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 am: Heute um 07:11:54 
Begonnen von Vulryn - Letzter Beitrag von Vulryn
Etwas stimmt nicht in den Hügeln nördlich von Garren’s Rest.

Die Bergbausiedlung Valenroth schweigt. Erztransporte sind ausgeblieben, Arbeiter verschwunden, und Reisende berichten von einem unheimlichen Heulen, das nachts aus den Bergen dringt. Gregor Halvik, ein pragmatischer Händler mit zu viel Gold im Spiel, zahlt gut für Antworten – und für Ergebnisse.

Ihr werdet angeheuert, reitet nach Norden, untersucht eine „belagerte“ Siedlung und grabt die Wahrheit aus. Auf dem Weg lauern organisierte Hinterhalte, verzweifelte Überlebende und Hinweise auf etwas weit Gefährlicheres als einfache Räuber. Tief in der Mine hat sich eine monströse Präsenz eingenistet – eine, die nicht jagt, um zu überleben, sondern um zu herrschen.

Fokus des Abenteuers:
• Untersuchung und dichte Atmosphäre
• Gefährliche Reisen durch die Wildnis
• Taktische Kämpfe
• Eskalierender Horror
• Tödliches Finale

Erwartet moralisch graue NPCs, grausige Entdeckungen und einen Gegner, der Vorbereitung, Teamwork und clevere Positionierung belohnt – oder euch als Leiche zurücklässt.

D&D 5e (2024), Level 3, für 5 Spieler, ca. 4 Stunden Spielzeit.

Ton: Dark Fantasy / Horror.

Werdet ihr das Heulen zum Schweigen bringen – oder werdet ihr selbst zur nächsten Schauergeschichte der Minenarbeiter?

Spielstil & Erwartungen (OOC): Das hier ist brutale, ungeschönte Dark Fantasy in einem Faerûn mit Homebrew-Elementen: Gewalt, Rassenhass (Elfen verachten Zwerge, Menschen misstrauen den Spitzohren und Gehörnten, Magie wird argewöhnisch beäugt), Verrat und der pure Kampf ums Überleben sind Realität der Welt – nicht nur Kulisse.

Keine Anpassungen für "moderne Sensibilitäten", keine Trigger-Warnungen jenseits von Blut, Tod und Wahnsinn. Wenn du das Setting "problematisch" findest, ist das problematisch.

Wir spielen, um einzutauchen und Spaß zu haben – keine Lust auf Realwelt-Debatten über Politik, Identität oder Gesellschaftskram am Tisch. Kein Aktivismus, kein Dozieren, kein "aber eigentlich müsste man…". Wer das braucht, sucht sich besser einen anderen Tisch.

Wenn die Chemie stimmt und ihr nicht alle draufgeht (was durchaus passieren kann), kann das Ganze locker in eine längere Kampagne übergehen.

Gruppe & Technik: Suchen 2 zuverlässige Spieler (3/5, Samstags ab 20:00), pünktlich, mit Mikro. Online via Discord über Foundry VTT.

Bewerbung: Schick mir einfach, privat oder im Thread:

• Name
• Alter & D&D-Erfahrung
• Warum dich so eine harte, finstere Welt reizt.
• Kurze Charakter-Idee (z. B. "Zynischer Söldner, der nur an Münzen und das eigene Überleben denkt")

Freue mich auf Spieler, die Lust auf Immersion und ernsthafte, düstere Geschichten haben. Schärft eure Klingen, greift euer heiliges Symbol und bereitet eure Zauber vor – es wird Blut fließen.

Idealerweise nicht das Eure.

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 am: 22. Januar 2026, 20:13:23 
Begonnen von Nadzieja - Letzter Beitrag von Nadzieja
Ovasch Rigscha!  Wir suchen wackere Held_innen für die Theaterritterkampagne & Goblinfreunde! (DSA5)
Wir beenden demnächst den 1. Band & suchen Verstärkung ab dem 2. Abenteuer.

Wann spielen wir? Jeden zweiten Mittwoch ab 19 Uhr bis open End (meistens so bis um 12 Uhr rum, manchmal auch länger,  manchmal kürzer.)
Wir nutzen Foundry VTT und Discord, ohne Kamera.

Was ist uns wichtig? Charakter & soziales Play. Plot wollen wir auch erleben, letztendlich ist uns aber ein freundliches & respektvolles Miteinander, schöne und lustige Momente sowie eine spannende und packende Atmosphäre wichtig. Teamplay ist toll, wobei das nicht heißt dass es keine Konflikte geben darf -  letztendlich sollte die Gruppe gerne miteinander reisen.

Wen suchen wir? Etwas plump: Du solltest einfach unseren Vibe treffen. Entspanntes miteinander abhängen ist uns sehr wichtig, deshalb wäre es schön wenn wir uns auch über die Runde hinaus gut verstehen.  Profession deines Charas ist offen, ich persönlich würde aber ungerne super exotische Charaktere in der Runde sehen und fänd' jemanden aus dem Bornland schön. Irgendwen  aufgeschlossenes vielleicht, etwas kämpfen solltest du auch (etwas) können.
Du brauchst kein DSA Veteran sein - wichtig ist nur, dass du Bock auf Aventurien hast & dich auch gern mit den Regeln (der Welt) und ihren Feinheiten auseinander setzt. Wir sind keine Lorejunkies, ich möchte die Kampagne zwar wegen dieser leiten, werde aber nicht die ganze Zeit buchgenau spielen & evtl für die Gruppe auch mal etwas abändern. Mir ist es wichtig, das ihr eine schöne Geschichte erlebt.

Bisher in der Gruppe:
die Ifirngeweihte Thea
die diebisch soziale Halbelfe Em
sowie natürlich Adeptus Minor Arvid von Bullstadt, Mitglied des Ordo Defensores Lecturia und der großen Grauen Gilde des Geistes gegründet von Rohal dem Weisen!

Zu uns persönlich: Wir sind ein bunter Haufen aus jungen & alten Menschen (24-40 Jahre), drei Kerle und eine Frau. Crossgender ist super in Ordnung und nicht verboten. Du solltest Babymammuts mögen!!!

