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Autor Thema: DSA: Tsa-Geweihte  (Gelesen 637 mal)

CalavarAldenariC

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  • 24. August 2020, 10:09:25
DSA: Tsa-Geweihte
« am: 24. August 2020, 10:09:25 »

Hallo miteinander,

Nachdem ich vor einigen Monaten mit einem Aves-Geweihten begonnen habe und mir aufgefallen ist, dass Geweihte eigentlich ganz cool sind, kam mir die Idee, mal einen Geweihten der jungen Göttin auszuprobieren.

Dass Tsa eine der am schwierigsten zu verkörpernden Gottheiten überhaupt ist und mit starken (den stärksten ?) moralischen Beschränkungen einhergeht, ist mir bewusst, allerdings sehe ich halt auch viel Potenzial für tolles RP und Chars, die eben in Situationen außerhalb des Kampfes durchaus ihre Glanzmomente erleben können.

Wie sind da so die Erfahrungen?

Als Gruppe/Meister*in: Gute Seele und Hoffnungsträger der Gruppe mit Heilwissen und interessanten Liturgien? Oder eher Spielverderber, weil moralisch gar nichts mehr akzeptabel ist, was in vielen Abenteuern dazugehört?

Als Spieler*in: Kann man die Vorstellung, die man so im Kopf hat, einigermaßen umsetzen? Habt ihr in den Kämpfen diese "Ich mache nichts - für ne halbe Stunde" - Momente gehabt, oder bleibt es trotzdem spannend?

Ich weiß, das alles ist sehr subjektiv und hängt stark von Setting, Gruppe, Abenteuer, Erfahrung der Mitspieler*innen etc. ab, aber vielleicht gibt es ja einen gunrdsätzlichen Tenor  :)

Vielen Dank schon Mal  ;D
Calavar
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Sesu

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  • 24. August 2020, 12:28:24
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #1 am: 24. August 2020, 12:28:24 »

In den Dunklen Zeiten kann man sie super spielen, da man in der Zeit sie nicht mit dem gleichen Moralkodex haben muss.
Aber einen Moralwert von 12 ist extrem - und werden daher gerne von Abenteuern zusammen mit Praios als ungeeignet angesehen.
Mit so einem hohen Wert ist es schwer einen gemäßigten TSA Geweihten zu spielen, denn selbst als Freiheitskämpfer, sind sie eigentlich in keiner Gruppe wirklich haltbar.

Eher vorstellbar ist eine Spätweihe, die von den Erfahrungen profitiert, dass man eben nicht jeden Kampf aus dem Weg gehen kann, dennoch wird der Geweihte es versuchen müssen.

Frostgeneral

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  • 24. August 2020, 14:17:51
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #2 am: 24. August 2020, 14:17:51 »

Kämpfe dauern OT meist 30 - 60 Minuten, manchmal sogar noch länger.
Überleg dir, ob du mit Betäubungsschlägen oder Raufen und Ringen arbeiten willst.
Alternativ kannst du afk gehen.
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Ravno

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  • 24. August 2020, 17:38:35
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #3 am: 24. August 2020, 17:38:35 »

Ein wunderbares Konzept um vollkommen zu scheitern. Die permanente Gewalt und Mordgier der Umgebung treibt die Geweihte in eine Spirale die immer weiter nach unten geht. Bis die Priesterin selber zu Waffe greift und fuer "Gerechtigkeit" sorgt. Das eigene Gewissen macht dich fertig, bis du am Ende nur noch ein voellig kaputtes Frack bist.

Alternativ Batman toetet auch nicht :D
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CalavarAldenariC

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  • 24. August 2020, 18:04:22
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #4 am: 24. August 2020, 18:04:22 »

Hm, das klingt ja alles fast so negativ wie befürchtet  ;D
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Ravno

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  • 24. August 2020, 18:16:14
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #5 am: 24. August 2020, 18:16:14 »

nein nein mein Ansatz ist positv zu verstehen. Ich halte scheitern fuer einen wichtigen Aspekt des Rollenspiels.
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CalavarAldenariC

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  • 24. August 2020, 18:42:51
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #6 am: 24. August 2020, 18:42:51 »

nein nein mein Ansatz ist positv zu verstehen. Ich halte scheitern fuer einen wichtigen Aspekt des Rollenspiels.

Verstehe ^^ Ja, in Sachen character development bietet Tsa sicherlich das meiste Potential für einen "Ideale vs. Realität" - Vergleich
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Salandrion

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  • 24. August 2020, 18:46:31
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #7 am: 24. August 2020, 18:46:31 »

Ich denke, Tsageweihte kann man gut spielen. habe mit MitspielerInnen da gute erfahrungen gemacht, aber es ist eventuell etwas abseits von den großen kampagnen rund um Mord und Todschlag...

