 10 weitere Fuß in den Untergrund führt. Doŕt führt er scheinbar parallel zur Hochebene, aber in Wirklichkeit unmerklich abschüssig meilenweit in die Tiefe. Wer es einerseits schafft, vor Klaustrophobie nicht wahnsinnig zu werden und sich andererseits an den Überresten der glücklosen Vorgänger vorbeiquetschen kann, kommt nach einer nicht nur gefühlten Ewigkeit an eine weitere Tür, durch die man auf die Stufe 854 der Ewigen Treppe gelangt, kurz unterhalb der gleichnamigen Stadt

  • Die Tür öffnet sich in einen geschlungenen, feuchten Gang mit einem eigentümlichen, fauligen Geruch. Rund um den Rahmen des Portales... sind das etwa… Zähne? Ist das da vorn eine Zunge?

  • Wer durch dieses kleine Tor schlüpft, kommt bei Tor 21 wieder raus.

  • Der Blick hinter die Kulissen. Alles scheinen Holzwände und verrückbare Module zu sein. Fusel und übergroße Krümel liegen im Weg und locken grausiges Ungeziefer an. Aber wenn man sich gemeinsam gegen sie Wände stemmt könnte man die Gängelung zu seinen Gunsten verschieben.

  • In diesem Rundbau an der Oberfläche befindet sich der Feenwichtel-Versanddienst. Die Hochebene von Tleng ist für ihre unbegreiflichen Artefakte und blasphemischen Spielsachen bekannt - Hinterlassenschaften einer uralten, dämonischen Kultur - was das Interesse vieler dunkler Magier und Hobbybeschwörer erweckt hat. Der Feuerhalbriese hat daraus ein Versandgeschäft gemacht, da man als vielbeschäftigter Nekromant ja nicht immer winterfest und reisefreudig ist. Seine Feenwichtel bewältigen auch große Strecken im Nu (wobei sie das Fünffache ihres Gewichts mitschleppen können) und zur Auslieferung an besondere Kunden gibt es ein Schlittengespann mit 2W6 Schneewargen. Die auf sonderbare Namen wie Thandarr, Blitzwulf, Schreckenzahn und Brightred Skarnose hören (Letzteres, seit seine Nase von einem brennenden Tannenzapfen getroffen wurde).

  • Ihr kommt in einen langen Gang, dessen Ende zunächst nicht zu erblicken ist. Von vorne hört ihr in regelmäßigen Abständen ein gewaltiges Knallen, aber noch könnt ihr nicht erkennen, was dieses Geräusch erzeugt. Links und rechts befinden sich zwei schier endlose Reihen hölzerner Figuren, aus deren Mündern Rauch steigt. Einige sind gekleidet wie Handwerker, andere tragen Laternen und wieder andere sind bewaffnet mit Hellebarden, Bögen und Schwertern. Ihr habt immer wieder das Gefühl, dass sich die Figuren bewegen, könnt es aber nicht ganz eindeutig sagen. Schließlich seid ihr weit genug vorgedrungen, um zu sehen, was das gewaltige Knallgeräusch verursacht. Ein riesiger mechanischer Kopf mit starren Augen befindet sich am Ende des Ganges, dessen Maul regelmäßig mit voller Gewalt nach oben zuschnappt. Wenn jemand nah genug vor dem Kopf steht, fangen die Figuren an, ihn in die Richtung des Mauls zu drängen. Nur wer es schafft, es mit mehreren verkeilten Holzfiguren lahmzulegen, kommt frei und erhält als Belohnung von den restlichen Figuren entweder einen wertvollen Diamanten oder eine überaus robuste Waffe bzw. Rüstung.

  • Hinter diesem Türchen befindet sich eine riesige, glitzernde Kristallhöhle, in deren Zentrum, auf der Spitze einer Felsennadel, ein gleißender Stern erstrahlt. Kurz nachdem die Charaktere die Höhle betreten haben, erhebt sich ein Eissturm, der das Innere dieser gigantischen Schneekugel durcheinanderwirbelt und immer heftiger wird, je tiefer sie in die Höhle eindringen. Wer den Stern trotzdem erreicht, kann in seinem weißen Feuer baden, was bei jedem Charakter und jedem Gegenstand genau einmal alle negativen Effekte, einschließlich aller Flüche, Krankheiten und Gifte, beseitigt. Chaotische Charaktere laufen allerdings Gefahr, dabei gleich ganz vom Feuer aufgezehrt zu werden. Versucht jemand, den Stern mitzunehmen oder zu zerstören, ruft das einen nahezu unbesiegbaren Eisdrachen aus dem Äther.