Falls du dich davon angesprochen fühlst schreib mir  eine Nachricht auf Discord (.nadzieja) mit einem kleinen Text :
Wer bist du so? Was würdest du in der Runde am liebsten spielen und was ist dir im RP wichtig? Wen hast du bisher so gespielt? Welcher ist dein Lieblingswürfel und WARUM?

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 am: 22. Januar 2026, 19:00:27 
Begonnen von Wenzel - Letzter Beitrag von Fogrimm
Der Post ist hier etwas älter. In einer kleinen Gruppe kann ich mich als Meister anbieten.

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 am: 22. Januar 2026, 08:25:58 
Begonnen von Merlchenmietz - Letzter Beitrag von Merlchenmietz
Aktualisiert.

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 am: 22. Januar 2026, 05:42:12 
Begonnen von flo8714 - Letzter Beitrag von Kotep Cabur
Klingt Intressant, ich hab dir mal eine DM geschickt.

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 am: 21. Januar 2026, 23:07:57 
Begonnen von Tanis_45 - Letzter Beitrag von Tanis_45
Hallo,

Aktuell plane ich eine Mini-Kampagne mit WoD-Regeln (Würfelpool-System improvisiert) im Shadowrun Universum. Genauer würde ich mich einmal an meiner Box: "Deutschland in den Schatten" versuchen.

(Vereinfacht ist es eine Cyberpunk-Welt, in der es Magie gibt. Dabei spielen wir möglicherweie auf der durch Giftgeister verseuchten Nordsee oder während eines Hexenkonvents auf dem Brocken. Vielleicht auch etwas ganz anderes.

Die Box verstaubt in den Regalen und möchte bespielt werden - ich warne vor (ich bin ein absolutler Anfänger im Shadowrun Universum, ich habe ein paar Bücher gelesen - das sollte für das Geschichtenerzählen reichen)

Mein Zieltermin ist Mittwochs von 20:30 bis 24 Uhr.
Je nach Lust und Laune werden es zwischen 5 und 20 (?) Termine.

Ich suchen hierfür 3-4 nette, verlässliche, aktive und sozial erwachsene Spieler/Spielerin(en), Anfänger sind auf alle Fälle willkommen. Ich plane ein relativ einfaches Spielsystem auf Basis der World of Darkness-Regeln (da ich die Shadorrun Regeln nicht gut kann). Für das was ich vorhabe, reicht das WoD-System aber auch aus.

Mir ist als SL ist eine No-Drama-Stimmung untereinander sehr wichtig. Je älter ich werde, desto mehr suche immer mehr Spieler, die auch OT miteinander umgehen können, und ihre eigene Position gegenüber anderen weniger stark durchsetzen wollen (Kompromissbereitschaft bei Meinungsunterschieden)

Gespielt wird auf Discord und Roll20. Mir ist es wichtig, dass die Spieler regelmässig mitspielen, und Tagebuch führen (sonst merkt sich keiner, was passiert ist).



Gäbe es für so etwas hier Interesse?

Wer bin ich: Ich bin ein ü50jähriger Rollenspieler (Mehr zu mir in meinem verlinkten Vorstellungsthread - ratsam ihn auch einmal durchlesen), der mit einem „hemdsärmeligen“ Meisteransatz (Regeln werden gern vereinfacht, wenn zu kompliziert) + Hausregeln (die auch oft der Vereinfachung dienen). arbeitet Dabei suchen wir die Mischung aus Aktion und Interaktion, wenngleich jeder/jede seine Heldenmomente haben soll. Fähigkeiten, Skillung etc werden im Zweifel angepasst, wenn ein Char zu stark/zu schwach gegenüber der Rest der Gruppe ist. Grundsätzlich würfel ich offen, d.h. für die Spieler transparent, insoweit können meine Bosskämpfe für meine Bösewichte auch sehr schnell zu Ende sein, aber auch für die Helden ausgesprochen schlecht ausgehen. Um das abzumildern, spielen wir mit Schicksalspunkten.

Erfahrene Spieler haben dann erfahrungsgemäß Spaß mit mir, wenn sie akzeptieren können, wie ich mit Regeln / der Welt umgehe/interpretiere, bzw. wenn sie vor allem ein Abenteuer/eine schwierige Aufgabe/etwas Gefährliches erleben wollen. Dabei habe ich keine Skrupel, mich aus den vielfältigen anderen Rollenspielsystemen zu bedienen.  Ich bemühe mich dabei aber um Atmosphäre und glaubhafte Geschichten und schwierige Entscheidungen.


Was ich nicht will:[/b]
Bei mir werden Powergamer, Min-Maxer, Regelfuchser nicht glücklich. Ich habe keinen Bezug zu übermässigen Selbstdarstellern, die ihr Charakterplay über den Spaß/das Wohl der Gruppe stellen. Wir spielen sehr gruppendienlich, no Bull no Drama-Style. Die Spieler sind selbstverantwortlich, ihre Charakere im Plot zu halten und den Plot voranzutreiben. Große Einzelgänge sind (zumindest während des Spielabends zum Wohl des gemeinsamen Erlebnisses) selten erwünscht.

Verfahren:
Bitte ein PM/Discordnachricht an mich mit ein paar aussagekräftigen Sätzen zu euch.  Ich mache normalerweise keine “Bewerbungsverfahren” sondern wir treffen uns, schauen ob das was ich anbiete/wünsche das ist, was ihr wünscht/anbietet und ob es inhaltlich, menschlich, organisatorisch passt. Dann probiert man es ein bisschen miteinander.

