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G7 / Borbarad
- 38 (15.6%)
Königsmacher
- 13 (5.3%)
Jahr des Greifen
- 24 (9.8%)
Jahr des Feuers
- 12 (4.9%)
Bahamuts Ruf
- 21 (8.6%)
Phileasson-Saga
- 26 (10.7%)
Quanionsqueste
- 17 (7%)
Schleierfall + Schleiertanz
- 19 (7.8%)
Träume von Tod + Seelenernte
- 26 (10.7%)
Myranor-Fahrt
- 20 (8.2%)
Uthuria
- 12 (4.9%)
Simyala
- 16 (6.6%)

Stimmen insgesamt: 90


Seiten: [1] 2 3 ... 10   Nach unten

Autor Thema: [DSA] Feuersturm Aventurien (6/6) ((Youtube-Runde))  (Gelesen 41737 mal)

Frostgeneral

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  • 12. August 2015, 17:26:12
[DSA] Feuersturm Aventurien (6/6) ((Youtube-Runde))
« am: 12. August 2015, 17:26:12 »

    System:Das Schwarze Auge
    Zeitalter:1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen
    Heldentag:PRAiostag, HESindestunde (Sonntag, 17.oo)


    Technik:Fantasy Grounds II
    Teamspeak
    Heldensoftware
    Maptools

    Kapitel I - Unsagbare Tiefen
    Die Helden

    Meister:
                             Frostgeneral

    Die Spieler der Unsagbaren Tiefen:
      Spielername  |  Charaktername  |  Kultur  |  Profession 
       Bartolomäus | Achmad Chada al'Barq'ra ibn Nasreddin        |  Fasarer Tulamide    | Diener der Leuin
       Daru        | Yarlan von Schnattermoor |  Tobrischer Mittelländer    | Ritter
       Lucipherus        | Rommily |  Nordländerin    | Falknerin
       Nemeya        | Kiaras Karinor |  Al'Anfaner    | Sohnemann
       Schattenkanzler              | Efferdaios, Sohn des Praiokles        |  Zyklopäer    | gefallener EFFerd-Geweihter
    Halbgötter:
      Spielername  |  Charaktername  |  Kultur  |  Profession 
       j0nny | Rondrigo Orelio Coragon Ramirez        |  Thorwalscher Selemit    | Krieger
       Scafina              | Washa saba Drukani        |  Aranien - Oron    | Schlangenhexe
    Ehemalige:
       Avalia | Krolax Simiatreu |  Brilliantzwerg    | Geweihter der Simia
       Bartolomäus | Ragnar "Heldenmund" Drachentöter Ogilson        |  Thorwaler    | Geschichtenerzähler
       DaTimBo        | Brindijian |  Maraskaner    | Verwandlungskünstler
       Dominik | Tokahe Cante Tinza Hapa    |  Tocamuyacanischer Horasier        | Belhankaner Bewegungsmagier     
       J4NU5 | Kasim ibn Alam |  Tulamide    | Eis-Elementarist
       Nepolemo        | Gerrik Götterwill vBerg uvSee |  Mittelreicher    | Avesgeweihter
       Riankan | Padraigin Quent |  Mittelreicherin aus Riva  | Stoerrebrandter Sold-Magierin
       Tubalkain | Ulfrik von Rommilys |  Mittelreicher    | Stabsfähnrich zu Wehrheim




    Boron-Anger:
    U vRommilys verstarb heldenhaft bei der Erstürmung der Burg Sturzenstein gegen eine Überzahl an Feinden - Ruhe in Frieden
    G Götterwill vBerg uvSee ging in den Freitod um seine Kameraden zu retten


    Kampagnenverlauf

    Kapitel I
    Kapitel II


    • Stromschnellen
      • Schrecken in der Tiefe
      • Bleiche Gestalten
    • Der Alchimyst
    • Drei Millionen Dukaten
      • Gareth
    • Steinerne Schwingen
      • Schattenpfade
    • Blutige See
      • Seeadler-Linie
    • Jenseits des Lichts
      • Honinger Barden
    • Der Lilienthron
    • Pforte des Grauens
    • Zeit der Ritter - Theaterritter-Prequel
    • Blutige See
      • Gezeitenspinne-Linie
    • Chalwens Thron
    • Seuche an Bord

    Kapitel 1: Abgeschlossen





    Kapitel II - Feuersturm Aventurien


    Die Helden

    Meister:
                             Frostgeneral

    Die Spieler des Feuersturms:
      Spielername  |  Charaktername  |  Kultur  |  Profession 
       Daru        | Yarlan von Schnattermoor |  Tobrischer Mittelländer    | Ritter
       j0nny | Oemer        |  Tulamide    | Bettler
       Nemeya        | Kiaras Karinor |  Al'Anfaner    | Sohnemann
       Nikohieros        | Isarun von Spogelsen |  Tobrische Mittelländerin    | Pfeil des Lichts
       Olruk        | Abelmir ya Mhorenis |  Horasier    | Edelmann mit Zauberkraft
       Schoko              | Rafim ibn Canavar        |  Al'Anfaner    | Basaltfaust
    Halbgötter:
      Spielername  |  Charaktername  |  Kultur  |  Profession 
       Schoko              | Eldan Gorbas        |  Garether    | Leibmagier
       Bartolomäus | Achmad Chada al'Barq'ra ibn Nasreddin        |  Fasarer Tulamide    | Diener der Leuin




    Boron-Anger:
    EFFerdaios, Sohn des Praiokles - Ehemaliger Efferdi, Paktierer der tiefen Tochter - Verbrannte vor dem PRAiostempel
    Achmad aus der Sippe Nazreddin - Streiter der Leuin - Starb beim Heldenhaften Kampf vor der Insel Rulat am Schlund der CPT
    Torgosch Drachentöter - Xorloscher Elitekämpfer - Starb im Kampf gegen Rhazzazors Drachen an Bisswunden


    Kampagnenverlauf "Feuersturm Aventurien"

    • Blutige See
      • Gezeitenspinne-Linie
    • Strandgut
      • Chalwens Thron
    • Der Lilienthron
    • Seuche an Bord
    • Kreise der Verdammnis
    • Alptraum ohne Ende
    • Die Mission des Raspyrriz
    • Das Jahr des Feuers
      • Das kaiserliche Turnier
      • Herren von eigenen Gnaden
      • Der Untergang von Wehrheim


    geplante Abenteuer
    • alles rund um Maraskan
    • Blutige See 
    • Jahr des Feuers (( Buch I + III )) 
    •   Der Unersättliche
    •   Bahamuts Ruf
    • Seelenschatten
    [/list]
    « Letzte Änderung: 09. November 2018, 14:01:40 von Frostgeneral »
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    • 12. September 2016, 13:43:44
    Schmugglerjagd
    « Antwort #1 am: 12. September 2016, 13:43:44 »

    Schmugglerjagd

    15. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen

    Ankunft in Havena
    Zusammenkunft der Helden... Schmugglersuche!

    Rondrigo, ein Selemer Krieger, begleitete die junge Efferdgeweihte Effernora zu ihrer Weihe in den Süden - und kehrt gerade erst heim nach Havena.
    Gemeinsam mit der rothaarigen Lotsin und einem kleinen Zwerg sind wir auf dem Schiff unterwegs durch das Delta des großen Flusses.

    Die Lotsin brüllt, als sei es ihr eigenes Schiff - ohne Einspruch des Kapitäns - und dirrigiert die Flusslotsen sehr zum Erstaunen des Zwerges Kolax.
    Die Passagiere begaffen den komplizierten Einlaufeprozess in den Havener Hafen - hindurch durch die Untiefen der versunkenen Unterstadt, umgeben von geisterhaftem Nebel.
    Manchmal nur blitzen verkrüppelte Bäume und die Ruinen von Häusern wie die gebrochenen Gebeine eines alten Riesen durch die Wasseroberfläche, bis schließlich die Gebäude der Stadt selbst größer werdend näherkommen.

    Hier liegt alles vom Flusschiffer über den Hochseekahn und bauchige Transportschiffe bis zu exotisch anmutenden tulamidischen Zedrakken.
    Auf den Straßen prügeln sich Seeleute, und die Gruppe legt schließlich im Südhafen an...
    Große Lagerhäuser erwarten hier die Be- und Entladung der einlaufenden Schiffe durch große Kräne - Andenken an den Mechanicus Leonardo! - welche als Meisterwerk der Technik alle Fracht unmittelbar von den Decks der Schiffe in die Bäuche der großen Hallen verschwinden lassen.

    Die Lotsin übergibt schließlich das Kommando wieder an den Kapitän und wir sind eingetroffen: Südhafen, Havena. Eine Heldengruppe findet sich zusammen.



    Ein Zöllner untersucht uns und wir dürfen alle unsere Taschen auspacken. Tokahe erklärt den Zöllnern ausgiebig und freigiebig was es mit all seinen Utensilien auf sich hat.
    Mit dem Hinweis auf momentan laufende Immanmeisterschaften machen sich die Helden also über Leonardos Große Brücke auf ins Herz der Stadt und suchen nach einer Möglichkeit unterzukommen und sich vielleicht zu betrinken.
    An der Brücke bleibt der Zwerg stehen, beugt sich über die Brücke und brummelt etwas in seinen Bart, als ihr Höhe des Bauwerks und Wasser untenherunter auffallen:
    " Wisst ihr was das schlimmste an Brücken ist? "
    Ein umfassendes "Nein" vom Rest der Gruppe produziert ein grummeliges "Dass da Wasser untendrunter läuft..." vom Zwergen.

    Es beginnt eine Queste:
    > Als Gruppe ( der größeren Sicherheit halber und der höheren Professionalität wegen )
    > eine Heuer auf einem Schiff suchen
    > herausfinden wo man Leonardos Dinge anschauen kann
    > Des Zwergen Neugier befriedigen und die Archive besuchen
    > etwas zu Abend essen

    Einige Thorwaler legen an, und wir unterhalten uns ausgiebig über's Gyldenland während wir uns in Richtung der östlichen Stadt bewegen um dort die Museen zu besuchen und uns einige von Leonardos Wunderwerke anzuschauen.... als ein Kaufmann aus einer Gasse stolpert!
    Dieser wurde von einigen Thorwalern ( Fans der Premer Piraten Immanmannschaft! ) verfolgt wurde!
    Nach einer kurzen Konfrontation kann Tokahe aber - mithilfe der Ifirngeweihten und einer Einladung einen Humpen Bier gemeinsam zu trinken von Seiten des Zwergen - die Lage entschärfen!
    Kaum eine halbe Stunde in Havena und schon marschieren die neugefundenen Freunde in Richtung Immanstadion: Man will auf Bruderschaft trinken!

    Der Verfolgte stellt sich als Kontormeister der Familie " Vecushmar " heraus: Einer Familie von in Havena ansässigen Seidenhändlern! vielleicht eine Gelegenheit, anzuheuern?
    In der Nähe des Großen Rondratempels am HAL-Platz ( zu Ehren des Mittelreichischen Kaisers ) kommen wir zu einer Kneipe in welcher wir einkehren können.
    Allerlei Leute hängen hier herum: Abenteurer und Herumtreiber ( also solche wie wir! ), welche ihr Glück suchen, und Rechterhand neben dem Großen PRAiostempel ein Wachsfigurenkabinett und ein TRAviatempel der anderen Seite.

    Im ESCHE UND KORK kommen wir schließlich unter: hinter dem Thresen eine herausragend aussehende Elfe, welche wohl die Eignerin des Etablissements sein soll.
    Mit unseren neuen Freunden bekommen wir flott einen Platz im unteren Teil der Schänke und können dort heimelig unterkommen:
    Es wird gerade eine Messe abgehalten; bärtige Männer hocken hier... und werben an für eine Schiffsreise. Gerlion - unser Führer und Kontormeister - bringt uns in einen
    Besprechungsraum ( einen Stammtisch? ) wo uns die Elfe Thalionmel ( wie die Heilige! ) auftaucht um unsere Bestellung aufzunehmen.
    Ein kurzes Geschäker, Verhandlungen über einen Kuss und schließlich ein Klapps auf den vollen Arsch der Elbe sorgen unmittelbar für Freundschaftliches Zusammensein und ein Gefühl von Zu-Hause!

    Es stellt sich hier heraus dass das Handelshaus Stoerrebrandt anheuert und Leute sucht. Eine Ausschreibung,
    diese Ausschreibung in gleich mehreren Sprachen, preist an....:



    Schnell hat man in den Arbeitgbener des Kontoristen den man rettete potentielle Anstellung gefunden!
    Bier wird hingestellt und Rondrigo beginnt ein bisschen zu randalieren - aber das ist kein Problem.
    Wir beschließen, die Verhandlungen von unserem Zwergenfreund übernehmen zu lassen, weil der sich mit solchen Dingen einfach am Besten auskennt.
    Gerlion - den wir retteten - erzählt uns etwas von der Oase der 1000 Freuden. Das soll eine Schänke sein ( unter Raidri ibn Yussuf ) in der eine gewisse Vilai nach Hilfe ersucht.
    Wir suchen also: Vilai Vekushmar, welche die Tochter des Arbeitgebers sei.
    Die Elfe bringt schließlich unser Essen, die Thorwaler werden herauskomplimentiert: Wir können endlich essen und dann aufbrechen.

    In der Oase der 1000 Freuden
    am HAL-Platz treffen wir also schließlich die Bürgerliche Vilai ni Vecushmar, welche unsere Arbeitgeberin werden soll.
    Der Zwerg Krolax Simiatreu berichtet der potentiellen Arbeitgeberin gut ausgeschmückt von unseren bisherigen Abenteuern und schafft es offenbar sie davon zu überzeugen, dass wir nicht nur Vertrauensselig sondern auch noch Fähige Abenteurer sind.

    Hierbei lügen wir - dem Herr PHEx gefällig! - das Blaue von Alveran herunter.
    Unsere Arbeitgeberin schluckt brav alles was wir ihr darbieten. Eine Qualität, die ich in Mädchen zu schätzen weiß.
    Vilai berichtet uns vom Handel mit edlen Tuchen und davon, wie die Borbaradkrise die Handelswege versperrte.
    Die letzten Monde allerdings sei aus anderen Quellen Stoff auf die Havener Märkte gequollen: Heimlich geschmuggelte Waren.
    Mit diesem Schwarzen Markt der unversteuert in Havena gehandelt wird kann das Handelshaus Vecushmar nicht mithalten.
    Aus diesem Grund mag sie uns anheuern, auf dass wir diese kriminellen Machenschaften aufdecken und Vilais Haus retten.
    Krolax als Dienerin der Simia kann schnell Mitgefühl empfinden: Wir können uns dafür begeistern, der jungen Händlerin zu helfen.
    Der Zwerg als Professioneller steigt schnell in die Verhandlungen ein und schachert aggressiv: Sie bietet uns 2 Dukaten je Tag...

    Die Familie handlet mit:
    > Taft
    > Brokat
    > Samt

    welches edle Stoffe sind die nun geschmuggelt werden.

    Händler welche früher aufkauften:
    > Schneiderei Aradin hatte früher von Vecushmar gekauft, mittlerweile kaufen sie aber von einer unbekannten Quelle.
    > Krämerladen Imo Wolter hat nie bei Vecushmar gekauft, ist aber zwielichtig
    > Hafenmeisterei könnte über Zölle bescheidwissen ( und ob jene vielleicht zurückgingen kürzlich? )

    > Klinkenputzen an den Tavernen und  Schmuggler suchen.

    Die zwei EFFerdtempel:
    > Alter Tempel ( Hierher kommen Gläubige )
    > Neuer Tempel von Wind und Wogen ( hierher kommen Händler und dergleichen )
    ein Phextempel fehlt in Havena wohl.

    Unsere Bezahlung soll so aussehen:
    Als Gruppe ( 4 Mann ) sollen wir bekommen: 18 Dukaten pro Tag,
    3 Dukaten -> Nakila
    3 Dukaten -> Rondrigo
    3 Dukaten -> Tokahe
    3 Dukaten -> Krolax ( begleicht auch Kost und Logis )
    6 Dukaten -> " Gruppenkasse "


    Als Erstes wird der Schneider Aradin aufgesucht. Rondrigo untersucht die Umgebung, schnell vermutet man krummes Spiel.
    Schließlich wird die Ifirngeweihte geschickt, umd einige Kinder zu befragen und sie mit einem Hellerlein zu bestechen auf dass sie uns erzählen könnten, was hier vor sich geht.

    Wir sind dem Schmuggel auf der Spur! Rondrigo unser Tausendsassa lässt sich bald einen Eisenschläger und einen Korkball geben:
    Freundschaft mit den Kindern ( welche ihn ob seiner Größe und seiner Rüstung und seines Wappenrockes GROßARTIG finden ) ist geschlossen!
    Nakila steigt auf das Spiel ein, während Krolax und Tokahe am Spielfeldrand stehen bleiben und zuschauen. Zwar stört der Schneider zwischendurch die Verbrüderung, allerdings gelingt es Nakila mit ihrer Erzählung von Ifirns Geburt und der Besänftigung ihres Vaters, die Kinder für sich einzunehmen und ihnen die Götter näherzubringen.

    Eine kurze Unterredung später können uns die Kinder hoffentlich in Richtung der Schwarzhändler führen.
    Es geht einmal durch komplett Havena: Zunächst gen Westen, dann durch Hinterhöfe wo weitere Kinder Imman spielen.
    Die Kinder debattieren kurz, schließen sich aber endlich zusammen als große Investigatoren und führen uns weiter...
    Schließlich am Orkendorf vorbei nach Norden mit großer Entourage von Kindern! Diese bringen uns allerdings nur bis zur Krakeninsel, wo Kinderfresser leben sollen ( und dahinter der Fischerort ), wo schließlich die Unterstadt beginnen wird...
    Wir lassen die Kinder also an der südlicheren der beiden Brücken zurück und begeben uns auf die Krakeninsel. Rondrigo wirft eine Handvoll von einem dutzend Kreutzern die Straße zurück ins Stadtinnere, woraufhin die Kinder sich trollen...

    Nach der Beratung durch einen freundlichen Gardisten, der uns noch vorher abfing und dem ich ein halbes Dutzend Heller reichte, begeben wir uns also auf die Krakeninsel auf unserer Queste, Schwarzmarkt-Stoffe zu kaufen.
    Leider haben wir kaum eine Idee, wohin wir genau müssen... oder wo wir mit der Suche beginnen sollen. Es kommen uns einige finstere Gesellen entgegen...
    Quatsch über Dämonenschlachtprahlerei entkräften wir schnell, finden dann schließlich " FINNE ", einen Heringsverkäufer der uns einige Fische verkaufen mag, gleichzeitig aber wenigstens einige wenige Hinweise geben kann für unsere Recherche...


    Von dort geht es bis zur Garnison der Seekrieger - Gefasel von einem Bericht, an den wir leider nicht herankommen können - Der Mürrische Gardist schickt uns fort, und wir wandern die Insel entlang, bis wir auf die TSA-Kirche stoßen.
    Ich spende einen der drei Dukaten welche ich heute erhielt, und bete für eine Revolution der Gedanken und ein Umdenken bei Nakila. Krolax kann mit der Priesterin Tsas eine Unterhaltung über Simia, das Wesen der Götter und die persönliche Religion beginnen,
    während Rondrigo einige zielführendere Fragen stellt: Wir werden schließlich an die Efferdgeweihtenschaft verwiesen. Denn diese "... bekommen einiges mit, und Kronar Hochstädter ist eine der jüngsten Geweihten, und sie wurde gerade erst zur besten Schwimmerin des Jahrzehnts gewählt! " - Rondrigo fragt nach dem Opferstock und der Thorwaler legt zwo Silberstücke hinein.
    Eine halbe Stunde machen wir die Augen zu und genießen einen von der Tsapriesterin aufgebrühten Tee.



