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 am: 19. Juli 2026, 21:08:40 
Begonnen von Olf - Letzter Beitrag von Olf
Blue, Orkin, Matrix und Couch-Potato. Nur am durchschnorren bei anderen.
Finn, Norm, Streetsam, war einmal zwangsweise bei einer schweizer Terrorgruppe dabei. Nun will er in die Schatten einsteigen.
Mr. Samsara aka Clarke Fasante, Norm, Wirtschaftsanwalt und Magier. Grauer Bart, Glatze, schiefe gelbe Zähne. Warum genau er in den Run einstieg, bleibt im Dunklen.
Der Dekan ehem. Bembel ehem. Uff - Troll, Streetsam, Rigger und Face. "Experte für multidimensionale zwischenmenschliche Interaktion". Nur noch ein Hauch von Essenz. Biegt sich über Religion und eingebildete KFS die Welt zurecht. Gefühlskalt aber loyal.
Zap ehemals Drag - elfischer Schamane mit Donnervogel. Wird von Interpol gesucht. Hat nun neben seinem Gesicht auch seine DNA verändern lassen, nachdem er über sie ein zweites Mal in Schwierigkeiten kam.

Madame Bleu goes shopping
Meine Wegwerf-Komms müssen mal wieder resettet werden. Wer wäre da besser geeignet als Blue? Sie nennt einen Treffpunkt. Ein Café zwischen Zoo und Zentralbank. A-Gebiet. Bleibe also legal und düse mit meinem Bulldog dorthin. Also eher, ich stehe im Stau rum und lasse mich langsam vorwärts schubsen. Vor Ort erledigt sie alles, möchte selbst aber auch etwas einkaufen. Sie drückt sich mal wieder derart verschwurbelt in abgebrochenen Halbsätzen und Bildern aus, dass ich keine Ahnung habe, worum es genau geht. Zumindest um etwas Technisches, das wurde klar. Sie will zu Fritten Toni. Am Frittenwagen angekommen, erfahren wir, dass er immer noch nicht am Start ist. Blue ist geknickt. Toni war ihr einziger Schieber. Ich nehme sie mit zu 2Take. Auch Takemuso Takeshi besorgt Dinge und ist der Besitzer des "Äppelwoi Wagner" in Sachsenhausen. Auf dem Weg dorthin eine Kontrolle durch die Polizei. Alles in Ordnung. Ich darf weiter fahren. Unterwegs ruft Finn an, wie sich unser neuer Chummer aus der Schweiz jetzt nennt. Er sucht einen Job. Klingt angetrunken und verzweifelt. Ich wimmel ihn ab. Natürlich denke ich an ihn. Rufe bei der Gelegenheit gleich 2 Take an und sage schonmal Bescheid, dass ich mit einer neuen Kundin komme.
Im Wagner ein ungewohntes Bild. Eine große Familie mit jungen Kindern. Das jüngste noch ein Baby, das unentwegt nervig schreit. Zwei Kleinkinder rennen rum und stimmen in den Schreichoral ein. Dann an einem anderen Tisch ein älterer Mann. Hochwertige Azzie-Klamotten. Bart. Gelbe schiefe Zähne. Irgendwie erinnert er mich an Paris... Der letzte Run unter dem Namen "Uff". Grandioser Fehlschlag. Vampire, Kannibalen, Ghule... "Beten Sie, dass sich unsere Wege nie wieder treffen.", klang mir die Drohung wieder in den Ohren. Ein Schmitt, der mit seinen Werwesen und Magiern einfach in meinem Stammdöner auftauchte und ihn sich für den Rest des Tages gemietet hatte... Drek, haben mich die Azzies gefunden und das ist ihr Auftragskiller? Aber für einen Killer ist er zu auffällig... Ich setze mich an die Bar und beobachte ihn weiter. Er mustert mich lange. Als ich einen kurzen Blick wage, sehe ich, wie er mich askennt. Die Kinder schreien... Ich reiße mich zusammen. Becky lächelt mich an, schnappt sich zwei Lollies und beruhigt damit die Kleinen.
"Das übliche?"
Ich nicke. "Was ist mit dem Opa. Kennt man den?"
"Der kommt seit ein paar Monaten regelmäßig. Gegen Mittag. Trinkt ein Glas Milch und geht wieder."
"Komischer Kauz."
Becky lächelt und schaut mich auffällig an. "Ist nicht der einzige hier."
Ich sehe im Spiegel den Blick des Atzie-Opas lange auf mir liegen. Jetzt askennt der mich auch noch... Anspannung macht sich in mir breit. Zudem schreit der Kleine hinten. Extrem nervig. Becky nimmt zwei Lollies und ist schon unterwegs. Der Alte kommt seit ein paar Monaten... Das Einhorn? - Nein, beide Runs waren erst vor Kurzem. Die Brotdose? - Nein, das war reine Beschaffung und hatte nix mit den Blutwixern zu tun. Der Vampir südlich von Oberrath, dem ich damals im Auftrag der Yaks die Frauen geliefert habe? Der war verschwunden, als ich ihn killen wollte. - Möglich. Ansonsten bleibt nur noch Caracas und Paris. Also von Anfang an. Aber warum sollten sich die Azzies dann zeigen? Und warum gerade jetzt?... Murphys Law. Alles , was möglich ist, geschieht auch irgendwann, wenn die Zeit nur lange genug ist. Also vielleicht doch nur Zufall?