Discord Tanis_45#4902

 7 
 am: 21. Januar 2026, 16:03:49 
Begonnen von Olf - Letzter Beitrag von Olf
Diaz, ehemals Belial ehemals Goliath - Troll, Straßensamurai. Immer noch keine Einbauten, immer noch ungehobelt, aber neues Aussehen nach einer kosmetischen OP.  Und immer noch gesucht von Interpol.
Tatze, Gestaltwandler, Schäferhund. (Mit Regi/Duales Wesen/Silberallergie, nicht die kastrierte SR5 Variation). Mystischer Adept. Lebt als "Glückshund" bei einer orkischen Sippe. Solange er da ist, lässt sich der feige Poltergeist des Hauses nicht blicken. Er wird so gut durchgefüttert, dass er die Straßenköter aus der Umgebung mit anschleppt, die größtenteils auch in der Sippe heimisch werden. So haben die Orkkinder immer Spielkameraden. Er trägt zwei Halsbänder, beide sind Foki. An einem seine Hundemarke, am anderen ein Täschchen mit Metalink, Credstick, Jogginghose und Sweatshirt. Sucht den Weltenbaum, um ihn anzupinkeln. Hasst Katzen.
Neo, Norm, Ki-Adept. Bürgerlich Leon Meier. Ehemals in Ausbildung bei S-K-Prime. Nach dem Tod seiner Frau aufgrund einer Forschungsreise im Ausland verfiel er den Drogen. Ihm wurde von S-K das Sorgerecht für seine Tochter entzogen (ebenfalls magisch begabt) und er wurde aus seiner Einheit hinausgemobbt. Aus Trotz und um seine Tochter zurückzugewinnen, ging der Konzernbürger in die Schatten.
Der Dekan, ehemals Bembel und zuvor Uff - Troll, Streetsam, Rigger und Face. "Experte für multidimensionale zwischenmenschliche Interaktion". Nur noch ein Hauch von Essenz. Biegt sich über Religion und eingebildete KFS die Welt zurecht. Gefühlskalt aber loyal.


Knochenhatz
15.03.2080, 14.07 Uhr. Tatze am Komm. Er hätte irgendeinen Auftrag. Ob ich Zeit hätte. Bekommt die Daten aber erst in zehn Minuten. Nach zehn Minuten waren dann um 14.50 Uhr auch schon vorbei. Treffen in der Pizzeria Arte e Gusto in Egelsbach. Heute. 20.30 Uhr. Tatze, Neo und Diaz würden sich um 20.25 Uhr vor der Pizzeria treffen. Anscheinend hatte Tatze mal wieder mit seinem Komm zu kämpfen und vorher mit drei (!) Leuten telefoniert.
Die Homepage zeigte Innenräume, typisch bürgerlich, Gerichte erwartbar Pizza und Pasta. Die Preise recht gehoben für ein Mittelklasse-Restaurant. Im Impressum wurden als Kontakte Sylvia Ferrone (Geschäftsführerin) und Antonelli Gasperi (Eigentümer) geführt. Irgendwas klingelte da bei mir, aber ich kam irgendwie nicht drauf. In der Nähe befindet sich ein stark gesicherter Privatflugplatz, aber sonst eine durchschnittliche Mittelklasse-Gegend. Ich beschloss, zum Treffen legal aufzulaufen. Abgesehen von meinen gefälschten SINs, der panzerbrechenden Mun in der Walter und einem Schalldämpfer, den ich versteckt in einer kleinen Tasche in meinem Mantel trage.
Ich bin schon eine Stunde vorher da, um mir die Gegebenheiten anzuschauen. Gewohnheit. Vor dem Restaurant ein gut angezogener Türsteher mit Waffe unter dem Sakko, der den Gästen die Türe öffnet. Auf der Straße sind viele Leute unterwegs. Vornehmlich Pärchen. Auf dem Dach und an der Seite des Arte e Gusto versteckte Kameras.
Ich sehe an der Straße Neos BMW Gaia, aus dem er gerade mit Tatze aussteigt. Ich stoppe neben ihnen und senke das Fenster. "Bissl früh, hm?"
"Ich dachte, wir brauchen ein bis zwei Stunden." Tatze knabbert an einem Hühnerbein. "Diaz kommt noch."
"Kanal 33." Neo kümmert sich gleich um die Gruppenkommunikation. Sehr gut. "2025 wieder hier." Die beiden gingen rein, während ich mir einen Parkplatz an der Straße suchte. Der Türsteher ließ Neo trotz seiner Panzerjacke durch. Nach fünf Minuten kamen sie wieder heraus. Sie wollten sich wohl eine Pizza holen und sie war ihnen zu teuer. Wir bestellen bei McDöner. Also einem lokalen Partner davon. Der Döner kam von einem Laden, gerade mal fünfzig Meter weiter... Warum ist der uns nicht früher aufgefallen? Naja, wir warteten.
Um 20.20 Uhr fuhr Diaz vor. Er parkt weiter unten. Als wir uns vor dem Laden treffen, raunzt Diaz Neo zur Begrüßung an: "Verfolgst du mich?", dann krault er Tatze (!). "Wegen dir bin ich hier." Er scheint also nur gegenüber Menschen ein Arschloch zu sein, nicht gegenüber Tieren.