    Danach besuchen wir den Alten Efferdtempel (den für die Gläubigen: Der Neue Efferdtempel wird nur von den Händlern besucht!),
    Wir betreten den Tempel ( Einschüchternd und Mächtig! Man fühlt sich wie abgeschottet von der Welt! ) und kommen zu einem Springbrunnen. Hier sitzt der Herr Efferd umringt von Delphinen im Wasserspiel.
    Einige Efferdgeweihte verharren hier: Und Putzen Muscheln.
    Temelvorsteher Graustein unterbricht gnädigerweise seine Tätigkeit und heißt uns Willkommen.
    Wir erklären ihm unser Anliegen und fragen ihn aus nach dem Kurier für die geschmuggelten Tuche.
    Ein gewisser Kerl namens Tok besitzt die Pension "Flussdämon" im Südhafen: Dort treffen sich Seelotsen und Flusslotsen zum gemeinsamen Vollaufen lassen. Paragraph 11: Es wird fortgesoffen.
    Gerüchte über die Korruption in öffentlichen Einrichtungen sind offensichtlich übertrieben.

    Wir kommen zum Flusshafen, wo die Lotsengilden ihre Häuser direkt bei der Schänke "Flussdämon" haben, und wandern den Hafen entlang und beschauen die Schiffe welche hier anliegen.
    Der Besitzer der Taverne, dessen Namen wirklich " TOK " lautet, quatscht uns ein Ohr zu mit Gerüchten von denen wir die Hälfte garnicht hören wollten und die andere Hälfte nicht mehr vergessen konnten.
    Unsere Fragen inquirieren nach dem durchkommenden Schmuggler.
    Darauf meldet sich ein Lotse, ein alter Seebär, der und berichtet von dem Schmuggler: der habe wohl wartend auf dem Damm gestanden. Er sei von Norden gekommen... und auch dahin wieder zurückgekehrt.
    Von der Mitte des Bennain Damms, wo es am dunkelsten ist, hat er gewartet auf seinen Kontaktmann.

    Bingo.

    Das könnte unsere scharfe Spur sein: Lichtzeichen ( Dreimal Blinken ) von der Flusseite der Unterstadt, woraufhin der Schmuggler zwo oder dreimal zurück blinkte (Unklarheiten an dieser Stelle)
    Nach diesem Signalverkehr fand dann die Warenübergabe statt: Ein Boot kam aus dem Nebel gepaddelt und der Schmuggler empfing seine Heiße Ware...

    Beim Krämer Imo kann Tokahe erfolgreich einige Mibelrohre ersteigen, und wir bekommen wohl einige Namen heraus von Abnehmern der Schmuggelware.
    Was die Schmuggler ( " Nebelgeister " ) angeht, behauptet der Krämer eisern: Niemand habe sie je gesehen.
    Ein Ausheben des Abnehmers sei von geringer Erfolgsaussicht, weshalb man wohl bei den Schmugglern selbst und der Quelle ansetzen müsse. Wir erfahren, dass in der " SCHATZINSEL ", einer Taverne auf der anderen Seite der Großen Prinzessin-Emer-Brücke,
    beim Vergnügungsschiff Rethis und der Herberge Klabautermann... in der SCHATZINSEL jedenfalls könne man vielleicht Infos über die " Nebelgeister " erringen.
    Der freundliche Krämer zeichnet uns jene Lokationen auch direkt noch auf der Karte ein: Er gibt uns die Karte gar auf's Haus mit.
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:51:58 von Frostgeneral »
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    Frostgeneral

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    • 19. September 2016, 11:02:58
    Nebelgeister - Orkenspalter
    « Antwort #2 am: 19. September 2016, 11:02:58 »

    Nebelgeister - Orkenspalter

    15. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen


    Später Abend bricht herein, als die Gruppe über die Prinzessin-Emer-Brücke nach Süden auf dem Weg ist. Dort liegt der Stadtteil Feldmark;
    Gestank aus dem Gerberviertel und von verschiedensten Färbemitteln, gemischt mit den Ausdünstungen von Vieh; Hühner und Rinder sind ein allgegenwärtiger Anblick.


    Glücklicherweise verkürzt die Karte von Imo Wolter den Weg zur Schatzinsel. Das Wiedersehen mit einer vertrauten Gestalt steht an, es ist der gute Answin, den die Gruppe zuletzt in der Villa des Händlerhauses getroffen hat.
    Neben ihm ein hünenhafter Krieger mit Kapuzenmantel, ein wenig in die Jahre gekommen für einen Menschen. Das muss der Herr des jungen Answin sein.

    Hapa schaut sich immer wieder unruhig um und weist auf Answin hin, der sogleich auf die anderen zukommt. Der Gerüstete kommt heran und wirkt sehr ... gedrillt.
    Fast wie Krieger in der Schlacht mit dem Dämonenmeister. Die Haveneraner haben die beiden hierher geschickt.
    Die beiden kommen von einem Zeitungshaus, welches sehr treu zu Havena und Albernia steht. Sie wissen ebenso von den "Nebelgeistern", einer Gruppe von Schmuggeln aus Thorwal.

    Der dunkelhäutige Magier besteht auf ein Gespräch in der Taverne, was angesichts der Schmuggler in der Taverne unvernünftig erscheint. Eine kurze Diskussion entbrennt und Hapa möchte, dass wir trotzdem hineingehen.
    Der entgegenkommende Rauch verheißt einen Vorgeschmack auf die Lasterhöhle, die den Namen "Schatzinsel" trägt. Immanfreunde liegen, teils in ihrem eigenen Erbrochenen und es stinkt nach Sägemehl,
    menschlichen Ergüssen aller Art und Bierpfützen dienen allerorten als Futter für die Fliegen.

    Der Wirt ist ein wettergegerbter Fleischsack namens Waern und selbst Hapas grenzloser Optimismus findet schnell ein jähes Ende angesichts der Zustände, so dass die Helden die Schatzinsel schleunigst wieder verlassen.
    Answin belehrt zunächst Hapa, dass nur die Unterstadt, nicht aber die nähere Umgebung wirklich gefährlich ist. Eine Gruppe von Schafen umgibt die Gruppe, wird aber schnell weiter getrieben und die Helden begeben sich zurück zur Prinzessin-Emer-Brücke.

    Answin gibt Wissen über den Zusammenhang zwischen Hofmagier Galotta und die Prinzessin-Emer-Brücke zum Besten. Überall sind Fischerboote im Fluss zu sehen, die die Gunst der Nacht nutzen wollen.
    Nur wenige Leute sind hier und so wird Ulfrik von Rommilys - der Begleiter von answin -  über die vergangenen Erkundigungen der Gruppe in Kenntnis gesetzt.
    Erkundigungen sind gefährlich, weil die Nebelgeister die Erkundigungen sicher bemerken und gewarnt sind.
    Sein Vorschlag ist mit einer anderen Bande zusammen etwas gegen die Nebelgeister zu unternehmen.
    Ein anderer Gedanke ist, dass sich Hapa als Händler für Rauschkräuter ausgibt oder einen Händler dafür in Erfahrung bringt. Davon ausgehend besteht eine Verbindung zu einer der Banden Havenas.



    Und so überqueren die Helden die Gruppe, als eine erneute Diskussion aufkommt, warum es nun nicht in die Taverne der Nebelgeister geht.
    Answin - selbst ein Nandusjünger - erklärt, dass Imo Geweihter des PHEx ist und unter seinem Laden ein Sternenhort ist. Die Suche ist nach Zinken ist einen Augenblick im Gespräch und so wird die Suche nach einer guten Taverne fortgesetzt.
    Nach einem kurzen Halt vor der Zollbrücke, dieses Mal ohne Probleme mit dem Magier aus Belhanka, geht es weiter in Richtung Norden gen Hafenanlagen. Die Taverne Salzfass scheint der Ort der Begierde zu sein.

    Nach anfänglichen Überlegungen, wie es zu bewerkstelligen ist, geht die Gruppe gemeinsam herein und folgt dem grimmigen Ulfrik in die Taverne. Viele Leute stehen um Salzfässer herum, es ist bedrängt, aber wenigstens säumen keine Trunkenbolde das Bild.
    Spuren einer Keilerei, Blutspritzer und brüchiges Tongut, führen auf den Weg zu freien Fässern an einer Seite. Gespräche führen zu den Orkenspaltern, die ebenso eine Schmugglerbande sind.
    Eine Einladung aus Hopfen und Malz später gesellt sich Rondrigo wieder an den Tisch und Hapa murmelt irgendetwas von Elementen. Stille breitet sich wie ein Teppich in der Taverne aus und Leute verlassen eilig den Schankraum.
    Havena gebietet ein Arcanum Interdictum, Nichtzauberei außer zu Zwecken der Heilung, und selbst Hapa scheint im Anblick seines Fehlers ein erstes Mal demütig.
    In einer verriegelten Taverne wird das Gespräch mit den Orkenspaltern geführt. Die Nebelgeister sind dreiste Emporkömmlinge in der Stadt und müssen laut den Orkenspaltern Kontakte in der Hafenmeisterei haben oder mit den Mächten der Tiefe im Bund stehen.
    Sie wissen, dass deren Geschäfte über den Bennain-Damm laufen und des Nachtens. Außerdem wissen sie, dass die Wächter in den Schichten des Nachts stets wechseln, so dass sie alle bestochen werden müssen;
    ein weiteres Problem sind die Gilden der Seelotsen und andere Leute auf Booten, die unregelmäßig dort unterwegs sind. Und niemand bei den Orkenspaltern traut sich dorthin.
    Dann unterbricht die Stadtwache das Gespräch und die Helden verlassen die Taverne durch den Hintereingang.


    Hapa wird erneut belehrt, was seine Verfehlungen angeht. Die Helden erfahren von einigen Führern für die Unterstadt, die für ein geringes Handgeld dorthin fahren und diese zeigen.
    Die geldgierige "Hexe" Branwen, und zwei Leute aus der Schatzinsel, Bruidnich Quent und Ordhan Faic, sind diejenigen, die sie nennen können.
    Hapa bestätigt den Kauf von 5 Neckern für 340 Dukaten in vier Tagen, um sie aus der Gefangenschaft zu befreien. Und so senkt sich die Nacht mit der Rückkehr der Gruppe über die Stadt Havena.



    16. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen


    Am Morgen des 16 TRA gehen einige Helden am Morgen ihren Dingen nach:
    Körperliches Training, das Kochen einiger besonderer Waren oder einfach nur borongefälliger Schlaf. Im gemeinsamen Gespräch klären sie, was wichtig ist und sprechen über den Zuständigen der Expedition in die große See im Osten.
    Ulfrik, Nakila und Krolax machen sich nach dem Essen auf den Weg zur Anheuerung. Ulfrik erfährt von einem anwesenden Störrebrandt weitere Dinge über die Reise:
    Sie geht nach Perricum, dann nach Festum und ein gewisser Herr Sandström wird von dort in die Blutige See aufbrechen. Er ist unerfahren, hat aber unzähligen Gefahren der Unterstadt getrotzt und hat viele Erfahrungen auf dem westlichen Meer gemacht.
    Einzig der Abschluss an der Akademie von Havena spricht wirklich für ihn. Ulfrik wirkt mit dieser Entscheidung unzufrieden, weil er nicht erfahren genug ist. Nach kurzer Vorstellung sprechen sie weiter über den Status der Anwerbung und die Modalitäten der Besoldung.
    Hapa und Rondrigo erreichen derweil den PRAiostempel am Halplatz. Hapa legt sein Vergehen einem Geweihten des Götterfürsten dar, um Wissen über die Möglichkeit der Buße zu erfahren.
    Ihm drohen fünf Tage im Zuchthaus oder den Gang und Aufenthalt am Pranger. Außerdem soll er einen Eisenkragen tragen, um vor PRAios Buße zu tun.
    Nach ausführlicher Darstellung lenkt der Geweihte ein, den Eisenkragen für die edlen Motive zu erlassen, wollen die Helden doch eine Reihe von Schmugglerbanden in ihre Schranken weisen.


    Trotz einer entsprechenden Bitte möchte Nakila nicht mit den jungen Fähnrich zur See sprechen. So machen sich die drei Helden gemeinsam auf den Weg zu Toras ui Sandtröm.
    In militärischem Ton bespricht er mit ihm alles Weitere. Es geht um die Befähigungen und Titel der Helden und auch um das Geld, den täglichen Sold.
    Die Reise nach Perricum soll auf dem Landweg erfolgen, weitere Rekruten sollen in Gareth angeworben werden, ehe es auf der Reichsstraße gen Perricum gehen soll. Es soll in zwei Tagen losgehen.
    Außerdem soll die Reise der Helden mit den Dokumenten eines Herrn Caprici bis Gareth ohne eigene Kosten geschehen, wenn sie den Aufbruch versäumen.

    Rondrigo und Hapa sind derweil auf dem Weg zum Garether Tor im Osten. Der bärtige Hauptmann hört sich das Geständnis Hapas an und lenkt nicht ein, als sie ihm den Hintergrund darlegen.
    Die Strafe ist einigermaßen fest: Nicht mehr achtundvierzig, viel mehr sechsundvierzig Stunden am Pranger soll er abbüßen.
    Er lässt sich erweichen, die Strafe in mehreren Stücken abzubüßen und für die Ablieferung pro Schmuggler soll ihm ebenso Zeit am Pranger, jeweils fünf halbe Stunden, erlassen werden.
    Um die Strafe mit einfacher Kleidung und nicht in Magierroben büßen zu müssen, begibt er sich daher zum Schneider Aradin.
    Da er sich an den Magier erinnert, verlangt er Wucherpreise und weist ihn auf Nachfrage an einen Schneider weiter, der ihm ein teures Büßergewand verkauft.
    Große Teile der Gruppe treffen sich erneut am Pranger und begutachten den büßenden Hapa



    Am Abend wird der Magier Hapa wieder freigesetzt, seine Stunden quittiert und die Gruppe unterhält sich über die baldige Seereise.
    Nach der Ankunft in der Oase der 1000 Freuden, sprechen sie mit ihrer Auftraggeberin, Vilai. Sie wirkt nicht überzeugt von den Darlegungen der Helden, zeigt sich aber schnell von Ulfriks Versuchen der Überzeugung angetan.
    Nach Erläuterung, warum die Situation gefährlich ist und besser bezahlt werden sollte, willigt sie ein weitere zwei Dukaten pro Person zusätzlich zu zahlen.
    Somit bekommen alle Personen fünf Dukaten pro Person und es gehen weiterhin sechs Dukaten pro Tag in das Vermögen der Helden. Vor der Tür überreicht Hapa Rondrigo ein Goldstück für seinen Schutz und das Büßergewand.
    Es vergehen wenige Augenblicke, bis Ulfrik feststellt, dass sie sonderbarerweise bei der Verabschiedung von euren Göttern gesprochen hat und sich nicht der üblichen Formeln der Zwölfe bedient.
    Hapas Zweifel des Vortages werden erneut aufgegriffen und gehen mittlerweile sogar so weit, dass sie eine Konkurrenz zwischen anderen Vorgängen der Unterstadt und diesen Schmugglern vermuten.
    Ihr unselbstständiges Verhalten und ihre wechselnde Beziehung zu Geld bestärken den Verdacht nur noch einmal.
    Rondrigo spricht sich stark gegen Untreue gegenüber dem Auftraggeber aus, aber die Familie ist stadtbekannt und daher dürfte es leicht sein, allgemeine Informationen über die Tochter und ihre Eltern zu bekommen.
    Das Gespräch kommt erneut auf die Magie von Hapa und so beschließen alle in schweigender Androhung weiterer Strafen durch die Gebäude und Bewohner Havenas zu Esche und Kork zurückzukehren.
    Dort angekommen überlegen sie, wie diese Leute zu beobachten sind.

    Nachdem die meisten Helden nicht in Frage kommen, weil stocksteif militärisch, Robenträger oder Zwerge sind, wird Answin von Wehrheim, der ständige Begleiter Ulfriks von Rommilys rasiert und instruiert, diese Leute zu beobachten.
    Ulfrik und Krolax beraten sich, wie am besten an das Wissen über Belagerungswaffen in Havena gelangen kann, ehe die anderen dazukommen und über Zauberei und Alchemie im Kampf und in Havena beraten wird.
    Der Abend ist in den persönlichen Freuden der Helden geschenkt und so erhebt sich PRAios' Antlitz am Morgen des 17 TRA.


    17. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen


    Answins Beobachtungen der letzten Nacht vor dem Kontor der Familie der Auftraggeberin liefern ein wenig neues Wissen.
    Die Frau der Familie, Mialan, ist eine herrische, laute Dame und ihr Ehegatte Scartho der ruhige, schweigsame Gegenpart.
    Lediglich Gerlion ist einmal in jener Nacht zur Wechselstube der Albernischen Falken geschickt worden und soll von dort mit einem großen Beutel zurückgekommen. Dieser enthält laut Nachfrage allerdings nur Dukaten zur Bezahlung der Gruppe.
    Eine nächtliche Kletterpartie zu Vilais Zimmer zeigt den kargen Raum, der weit unter ihrem Stand und unangenehm ist. Es ist also nicht sehr wahrscheinlich, dass die junge Frau das Kontor für andere Machenschaften verlässt.
    Answins Einschätzung deckt sich mit unserer: Die Frau ist das, was sie vorgibt zu sein.


    Tokahe verlässt am Morgen die Gruppe, hinterlässt ihnen aber einige Blätter Gulmond, um sie des Nachmittags als Tee einzunehmen. Rondrigo begleitet Tokahe zum Pranger, während sich Ulfrik und Krolax auf den Weg zur Kadettenschule machen.
    An der Krakeninsel begegnen die beiden erneut Predigern des Untergangs und anderen verwirrten Menschen. An der Efferdschule angekommen versperrren zunächst Hafengardisten den Eingang.
    Nach Vorzeigen des Offizierspatentes und Fürspruch für Krolax betreten beide das Gelände.
    Militärisch eilige Ordnung herrscht allerorten vor und einige beeindruckende Erfindungen Leonardos sind zu sehen - beispielsweise ein den Seegang simulierendes, schwankendes Schiff.
    Durch die Erfahrungen Ulfriks mit dem Kasernenwesen und sein Ansehen gelingt es relativ mühelos Unterlagen über das Wesen der mittelreichischen Belagerungswaffen zu erhalten, ehe Ulfrik einige Dinge über den zukünftigen Kapitän der Gruppe in Erfahrung bringt.
    Man sagt über ihn, dass er ein solider, guter Mann ist, der Konflikte mit den Zyklopäern auf dem Wege der Verhandlung gelöst hat. Insgesamt eine vielversprechende Sache.