  • Wer durch diese Tür schlüpft, kommt bei 1 bis 16 auf W24 zum Türchen Nummer 16 wieder heraus, bleibt bei 17 bis 23 jedoch schwerelos im Hyperraum stecken. Nur stärkste Magie, die Raum und Zeit überwindet, kann ihn jetzt noch retten. Da es hier keine atembare Luft gibt, bleibt nur etwa eine Minute Hyperraumzeit, bevor dem Charakter die Luft ausgeht, das entspricht allerdings etwa 1W6 Wochen der Zeit im Normalraum. Bei einer 24 geschieht desgleichen, allerdings ist ein wohlwollender Magier mit einem Zauber der Unendlichem Unwahrscheinlichkeit just in diesem Moment zur Stelle.

  • Bevor ihr die Türklinke drücken könnt, öffnet ein distinguierter Gnom mit Nickelbrille und dramatischem Umhanng die Tür und mustert euch forsch von unten herauf. Scheldrik von Mornenghast (seit über 200 Jahren ein überaus fähiger und zuverlässiger Gnomenvampir) ist der Verwalter und Beschaffungsexperte des Dungeons und in seinem Lager betreibt er einen kleinen Laden für Abenteurerbedarf, in den er euch zum "Umschauen, Aber Nichts Anfassen (außer zum kaufen)" einlädt. Unter anderem vertreibt er eine alte Karte der hiesigen Räumlichkeiten. Wer den überhöhten Preis bezahlt, findet in deren Fußnoten vage Bemerkungen über "mindestens einen Geheimraum" sowie den "Verborgenen Herrscher" des Dungeons. Er selbst bestreitet jedoch jedes Wissen über solche Dinge.

  • Über dieser Tür sind im Halbkreis Schriftzeichen eingelassen, die sich als "ACHTUNG: Monsterlabyrinth" entziffern lassen. Öffnet man sie, steht man in einem Verteilerraum, von dem 1W6+4 verwinkelte Gänge (auch durch Decke und Boden) kreuz und quer abgehen. Außerdem steht hier ein Wegweiser mit ebensovielen Pfeilen, die mit seltsamen Beschriftungen versehen sind, z.B. "Giftige Gärten der Älteren Nacht", "Brunnen der Grauenhaften Rächerin", "Wasserklosett der Waldteufel" und "Höhle der Verfütterung". Leises Schnauben, Muhen, Zischen, Zirpen, Flattern, Krächzen, Trippeln und Gleiten ist aus den Gängen zu vernehmen - es handelt sich jedoch größtenteils um verzauberte Windbeutel, die diese Geräusche wie Aufnahmen abspielen: jemand will offenbar Erkundungswillige mit aller Macht davon abbringen, das Labyrinth zu betreten.

  • In dieser gewaltigen Kaverne befindet sich ein unterirdischer See, der von heißen Quellen gespeist wird. Irrlichter und phosphoresierende Pilze sorgen für ein bleiches Licht, Nebelschwaden steigen vom Wasser herauf. Hinter einem nahegelegenen Hochsitz aus Bergkristall beginnt ein nebelerfülltes Tal, das von einem Wald aus riesigen Nachtschattengewächsen erfüllt ist. Wenn man den seltsamen Hochsitz besteigt, kann man tief im Innern der Kaverne gerade noch einen Hügel mit einer grotesken Hütte aus dem Wald ragen sehen. Offenbar ist dort eine Gesellschaft im Gange, die Fenster sind hell erleuchtet und Fetzen eines feierlichen Gesangs sind zu hören. Dies ist das dunkle Herz des Dungeons, das Reich des Verborgenen Herrschers. Was werdet ihr wohl finden, wenn ihr es schafft, den Nachtschattenwald zu bezwingen?


Autoren: Pixellance, Huhn, Moonmoth, Dr Gonzo, Daicorion, Piaget, Tegre
Gespeichert
Das bin ich - müsste mal aktualisiert werden...
Ansprechpartnerin für "Play Safe"
Storyteller: 83% - Method Actor: 71% - Tactician: 67% - Power Gamer: 58% - Casual Gamer: 50% - Butt-Kicker: 25%
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