Als wir mit zwei Trollen und Neo als Elf ankommen, wird Tatzes Reservierung überprüft. Der Türsteher weist uns zu einer Hintertür. Diaz kann sich einen Kommentar nicht verkneifen: "Ich will doch nur eine Pizza bestellen." Das Lokal schien gut gefüllt. Wir gingen allerdings gleich nach hinten durch. Dort erwartete uns ein älterer Herr mit Sonnenbrille. Ein Tisch gedeckt mit Pasta und Pizza aller Arten. Es gibt eine längere Auseinandersetzung wegen Abgabe unserer Waffen. Sonnenbrille besteht darauf. Es sei Vorschrift. Diaz will einfach nicht ablegen, er ist sogar noch weniger gewillt als ich. Wir handeln aus, dass das Essen frei ist und wir dagegen die Wummen abgeben. Das Essen wäre sowieso frei gewesen, aber irgendetwas musste ich Diaz als Gewinn verkaufen. Sonnenbrille verschwand durch eine getarnte Türe.
Nach fünf Minuten kamen aus dieser zwei Gestalten. Ein alter Norm und ein Hund. Pitbull. Humpelnd, mit Verband an der rechten Vorderpfote. Er setzt sich neben sein Herrchen.
"He, Kleiner, alles gut bei dir?", Diaz will ihn kraulen, aber der Hund humpelt weg vom Troll. "Ich mag Tiere mehr als Menschen." Ob Diaz zu uns sprach oder nur laut dachte, war nicht so ganz klar. Aber das erklärte vieles.
Der alte Norm lachte, schaute auf den Pitbull und sprach mit italienischem Akzent: "Netter Versuch. Er spielt verletzt, der alte Simulant." Beim Wort Simulant jaulte der Hund leise auf. Dann wandte sich der gut gekleidete Herr zu uns: "Setzt euch. Der Tisch ist warm und der Grappa kalt. Für gute Freunde." Dabei breitete er seine Arme aus und lächelte uns gewinnbringend an.
Diaz aß erst im Stehen. Als wir ihn zum Sitzen überredeten, setzte er sich auf den Boden... Ja, alles klar, du willst dir von keinem etwas sagen lassen... Irgendwann sah Diaz ein, dass nicht nur die eigenen Leute den Kopf schüttelten, sondern sogar Tatze und er erbarmte sich endlich, sich auf einen Stuhl zu setzen.
Am Ende des Essens, währenddessen eine Konversation eher ...zäh bis zickig war, was einem gewissen Troll ohne Manieren zu verdanken ist, kam Sonnenbrille wieder durch die getarnte Türe zurück. "Mein Name ist Luciano. Wir hätten einen Job für euch. Wird nicht einfach, aber lohnt sich. Es geht um eine Hündin..."
"...eine richtige Kämpferin", fiel der alte Norm ein, "um Ivanna." Bei Erwähnung des Namens winselte der Pitbull wieder.
Luciano wartete kurz. Dann nahm er den Faden wieder auf. "Drei Kämpfe, drei Siege. Jedes Mal gewann sie schnell und brutal..."
"...diese osteuropäischen Bastarde tauchen hier einfach auf. Diese Bratva. Und nehmen mir einfach meinen Sieg weg. Die Yaks und die Vory lachen schon über mich!" Der Alte war die ganze Zeit schon aggressiv, aber die Quelle seiner Aggression schien nicht ausschließlich das kindische Verhalten Diaz zu sein. Er lamentierte weiter vor sich hin. Wir sollten dafür sorgen, dass Ivanna verliert oder besser, erst gar nicht antritt. "Man sagt, sie hat eine besondere Erziehung, ist ein besonderer Hund." Er schien langsam wieder durch seinen Wortschwall beruhigt zu werden.
"Was ist also ihr Angebot, Herr Schmitt?" Ich wollte diese Farce hier beenden.
"Meine Freunde nennen mich Domingo Lupo. Aber ihr seid keine Freunde. Zwölf Tausend, wenn sie verliert, fünfzehn, wenn sie erst gar nicht antritt."
Nein, wir sind keine Freunde. Und es war mir egal. "Fünfzehn, wenn sie verliert, zwanzig, wenn sie nicht antritt."
"Ihr wisst Gastfreundschaft nicht zu schätzen. Vierzehn und achtzehn. Mehr zahle ich nicht!"
Ich wartete ab. Alle nickten. Tatze wollte Ivanna befreien. "Das ist annehmbar. Welche Informationen haben Sie, Herr Schmitt?" Die Betonung lag auf Schmitt.
Es gab einen speziellen Tierarzt, den Tatze zufälligerweise kannte, weil es auch einer seiner Kontakte war. Dort wären mehrere verletzte Tiere behandelt worden. Letztes Wochenende fand der letzte Kampf statt. Im Raum Mühlheim, in einem Industriegebiet. Dann gab es einen Flyer für den nächsten Kampf. "Knochenhatz 20.03.2080". Ein Link führte zu einer Matrix-Seite. "Bekanntgabe der Location in ... " Der Counter stand auf etwa 48 Stunden. Bei 24 Stunden wird die Location öffentlich gemacht. Wir bekamen noch eine Nummer als Kontakt, sobald wir den Auftrag erledigt hätten.
Diaz ließ sich die Rest einpacken. Mal schauen, ob er das alles packt, bevor es schlecht wird. Tatze und ich stinken Diaz wegen seines Benehmens an. Neo sah ruhig zu. Diaz spielte das Unschuldslamm...