    Einige Zeit später wird Hapa von seinen Fesseln am Pranger befreit, alle haben ihren Gulmondtee getrunken und sind nun gemeinschaftlich auf dem Weg zur Auftraggeberin.
    Der Plan ist einfach: Mit Vilai sprechen, auf der Rückreise den starken Tee trinken und zum Wechsel der Tage auf dem Damm überwachen. Answin soll den Befehl erhalten.
    Der Besuch bei Vilai verläuft ereignislos und sie gibt den Helden ihr Handgeld samt des Zuschlages für die Gefahren der Unterstadt.
    Auf der Krakeninsel offenbart einer der Orkenspalter, dass sie erst einen Necker gefangen haben, den er in einem Sack mit sich herumträgt. Glücklicherweise ist ja noch zwei Tage Zeit.
    Der Bennaindamm vor den Helden zeigt in der Dunkelheit einladende Böschung und ist weitestgehend still, wenn man von den entfernten Schreien der Offiziere in der Kadettenschule absieht.
    Der Nebel tut sein Übriges Sumpf und trügerische Übergänge zwischen Land und See zu verbergen. Die Gruppe verbirgt sich hinter einer kleinen Gruppe von Gebäuden aus Holz und Büschen, um das Nahen des Schneiders Aradir zu erwarten.
    Schließlich ist es so weit: Er kommt, trägt graue Kleidung und zieht einen kleinen Handkarren hinter sich her. Eine kurze Diskussion wegen der Zauberei Hapas entbrennt, resultiert in einem Tritt gegen das Knie, doch Hapa zaubert weiter; Ulfrik hält ihm daraufhin den Mund zu.
    Tokahe lenkt ein und hält für den Augenblick inne.

    Plötzlich durchbricht Licht die Dunkelheit. Der Schneider Aradin sendet Lichtzeichen und Unruhe bricht aus.
    Alle erheben sich und versuchen die Situation zu erfassen. Der Plan ist einfach: Im richtigen Augenblick zum Händler laufen, die Schmuggler und ihre Waren in Gewahrsam nehmen.
    Wenige Augenblicke herrscht Stille, bis das Geräusch der Ruder verklingt und das Boot anlandet.
    Dann läuft die Gruppe los. Der Magier Hapa scheint für einen Augenblick der schnellste zu sein, doch durch die Magie des Axxeleratus beschleunigt ist Rondrigo deutlich schneller am Ort des Kampfes.
    Ein einziger Streich genügt den Händler zu befrieden, während Hapa mittels der Magie des Motoricus ein Ruder im Wasser versinken lässt.
    Ein Bolzen und ein eleganter Stich durch Schmugglergedärm verringern die Zahl der Schmuggler, ehe die übrigen sich ergeben.
    Aus der Pension Flussdämon kommen bereits gegen Kampfende erste Personen mit schweren Schritten. Zwei Schmuggler werden übergeben, einer ist gefressen und einer lauscht nun den Klängen des Nirgendmeers.

    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:52:38 von Frostgeneral »
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    • 27. September 2016, 15:40:21
    Tief in der Unterstadt
    « Antwort #3 am: 27. September 2016, 15:40:21 »

    Reisebericht des ksl. Leutnants der Kavallerie Ulfrik von Rommilys
    Tief in der Unterstadt

    18. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen

    Wir schreiben den Tag nach der Entdeckung und Aushebung der in Havena ansässigen Schmugglerbande, genannt “Die Nebelgeister”, auf dem Bennain-Damm in Havena.
    Waibel Ludovigo von der Havenaer Stadtgarde (-Bei Gelegenheit Belobigung anregen-) handhabte die Situation höchst professionell und kooperierte ohne große Fragen.
    Die Situation wurde zwar durch die Anwesenheit des undisziplinierten Adeptus erschwert, doch in der Gesamtheit lässt sich die Operation als Erfolg bezeichnen.
    Das in der vergangenen Nacht gefundene Amulett, es trug sehr eindeutig die Form eines stilisierten Kraken, gibt mir allerdings dennoch Rätsel auf.
    Die Kirche des EFFerd, vertreten durch den ortsansässigen Tempel, wurde zwar zum Konzil herangezogen, doch selbst der befragte Geweihte konnte nur Gerüchte vorweisen, welche sich auf einen angeblichen Götzenkult in der alten Unterstadt bezogen.
    Der Geweihte erörterte es gebe möglicherweise einen Kult, offensichtlich mit einer Verbindung zu den Nebelgeistern, welcher in der Unterstadt ein Wesen mit dem Namen “Yo’Nahoh” anbeten könnte, das eine Verbindung zur tiefen Tochter aufweist.

    Die erste Nachricht des Morgens überbrachte uns der Kapitän unserer kommenden Expedition.
    Er berichtete uns von einer Verzögerung einer Lieferung wichtiger Güter, welche die Abreise um zwei Tage, bis auf den 19. TRAvia, verzögern würde.
    Doch wesentlich interessanter, so bin ich geneigt zu behaupten, gestaltete sich das Zusammentreffen mit zwei weiteren Mitgliedern unserer zukünftigen Expedition.
    Es handelte sich um zwei Frauen, eine von ihnen offensichtlich eine Magierin, welche ebenfalls Teil der Mannschaft sein würden.
    Auch der obligatorische Konflikt aufgrund des unflätigen Verhaltens unseres zauberischen Gefährten gegenüber der anwesenden Damen blieb nicht aus (Memo: Eventuell in der Zukunft disziplinarische Maßnahme in Betracht ziehen), doch in Gesamtheit schien das morgendliche Treffen ein Erfolg gewesen zu sein.
    Neben den ausstehenden Soldverhandlungen für Tokahe, Rondrigo und Krolax, welcher tatsächlich in Wahrheit ein Geweihter des INGerimm, oder seines zwergischen Äquivalents, zu sein scheint, war die wertvollste Information des Frühstücks wohl jene der Zauberin Pandraijin über die Kreatur namens “Yo’Nahoh”, welche sich tatsächlich in der Unterstadt aufhalten soll. (Klarstellende Notiz: Die Kreatur, nicht die Zauberin, hält sich in der Unterstadt auf!)

    Als wir die Informationen des Geweihten “Graustein” im Tempel des EFFerd einholten wurde uns bekannt gemacht, dass auch die Schmuggler selbst, obgleich in keiner Weise magisch begabt, offensichtliche Male in Form des selben Kraken trugen, welcher auch das Amulett zierte.
    Zusätzlich wurde uns die Nachricht überbracht, dass die Schmuggler sich selbst durch den Strick richteten, was eine Befragung unglücklicherweise unmöglich macht.
    Unsere Überlegungen tendierten jedoch ab von einem Freitod zum Entgehen der Strafe hin zu einem Ausweg vor einem Verhör, bei welchem möglicherweise weitere Informationen an PRAios Licht gekommen wären, die einen größeren Kult zu Tage gefördert hätten.
    Daraus resultierte die Entscheidung einen Führer für die Unterstadt zu beauftragen, um mögliche Versammlungsorte eines Kultes ausfindig zu machen und so einen Anhaltspunkt zum Aufenthalt eines Anführers zu finden.
    Seine Gnaden Graustein stieß uns auf einen Mann namens Ordhan Faic, welcher von EFFerd geküsst und sehr erfahren in der Unterstadt sein soll.
    Auch wurden zwei weitere Glücksritter erwähnt, namentlich Branwin, eine angebliche Hexe, sowie Bruidnich Quent, der etwas jünger aber ebenfalls erfahren sein soll.
    Unsere erste Anlaufstelle bildete Branwin, da sie sich unmittelbar in Nähe des Tempels des EFFerd auf dem Fischmarkt aufhielt.
    Nachdem Tokahe die Verhandlungen konsequent zum scheitern brachte entschied ich, ihn auf dem Fischmarkt zu belassen und die restlichen Verhandlungen zu führen, um ein solches Fehlschlagsrisiko nicht noch einmal einzugehen.

    Auf der Krakeninsel ereignete sich jedoch ein Zwischenfall, der unseren Weg vorerst unterbrach.
    Offensichtlich waren die Leichen eines Mannes und einer Frau, wie sich später herausstellte die Stadträtin Vecushmarund ihr Ehemann, Eltern unserer ursprünglichen Auftraggeberin, am Ufer angespült worden.
    Meine Entscheidung war die offensichtliche, die Tochter der Toten musste unbedingt verhört werden, da die Vermutung nahe lag, dass meine initiale Verdächtigung doch der Wahrheit entsprach.
    Wir suchten das Kontor auf und ich beschloss, dass ein Gespräch von Frau zu Frau die angessenste Art der Nachrichtenübermittlung wäre, so dass ich in der Lage war, die Situation aus genügender Distanz zu beurteilen.
    Als wir das Kontor erreichten war bereits die Stadtwache vor Ort, jedoch zur Aufnahme eines Vermisstengesucht und nicht zur Überbringung einer Todesmeldung.
    Unserer Planung gemäß überbrachten wir die Nachricht, doch die erwartete Erkenntnis blieb aus, da die Reaktion der Kauffrau entgegen aller Erwartungen ausgesprochen glaubwürdig wirkte.
    Da durch diese Tatsache die Vermutung nahe lag, dass die ohnehin gesuchten Schmuggler der Grund für das vorzeitige Ableben der Toten waren, behielten wir den ursprünglichen Plan bei und suchten die verbleibenden Führer für die Unterstadt in der Taverne Schatzinsel auf.
    Die Verhandlungsstrategie belief sich dabei auf einen direkten Vergleich, um ein möglichst gutes Angebot herauszuwirtschaften.
    Beide Skipper billigten uns einen Transport zu, wobei sich der Preis auf 1 Golddukate pro Boot belief und ich beschloss, dass ein Aufbrechen bei Tag die klügste Entscheidung wäre, da ein Erkunden bei Licht ertragreicher und durch die regelmäßigen Fahrten nicht zu auffällig sein würde.
    Ohne Einwilligung der Resteinheit heuerte der Zauberer außerdem die angebliche Hexe Branwin an, welche er selbst mit 10 Golddukaten zu entlohnen gedachte.
    Eine Strategieplanung ergab eine Aufteilung von zwei Beobachtern und einem Skipper pro Boot, um möglichst viele Teile der Unterstadt in kurzer Zeit erkunden zu können.

    Die Fahrt durch die Unterstadt war aufgrund des Nebels zuerst nicht sehr erträglich, da die Sicht fast unterhalb einer Armlänge lag und keinerlei Möglichkeit einer Inspektion gegeben war.
    Zusätzlich wurde die Manövrierfähigkeit der Flöße durch einen Schwarm Haie eingeschränkt, so dass wir die allgemeine Untersuchung abbrachen und direkt die genannte Stelle ansteuerten, welche für einen Kultort in Frage käme.
    Doch die Reise wurde unvermittelt unterbrochen, als eine selbst die Haie bedrohende Kreatur sich uns näherte, so dass wir auf einer Insel anlanden und eines der Boote an Land retten mussten, um die Reise an einer anderen Seite der Insel fortzusetzen und unser Ziel trotz der Bedrohung pflichtbewusst erreichen zu können.
    Unser Ziel war in jedem Fall eine richtige Spur, denn schon während des Anlegens konnten wir einen ungeheuren Gesang vernehmen, der die Geräusche des Meeres überschattete.
    Wir beschlossen, die leerstehenden Gebäude zu unseren Gunsten zu nutzen, um uns den offensichtlichen Kultisten unbemerkt zu nähern, doch [diese Stelle wurde offensichtlich geschwärzt].
    Sogleich entbrannte ein heldenhafter Kampf den wir trotz merklicher Unterzahl dank überlegener Taktik und Kooperation für uns entscheiden konnten und von dem ich selbst behaupten kann, der Feinde fünf niedergestreckt zu haben!
    Doch schnell genug waren wir dennoch nicht, denn mutmaßlich gelang es dem Anführer der Kultisten eine Seeschlange zu rufen, welche den Angriff auf uns eröffnete.
    In Zusammenarbeit mit der Kraft unseres Magiers gelang es mir, die Schlange lange genug abzulenken, um meinen Gefährten die Flucht zu ermöglichen, so dass wir zurück nach Havena einschiffen konnten.
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:53:01 von Frostgeneral »
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    • 17. Oktober 2016, 20:33:21
    Der große Fluss
    « Antwort #4 am: 17. Oktober 2016, 20:33:21 »

    Aus dem Tagebuch von Danjida Rogel
    Der große Fluss

    19. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen - Mitten in der Nacht

    So standen wir nun auf dem Banaindamm, es war mitten in der Nacht. Müde und geschafft von den Geschehnissen in der Unterstadt machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft. Angekommen waren wir wohl alle zu müde, um noch etwas zu essen und zu trinken, zumindest nehme ich es an, machte ich mich mit dem wertern Herrn Ulfrik auf den Weg in unsere Unterkunft während die anderen Esche und Kork betraten. Müde lies ich mich auf mein Bett fallen und es dauerte nicht lange, da war ich auch schon im Reich der Träume versunken.

    19. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen - Markt-Tag

    Am frühen Morgen, nach dem Aufstehen, trafen wir uns alle wieder zum Frühstück in Esche und Kork. Der werte Ulfrik schien eine recht unruhige Nacht gehabt zu haben, zumindest war seine Laune nicht bester Natur. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu Vilai, um uns von ihr zu verabschieden und unseren Sold abzuholen, der werte verhüllte Krieger hat sogar noch einen kleinen Bonus für die Reisekasse der Gruppe heraus gehandelt, ehe wir uns dann gen Flussdampfer drehten.

    Auf dem Weg trafen wir auf ein Gruppe von Jungen, die mit zwei Hunden spielten, offenbar kannten die anderen die Jungen. Der werte Tokahe nahm einen der kleinen Welpen auf den Arm und wollte den Kindern den Hund abkaufen. Nach einer kleinen Diskussion einigte man sich auf den Namen Rohal für den Hund, dessen erste Tat es war, dem Magier über die Robe zu pinkeln. Ich bezweifle noch das es gut war, die armen Kinder mit Gold und Silber zu bezahlen und kann nur hoffen, das man ihnen glaubt, das sie das Geld geschenkt bekommen haben. Nachdem wir dann noch das Gepäck von Tokahe und das Pferd von Ulfrik geholt hatten gingen wir zum HESindetempel, um dort weitere Bücher abzuholen. Ich möchte ja nicht sagen, das die Leute hier chaotisch sind, aber gut organisiert ist etwas anderes.

    Mit taten schon die Füsse weh, als wir endlich am Hafen ankamen und wir uns nach dem richtigen Schiff erkunden konnten. Scheinbar waren wir die letzten und man wartete schon auf uns, zumindest werte ich den finsteren Blick des Kapitäns in diese Richtung. Für mich und vielleicht auch für ein paar andere von uns ist dies wohl die erste Flussfahrt, hatte ich doch den Weg von Gareth bis hier zu Fuß zurück gelegt. Schon bald zog ein relativ dichter Nebel auf, der an die Unterstadt von Havena erinnerte, manch einen beschlich vielleicht ein etwas ungutes Gefühl bei dem Wetter. Nach einer Weile kam der Kapitän zu uns, um mit uns zu ergründen, welche Aufgaben wir wohl übernehmen könnten.

    Padraigin bot sich an, das Schiff und seinen Kapitän mit ihren Zaubern in einem eventuellen Kampf zu unterstützen. Weiterhin stellte sie es frei, das sie für Wind in den Segeln und stets ungiftige Nahrung zu sorgen.

    Auch Tokahe bot seine Zauber an, womit er Leute heilen könnte, Dinge mittels Geisteskraft schweben zu lassen, er können ebenso auch Feinde zu Freunden zu machen oder Gegenstände zu verzaubern.

    Ich selber bot an, in der Kombüse auszuhelfen oder die Planken zu schrubben, stets für gute Stimmung mittels Tanz und Gesang zu sorgen und bat darum, das man mir evtl doch auch zeigen möge, wie man rudert oder Segel setzt.

    Rondrigo stellte seine kämpferische Fähigkeiten unter Beweis und bot an, diese auch einzusetzen, sollte es zu einem Kampf kommen, er würde es zu verstehen wissen, die Leute gut zu führen.

    Unser Ulfrik wird wohl als erste Offizier fungieren und dem Kapitän so gut wie möglich helfend zur Seite stehen.

    Noch am gleichen Abend bekamen wir eine erste Lehrstunde im Bereich Seefahrt und Schiffskunde. Auch Flaggen wurden uns erklärt.

    Nach einer Weile klärte sich der Nebel etwas auf und wir konnten zwei Delphine im Fluss vor uns sehen, was von allen als gutes Zeichen gewertet wurde, insbesondere die Thorwaler an Bord sahen die als ein Zeichen ihres Gottes.

    Nach dem Essen, bei dessen Zubereitung ich dem Smutje über die Schulter schauen konnte, hatte ich etwas Zeit, die Leute zu beobachten. Rondrigo sprach mit einer überaus hübschen Dame, die offensichtlich nicht von hier stammt und ihrem Begleiter, welche etwas über das Deck hüpften und sich dann gegenseitig traten. Kurz unterhielten sich die drei.

    20. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen

    Wir sind am Abend in Kyndoch angekommen und bekamen für den Abend frei. Als wir anlegten konnten wir kurz eine Gesellschaft erblicken, wohl eine Hochzeit, wie es aussah, denn die Gesellschaft wurde von einer Traviageweihten begleitet.
    Nach kurzer Nacht in einem der Gasthäuser - vorherigen Einkäufen seitens des Zwergs - wollten wir wieder ablegen.
    Des Morgens fehlte jedoch der Junge Erbe aus Wehrheim, Answin ist verschwunden... alles deutet bisher auf eine Entführung hin.
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:53:33 von Frostgeneral »
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    • 23. Oktober 2016, 16:44:31
    Re: [DSA 4.1] Unsagbare Tiefen (6/6)
    « Antwort #5 am: 23. Oktober 2016, 16:44:31 »

    Bleiche Gestalten

    21. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen

    Ausschnitt eines Briefes nach Hause , verfasst von Adepta Minor Padraigin Quent aus den Reihen des Stoerrebrandt-Kollegs zu Riva

    .....

    Wie auf dem vorigen Bogen schon beschrieben , werter Vater, verschlug es uns also nach Kyndoch. Den Abend dort zu verbringen war .... unterhaltsam. Thorwaler in großer Zahl, obwohl man sich ja erzählt, dass sie eigentlich den großen Fluß nicht sonderlich gut oder gern befahren würden. Stellt sich mir die Frage, ob die Sagen vom Flußvater , die ich seinerzeit gelesen habe, alle nur Humbug sind  oder ob es etwas Anderes damit auf sich hat. Vielleicht sind die Mitglieder der hiesigen Ottajaskos ja auch nicht mehr in den Fluß eingeschlossen, weil sie nicht plündern oder dergleichen ?
    Im Grunde weiß ich es nicht und es konnte mir auch niemand genau erklären.  Aber nun ja. Wir unterhielten uns , wie man das eben tut, mit allerlei Umherwandern, einem Besuch auf dem Markt und schließlich der Bettruhe.
    Das Haus "Zum Flußvater " kann ich wirklich nur empfehlen, falls Mutter und Ihr jemals in Kyndoch unterwegs sein solltet. Zwar liegt es nah am Hafen, aber die Betten sind sauber, die Zimmer gepflegt und man kann nächtigen, selbst wenn unten gefeiert wird. Außerdem treibt sich oben kein seltsames Volk auf dem Gang herum.