Exkurs: Lifecoach Baphomet mit seinem Kunden Clarke Fasante
"Zufall existiert nicht. Das Schicksal spinnt seine Fäden, wir erkennen sie nur nicht immer. Dazu kommt, dass unsere Entscheidungen das zukünftige Schicksal ändern. Es ist alles ausschließlich Ursache", Baphomet nahm einen Apfel und rollte ihn über den Mahagonischrebtisches seines Büros, "und Wirkung." Der Apfel rollte über die Kante und fiel zu Boden.
Clarke Fasante grinste. Seine schiefen gelben Zähne bildeten einen Gegensatz zu seinem ansonsten makellosen Äußeren. Sein teurer Anzug bewies, dass es eine Entscheidung war, seine Zähne genau so haben zu wollen. "Das können Sie noch so oft behaupten, Baphomet, es wird allerdings nicht verhindern, dass ein Chaospendel sich nicht vorausberechnen lässt."
"Dann sollten wir übereinkommen, dass wir in diesem Punkt nicht übereinkommen, mein Freund." Dabei schenkte Baphomet noch einen edlen Wiskey in die beiden Gläser. Clarke Fasante war kein Freund. Er war ein gefährliches Raubtier wie er selbst auch. Ein Manipulator und Trickser. Mitglied der Illuminates Of the New Dawn, IOND. Allein dafür hasste er ihn. Eine Vereinigung reicher Säcke, die sich über ihn schon im Eastburne College lustig gemacht hatten, als er noch ein Kind war. Es musste aber einen Grund haben, warum Brackhaus verlangte, ihn als Kunden zu haben...
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Ich beschloss, ihn zu konfrontieren und setze mich ihm direkt gegenüber auf den freien Platz. Ohne zu fragen. "Guten Tag."
Er lässt mich warten, nimmt einen Schluck aus seinem Glas Milch. Leckt sich betont langsam über die Lippen als wolle er, dass wirklich jeder seine schiefen gelben Zähne sehen könne. Meine Abneigung gegen ihn kann ich kaum verbergen, dementsprechend zäh läuft der Small Talk. Förmliche Vorstellung gab es schon Mal keine.
"Reden wir mit denen?"  Blue schmatzt laut an einem Lolly, den sie wohl einfach vom Tresen gemopst hat. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie sie nach hinten zu 2Take ging, geschweige denn, dass sie zurück kam.
"Ich will wissen, was der Azzie hier macht." Ich beobachte das Gesicht meines Gegenübers.
"Ach, n Azzie...ne, ich meinte Anwälte." Blue tunkte ihren Lolly in meinen Kochkäs und schleckte weiter. Manchmal frage ich mich, wer von uns beiden den Ogermagen hat.
"Ach, ein Anwalt..." Klar. Auch die Azzies müssen irgendwie rekrutieren. Über meine interne Verbindung machte ich den Raum im Keller klar. Abhörsicher. Mal schauen, was er für ein Angebot macht. "Vielleicht sollten wir im Keller weiter reden, Herr..."
"Fasante. Clarke Fasante." Er zeigte kurz eine Visitenkarte. Spectre, Gruber, Fasante & Partner. Wirtschaftsrecht. "Wir sind neu hier in der Stadt."
"Nun, ich hätte einen abhörsicheren Raum gebucht, um ihr Angebot zu hören." Der ist wirklich einfach nicht zu durchblicken. Alles in mir warnt mich davor, mit ihm zu arbeiten, aber das Angebot anhören kann man ja mal.
"Ich werde normalerweise dafür bezahlt, wenn man mit mir reden möchte."
Blue rollte einen Credstick über den Tisch.
"Das reicht für eine Minute meiner Zeit", sagte Fasante ohne den Stick anzusehen.
"Zwei", grinste Blue ihn an. "Evelyn Bleu", sie hielt ihm ihre Hand hin, die er ergriff, "und ihr Jungs könnt ja jetzt Jungsdinge tun."
Irgendwie schien Fasante das umzustimmen. Auf jeden Fall ging er mit nach unten.

Als sich die Tür schloss, schaute Fasante auf sein Komm. "Sehr schade."
Offensichtlich hat er gerade festgestellt, dass hier alles abgeschirmt ist. "Ich wusste gar nicht, dass die Azzies wieder anheuern", kam ich gleich zum Punkt.
"Sie bestimmt nicht. Und was wollen Sie? Warum schleppen Sie mich hier runter?"
"Ich habe keinen Empfang, also kann ich nichts bestellen...", murmelte Blue eher zu sich selbst. "Zweimal Anzug, einmal Jeans und Kettchen...."
Irgendwie schien Fasante Gefallen an Blue gefunden zu haben. Jedenfalls reichte er ihr seine Visitenkarte. Blue genierte sich, nahm sie dann aber doch vorsichtig in mit beiden Händen und betrachtete sie wie ein Mysterium. Fasante wand sich mir zu: "Und Sie? Sind Sie paranoid oder sind es meine Klamotten? Meine Konzernzugehörigkeit vielleicht?"
"Nennen wir es ein Missverständnis." Ich gab ihm einen Nummer. Also die vom Wagner hier.  "Darf ich sie einladen?" Ich zeigte nach oben.
Er zuckte nur die Schultern und wir gingen wieder nach oben.
"Oh, du zahlst..." Blue öffnete in der AR die Speisekarte.
"Zahl deinen Scheiß selbst, Blue."
Die Karte wurde wieder geschlossen.
Beggy kam mit einem Äppler und einem Glas Milch.
"Das solltest du nicht mischen", kommentierte Blue in die Stille zwischen uns. "Das klumpt."
Fasante sah sein Glas Milch erst an, dann kippte er es auf ex hinunter.
Blue sah mich auffällig an, wartete kurz und meinte: "Ich versteh dich nicht."
"Manchmal versteh ich mich selbst nicht." Abgebügelt.
Blue schüttelte den Kopf. "Lauter merkwürdige Leute."
Fasante stand auf: "Also, Sie melden sich, wenn Sie Hilfe brauchen?"
"Jap. Sie ebenso?"
Er grinste und zeigte wieder seine schiefen, gelben Zähne umrahmt von einem Bart. Dann drehte er sich um und ging.
"Blue, du hast Recht. Lauter merkwürdige Leute."
Die Mama mit den zwei Kleinen zahlt. Das Mädchen streckt mir die Zunge raus, was ihrer Mutter peinlich zu sein scheint.
"Bist du weitergekommen mit deinem ... Anliegen?" Es würde mich wundern, wenn 2Take einfach so ein TacNet rumliegen hätte.
"Ja, ich muss jemandem helfen, damit er mir helfen kann." Wir ließen die Kinder passieren. "Hat ein Problem mit Gangern oder so."
"Was stammelst du, Blue?"
"Na, das Problem. Aber das wissen wir dann vor Ort. Hast du Zeit und Langeweile?" Sie sah mich treudoof an.
"Na gut. Jetzt bin ich schon da... und wenn´s für die Mannschaft ist..."
"Kennst du noch mehr Leute, die Langeweile haben?"
"Die kennst du doch auch alle." Finn. Sie kennt Finn nicht. "Ich war vor Kurzem wieder in der Schweiz. Hab jemanden mitgebracht. Will sich die ersten Sporen verdienen. Hat militärischen Background."

Ich steuere mein Komm an und stelle auf Lautsprecher. Inzwischen waren wir wieder im Bulldog und zogen weiter. Tuten. Tastendrücken. Poltern. Fluchen. Etwas Schweres fällt runter. Könnte ein menschlicher Körper auf Boden sein. Ja, war es, wie das Kamerabild zeigt. Das Komm rutscht nochmal aus der Hand. "Ja?"
"Spreche ich mit Finn?" Jetzt sah man sein Gesicht. Er sah aus wie durchgekaut, verdaut und wieder ausgekotzt.
"Ja", jetzt hörte man eindeutig den schweizer Akzent.
"Hätte nen Job."
"Oh, wie viel gibt´s?"
"Keine Ahnung. Was zu tun ist, weiß ich auch nicht, aber du arbeitest mit mir und ner Freundin."
Stöhnen. "Geht in sechs Stunden?"
Blue nickt.
"Ich sag dann Bescheid. Trink nen Kaffee und nimm ne Dusche."
"Kannst du das riechen...?"
"Nein, ich kann sehen, wie du stinkst", sage ich während des Auflegens.