Wir einigten uns darauf, gleich das Industriegebiet in Mühlheim am Main anzuschauen. Tatzes Kontakt meldete sich leider nicht gleich. Öffnungszeit erst wieder morgen früh. Dort vor Ort war ein großes Industriegebiet am Bahnhof gelegen. In der Nähe so etwas wie ein Life-Club, die Kulturhalle Schanz. Heute Abend eine U30 Party. Also: jetzt. Eine rostige Drohne machte noch Werbung dafür auf dem Parkplatz gegenüber des Bahnhofs. "Die letzten Takte" spielen live. Neo will reingehen und sich umschauen. Vielleicht übervorsichtig, aber er lässt sich von Tatze magisch sein Äußeres verändern. Von mir bekommt er ein paar Kanmuchis in die Hand gedrückt. Nur zur Sicherheit will ich Bilder vom Inneren haben. Als er sich der Schanz nähert, hört man schon "...das sind die letzten Takte, mein Freund, für ne Welt, die sich längst nicht mehr lohnt..." durch die Verbindung. In der Matrix werden sie angepriesen als Dark-Folk oder Endzeit-Rock. Es gibt sie seit vier Jahren. Janus, ein Rigger, Gesang und Gitarre, Mira Keyboard und Gesang, Rust am Bass und DJ Delay legt auf und macht Drums. Bekannteste Songs sind Grauzone Süd, Plattenbauromantik, Auf Kanal 6 weint der Mond und natürlich Die letzten Takte.
Neo bekommt Bedenken, ob er überhaupt rein kommt. Die Schlange ist lang, aber an der Abendkasse gibt es tatsächlich noch Karten. Als Neo zahlt ("Stimmt so"), bimmelt die Kassiererin eine Glocke und ruft "Trinkgeld!", was bejohlt wird. Dann wieder Neo: "Boah, geiler Flyer! Der kommt zu meiner Sammlung." Drin lässt Neo erst einmal meinen ersten Krabbler los, den ich im Eingangsbereich platziere. Einen zweiten setze ich mittig an die Decke und einer landet an der Toilette. Was auffällt ist, dass im Laden kaum Orks oder Trolle sind. Also eigentlich keiner außer den beiden Troll-Türstehern draußen. Nach einiger Zeit entdeckt Neo eine Tür zu einem Außenbereich. Ich lasse die Kanmuchi von der Decke zu dieser Tür krabbeln und gehe dann mit Neo raus. Draußen jede Menge Jungspunde. Jung. Männlich. Aggro. Wannabes. Neo versteht nichts, aber sie sprechen in erster Linie polnisch, was Dank meiner Mutter neben Deutsch meine Muttersprache ist. Über Kommlink von Neo versuche ich, sie zu belauschen. Sie sprechen von einem Medved (der Bär), der hier wohl die Größe im Kiez ist. Seinen Namen hört man immer wieder. Ich höre auch raus, dass sie irgendwie nicht wissen, was sie tun sollen. Sie haben Angst. Später finden wir auch raus warum, denn einer wurde im Kiez umgelegt. Was wie zusammenhängt, bleibt leder unklar, weil die Übertragungsqualität sehr zu wünschen übrig lässt.
Tatze quasselt neben mir vor sich hin. Sein Tierarzt ist wohl am Komm. Hat doch noch abends zurückgerufen. Tatze kommt gleich zum Punkt: "Es gibt Hundekämpfe und du betreust sie."
"Hey ich bin Tierarzt.", höre ich es aus dem Komm quaken. "Und ich muss auch von was leben. Aber mit den Kämpfen habe ich nichts zu tun."
Nun ja. Ivanna war noch nie bei ihm. Kunden aus Mühlheim hatte er vor zwei, drei Wochen, alle mit Biss- und Kratzwunden. Aber mehr an Info war da nicht zu holen.
Im Außenbereich machen wir drei Jungs aus, die was zu sagen haben. Einer hat einen offensichtlichen Cyberschädel. Mit Diaz und Tatze beschließen wir, die drei mal auszufragen. Ich ziehe schon Mal meine Kiez-Kluft an. Panzerjacke, Helm, Beinschienen. Tatze kann in seiner Hundeform seinen Helm und das Halsband nicht anziehen. Diaz hilft ihm. "ich mach den Bad Cop, klar!", sicherte er sich gleich seine Lieblingsrolle. Dann streichelte er Tatze: "Sei ein böööser Hundi für mich, jaaaa." Ich nehme die Komik der Situation wahr und lächle pflichtgemäß.
Neo beobachtet die drei weiter. Die schauen erst noch der Band zu, dealen hier und da und holen während der Zugabe ihre Jacken. Wir positionieren uns etwa 50 Meter vom Eingang entfernt Richtung Bahnhofsparkplatz. Die drei kommen lachend raus, einer nicht einem der Troll-Türsteher zu und sie kommen in unsere Richtung. Auf sie zu liefen ein knurrender Tatze, der hart an der Leine zog und Diaz, der ebenfalls... knurrte. "Bei euch kann man Stoff kaufen?"
Die Antwort kam auf polnisch. "Wir verkaufen nicht an Trolle!" Als Diaz ihnen Kippen anbot, bezeichneten sie ihn als Schlampe. Ich übersetzte mal lieber nicht.  Dann fuhr er auf Deutsch fort: "Du verstehst kein Wort, oder?"
Diaz schüttelte den Kopf.
"Ich darf nicht an Trolle verkaufen."
"Dann lass uns wohin gehen, dann sieht keiner was."
Die drei hatten wohl doch etwas Respekt vor dem Troll mit seinem Kampfhund, denn es kam ein Friedensangebot: "Ich schenk dir was an Jazz und das wars dann..."
"Wo krieg ich dann mehr davon? In Trollgröße?"
"Ihr kriegt Ärger. Die finden alles raus!"
"Du bist doch dieser Medved. Dann können.."
Als sie alle drei das Lachen anfingen, wusste ich schon, dass Diaz jetzt den Bad Cop raushängen lassen würde. Ich ging über die Straße, während Diaz Eisenschädel mit einem Tritt die Beine wegzog und er auf die Fresse fiel.
"Geiler Move.", entfuhr es mir, zog das Messer und sah die drei an: "Wollt ihr es wirklich drauf ankommen lassen?"
Diaz war schneller als ich erwartet hatte, holte den zweiten Wingman von den Beinen. Im Fallen sah man seine Wumme unter der Panzerjacke. Dann fragte er den Typen nochmal: "Bist du Medved?"
"Ihr werdet ihn kennenlernen!" Beim Wegrennen kramte der Brillenträger in seiner Jackentasche und holte ein Kommlink raus.
Eisenschädel stand schnell auf. "In diesem Viertel schon." und rannte ebenfalls. Wumme stand auch auf und rief während des Rennens "Hilfe, Hilfe!"