    Aber nun gut. Eigentlich wollten wir am Morgen des 21. Travia wieder aufbrechen. Dummerweise war unserem werten Ulrik sein Mündel oder wie auch immer er genau zu Answin stehen mag, verloren gegangen. So kann man es wohl ausdrücken. Während wir uns alle auf dem Deck sammelten und abreisefertig waren, war von Answin nichts zu sehen. Der  werte Ulfrik tat daraufhin etwas, was man eigentlich keinem Ross zumuten sollte, wenn du mich fragst, schwang sich auf sein ruhig an Deck verharrendes Tier, wirklich gut ausgebildet, die treue Seele, und gallopierte den Landesteg hinab und dann am Kai entlang. Kann man sich das vorstellen ?!
    Einfach das Ross den schmalen , wippenden Holzsteg hinab zu jagen ?  Es hätte sonstwas passieren können ! Aber das tat es, Phex und Hesinde sei Dank, nicht.
    In  jedem Falle erwies es sich, dass Tokahe, dieser Paradiesvogel von einem Belhankaner, es natürlich nicht versäumte, sich sofort dem Kapitän zuzuwenden und sich heftigst gestikulierend und wahrscheinlich dem Welpen, von dem ich schon schrieb, in seiner Robe durch die Bewegung Übelkeit verursachend, damit zu befassen den guten Meister Sandström davon überzeugen zu wollen, dass wir ja nicht ohne Answin fahren könnten. Man hat ihn beinahe übers gesamte Schiff gehört, sodass auch nicht verborgen blieb, dass er kurzerhand, kann man sich das vorstellen, einfach in des Stoerrebrandters Kajüte platzte. Aber immerhin war er klug genug, dort sofort den Rückzug anzutreten und dann nur noch den bemitleidenswerten Kapitän zu belästigen.
    Der ihm wohl schließlich mitteilte, dass der junge Answin zwar nur ein Fahrgast und nicht wie wir  Anderen, angeheuertes Mannschaftsmitglied sei, aber man dennoch bis zu drei  Tagen warten und die Abreise verzögern könnte.

    Das sollte uns reichen, befanden wir und machten uns sogleich mit allem, was wir für nötig hielten, auf den Weg, um zu sehen, wo Ulfrik und Answin geblieben wären und was wir wohl tun könnten, um Letzteren aufzuspüren. Mein persönlich belustigendstes Erlebnis dieses Morgens war allerdings, wie Ihr Euch, da Ihr mich ja zur Genüge kennt, vorstellen könnt, als Tokahe seinen wieder einmal entwischten Welpen einsammelte und diesen zu küssen begann, wie es wohl seine Art ist. Kurz nachdem der kleine Rohal in all seiner Niedlichkeit begonnen hatte die Pferdeäpfel zu verspeisen, die Ulfriks Ross hinterlassen hatte. Es war ein herrlicher Anblick wie sich sein Gesicht verzog, als ich ihn darauf hinwies, dass er nicht schnell genug gewesen war, seinen kleinen Robennässer davon abzuhalten, die Hinterlassenschaften zu verspeisen und die Küsse hoffentlich gemundet hätten. Garstig, wird die Frau Mutter sagen, aber Ihr wisst ja nun, dass ich hin und wieder nicht anders kann und damit ganz nach Euch schlage, wie Ihr immer sagt.

    Nun je... in jedem Falle fanden wir Ulfrik wieder , der grade auf seinem Rückweg einen Schauermann , der voll beladen am Kai lang schritt , einfach von selbigem hinab ins Wasser stieß und noch darüber fluchte, dass er ihm doch aus dem Wege gehen sollte... wirklich rücksichtslos, sage ich Euch! Erst Recht, wenn man bedenkt, dass dieser Aufschneider sich auch noch nach einem Helden benennt ! Ein besseres Benehmen wäre wirklich wünschenswert! Aber es kann ja nicht jeder eine gute Kinderstube wie die mein genossen haben, die ich Eurer und Mutters Fürsorge verdanke.
    Wirklich bedauerlich, aber hin und wieder auch amüsant. Ebenso wie der verbale Difar, der Tokahe bei dem Anblick zu packen schien, wo er doch wie eine Hummel auf der Suche nach dem letzten Honigtropfen losjagte und Ulrik damit belästigte , dass er ja seine Aufsichtspflicht vernachlässigt hätte.
    Ich sage Euch, Vater, wenn es den Bösen Blick in unmagischer Form gäbe, so hätte Ulrik ihn in allergrößter Vollendung in diesem Moment genutzt und Tokahe damit zu Boron gebracht. So allerdings war es einfach nur ... naja,..... ein ausgesprochen grimmiges Gesicht, dass er machte.
    Dass er uns nebenbei noch davon zu unterrichten gedachte, dass wir alle mitverantwortlich wären und inhaftiert würden, wenn wir Answin nicht finden würden... war ein wenig lächerlich , wo doch nicht nur seine Gnaden Krolax zu wissen schien, dass diese Worte Unfug waren. Aber wir verwiesen lediglich darauf, in Anbetracht der Tatsache, dass UIfrik ja durchaus in Sorge schien, dass er sich solcherlei Drohungen doch ersparen sollte, weil wir ohnehin helfen wollten, den Jungen zu finden.
    Ich sage Euch, hin und wieder frage ich mich, warum solche Leute es immer nur gleich mit Drohungen und Grobheiten versuchen müssen statt einfach freundlich zu fragen, das ist mir ein Rätsel....

    Nun ja, sei es wie es sei..
    Wir berieten kurz, wie wir Answins Spur am Ehesten aufnehmen könnten und beschlossen, dass man sie einfach rückwärts verfolgen sollte. Also mussten wir sie aber immernoch erst einmal finden, denn ohne Fährte keine Jagd , wie man ja weiß. Seine Gnaden kam nun auf den rettenden Gedanken, dass es überall in der Stadt ja Wächter und somit wohl auch Nachtwächter haben sollte und wir dort doch einfach nachfragen könnten. Also machte man sich auf, ebendies zu tun. Dass ich diese Zeit nutzte , Ulfrik darüber zu belehren, dass nun einmal Schauerleute oftmals so beladen sind, dass sie nicht vor sich schauen können und man in der Regel Rücksicht nehmen sollte, schien Tokahe sich wieder mit irgendeiner Form von Erziehungsmaßnahme aus dem Süden einmischen zu wollen. In jedem Falle waren Ulfrik und ich kaum miteinander fertig, als der Collega sich zu ihm begab und etwas plappert, um dann unverhofft kräftig zu klopfen oder eher zu stoßen. Ulfrik für seinen Teil wich der Bewegung allerdings recht elegant aus, sodass es den verschleierten Rondrigo traf, der davon weit genug überrascht wurde, dass er seitlich vom Kai fiel und im Wasser landete. Mitsamt der schweren Rüstung und allem!
    Er sah auf jeden Fall nicht aus, als würde das Schwimmen leicht fallen und der Kai ist glatt und nicht einfach zu erklimmen. Während wir noch alle ungläubig starrten, bekam ich den kleinen Rohal in die Arme gedrückt und Tokahe, von schlechtem Gewissen über seine Unvernunft geplagt, sprang hinterdrein, um zu helfen. Was erst einmal so aussah , als würden sie nun beide ertrinken....
    Da die Beiden ja nun an dieser Stelle nicht herauskommen würden und wir kein Seil zur Hand hatten, händigte ich Seiner Gnaden, der dank der zwergischen Herkunft ja schon einiges kräftiger sein sollte als meinereiner, meinen Stab aus, an welchem sich die Herren sodann halten konnten , bis wir sie aus dem Wasser bekommen hatten. So bestand immerhin nicht die Gefahr, dass sie währenddessen einfach absaufen würden wie ein paar Ratten bei Kanalschwemme.... Entschuldigt den Ausdruck.

    Sobald sie wieder auf festem Boden waren, musste man seine Gnaden von dem verständlichen Wunsche abhalten, dem Collega , im Volksmunde gesagt: eins überzubraten. So wechselten Stab und Hund wieder die Besitzer und Rondrigo, der wirklich ein wundervoll anzusehendens Gesicht besitzt , das er unter dem Schleier verbirgt, wie man kurz sehen konnte, beteuerte, dass es nicht schlimm sei und ja nichts passiert wäre und es Wichtigeres gebe als zu zürnen. Die Suche nach Answin beispielsweise...
    Auf dem Wege zum Gasthaus erklärte Krolax, Verzeihung, natürlich Seine Gnaden, nachdem die Aufregung sich gelegt hatte, dass er dem Alchemisten eine Ausrüstung hätte abkaufen können. Wir müssten sie nur später abholen. Das ist wundervoll, denn wie Ihr wisst, lieber Vater, sind wir so in der Lage, die Mannschaft mit mehr Wundpulver, Salben, Tinkturen und eventuell auch einigen weniger heilsamen , aber auf Feinde zu verwendenden Dingen zu versorgen.
    Beim Flußvater angelangt machten wir uns daran, uns dort umzuhören, während Seine Gnaden und der Collega sich auf den Weg zur nächsten Wachstation machten, um dort nachzufragen, ob man etwas über Answins Verbleib wisse.
    Wir Anderen konnten uns derweilen betrachten, was nach einer Nacht des Feierns über bleibt und sahen eine Menge Thorwaler, die einfach noch weitertranken, weil es ja bereits wieder hellichter Tag war...

    Derweilen die beiden Herren unterwegs waren, konnte Rondrigo die Zeit nutzen, um sein Gepäck zu sortieren und den Verlust seines Wundpulvers zu bedauern. Später sollte er von Seiner Gnaden Ersatz bekommen. Das verdorbene Spielkartenset allerdings kann man wohl als Verlust bezeichnen.
    Ulfrik versuchte derweilen, etwas über Answin herauszufinden , indem er demjenigen, der ihn lebend wieder brächte oder nützliche Informationen hätte,  zwei blitzende Dukaten versprach. Es brachen zwar einige Thorwaler auf, aber wirkliche Ergebnisse versprach sich davon keiner von uns. Der Wirt hingegen schien schon eher ein Quell der Hilfe und berichtete Ulfrik von einem leicht abgerissen wirkenden Offizier oder Soldaten, der sich wohl für Answin interessiert hätte. Er habe ebenfalls nach ihm gefragt. Was uns natürlich beunruhigte , denn wer solte schon nach einem von uns fragen?
    Er wusste außerdem zu berichten, dass es sich bei dem Manne wohl um eine Windhager handeln müsste, da er die Götter benannte , wie ebenjene es tun. Danach befasste er sich mit einem Thorwaler und dessen Rauswurf, damit er nicht das Randalieren beginnen möge und nun ja... ich war froh, dass ich mein Bier in einem gründlich eingespuckten Krug an Seine Gnaden abtreten konnte, sobald er und der Collega wieder eintraten.
    Vorher erfuhr ich allerdings auf mein Nachfragen noch, dass Rondrigo seine ansprechenden Züge vor allen Dingen deswegen hinter einem Schleier verberge , weil es in seiner Heimat so Sitte sei. Eine seltsame Tradition ,wie ich finde, aber jeder, der die Traditionen der Heimat ehrt, sollte mit Respekt behandelt werden. Meine Neugierde war gestillt, Rondrigo erhielt ein paar aufmunternde Worte, dass er das sicherlich schaffen würde oder im Zweifelsfalle immerhin der Wille zählt.

    Seine Gnaden und Tokahe konnten derweilen berichten, dass Answin wohl jemanden in der Gaststube "Mohagonibaum" getroffen habe. Dass Rohal zwischendurch wieder nicht an sich halten konnte und die Taverne nässte, war derweilen Grund für den Wirt, sich ein wenig zu beklagen und für Tokahe , den kleinen Flohspender wieder in seiner Robe zu versenken. Er sollte ihm wirklich eine Leine und ein Halsband besorgen...
    Dann machten wir uns nach einigen weiteren Worten auf den Weg, um in besagter Stube nach Answins Verbleib zu forschen...
    Dort trafen wir auf den sehr hilfsbereiten Wirt Frumol und dessen vor Travia Angetraute Selkiane. Beides sehr freundliche Leute. Auch einen Collega aus Grangor traf man dort, der schon recht alt  und müde wirkte, was ich darin begründe, dass er alt eben einfach aussah und müde.... nun , er lag mit dem Kopf auf dem Tisch und schnarchte selig , wenn auch leise.
    Hier konnten wir in Erfahrung bringen, dass Answin mit Thorwalern unterwegs war, die wohl alle einer der hiesigen Otta angehören. Desweiteren,  dass er sich mit dem anwesenden Magier unterhalten habe und dass der schon erwähnte Soldat wohl in Begleitung zweier weiterer Soldaten auch hier anwesend gewesen wäre.
    Auch diese hatten mit dem Magier gesprochen, Grufol mit Namen.
    Wie wir von diesem wenig später und nach einer erfolglosen Durchsuchung des Zimmers, indem das Trio abgestiegen war, erfuhren, hatten sowohl Answin wie auch die Soldaten nach Geistern , Geisterscheinungen und dergleichen gefragt. Ich muss nebenbei erwähnen, dass man im Flußvater besser absteigen kann, da hier der Staub im Zimmer lag, als würde selten gefegt werden !

    Derweilen mache ich mir Gedanken darüber, wie man Tokahe vielleicht davon abbringen kann , sich stets in Dreistigkeiten zu ergehen. Ich meine, er hat den armen Collega vors Bein getreten, damit er aufwachte und ihm dann eines seiner Märchen aufgetischt. Immerhin nahm er meinen scheltenden Tritt dann auch zur Kenntnis... nur um ihn in seine Mär einzubauen!
    Nachdem aber die Aussagen des wirklich hilfreichen Collega erst einmal nur dafür zu sorgen schienen, dass Rondrigo sich über den Wissensaustausch mit ihm unterhielt und Ulfrik sich wieder in wildesten Drohungen erging, dass gleich jemand durchs Fenster fliegen würde und dergleichen , geriet ich doch in Rage. Was aber nicht sonderlich viel brachte. Meine Wut schien niemanden zu interessieren. Wahrscheinlich nicht laut genug. Seine Gnaden erledigte das aber wenig später, sodass wir wieder auf das eigentliche Thema , nämlich Answin, zurückkamen...
    Aber nachdem der durchaus wortgewandte und von seiner Stimme wohl recht angetane Collega uns verabschiedete, geschah etwas, das mich wirklich überraschte . Tokahe erlaubte mir, ich dürfe ihm ins Wort fallen , so er wieder ins Schwafeln geraten sollte! Scheinbar hatte er nun einmal die eigene Medizin zu schmecken bekommen , von jemandem , der noch mehr redete als er und so werde ich dieses Erlaubnis im Sinne halten und davon Gebrauch machen, so ich es für notwendig halte. Immerhin kann ich ihm nicht ständig alles übel nehmen, nachdem er mir ein recht nützliches Buch über die Magie des Stabes vermachte und die einzige Bedingung sei , dass ich es an Lernwillige weiterschenken sollte, sobald ich damit fertig wäre. So etwas muss ja auch honoriert werden, nicht wahr?

    Aber nun stellten wir erst einmal fest, dass wir , um zu einer Otta zu kommen, wo wir nach Answin fragen könnten, vielleicht doch einmal auf die leise Stimme der kleinen und anwesenden Adepta hätten hören sollen... denn während man sich über alles unterhalten hatte, war wohl keiner der Herren auf den Gedanken gekommen, den werten Grufol zu fragen, welche Otta das wohl gewesen sei ... Tokahe übernahm es dann , zurück zu laufen und sich zu erkundigen, sodass wir unseren Weg schließlich zur Morgflyd-Ottaskin lenken konnten.
    Auch von den Soldaten konnte man noch eine genauere Beschreibung nachliefern, die zumindest aussagte, dass eine der Beiden wohl erblindet wäre.
    Nun endlich bekam auch Rohal Halsband und Leine, nachdem es ja nicht mehr zum Mitansehen war, wie er bei schnelleren Schritten in der Robe durchgeschüttelt wurde. Auch wenn ich dafür mein Kopfband opferte.... aber Ihr wisst ja, dass ich es stets in großer Länge trage, damit Haar und Haube ordentlich sitzen. Also war es ausreichend, damit klein Rohal angeleint werden konnte . Immerhin....
    Wir erfuhren  , dass die Otta nahe beim Flußvater liegt und machten uns also dorthin auf den Weg und Rondrigo fragte, ohne seinen Schleier zu tragen, einen der dortigen Thorwaler ein wenig aus. Der konnte berichten, dass Answin bis zum frühen Morgen durchaus anwesend war und dann wohl später hinaus ging und von ihm bei einem Karren vor  einem der Lagerhäuser gesehen worden wäre. Danach nicht mehr.
    Also wanderten wir dorthin und stellten fest, dass es der Dame Almadine Stockweg gehört und diese grade in allerschönster Übellaunigkeit, Tante Neswine nicht unähnlich, über ihre Leute herrschte und brüllte und keifte. Ich fühlte mich sofort an Daheim erinnert.

    Rondrigo machte sich dort sofort daran, sich die Umgebung anzusehen und nach Spuren zu suchen, während wir Anderen mit der Dame sprechen wollten. Die uns nichts zu verraten gedachte, obwohl sie etwas wusste. Aber Tokahe, so ennervierend er hin und wieder auch sein kann, bewies wieder einmal , wie nützlich er ist und unterhielt sich auf die etwas entspanntere Art mit ihr . Ihr versteht, was ich meine, werter Vater. So wie die Frau Mutter sich ab und an mit allzu garstigen Handelspartnern zu unterhalten pflegt, die dann zahm wie Lämmer werden.
    Es war auf jeden Fall gleich viel einfacher, mit ihr zu parlieren, auch wenn wir das getrost dem Collega überließen und nur folgten, als es hinter das Haus ging, damit er nicht in einen Hinterhalt oder dergleichen laufen würde, da man ja nie wissen kann. Rondrigo kam uns dort schon entgegen, da er wohl Blut und Wagenspuren gefunden hatte, wie er Ulfrik mitteilte, während Seine Gnaden und ich weiterhin Tokahe und der Dame folgten, um eine Auge auf die Beiden  zu haben.

    Hier erfuhren wir, dass sie mehr oder minder unglücklich in ein zweifelshaftes Geschäft verwickelt worden war von einem Brin von Krokenbruch, der wohl in einem Steinbruch Soldat sei. Er habe ihr eine Statuette der Donnernden verkauft, die sie weiter verkaufen sollte. Außerdem sei er ärgerlich gewesen und auf seinem Karren habe sie nur eine Menge Decken gesehen. Das konnte ja nun Vieles bedeuten oder garnichts. Aber in Anbetracht von Rondrigos Fund wollten wir uns wohl doch lieber auch dieser Spur widmen , wo es doch noch dazu die Nützlichste war, die wir bis dahin hatten...
    Wir erhielten von ihr also eine Wegbeschreibung zum Steinbruch, der wohl eine halbe Tagesreise fort liegt und ebenso einen Blick auf die Statuette, die wir nach kurzer magischer und handwerklicher Untersuchung von ihr erwarben. Der Preis war gerecht und wir brachten das gute Stück zu Grufol, weil ich daran Spuren von Dingen erkennen konnte, mit denen er sich ja offenbar gut auskennt.
    Dass die Statuette aus einem Grabmal oder dergleichen stammt, liessen wir hier einmal sanftestens unter den Tisch fallen. Man will ja keine Raben aufscheuchen, nicht wahr?