Blue war damit beschäftigt, die Matrix nach Daten zu durchsuchen. Anscheinend hatte sie doch ein paar mehr Anhaltspunkte. Aber wenn man ihr nicht alles einzeln aus der Nase zieht, bekommt man nichts mit.  "Ok", begann sie, "wir treffen uns in sech Stunden... also um... 0.17 Uhr an der Babenhäuse Landstraße am Stadion des HC Sachsenhausen. Die spielen Hockey. Außerdem ist da auch noch ein Angebot mit Laufen, Triadlon und..."
Ich ließ sie reden. Die wichtigen Infos muss ich mir rausfiltern. "Wo ist der Einsatzort?"
"Langen. Irgendwas mit Gang oder so. Ich such noch."
"Langen? Da wo die eine Gang die zwei alten platt gemacht hat und jetzt neue Ware vertickt auf der Straße?" Die Namen der Gangs wollten mir einfach nicht einfallen.
"Keine Ahnung. Ich krieg meine Sachen immer auf Rezept. Sind zwar gefälscht, aber..."
Blue. Man weiß nie, ob sie einem nicht richtig zuhört, etwas falsch versteht oder einfach einen Witz macht.
Setze Blue ab, fahre nach Hause, nehme eine Dusche, gönne mir eine Mütze Schlaf. Ausnahmsweise mit Schlafregulator.

Zweiundzwanzighundert. Frühstück. Suche nach "Langen + Gang". Sicherheit liegt zwischen A (am Krankenhaus) und C (alles außer Innenstadt). Finde das Logo einer Gang aus Korea. Sehr gefährlich. Gehen über Leichen. Sehr rassistisch gegenüber allen Metamenschen. Inklusive Elfen und Zwerge. Keine Gnade. Autos. Drogen. Frauen. Die neue Droge, die sie verticken nennt sich Kaldeo.
Zweiundzwanzigfünfundvierzig. Rufe Blue an. "Wie viele hast du denn angeheuert?"
"Na, Finn und dich."
"Da unterschätzt du unseren Gegner erheblich."
"Aber alle anderen, die ich kenne wollen Kohle."
"Bezahl sie doch mit den Süßigkeiten, die dir dein neuer Freund bezahlt." Ich grinse sie an.
"Ja, genau, den ruf ich mal an! Danke, Dekan!"
Das Grinsen fiel mir aus dem Gesicht. Kannst. Du. Nicht. Ein. Mal. Dein. Maul. Halten!

Komme um 20 nach 12 an. Finn und Blue stehen schon im Halbdunkel an der Wand des Stadiongebäudes, um wenigstens etwas Schutz vor dem Regen zu haben.
Ich lasse die Scheibe runter. "Kommt doch rein."
Blue sah Finn an. "Ah, du hast gelogen. Du bist doch der Typ."
Finn sah mich an: "Was hast du ihr gesagt, Dekan?"
"Dass du aus der Schweiz bist."
"Aber das darf ich doch nicht sagen..."
"Jeder Depp, der dir zwei Minuten zuhört, weiß, dass du aus der Schweiz kommst."
"Also einer kommt noch", meinte Blue beim Einsteigen, "der machts für Exposure."
"Was für´n Zeug?"
"Erfahrung, Ruf."
Finn sah sie an: "Bist du der Schmitt oder bringst du uns zum Schmitt?"
Blue ignorierte ihn und sah mich an: "Kennst du noch jemanden?"
"Klar, aber die wollen Kohle."
Finn zuckte merklich. Ich musste innerlich grinsen und erinnerte mich an meinen ersten Job. "Schlecht bezahlt", hieß es damals. Lohn: Nada.
Blue sah zu Finn rüber: "Du machst das für Sporen, oder?" Finn wusste nicht, was er sagen sollte.
Natürlich will er Geld. Aber er hat halt keine Kontakte. "Also Blue, um was geht es."
"Aaalso."
Oh Gott, jetzt will sie sich besonders genau ausdrücken. Hilfe!
"Aalso. Es geht um...äh... einen ...ja, einen Freund... doch kann man so sagen, also eigentlich nicht. Es ist eher ein Bekannter. Oder? Nein, nennen wir ihn einen ...äh... Kontakt. Und um den geht´s eigentlich auch gar nicht. Sondern um...äh... einen ...Freund von diesem... äh... Kontakt."
"Komm zum Punkt, Blue!"
"Also der hat Probleme mit ner Gang und wir holen ihn raus."
Na also. Geht doch. "Dann bring uns hin. Husch, husch."
"Aber ich hab doch noch keinen Kontakt."
"Du hast doch was erzählt von einem Kontakt", bemerkte Finn.
"Ja, zu dem hab ich auch Kontakt, aber mir fehlt der andere."
"Der andere was, Blue."
"Na, der andere Kontakt zu dem Freund von meinem Kontakt. Versteht ihr kein Deutsch?"
Ich werde mir die Einzelheiten sparen, aber wir nervten Blue noch länger auf der Suche nach Infos, erfuhren aber nur von ihrer Lactoseintoleranz bei größeren Mengen Milch. Vielleicht sollte ich selber suchen. Das wäre weniger anstrengend als eine Unterhaltung mit ihr. Sie wirbt tatsächlich an ohne irgendwelche Infos zu haben. TacNet hin oder her...
"Wir warten noch auf einen, der macht das aus Langeweile. N Rechtsanwalt. Mischung aus Slumming und Rechtsberatung." Blue sah Finn an, als würde das alles erklären.
"Ich freu´ mich schon." Und wie...
Wir saßen also in meinem Bulldog im strömenden Regen vor dem Stadion.
Finn räusperte sich. "Blue, kannst du mir einen Gefallen tun?"
Man hörte ein lang gezogenes "Viel--leicht?"
"Hast du ne Flasche Vodka dabei?"
"Wenn du dich jetzt tatsächlich besäufst, bist du raus, Finn!", musste ich klar stellen.
"Ich mein nur. Wenn das Ganger sind, könnt ich sie wegen Kontaktaufnahme einladen..."
"Koreaner. Chingu, übersetzt Freunde.", Blue mal wieder aus dem Nichts. "Haben vor acht Jahren die "Redskins" und die "Barbarossas" platt gemacht. Seitdem haben sie da das Sagen. Will die mal anschauen, was die an Infanterie dabei haben."
Kann Blue meine Gedanken lesen?

Eine schicke Limousine fährt vor. Maybach oder so etwas.
Blue reckte sich. "Ich glaube, da ist unsere Unterstützung."
Finn war mit der Planung beschäftigt: "Bei dem Wetter siehst du kaum zwanzig Meter weit, wie willst du da was aufklären?"
"Ich sehe ja ein, da sind noch viele Lücken bis es einen Plan gibt", verteidigte sich Blue.
Der Anzugträger draußen hatte tatsächlich einen Chauffeur, der ihm die Türe öffnete und einen Regenschirm hielt. Für ihn. Nicht für sich. Als er an den Bulldog kam, öffnete ich die Türe. "Verfolgst du uns, Aztech?"
"Nennen Sie mich Mister Samsara." Er stieg ein und setze sich. "Ich hörte, Sie benötigen anwaltlichen Rat."
"Genau. Der Dekan meinte, ich soll dich engagieren."
"Gar nix meinte ich. Du hast es einfach gemacht, Blue."
"Du hast am Komm eindeutig gesagt, ich soll meinen neuen Freund anrufen!"
"Sind Sie sicher, dass Sie einen Anwalt brauchen und keinen Paartherapeuten?"

