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Autor Thema: Eure Erfahrungen: Wie macht ihr das mit dem Feedback in euren Spielrunden?  (Gelesen 225 mal)

ScarSacul

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Salute!

In meiner aktuellen Episode #HeadRollPodcast habe ich über meine Sicht zum Thema Feedback in Rollenspielrunden gesprochen. Darin habe ich knapp aufgeführt, warum ich dieses in Rollenspielrunden per Voicechat, wie sie auf der Drachenzwinge stattfinden, besonders wichtig finde. -> Link zu: #HeadRollPodcast #7 - "Feedback Kultur etablieren"

Wie sind eure Erfahrungen mit Feedback in Rollenspielrunden? Gelingt es euch, den richtigen Ton zu treffen, damit niemand dadurch gekränkt oder verletzt wird? Hat Feedback in euren Spielrunden seinen Platz? Sprecht ihr Feedback direkt an oder verlagert ihr das aufs Forum? Oder habt ihr eure ganz eigenen Methoden?

Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte hier im Beitrag!  :thumbsup:

In diesem Sinne
ScarSacul
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Das Universum ist groß genug, dass jede Wahrheit darin ihren Platz findet.
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Weltengeist

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Ich bin ein bekennender Gegner von formalisiertem Feedback nach Spielrunden.

Ich bemühe mich zwar, möglichst häufig zu loben und freue mich natürlich auch selbst über ein nettes Wort (oder zumindest über erkennbare Begeisterung der Mitspieler). Und wenn sich die Runde unrund anfühlt, frage ich auch mal nach.

Aber Feedbackrunden als feste Institution erinnern mich unangenehm an die Arbeit und an die permanente Selbstoptimierung, der wir uns ja bitte alle in jedem Aspekt unseres Lebens unterwerfen sollen. Und frage mich, ob demnächst auch Feedbackrunden nach dem Sex in Mode kommen... >:D

P.S.: Ich habe aber auch mehr als einmal erlebt, dass Spielleiter, die um Feedback nach der Runde gefragt haben, da eigentlich nur ihre Runde Lob abholen wollten und dass kritische Anmerkungen da gar nicht gewünscht waren. Ich Dummchen ich, auf sowas falle ich natürlich immer wieder rein...
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boeseMuh

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Ich habe bisher immer Feedbackrunden nach meinen Runden durchgeführt und finde das auch hilfreich.
Natürlich freue ich mich dabei über Lob. Ich denke, dass Loben auch wichtig ist. Spielleiten kostet gerade mit fremden Spielern viel Überwindung und da ist es schön, wenn es gewürdigt wird.
Aber über konstruktive Kritik freue ich mich genau so sehr,
vor allem bei Systemen, die ich noch nicht oft geleitet habe.
Und ich gebe auch gerne Feedback. Wobei mir die Mischung aus Lob und konstruktiver Kritik nicht gelingt. Ich lobe entweder nur oder kritisere nur. Feedback geben will halt auch gelernt sein.
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Iskierka

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Feedback ist knifflig aber wichtig.
Ich mag feste Feedbackrunden nicht, ich selber finde das albern (wie habe ich das in der Schule gehasst). Aber es ist wichtig untereinander Feedback auszutauschen, genug runden zerbrechen daran, dass nicht kommuniziert wird, wenn etwas nicht stimmt. Daher ist es da wichtig Probleme anzusprechen und dem SL eine Rückmeldung zu geben wo er Baustellen hat.
Ich weiß selber, dass meine extrem ehrliche und direkte Art manchmal nicht gut ankommt, aber ich meine es selten böse. Es ist nur verdammt schwer Dinge nett zu verpacken ohne die Botschaft verloren gehen zu lassen... Die Schulmethoden: Sandwich usw. sind ätzend, aber die Kernidee etwas nettes und was schlechtes immer zusammen passt schon... Wenn es gekünstelt wirk weiß aber jeder, dass es nicht ernst gemeint war. Von daher, einfach ehrlich sein. Wenn man dann rücksicht nehmen will: einzeln ansprechen ohne andere dabei.
Aber eines darf man nicht vergessen. Im Ergebnis sind SL Künstler und die meisten Künstler brauchen Lob und Anerkennung damit sie weiter motiviert und kreativ bleiben ;)
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Meine beiden Gruppen:  haben beide noch Plätze frei ;)
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Ravno

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Zitat
Im Ergebnis sind SL Künstler

danke! wenn ich sowas sage gucken mich die meisten immer an als ob ich ein Ausseririscher waere.

Wobei ich Feedbackrunden gerade in Spontanrunden fuer sehr wichtig halte. Wie soll ich mich als Erzaehler auch sonst verbessern?
Ideen die die Spieler positiv stimmen kommen auf die Liste: jo, kann ich machen.
Ideen die die Spieler negativ aufnehmen kommen noch mal in die Werkstatt.

Gerade da viele meiner Abenteuer Experimente sind, brauche ich klare Rueckmeldungen.