    Also wanderten wir raschen Schrittes wieder zu Grufol , der sich wohl nicht zu Unrecht der Unausweichliche nennt, wie wir feststellen konnten.
    Dort zeigten wir die Figurine und er zog auf dem Tisch Schutzkreise um sie und betrachtete sie eingehend, bis er uns offenbarte, dass wohl ein Fluch , wahrscheinlich goblinischen Ursprungs, auf ihr lag, der Sieche bringen sollte. Was die Blindheit der Soldatin erklären könnte. Er erklärte desweiteren , dass er den Fluch nicht von der Statuette nehmen könne, aber durchaus in der Lage wäre, uns zu helfen, falls einer von uns Schwierigkeiten bekommen sollte.
    Nach einer kurzen und intensiven Diskussion konnte ich dann davon überzeugen, dass wir die Figur nicht  zerstören , sondern einem Tempel überantworten sollten, damit sie dort entflucht würde. Immerhin stellte sie Rondra dar und ist dementsprechend nicht einfach etwas , das man munter zerschlagen darf, nicht wahr?
    Seine Gnaden nahm die Statuette an sich , da er , wie er erklärte, geweiht sei und davon einmal ab, Zwerge ja nicht krank würden und Magie auf sie kaum wirke. Also wäre er wohl von uns am Sichersten, bis wir das Ding los wären.
    Ulfrik war derweilen damit befasst, Reiseutensilien und eventuelle andere Wege in Erfahrung zu bringen und schließlich verließen wir Kyndoch am frühen Nachmittag zum Traviator hinaus.






    Unterwegs war es ruhig. Wir begegneten einem liebenswerten Perainegeweihten und kamen schließlich an den Obsthainen an den Berghängen an, nach denen wir abbiegen sollten. Dort trafen wir auf einen Grottenolm, der Tokahe einen Massagestab aufschwatzen wollte, bei dem es sich um einen simplen Stock handelte. Allerdings war das Besteck zur Behandlung von Wunden wie auch ein Satz sehr guter Dietriche recht nützlich laut Seiner Gnaden, sodass diese beiden Dinge tatsächlich erhandelt wurden ,bevor wir unserer Wege zogen, damit nicht Ulrifk doch noch jemandem irgendwo hin schleuderte. Dieser Mann hat wirklich ein Problem damit, ständig Personen zu bedrohen. Als ob das das Leben einfacher machen würde ....

    Als wir schließlich nach einem Wegweiser gen Norden abbogen, fanden wir kurz darauf einen verlassenen Wagen, einen toten Soldaten und zwei tote Goblins. Der Wagen schien unser Gesuchter zu sein, denn eine zerrissene Decke war ebenfalls noch zu finden. Die Goblins, so stellte Rondrigo fest, waren wohl wieder  in die Berge geflohen und ebenfalls, waren drei Menschen entkommen, die den Weg weiter verfolgten. Da wir ja nun keine Goblinbanditen zu fangen gedachten, sondern Answin zu befreien und es nicht so aussah , als hätten sie mehr als die Decken gestohlen , folgten wir weiter dem Wege und wanderten die Serpentinen entlang , bis wir den Steinbruch erst hören und schließlich auch sehen konnten. Für so ein abgelegenes Ding ist die Befestigung wirklich beeindruckend ! Sogar ein Fallgitter haben sie dort.
    Während wir noch überlegten, setzte sich Ulfrik an die Spitze und marschierte wie selbstverständlich auf das Tor zu, vor dem er gradeheraus erklärte, wie wären angeheuert worden, die Goblinplage hier ein wenig einzudämmen und bräuchten Informationen, ob wir wohl hinein dürften. Heraus kam daraufhin eine recht schneidig wirkende Obristin , die Isetraud von Quakenbrück geheißen ist und wohl eine Nordmärker Offizierin war, bevor sie hier als Steinbruchkommandantin eingesetzt worden ist. Die Gute ist sehr bleich gewesen, wie auch einige ihrer Leute und das war wohl nicht nur aufgrund des Kalkstaubes so, der hier in der Luft hing. Sie erinnerte allerdings auch sehr an unsere Statuette, wie ich gestehen muss.

    Nachdem auch sie erklärt bekommen hat, weswegen wir also seit Neuestem hier wären, ließ man uns eintreten, um uns mit Informationen zu den Rotpelzen zu versorgen. Dabei erfuhren wir auch , dass ihr Weibel , Brin von Krokenbruch, vor wenigen Stunden von Goblins überfallen worden wäre. Der Steinbruch war nun kein ungewöhnlicher Anblick, wie  wir erfuhren. U-förmig zum Schutze vorm Wetter und gen Praios ausgerichtet, damit der Kalkstein besser trocknen kann, sobald er freigelegt ist, da der Boden ja oft Feuchtigkeit enthält.
    Überall Arbeitende , die allesamt wie Gespenster wirkten, weiß vom Staub wie sie waren. Sogar die gut dreißig Goblins , die in einer gesonderten Ecke Stein hauen mussten, waren ganz und gar weiß befellt, weil der Staub überall halt gefunden hatte.  Dazu noch gut 15 menschliche Gefangene , unter denen sich auch unser gesuchter Answin befand, der mehr als ungeschickt auf einen Stein einschlug. Immerhin verletzte er sich nicht noch weiter als die Platzwunde an seinem Schädel es schon besagte. Wobei die ja nun nicht durch die Arbeit entstanden sein dürfte...

    Seine Gnaden, der Collega und meine Wenigkeit verblieben nun draussen und durften den Weibel befragen, auf dass er uns über die Goblins informieren würde.
    Derweilen verschwanden Rondrigo und Ulfrik, den die Obristin tatsächlich als denjenigen zu erkennen glaubte, mit dessen Namen er sich schmückt, in einer Hütte, um sich zu unterhalten. So von Dienstoberen zu Dienstoberen...
    Immerhin verschaffte uns das Zeit genug, uns zu unterhalten. Auch wenn wir Tokahes Eifer gleich dazu nutzen mussten, dem armen Manne eine furchtbare Lügengeschichte über des Kollegen Bettvorlieben aufzutischen , damit er kein Misstrauen schöpfte, weil dieser Bursche doch direkt nach Answin fragte...
    Derweilen musste ich mich auch damit befassen, ein wenig unseren Geweihten zu beruhigen oder zumindest im Wege zu stehen, damit er nicht vor aller Augen dem Weibel das Fell gerbte... Auch von Staubexplosionen musste man ihn abbringen...
    Aber ich kann seine Wut verstehen , wo doch keiner der Arbeitenden freiwillig hier zu sein schien und unser Answin sicherlich nichts verbrochen hatte, was seine Anwesenheit hier begründen könnte... Und wie man ihn von allen Leuten in Kyndoch, das voller Thorwaler ist, die rüpelhaft , laut und versoffen sind, als Unruhestifter aussuchen und mitnehmen konnte, das ist und war uns ohnehin ein Rätsel.

    Aber auch hier erbrachte die bereits erwähnte , ganz spezielle Überredungskunst des guten Tokahe die gewünschte Wirkung und Weibel Brin erzählte uns , dass der Steinbruch eigentlich ein Schwindel sei, da man ihn schon eine Weile nicht mehr mit Unterstützung des Reiches betriebe, sondern die Erzeugnisse wohl unter der Hand verkaufte und förderte, nachdem man hier regelrecht damit allein gelassen worden wäre.
    Ich muss gestehen, das kann ich dann bis zu einem gewissen Maße verstehen. Nicht allerdings, wie man Leute aufklauben und zur Arbeit verdonnern kann, als würde man noch jedes Recht dazu haben. Sollen die gut 15 Soldaten eben selbst zur Hacke greifen , dann wäre es immerhin nicht für andere Personen schädlich. Aber so?
    Nun, es traf auf Unverständnis.

    Tokahe lockte derweilen Brin in eines der Gebäude und betäubte ihn dort. Den Cantus des Attributo sollte ich wirklich noch ein wenig vertiefen, wenn man bedenkt, wie nützlich er nun schon mehrfach war.
    Aber sei es wie es sei. Es war nicht das, was wir erhofft hatten, denn was macht man mit einem bewusstlosen Weibel ? Fesseln und Knebeln klang erstmal gut. Allerdings hatten wir damit keine Zeit mehr, denn er konnte ja nun entdeckt werden und das wäre fatal gewesen.
    Also hätte man vielleicht überlegen sollen. Stattdessen durfte ich ganz unzüchtig meinen Kragen aufknöpfen, um den nächstbesten armen Tropf abzulenken. Ihr wisst, wie erbärmlich ich in der Interaktion mit Männern bin, die ich mit weiblichen Reizen locken soll, Vater. Es war dementsprechend nicht wirklich erfolgversprechend, aber nun... Seine Gnaden und Tokahe schlichen ja schon heran , also gab ich mir alle Mühe dumm und hilfebedürftig auszusehen. Was nur bedingt half. Aber nun je. Der Kerl hatte mir , nachdem er sich erleichterte , direkt die ungewaschene Hand reichen wollen, also war ich ärgerlich genug, mit dem Stab nach ihm zu schlagen, als er sich umwandte. Dumm  nur, dass meine Zielgenauigkeit sich eher auf die arkanen Bereiche erstreckt....
    Es war ganz erbärmlich, sage ich Euch. Aber zu Dritt haben wir ihn doch recht schnell still bekommen , wobei vielleicht auch der ein wenig unsachgemäße Gebrauch der Skalpelle des Geweihten geholfen haben dürfte....
    Danach machte er sich daran, den armen Mann zu verbinden, damit er uns nicht einfach verbluten würde. Wir wollten ja keine Toten.

    Tokahe , dieser Wahnsinnige, rannte derweilen los und holte einen zweiten Wachmann...
    den wir erst niederzuschlagen schaften, nachdem er schon gerufen hatte, dass es einen Verletzten gebe. Nun, danach waren es eben zwei....
    Wenig überraschend rief der nun ausbrechende Lärm auch die Obristin und ihre Leute auf den Plan und auf Geheiß seiner Gnaden löste ich nun eine Staubexplosion ein Stück entfernt aus, während Tokahe noch damit befasst war, der Frau aufzutischen, es wären Goblins hinein gelangt und hätten die Wachleute attackiert.
    Er mag ja ein guter Lügner sein, aber nicht alle Leute sind dumm...
    Also war das schnell durchschaut und ihre Leute viel zu nahe, wenn ich ehrlich sein soll.
    Da Seine Gnaden irgendetwas hinter mir hantierte, verharrte ich an Ort und Stelle vor ihm und den versorgten Verletzten, was sich als schmerzhaft erweisen sollte. Aber nun ja... dafür bin ich ja angeblich da...
    Rondrigo schnappte sich derweilen im Chaos Answin und eilte mit ihm zum Tor , welches sie zu öffnen begannen, während  Ulfrik zu uns geeilt kam.
    In der Zwischenzeit hatte man allerdings die Täuschung, erbärmlich wie sie war, durchschaut und die Obristin verpasste mir einen Schwertstreich am Bein, der mich außer Gefecht setzte. Es ist beschämend, aber der Schmerz war intensiv genug, meine Konzentration fürs Erste völlig zu zerschmettern...

    Seine Gnaden wirkte derweilen einen Feuersegen seiner Herrin, sodass das Gebäude, in dem sich Brin befand zu brennen begann und brüllte eine Warnung, dass man Brin dort herausholen sollte. So waren immerhin zwei Soldaten abgelenkt und beschäftigt.
    Vom folgenden Handgemenge kann ich nur sagen, dass ich froh bin, im Weg gestanden zu haben. Sonst hätte sie schließlich sofort unseren Geweihten attackieren können, was nun einmal unter allen Umständen zu verhindern ist. Schließlich ist er ein Diener der Götter und hat mit seinem Segen wirkungsvoll dafür gesorgt, dass wir Zeit verschafft bekamen.
    Die wir auch nötig hatten.
    Soweit ich weiß, schleppte mich Seine Gnaden fort, nachdem Tokahe irgendetwas angestellt hatte. So schnell, wie wir waren ,wahrscheinlich ein Axxeleratus. Aber das vermag ich nicht mit Genauigkeit zu sagen und werde ihn noch danach fragen müssen.

    Ulfrik und sein Ross sorgten für noch mehr Chaos und schließlich wurde ich wie ein Sack Reis zu ihm hinauf gereicht. Da ich aber grade auch nicht besser hätte laufen können als ein solcher Sack, hatte ich nichts dagegen einzuwenden....
    So machten wir denn, dass wir durch das von Rondrigos extremer Stärke geöffnete Tor entwischten und den Weg nach Kyndoch einschlugen.


    Dort , so planen wir, wird die Statuette in die Obhut eines Tempels gegeben  und wir werden Bericht über die Umtriebe im Steinbruch erstatten.
    Scheinbar, so berichteten Rondrigo und Ulfrik auf dem Rückweg, hatten sie die Statue aus einem alten Tempel , den sie während der Arbeiten freigelegt hatten.
    Aber den werden wir wohl so rasch nicht zu sehen bekommen....
    Jetzt entschuldigt bitte, werter Vater, aber ich werde mich etwas bewegen, da das Bein schmerzt und ich hier zumindest ein klein wenig hinken kann. Das dürfte besser sein, als es steif werden zu lassen und in den nächsten Tagen  wird mein Bericht sicherlich noch umfangreicher. Aber für den heutigen Tag bin ich nicht willens oder fähig, noch mehr auf Papier zu bringen.

    .......

    In  Liebe und Respekt,
    Padraigin

    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:53:56 von Frostgeneral »
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    • 23. Oktober 2016, 16:46:17
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    « Antwort #6 am: 23. Oktober 2016, 16:46:17 »

    [[ Tagebuch des Tokahe Cante Tinza Hapa, Adeptus Minore Belhankanese ]]
    Drei Millionen Dukaten


    21. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen
    # # #
    21 TRAvia, Abends:
    Rückkehr nach Kyndoch
    Heimkehr mit dem geretteten Answin von Wehrheim
    Liebes Tagebuch!
    1) Was ich dir noch nicht erzählt habe ( Kontext ):
    Aus der verfluchten Kreidemine kehren wir erfolgreich heim nach Kyndoch. Mein Herz sehnt sich schon
    nach der süßen Branwen, und ich kann es kaum abwarten. Es war ein ganz schönes durcheinander und
    Tohuwabohu in der Kalksteinmine ( oder: Kreidemine? Ich bin mir da unsicher ), aber wir konnten erfolgreich
    den jungen Answin retten und davonkommen. Einzig die Collega Adepta Padraigin musste hierbei Blessuren erleiden,
    als tapfere Stoerrebrandter Zauberin aber ertrug sie jene Blessuren mit Bravour. Eine Phantastische Frau welche
    mir hochsympathisch ist: Weise, Klug, Bodenständig und Belastbar.

    So kehren wir also heim nach Kyndoch. Mit einem Tag verspätung können wir vielleicht wieder unser Schiff,
    wir fahren immernoch auf der Flussgaleere " DI ' ARBOLAN ", zurückkehren. Der BANNBAL Cantus ging mir die letzten
    Tage locker von der Lippe: Ich besorge mich aber hier, also, ich bin besorgt: Denn ich fürchte, den Zauber
    vielleicht zu leichtfertig eingesetzt zu haben. Zwar bin ich brav geblieben und habe niemanden in eine schlimme
    Bredoullie oder dergleichen gebracht - allerdings stellt der Zauber immernoch einen Eingriff in die selbstbestimmte
    determinierte Natur des freien Geistes dar. Dafür schäme ich mich wohl ein wenig - Allerdings! - Andererseits
    nämlich ist es sehr viel einfacher die Schnitzeljagd solcherart zu absolvieren. Zumal! Der Arme Answin schwob ja
    in schlimmster Gefahr - insofern drängte die Zeit ( für ihn, wegen der Gefahr // für uns, weil wir aufbrechen wollten! )

    Nun kehren wir in der Abdenddämmerung heim nach (( KYNDOCH )) am (( GROßEN FLUSS )).

    So ich es schaffe will ich vielleicht heute Abend noch einige Zeit dabei verbringen, den kleinen Rohal stubenrein
    zu bekommen. Ganz sicher bin ich mir dabei noch nicht ( auch ein kurzes querlesen der Didaktik half hier nichts,
    das Buch behandelt eher Lehrmethoden für Menschen und weniger die Erziehung von Tieren ). Hoffentlich schaffe
    ich es, meiner Verantwortung gegenüber Rohal gerecht zu werden. Der arme Hund!


    22. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen
    # # #
    22 TRAvia, Morgens

    2) Kyndoch ( im weiteren also ):
    Liebes Tagebuch!
    Schwer verschwitzt nach Nächtlicher Reise zuhause bei der " DI ' ARBOLAN ",
    Answin erzählte uns von dem Hintergrund seines Abhandenkommens ( Jugendliche Leichtigkeit ),
    und seinen Ermittlungsversuchen ( Aufmerksam und Clever trotz Alkohol ! ),

    (( Gottesdienst )), Krolax unser Gevatter Zwerg hält einen Mittagsgottesdienst für alle 12e,
    welcher auch ergreifend ist und Rücksicht nimmt auf praktisch alle Vorlieben (nur Nandus und Aves bleiben
    im ersten Gottesdienst ausgespart, sollen aber für den Abend dazukommen) - einige der Thorwaler lassen es
    leider an Disziplin mangeln (und rufen dazwischen wider BORon! Möge sein Blick diese nie treffen und Golgari
    sich noch lange Zeit lassen sie zu holen - aber Bishdariel ihnen Warnende Träume schicken sich zu benehmen! ),
    (( Leibesübungen )), Mannschaftsausbildung! Liebes Tagebuch, Rondrigo von Selem hat sich die frechen Hjaldinger
    dann sofort gegriffen und begonnen sie zu drillen. Leibesertüchtigung und Kraftübungen und soetwas, und
    ausserdem weist er auf Ulfriks Authorität hin. Sehr vorbildlich, sehr fleißig der gute Rondrigo!

    (( Lehrtätigkeit )), wiewohl ich als Bordmagier angeheuert bin, und also deswegen noch viel Lesearbeit zu tun
    habe, liebes Tagebuch, mag der junge Herr Fähnrich von mir, dass ich die Mannschaft ausbilde. Ein durchaus löbliches
    Unterfangen. Ich will mich dem jedenfalls widmen: Ich bin seiner Meinung. Zunächsteinmal mag ich das ganze solcherart
    einrichten, dass ich beide Wachen ergreifen kann, und dann nicht länger wie 3 Stunden täglich jeweils.
    Das mag ich mir dann mit meiner Freiwache so aufteilen jeweils, dass ich zwei Blöcke zu drei Stunden mache,
    jeweils mit den Matrosen. Es handelt sich um zwo verschiedene Ottajasken - zwei Familien Thorwaler gleich!
    Zunächsteinmal Zauberisches Allgemeinwissen, Zielsetzung des Unterrichts lautet für mich eine breitere Basis
    von Allgemeinwissen zu vermitteln und dann einen Schwerpunkt auf Schlachtfeldmagie zu legen um die Kämpfer
    auf einen Einsatz zu Schiff vorzubereiten.


    (( Menage a Trois: Auf Abwegen )) Nach dem Gottesdienst war ich mit der lieblichen Yolande von Methumis so wie
    mit meiner eigenen lieblichen Branwen verabredet zu einer Menage a trois! Zwar fühlte ich vorher schon, dass die
    beiden Frauen mir eine Falle stellten - allerdings gewann die Geilheit.
    In der Kabine angelangt in welcher wir die ganze Sache veranstalten wollten...stellte sich heraus, dass die Kriegerin
    Alrike zusätzlich da war. Zu dritt machten die Frauen mich wuschig - nur um so dem Ferkina " Barbar " eine Gelegenheit
    zu geben, mich hinterrücks zu überraschen. Der Raufbold hatte unmittelbar Gewalt im Sinne.
    Dem Herrn Aves, der Herrin Rahja und des Schiffsfriedens gefällig wehrte ich mich nicht, sondern wandte mich umgehend
    an den Fähnrich:

    So stand ich an Deck, mit gebrochener Nase und blutig geschlagenem Gesicht und ward verarztet von meinen treuen Kameraden.