Wir fahren also nach Langen. Die Koreaner mal ansehn. Blue gibt Mr. Samsara einen Trech-Coat. "Damit du dort nicht so auffällst."
"So einen teuren Anwalt können wir uns gar nicht leisten", gab Finn zu bedenken.
"Die erste Stunde ist kostenlos, dann hängt es von den Ergebnissen ab." Was auch immer er damit meint. "Ergebnisse".
Ich ziehe mich während der Fahrt um. Panzerjacke, Helm, Beinschienen, Kampfstiefel. "Seh ich nicht aus, wie Otto Normalo aus den Slums?"
"Du siehst eher aus, wie jemand, der sich darauf vorbereitet, sich nicht weh zu tun." Blue wie immer lakonisch.
Samsara wurde wohl misstrauisch. "Sie haben doch nichts Illegales vor, oder?"
"Wir schauen nur nach den bösen Jungs und angeln einen." Finns Beruhigungsversuch war jetzt kein Bringer.
"Wir wollen nichts Böses tun, nur Böses beobachten", stellte Blue klar.
"Ich möchte nur darauf hinweisen, dass ein Anwalt immer nur so gut ist, wie die Informationen, die er bekommt."
"Ein Freund eines Freundes hat ein Problem mit den Chingus." Blue zeigte ihn die Informationen, die bereits gesammelt wurden. "Und irgendwie hab ich jetzt Hunger", schloss sie ab. "Ich zahle auch." Blue zahlt. Das lasse ich mir nicht entgehen!
Auf der Ausfallstraße also an eine Tanke raus. Alle wollen Burger, nur Samsara besteht auf seine Aztech-Nachos. Dreieckig mit Auge drin. Finn fängt wieder mit seinem Vodka an. Blue kommt zurück mit einer riesigen Tüte. Jede Menge Burger. Die Nachos gab es nicht. Statt Vodka muss Finn mit Strohrum klar kommen "...und dann hab ich noch Milchshakes für jeden draufgelegt!"

Nach Langen brauchten wir noch ne halbe Stunde. Es regnete immer noch in Strömen. Erstmal zur Klinik. Einiges los, obwohl es schon nach Mitternacht ist. Mehrere Krankenwägen sind zu sehen, die dort gerade ausladen oder am Wegfahren sind. Klinik und die Siedlung hier, die etwas abgeschirmt vom Rest der Stadt liegt, sind intakt. Randaliert wird hier auf jeden Fall mal nicht.
"Naja, die sind vermutlich am Asiapalast, der is aber zu oder im Asia Kim oder im Thai Cuisine. Der hat aber nur bis zwei offen. Also Asia Kim, oder?"
War so gut wie jeder andere Anfang. Wir fahren über die 486, dann die Mörfelder Landstraße. In den Gassen brennende Tonnen mit Leuten drum rum. Einige liegen auf dem Boden, mit Karton und Decken. Wie in den Slums. Aber hier sollte kein Slum sein. Trotz strömenden Regen.
"Ganz schön abgefuckte Gegend. So ist das noch gar nicht in den Karten eingetragen."
"In den Notizen Ihrer Kollegin war das so vermerkt." Samsara schleimt sich wohl weiter bei Blue ein.
"Aber nicht offiziell. Soll angeblich ne C Gegend sein."
"Das waren auch inoffizielle Infos", sprang Blue ein.
"Nach was suchen wir denn nun genau?", wollte unser neuer Anwalt wissen.
"Das war die erste gute Frage."
"Nach diesem Symbol." Blue zeigte das Symbol der Chingus auf ihrem Komm. Das war hier allerdings weit und breit nicht zu sehen. Zumindest nicht hier auf der Hauptstraße. Wie es in den Seitengassen aussah, konnten wir natürlich nicht sagen. In den Regen raus wollte zumindest keiner.
Schalte die Kennung ab, wechsle die Farbe des Vans und die Nummernschilder. Parke in der Marienstraße mit gutem Einblick in den Asia Kim. Kein Kunde drin. Zwei Liefermofas vor der Türe. Nur ein Typ hinter der Theke.
"Vielleicht sollten wir lieber bei den Süchtigen anfangen. Die wissen, wo das Zeug herkommt." Finn bringt sich ein.
Tags gab es hier nicht. Aber das musste nicht unbedingt etwas heißen.
"Wir könnten reingehen, was essen. Bei dem Rassismus, den die haben, kommen dann sicher welche, um uns zu vermöbeln."
"Darauf kann ich sehr gut verzichten!", kommentierte Samsara.
"Schließen Sie mal ihre Augen, Mr. Samsara."
"Warum sollte ich?"
"Weil ich etwas tun möchte, das du nicht sehen sollst." Ich zeige doch nicht jedem das Geheimfach!
"Nein. Werde ich nicht. Was soll das?"
"Du bist hier in meinem Wagen. Mein Wagen, meine Regeln."
"Nein."
Wegen diesem Deppen komme ich nicht an mein Geheimfach mit der Artillerie drin... Was für ein Drek!
"Nur weil du diesen ...Anwalt anheuern musstest..."
"Du hast es mir doch gesagt, dass ich ihn anrufen soll!"
Während ich mich mit Blue stritt, stieg Finn einfach aus und ging in den Laden. Er baute eine Kommverbindung mit uns allen auf. Er ging rein und schaute auf die Karte. "Die haben hier nur Spirituosen und Hähnchen süß-sauer." Kehlkopfmikrofon.
"Dann nimm dir was und komm zurück."
"Gut, dann bis nachher."
Samsara meldete sich: "Die Stunde ist um, ich will ergebnisse sehen."
Ich mache die rückwärtige Türe auf.
Er sah mich leicht irritiert an. "Soll ich rein?"
"Nein. Die Stunde ist um und wir haben keine Ergebnisse. Ich dachte, du wolltest gehen."
"Ergebnisse wären mir lieber."
"Dann nennen wir das wohl ein Missverständnis." Leider.
"Ihr solltet euch mal die gleiche Sprachsoftware anschaffen!" Blue sah uns nicht einmal an.
"Ich verstehe Sie, Mademoiselle Bleu." Was ist das für ein ekliger Schleimer!
"Blue?"
"Ja."
"Wie wär´s, bevor wir uns durch die Gassen prügeln, dass du Kontakt zu deinem Kontakt herstellst?"
"Gut, dann war das ein schöner Ausflug."
Finn kam zurück. Gab mir ein heißes Hähnchen süß-sauer gegen einen kalten Burger. "Ich glaube, der Typ hat entweder Angst oder ist voll dumm." Er deutete mit dem Daumen Richtung Asia Kim zurück.
Blue schaut Finn und Samsara an: "Tageslicht wäre für euch beide besser, oder?"
Finn schüttelte den Regen von seiner Jacke. "Ne, weniger Regen wäre besser."
Wir fahren also zurück zur Mörfelder Landstraße. Da, wo wir die Tonnen gesehen hatten. Finn nimmt den Strohrum und ein paar kalte Burger. Ne Knopfkamera an die Jacke, den Funk gecheckt. Finn spielt den Junkie perfekt. Er kommt ins Gespräch mit einer Fünfergruppe. Drei Norms, ein Zwerg und ein Ork. Er wird von ihnen gewarnt ("Lass die Finger von dem Stoff!"). Die ganzen Junkies, die hier im Regen auf offener Straße schlafen waren eine Warnung. Dennoch verraten sie die Namen von zwei Dealern. Jack und Earl. Sind schon lange da, meist in der Liebigstraße. Arbeiten jetzt für die Chingus. Aber nur Morgens bis mittags.
War eine erste Information.
Wir fuhren wieder zurück. Um zwei Uhr nachts standen wir wieder vor dem Sportplatz in der Babenhäuser Landstraße.
Samsara verabschiedete sich mit einem: "Ich bedanke mich für den schönen Abend."
Finn brachte ich noch zu einer Bushaltestelle.