Was ich mit dem Feedback mache:
Jeden Negativen Punkt in der Bewertung aufschreiben und dann in ruhe mit etwas Abstand noch einmal bewerten. Stimme ich dem selber zu oder nicht. Wenn ich dem Punkt zu stimme ueberlege ich danach wie ich diesen umsetzen kann.

Ich geb mal ein Beispiel:
Spieler A wollte das ich die Welt komplett in Software nachbaue...kein Witz.
Ich habe darueber herzlich gelacht und den Punkt von der Liste gestrichen.
Spieler B wollte seinen Char vor der Runde den anderen Spielern vorstellen.
War eine gute Idee, also gebe ich den Raum dafuer wenn die Spieler das moechten.
« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 19:05:24 von Ravno »
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Wobei ich Feedbackrunden gerade in Spontanrunden fuer sehr wichtig halte. Wie soll ich mich als Erzaehler auch sonst verbessern?
Ideen die die Spieler positiv stimmen kommen auf die Liste: jo, kann ich machen.
Ideen die die Spieler negativ aufnehmen kommen noch mal in die Werkstatt.

Dem gegenüber stehen leider Spieler, die sich denken: "Bei Spontanrunden gebe ich immer positives Feedback, egal wie grottig die Runde eigentlich war. Ich muss mit den Leuten ja nicht nochmal spielen". Wurde so ähnlich hier im Forum in einem anderen Thread zu diesem Thema von einem Spieler geäußert.

LG
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Das Problem damit ist, dass es voraussetzt, die menschliche Dummheit sei begrenzt.

Weltengeist

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Dem gegenüber stehen leider Spieler, die sich denken: "Bei Spontanrunden gebe ich immer positives Feedback, egal wie grottig die Runde eigentlich war. Ich muss mit den Leuten ja nicht nochmal spielen". Wurde so ähnlich hier im Forum in einem anderen Thread zu diesem Thema von einem Spieler geäußert.

Wie schon gesagt: Es gibt auch Spielleiter (auch in Spontanrunden), die Feedback einfordern, aber dabei eigentlich nichts Negatives hören wollen, sondern eher erwarten, dass jetzt umfassend gelobt wird. So wie die absolut allermeisten Menschen generell nicht mit Kritik umgehen können und stattdessen sofort in den Rechtfertigungsmodus (oder sogar in den Beleidigt-Modus) schalten.

Ich kann schon verstehen, dass sich da so mancher Spieler denkt: "Einfach lächeln und winken, ich muss ja nicht nochmal mit ihm spielen. Immerhin hat er sich ja Mühe gegeben, war halt nicht meins, aber damit muss ich ihm ja jetzt nicht auch noch den Abend versauen." Mache ich bei manchen Leuten auch so. Wahrscheinlich muss ein Spielleiter, der ernsthaft (!) auch an Verbesserungsvorschlägen oder gar Kritik interessiert ist, das nochmal anders kommunizieren. Keine Ahnung, wie man das am besten macht.

Ich persönlich finde ich ohnehin angenehmer, das Feedback erst am nächsten Tag zu geben bzw. zu bekommen. Direkt nach der Sitzung bin ich da zu emotional, sowohl als Sender als auch als Empfänger.
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Shogoth64

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ich denke, dass ritualisiertes / formalisiertes Feedback  nicht die richtige Herangehensweise ist, insbesondere DIREKT nach der Runde.

Am schönsten finde ich sowas immer im Gespräch am Tag drauf oder ein paar Tage später. Wenn ich Feedback brauche, sage ich dann auch einfach an, dass die Leute "sich nochmal Gedanken machen sollen" und meistens bekomme ich gerade ein paar Tage später dann detailiertes Feedback im positiven wie negativen Sinne. Das mache ich aber meistens nur dann, wenn ich wirklich mal was Ausprobiert habe (ein Horrorabenteuer in der Fantasyrunde, ein Vietnamsetting in einer sonst eher Detektivorientierten Runde oder auch mal neue Systeme).
Im "Tagesgeschäft" (also als SL von festen Runden) hole ich mir sowas nicht ein, sondern rede einfach mit den Leuten öfters mal. Meistens zeichnet sich hier ein Stimmungsbild ab, besonders wenn man das Gespräch ab und an mal auf die SCs lenkt. Mit ein wenig Empathie hört man heraus, wenn das nicht stimmt und dann kann man sich auch nochmal zusammensetzten.

Schriftliches Feedback ist immer so ne Sache, die man aber auch mal betrachten sollte. Hier hat man natürlich wieder das alte Problem, dass jeder den Text so liest, wie er ihn hören will. Aber natürlich gibt Text dem Kritisierenden auch die Chance, Dinge auszuformulieren, kann also manchmal auch ein Segen sein, besonders wenn was WIRKLICH nicht stimmt.

Das mal so als meine fuffzisch Fennisch dazu
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