Ein ernsthafter Abenteuer oder Reisetrupp versucht bei mir, auch so schon leben zu schonen, wo es geht. Wenn aber der Räuber angreift, wird sich gewehrt!
Aber eben auch nur, bis er aufgibt. dann werden die Wunden verarztet und er in der nächsten Stadt abgegeben (möglichst für nen Kopfgeld  ;D Das ist ja inneraventurisch auch oft nur halb so hoch, wenn Tot...)

Tsagefälliger Pazifismus hat ja auch seine "logischen Grenzen", niemand verlangt von dir, dich nicht zu wehren oder dich ausrauben zu lassen.
Nur ist eben das Gespräch oder das umgehen die sinnvollere Lösung. Gegen wilde Tiere gibt es diverse Möglichkeiten, sich zu wehren oder eben sie in die Flucht zu schlagen.
Gegen räuber auch, die sind ja meist schlauer :D

Aber es braucht eine Gruppe, die sich ersthafter mit Verletzungen, Leben und Tod auseinander setzen will. Monstermetzeln oder "Strategischer Kampf" sollten nicht fokus der Runde sein.
Dann sind es auch spannende Elemente, wenn es doch zu einem (notwendigen) Bruch des Pazifismus kommt, es schön am Lagerfeuer auszuspielen.

Ich sehe das sehr ähnlich wie Boron: Meine Chars haben meist eine Schaufel dabei. Zumindest die Toten bestattaten ist agebracht, wenn man ihr leben schon nicht retten konnte.
Bringt meistens schöne, ansprechende Szenen und diese eben etwas andere Stimmung.

In nem Kriegssetting der großen Kampagnen ist das aber sehr schwer umzusetzen, auch im Süden mit Sklaverei und anderen fest "Kulturell verankerten" Freiheitseinschrenkungen schwer machbar...
Aber ich denke, auch dort finden sich "kreative auslegungen", man ist eben freiheitsliebender und pazifistischer als Andere. Und bringt es immer wieder als Thema auf. Das geht schon...


Aber ich habe gerade die Thorwalerkampagne Friedlos mit meiner "Der Norden ruft"-Runde durchgespielt.
Ich denke, selbst in dem Setting einer permanenten Seeschlachtumgebung ist es möglich, einen Tsageweihten sinnvoll und erfüllend zu spielen, da es immer soviele sinnvolle andere Dinge zu tun gibt (wie verwundete versorgen, Nachrichten überbringen, Ausschau halten) und meistens das Setting schon klar macht, dass der "übernatürliche Feind" eben bekämpft werden muss.
Für alle Zwölfgötter, selbst Tsa. Nur eben vielleicht mit anderen oder eben nicht mit allen Mitteln und mit etwas anderen Zielen.
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CalavarAldenariC

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  • 24. August 2020, 19:07:59
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #8 am: 24. August 2020, 19:07:59 »

Ich denke, Tsageweihte kann man gut spielen. habe mit MitspielerInnen da gute erfahrungen gemacht, aber es ist eventuell etwas abseits von den großen kampagnen rund um Mord und Todschlag...

Ein ernsthafter Abenteuer oder Reisetrupp versucht bei mir, auch so schon leben zu schonen, wo es geht. Wenn aber der Räuber angreift, wird sich gewehrt!
Aber eben auch nur, bis er aufgibt. dann werden die Wunden verarztet und er in der nächsten Stadt abgegeben (möglichst für nen Kopfgeld  ;D Das ist ja inneraventurisch auch oft nur halb so hoch, wenn Tot...)

Tsagefälliger Pazifismus hat ja auch seine "logischen Grenzen", niemand verlangt von dir, dich nicht zu wehren oder dich ausrauben zu lassen.
Nur ist eben das Gespräch oder das umgehen die sinnvollere Lösung. Gegen wilde Tiere gibt es diverse Möglichkeiten, sich zu wehren oder eben sie in die Flucht zu schlagen.
Gegen räuber auch, die sind ja meist schlauer :D

Aber es braucht eine Gruppe, die sich ersthafter mit Verletzungen, Leben und Tod auseinander setzen will. Monstermetzeln oder "Strategischer Kampf" sollten nicht fokus der Runde sein.
Dann sind es auch spannende Elemente, wenn es doch zu einem (notwendigen) Bruch des Pazifismus kommt, es schön am Lagerfeuer auszuspielen.

Ich sehe das sehr ähnlich wie Boron: Meine Chars haben meist eine Schaufel dabei. Zumindest die Toten bestattaten ist agebracht, wenn man ihr leben schon nicht retten konnte.
Bringt meistens schöne, ansprechende Szenen und diese eben etwas andere Stimmung.