29.05.2080. Sonntag. Tag des Herrn. Um 10 Uhr ist Messe in der Herz Jesu Kirche in Obertshausen. Macht jedes Mal Spaß, der einzige Troll in der deutsch-katholischen Kirche zu sein. Das Bistum Mainz war sehr konservativ und ich kann jetzt nicht sagen, ob das ganze Bistum deutsch-katholisch ist oder nicht, dieser Pfarrer war es auf jeden Fall. Inzwischen hatte er sich auf mich eingeschossen, allerdings waren heute nicht nur Trolle böse, sondern auch Vercyberungen. Ich schaue ihm die ganze Zeit in die Augen. Er muss immer wieder zu mir sehen, aber kann den Augenkontakt nie länger halten. Ja, so ist das mit dem Spaß am Gruseln. Für ihn bin ich wohl die Ausgeburt der Hölle. Wie für meine Familie in Oybin. Drek, ich war selbst lange genug davon überzeugt. Ich gehe zur Kommunion und lasse den Pfarrer keinen Augenblick aus den Augen. Knie mich vor ihn und öffne meinen Mund. Er ist gezwungen, mir die Hostie auf die Zunge zu legen. Die Abscheu ist deutlich in seinem Gesicht zu lesen. Als ich aus der Kirche rausgehe, höre ich ein: "Na, Sie sind auch wieder da?"
Eine ältere Dame. Hält mir einen Flachmann hin. "Ohne Prozente ist das Geschwafel kaum zu ertragen. Den sollte man dem Vatikan melden." Sie sah mir zu, wie ich einen Schluck nahm und das Fläschchen lächelnd zurück gab. "Katie McDonagh", stellte sie sich vor. "Und Sie sind?"
"Jäger. Karl Jäger." Es ergab sich etwas Small Talk, bei dem wir uns über den Pfarrer und die anderen Kirchgänger lustig machten. Die versuchten, uns einfach zu ignorieren. "Hier übrigens meine Nummer. Falls Sie mal etwas brauchen, Miss McDonagh. So als Nachbarschaftshilfe."
"Katie. Nennen Sie mich gerne Katie."
Zu Hause zappe ich so durch. Boxe, MMA, Wrestling. Screwdriver ist tatsächlich noch voll oben auf. Weder in Desert noch in den SOX-Wars war gerade was los. Also wieder nach Navy gesucht. Oder Mileilee, wie sie sich jetzt nannte. Finde nach einigem Suchen eine Aufnahme vom Rücksitz zwischen den Fahrersitzen durch. Die Wackelfiguren machten mir sofort klar, wer da am Steuer saß. Hatte sie ihre Haare gefärbt...? Auf jeden Fall fuhr sie gerade auf der Isle of Man mit einer Beifahrerin. Als das Video zu Ende war, startete ich es erneut...

Montag Mittag. Blue am Komm. "Hab n paar mehr Infos. Aalso. Diese Koreaner, die Chingus, die äh...habn da äh, n Freudenhaus ähm, dann noch... ne Bar oder so und... ähm ne Werkstatt. Das war so das... Und das andere... ja... achso, von dem Typen... ich hab n Bild...und... n Namen."
"Wir sind drei gegen ne ganze Gang. Wegen Feuerkraft mache ich mir wenig Sorgen, Matrix übernimmst du, aber wir bräuchten noch magische Rückendeckung."
"Kennst du jemanden?"
Zap. Schuldet mir noch einen Gefallen. Aber den gebe ich hierfür sicher nicht aus... Auf der anderen Seite will Zap sich wieder einen Namen machen. Wieviel Blue dafür ausgeben will, ist ihre Entscheidung. "Zufälligerweise ja, aber für den wirst du dann doch Geld ausgeben müssen."
"Meinst du, 5k sind genug?"
"Kanns versuchen."
Ich rufe also Zap an. "Hätte nen Job. Lagebild machen. Vielleicht weiteres im Anschluss. 5k."
"Bist du auch dabei?"
"Ja."
"Hört sich erstmal gut an. Wo ist das? Am Ende muss ich nen Flug buchen?"
"Hier in Groß Frankfurt. Darf ich deine Nummer weiter geben?"
"Hat er auch deine Nummer?"
"Ja."
"Dann ja."
Ich lade Blue ins Gespräch mit ein.
"Hallo, ich bin Blue. Du musst Zap sein. Komischer Name. Ist der echt?"
Zap sah seiner Grimasse nach etwas verstört aus. So ist das, wenn man das erste Mal auf Blue trifft. "Nein...", begann er ganz langsam, "das ist mein Künstlername. Ich denke Blue ist auch nicht dein echter Name, oder?"
"Ja, wir sind alle Künstler", fuhr ich dazwischen, um einem ewigen Gespräch aus dem Weg zu gehen, "Kommen wir zum Punkt?"
"Naja, wir sind zwei die machens für Sporen und ... warum machst du das überhaupt, Dekan?"
"Du bist dummerweise meine Freundin. Also helfe ich Dir."
Textnachricht von Zap: "Kann es sein, dass Blue etwas langsam ist?"
Zurück: "Ist bei Blue mit Worten so wie bei Dir mit Technik. Besser, sie muss sie nicht benutzen."
"Ich hole mal noch ... äh... jemanden... dazu..."
Finn erschien im Call. Er drehte sich zur Seite. "Du rufst mich wirklich an, obwohl wir nebeneinander stehen?"
Blue ließ sich nicht beirren. "Aalsooo... 16.00Uhr in dem Lokal", sie schien kurz zu überlegen, "Äppelwoi Wagner und wir haben den Keller für die Präsentation." Wir nickten alle. "Noch jemand Fragen, auf die ich mich vorbereiten muss?" Alle schüttelten den Kopf. "Ok... dann muss ich das noch mit dem ...äh.... Fahrzeug... aach so. Also bis später." Sie legte auf.
Ich war wenig überrascht. Über Finn hörte man eine Kaffeemaschine röcheln und Blue durch den Bildschirm laufen.
"Gut, bis gleich im Wagner." Vier gegen den Rest der Welt.