Neo meldete sich über die offene Komm-Verbindung: "Kriegt ihr das hin oder braucht ihr mich?"
Tatze rennt Wumme hinterher und springt ihn an.
Ich renne Brille hinterher und steche in den Arm, in dem er sein Kommlink hielt. Er lässt es fallen und schreit.
Diaz übernimmt Eisenschädel und tritt ihm wieder mit dem geilen Move die Beine weg. Dabei brüllt er: "Stehen bleiben! Sternschutz!"
Ich nehme Brille in den Festhaltegriff, bereit, ihm durch Druck auf den Hals das Licht auszuschalten. Er versucht sich zu befreien, aber das war aussichtslos. Ich sehe, wie Neo den Erschrockenen spielt und Richtung Schanz zurück rennt.
Tatze hat den Hals vom gestürzten Wumme im Maul und knurrt.
Neo warnt uns über die Verbindung: "Achtung, von Halle!"
Wir hören zeitgleich aus der Richtung der Schanz "Zur Seite!" Eine Taschenlampe, dahinter ein Troll mit Schrotflinte.
Diaz raunzte: "Zurück! Zivile Sicherheit!"
Ich knipse Brille das Licht aus. "So Jungs, einpacken und dann zurück."
Der Troll-Türsteher kam nun an: "Was ist hier los? Das sind unsere Gäste! Was ist hier los?"
"Nimm deine Taschenlampe runter! Die haben Drogen verkauft und sind festgenommen!" Diaz übernahm. Ich ließ derweil meinen Bulldog vom Parkplatz in unsere Richtung fahren.
Der Türsteher senkte tatsächlich seine Taschenlampe, die an der Schrotflinte verbaut war.
Ich nehme Brille auf die Schulter. "Ab in die Zentrale."
"Arschlecken Sternschutz! Das sind irgendwelche Penner, die uns ausrauben wollen!" Wumme war ganz schön mutig dafür, dass sein Hals in Tatzes Maul steckte.
Der Türsteher wurde ruhig, lächelte fast. "Ihr seid kein Sternschutz, oder? Der da", er richtete seine Schrotflinte Richtung Eisenschädel, "hat mich immer beleidigt, aber bringt auch was an Kohle." Er sah zu, wie der Bulldog angefahren kam und ließ uns machen. "Passt auf, so Leute wie die werden beschützt." Dann lachte er. "Aber nicht hier und jetzt."
Ich nicke ihm zu. "So lange noch ein Troll steht..." Er nickte auch.
Als wir durch das traurig verfallene Industriegebiet auf der Lämmerspieler Straße nach Süden Richtung Wald fuhren, fiel uns am ein am Wald angrenzendes ummauertes Gelände auf, in dem Licht brannte und jede Menge Sicherheit versteckt war. Merkwürdige Sache. Ich fuhr in das Gebiet des Birnbaumsgraben, so dass wir von der Straße aus nicht mehr zu sehen waren. Licht aus, nur den Sensoren des Bulldog vertrauend.
"Diaz, willst du nicht in das Face-Gewerbe einsteigen? Hast n Händchen für."
"Sagst du, ich bin hässlich?!"
"Das weißt du doch selbst, das muss ich dir nicht sagen." Ich warf ihm ein Kussmündchen zu. So war das mit Diaz.
Wir suchten uns also ein lauschiges Plätzchen und hängten die drei mit einer Hamburger Acht gefesselt kopfüber an Bäumen auf. Bei Eisenschädel fiel ein Taser aus den Taschen, bei Brille eine Fly Spy und bei Wumme ein Päckchen Jazz. Ich suche die Komms zusammen. An dem von Brille, ein Renraku Sensei, ist ein Modul dran, Marke Eigenbau. Ich stecke es in eine Tasche, die ein faradayscher Käfig ist. Wir quatschen etwas über die Strategie im Verhör, als sich Neo zu Wort meldete. Er hörte wohl mit, auch wenn er noch am Bahnhof war: "Denkt dran, wir suchen einen Hund. Ihr werdet nicht fürs Töten bezahlt."
Nun gut. Wir entscheiden uns für Eisenschädel und ich klatsche ihm ein Stim-Patch auf den Hals. Er kam zu sich. Er kam sofort zu sich und schaute sich um. "Was habt ihr mit Krot gemacht? Und Pyanitsa?"
"Ah, so heißen die. Und du?"
"Zub.", spuckte er mir ins Gesicht.
Tatze übernahm und fragte höflich: "Kennst du zufällig die Bratva Zoloto?"
Zub schwieg. Tatze wusste nicht weiter.
Diaz blaffte ihn an: "Kennst du Medved?"
"Nein."
"Medved? Du kennst Medved nicht? Das ist die neue osteuropäische Gang. Das ist der Boss von denen." Er sah ihn lange an. "Wenn wir Informationen bekommen, kommt ihr vielleicht lebend hier raus."
Das schien zu wirken. "Ja, aber wir sind ganz neu. Kleine Lichter und so. Wir haben die Tatoos erst bekommen."
Wir begutachteten die Tatoos hinter ihren Ohren. Die waren frisch. So etwa eine Woche. Da stand Bratva Zoloto. Sehr kreativ.
"Ok, was weißt du über den Hundekampf?"
"Ja, in den wollen wir uns einkaufen", unterstützte Tatze Diaz Verhör.
"Äh, keine Ahnung. Ich glaub, demnächst ist wieder einer irgendwo. Das müssen die Typen wissen, die die Tierleichen entsorgen. Da hinten, am Waldrand."
"Das ummauerte Gelände mit Licht und Kameras?"
"Äh. Welche Kameras?" Na gut, die waren versteckt. "Aber das habt ihr nicht von mir. Die bringen mich um!"
Über Funk gab ich Diaz durch, dass wir Eisenschädel umbringen sollten, da er weiß, dass wir uns für die Hundekämpfe interessieren. Von Neo kam ein Geo-Ping mit dem Standort meiner Kanmuchis. Sehr gut.
"Von wem bekommst du dein Zeug?", fuhr Diaz mit dem Verhör fort.
"Von Kholod. Das is mein direkter Dealer."
"Und wie hast du die", er nickte Richtung der anderen beiden, "wie hast du die kennengelernt?"
"Wir waren schon Kumpels und sind zusammen eingestiegen."
Neo schaltete sich wieder zu. "Ich habe da was in einer Datenbank gefunden. Medved wird gesucht wegen Körperverletzung und Totschlag, außerdem Menschen- und Drogenhandel. Ich habe hier ein Foto und seinen bürgerlichen Namen. Leider nichts über die Bratva Zoloto. Muss richtig neu sein."
Bild und Name. Ist doch was. Lächelnd drehe ich mich zu Diaz um, der gerade seine Axt aus Eisenschädel zog und achselzuckend meinte trocken: "Typischer Holzfällerunfall."
Ich musste lachen. Das ist mir schon länger nicht mehr passiert. Humor hat er.