    (( Eine Verhandlung )) durch den Fähnrich verlief schnell und kompromisslos: Es würde ein Garadan-Duell zwischen dem Barbaren
    und mir geben. Deshalb, weil er mich mit seinen Schlägen ehrenrührig herausgefordert hatte. Würde er verlieren so solle er zwo
    Tage kopfüber am Mast aufgeknüpft werden. Der Barbar verlor.

    (( Ein Kochduell )) zwischen dem Edlen Alrik al Kornschüttler und mir. Wie sich herausstellte war er mit der lieblichen Yolande
    von Methumis verheiratet - und folglich fühlte er sich in seiner Ehre gerührt und warf mir den Fehde-Handschuh hin.
    Jenen nahm ich auf. Nach einer kurzen Besprechung vor allem mit ihro Gnaden Krolax verständigten wir uns auf ein Kochduell!

    Denselben Abend sind meine Kameraden und ich in den Wald!

    (( Fasan auf Beerensauce )) sollte schließlich sein was ich kochte - in ausreichender Menge um die ganze Mannschaft auch mit
    Nachschlägen auf die Portion zu verköstigen! Kornschüttler fand nur einige Pilze und insgesamt also ein kärgliches Mahl...
    Man einigte sich auf künftige Freundschaft, und noch viel wichtiger: Ein Partnertausch oder eine Schweinerei zu zweier Paaren
    wurde nicht ausgeschlossen.

    Ich mag den Edlen nun schon sehr!

    (( Tauschrausch )) unsere Leute sind im Tauschfieber! Der Gelehrte Stoerrebrandt überreichte jedem von uns ein Ei, die Aufgabe:
    Wir sollten es hinauftauschen zu etwas besserem, und wer am Ende des Jahres das wertvollste Ding ertauscht sich habe,
    jener solle der Gewinner sein. Selbst beschloss ich, hieran nicht teilzunehmen. Die bisherigen Tauschergebnisse
    welche ich beobachten konnte seien hier aufgeführt:



    Rondrigo Ei -> Perlmuttfarbe -> Haizahn-Kette
    Padraigin: Ei -> Ei
    Tokahe: Ei -> ins Essen beim Kochen!
    Ulfrik: Ei -> ???
    Krolax: Ei -> Hütchenspiel -> Geld?

    (( Magierkolleg )) mit den Damen Zauberer haben wir ein Zauberercolleg eingerichtet. Hier wollen wir Thesenabschriften vergleichen
    und uns gegenseitig in der Zauberei fortbilden. Das erste Treffen war organisatoriuscher Natur!


    23. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen
    # # #
    23. auf 24. TRAvia;
    Übernachtung in Elenvina;
    (( Arcanum Interdictum )) verhindert, dass ich oder meine Collegae die Stadt betreten
    (( Jagdhunde )) sind es, die der gute Ulfrik schließlich erwirbt!


    24. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen
    # # #
    24. TRAvia, Mittags,
    Mädchen im Fluss
    (( Der Alchimist )) ein großes Hallo und Aufruhr! Mann über Bord: Ein Mädchen in der Flussbrandung!
    So sprang ich direkt von Bord, eine Gemeinschaftsanstrengung das Mädchen zu retten, und wir hatten erfolg hierbei!
    Das Mädchen also sicher an Bord. Es gibt einige heiße Suppe und das arme Ding wird ersteinmal aufgewärmt,
    dann kommt heraus....

    Sie ist geflohen aus den Fängen eines finsteren Alchimisten der für einen Lokaladeligen arbeitet!

    Zeit für uns, sie zu retten!

    Man bereitet sich auf einen Burgsturm vor...

    Hoffentlich kann ich zuförderst noch im Parley dafür sorgen, dass kein zu schlimmes Blutvergießen erfolgt.
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:54:22 von Frostgeneral »
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    Frostgeneral

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    • 13. November 2016, 20:13:46
    Der Alchimyst
    « Antwort #7 am: 13. November 2016, 20:13:46 »

    Reisetagebuch des Simiabruders Krolax
    Der Alchimyst

    24. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen


    Nach der Rettung des Mädchens ist guter Rat teuer. Ein Alchimyst und ein Magier im Bunde gegen diejenigen, deren Schutz ihnen anvertraut ist. Unmögliche Sache das. Ulfrik schlägt vor, dass wir den helfenden Matrosen mehr Geld zahlen, damit wir wirklich genügend sind. Es scheint ihm leicht zu fallen, das Geld unseres Kapitäns auszugeben.

    Der Kapitän stellt uns Ragnar Heldenmund vor, einen seit Elenvina mitreisenden Barden des Aventurischen Boten. Um die Wichtigkeit zu unterstützen verhandelt Ulfrik sogar höchstselbst mit dem Kapitän mit dem Ergebnis, dass sie einen halben Tageslohn zusätzlich bekommen. Nachdem ich dafür sorge, dass die Thorwaler uns zuhören, teilt er es ihnen mit und sie wirken begierig für Ruhm und Gerechtigkeit zu helfen. Großartig!
    Einzig der barbarische Kämpfer, der mit Tokahe seine Differenzen hatte, muss wohl an Bord des Seglers bleiben.

    Die kleine Fina ist aufgewacht und kann von einem mehrstöckigen Gebäude berichten. Leider ist das schon beinahe alles, weil sie mit einem Sack über dem Kopf dorthin gebracht wurde. Sie weiß aber von einer Palisade und weiteren Holzhäusern zu berichten und von weiteren Kindern, die wohl immer noch dort sind. Und natürlich von einem Zauberkundigen, der den einen oder anderen Zaubertrick beherrschte. Und von Orken, die sie verfolgt haben bis zum Fluss, wo sie beinahe ertrunken ist; das arme Ding.
    Angeblich soll er ein besserer Trankmischer sein und ist wohl nicht in der Lage uns mit Feuerbällen oder so etwas zu beharken. Das ist ungemein beruhigend. Es ist wahrlich beachtlich, wie sich Ulfrik und Rondrigo zu jeder Stunde mit der eigenen Verbesserung und der Verfeinerung der eigenen Kunst beschäftigen. Beeindruckend, aber bei ihren kurzen Leben wohl auch notwendig. Ich bin ja mehr für ein gutes Bier am Abend.

    Stunden später kommt der Kapitän zu Ulfrik, Fina ist mittlerweile bei ihm und hilft nach Kräften mit. Der Kapitän will eine Rumpfmannschaft (Heißt das so?) zurückbehalten, so dass die Gemeinschaft entscheiden muss, wer zurückbleibt. Den vom Boten und die anderen Helden sollen wir mitnehmen. Wir veranstalten einen Wettkampf um zu ermessen, wer sich wie gut einschätzen kann.
    Es ist, wie es immer ist. Ein paar überschätzen sich wie der Hünenhafte, ein paar vernünftigere bleiben übrig. Und so haben wir nach einiger Zeit zehn Begleiter, diesen Boten und die kleine Gruppe an Abenteurern, als wir aufbrechen.

    Tokahe kam unterdessen an Deck und sieht aus wie ein wandelnder Toter, bricht aber nach einem Beweis seiner körperlichen Fähigkeiten gemeinsam mit Padraigin auf zu jener Siedlung. Wir folgen in größerer Gruppe mit insgesamt zehn Thorwalern und der Rondra-Akoluthin Alrike von Hulberg. Fina muss noch einen Augenblick getröstet werden, ohne Erfolg. Die Akoluthin derweil soll die Gruppe zu Pferde anführen - in meinen Augen töricht -, während die anderen zu Fuß folgen. Da sie Spuren suchen müssen, habe ich sie nach wenigen Schritten eingeholt.

    Der Belhankaner schmettert derweil Lieder und ist, weil sie sich verirrt haben(?), in der Nähe gut zu hören. Während der aufkommenden Diskussion entdeckt Ulfrik einige Schwarzpelze und nach einiger Sätzen brüllt er die Thorwaler in Formation. Keine Orks sind zu entdecken, nur das Schnappen einer Bärenfalle hallt durch den Wald. Rondrigo kann sicher sagen, dass hier keine Orken sind. Und auch das Peitschen gehört nur zu einer Schnalle. Alles ging irgendwie gut aus.
    Tokahe betont, wie wichtig es ist mit Leuten zu reden. Natürlich nur, wenn man mit den Menschen redet. Nicht mit Orken. Und so laufen wir ein gutes halbes Stundenglas, ehe Schmiedegeräusche zu hören sind. Tokahe will unbedingt allein in die Siedlung, wovon wir ihm abraten wollen. Doch anstatt den Mann vom Boten zu schicken beraten sie sich eine Weile und schließt geht Tokahe doch los.
    Währendessen entdecken wir eine Waldfrau mit strohblondem Haar. Rondrigo beweist in diesem Moment vollständige Unfähigkeit. Statt ruhig auf die Frau zuzugehen und mit ihr zu reden, lässt er diese Thorwaler sei einkreisen und niederschlagen. Wie weit von der Weisheit der Schlangenfrau Hesinde kann man trotz jahrelanger Ausbildung entfernt sein? Auf seine Fehler angesprochen wird er nur noch wütender. Es ist fast ein wenig wie zu Hause. Wie die Dinge, die zu Hause stören. Bedauerlich.
    Als dann auch noch Fremde kommen und rufen, verlasse ich enttäuscht den Schauplatz. Es muss ihnen gelungen sein, alles in eine friedliche Form zu überführen, zumindest ist bei der Rückkehr zu diesem Ort später kein Blut zu sehen.

    Tokahe erzählt später, dass er ihm in seiner Burgstube alles offenbart hat. Ich verstehe nicht zu welchem Zweck, aber seine Worte zu diesem Helden Alrik, der offenbar auch durch die Burg geschlichen hat, er möge sich ergeben, irritieren mich im Besonderen. Aber er hat von einem Fluchttunnel erfahren und wir müssen daher bald etwas unternehmen. Die anderen scheinen bei unserer Ankunft gerade zu beraten, wie der Angriff verlaufen wird.
    In jenem Moment kommt Maglan herangelaufen und teilt mit, dass alle Personen in die Burg eingezogen werden. Wir müssen jetzt handeln. Stattdessen diskutieren wir doch viel länger. Am Ende stehen wir dennoch im Wald in der Nähe des Eingangstores und sammeln uns in Formation.
    Mit einer gespannten Armbrust zwischen den vielen, viel größeren Menschen fühle ich mich sichtlich unwohl. Bei dem Gedanken daran bewaffnet eine Burg zu stürmen übrigens auch. Ich höre nur sprinten und renne, als ginge um mein Leben. Geht es wohl auch. Padraigin gelingt es sonderbarerweise sehr schnell vier Menschen in Flammen zu setzen, während das Tor und auch der Wachhund vor uns fallen. Der Besitzer des Hundes flieht unmittelbar und wir beginnen das Dorf zu sichern.

    Die Eroberung der Burg wird ein weiteres großes Stück.
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:54:48 von Frostgeneral »
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    • 29. November 2016, 20:25:32
    Edler Ritter Hagol von Sturzenstein
    « Antwort #8 am: 29. November 2016, 20:25:32 »

    Auszug eines Briefes aus der Feder Padraigins
    Edler Ritter Hagol von Sturzenstein


    24. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen


    .....es war immer noch der 24. des Monates Travia , als wir dort eintrafen und , wie ich schon auf dem vorigen Bogen beschrieb, in das Innere der Palisaden gelangten. Nicht nett ,aber wirkungsvoll und nun weiß ich auch , warum diese verrückte Lehrperson immer darauf aus war, dass  wir gewisse Wirkungsweisen von Anfang an mitlernen. Sehr nützlich, wirklich. Auch wenn mir danach ein wenig übel war, weil ich vier Menschen angezündet hatte. Aber wer konnte schon damit rechnen, dass sie nicht versuchen würden , die brennende Kleidung los zu werden, sondern stattdessen weiter schossen, bis ihnen nicht mehr zu helfen war?
    Nun, wir kamen also hinein und die Thorwaler hatten nichts Besseres zu tun, als mich Feuergeist zu nennen und mir die Schultern zu klopfen, bis ich dachte, mein Kreuz würde brechen. Ich meine, du weißt wie klein ich bin und du weißt, wie groß Thorwaler sind,....
    Aber nun ja. Wir schlichen , so gut es einer Truppe Thorwaler möglich ist, also gingen wir entspannt in normaler Lautstärke, hinter den Bauernkaten her, bis wir in eine einstiegen. Es ging nicht darum, den Dorfbewohnern, hier einem Bauern Johnny , der ein wenig wirr im Kopfe wirkte, etwas zu tun, sondern darum, dass Tokahe , plappernder Südländer, der er ist, sowie meine Wenigkeit die Meditation nötig hatten. Wenn die astralen Reserven aufgezehrt sind, ist es eben nicht möglich , sich weiterhin nützlich zu machen, wie du ja aus eigener , leidvoller Erfahrung weißt, mein Lieber.

    Dementsprechend begaben wir uns auch ins Schlafzimmer des Bauern, um genau das zu tun. Wie ich feststellen musste, ist Tokahe nicht einmal dabei in  der Lage zu schweigen....
    Aber gut. Es war.... zehrend, aber immerhin fühlte ich mich nicht mehr wie ein neugeborenes Kätzchen. Erst recht nicht , als draußen Lärm losging, der nichts mehr mit der Beratung im Vorraum oder hinter der Hütte zu tun hatte.
    Tokahe war wohl der verwirrenden Überzeugung, dass er mir etwas übertragen sollte und danach konnte ich ihn bleich und schwitzend aufs Bett befördern und zudecken, damit er sich ausruhen konnte. Verfluchter Narr!
    Statt sich zu erholen, gab er mir die zurück erhaltene Kraft und war endgültig am Ende. Als wenn ich nicht auch selbst in der Lage gewesen wäre, das zu bewerkstelligen. Mit ein wenig mehr Zeit. Aber nun gut. Am Ende sollte es sich als nicht verkehrt herausstellen, auch wenn ich das Prinzip seiner Gedankensprünge nicht nachvollziehen kann.
    Verrückter Mann....

    In der Zwischenzeit tat nämlich unser Neuzugang, Ragnar, genau das, was von ihm gefordert worden war.
    Er parlierte um das Leben der Kinder und Dörfler, einen friedlichen Abzug und derlei und, wie mir berichtet wurde, war der Burgherr nicht davon angetan, auch wenn er bereit war, zu parlieren. Aber er schien wiederum nicht bereit, auch nur einem unserer Wünsche nachzukommen... welche Überraschung, wo er sich scheinbar, wie wir im weiteren Verlaufe noch erfahren durften, vom Reich ungerecht behandelt fühlte und das Leben der Kinder, die er für seine Experimente nutzte, nicht für wertvoll oder schützenswert erachtet. Tsa verachtender Bastard einer Sumpfkröte !
    Ragnar war in jedem Falle verständlicherweise von der Ansicht, dass unschuldige Kinder, die nichts für das Leiden alter Männer können, für deren Gesundheit geopfert werden sollen , völlig entsetzt und erschüttert. Der arme Bursche. Aber das ging dem Rest von uns wahrlich nicht anders, wie ich mir ziemlich sicher bin.
    Während aber nun unser Ragnar parlierte, Rondrigo offensichtlich mit einem guten Teil der Truppe umher schlich und nach Orks wie auch Eingängen oder Vorteilen suchte und sowohl Krolax wie auch Ulfrik und ein kleiner Teil der Thorwaler wie auch eine gewisse, von leiser Idiotie geplagte Dienerin der Rondra, Göttin verzeih, aber diese Frau ist einfach dumm wie ein Stück Weißbrot... , die Hütte und damit Tokahe und meine Wenigkeit bewachten. Und auf diese Art auch darauf Acht gaben, dass niemand Ragnar oder der Truppe um Rondrigo zu nahe kam.
    Was nicht ganz unnötig  war, da offensichtlich einige Orks unterwegs waren.

    Wie sonst hätten sie ansonsten den Diener EFFerds, den wir später kennen lernen sollten, wenn man es so nennen kann, in die Hände bekommen, der wohl am Fluss auf unser Schiff getroffen und von der Mannschaft über die Zustände informiert worden war, worauf er nichts Besseres zu tun hatte, als uns nicht nur hinterher zu kommen, sondern auch noch über die Palisade zu klettern und mit zwei Schwarzpelzen aneinander zu geraten...
    Gute Absicht, schlechte Umsetzung oder wie auch immer man das nennen will. War schon ein kleines Wunder, dass sie ihn nicht gleich umbrachten. Aber unter Umständen gingen sie davon aus, dass er zu uns gehörte und wollten uns erpressen... oder derartiges.
    Ich kann es nicht genau sagen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch in Meditation versunken war und mich auf die wirren Aussagen einiger Schnapsvernebelter Thorwaler verlassen musste....
    Sie sind gute und ehrliche Seelen, aber wenn du ihnen Feuer gibst.... nun ja.

    Während man uns also mit einem fremden Efferdi zu erpressen suchte, war Ulfrik schon mit etwas schwarz Bepelztem aneinander geraten und mischte sich dann in das Gespräch ein, in dem Ragner seiner Meinung nach wohl Hilfe benötigte. Aber nun gut. So sehr mir dieses Verhalten auch gegen den Strich gehen würde, wenn er es bei mir versuchte  - die Götter wissen, dass ich es unterbinden würde ! - ging es um das Leben eines Götterdieners und ehrlichen Menschen und somit war es wohl gerechtfertigt aus seiner Sicht, wieder einmal jemandem ins Worte zu fahren. Ich bin froh, dass ich auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht bei mir war...
    Aber sei es , wie es sei: auch Rondrigo offenbarte sich und erklärte sich bereit mit einem ziemlich großen und bulligen Exemplar eines Orks einen Zweikampf um das Leben des Efferdis zu führen. Der zu diesem Zeitpunkt noch in seliger Besinnungslosigkeit im Griff eines ziemlich überdimensionierten Exemplares von Ork hing....
    Wir erwähnen hier einmal , dass zu diesem Zeitpunkt einer der Orks ihn schon gründlich im Brunnen getunkt hatte und Ragnar ein Götterurteil zu erreichen suchte, zu dem sich dann eben Rondrigo bereit erklärte, auf Seiten des Efferdis zu streiten. Eine gute und ehrbare Sache.
    Derweilen befasste sich Ulfrik auf dem Rücken seines Pferdes - die treue Seele ist wirklich zu gutmütig, denn bei allem, was ihm zugemutet wird, hätte ich an Stelle dieses Vierbeiners schon lange meinem Reiter gezeigt, was ich davon halte... - mit einigen anderen Orks und machte diese nieder. Ziemlich gnadenlos sogar, nachdem der arme Raidri eine tiefe Scharte davon getragen hatte.