Fünfzehndreißig. Vor dem Wagner steht eine Luxuslimousine. Ein Phaeton. Mir schwant Übles. Im Wagner sitzt tatsächlich Samsara. Allein. Vor ihm ein Glas Milch. Ich setze mich zu ihm. Als ich sitze, macht er eine einladende Bewegung. Ich will gerade bestellen, als Becky mir schon einen Bembel hinstellt. Samsara und ich, wir starren uns wortlos an.
Blue kommt, geht zur Theke und holt sich eine Fizz. Geht dann durch die Tür "Privat" nach hinten. Also nach unten.
Kurz darauf kommt Zap und steuert mich an. Ich begrüße ihn.
"Ah, man kennt sich? 16-Uhr- Termin?"
Verdammter Drek, sie hat ihn wirklich engagiert... Wenn sie nicht zu meiner Truppe gehören würde, würde ich jetzt aussteigen. Also immer auf meinen Rücken achten...
Finn klingelt beim Reinkommen. Alle schauen auf ihn.
Ich unterdrücke einen Seufzer. "Gut, dann gehen wir mal runter."

Blue erwartet uns unten mit einem Lutscher in der Hand, den sie gerade in ihr Fizz taucht und den Orkbeinen auf dem Tisch. Als wir reinkommen fängt Blue an, hektisch am Lutscher zu lutschen und stammelt "Wir haben Grundbuchkarten von Samsara."
"Mister Samsara, so viel Zeit muss sein."
"Ok, von Mister Samsara."
Sie ist sozial völlig überfordert. Vielleicht sollte ich einspringen...
"Für mich zum Verständnis: Ihr habt schon angefangen?", fragte Zap.
Finn übernahm: "Ja, wir waren schon Mal vor Ort und haben uns umgesehen. Üble Gegend, auch wenn sie noch als Wohngegend gekennzeichnet ist. Aber in den Nebenstraßen viele Junkies und anderes Gesindel. Die Gang, mit der wir uns anlegen, nennt sich Chingu. Sie verticken eine Droge namens Kaldeo. Scheint was Neues zu sein. Die Obdachlosen haben mich vor dem Stoff gewarnt. Aber wir wissen, wer das Zeug in Langen wo vertickt. Earl und Jack. Liebigstraße. Morgens bis Mittags. Achja. Der Dekan hat das Tagg der Gang." Ich zeige es in der AR.
"Außerdem, ähh...", setzte Blue an, "haben wir ein Bordell, eine Werkstatt und eine Bar. Dank Sams... äh... Mister Samsara auch die Grundbucheinträge. Außerdem habe ich unsere Zielperon. Sie heißt Lennard Torka, ist ein Zwerg und sieht so aus." Sie zeigte ein Bild.
"Die Werkstatt ist für den Fuhrpark", murmelte Finn halblaut, "Bordell und Bar hätten Räume, wo sie Gefangene unterbringen können."
Brauchbar, der Junge. Denkt mit.
"Nachdem wir nun alle Informationen haben", setzte Samsara ein, "wie kann ich für Sie von Nutzen sein? Aus welchem Grund bin ich hier?"
"Gute Frage." Ich sah ihn herausfordernd an.
"Warum haben Sie den Ausflug mitgemacht?", fragte ihn Blue.
"Reines Interesse."
"Haben Sie mehr Interesse?"
Dummerweise hatte er. Er bot sich an, Leute zu verhören, wenn wir die Kugeln abhalten. Und: Er würde nichts Illegales tun.
"Die Werkstatt ist vermutlich das Drogenlager...", murmelte Finn wieder halblaut über die Karten gebeugt.
Zap sah in die Runde. "Also, ich kann astral nach dem Gefangenen suchen, aber dazu sollten wir vorbei fahren. Es wäre mir lieber, wenn ihr gleich in der Nähe seid." Er sah zu Blue. "Mrs. Blue, Sie sind dabei und nicht nur Auftraggeberin?" Blue nickte.
Finn sprach mich an: "Falls du noch ein Gewehr hast oder ein Sturmgewehr oder so..."
Ich seh schon. Bester Run ever. Samsara im Rücken und Neulinge an der Hand. Geleitet von unserer sozialen Krücke. Kann nur gut werden, oder? "Bin eh mit meiner Maschine da und muss nochmal nach Hause."
Fahre nach Hause. Rufe unterwegs bei 2Take an. AK97 mit Laserpointer und Mun. Mister Take Takeshi schenkte sie mir. "Vielen Dank, Herr Takeshi. Stellen sie sie einfach in den Keller. Finn freut sich."
Siebzehnhundert bin ich zu Hause. Will das SMG einpacken. Dann fällt mir ein, dass dann die AK nicht mehr mit dazu passt. Oder wir hätten echt wenig Mun. Also packe ich die Raiden ein. Inzwischen nenne ich sie nicht mehr Kiddie, denn sie war umlackiert in ein mattes grün-braun.
Achtzehnhundert zurück. Der Verkehr ist die Hölle, wenn man keinen Hobel fährt. "Und was ist deine Kompetenz? Nur damit es alle wissen?" Blue sah mich an, wie alle anderen auch.
"Experte für multidimensionale zwischenmenschliche Kommunikation." Face, Streetsam, Rigger. Überall ganz gut, nirgendwo absolute Spitze. Aber Drek, ich kann einstecken wie Rocky Balboa.
"Achja, danke. Danke, Dekan." Finn klopfte auf einen Koffer.
"Ist der Lasermarker schon montiert?"
"Ich wollte mit dem Öffnen auf dich warten... Moment... nein."
"Gib her." Und dann an alle: "Gebt mir zehn Minuten und kommt dann in den Hinterhof. Taxi ist da."
Ging in meinen Bulldog, den ich im Hinterhof geparkt hatte und montierte den Marker schnell an und verstaute die AK mit in den Schmuggelraum.
Zehn Minuten später fuhren wir los.