Nach Mitternacht verließen wir unser lauschiges Plätzchen und ließen die drei einfach hängen. Um Nulldreißig fuhr ich auf den Parkplatz Feuchtgebiet Spessartstraße. Gerade am anderen Ende der Ost-West-Achse des Birnbaumgrabens, an dem auch das Gelände der Bratva Zoloto lag. Diaz wäre am liebsten direkt rein, aber wir waren nicht sicher, ob sich unser Ziel dort befindet. So kamen wir überein, das Gelände einige Zeit zu überwachen und noch Informationen zum Gelände zu sammeln, auf dem der nächste Hundekampf sein würde. Als Notfallplan.
Als erstes schauten wir uns über meine Fly Spys um. Als groben Überblick. Das Gelände war ummauert. Die Zufahrt war mit einem Tor verschlossen. Vier Gebäude. Ein Büro, drei Lager. Ein großer Haufen Tierleichen im Norden an der Mauer. Lager 1 hat einen Schornstein, alle Fenster sind zu und ganz. Das ganze Gelände ist beleuchtet. Auch in Lager 1 brennt jetzt noch Licht. Das Bürogebäude ist dunkel. Die Fenster der Lager sind aus Milchglas. So kamen wir also nicht weiter.
Tatze schickte einen Geist. Das Büro hatte einen Keller. Mehrere Räume hatten eine magische Abschirmung. In einem Raum waren zwei Lebewesen. Vermutlich Wachen. Lager zwei war groß und überschaubar. Große Haufen, ein LKW lädt gerade ab. In Lager eins kam er nicht rein. Es war komplett abgeschirmt. Außerdem erschien dort ein anderer Geist. Der schickte Tatzes Geist weg.
Meine Drohne schickte ich erst einmal woanders hin und wir überprüften, ob es physische oder magische Verfolger gab. Da nichts zu entdecken war, ließ ich die Fliege wieder zurück kommen.
In der Zwischenzeit hatte Neo ein Bild von Ivana Volkova in der Matrix gefunden. Schon merkwürdig, dass ein Hund Vor- und Nachnamen hatte. Wir sahen Tatze an. Der hatte keinen Nachnamen.
Wir diskutierten unsere Pläne bis in die Morgenstunden, dabei verteilte ich Meine wenigen Fliegen um das Gelände. Gerade als wir uns schlafen legen wollten, piepte ein Komm. Der Timer war auf 24 Stunden und der Ort wurde bekannt gegeben. Die anderen schliefen und ich durchsuchte das Netz. Zu irgendwas musste der Schlafregulator auch einmal gut sein. Aus dem kurzen Nachschauen wurde längeres Nachschauen, wurde noch längeres... Der Ort des Kampfes lag in Darmstadt-Kranichstein. Ein abgelegener Hof kurz vor einem alten Bahnhof, auf dessen Gleisen schon lange irgendwelche rostigen Wagons standen. Als die anderen aufwachten, war ich immer noch damit beschäftigt, Daten zusammenzustellen. Unglaublich, wie schnell die Zeit verging. Wir ließen uns per Drohne Frühstück und Mittagessen liefern. Wir verstrickten uns in immer mehr Diskussionen, die allerdings wenig zielführend waren. Nennen wir es Brainstorm. Alles dreht sich darum, dass wir noch nicht wussten, wo unser Ziel war. Unser Plan B und Notfallplan war Exekution am Ort des Kampfes. Zwischen all den Leuten der Syndikate. Wird ein Spaß. Es endete damit, dass Neo meine Kanmuchis den Waldweg entlang verteilen wollte. Diaz kam noch auf die geniale Idee, dass sich Tatze die typischen Gerüche um das Gebiet einprägen sollte. Ich lobte ihn ausdrücklich dafür. Neo meinte, ich solle mir jetzt den fehlenden Schlaf gönnen, damit ich fit bin, wenn es losgeht. Das tue ich auch.
...schlummere vor mich hin...
...Türe öffnet sich, Leute steigen zu...
...schlummere...
...träume von langweiligen Diskussionen...
...schlummere...
...Trollgrunzen Beschwerde über Langeweile...
... Diskussionen... genervtes Schweigen...
...ich drehe mich um...
....Türknallen.... Tür geht nochmal auf und zu....
...Ruhe...nur Funkgeräusche meines Zugs...
...
...der Kampfheli hatte uns voll unter Beschuss. Der ganze Zug sprang von den LKWs und Jeeps ab, zwei der Laster explodierten. Schreiende Kameraden. Geknatter. Helmut beschießt den Heli mit dem aufgebauten MG auf dem LKW. Er wird von Phosphor getroffen, während ich mein MG bereit mache und auf den hinteren Rotors des Heli anlege... der Schuss muss einfach sitzen, sonst sind wir alle Hack...
....
ratttatatatat
....
ich wache langsam auf und realisiere, dass das Geräusch von automatischem Feuer aus der Verbindung mit Neo, Tatze und Diaz kommt...
Ich ziehe mir den Messergürtel an. "Was ist los?" Draußen ist dunkel. 22.43 Uhr.
Tatze bellt. Weiteres Rattern einer 6er Salve.
Diaz: "Wir ham Spaß."
Hundegebell von vielen Hunden. Rumms! Granate.
Neo: "Wir kommen klar."
Ich starte den Wagen, schnalle mir einen der Pistolenhalfter um: "Wo seid ihr?"
Sperrfeuer.
Nachricht von Neo mit einem Geo-Ping auf einem der Waldwege des Birnbaumgrabens.
"Bin unterwegs." Ich heize vom Parkplatz über eine Kreuzung von Waldwegen. Ein Auto kommt. Ich weiche hart aus.
Neo: "Hab die Person verloren." What the fuck...
Nachricht von Diaz: "ABFANGEN!" mit Geo-Ping im Süden. Ich fahre den Birnbaumsgraben gerade Richtung Westen auf das Gelände zu. Vorher gab es Abzweigmöglichkeiten nach Süden.
Tatze: "Da is noch n Geist!" Eskaliert wohl gerade.
"Wo seid ihr eigentlich?"
Nichts.
"Ihr Hurensöhne, wo seid ihr jetzt, verdammt nochmal!" Ziehe zweiten Pistolenhalfter an.
Neo: "Wir sind verstreut. Mein alter Ping zählt nicht mehr."
Eine fremde Stimme mischt sich in Neos Übertragung, polnisch: "Kurwa (Schlampe) - Deine Mutter!", gefolgt von einem Schuss.
Tatze: "Mann. Weg. Geist."
Diaz schickt mir einen Geo-Ping westlich von mir, auf dem Parallelweg. "Wo bist du?"
"Auf m Weg zum ersten Geo-Ping."
Neuer Geo-Ping von Neo. Im Süden. Zwischen Standpunkt Diaz und Neo sind zwar nur 2-300 Meter Luftlinie, aber ich muss mich im Bulldog an die Waldwege halten. Ich entscheide mich dennoch gegen das Aussteigen.
Tatze: "Der andere ist mit dem Geist im Wald verschwunden."
Neo: "Wir haben einen Gefangenen. Ist bewusstlos. An meinem Geo-Ping."
Tatze: "Brauche Unterstützung."
Ich ändere Farbe und Nummernschild des Bulldogs. ALI war schon längst abgeschalten.
Schüsse. Da es eine 6er Salve war, vermutlich Diaz.
Tatze: "Astraler Magier!"
"Neo, ich komme." Neo war einfach näher. Außerdem war es besser, wir kommen zu zweit als Unterstützung. Neo war auch stärker gegen Geister als ich. Jetzt kam ich endlich dazu, meine Panzerjacke anzuziehen und Monster aus dem Geheimfach zu holen. Mit einigen Magazinen. Zum Glück hatte ich nach dem Atre e Gusto noch die volle Ausrüstung geholt. Auf den Helm verzichte ich. Magie heißt Unsichtbarkeit und dafür benötige ich mein Ultrasound-System.
Neo: "Ich komme Dir entgegen."
Tatze: "Tatze Angst!"
Kurve. Geheimfach zu. "Bin gleich da."
Diaz: "Waffen runter, sonst reiß ich euch den Kopf ab!" Gefolgt von einem Fluchen seinerseits.
Tatze: "Geist und Mensch und Zauber."
Ich mache einen U-Turn für Neo. Der steigt mit dem Gefangenen auf seinen Schultern zu. "Na, ausgeschlafen?"
"Komme zu Abholpunkt 2" und bestätige Diaz Geoping.
Diaz: "Wie lange brauchst du?"
"30 Sekunden."
Neo: "Danke fürs Abholen. Den Typen hätt ich nicht die ganze Strecke schleppen wollen."
Tatze: "Hat der nich n Tracker?"
Ich trete den Typen auf den Hals und schmeiße ihn raus. Neo immer mit seinen Hemmungen, Probleme einfach zu lösen statt mit sich rumzuschleppen...
"Wir holen jetzt den Dreksköter!" Wir müssen einfach hoffen, dass er da ist. Mindestens müssen wir den Magier erwischen, sonst sind wir voll gearscht.
Tatze: "Wir wissen nicht, ob der da drin ist."
"Ihr Kasper fangt nen Krieg an mit einem Magier und wisst nicht, wo das Ziel ist. Jetzt ziehen wir durch!" Nicht weil wir wollen. Wir müssen.
Wir treffen die anderen beiden am zweiten Geo-Ping. Da die beiden nicht mehr direkt im Gefecht waren, lasse ich den Bulldog zurück zum Parkplatz fahren, während wir zum Gelände gehen. Unterwegs hatte ich jede Menge Hundeleichen gesehen und ein, zwei Leute, die bei ihnen tot rumlagen. Sie erzählten mir, dass sie mit den Hundetrainern "in ein Gefecht verwickelt wurden", wie Neo es ausdrückte. Meiner Einschätzung nach konnte es Diaz vor Langeweile nicht mehr aushalten und hat sie einfach umgelegt. Aber das war jetzt egal. Der  geflohene Typ war mit dem Geist nach Norden in den Wald östlich des Industriegeländes verschwunden. Das bedeutet, dass der Gegner vorgewarnt ist. Prima. Aber wenn wir warten, werden sie uns mit Geistern zermürben. Also los!