    Meine Wenigkeit hatte sich mittlerweile draussen zu Ragnar gesellt, nachdem ich , wie oben beschrieben, erst noch Tokahe ordentlich ins Bett gelegt hatte, damit er ruhen konnte. Die Türe ordentlich verschlossen und mehr war nicht zu machen. Es war zwar immer noch nur ein Bruchteil meiner Kraft, aber immerhin besser als nichts, wie wir später feststellen würden. Erst einmal kam nun auch dieser Efferddiener zu sich und verlangte zu wissen, was der Burgherr mit Kindern täte und was die Orks hier tun würden. Worauf wir alle die Erleuchtung des Tages verpasst bekamen : er habe sie aus den Kriegen mit sich gebracht. Nein.... wirklich ?
    Wer wäre darauf nun nur gekommen, wenn er uns das nicht mitgeteilt hätte ?
    Und dieses gönnerhafte Auftreten !  Wäre ich bei vollen Kräften gewesen, hätte ich diesen alten Narren samt seiner Armbrustschützen in Flammen aufgehen lassen !
    Götterverlassenes Pack allesamt !
    Die sind nicht einmal ein Kopfgeld wert, sondern nur noch Boron zu überstellen, wenn man mich fragt. Experimente an unschuldigen Kindern, Zusammenarbeit mit Orks , Unterdrückung der eigenen Dörfler .... aber mich fragt ja ohnehin niemand, weil die Herren scheinbar aufgrund meines Geschlechtes und meiner mangelnden Körpergröße davon ausgehen, dass ich nur ein dummes kleines Weibsbild wäre, das hin und wieder ein wenig Magie werfen darf und dann das Schnattermäulchen zu halten hat. Ich denke, wir werden darüber noch ein ernsthaftes Gespräch führen müssen. Oder mehrere. Und wenn ich  sie alle der Reihe nach von Bord befördern muss, damit sie mir zuhören !

    Aber nun gut.
    Ulfrik kämpfte gegen Orks .
    Rondrigo bestritt das Götterurteil in Form eines Duells mit einem Ork.
    Und der Efferdi .... duellierte sich unverhofft mit dem Riesenork, der ihn festhalten sollte! Geschwächt wie er war, warf er sich auf ihn und klammerte sich fest, ohne dass der dergestalt überraschte Ork ihn hätte loswerden können.
    Bis er ihn freiwillig losliess und beide im Brunnen verschwanden. Geweihte sind hin und wieder wirklich ein klein wenig wahnsinnig, habe ich den Eindruck. Aber nun... es ist auch das Element seines Herren, das ihm sicherlich Kraft verliehen hat, wenn man es einmal von seiner Warte aus betrachtet. Warum also nicht?
    Fakt war allerdings, dass der Ork aus dem Wasser stieg und nicht der Geweihte. Den zog dafür Ragnar eiligst hinaus, während ich mich damit befasste, eine arkane Wand zwischen diesen Beiden und den Schützen auf der Mauer aufzustellen. Nur zur Sicherheit. Naja, eigentlich hatte ich sie anderswo errichten wollen, weil ein Schütze auf Ragnar und mich anzulegen schien und diese Maus von einem Barden sich hinter mir versteckte... hinter mir! Du hättest dich wahrscheinlich zu Boron gelacht, wenn du den Anblick gesehen hättest, wie sich einer dieser großen Kerle hinter mir zu verstecken suchte. Aber nun je.... frau macht eben das Beste daraus , nicht wahr? Und da der Ork nicht schoß, konnte die Wand eben woanders aufgestellt werden.
    Und um dann ebenfalls an ihre Seite zu eilen und Ragnars Bemühungen zu unterstützen , diesen Mann, der so von HESinde verlassen wirkt wie es die meisten großen und bulligen Männer zu sein scheinen, am Leben zu halten. Unter Einsatz von Ragnars profanen , aber nützlichen Kenntnissen und meiner restlichen Astralkraft wie auch einem Teil meiner Lebenskraft, wie ich gestehen muss, wachte also sogar dieser Bursche auf.
    Und wagte es doch, mir nach einem Dank zu erklären, dass ich wohl nicht so gut mit meiner Kraft umzugehen verstünde, wenn ich so ermattet wäre ! Das war der Moment, indem ich das dringende Bedürfnis unterdrücken musste, ihn wieder in den Brunnen zu befördern und ihm einen Stein zu geben, den er umarmen sollte !

    Ich werde nicht weiter darauf eingehen, dass Rondrigo später im Stall einen Ork am Leben ließ, weil der nicht mehr kämpfen wollte, nachdem er seine Geisel, eine Bäuerin, vor Augen unseres Hünen , umbrachte... wie man das Vieh dann einfach fesseln kann, statt es zu seinen finsteren Götzen zu schicken, ist mir ein Rätsel, aber ich will nicht darüber nachdenken. Ich weiß, dass ich so etwas selten sage, aber ich will wirklich nicht mehr darüber nachsinnen. Es war einfach .... nein!
    Ich frage mich allerdings, ob er arme Mädchen wenigstens aus der Schweinebox geholt hat. Schließlich weiß jeder, was Schweine alles fressen, wenn sie Zeit genug haben... oder?
    Aber sei es , wie es sei....

    Ulfrik stellte dem Burgherren ein Ultimatum von einer Stunde, um unsere Wünsche zu erfüllen und friedlich abziehen zu dürfen. Daraufhin nannte der uns zwar beeindruckend, aber das war auch alles. Von Nachgeben keine Spur. Ich frage mich , ob unseren Herren klar ist, dass eigentlich er permanent Zeit schindet und wir wie die Idioten darauf eingehen. Nicht anders herum.... Aber nun ja. Meine Meinung interessiert ja ohnehin niemanden. Wie es scheint. Also lasse man die Herren einmal tun, was sie zu tun gedenken und ruhe sich aus, denn nach diesen Aktionen ging es mir, wenig überraschend, noch schlechter als davor, wie du dir denken kannst. Krolax war so gütig, auf mich zu achten, während ich mich zur Ruhe begab. Keine Ahnung, warum Tokahe nicht mehr im Zimmer war. Ich sollte später erfahren, dass irgendein Magister ihn offensichtlich abgeholt hatte, weil er gebraucht werden würde. Frage mich , ob sein Hündchen wohl auch abgeholt worden ist... armer kleiner Rohal. Aber im Zweifelsfalle bekommen wir den kleinen Flohsack sicherlich auch groß....
    Die Vorstellungsrunde, in der wir erfuhren, dass der Efferdi auf den Namen Efferdaios hört oder eben weniger hört, habe ich mit einiger Unhöflichkeit und dem kurzen Nennen meines Namens für mich beendet, denn ich wollte nur noch liegen und ruhen.

    Krolax erklärte mir später, als ich wegen infernalischem Lärm draussen kurz aufwachte, dass die Männer sich aufgemacht hätten, mit einer Leiter um die Palisade zu wandern  und außer Sichtweite auf selbige zu steigen und von dort mittels der Leiter die Balustrade zu erklimmen und ins Innere der Burg zu gelangen. Derweilen sollte unsere Irre.... entschuldige, die Rondrianerin mit einem kleinen Trupp Thorwaler Schmähungen und Steine gen der Burg werfen und so die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bin gespannt gewesen, ob das seltsames Weib es fertig bringen würde, sich dabei umbringen zu lassen.... Aber fürs Erste, na du kannst es dir denken, weißt du doch , wie ich aussehe, wenn ich nicht mehr kann, ließ ich den Kopf wieder aufs Kissen sinken und schlief weiter. BORons süße Gnade, Schlaf ist etwas Wundervolles !

    Immerhin wissen wir nun, dass unsere beiden Vermissten nicht nur die Kollega sondern auch ein verdeckt reisender Diener des Fuchses sind, die man auf Bitten der dämlichen Alrike doch befreien möge, wenn es möglich wäre. Immerhin daran denkt sie, ohne sich vor RONdrianischer Tapferkeit zu überschlagen...
    Aber was sich weiter zutrug, berichte ich dir morgen, denn die Kerze ist heruntergebrannt und ich bin nicht in Stimmung, auf diesem Kahn noch länger zu schreiben, wo ich doch in dieser Eierschale noch Kräuter ziehen muss. Ein paar Tropfen Süßwasser werden ihnen gut tun.


    .......



    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:55:12 von Frostgeneral »
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    Frostgeneral

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    • 12. Dezember 2016, 13:12:33
    Der Alchimyst
    « Antwort #9 am: 12. Dezember 2016, 13:12:33 »

    Edler Ritter Hagol von Sturzenstein


    25. TRAvia 32 Hal  -   1025 nach dem Fall der Hunderttürmigen
    Spät in der Nacht...

    Während der EFFerdi vor der Burg die Wachen ablenkt, gelingt es der Einsatzgruppe über ein Seil die Burg zu erklimmen.
    Im oberen Stock entdeckt man das Burgfräulein und dringt dann ins Innere vor.
    Die Türen werden von Innen verriegelt bis man entdeckt wird und ein Kampf entbrennt - Ulfrik von Rommilys verstirbt dabei.

    Nachdem die Söldner einen taktischen Rückzug beginnen und sich in den Unteren Teil der Burg zurückziehen, kann der Rittersmann gefunden werden und zur Aufgabe bewegt werden.
    Im Unteren Teil entdecken die Helden neben einem Labor auch die Kerker mit zum Großteil greisen Kindern und einem Magier sowie dem verstorbenen Alrik Kornschüttler.

    Papiere für die Sonnenlegion werden angefertigt und noch mitten in der Nacht verlassen die Helden die Burg Sturzenstein mit Ziel Großer Fluss





    Die Legenden von Ragnar Heldenmund und seinen Gefährten
    24. Travia                                                                             
    "Es war eine lau warme Nacht, die goldbraunen Äste wiegten im Wind und der Wind wehte ein kühles Lüftchen herbei,
    die Grillen zirpten, die Vögel zwitscherten und auch Phexens Hort und das Madamal waren wunderschön anzusehen...
    Doch dieser friedliche Moment hielt nicht lange, ich holte noch einmal tief Luft, schaute nach oben und
    beobachtete den Nachthimmel, dann setzte ich mir meinen Lederhelm auf und rückte mein Schild auf dem Rücken gerade
    und nickte Kronk, welcher gerade irgendein Tier verspeiste, welches wohl nicht richtig ausgenommen worden war, denn
    das Blut des Tieres klebte noch an seinem Bart, zu. Angewidert wendete ich mich ab und sah dieses bedrohliche Steingemäuer
    vor mir aufragen, ein gigantisches Bollwerk, gebaut um Ritter und andere Krieger abzuhalten, welche wie diesen
    Ulfrik in seiner glänzenden Rüstung oder den stillen Hünen Rondrigo, welcher eine ähnlich prächtige Rüstung trägt
    wie Ulfrik, die beiden scheinen die letzten Strategien zu planen, bevor sie dann über die Leiter hinten herum
    einsteigen, wirklich viel verstehe ich nicht von dieser Kriegstaktik, in den Büchern sind die Krieger und Soldaten
    immer mit Kriegsgeräten aufmarschiert und haben Rammböcke verwendet um das Tor aufzusprengen und die beiden Krieger
    planen die Burg mit einer Leiter einzunehmen? Nun, sollte etwas passieren werden die beiden hoffentlich vor mir
    stehen, wer schreibt sonst ihre Heldentaten nieder...

    Die beiden heldenhaften Krieger scheinen sich endlich fertig abgesprochen zu haben und sagen einigen Thorwalern,
    dass sie mitkommen sollen, als Rondrigos Finger auf mich deutet, bleibt mein Herz stehen. Das ich im Trupp der
    beiden größten Krieger bin kann nichts Gutes für mich bedeuten. Kurz wird der Plan nochmal besprochen, dass einige
    Leute draußen bleiben sollen und Lärm machen sollen, um die Leute abzulenken, wieso bin ich nicht bei den Leuten
    dabei... Kurz darauf machen sich die Leute bereit, die Thorwaler beten zu Swafnier, einem Walgott, wenn ich das
    richtig verstanden habe. So gehen wir dann alle mehr oder weniger bis an die Zähne bewaffnet um die Burg herum
    und stellen dort die Leiter auf, die Leiter war nicht groß genug wie ich es mir schon dachte, doch Rondrigo
    kletterte den Rest der Mauer einfach hoch. Ich bin mir nicht sicher, ob er ein Zauberer ist oder ob seine pure
    Körper- und Willenskraft ihn dazu gebracht hat, diese drei Meter zu überwinden. Jedenfalls klettert er in eine
    kleine Öffnung in der Balustrade, welches wohl der Abort ist hinein. Nach einigen Minuten, die mir wie eine
    Ewigkeit vorkamen taucht dann auch endlich sein Kopf wieder über der Balustrade auf. Rondrigo fragt ihn on die
    Luft rein ist, doch statt zu antworten zwinkert Rondrigo uns einmal zu und wirft das Seil hinab. Ulfrik, der den
    Großteil seiner Rüstung im Lager gelassen hat greift nun relativ zügig das Seil und klettert hinauf. Meine Hände
    sind schwitzig und erschrocken stelle ich fest, dass die anderen Thorwaler scheinbar von mir erwarten, als nächstes
    hinterherzuklettern. So bleibt mir keine andere Wahl und tatsächlich schaffe ich es relativ einfach hochzukommen
    sogar flinker als der Ritter in seiner leichten Rüstung. Ein wenig ermutigt schaue ich über die Balustrade und
    klettere dann auch schnell hinüber. Als ich den Wachmann, der gerade aus weiter an der Balustrade steht bleibt
    mir fast das Herz stehen. Ich höre wie der Wachmann sich scheinbar mit diesem Mann, dem ich das Leben gerettet
    habe, unterhält. Er scheint so in das Gespräch vertieft zu sein, dass er uns nicht mitbekommt. Die anderen
    Thorwaler kommen auch langsam hinterher und schliesslich stehen wir alle hinter der Wand und können von den Wachen
    an der Praiosseite nicht mehr gesehen werden.

    Ulfrik und Rondrigo finden auf dieser Seite der Burg zwei Türen und weisen jeweils zwei Thorwaler an vor diesen
    stehen zu bleiben. Die beiden allerdings schleichen sich voran und untersuchen eine kleine Treppe die nach oben
    führt und gehen diese dann auch hinauf und verschwinden nach kurzer Zeit aus meinem Sichtfeld. Beunruhigt tippel
    ich vom einem Fuß auf den anderen, doch nachdem sie nach 30 Sekunden nicht wiederkommen, entscheide ich mich
    selbst auf Erkundung zu begeben und gehe nochmal zurück an die Ecke, da sich dort ein Fenster befindet durch
    welches man in den Burgsaal schauen kann. Erschrocken ziehe ich meinen Kopf sofort wieder zurück, da ich sehe,
    dass dort gerade eine Magd drei Söldnern ihr Essen auftischt. Ich beeile mich hinter Rondrigo und Ulfrik
    herzukommen und als ich die Tür aufmache sehe ich nur eine weitere Tür, dahinter finde ich die beiden aber
    tatsächlich, doch nicht nur die beiden, sondern auch eine am Boden liegende scheinbar halbtote Frau, mit halb
    gezogener Waffe und eine gefesselte Frau, die wie sich später rausstellt sogar auf unserem Schiff mitgefahren ist.
    Rondrigo verschnürt kurzerhand die halbtote Frau und befreit die andere Frau, die sich als Yolande vorstellt und
    scheinbar eine Magierin ist, doch Ulrik befiehlt ihr im Zimmer zu bleiben, anstatt uns zu unterstützen. Danach
    entscheiden wir uns wieder zurück zu den Thorwalern zu gehen und stellen mit Schrecken fest, dass von diesen weit
    und breit keine Spur ist, stattdessen stehen zwei der Söldner die ich vorher entdeckte vor dem Abort. Rondrigo
    reißt die Tür wieder zu. Zum Glück wurden wir nicht entdeckt. Danach horcht Rondrigo an der Tür bis er sich sicher
    ist, dass von draußen kein Lärm mehr an uns hinan dringt und entscheidet sich wieder hinauszuschauen. Eine der
    vorher versperrten Türen ist nun ein Spalt breit offen und aus dieser Öffnung schaut Rondrigo ein altbekanntes
    Thorwaler Gesicht an. Erleichtert gruppieren wir uns wieder und beginnen nun die Räume systematisch zu durchsuchen,
    wo uns bis auf in einem Zimmer, in dem scheinbar ein Koch arbeitet, welches wir auch nicht durchsuchen, keine
    Gegenwehr entgegen stößt. Ulrik entscheidet sich die Treppe, auf der wir zwei Armbrustschützen erspäht haben zu decken,
    während der Rest in einem kleinen Raum bespricht wie wir weiter vorgehen sollen. Unglücklicherweise wird Ulfrik
    entdeckt und der Alarm geht los. Sofort hören wir von unten Gerumpel und Ulrik sieht sich der Weibelin und einem
    Söldner gegenüber, beide mit gespannter Armbrust.Die Thorwaler und Rondrigo stürmen alle aus dem Raum und schlagen
    die beiden nieder, direkt nach dem beide einen Bolzen auf Ulrik feuern konnten. Von unten kommen die Leute die
    Treppe hinauf und Rondrigo stürmt ins gegenüberliegende Esszimmer in welchem sich noch 3 Söldner aufhalten. Von
    unten nähern sich fünf weitere Söldner, welche ihren Kameraden helfen wollen, die ersten zwei sind ebenfalls mit
    Armbrüsten ausgerüstet und schießen ebenfalls auf Ulrik, welcher wieder an die Treppe gelaufen ist. Schwer
    verwundet bricht dieser daraufhin zusammen und ich sehe, dass ich handeln muss, damit er nicht stirbt. Todesmutig
    stürme auch ich zur Treppe um diese zu halten, doch sehe ich mich einer Übermacht von 5 Leuten gegenüber. Ein
    Bolzen streift meinen Kopf und ich gehe schreiend zu Boden. Glücklicherweise kommen in diesem Moment die Thorwaler
    zur Treppe und der zweite Kopf der Söldnerführer scheint es für ratsam zu halten sich zurückzuziehen. Der Kampf
    tobt noch kurz weiter während ich versuche Ulrik zu helfen, doch ich merke jede Hilfe kommt zu spät... Ulfrik
    der Mann, der scheinbar ein großer Held gewesen war, wurde hier während der noblen Rettung von Kindern zu Boron
    geschickt... Doch keiner schien die Zeit zu haben für ihn zu trauern, da die Burg eingenommen werden musste und
    so untersuchten wir die Etage und fanden dann tatsächlich den Burgherren in seinen Gemächern. Phex schien uns
    hold zu sein, dass er uns zu ihm führte, doch für Ulrik kam dies zu spät.

    Der Burgherr schien erleichtert, als wir ihn nicht direkt attackierten, doch er war eine recht imposante Gestalt
    in seiner kompletten Rüstung vor uns stehend. Nach einer kurzen Unterredung kapitulierte er, da er scheinbar doch
    noch versuchte sein Leben zu retten. Seine Kapitulation rettete vielen Kriegern das Leben, die für die rechte und
    unrechte Sache kämpften. Kurzerhand nahmen wir den Burgherren und seine Gefolge gefangen und übergaben sie dem
    perplexen Dorf, welche von den Greifenfurtern, welche nicht gut hießen was ihr Herr tat, aufgeklärt wurden. Im
    Keller der Burg fanden wir noch einige Gefangene unter ihnen auch ein Magier und Alrik Kornschüttler, welcher
    allerdings erschlagen dort lag.
    Nach der Kapitulation ließ Rondrigo das Dorf versammeln und informierte sie alle von den Taten des Burgherren,
    welcher auch alles zugab. Außerdem trauerte er um seinen Weggefährten Ulrik und die Stimmung schien generell sehr
    bedrückt. Ich setzte mich zum Burgherren um die Beweggründe für sein Handeln zu erfahren und niederzuschreiben..."