Diesmal fahre ich Langen vom Süden aus an. Zuerst wollten wir zum Bordell in der Frankfurter Straße. Ich stelle mich auf den Parkplatz des Seniorenzentrums gegenüber. Das Bordell selbst schien nichts von Werbung zu halten. Es sah ziemlich verfallen aus. Ausgegilbte Schrift an der Hauswand. "Hotel Dreieich". Die Fenster im ersten Stock alle geschlossen mit Rollläden unten. Im Erdgeschoss war wenig zu sehen. Die Vorhänge an den Fenstern waren zugezogen. Auf dem Parkplatz davor standen vier Harley Scorpions. Zwei Leute mit Sturmgewehren standen Wache. Wenn die die so offen zeigen, müssen die die örtlichen Bullen in der Tasche haben. Die Wachen sind hochgradig professionell. Sind durchgehend aufmerksam.
Zap, der inzwischen schon im Astralraum war, meldete zwei "dicke" Geister. Zwei Leute draußen und etwa zwanzig drinnen. Kann er aber nicht genau sagen, weil er nicht astral rein wollte, um keinen Alarm auszulösen, sondern hat das mit einem Zauber raus bekommen.
Wir einigen uns auf ein Ausschlussverfahren und schauen uns erst noch die anderen beiden Orte an.
Also weiter zur Kneipe Ecke Dieburger Str./Rheinstr. Vor der Kneipe wieder vier Scorpions. Eine Wache mit einer Colt M23 in der Hand.
"Die zeigen ihre illegalen Waffen erstaunlich offen."
"Das ist rechtlich vertretbar, solange sie sich in bestimmten Grenzen bewegen.", gab Samsara zu bedenken.
Über mein Lasermikro fand ich raus, dass drin nur grottige Musik lief. Über der Kneipe noch weitere drei Stockwerke. Hier und da übliche Geräusche aus dem Alltag.
Zap berichtete wieder von einem starken Geist. Über seinen Zauber ging er von einem dutzend Leute in der Kneipe und etwa fünfzig im ganzen Haus aus.
Ich behalte die Wache etwas länger im Auge. Zunächst dachte ich wieder, dass sie extrem professionell sei. Je länger ich zusah, desto mehr vermisste ich allerdings die typischen Kleinigkeiten. Eine Gewichtsverlagerung, ein Husten, eine ruckartige Kopfbewegung, ein Kratzen... Wie eine Statue. Merkwürdig.
"Die Wache", fuhr Zap fort, "ist einer wie du, Dekan. Voll verbaut."
"Die sind in der Matrix total tot. Kein Flyer, kein Sonderangebot, keine Werbung... Nur Kommlinks."
Dann die Werkstatt. Davor wieder vier Scorpions. Dazu zwei Vans. Die Werkstatt selber war ziemlich runtergekommen. Das ausgeblichene Schild konnte man nicht mehr lesen. Wieder eine Wache mit ner Colt. Wieder wie eine Statue. Die Colt hatte einen Lasermarker und Rückstoßmods. Sonst keinerlei Autos. Wieder ein mächtiger Geist. Fünf bis zehn Leute im Gebäude. Keine Matrixwerbung. Acht Komms in der Werkstatt.
"Könnten Sie herausfinden, ob das Bordell legal operiert?", fragte Samsara Blue.
"Dazu muss ich zum Bordell. Wir sehen uns dort." Blue erschlaffte als sie in die Matrix ging. Kurze Zeit darauf quäkte sie über unsere Komms: "Die haben nicht mal n Smart Home System. Da ist gar nix außer Kommlinks." Sie öffnete wieder die Augen, schaute sich um, begann zu lächeln und rief: "Erster! Gewonnen!"
"Jaja, ich weiß wir sind alle Schnecken in der Fleischwelt."
Wieder in der Frankfurter STraße. Diesmal parke ich südlich vom Bordell am Baumgarten.
"Da muss ich mal näher vorbei", meinte Blue. Sie wirft sich einen Mantel über und geht raus in den Regen. Über Komm hielt sie Verbindung und ging nach Norden.
Nach ein paar Minuten brach Samsara die Stille: "Und? Was wird nun aus meinem Date?"
"Ich hab keine einzige Frau gefunden", gab Blue durch, "nur Kerle." Dann murmelte sie weiter, eher zu sich selbst: "Das war jetzt nicht sehr ergebnisreich, dann machen wir eine Such-Historie... Uff... Näää, ich lass es..." Dann wieder lauter: "Also, die haben da echt keinen Host, aber echt gute Kommlinks."
"Zap, du hast doch vorhin gesagt, dass du ne einfache Art hast, was über die Geister herauszufinden. Ob die Dings sind oder... das eine oder das andere halt."
Samsara lächelt. Schiebs dir in den Arsch!
"Ich kann sie mal anschaun. Aber da sieht man nicht, ob sie gebunden sind oder nicht. Oder doch?... Egal. Entweder sind die teuer oder die haben Magier an jedem Standort."
"Gebunden, genau, das war es."
"Naja, ich sags mal so, sind zwei harte Jungs, die den Astralraum da bewachen. Sind so mächtig wie ich."
Das soll was heißen. Zap hat seine Magie irgendwie vermehrt.
Finn sah auf: "Vielleicht kann man sie irgendwie ablenken?"
"Angreifen ja, gewinnen wahrscheinlich mit noch etwas Unterstützung wahrscheinlich. Ablenken nein."
"Kannst du nich mal fragen, was sie fürn Auftrag haben? Vielleicht können wir das für uns nutzen?"
"Kann´s ja mal versuchen."
"Sie leisten hervorragende Arbeit, Herr Zap." Samsara. Was ein Schleimer!
Zap ging astral und kam nach einer Minute zurück. "So ganz perfekt war die Informationsbeschaffung nicht, aber ich weiß jetzt, dass kein Magier rein darf. Und kein Fremder. Aber was n Fremder ist, weiß ich nicht."
"Vielleicht muss man so nen Mantel mit den Zeichen tragen wie die Wachen?" Finn. Respekt. Ist ne Idee.
Zap fuhr fort: "Gebunden sind die Geister auf jeden Fall nicht."
"Dann sollten wir die Magier töten. Geisterproblem gelöst."
Samsara hatte Bedenken: "Wir sollten nicht die Magier töten, sondern uns auf die Zielperson konzentrieren."
Finn hielt entgegen: "Wir müssen die Magier töten, weil sie doch sonst neue Geister beschwören können!"
"Dann hoffe ich mal, dass unsere Kontaktperson kein Magier ist." Samsara blickte ernst in die Runde.
Blue meldete sich: "Die Zielperson hat Technik im Kopf. Also eher unwahrscheinlich, dass sie auch magisch begabt ist."
"Außerdem muss der Magier nicht zwangsweise vor Ort sein." Für einen Anwalt kennt sich Samsara extrem gut mit Magie aus.
"Wir könnten Nachforschungen nach den Magiern anstellen. Geister sind doch irgendwie mit ihren Beschwörern verbunden, oder?" Ich sah Zap fragend an. "Offen reingehen können wir immer noch."
"Sie sind ganz schön schlau für einen Troll." Und du bist ein dreks Rassist, Samsara.
"Ich kanns ja mal versuchen", meinte Zap, "können Sie mir helfen?"
Zap und Samsara schlossen die Augen.
"Ah, also doch nicht nur n Anwalt."
Nach ein paar Sekunden öffneten sie wieder die Augen. "Die gute Nachricht: der Magier ist im Hotel. Die schlechte Nachricht: Ich darf noch nicht einmal aufs Gelände. Wir sollten die anderen Gebäude noch abklappern, ob die Linien auch Richtung Hotel gehen."
Blue stieg wieder zu. Wir hörten sie allerdings ausschließlich über das Komm. "Und dann gehen wir zu den Dealern."
"Wir stehen hier jetzt schon ne ganze Stunde, aber weder kam jemand ins Bordell noch ist jemand gegangen."
Nun gut. Wir klapperten die anderen beiden Locations ab. Was immer ´die Linien´ waren, sie gingen jeweils in die jeweiligen Gebäude.
Also gut. Schlimmstenfalls stehen wir gegen zwölf Streetsams, vier Magier und vier starke Geister. Das ist ein beträchtliches Risiko.
"Miss Blue."
"Mademoiselle", unterbrach mich Samsara.
"Meinetwegen auch Mademoiselle. Das was zu tun ist, übersteigt einen Freundschaftsdienst bei weitem."
"Du willst also auch bezahlt werden?"
"Nein." Ich denke eher daran, auszusteigen.
"Dann nehme ich dein Geld", grinste mich Finn an.
"Du hast wirklich keine Ahnung, wie die Schatten funktionieren."