In nem Kriegssetting der großen Kampagnen ist das aber sehr schwer umzusetzen, auch im Süden mit Sklaverei und anderen fest "Kulturell verankerten" Freiheitseinschrenkungen schwer machbar...
Aber ich denke, auch dort finden sich "kreative auslegungen", man ist eben freiheitsliebender und pazifistischer als Andere. Und bringt es immer wieder als Thema auf. Das geht schon...


Aber ich habe gerade die Thorwalerkampagne Friedlos mit meiner "Der Norden ruft"-Runde durchgespielt.
Ich denke, selbst in dem Setting einer permanenten Seeschlachtumgebung ist es möglich, einen Tsageweihten sinnvoll und erfüllend zu spielen, da es immer soviele sinnvolle andere Dinge zu tun gibt (wie verwundete versorgen, Nachrichten überbringen, Ausschau halten) und meistens das Setting schon klar macht, dass der "übernatürliche Feind" eben bekämpft werden muss.
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Danke! Vieles davon habe ich mir auch schon so in ähnlicher Form gedacht, aber es kommt wohl einfach zu 98% auf die Gruppe(nkonstellation) und deren Spielziel und - stil an.

Es ist ja auch nicht alles in Stein gemeißelt, sondern (gerade bei Tsa) durchaus viel Interpretationsspielraum vorhanden (wenn ich mich selbst verteidige und einen Mörder unschädlich mache, um dann andere vom Kämpfen abzuhalten, trage ich ja auch meinen Teil zum Erhalt der Schöpfung bei - sogar dreifach!
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Namenloser

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  • 28. August 2020, 14:47:22
Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #9 am: 28. August 2020, 14:47:22 »

Tsa ist gegen Mord, das Leben ist heilig. Wenn ein Geweihter es dennoch tut, war er Geweihter. ich sehe es wie Ravno, scheitern ist auch ein wichtiger Aspekt im Rollenspiel. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch jeder, ich wiederhole jeder Geweihte spielbar, meistens scheitert es an den Herangehensweisen der Spielerschaft.
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Irian

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Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #10 am: 29. August 2020, 18:41:05 »

Spielbar ist alles, die Frage ist  aber, wie sehr ein Charakter das Spotlight an sich reißt bzw. z.B. seine Einschränkungen die ganze Runde auf eine Weise dominieren, die von den anderen Spieler nicht gewünscht wird. Anders gesagt, wenn die anderen Spieler sowas total knorke finden, gut, aber wenn sie es nicht tun, gibt es halt Probleme.
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Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #11 am: 29. August 2020, 19:34:21 »

Ist Tsa nicht auch die Göttin der Erneuerung und des Wandels? In einem politischen Setting könnte ich mir gut vorstellen, dass etwas altes zerstört werden muss, damit neues gedeihen kann. Es muss ja nicht immer die Murderhobotruppe sein. ;)
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Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #12 am: 29. August 2020, 19:38:42 »

leute, aber wann morden denn eure Charaktere / Mitspieler? Sich wehren und dabei kommt jemand zu Tode, okay... Aber wirklich ermorden?
Oder einen Feind, der aufegegeben hat, den Todesstoß versetzen? (wobei auch das unter gewissen umständen deskutabel wäre)

Also in meinen DSA-Runden passiert das eigentlich nie... oder wäre ein sehr spezielles Thema...

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CalavarAldenariC

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Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #13 am: 29. August 2020, 19:42:18 »

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen!

Ich denke, das Ganze ist einfach stark von der Gruppe abhängig, und die Prinzipien sind, wie alles in den Regelwerken, Leitplanken und Ratschläge, die man aber nicht sklavisch befolgen muss und jedes Wort auf die Goldwaage legen muss.
Ist auf jeden Fall spannend, wie viele unterschiedliche Sichten hier zusammenkommen ^^
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Re: DSA: Tsa-Geweihte
« Antwort #14 am: 29. August 2020, 21:20:59 »

Tsageweihte haben eine Menge Möglichkeiten, sich in einen Kampf einzuschalten. Die Frage ist, wie glücklich das die Mitspieler macht. Das sollte man vorher abklären.

Ich habe lange eine Tsageweihte gespielt und das ist bis heute mein Lieblingscharakter. In Kämpfen habe ich immer eine Lösung gefunden und sie trotzdem nie eine Waffe (nicht mal eine Schaufel) anrühren lassen.

Wenn du Lust drauf hast, setz dich damit auseinander und ich drücke dir die Daumen, dass du eine Gruppe findest, die genau so viel Spaß daran hat wie du!
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