    Ragnar                                                                                                                                                                                                                          
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:55:33 von Frostgeneral »
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    « Antwort #10 am: 12. Dezember 2016, 13:14:01 »

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    25. TRAvia bis 5. BORon 32 Hal 

    Die Reise vom Großen Fluss über Albenhus, Ferdok und die Reichsstraße endet zunächst in Gareth.
    Der Gruppe schließt sich ein Adliger Reisender an, ein "vom Berg und vom See".
    In Gareth zieht man in eine Taverne ein und es werden weitere Söldner angeworben.
    Answin prüft die Gruppe um herauszufinden ob sie auch für die KGIA arbeiten würden

    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:55:56 von Frostgeneral »
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    « Antwort #11 am: 21. Dezember 2016, 15:47:44 »

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    5. BORon 32 Hal 

    Die Gruppe soll einen Tag als Bettler in der Gosse leben und überleben um ihren Wert zu beweisen.
    Die Schattenlande sind tödlich und nicht jeder schafft es - dieser Test simuliert den Ernstfall.

    Am nächsten Tag dürfen sie Waren für den KGIA überall in Gareth verkaufen und dabei ihr Geschick beweisen, Bürger zu bereden:

    • Waffen am TSA-Tempel
    • Tücher aus dem Horasreich an die Miliz
    • Bier am Elfendorf
    • Lustige Masken und Tröten auf dem Boronfeld
    • Elfische Flöten an zwergische Handwerker


    Am 7. BORon erhalten sie die Chance auf eine Unterhaltung mit
    Exzellenz  Dexter Nemrod von Waldstein
    Graf von Wehrheim, Baron zu Ulmenhain,
    ehem Kaiserlicher Marschall Garetiens, Reichsgroßgeheimrat


    Sie sollen magische Brandöl an die Ostküste liefern um die Seeadler von Beilunk mit Munition zu versorgen und einen Verräter enttarnen!
    Die Unsagbaren Tiefen rufen nach ihnen


    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:56:15 von Frostgeneral »
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    • 07. März 2017, 11:33:56
    EFFerd Vademecum
    « Antwort #12 am: 07. März 2017, 11:33:56 »

    Aus den Memoiren des Efferdi Efferdaios, Sohn des Praiokles

    "Das düfte zu Beginn des Boron im Jahre 32 Hal gewesen sein. Ich hatte damals den kleinen Hund Magnus adoptiert und erinnere mich noch recht gut an den Beginn dieser Geschichte, die das Leben so vieler beeinflussen sollte:
    Dexter Nemrod, ein Name, der mittlerweile jedem gebildeten Aventurier geläufig sein sollte, hatte sich an meine Gefährten und mich gewandt. Damals war er schon für den KGIA tätig und hatte durch einige Tricks unsere Vertrauenswürdigkeit auf die Probe gestellt und für seine Zwecke dienlich befunden. Die politische Lage war damals recht heikel und da ich nicht weiß, wer dies hier lesen wird, werde ich nicht zu viele prekäre Details veröffentlichen. So viel sei gesagt: Admiral Radal Salin hatte mit der Seeadler von Beilunk fahrt aufgenommen und niemand war so gut darin, Jagd auf Dämonenarchen zu machen, wie dieser Mann. Nur: Admiral Salin war damals schon Feind des Mittelreichs - zumindest offiziell. Inoffiziell war er ein hochwirkungsvolles Instrument und wir sollten den Kontakt zu ihm aufbauen.

    Wir reisten damals mit einem Warentross von Gareth gen Perricum. Eingeweiht in die politischen Machenschaften war ein Sohn und Trossführer des Hauses Stoerrebrandts, der uns nebst 40 Wagen samt Schiffsbewaffnung und weiterer Takellage, beschützt durch eine Gruppe Söldner und einen neuen Ritter und seiner Knappin, eskortierte.

    Jaja, Yarlan Greifenmund von Schnattermoor und seine aufreizende Knapping Myria. Ein so verdorbenes wie lieblich anzusehenden Ding. Von Schiffsfahrt und Nautik keinen blaßen Schwimmer, erinnere ich mich noch genau, wie eine Diskussion über die Krümmung Deres ausbrach. Gerrik und Kasim verfielen in eine Diskussion über eine unsichtbare, aber wohl nicht magische Kraft, die alles zum Bodeninneren ziehen solle. Grâvitatíon oder so ähnlich. Mittlerweile ist wohl mehr darüber bekannt, aber ob dieses Fachgesimpel wirklich einen Nutzen hat... Ich bin und war skeptisch.

    Rund anderthalb Wochen später kamen wir dann in Perricum an. Hier würde sich unsere Reise vom Rest der Gruppe trennen: Die Seeadler konnte nämlich nicht im hiesigen Militärhafen anlanden, ohne dass ihre Besatzung sofort festgesetzt worden wäre. Unsere Reise musste erst über die Trollzacken weitergehen. Dort, über einige Wege gen Firun würde man schließlich den Ankerplatz der Seeadler finden und Admiral Salin Kontakt aufnehmen können. Führen sollte uns ein Mann names Phrygaios Syrtakis. Er hatte Ragnar auf einer Straße in Perricum angesprochen und wusste gut über unser Ziel Bescheid. Man hätte meinen sollen, er wäre ebenfalls ein Agent der KGIA oder zumindest von dieser rekrutiert worden, aber mich konnte er damals nicht überzeugen. Der Wahrheitsgehalt und seine Motive solten dann aber in den nächsten Wochen klarer werden..."[/b]
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    • 07. März 2017, 11:34:12
    Der Brief eines Sohnes
    « Antwort #13 am: 07. März 2017, 11:34:12 »

    Aus einem nie abgesendeten Brief, gefunden an Bord der Seeadler von Beilunk

    Liebste Mutter,

    Ich hoffe dieses Schreiben erreicht euch bei bester Gesundheit und, dass du mir nicht mehr all zu sehr grollst weil ich
    in ein Leben als fahrender Ritter aufgebrochen bin, denn es hat sich eine Möglichkeit ergeben, dem Reich und den Göttern fernab unserer Heimat zu dienen.
    Durch die Bekanntschaft mit einigen Umherziehenden begab es sich, dass ich mich derzeit an Bord der Galeere "Seeadler von Beilunk" befinde.
    Wie man mir berichtete, gilt ihr Kapitän mitsamt seiner Mannschaft offiziell als Reichsverräter, aber einer meiner Gefährte, ein Geweihter des Efferd
    versichterte mir, dass Kaptitän Rateral Sanin mit den besten Absichten und zum Gefallen der Zwölfe handelt.
    Noch bevor wir jedoch an Bord gehen konnten, wurden wir von einer Rotte Untoter angegriffen, derer wir uns erwehren mussten, eine Gelegenheit, bei der der Kapitän und seine Leute unter Beweis stellen konnten, dass sie mit Rondras Gaben reichlich gesegnet wurden.
    Leider scheinen nicht alle Männer in der Mannschaft Vorbilder zu sein, oder auch nur einen Funken Ehre am Leib zu haben. So musste ich mir doch unlängst eine Beleidigung
    von einem sogenannten "Wachoffizier" anhören, der auf meine Aufforderung, er solle seine Worte doch mit dem Schwert in der Hand bekräftigen sogar die Unverschämtheit besaß auf mich zu schießen.
    Aber auch dem werde ich schon noch beibringen, wie man einen Adligen zu behandeln hat. Wenn dieser Brief dich erreicht, werden Myria und ich sicher noch von weiteren heldentaten zu berichten haben, falls sich denn die Gelegnheit beitet, einen Boten zu finden.

    Dein dich liebender Sohn,

    Yarlan Greifenmund
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    • 17. März 2017, 09:17:58
    Operation Perlenmeer
    « Antwort #14 am: 17. März 2017, 09:17:58 »

    Operation Perlenmeer

    Monate später erreicht dieser Brief das Kloster der Heiligen Noiona in Selem.
    Zu Händen: Zulhamin Ramirez von Selem


    Liebe Mutter,
    ich hoffe das es dir gut ergeht, mir geht es sehr gut. Die Seefahrt ist aufregend, doch davon schreibe ich dir später mehr, zuerst einmal möchte ich dir von allen wichtigen Leuten schreiben die ich getroffen habe und von paar Reisegeschichten. In Havena wurden ein paar Helfer, inklusive mir von Vilai ni Vecushmar angeheuert einige Schmuggler dingfest zu machen.

    Meine Freunde waren ein Zwergischer Simiageweihter names Krolax Simiatreu, er war ein anständiger Mann und hatte geschickte Finger, egal ob es um Holz, Stoff oder das zusammenflicken seiner Freunde ging, er war immer für uns da. Leider hat er in Perricum später auf einem anderen Schiff angeheuert als ich, und so haben sich unsere Wege getrennt.

    Einem Stabsfähnrich namens Ulfrik von Rommilys, er war wohl schon ein Kriegsveteran und ich habe viel über Taktik und Strategie von ihm lernen können. Unsere Wege trennten sich unglücklicher, er starb mit einem Bolzen in der Brust bei der Erstürmung einer Burg des Wahnsinnigen Burgherren und Ritters Hagol von Sturzenstein, der seine Bevölkerung mit finsteren Experimenten zugrunde richten ließ, nur um sein Leben künstlich entgegen der göttlichen Ordnung verlängern zu lassen.

    Adeptus Minor Padraigin Quent von Riva stellte sich die kleine zierliche Frau das erste mal in der Taverne Esche & Kork uns vor eine Kampfmagierin aus dem Stoerrebrandt Institut zu Riva. Sie konnte mit einem Fingerzeig vier Leute gleichzeitig in Flammen aufgehen lassen. Leider ist sie auch mit dem Zwerg Krolax auf ein anderes Schiff in Perricum gestiegen, seit dem habe ich sie nicht mehr gesehen.
    Der nächste Magier der dabei war, war ein Tocayumac aus dem Horasreich sein name war Tokahe Cante Tinza Hapa, ein Magier der während des Sturms auf die Burg von Hagol von Sturzenstein verschwand. Padaraigin Quent hat berichtet, dass er von einem anderen Magier mittels eines Transversalis abgeholt wurde, ich hoffe es geht ihm gut.

    Das Konzept von Ifirn, ich halte es für gleichermaßen faszinierend wie auch verstörend. In Selem wurde mir beigebracht weg zu sehen und nur den Anweisungen des Auftraggebers zu lauschen und hier treffe ich auf ein Konzept von Geweihten, von dem ich dachte das sie keine Woche in Aventurien überleben könnten. Ihr name war Nakila von den wilden Wölfen, was aber viel beeindruckender als ihr Name ist, war ihre Geschichte, die Geschichte der Geburt der Ifirn.

    Seit der Burgerstürmung begleitet mich ein garether Thorwaler namens Ragnar Ogilson er ist schreiber für den Aventurischen Boten und mir ein guter Freund geworden. Selbst nennt er sich “Heldenmund” er ist schon ein lustiger Typ, zwei Schritt groß und so dünn, dass man das Gefühl hat er zerbricht bei der nächsten steifen Brise. Ich hab meinen Freund “Bohnenstange” wie ich ihn gerne nennen ins Herz geschlossen, gefühlt habe ich also einen Freund bisher zwar nur einen Freund gewonnen, aber du weißt ja wie mißtrauisch ich bin.

    In Perricum habe ich die Mission gehabt eine Lieferung von Versorgungsgütern nach Norden in die Berge zu bringen um ein Schiff namens “Seeadler von Beilunk” zu versorgen. Auf der Reise hat mich ein Ritter vom alten schlage begleitet, so nennt man diese engstirnigen Ritter die außerhalb ihrer Burg keine überlebenschance hätten. Sein name ist Yarlan von Schnattermoor, “ist” deswegen, weil er mich zu dem Zeitpunkt des Schreibens meines Briefes noch begleitet. Er ist genau die Sorte von Ritter, die sich nicht einmal ohne Hilfe selbst Unfallfrei die Schuhe zubinden kann, er kann zwar mit dem Schwert umgehen, aber der rest der Welt überfordert ihn. Seine Knappin Myria Galahan-Mersingen ist noch ganz nett, ich verstehe nur nicht, sie macht mir so einen Intelligenten eindruck, warum sie so werden will wie Yarlan. Dieses Ritterkonzept hat meiner Meinung nach keine überlebenschance, aber vielleicht bin ja auch nur ich zu engstirnig, inklusive des zwoten Wachoffiziers, der ihm wegen ungehorsams angeschossen hat.

    Der Eis-Elementarist Kasim aus Drakonia, einer Akademie im Raschtulswall ist einer der schweigsamen von meinen Begleitern. Ich kann mit ihm nicht viel Anfangen, wir haben wohl absolut nicht die gleichen Hobbys und Ansichten von Dere. Bisher ist meine Meinung von Magiern eher ernüchternd, wenn sie ihre Zauberkräfte haben, können sie große Zauberei wirken, sollte aber ihre Kraft von Mada erschöpft sein, sind sie hilfloser als Kinder.

    Zu guter letzt habe ich mir den EFFerd Geweihten Efferdaios Sohn des Praiokles aufgehoben, ein Mann groß und stark von den Zyklopeninseln. Seine aufbrausende und impulsive Art wird ihn wenn er nicht aufpasst noch ins Grab bringen. Kennen gelernt habe ich ihn bei der Erstürmung der Burg von Hagol von Sturzenstein bei dem Umstand dass er gefangen genommen wurde, weil er sich alleine mit den Ork Wachen geprügelt hat. Er ist Mutig, wenn aber auch nicht schlau, aber vielleicht muss man das nicht sein um EFFerd zu dienen.

    Ein begleiter der erst letztens also vor ein paar Tagen gestorben ist, er hat sich für uns geopfert in einer Alverans-Mission, ist Gerrik Götterwill vom Berg und vom See. Die Gold-Morgen-Tarantel drohte uns zu verschlingen und er setzte sich mit einem Artefakt in der Hand auf ein Ruderboot, das Artefakt ließ ihn wie unser Schiff erscheinen, während unser Schiff mittels Magie in die Luft Geflogen ist, und so ist er, statt unserer verschlungen worden, ich hoffe die Götter mögen sein Opfer anerkennen und ihn in ihre Hallen aufnehmen.


    Somit kennst du nun die wichtigsten Begleiter die ich in letzter Zeit getroffen hatte bzw. die mich teilweise eben noch begleiten. Um es nochmal kurz zu umschreiben, aktuell auf der Seeadler von Beilunk sind wir, weil wir Dämonenarchen jagen und versenken wollen, damit die Meere Deres wieder sicherer werden. Auf diesem Feldzug begleiten mich der Geschichtenerzähler Ragnar, der Ritter Yarlan mit Knappin Myria, der Eis-Elementarist Kasim, und der EFFerd Geweihte Efferdaios mit seinem Hund Magnus. Unter dem Kapitän Ratteral Sanin dem zwölften sind wir aktuell auf dem Weg nach Maraskan.



    23. Boron 1025 BF
    Ein großer Teil der Vorräte ist verschimmelt, bestimmt wieder dieser Verräter den wir an Bord haben. Wir müssen ihn finden, die Lademeisterin Trellona ay Nashira wird nicht so dumm sein und sich selbst belasten, zumindest schließe ich das aus dem letzten Gespräch mit ihr. Einige zerschnittene Taue hat Ragnar gefunden, und die Kisten sahen auch teilweise so aus, als wenn sie mit einem stumpfen Gegenstand angeschlagen wurden, so dass (Un)Wasser besser bzw. überhaupt in sie eindringen kann.

    Ragnar berichtet mir, das in der Küche ab und an komische Gepflogenheiten nachgegangen wird, dann nämlich schmeißt der Küchenchef Phelizzo “der Bierbaron” alle Leute raus und schließt die Küche ab um mit einem nicht Küchencrew Mitglied namens Veon eine “Besprechung” abzuhalten.

    Ich habe endlich die Zeit gefunden dazu Kasim mit zu teilen, das sein K.G.I.A.-Ring vielleicht in der Hand von dem sprechenden Krokodil namens Lido Kork ist, er soll sich darum bemühen ihn wieder zu bekommen. Die Akquirierung des Ringes gestaltet sich als schwerer als gedacht, Lido will von ihm etwas dafür, und das etwas darf auch ruhig ein unmoralisches Angebot sein, ich bin mal gespannt wohin das so führt.
    Wegen meiner Anstellung die nun Offiziell ist, als Offizier bzw. Leutnant zur See, habe ich nun die Offizierskajüte bezogen, ein wenig mehr Ruhe zur Erholung wird mir gut bekommen. Das Bett teile ich mir im Schichtwechsel mit Viburn d. Stählernen dem zwoten Wachoffizier, Yarlans Nicht-Freund.


    24. Boron 1025 BF
    Es ist mitten in der Nacht, zwischen der Borons- und Hesinde Stunde (04:30 h) als ein alarm über das Schiff geht, Kontakt! Es stellt sich aber als harmlos heraus, es ist nur ein Hochseefischer namens Wendeldür. Ich beobachte sein treiben, kann aber keine Spur von Verrat oder Hinterhalt entdecken.
    Wendeldür berichtet uns einige Neuigkeiten aus der Warunkei:
     - Die untoten Horden vor Beilunk ziehen sich aus unerklärlichen Gründen langsam zurück.
     - Über der Stadt Warunk soll sich eine unbekannte schwarze Wolke gebildet haben.
     - Auf dem Molchenberg lässt der untote Drache Rhazzazor eine goldene Pyramide bauen.
     - Vor der Insel Rulat, einer ehemals Mittelreichischen Gefängnisinsel werden vermehrt Dämonenarchen gesichtet.
     - Vor Beilunk regnet es wohl Tang anstatt des EFFerd gepriesenen Wassers.
     - Der Hunger wird in Beilunk immer größer, die Stadt stößt bald an ihre Grenzen wenn das so weiter geht.


    Der erste Bordkaplan, ein EFFerdi der auf den Namen Thimoran von Bethana hört scheint wieder unter uns zu sein, er lag von Anfang an als wir das Schiff betreten haben Krank in der Kapitänskajüte. Er berichtet uns dass er von einer Spinne träumt die über das Wasser laufen kann, vielleicht eine Vision dessen was wir, die Offiziersriege als Gold-Morgen-Tarantel bezeichnen, den goldenen Baumstamm der vor ein paar Tagen versucht hat unser Schiff zu “verspeisen”. Thimoran scheint ein Geweihter mit dem zweiten Gesicht zu sein, zumindest offenbart sich mir das so, er bietet uns an die Zukunft mit Inrah-Karten zu legen. Ragnar und ich lassen uns den Inrah-Baum legen und sind fasziniert von seinem Detailreichtum. Efferdaios nimmt lieber das Inrah-Rad oder auch Stern wie er genannt wird, und muss feststellen, dass Xeledon, der Gott des Spottes und des Hohns ihn wohl auf’s Korn genommen hat, erstens ist eine Karte die gezogen wird dabei, die eigentlich nicht im Deck sein dürfte, und zweitens ist das Ende, sein Mühen Lohn Xeledon, also nichts, nur Spott und ein unnötiger Tod.


    25. Boron 1025 BF
    Der Tag neigt sich fast dem Ende zu, wir passieren die Zwerginseln Ilderasch, Olrong und Kibrom. Inseln heissen so, weil Zwerge vom Festland aus, von den Beilunker Bergen aus, Tunnel gegraben haben bis zu den Inseln, damit sie kein Schiff nehmen müssen, das ist brillant, mutig aber auch gleichzeitig wahnsinnig. Ich bin schon auf Maraskan gespannt, dort wollen wir wohl zuerst einmal in einer kleinen Schmugglerbucht anhalten, und danach wohl in Boran, einer von Haffax besetzten Stadt.
    « Letzte Änderung: 08. Mai 2017, 20:44:35 von Frostgeneral »
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