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 92 
 am: 19. Juli 2026, 18:39:20 
Begonnen von Fjanz - Letzter Beitrag von Fjanz
nun erstmal wieder 5

 93 
 am: 19. Juli 2026, 11:40:35 
Begonnen von Thalak - Letzter Beitrag von Thalak
System: Witcher TRPG mit Homebrew-Ergänzungen.

Genre: Dark Fantasy, Soziales, Kampf, Diplomatie, Moralische Grauzonen

Uhrzeit: 18:30 Uhr

Spieltag: Sonntag, wöchentlich

Technik: Discord, Foundry. Sauber funktionierendes Mikrofon ist nötig, ebenso ein Foundry-fähiger Browser.

Spielerzahl:  1/4

Spieleralter: 18+

Einsteigerfreundlich: Rollenspiel-Einsteiger nein, System-Neulinge ja.

Trigger: Setting typische wie Rassismus, Sexismus (jedoch reduziert), Klassizismus, Gewalt, Grausamkeit.

Beschreibung:

Es ist das Jahr 1273. Der dritte nördliche Krieg ist vorbei und beide Seiten fallen in sich zusammen. Emhyr’s Reich zerfällt durch interne Intrigen und Machtkämpfe in einen Bürgerkrieg, nachdem die Legitimation nicht gesichert werden konnte.
Auf der anderen Seite sorgten Radovids und Djikstras für einen herrenlosen Norden.
Temerien und die anderen Reiche kämpfen um ihre Unabhängigkeit.
Novigrad als Zentrum des Nordens ist ein Schmelztiegel der brodelnden Konflikte und ein machttechnisches Niemandsland.

Ich plane eine Kampagne, die sich auf Novigrad und Umland fokussiert. Zentraler Punkt soll dabei der Machtkampf in der Stadt sein, ebenso die verschiedenen Fraktionen, welche alle ihre eigenen Vor- und Nachteile für die Stadt mit sich bringen. Jede Fraktion wird ihre eigene, nachvollziehbare Motivation haben, die politisch, religiös, idealistisch oder schlicht egoistisch sein kann.
Die Gruppe wird dabei eine neue und frische Partei in diesem Konflikt sein.



Spielstil:

Ein starker Fokus wird auf dem Rollenspiel und dem Fluff liegen. Ebenso werden moralische Entscheidungen bzw. Fragen eine große Rolle spielen.
Es wird kein lineares Abenteuer oder Dungeon-Crawl werden, sondern eine Geschichte, die maßgeblich von den Charakteren beeinflusst ist.
Entsprechend wird jede Aktion immer eine Reaktion zur Folge haben, sei sie gut oder schlecht.


Stimmung:

Die Welt von Witcher ist hart und düster. Jedoch ist kein dystopisches Dark Fantasy ala Dark Souls zu erwarten, aber auch keine heitere Abenteuerwelt wie Faerun.
In einer Welt voller Ungerechtigkeit, Elend und anderen Plagen des Mittelalters wird richtig und falsch oft eine reine Sache der Perspektive sein.

Charakterauswahl:

Prinzipiell sind alle Professionen möglich und willkommen.
Jedoch sollten keine absoluten Eremiten oder einsamen Wölfe dabei sein, da die Kampagne durchaus einige soziale Interaktionen mit sich bringen wird.
Gut geeignet sind soziale und kämpferische Charaktere, die ein rundes Fähigkeitsbild aufweisen. In Novigrad kann alles irgendwie nützlich werden.
Professionsdopplungen sollten vermieden werden.


Charakterlich sind unterschiedliche und starke Persönlichkeiten erwünscht. Jedoch sollte kein Charakter je antagonistisch gegenüber der Gruppe agieren und bereits mit einer Motivation ankommen, etwas in Novigrad zu bewirken. Dies könnte z.B. sein, eine Person vor dem Chaos zu schützen, an Macht zu kommen oder eine Veränderung in der Gesellschaft anzustreben.
Außerdem sollten die Charaktere weder moralisch extrem weiß noch schwarz sein. In einer Welt voller Grauzonen würde dies nur überall anstoßen.

Limitierungen:
-max. 1 Hexer in der Gruppe
-max. 1 Magier in der Gruppe
-Jeder Charakter muss die Nordling-Sprache beherrschen.

Meine Wünsche/Erwartungen:

Ich suche Spieler, die Spaß und Motivation dafür haben, ihren Charakter auszuarbeiten und sich Gedanken über deren Hintergrund und Persönlichkeit zu machen.
Mir ist wichtig, dass die Spieler das Roleplay ihres Charakters über einen optimierten Charakter stellen.
Min-Maxing ist daher ausdrücklich nicht gewünscht.

Außerdem erwarte ich von den Spielern Pünktlichkeit und Kommunikation. RL geht immer vor, aber eine rechtzeitige Mitteilung sollte durchaus der Fall sein, damit niemand umsonst seinen Abend verplant hat. Ebenso sollten mögliche Probleme frühzeitig angesprochen werden, damit sich bei niemandem Frust bildet.



Sollte ich damit Interesse geweckt haben, dann schreibe mir gerne eine DM mit einer kurzen Vorstellung von dir.








 94 
 am: 18. Juli 2026, 18:59:48 
Begonnen von Lilou - Letzter Beitrag von Lilou
# Die Schwarze Konklave


## Auf Verfolgungsjagd https://divine-rpg.de/auf-verfolgungsjagd/


Ein heißer Kampf entbrennt, aber nicht alle haben Lust daran teilzunehmen.

 95 
 am: 18. Juli 2026, 15:26:52 
Begonnen von Rylmon - Letzter Beitrag von Rylmon
Diese Woche leider noch nicht, aber dafür dann in der nächsten!  :thumbsup:

 96 
 am: 16. Juli 2026, 15:43:01 
Begonnen von Rylmon - Letzter Beitrag von Rylmon
Habe jetzt einen anderen Rechner  :thumbsup: - installiert vielleicht auch Maptool falls ihr noch nicht habt.  :)

 97 
 am: 16. Juli 2026, 14:16:42 
Begonnen von ScarSacul - Letzter Beitrag von Skarabäus
Oh sehr cool! Und ich dachte schon, es gäbe dieses Jahr keinen One-Page-RPG-Jam.

Ich bin gespannt, was den Leuten zum Thema einfällt. :)

 98 
 am: 16. Juli 2026, 09:42:07 
Begonnen von SivSiggi - Letzter Beitrag von SivSiggi
Hallo zusammen,

wir suchen wieder und wir würden 3 Spieler suchen

 99 
 am: 15. Juli 2026, 22:53:23 
Begonnen von Merlchenmietz - Letzter Beitrag von Merlchenmietz
Es sind alle gestorben.

Kills

Monster: 2
Hazel: 1
Gottheit: 1

 100 
 am: 15. Juli 2026, 09:44:09 
Begonnen von ScarSacul - Letzter Beitrag von ScarSacul
Link zum diesjährigen RPGaDAY: https://castingshadowsblog.com/2026/07/01/rpgaday2026-starts-august-1st/

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