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 8 
 am: 21. Januar 2026, 13:42:11 
Begonnen von Ebuss - Letzter Beitrag von kleinerNagus
Hallo,
ist es noch aktuell? Gibt es schon einen Termin?

 9 
 am: 21. Januar 2026, 12:14:13 
Begonnen von Ikasawak - Letzter Beitrag von Fogrimm
Gerne

 10 
 am: 21. Januar 2026, 12:06:54 
Begonnen von Ikasawak - Letzter Beitrag von Skarabäus
Wie schön, dass diese Tradition von Rück- und Ausblicken fortgeführt wird. Da muss man sich geradezu beteiligen.  :)

Wie war euer Rollenspieljahr 2025:
Was waren eure schönsten, bemerkenswertesten, intensivsten, lustigsten, traurigsten offline/online Pen-&-Paper-Rollenspielerlebnisse des Jahres?


Der dickste Brocken in meinem Rollenspieljahr 2025 war die DnD-Kampagne "The Wild Beyond the Witchlight", die ich für meine Festrunde leite. Doch damit ist demnächst Schluss und ich bin wieder frei, frei, FREI (!!)… mehr andere Dinge zu spielen. Nicht falsch verstehen, wir hatten viel Spaß, aber das Vor- und Nachbereiten hat mich ziemlich viel Zeit gekostet, so dass ich kaum dazu kam andere, kürzere, innovativere , spontane Dinge zu spielen. Ich hoffe, dass sich das in 2026 ändert.

In diesem Sinn war (und ist) unsere Gruppe Suchend wandeln hier auf der Drachenzwinge ein Highlight und eine Insel der Abwechslung, denn ob als Musketier, in unendlichen Weiten, auf Spuren sich verändernder Sprache. als schräge Superheldentruppe oder als Kind in den 80er, wie sie nie waren – immer wieder gab es neue Systeme und Welten zu entdecken. Ich hoffe sehr, dass das in diesem Jahr so bleibt.

Spherechild ist mir ebenfalls sehr positiv im Gedächtnis geblieben - ein cooles Konzept und gelungene Umsetzung, was nicht leicht ist, wenn man drei Welten parallel jonglieren muss. Hut ab, Ravenking!

Mir hat natürlich auch die Gruselzwinge gefallen, wobei ein deutlicher Rückgang bei den Mitspielenden dafür sorgte, dass nicht alle angebotenen Runden stattfinden konnten - ein Wermutstropfen.

Welche 5 Rollenspiele möchtest Du 2026 spielen, die Du nie zuvor gespielt hast?

Letztes Jahr war ich gar nicht mit Vorsätzen und Plänen gestartet, weil abzusehen war, dass ich nicht weit kommen würde. Dementsprechend ist der Stapel der Spiele, die ich gerne einmal ausprobieren möchte eher gewachsen als geschrumpft. Ich ziehe mal 5 Stück aus dem oberen Teil des Haufens:

1.   Fall of Magic – Die Kurzkampagne City of Winter, die ScarSacul angeboten hat, ist mir im Gedächtnis geblieben. Nachdem wir dort denkwürdige Stunden damit verbracht haben vor der Umbra zu fliehen, ist es nur logisch, dass es mich reizt nun genau dorthin zu reisen, oder?  ;)
2.   City of Mist (steht schon lange auf der Liste und irgendwann wird es schon klappen)
3.   Public Access (Ikasawak, wie wär’s?  ;))
4.   Everspark - ein regelarmes, universelles Fantasysystem
5.   Von Côme Martin stehen auch ein paar Dinge auf meiner Liste. Two Summers wollte ich schon lange spielen, aber vielleicht begnüge ich mich mit etwas kürzerem wie beispielsweise der „Anti-Paradox Brigade“

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